Geschrieben von Johannes Rohr



Admin sein ist nicht (so) schwer – Admin bleiben dagegen (vielleicht) schon? Oder auch nicht

Gut 30 Wikipedianer haben das erste Juniwochenende zusammen in einem abgelegenen Kloster am Rande des Harz verbracht, um über Adminthemen zu sprechen. Auch wenn es Uneingeweihte kaum glauben möchten – das war wirklich das erste Treffen seiner Art! Die Administratoren der deutschsprachigen Wikipedia sind entgegen der Gerüchte eben kein engverknüpftes Netzwerk, dass sich kennt und regelmäßig trifft, sondern eher eine bunte Truppe von Einzelkämpfern, die regelmäßig jeder für sich allein das Rad neu erfindet.

Admincon 2012 vortrag populism
Admincon 2012 vortrag populism

Hat die AdminConvention daran etwas geändert? Ja und nein und auch vielleicht doch:

Unter den etwa 30 Teilnehmern der Admincon waren nicht ganz 20 Admins – also nur ein kleiner Teil der insgesamt derzeit ca 280 Administratoren. Darunter fanden sich “Schlafadmins” genauso wie “Poweradmins”, “Glücksadmins”, “Gelegenheitsadmins”, “Bauchgefühladmins” und weitere Selbstzuschreibungen.

Überrascht war ich von der konzentrierten und extrem disziplinierten Gesprächsatmosphäre und der Bereitschaft aller Teilnehmer, ihr Verhalten zu reflektieren und in Frage zu stellen. Was erwarten die Wikipedianer von den Admins? Was erwarten die Admins von anderen Admins? Wieviel Aktivität kann einem Admin abverlangt werden? Wieviel Inaktivität ist tolerabel? Wem schadet Inaktivität und wodurch? Wie kann Adminaktivität, die sich nicht in Logbucheinträgen niederschlägt besser gewürdigt werden? Was ist mit Entscheidungen, vor denen sich alle drücken? Brauchen wir (provozierend gefragt) einen “Admin vom Dienst” um zu verhindern, dass Anfragen und Probleme unbearbeitet ins Archiv wandern? Pauschale oder sogar einfache Antworten hat diese Admincon nicht formulieren können. Über die Relevanz der aufgeworfenen Fragen zeigte sich aber ein großer Konsens.

Admincon 2012 grosse runde
Admincon 2012 grosse runde

Ein ähnlich großer Konsens herrschte zwischen den Anwesenden darüber, dass die Widerwahlmöglichkeit inzwischen etabliert und akzeptiert ist. Auch wenn die Einträge auf den Wiederwahlseiten für Admins manchmal schmerzhaft sind und es nicht immer angenehm ist, damit umzugehen, mochte keiner der anwesenden Admins das System als solches missen. Die Erfahrungen mit Wiederwahlen, die durch Einträge auf den Wiederwahlseiten erzwungen wurden, zeigen, dass das System im Großen und Ganzen gut funktioniert und eben gerade nicht zum Scherbengericht verkommt.

Ich persönlich habe Wikipedianer selten auf eine so fokussierte, konstruktive Weise diskutieren sehen. Gleichzeitig habe ich selten so gelacht, wie bei der abendlichen Pantomimesession, als aus dem “Baustein:Spielwiese benutzen” das “Portal:Rasenpflege” wurde oder aus “bitte Vorschau beachten” der “Stielaugenbaustein”. Viele Themen, die den Admins am Herzen liegen, konnten nur gestreift werden, die Liste mit Wunschthemen fürs nächste Mal ist lang – das Orgateam steht für die nächste Runde schon in den Startlöchern. – poupou

AdminCon zum Nachlesen:

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Wikimedia Chapters Association: Jetzt kandidieren!

