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Geschrieben von Alice Wiegand



Community building in Barcelona

Am vorletzten Wochenende konnte ich mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland einer Einladung zum Free Culture Forum und der angeschlossenen Veranstaltung Building Digital Commons (für Twitter zu Dimmons gekürzt) folgen.
Das Forum bot namhafte Sprecher wie Richard Stallman und John Perry Barlow auf, Dimmons beeindruckte durch lebhafte Diskussionen mit und um Communitys in der realen und der virtuellen Welt.

Wikimedia, Creative Commons, Mozilla, Platoniq und viele andere kamen zusammen, um über Möglichkeiten der Bindung an Communitys, Motivation und Wertschätzung zu diskutieren. Die Mischung machts und eins wurde schnell deutlich: Wikipedia ist nicht das einzige Online-Projekt, dass sich nicht auf dem Erreichten ausruhen kann sondern dafür Sorge tragen muss, dass neuen Teilnehmern der Einstieg ermöglicht wird, ohne dadurch die Erfahrenen zu verlieren.

Mehrere Arbeitsgruppen beschäftigten sich mit Themen der Partizipation. Ich war Facilitator in der etwa zwölf Kopf starken Gruppe, die sich mit dem Thema neuer Mitmacher auseinandersetzte. Hier fanden sich nicht nur Wikipedianer, sondern auch Vertreter von Mozilla, Creative Commons und der Open Knowledge Foundation, was der Diskussion deutlich mehr Raum für unterschiedliche Erfahrungen und Wahrnehmungen ließ als erwartet. Die Zusammenarbeit war sehr engagiert und führte zu folgenden Empfehlungen:

  • Treffen im Real Life organisieren und fördern
  • Kurze Einführungstexte bereitstellen, die den Einstieg ermöglichen, sich aber auf’s Wesentliche beschränken
  • Neue spannende und überraschende Stories finden, die das Projekt und die Idee dahinter erklären
  • Beim Begrüßen und beim Begleiten unterschiedlich vorgehen, je nach Wunsch des Benutzers. Es gibt nicht den einen Weg, der für alle neuen Benutzer gleich gut ist.
  • Mehr Austausch zwischen verschiedenen Communities

Einer der eher ungewöhnlichen Aspekte der Veranstaltung war, dass aus den Ergebnissen der Arbeitsgruppen direkt ein Maßnahmenplan für die katalanische Wikipedia entwickelt wurde, um zu prüfen, ob Auswirkungen auf die Community sichtbar werden. Darunter sind

  • Ein Vergleich der Zugriffszahlen von Artikeln in der katalanischen, spanischen und englischen Version, um Leserpräferenzen zu erkennen und daraus Verbesserungsvorschläge für die Artikel abzuleiten
  • Eine Tabelle, in der unterschiedliche Beteiligungsmöglichkeiten und konkrete Vorschläge dargestellt werden. Sie soll neben der reinen Artikelarbeit auch Übersetzungen, sprachliche Verbesserungen, Bebilderungen und vieles mehr umfassen. Ziel ist Einsteigern eine Art Wegweiser in die Hand zu geben, aus dem sie sich das für sie passende raussuchen können und wissen, dass dort ihre Hilfe benötigt wird.
  • Neuen Benutzern in Abhängigkeit ihrer Aktivität ermutigende und positive Nachrichten zukommen lassen. Zum Beispiel für Benutzer, die sich angemeldet aber noch keinen Edit gemacht haben, oder für Benutzer, deren letzter Edit mehr als vier Wochen zurückliegt.

Ich bin gespannt auf die Ergebnisse. Wer mehr zur Veranstaltung erfahren will, kann das Wiki besuchen, in dem derzeit die Ergebnisse aufbereitet werden.

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200.000 EUR für Community-Projekte

Noch keine Millionen, aber satte 200.000 EUR fließen nach einem Beschluss der Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland vom 19. März 2011 in das Community-Projektbudget (kurz CPB) zur Verwirklichung von Ideen aus den Wikimedia-Communitys für die Wikimedia-Projekte.

Aus der Community für die Community

Erstmalig wurde damit ein so umfangreiches Budget bereitgestellt, aus dem Mittel ganz gezielt in Projekte fließen, die aus der Community stammen und durch die Community realisiert werden. Ziel ist, Freies Wissen mit besonderem Schwerpunkt auf die Wikimedia-Projekte zu unterstützen. Nicht nur die Wikipedia soll davon profitieren. Auch den Medienpool Commons, die Quellensammlung Wikisource und andere Schwesterprojekte soll das Community-Projektbudget fördern.

Die sogenannte Millionenliste, auf der durch einen Aufruf eines Wikipedia-Benutzers Southpark bereits eine beeindruckende Anzahl kreativer Ideen zur Förderung gesammelt wurden, lässt erahnen, welches Potential in der Community schlummert. Die Liste kann jetzt zu einer Vorratskammer inspirierender Projektideen werden. Wen hat es beim Überlegen bereits in den Fingern gejuckt, wessen Ideen scheiterten bislang immer am Geld, wer kann aus einer vagen Vorstellung ein Projekt machen? Alle, die dabei nicken, können jetzt loslegen und ihre Projektideen Wirklichkeit werden lassen.

Vergabe der Mittel

Die Empfehlungen für die Projektförderungen trifft ein Budgetausschuss, der sich aus drei von Vereinsmitgliedern gewählten Vertretern des Vereins, drei aus der Community gewählten Vertretern der Wikimedia-Projekte und dem Schatzmeister von Wikimedia Deutschland zusammensetzt. Community und Mitglieder wurden bereits auf die anstehenden Wahlen ab dem 20. April aufmerksam gemacht und aus beiden Gruppen gibt es schon erste Kandidaten. Der Budgetausschuss wird seine Arbeit nach der Wahl schnellstmöglich aufnehmen, denn die erste Runde der Mittelverteilung ist noch für das erste Halbjahr 2011 geplant.

