Geschrieben von Nils Weichert



Ein OER-Aktionsplan für Deutschland?!

Welchen Weg geht das Thema Freie Lehr- und Lernmaterialien in Deutschland?, Foto: Tomasz Sienicki, CC-BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Freie Lehr- und Lernmaterialien sind in aller Munde – oder zumindest intensiviert sich die Debatte. Die Europäische Kommission will bereits seit längerem „Die Bildung öffnen“ und die Vermittlung digitaler Kompetenzen an Schulen und Hochschulen verbessern. Unterstützend zu dieser Initiative richtete sie im vergangenen Jahr die Website Open Education Europa ein, auf der Studierende, AnwenderInnen und Bildungseinrichtungen frei verwendbare Lehr- und Lernmaterialien austauschen können. Auch der Bundestag teilt grundsätzlich den Ausgangsbefund der Kommissionsinitiative. Es gilt die Potentiale neuer Technologien und digitaler Lehr- und Lernmaterialien hinsichtlich der Verbesserung von Qualität, Effizienz und Zugänglichkeit von Bildungsangeboten besser zu nutzen. Unter der Überschrift „Digitale Bildung“ widmet sich auch der Koalitonsvertrag Freien Lehr- und Lernmaterialien. Die digitale Lehrmittelfreiheit solle gemeinsam mit den Ländern verstärkt genutzt werden, Lehrmaterial solle – soweit möglich – frei zugänglich sein und die Verwendung Freier Lizenzen und Formate ausgebaut werden.

Soweit so gut. Doch wie werden die nächsten Schritte konkret zu gestalten sein, damit Deutschland nicht den Anschluss verpasst? Einen vielversprechenden Ansatz liefert Leonard Dobusch in der Studie: Potentiale für Open Education in Berlin. Auf Landesebene werden drei Szenarien skizziert, die eine Einführung von Freien Lehr- und Lernmaterialien befördern könnten: „Graswurzeln düngen”, „OER Mainstreamen“ und „Vorrang für OER“. Es handelt sich nicht nur um einprägsame Überschriften, sondern um geeignete Ansatzpunkte, um an einem weiterführenden Aktionsplan für Deutschland zu arbeiten. Um dieses Vorhaben anzugehen, haben Wikimedia Deutschland, Creative Commons Deutschland sowie die Open Knowledge Foundation Deutschland das Bündnis Freie Bildung initiiert. Das Bündnis verfasst unter anderem Stellungnahmen mit konkreten politischen Handlungsempfehlungen und führt Vernetzungstreffen für interessierte Organisationen sowie Veranstaltungen durch.

Welche Fragen gilt es bei der Konkretisierung politischer Handlungsempfehlungen zur Einführung von Freien Lehr- und Lernmaterialien zu bedenken?

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Wissenschaftsjahr 2014: Digitale Gesellschaft

Offizielles Logo zum Wissenschaftsjahr 2014, Bundesministerium für Bildung und Forschung

Wikimedia Deutschland ist offizieller Partner des Wissenschaftsjahres 2014 zum Thema “Digitale Gesellschaft”.  Das Wissenschaftsjahr ist eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gemeinsam mit der Initiative Wissenschaft im Dialog. Seit dem Jahr 2000 fördern sie den Austausch zwischen Öffentlichkeit und Wissenschaft. Ziel ist es, die Öffentlichkeit zu informieren und gesellschaftliche Debatten über Entwicklungen in Wissenschaft und Forschung vorantreiben.

 

Das Wissenschaftsjahr 2014 stellt die Frage, wie wir uns durch die Digitalisierung als Einzelne und als Gesellschaft verändern und lädt dazu ein, die Auswirkungen der Digitalen Revolution und die zentralen Herausforderungen für die Zukunft der vernetzten Gesellschaft gemeinsam zu diskutieren. Die Debatten werden entlang von drei Handlungsfeldern geführt: Digitales Miteinander, Digitale Wirtschaft und Digitales Wissen.