Auf der Wikimedia Conference am 31. März 2012 hat unsere weltweite Bewegung einen bedeutenden Schritt zu ihrer Weiterentwicklung getan. Zukünftig werden die derzeit 40 lokalen Wikimedia-Vereine (Chapter) im Rahmen eines gemeinsamen Dachverbands, der neuen Wikimedia Chapters Association (WCA), zusammenarbeiten. Der Beitritt von Wikimedia Deutschland zu dieser neuen Organisation wurde vorletzte Woche von Präsidium und Mitgliederversamlung beschlossen. Nächster Schritt ist nun, ein Mitglied für den Rat der Wikimedia Chapters Association zu wählen.

Die Wikimedia Chapters Association hat den Zweck, die gemeinsamen Interessen der Vereine zu vertreten, Standards für Aktivitäten vor Ort zu etablieren und durchzusetzen, den Austausch von Erfahrungen, Ideen und Wissen innerhalb der Bewegung zu stärken, die Vereine in ihrer Entwicklung zu fördern und zu unterstützen sowie gemeinsame Programme und Projekte zu entwickeln. Aufgaben und Struktur der neuen Organisation wurden in einer Satzung festgeschrieben, die Du auf Englisch unter http://meta.wikimedia.org/wiki/Wikimedia_Chapters_Association/Charter und in einer inoffiziellen deutschen Übersetzung im Forum unter https://forum.wikimedia.de/w/Satzung_der_Wikimedia_Chapters_Association einsehen kannst.

Ein wichtiges Gremium in der Wikimedia Chapters Association ist der Rat, in den jeder Verein ein Mitglied entsendet. Der Rat bestimmt unter anderem das Jahresbudget, legt die Ziele der Arbeit fest und wählt den Generalsekretär. Das Amt wird ehrenamtlich ausgeübt; anfallende Kosten, darunter auch Reisekosten zu Sitzungen, werden übernommen. Das Ratsmitglied darf für die Dauer der Amtszeit weder dem Präsidium angehören, noch beim Verein angestellt sein oder vom Verein bezahlte Auftragsarbeiten annehmen.

Hast Du Interesse, Dich mit dieser verantwortungsvollen Aufgabe für Wikimedia zu engagieren? Treffen die folgenden Punkte auf Dich zu?

  • Du kennst Wikimedia Deutschland und die internationale Wikimedia-Bewegung gut und/oder interessierst Dich dafür.
  • Du hast idealerweise bereits Erfahrung in der Arbeit im internationalen Rahmen.
  • Du kommunizierst gut auf Englisch, idealerweise hast Du auch Kenntnisse anderer Sprachen;
  • Du hast Erfahrung in der Zusammenarbeit mit vielen Ehrenamtlichen aus unterschiedlichen Kulturen.
  • Du hast Spaß daran, etwas Neues mit anderen zusammen aufzubauen.

Dann bewirb Dich noch heute mit dem Formular (Anmeldung erforderlich) und Deiner Selbstvorstellung per E-Mail an mitglieder@wikimedia.de (Das Formular sollte unterschrieben sein, daher bitte einscannen!), Fax oder Post. Einsendeschluss ist der 20. Mai 2012. Die Briefwahl durch die Mitglieder findet dann vom 25. Mai bis zum 9. Juni statt. Beachte bitte, dass Deine Selbstvorstellung online veröffentlicht wird.

Noch ein wichtiger Hinweis: Die konstituierende Sitzung des Rats wird am 11. Juli 2012 in Washington D.C. stattfinden, einen Tag vor Beginn der Wikimania (12. bis 15. Juli 2012). Eine Teilnahme an dieser Sitzung wäre für Dich verpflichtend, wenn Du gewählt wirst. Du solltest also Zeit haben, nach Washington D.C. zu reisen. Die Kosten für diese Reise werden selbstverständlich übernommen.

Wir freuen uns auf viele Kandidaturen. Wenn Du noch Fragen zur Wikimedia Chapters Association oder zur Wahl des Ratsmitglieds hast, kannst Du Dich gern an das Team Community (communityl@wikimedia.de, 030-219158260) wenden.