Projektanträge

Und weil das Geld dafür zur Verfügung gestellt wurde, auch ausgegeben zu werden, ein Aufruf an all die Kreativen und die Umsetzer: Baut Luftschlösser oder pflanzt, wie Joseph Beuys sagte, „unmögliche Gärten“. Konkretisiert eure Ideen, kalkuliert eure Kosten und macht daraus tolle Projekte. Anträge für die erste Runde können bis zum 31. Mai 2011 per Mail an cpb@wikimedia.de eingereicht werden.

Auf der Projektseite in der Wikipedia stehen alle Informationen, ein Musterantrag und eine Musterkalkulation erleichtern die Antragstellung.

Eine Community, die etwas so Faszinierendes wie die Wikipedia und ihre Schwestern realisiert, hat die besten Ideen und auch die besten Voraussetzungen dafür, genau diese mit maßgeschneiderten und handgemachten Projekten zu fördern und zu verbessern. Seid mutig!

 

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Arbeitsbereit: der achte Vorstand

Die erste Vorstandssitzung

Nur eine Nacht lag zwischen der Wahl des achten Vorstands und seiner ersten Sitzung. Schon im letzten Jahr hat sich gezeigt, dass das ein sehr guter Start in die gemeinsame Vorstandsarbeit ist. Viele Informationen, viele Diskussionen, viele Pläne und das alles komprimiert in ein paar Stunden am Sonntag.

Worum ging es dabei? Der Vorstand setzt sich zusammen aus fünf “alten Hasen” (zu denen auch Achim Raschka als bisheriger Vorstandsreferent gezählt wurde) und fünf “jungen Hasen”. Das machte den Austausch über die Ziele und Wünsche der einzelnen Vorstandsmitglieder besonders interessant, auch wenn Sebastian Moleski und Olaf Kosinsky ihre Vorstellungen leider noch nicht einbringen konnten, da beide verhindert waren.

Die an- und ausgesprochenen Themen zeigen bereits einen Teil des weiten Themenfelds, mit dem sich der Vorstand beschäftigen wird. Vorstellungen zum Fundraising, die Anpassung von Geschäftsordnungen, Zusammenarbeit mit der Community, Angebote für Mitglieder, Einbindung Freiwilliger, effizientere Vorstandsarbeit, Anschieben langersehnter Tools zur Autorenbestimmung, Beschäftigung mit dem Kompass 2020, Vorbereitung der Wahl des Präsidiums, Ausbau regionaler Angebote und vieles mehr.

Die unterschiedlichen Kommunikationsmittel des Vorstands (noch mehr Wikis, noch mehr Mailinglisten) wurden vorgestellt, die Zugänge kurzfristig eingerichtet. Termine und Orte für die Klausuren wurden abgestimmt, dabei ist besonders erfreulich, dass die erste Klausur bereits am zweiten Aprilwochenende stattfinden wird. Formales lässt sich auch beim Vorstand nicht vermeiden, so gab es alle notwendigen Informationen über Regelungen zu Versicherungen, Interessenkonflikten, Reisekosten, Visitenkarten und anderem.

Die nächsten Monate

Was wird nun Schwerpunkt der Vorstandsarbeit der nächsten acht Monate sein?
Bei all der Themenvielfalt und persönlichen Schwerpunkten wird es ein Kernthema sein, mit dem sich der Vorstand in den kommenden acht Monaten auseinandersetzen wird.

Die Mitgliederversammlung hat sich für die während der letzten zwei Jahre vorbereitete Strukturreform ausgesprochen und den Antrag zur dazu notwendigen Satzungsänderung angenommen. Diese wird mit der der nächsten Mitgliederversammlung, die am 19. November 2011 stattfinden wird, umgesetzt. Das bedeutet für den Verein, dass die Geschäftsführung in Berlin durch einen hauptamtlichen Vorstand geleistet wird, der derzeitige Geschäftsführer also in einer neuen Funktion für den Verein arbeiten wird. Aufsichts- und Kontrollfunktionen werden von einem ehrenamtlichen Präsidium übernommen. Begleitet wird dies von Regelungen zur Genehmigung des Wirtschaftsplans durch die Mitgliederversammlung. Was vor uns liegt ist die Überführung des Vereins, seiner Regelungen und internen Prozesse, seiner Aufgaben und Funktionen in diese neue Struktur. Dazu müssen bestehende Geschäftsordnungen überprüft und angepasst werden, Prozesse für Qualitätssicherung eingeführt werden und insbesondere für die Genehmigung des Wirtschaftsplans neue Formen der Zusammenarbeit mit den Mitgliedern entwickelt und auch umgesetzt werden.

Das ist eine nicht zu unterschätzende Aufgabe, bei der die unterschiedlichen Interessengebiete der Vorstandsmitglieder von großem Nutzen sein werden. Insbesondere unter Berücksichtigung, dass der Verein für 2011 spannende Projekte plant, deren Umsetzung unabhängig davon realisiert werden muss. Dazu zählt auch das gerade beschlossene Community-Projektbudget, dessen Start durch Olaf Kosinsky, der als Schatzmeister die initiale Leitung des Budget-Ausschusses innehat, vorangetrieben und maßgeblich gestaltet wird.