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Verstärkung im Bereich Bildung und Wissen

Sebastian Horndasch, CC-BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Wir freuen uns sehr, Sebastian Horndasch und Christopher Schwarzkopf als neue Mitarbeiter bei Wikimedia Deutschland e.V. zu begrüßen. Sie werden zukünftig den Bereich Bildung und Wissen tatkräftig unterstützen.

Sebastian wird als Projektmanager im nächsten Jahr vor allem das Thema Open Educational Resources als Elternzeitvertretung für Elly Köpf bearbeiten. Er war nach seinem Studium der Politik und Volkswirtschaftslehre zunächst als Buchautor tätig und verwertete seine Erfahrungen mit dem Bachelor/Master-System in zwei Ratgeberbüchern. Darüber hinaus arbeitete er als freier Journalist und Blogger im Hochschulbereich und führte die Studienberatung der Firma border concepts. Sebastian schreibt in seiner Freizeit unregelmäßig in der Wikipedia und legte 2004 seinen ersten Artikel an.

Christopher Schwarzkopf, CC-BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Christopher unterstützt den Bereich Bildung und Wissen als Projektassistent. Christopher studierte Sozial- und Politikwissenschaften mit Schwerpunkt Internationale Beziehungen und absolvierte unter anderem ein Praktikum im Sekretariat der Vereinten Nationen in New York. Nach seinem Studium arbeitete er bei der Menschenrechtsorganisation Amnesty International, wo er unter anderem eine Kampagne zu Menschenrechtsverletzungen koordinierte und für die Unterstützung der Mitgliedschaft und der Freiwilligen zuständig war.

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Social Media Week 2013

Photo by Sofiaperesoa [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Wir freuen uns sehr, die Social Media Week 2013 aktiv mitzugestalten! Wir sind dort am 25. September mit einem Wikipedia-Diversity-Schwerpunkt und zwei Veranstaltungen vertreten:

10:00 – 10:45 Uhr: Gender Diversity in der Wikipedia – ein Balanceakt – Vortrag und Diskussion, Prof. Dr. Ilona Buchem, Gastprofessorin für Digitale Medien und Diversität an der Beuth Hochschule für Technik Berlin und Conrad Nutschan, Wikipedianer.

11.00 – 13.00 Uhr: Women edit” goes to Social Media Week, Workshop “Wikipedia für Einsteiger_innen” und Informationen zu “Women edit” mit Silvia Stieneker, Journalistin und Wikipedianerin sowie Sibylle Würz, Konzeptentwicklerin im Bereich Social Media im Frauen Computer Zentrum Berlin

Beide Veranstaltungen finden in der Design Akademie Berlin im Aufbau Haus am U-Bhf Moritzplatz in Kreuzberg statt.

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Verstärkung im Bereich Bildung und Wissen

Wir freuen uns sehr, Bettina Hesse und Valentin Münscher als neue Mitarbeitende bei Wikimedia Deutschland e.V. zu begrüßen. Sie werden zukünftig den Bereich Bildung und Wissen tatkräftig unterstützen.

Valentin Münscher, Bild: Katja Ullrich, CC-BY-SA 3.0

Valentin wird als Projektmanager die Entwicklung neuer Bildungsformate ebenso begleiten wie den Ausbau lokaler (Beteiligungs-)Strukturen. Nach dem Studium der Geschichte, Soziologie und Amerikanistik konnte er auf diesen Feldern bereits zahlreiche Erfahrungen sammeln: Im Bildungswerk für Schülervertretung und Schülerbeteiligung koordinierte er den Aufbau von Netzwerkstrukturen und die Durchführung von Beteiligungsangeboten. Als Programmmitarbeiter der Deutschen Kinder und Jugendstiftung lag sein Arbeitsfokus im Bereich kommunale Bildungslandschaften – u.a. auf internetgestützter kommunaler Jugendbeteiligung. Darüber hinaus beschäftigt er sich mit dem bildungspolitischen Diskurs zu (demokratischer) Schulentwicklung und formeller und informeller Bildung.