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QRpedia im Museum für Hamburgische Geschichte

Von: [[Benutzer:Peter Weis]]1)

QR-Erfahrung

Nachdem Spiegel Online im Oktober 2011 ein Gespräch mit [[Benutzer:Peter Weis]]  führte, wurde das Interesse des Museums für Hamburgische Geschichte am Thema QR-Codes erneut geweckt.

Erfahrungen aus dem Children’s Museum in Indianapolis, der Fundació Miró und dem Derby Museum haben gezeigt, was die eckigen Codes von QRpedia für Institutionen leisten können. So erzielte das Children’s Museum in Indianapolis mit nur 4 installierten Codes 3350 Aufrufe (Juni – Dezember 2011).

Der erste QR-Code im Museum für Hamburgische Geschichte IMG 1607 original
Der erste QR-Code im Museum für Hamburgische Geschichte IMG 1607 original

Für  GLAM-Institutionen sind Zahlen, die Erfolg oder Misserfolg von Kooperationen darstellen, zentral für die Entscheidungsfindung. Auch für den Aufbau von Austellungsflächen oder die Konzeption von Räumlichkeiten ergeben sich dadurch neue Ansätze. Getreu dem Motto “Was interessant ist, wird gescannt”, kann eine GLAM-Institution einschätzen, welche Bereiche für die Besucher besonders interessant sind und stark frequentiert werden.

Treffen vom 08. Dezember 2011

Für das Museum für Hamburgische Geschichte, das seit Dezember 2010 Teil einer GLAM-Kooperation ist, bietet sich in QR-Codes die Möglichkeit die Vermittlung Freien Wissens auf eine neuartige Weise zu unterstützen und einen Vorstoß in Richtung neue Medien zu wagen.

Der Vollglasüberdachte Innenhof des Museums für Hamburgische Geschichte. Demnächst mit QR-Code?
Der Vollglasüberdachte Innenhof des Museums für Hamburgische Geschichte. Demnächst mit QR-Code?

Am 08. Dezember 2011 konnte [[User:pigsonthewing]] zusammen mit [[User:Peter Weis]] im Museum für Hamburgische Geschichte vorsprechen, um Inhalte rund um das Thema QRpedia zu präsentieren und Möglichkeiten für die Einbindung in das hauseigene Konzept aufzuzeigen. Mit Unterstützung durch Wikimedia Deutschland war es möglich, dass User:pigsonthewing so kurzfristig nach dem GLAMcamp in Amsterdam am Treffen in Hamburg teilnehmen konnte.

QRcodes sind in der bisherigen Anwendung immer zusätzlich zu bestehenden Maßnahmen genutzt wurden. Neben Audioguides, Infotafeln und Broschüren soll es auch Museen geben, die ihren Besuchern Tablet-Computer für die Dauer des Besuches an die Hand geben, um die Ausstellung zu Erkunden. QR-Codes dienen also bisher zur Unterstützung bestehender Systeme. Anhand der Praxisbeispiele aus anderen Ländern, ließ sich gut einschätzen welche Schwächen und Stärken das System aufweist.

 Die Fundació Miró macht's vor: Infotafeln mit integrierten QR-Codes.
Die Fundació Miró macht's vor: Infotafeln mit integrierten QR-Codes.

Bei geringen Lichtverhältnissen, mangelndem Empfang oder gar einem abgenutzten QR-Code funktioniert das System nicht. Auch Artikel zu den teils sehr speziellen Themen der Institutionen müssen erst geschrieben werden. Die Edit-A-Thons aus anderen Häusern weisen auch hier den Weg. Zusammen mit der lokalen Wikipedia-Gemeinde wird meist in der Institution an Artikeln gearbeitet, die dann von der globalen Gemeinde in eine Vielzahl von Sprachen übersetzt werden können.