Und so ist das wichtigste Ergebnis dieser Sitzung: Der achte Vorstand ist arbeitsbereit, seine Mitglieder engagiert und voller Tatendrang. Los geht’s!

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Kandidaten für den Vorstand gesucht!

Die nächste Mitgliederversammlung steht vor der Tür und damit auch die Wahl für den Vorstand von Wikimedia Deutschland.

Wahl des Vorstands steht an

Wie im letzten Jahr werbe ich für viele Kandidaten, neue Kandidaten, überraschende Kandidaten. Einige aus dem derzeitigen Vorstand werden erneut kandidieren, andere nicht. Damit unterscheidet sich diese Vorstandswahl nicht von den vorherigen. Viele Gespräche mit Mitgliedern haben mir aber gezeigt, dass die Bereitschaft, sich im Vorstand für diesen Verein – unseren Verein – einzusetzen, in den letzten Jahren merklich gesunken ist. Genannt werden unterschiedliche Gründe: der Zeit- und Arbeitsaufwand, die Ungewissheit über das Ausmaß und die Folgen der übernommenen Verantwortung, die unbestimmte Erwartungshaltung der Mitglieder. Ich kann alles nachvollziehen. Und doch möchte ich noch einmal deutlich sagen: Es ist ein großes und ein gutes Gefühl, sich in diesem Gremium für den Verein einzusetzen und ich wünsche mir, dass sich viel mehr von euch dazu bereit erklären.

Lasst uns viele gute Kandidaten haben. Lasst uns eine Wahl haben, in der wir für jede Position mehr Kandidaten als Plätze haben. Verwirklichen können wir das nur mit euch. Seid mutig! Kandidiert!

Rolle des Vorstands

Mitarbeit im Vorstand ist eine Möglichkeit, die Entwicklung des Vereins aktiv und direkt mitzugestalten und ich möchte jeden aufrufen, über die Chancen dieses persönlichen Engagements für Wikimedia Deutschland nachzudenken.
In den letzten Jahren wurden mit der Entwicklung des Kompass 2020, mit den Vorbereitungen für eine Reform der Verantwortungsstruktur und mit der Implementierung einer regelmäßigen Bewertung des Geschäftsführers wichtige Grundlagen dafür geschaffen, dass der Vorstand seiner Rolle als Aufsichtsgremium gerecht werden kann. In einer immer noch rasant wachsenden Organisation, die trotz der langfristigen strategischen Planung des Kompass 2020 noch jeden Tag wieder neuen Herausforderungen gegenüber steht, neue Anforderungen erkennen und erfüllen möchte, Erwartungen von Mitgliedern, Community und Kooperationspartnern aufgreifen und in die Planung integrieren möchte, wird es immer wichtiger, mit einem kompetenten Aufsichtsgremium diese Entwicklung zu unterstützen und zu stärken. Die strategischen Überlegungen fortzusetzen und auch fort zu schreiben und die Umsetzung durch die Initiativen der Geschäftsführung an ihnen zu messen. Und das, ohne den Blick auf das eigentliche Ziel unserer Arbeit zu verlieren: Freies Wissen und Freie Inhalte für jeden Menschen verfügbar zu machen.

Um dies zu erreichen, brauchen wir Menschen, die sich dafür einsetzen und sich einbringen, die bereit sind, den Verein auf seinem Weg aktiv begleiten und seine Entwicklung verantwortungsbewusst mitzugestalten.

Weitere Informationen

Am Samstag, dem 19. März 2011, findet in Berlin die Mitgliederversammlung mit den Wahlen statt. Die offizielle Einladung wird bald verschickt. Kandidaturen für ein Vorstandsamt können bis zum 18. Februar 2011 eingereicht werden. Im Mitglieder-Forum gibt es bereits eine zentrale Informationsseite. Auf ihr werden alle Informationen gesammelt, auch die Anträge und Kandidaturen werden dort veröffentlicht und können vorab diskutiert werden.

Interesse an einer Kandidatur für den Vorstand? Mehr Informationen gibt es in meiner Mail von Freitag.

Was auch wichtig ist: Wir brauchen auch Kassenprüfer, eine Zählkommission und ein Versammlungspräsidium.

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Nachschlag vom Wikimedia-Forum in Köln

Auch das Wikimedia-Forum in Köln war ein Abend mit interessanten Gästen und spannenden Gesprächen. Einige Absagen wegen Advents-Termin-Gedrängel, Wetter und Krankheit im Café Ludwig verkleinerten den Teilnehmerkreis auf acht Personen. Die aber brachten so viel Neugierde und Interesse mit, dass wir etwa zwei Stunden lang über eine Reihe aktueller Vereinsthemen gesprochen haben.

Dabei war die angekündigte Unterstützung von Referenzverfahren zur Klärung von Rechtsfragen, die freies Wissen und insbesondere die Nutzung freier Lizenzen betreffen, eins der ersten Themen. Die Frage, wie man lizenzkonforme Weiternutzungen von Bildern durch vereinfachten Zugang zu diesen Informationen fördern kann, führte zu einem regen Austausch, in dem auch die Möglichkeiten der Nutzung von Exif-Daten oder Aztec-Codes angerissen wurden. Weiter ging es mit dem Beschluss des Vorstands, den Themenkomplex METIS gemeinsam mit der Community aufzuarbeiten und die Diskussion zu unterstützen und zu begleiten. Das Schulprojekt, seine Entwicklung und Akzeptanz und die Erfahrungen der Referenten in den Schulen war ein weiteres Thema, bei dem unter anderem die Idee aufgeworfen wurde, das Projekt ähnlich dem Lesesommer der Bibliotheken mit einer konkreten “Saison” im Schuljahr zu verknüpfen, um so gezielter und an die Lehrpläne angepasst Aktionen zu veranstalten.