Bettina Hesse, Bild: Katja Ullrich, CC-BY-SA 3.0

Bettina unterstützt als Werkstudentin insbesondere die Durchführung der OER-Konferenz 2013. Die Kommunikationswissenschaftlerin mit den Schwerpunkten politische und transkulturelle Kommunikation absolviert ab Oktober den Masterstudiengang “Medien und politische Kommunikation” an der FU Berlin. Für ihre Arbeit im Bereich Bildung und Wissen bringt Bettina interessante Erfahrungen aus ganz unterschiedlichen Kontexten mit: vom Goethe-Institut Neapel bis zum AFS Interkulturelle Begegnungen e.V. in Süditalien.

Nun freuen sich beide auf eine interessante Zeit im Wikimedia-Universum und vor allem auf die Zusammenarbeit mit den zahlreichen Ehrenamtlichen. Wer mit Bettina oder Valentin direkt in Kontakt treten möchte, kann dies hier tun: valentin.muenscher@wikimedia.de und bettina.hesse@wikimedia.de.

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HIVE Learning Network: kollaborativ, vernetzt, experimentell.

Was haben Wikimedia, Mozilla, OpenTechSchool oder Open Knowledge Foundation gemeinsam? Sie sind beim HIVE Learning Network dabei – einem Netzwerk, um das Lernen weiterzuentwickeln und einer Plattform für Akteure unterschiedlichster Bereiche. An der Schnittstelle von Bildung und Technik soll der Austausch von Ideen, Erfahrungen und Ressourcen ermöglicht werden. Ziel ist es, gemeinsam die Bedingungen des Lernens im digitalen Zeitalter zu erforschen und die Bildung der Zukunft mitzugestalten: kollaborativ, vernetzt und experimentell.

Du bist interessiert an Bildung und Lernen in virtuellen und realen Umgebungen? Du hast ein spannendes Thema oder ein konkretes Projekt? Dann werde Teil des HIVE Learning Network.

Wann: 12.06.2013, 19 Uhr

Wo: Wikimedia Deutschland, Obentrautstr. 72, 10963

Anmeldung: www.meetup.com/Hive-Berlin/events/113805672/

 

 

 

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Wikimedia Deutschland beteiligt sich an Leibniz-Forschungsverbund “Science 2.0”

Ist die Zukunft der Wissenschaft offen? Video: Daniel Mietchen, CC0

Der Austausch wissenschaftlicher Informationen war die ursprüngliche Funktion des World Wide Web; heute ist es nur eine von vielen. Während web-basierte Kommunikationsformen weite Teile der Bevölkerung auf immer umfassendere Weise miteinander vernetzen, macht die Wissenschaft bisher nur zögernd davon Gebrauch. An diesem Punkt setzt ein neuer Leibniz-Forschungsverbund zum Thema „Science 2.0“ an. Zusammengeschlossen haben sich darin 24 Einrichtungen aus Wissenschaft und Bildung. Wikimedia Deutschland ist beteiligt und bildet die Schnittstelle zu den Communitys der Wikimedia-Projekte. Der Titel “Science 2.0” bezieht sich dabei zunächst einmal nur auf den Einsatz von Web-Tools in der Wissenschaft. Dieser kann jedoch mit einer Öffnung des Forschungsprozesses selbst sowie mit dem vermehrten Einsatz freier Lizenzen für dabei erstellte Materialien einhergehen.

Der Verbund will sich in den kommenden 10 Jahren mit der Frage befassen, wie das Web die Forschungs- und Kommunikationsprozesse innerhalb der Wissenschaft und darüberhinaus verändert: Wie wird Wissenschaft und deren Kommunikation in der Zukunft aussehen? Wie werden Forschungsergebnisse zeitgemäß für die Fachwelt veröffentlicht, für die Gesellschaft insgesamt zugänglich gemacht und für die Nachwelt archiviert? Wie können Forschungsprozesse sichtbarer gemacht werden und wo sind die Grenzen der Transparenz? Welche Infrastruktur und Werkzeuge sind dafür nötig, und wie werden sie genutzt? Wie sieht es mit der Qualität wissenschaftlicher Informationen aus, wenn Amateure wie Patientengruppen oder Citizen Scientists an der Planung, Durchführung, Auswertung und Diskussion wissenschaftlicher Forschung in zunehmendem Maße teilhaben können?