Vor allem die technische Umsetzung war für die Anwesenden von Interesse. QRcodes können prinzipiell mit jedem Drucker erstellt werden und auf vorhandene Infotafeln aufgeklebt, oder neben Objekte in Schaukästen gepinnt werden. Um die Haltbarkeit der Codes zu erhöhen, kann man entweder zum Laminiergerät greifen oder direkt Infotafeln erstellen, die mit den schwarzen Quadraten bestückt sind. Am Ende vor allem eine Frage des Geldbeutels und des Cooperate Designs.

Am Ende des Treffens konnten viele Fragen beantwortet werden, aber mindestens genauso viele Fragen ergaben sich durch die neuen Eindrücke. Die Winterpause wurden auf beiden Seiten genutzt, um eine Evaluierung durchzuführen und sich im neuen Jahr zu einem zweiten Treffen zusammenzufinden.

Teilnehmer des Treffens waren:

  • Prof. Dr. Lisa Kosok, (Direktorin, Museum für Hamburgische Geschichte)
  • Dr. Klaus Gier (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Altonaer Museum)
  • Wilfried Müller (Neue Medien, Museum für Hamburgische Geschichte)
  • Bettina Beermann (PR und Marketing, Museum für Hamburgische Geschichte)
  • Beate Trede (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Helms-Museum)
  • Martina Fritz (Wissenschaftliche Volontärin, Museum für Hamburgische Geschichte)
  • User:pigsonthewing
  • User:Peter Weis

Treffen vom 27. Januar 2012

Am 27. Januar fand nach dem Jahreswechsel ein zweites Treffen statt, um QR-Codes im Museum für Hamburgische Geschichte zu realisieren. Gemeinsam mit Martina Fritz und [[User:Peter Weis]] wurden potentielle Objekte des Museums erkundet und die zuvor ermittelten Probleme in der Praxis getestet. Dicke Mauern sind hinderlich für den Internetempfang des mobilen Endgerätes – Ausstellungsflächen im Keller oder im Zentrum des Gebäudes schieden also aus.

In den Blick gerieten vor allem die Objekte, die bisher nicht durch die eigentliche Ausstellung erfasst sind: Türen, Torbögen und andere architektonische, teil fest im Haus eingebaute, Elemente sollten in Zukunft via QR-Code zugänglich sein. Diese Objekte haben in der Regel keine eigenen Infotafeln und bleiben dem Besucher so verschlossen. Mit Hilfe von neuen Infotafeln die bereits QR-Codes enthalten, wäre es möglich beide Systeme zu verknüpfen. Die menschenlesbare, aber nur in wenigen Sprachen verfügbare Beschreibung und der maschinenlesbare QR-Code ermöglichen auch Besuchern ohne Gerät oder bei technischen Schwierigkeiten einen Zugriff auf die Information.

Im nächsten Schritt soll geprüft werden, was sich einerseits technisch, andererseits finanziell realisieren lässt.

Für den geneigten Leser:

1) Erstveröffentlichung im GLAM-Newsletter Januar 2012(Text leicht angepasst)

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Post für Dich! Wikimedia vergibt E-Mail-Adressen für Projektmitarbeiter

Wikipedia ist schon eine besondere Veranstaltung: Als fünftpopulärste Website weltweit ist sie eines der reichweitenstärksten Medien in den Weiten des WorldWideWeb. Doch anders als Redakteur von Spiegel, Focus und Co. haben es Wikipedianer, Commons-Fotografen oder Wikinews-Autoren schwer, wenn sie zu hochkarätigen Veranstaltungen akkreditiert werden wollen. Denn meist werden sie als einfache Privatpersonen wahrgenommen.  Doch jetzt ist Abhilfe in Sicht: Für mehrere Projekte hat Wikimedia Deutschland die entsprechenden .de-Domains registriert und ist ab sofort in der Lage, an Projektmitarbeiter E-Mail-Adressen und Visitenkarten zu vergeben. Alle Einzelheiten und die Möglichkeit zur Beantragung findet man unter de.wikipedia.org/wiki/WP:@

 

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Diskussion mit Sue Gardner live & interaktiv im Netz: Sonntag 13:00

Im Rahmen ihres Europa-Besuchs wird sich Sue Gardner, Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation am kommenden Sonntag den 20. November von 13:00-15:00 der Diskussion mit der deutschsprachigen Community stellen. Die Diskussion findet in den Räumlichkeiten der Buhmann-Schule in der Prinzenstr. 2, unweit des Hauptbahnhofs Hannover statt.