Auch weniger konkrete Themen wie die fehlende Gelassenheit in den Projekten, die Probleme der Repräsentativität von Umfragen und Meinungsbildern und der Wunsch nach ausgewogenen Inhalten in der Wikipedia wurden angesprochen.

Ich nehme von dieser Veranstaltung eine ganze Reihe von Ideen und Anregungen für den Verein mit und bin mehr denn je davon überzeugt, dass diese Art des direkten Austauschs wichtige Impulse für Projekte und Positionen des Vereins geben kann, die auf anderem Weg, in der Online-Kommunikation, kaum zu erreichen sind. Lernen wir uns kennen! Ich freue mich drauf. Die nächsten Veranstaltungen dann voraussichtlich im Norden und Süden der Republik.

Teilnehmer am Piano

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Noch ein Wikimedia-Forum?

Als wir Anfang Oktober das Diskussions-Forum des Vereins eröffnet hatten, war uns noch nicht bewusst, dass diese Online-Plattform, die geschaffen wurde, um Vereinsthemen mit Mitgliedern und interessierten zu diskutieren, schon bald Verwandtschaft in der wirklichen Welt erhält.

Nun ist es da: das Wikimedia-Forum für die persönlichen Gespräche.

Der Name ist Programm. In der Wikipedia steht unter dem Lemma Forum (Kultur), ein Forum sei „ein realer oder virtueller Ort, wo Meinungen untereinander ausgetauscht werden können, Fragen gestellt und beantwortet werden können.“ Und genau diese Idee möchten wir aufgreifen. Wir wissen, dass es etliche Vereinsmitglieder gibt, die nicht regelmäßig online sind, das Internet anders nutzen als wir und sich schon aus diesen Gründen nicht in einem Online-Diskussionsforum beteiligen. Wir möchten aber auch ihnen die Möglichkeit bieten, Fragen und Anregungen loszuwerden, sich über den Verein zu informieren und sich mit anderen Mitgliedern auszutauschen. Und wir möchten denen, die uns nur „online“ kennen, die Möglichkeit geben, die Menschen des Vereins – Vereinsmitglieder, Mitarbeiter, Vorstandsmitglieder – persönlich kennen zu lernen.

Wir starten im Dezember in Berlin und Köln und planen Veranstaltungen im Norden und im Süden Deutschlands für das nächste Jahr.

Vereinsmitglieder aus NRW und Berlin haben bereits eine schriftliche Einladung erhalten. Auf diesem Weg laden wir euch alle ein, an den Veranstaltungen teil zu nehmen.

In Berlin am Montag, den 13. Dezember 2010, 18.30 Uhr mit Jürgen Lüdeke
Saarländische Galerie – Europäisches Kunstforum e. V., Am Festungsgraben 1, 10117 Berlin
Wenn Du teilnehmen möchtest, sende uns bitte eine E-Mail an wikimediaforum-berlin@wikimedia.de

In Köln am Dienstag, den 14. Dezember 2010, 18.00 Uhr mit Alice Wiegand
Café & Restaurant Ludwig im Museum, Heinrich-Böll-Platz, 550667 Köln
Ab 16:45 Uhr können Interessierte bereits an der Führung „Pop Art – vom Alltag zur Kunst“ durch das Museum Ludwig teilnehmen. (Die Führung fällt leider aus.)
Wenn du dabei sein möchtest, sende uns bitte eine E-Mail an wikimediaforum-nrw@wikimedia.de

Lernen wir uns kennen! Wir freuen uns darauf.

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Strukturmodell für Wikimedia Deutschland

Die Arbeitsgruppe Verantwortungsstruktur stellt vor: Ein Modell für die Organisationsstruktur von Wikimedia Deutschland

Die Mitgliederversammlung 2010 bestellte  am 8. Mai 2010 die Arbeitsgruppe Verantwortungsstruktur. Die Gruppe setzt sich zusammen aus Vorstandsmitgliedern, Vertretern der Mitgliedschaft, einem Kassenprüfer, dem Geschäftsführer und einem Anwalt. Die Arbeitsgruppe griff die Teilergebnisse der vorherigen AG auf und hatte die Aufgabe, ein Strukturmodell zu erarbeiten, das ermöglicht, Haftung, Verantwortung und Handlungen der tatsächlichen Realität und Vergütung entsprechend zu verteilen.

Dieses Modell stellen wir nun im Forum, der Plattform für Diskussionen rund um Vereinsthemen, vor.

Es besteht aus

Im Forum können wir alle Diskussionen bündeln und eine technische Infrastruktur nutzen, die uns allen ermöglicht, die Diskussion im Ganzen und in ihren Einzelthemen zu verfolgen

Das vorgestellte Modell ist ein Modell im engen Sinne, es ist anpassungsfähig, veränderbar, erweiterbar und genau das soll im Laufe
des Diskussionsprozesses geschehen. Wir möchten euch alle einbinden, eure Ideen und Vorschläge hören und berücksichtigen. Die Ergebnisse der Diskussion werden durch die Mitglieder der AG zusammengefasst und in das Modell eingearbeitet.

Die AG fertigt im Dezember einen Antrag zur Satzungsänderung und fordert den Vorstand entsprechend ihrer durch die Mitgliederversammlung gesetzten Aufgabe auf, eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen.

Termin dieser Mitgliederversammlung wird der 22. oder 23. Januar 2011 sein, geplanter Tagungsort ist Berlin. Die Einladung dazu wird Mitte Dezember allen Vereinsmitgliedern zugehen.