Auf all diese Fragen gibt es keine einfachen Antworten. Doch wer inhaltlich, technisch oder organisatorisch zu Wikimedia-Projekten beiträgt, sieht sich regelmäßig mit sehr ähnlichen Fragen konfrontiert, für die in vielen Fällen auch schon einzelne Lösungsansätze ausprobiert wurden. Unsere Erfahrungen mit web-basierter Zusammenarbeit, mit der Erstellung und Nachnutzung frei lizensierter Materialien, mit öffentlichen Versionsgeschichten sowie mit der Förderung freien Wissens im nationalen und internationalen Kontext wollen wir in den Verbund einbringen. Bisherige Beteiligungen an Forschungsprojekten – z.B. RENDER oder Wikidata – bilden dafür eine gute Grundlage.

Das erste Verbund-Treffen findet am 14. und 15. Februar 2013 in der Deutschen Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften in Hamburg statt.

Wir werden Euch in den kommenden Monaten über die Entwicklungen im Rahmen des Forschungsverbundes informieren und freuen uns auf Eure Anregungen.

 

E-Mail: hochschule@wikimedia.de

 

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Neues aus dem Hochschulprogramm

By User:Mattes [Public domain], via Wikimedia Commons

Das kommende Semester steht unter der Überschrift “Intensivierung, Weiterentwicklung und Verbreitung”. Dafür gilt es, die Impulse unserer erfolgreichen Pilotmaßnahmen zu nutzen und weiterreichende Aktivitäten in diesem Bildungsbereich zu initiieren. Die Umsetzung folgt von Anfang an einem partizipativen Ansatz: Die Ideen und Vorschläge der Communitys sollen ebenso einbezogen werden wie Anregungen der Hochschulen.

Die bisherigen Aktivitäten im Hochschulbereich fokussieren die universitäre Lehrkraft, die von Wikimediareferenten intensiv geschult und begleitet wird. Diesen erfolgreich eingeschlagenen Weg setzen wir gemeinsam mit der Universität Bremen und der Johannes Gutenberg Universität Mainz fort. Neben den Lehrenden nehmen wir in diesem Semester auch die Studierenden in den Blick. Um die Arbeit mit der Wikipedia und das Verfassen von Artikeln als gängige Methode in der akademischen Lehre zu etablieren, führen wir an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin zwei semesterbegleitende Seminare zum Thema „Wissenschaftliches Arbeiten und Wikipedia“ durch. Nach Abschluss der zweiten Pilotphase des Hochschulprogramms erfolgt  im kommenden Jahr eine ausführliche Auswertung der Erfahrungen und die Erstellung eines ausführlichen Abschlussberichts.

Intensivierung, Weiterentwicklung und Verbreitung

Um die Reichweite unserer Aktivitäten zu erhöhen und die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen auf allen Ebenen zu intensivieren, möchten wir künftig gezielt mit Hochschul- und Forschungsverbünden kooperieren. Innerhalb des Forschungsverbundes „Science 2.0“ arbeiten wir fortan mit 23 exzellenten Forschungseinrichtungen aus ganz Deutschland zusammen. Der Fokus liegt auf dem Einsatz neuer, insbesondere partizipativer und kollaborativer Technologien. Informationen zum Forschungsverbund „Science 2.0“ folgen in Kürze.

Ein weiteres wichtiges Arbeitsfeld nimmt zukünftig innovative Formate und Materialien in den Blick. Im Mittelpunkt stehen beispielsweise E-Learning-Vorhaben zur Erhöhung der Reichweite unserer Aktivitäten. So können gemeinsam mit den Communitys erstellte Materialien und Handreichungen aufbereitet, in E-Learning-Kurse eingebracht und für interessierte Hochschulen angeboten werden. Hierzu folgen zeitnah weitere Informationen und die Einladung zur Beteiligung am Planungsprozess.

Für alle Fragen rund um das Themenfeld “Wikimedia und Hochschulen” und zu anstehenden Initiativen oder Terminen steht Euch das Team von Bildung und Wissen zur Verfügung: hochschule@wikimedia.de.

 

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