Nutzt die Chance, die Zukunft des Vereins mitzugestalten; helft dabei, mit der Strukturänderung die Weichen für eine weiterhin erfolg- und ergebnisreiche Vereinsarbeit zu stellen.

Ich und die anderen Mitglieder der Arbeitsgruppe freuen uns auf die Diskussion.

Nachtrag:

Die Texte sind parallel auf Meta veröffentlicht und können dort von jedem eingesehen werden. Für Austausch darüber steht das Vereinsforum zur Verfügung, dort ist eine Anmeldung erforderlich.

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Meldungen aus dem Wikimedia-Universum August 2010

Sommerpause? Saure-Gurken-Zeit? Nicht im Wikimedia-Universum. Hier der Beweis:

Veränderungen im Board of Trustees

Zwei der zehn Sitze im Kuratorium der Wikimedia Foundation (Board of Trustees)  werden von den existierenden Chaptern (derzeit 28) nominiert. Diese Regelung gibt es seit 2008, die Ernennung erfolgt wie für die anderen Sitze für zwei Jahre. Die erste Ernennung der sogenannten Chapter selected Board seats verzögerte sich, so dass die ersten beiden, Arne Klempert und Michael Snow, ihre Amtszeit erst im Sommer 2009 beginnen konnten. In diesem Jahr fiel die Wahl der Chapter auf Arne Klempert und Phoebe Ayers. Dadurch wurden einige Änderungen im Kuratorium angestoßen.
Michael Snow, bis dahin Vorsitzender des Kuratoriums, wurde ein Sitz im Advisory Board angeboten. Ting Chen wurde zum Vorsitzenden gewählt, Stu West wurde Zweiter Vorsitzender und behält seine Funktion als Schatzmeister. Ting, der im Juni 2008 durch die Community in das Kuratorium gewählt wurde, informierte über die Änderungen in einer Mail direkt nach der Sitzung des Kuratoriums vor Eröffnung der Wikimania 2010.

Herzliche Glückwünsche und einen guten Start an Phoebe, Arne und Ting. Herzlichen Dank für die geleistete Arbeit an Michael.

Wikimania 2010

Die Wikimania war auch in diesem Jahr erneut eine Veranstaltung, an der sich eine Menge Menschen trafen und viel miteinander geredet haben: die Mitarbeiter und das Kuratorium der Wikimedia Foundation, Vertreter der Chapter, Autoren aus unterschiedlichen Wikimedia-Projekten und auch Freiwillige, die sich außerhalb etablierter Organisationen für die Wikimedia-Projekte und Freies Wissen einsetzen. Maria zeigte mit Danny B. in einem Workshop die Möglichkeiten und auch Schranken, die die Nutzung der Wikimedia-Projekte mit Hilfsmitteln wie einer Braille-Zeile mit sich bringt. Delphine sprach über die kulturellen Unterschiede, die die Bildung und die Ausprägungen von Chapters beeinflussen.

Schwerpunkt waren Gespräche mit anderen Chaptern und den Mitarbeitern der Foundation. Sowohl bei den Chaptern als auch bei der Foundation ändern sich Ansprechpartner und Kontaktpersonen. Die Wikimania bietet die besten Voraussetzungen, um neue Gesichter kennenzulernen, sich auszutauschen und die ersten Eckpunkte der weiteren gemeinsamen Aktionen festzulegen, sei es beim Fundraising oder bei der Frage, in welcher Form die Chapter ihre Zusammenarbeit stärken können.

Zuschüsse für Chapter: Beispiel Tschechien

Seit 2009 bietet die Wikimedia Foundation den Chapters Zuschüsse für ganz unterschiedliche Zwecke an. Viel Zuspruch im Wikimedia-Universum hat eine durch einen solchen Zuschuss geförderte Initiative des tschechischen Chapters erhalten. Ziel der Initiative war, frei lizenzierte Fotos von Gebäuden und Landschaften zu erhalten, deren Artikel bislang nicht bebildert waren. Derb Zuschuss ermöglichte die Reisen quer durchs Land, bei denen insgesamt über 550 Objekte fotografiert wurden. Die Fotos stehen nun auf Commons zur Verfügung und wurden bereits in Artikel unterschiedlicher Sprachen eingebaut.

Wikimedia Foundation sucht Mitarbeiter für das Community Department

Die Wikimedia Foundation sucht Mitarbeiter. Wie im Plan für das nächste Geschäftsjahr (PDF) bereits angekündigt, beginnt die Suche nach einer Reihe neuer Mitarbeiter. Dabei wird es auch Stellen im Bereich Community geben. Um diese zu besetzen, startete ein Aufruf, auf den in allen Wikimedia-Projekten hingewiesen wurde. Welche persönlichen Fähigkeiten dabei ausschlaggebend sein können, beschreibt Sue Gardner, die Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation, in ihrem Blog.

Die Foundation aktualisiert regelmäßig die Übersicht der offenen Stellen, so kann man sich jederzeit über die laufenden Jobangebote informieren.

Community und Fundraising

Auch bei der jährlichen Fundraising-Kampagne, die im Herbst jeden Jahres startet, setzt die Foundation auf die Erfahrung und die Kreativität der Community. Auf Meta ist der Aufruf zur Teilnahme am Fundraising-Committee veröffentlicht. Wer Lust hat, sich an der Ausrichtung, dem Gesicht und der lokalen Anpassung der Fundraising-Kampagne in diesem Jahr zu beteiligen, hat die Möglichkeit, dies mit Unterstützung von Mitarbeitern der Wikimedia-Foundation zu tun. Ein Eintrag auf der Liste ist alles, was benötigt wird, um die Bereitschaft dazu zu signalisieren.

Wikinews interviewt Umberto Eco

Und zum Schluss noch etwas der ungewöhnlicheren Sorte: Wikimedia Italia hat 2008 das Projekt Wiki@Home ins Leben gerufen, das zum Ziel hat, Interviews mit bekannten Persönlichkeiten zu organisieren und unter einen freien Lizenz zu veröffentlichen. Im April ist es ihnen gelungen, in seinem Haus ein Gespräch mit Umberto Eco, dem Autor des Romans “Der Name der Rose”, zu führen. Das Interview steht auch in englischer Übersetzung zur Verfügung. Dieses Projekt zeigt in beeindruckender Weise, welche Möglichkeiten uns allen offenstehen, und welche auch gerade in den Schwesterprojekten realisierbar sind. Dankeschön, Wikimedia Italia.

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Mitgliederversammlung 2010: Informationen für Vorstandskandidaten

Liebe Vereinsmitglieder und Leser des Blogs,

am Samstag, 8. Mai 2010 findet in Berlin die Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland statt. Die offizielle Einladung wird zwischen dem 23. und 25. März 2010 verschickt. Wie im letzten Jahr existiert auch eine Seite  auf Meta, die nach und nach um weitere Informationen ergänzt wird.

Ein Tagesordnungspunkt der Mitgliederversammlung wird die Wahl des Vorstands sein. Und das ist Grund für diese Informationen für Vorstandskandidaten und alle, die es werden möchten.

Mitarbeit im Vorstand ist eine Möglichkeit, die Entwicklung des Vereins aktiv und direkt mitzugestalten und ich möchte hiermit jeden aufrufen, über diese Art des persönlichen Engagements für Wikimedia Deutschland nachzudenken.

Der Vorstand

Wikimedia Deutschland hat einen ehrenamtlich arbeitenden Vorstand. In direktem Zusammenhang mit dem Vorstandsamt anfallende Kosten (zum Beispiel Reise- und Unterkunftskosten) werden gemäß unserer Reisekostenordnung erstattet. Der Vorstand besteht aus bis zu 10 Mitgliedern, von denen vier (Erste/r Vorsitzende/r, Zweite/r Vorsitzende/r, Schatzmeister/in und Schriftführer/in) dem Vorstand nach §26 BGB angehören. Sie werden namentlich im Vereinsregister eingetragen. Der BGB-Vorstand wird ergänzt von bis zu sechs Beisitzern.

Aufgaben

Mit dem Ausbau der Geschäftsstelle und der Entwicklung des Kompass 2020 [2] unterliegen die Aufgaben des Vorstands einer noch immer andauernden Änderung. In den ersten Jahren des Vereins war es vor allem der Vorstand, der einzelne Initiativen und Maßnahmen entwickelte und auch selbst umsetzte. Mit der Professionalisierung, beginnend mit der Beschäftigung des ersten hauptamtlichem Geschäftsführers 2006, und der Übertragung von Zuständigkeiten auf die Geschäftsstelle wandelte sich das Aufgabenspektrum  des Vorstands von einer eher operativen zu einer strategischen Ausrichtung. Im nächsten Jahr wird die Entwicklung mittelfristiger strategischer Pläne  einen wesentlichen Teil der Tätigkeiten ausmachen. Die eher abstrakt  gehaltenen Ziele des Kompass 2020 haben mit dem Haushaltsplan für 2010 in konkreten Plänen für das laufende Jahr ihren Niederschlag gefunden.

Um nun auch für die kommenden Jahre entsprechende Pläne aufstellen zu können, ist es unabdingbar, mit einer mittelfristigen Planung eine  Verbindung zwischen den konkreten Maßnahmen und den strategischen Zielen zu entwickeln, die sowohl Realisierung als auch Ressourceneinsatz und damit die Verwendung der Spendengelder mehrjährig planbar macht.

Zu den Aufgaben des Vorstands zählen außerdem

  • die Festlegung des jährlichen Haushaltsplans
  • die Bestellung und Kontrolle des Geschäftsführers
  • die Aufsicht über die laufenden Aktivitäten des Vereins

Darüber hinaus sollten durch die Mitglieder des Vorstands die im Kompass 2020 festgelegten Ressorts besetzt werden. Sinn der Ressorts ist die eigenständige Arbeit innerhalb von Themenbereichen, die zu den besonderen Qualifikationen und Erfahrungen der Vorstandsmitglieder passen. Jedes Vorstandsmitglied kann mehrere Ressorts besetzen, ausschlaggebend sollten hierbei Erfahrungen und Kenntnisse im jeweiligen Bereich sein. Jedes Ressort wird im Idealfall durch einen oder mehrere Mitglieder des Vorstands vertreten. Es gibt Kern- und Infrastrukturressorts, die sich darin unterscheiden, ob ihr Themenbereich direkt zum Satzungszweck des Vereins gehört oder diese unterstützt.

Kernressorts:

  • Freiwilligenförderung
  • Lobbying
  • Public Relations
  • Qualität
  • Usability/Technik

Infrastrukturressorts:

  • Betriebsmittel
  • Finanzen
  • Fundraising
  • Organisationsentwicklung
  • Personal
  • Vereinskommunikation
  • Wikimedia International

Den Mitgliedern des BGB-Vorstands kommen weitere spezifische Aufgaben zu:

Erste/r Vorsitzende/r

  • Vorbereitung der Sitzungen
  • Fortführung des strategischen Planungsprozessen
  • Dienstaufsicht über den Geschäftsführer
  • Vertretung des Vereins in der Öffentlichkeit

Zweite/r Vorsitzende/r

  • Unterstützung des/der Ersten Vorsitzenden
  • Vertretung des/der Ersten Vorsitzenden bei Verhinderung
  • Vertretung des Vereins gegenüber Chapters und Wikimedia Foundation

Schatzmeister/in

  • Kontrolle der Einhaltung des Haushaltsplans
  • Beratung der Geschäftsführung bei Finanzfragen
  • Teilnahme an der Kassenprüfung

Schriftführer/in

  • Protokollierung von Sitzungen und Telefonkonferenzen
  • Pflege des internen Wiki

Zeitaufwand

Natürlich ist die aktive Mitarbeit im Vorstand nur möglich, wenn auch Zeit dafür aufgebracht werden kann. Beeinflusst wird der Aufwand durch die regelmäßigen Telefonkonferenzen, Vorstandssitzungen und Diskussionen im Wiki und auf Mailinglisten. Im einzelnen sind dies:

  • Telefonkonferenzen zweiwöchentlich, zwischen einer und zwei Stunden
  • Vorstandsklausuren zwei- bis dreimal, Freitags abends bis Sonntags
  • nachmittags, Tagungsort in Abstimmung unter den Vorstandsmitgliedern wechselnd
  • möglicherweise weitere Treffen bei besonderen Ereignissen/Themen
  • interne geschlossene Mailingliste
  • internes geschlossenes Wiki
  • internationale Mailinglisten der Wikimedia Chapter

Wieviel Zeit tatsächlich für die Mitarbeit aufgebracht werden muss, hängt natürlich vom persönlichen Engagement und auch von den besetzten Ressorts ab. Im Durchschnitt liegt der Zeitaufwand beim jetzigen Vorstand bei etwa 4-6 Stunden pro Woche, bei den beiden Vorsitzenden kann das deutlich mehr sein. Jedes Engagement in einzelnen Themen führt ebenfalls zu einem Anstieg des Zeitaufwands.

Prozedere und Zeitplan

Wer für ein Vorstandsamt kandidieren möchte, füllt bitte das PDF-Formular aus und schickt es per Fax oder Post an die Geschäftsstelle (Adressen stehen im Formular selbst). Darüberhinaus kann eine kurze Vorstellung – gerne mit Foto – an mv2010@wikimedia.de geschickt werden. Die Vorstellung lässt Platz für eine Erläuterung der persönlichen Motivation und auch für Aussagen zu den Ressorts, die der Kandidat oder die Kandidatin gerne mitverantwortlich übernehmen möchte. Gerade die Besetzung der Kernressorts ist wichtig für die zukünftige strategische Ausrichtung des Vereins.

Die Selbstvorstellung kann folgende Fragen aufgreifen:

  • Welche Ideen hast Du, die Du gern im Vorstand umsetzen würdest?
  • Was befähigt Dich für den Vorstand? Welche besonderen Kenntnisse, Kompetenzen und Erfahrungen kannst Du einbringen?
  • Was möchtest Du besser machen als der bisherige Vorstand?
  • Warum bist gerade Du genau die oder der Richtige für dieses Amt?

Einsendeschluss hierfür ist der 8. April 2010. Die Vorstellungen werden gemeinsam online zur Verfügung gestellt und ab dem 20. April allen Briefwählern als Teil der Briefwahlunterlagen zugeschickt

Fragen

Falls noch offene Punkte unbeantwortet blieben, scheut euch bitte nicht, einfach nachzufragen. Ich bin gerne bereit, weitere Auskünfte zu geben, soweit mir das möglich ist.

Mit vielen Grüßen und der Hoffnung auf viele Interessenten

Alice

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Q2009/4: Der Vorstand – das unbekannte Wesen

„Was macht denn eigentlich der Vorstand?“ ist eine Frage, die ich in persönlichen Gesprächen höre und die auch immer mal wieder in Kommentaren und Mails auftaucht. Mindestens zwei Varianten sind dabei besonders häufig: Der Wunsch nach einer Reaktion des Vorstands ist eine davon, Nachfragen über die Vorstandsarbeit, ihre Inhalte und Organisation eine andere. Auf die erste kann nur situationsabhängig reagiert werden; die letzte möchten wir bewusst aufgreifen und euch in Form von regelmäßigen Quartalsberichten Einblick in die Vorstandsarbeit geben.

Mit jedem neuen Quartal wird es einen Rückblick auf das vergangene Vierteljahr geben. Daher beginnen wir mit dem Bericht für das vierte Quartal 2009, kurz Q2009/4. Das meiste ist mit Erscheinen des Quartalsberichts bereits bekannt. Wenn es Auswirkungen auf die Geschäftsstelle hat oder dort inhaltlich angesiedelt ist, wurden die Themen bereits von Pavel aufgegriffen, in anderen Fällen gab es schon separate Meldungen von Vorstandsmitgliedern.

Wir wollen versuchen, euch in diesen Berichten über unsere Arbeit zu informieren und dabei auch einige grundsätzliche Fragen zum Vorstand zu klären, sozusagen im guten Sinne ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern.

Hier also die Zusammenfassung von Oktober bis Dezember 2009:

Oktober

Die Arbeiten am Kompass 2020 waren ein Schwerpunkt der Vorstandsarbeit im Oktober. Auf Meta, angekündigt durch separate Blogbeiträge, wurden die strategischen Kernziele der fünf Vorstandsressorts Freiwilligenförderung, Lobbying, Public Relations, Qualität und Usability/Technik veröffentlicht.

Zwei Telefonkonferenzen dienten der Abstimmung offener Fragen und dem Austausch von aktuellen Informationen. Wir nutzen diese Form des Treffens regelmäßig alle zwei Wochen. Nur wenn tatsächlich kein aktueller Beratungsbedarf besteht, fällt eine Telefonkonferenz aus. Pavel nimmt an den Konferenzen regelmäßig in informierender und beratender Funktion teil. Im Oktober war Schwerpunkt der Telefonkonferenzen die anstehende Spendenkampagne. Es ging hauptsächlich um den Ablauf, begleitende Maßnahmen und notwendige Arbeiten, die vorab mit dem Vorstand abgestimmt wurden. Weitere Themen waren die Fortschritte der eingesetzten Planungsteams und die Vorbereitung der Vorstandsklausur im November.

November

Im November fanden zwei Telefonkonferenzen und die Klausur in der Mitte des Monats statt. Großes Thema der Klausur war die Weiterentwicklung des Kompass 2020, hierbei besonders die Festlegung der Maßnahmen für 2010. Sebastian hat dies in seinem Beitrag zur Klausur erläutert, Pavels Beitrag zum Haushaltsplan macht den Überblick über die Inhalte der Klausurtagung rund. In den Telefonkonferenzen berieten wir über die Anfang November stattgefundene Podiumsdiskussion, die technische Umsetzung eines Vereins-Forums und Personalangelegenheiten.

Einstimmig fassten wir den Beschluss, uns an der Open-Access-Petition zu beteiligen und diese ausdrücklich zu unterstützen.

Dezember

Anfang Dezember fand in Frankfurt am Main die Verleihung der Zedler-Medaille statt. Redner der Veranstaltung waren aus dem Vorstand Sebastian und Philipp.

Die letzte Telefonkonferenz des Jahres beschäftigte sich mit wieder mit Personalangelegenheiten und den Fortschritten bei der Untersuchung des Vereins-Forums. Das Jahr endete ruhig und mit der Überschreitung der 1.000.000-Artikel-Marke in der deutschsprachigen Wikipedia.

Das Quartal in Zahlen: eine Klausur, fünf Telefonkonferenzen, insgesamt sieben Beschlüsse und leider durch Jennys Rücktritt ein Verkleinerung des Vorstands auf 9 Mitglieder
Das Quartal ohne Zahlen: viel Textarbeit, erträglich lange Telefonate, konstruktive Diskussionen

Aus dem Nähkästchen: Interne Kommunikation

Die Kommunikation im Vorstand findet auf drei Ebenen statt. Wie weiter oben schon angerissen, sind die zweiwöchentlich stattfindenden Telefonkonferenzen für den Vorstand ein wichtiges Mittel, sich auszutauschen und kurzfristige Beschlüsse zu fassen. Hier besteht die Möglichkeit, aktuelle Themen aufzugreifen, alle auf einen Informationsstand zu bringen und gleichzeitig direkte Entgegnungen und Diskussionen zu erlauben. Das funktioniert in einer so großen Gruppe allerdings nur mit einer gewissen Gesprächsdisziplin und ich bin immer wieder fasziniert, dass dies tatsächlich so gut klappt, konstruktive Diskussionen ermöglicht und zu umsetzbaren Ergebnissen führt.

Zwei- bis dreimal im Jahr finden Klausuren statt. Sie sind wesentlicher Bestandteil der Vorstandsarbeit und, obwohl dies für einzelne Mitglieder immer mit langen Reisewegen verbunden ist, ein aus unserer Sicht unverzichtbarer Teil der Vorstandsarbeit. Das direkte Gespräch miteinander vereinfacht und präzisiert die Kommunikation. Viele Dinge lassen sich deutlich einfacher auf den Punkt bringen, wenn man gemeinsam an einem Tisch sitzt, das gilt umsomehr mehr, wenn unterschiedliche Meinungen vertreten werden. Die Klausuren bieten den erforderlichen zeitlichen und auch organisatorischen Rahmen, um komplexe Fragestellungen zu erörtern und grundlegende Entscheidungen zu treffen. Sie sind über die Dauer eines Wochenendes ausgelegt. Die Anreise erfolgt am Freitagabend, die Abreise am Sonntag im Laufe des Nachmittags. Die Beratungen werden im Regelfall durch vorbereitete Präsentationen oder Drucksachen eingeleitet und ermöglichen so eine zielgerichtete Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Thema.

Vermutlich nicht wirklich überraschend werden neben den Telefonkonferenzen und direkten Gesprächen auf Klausuren noch unterschiedliche Online-Plattformen genutzt. Ein geschlossenes Wiki dient der Vorbereitung und Dokumentation gefasster Beschlüsse. Hier finden auch grundsätzliche Überlegungen zu Organisations- oder Personalfragen einen Platz. Eine ebenfalls geschlossene Mailingliste wird gerne genutzt, um aktuelle Informationen zu verteilen oder um sich zwischen den Telefonkonferenzen auszutauschen. Viele der Vorstandsmitglieder sind darüber hinaus im Chat oder über Skype erreichbar und natürlich gibt es auch einfach mal ein kurzes Telefonat miteinander.

Soviel für dieses Mal im ersten Quartalsbericht. Worüber möchtet ihr mehr erfahren, was ist zuviel, was fehlt noch? Bitte teilt uns eure Wünsche mit, damit wir sie in den kommenden Quartalsberichten berücksichtigen können. Euer Informationsbedürfnis ist die Messlatte für die nächsten Berichte.

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