Wer nicht persönlich dabei sein kann, der wird die Möglichkeit haben, die Diskussion live über das Internet zu verfolgen und mitzudiskutieren, möglicherweise auch mit Live-Schaltung per Webcam.

Alles weitere folgt unter:
www.wikimedia.de/live

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Participation Grants – Wikimedia Foundation und WMDE stellen gemeinsames Förderprogramm vor

Was macht ein Wikimedianer aus Bangladesh, wenn er an einer Wikimedia-Konferenz in Indien teilnehmen will und die Reisekosten nicht aus eigener Tasche finanzieren kann? Bis gestern war die Antwort auf diese Frage schwierig, doch seit heute lautet sie: Er beantragt einen “Participation Grant”.

Die Participation Grants sind ein neues Förderinstrument, das die Wikimedia Foundation und Wikimedia Deutschland in den letzten Monaten gemeinsam entwickelt haben. Sie sollen genau solche Wikimedia-Aktiven ansprechen, in deren Heimatländern es bislang kein Wikimedia-Chapter mit ausreichenden Ressourcen gibt. Gefördert werden v.a. Teilnahmen an Workshops, Seminaren und Konferenzen, bei denen ein konkreter Nutzen für die Wikimedia-Projekte zu erwarten ist. Die Abwicklung soll schnell und unbürokratisch erfolgen. Förderentscheidungen und Berichte werden auf dem Meta-Wiki dokumentiert.

In seiner ersten Skype-Sitzung am 26. Oktober bewilligte das Participation Grants Committee die ersten zwei Förderanträge. Nicht zufällig ging es dabei um die Teilnahme zweier Wikipedianer und Mitgründer des jüngst gegründeten Chapters Wikimedia Bangladesh an der Wikimedia Conference India, die vom 18. bis zum 20. November und damit parallel zur Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland in der Millionenmetropole Mumbai stattfinden wird. Das Hauptanliegen der Anträge ist die Weiterentwicklung der bengalischsprachigen Wikipedia. Bengalisch, das Amtsprache in Bangladesh und einigen Bundesstaaten Indiens ist, wird von etwa 230 Millionen Menschen gesprochen. Die bengalische Wikipedia hat jedoch bisher erst 22.000 Artikel. Während auf 100 Deutsch-Sprecher statistisch 1,0636 Wikipedia-Artikel kommen, entfallen auf 100 Bengalisch-Muttersprachler gerade einmal 0,0097 Artikel.

Bereits vor dem offiziellen Start des Participation Grant-Programms wurde eine erste Förderentscheidung getroffen. Unterstützt wurde die Teilnahme von  [[User:とある白い猫]] an einem Workshop in Amsterdam zur Erkennung von Plagiarismus und Vandalismus. Selbst arbeitet er an einem Tool zur automatisierten Erkennung von Vandalismus in der Wikipedia. Über seine Konferenzteilnahme hat er einen ausführlichen Bericht in englischer Sprache erstellt.

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RegioWiki-Camp 2011 in Brest (Frankreich)

von Friedel Völker, Wikipedia-Autor und Vorsitzender der StadtWiki-Gesellschaft

Brest, die Stadt am „Ende der Welt“ (Finistère), zeigt seit den späten 1990ern Profil durch die Unterstützung Freier Software und Freien Wissens. Seit 2006 gibt es dort ein Regiowiki (www.wiki-brest.net), das als partizipative Bürgerplattform von der Stadtverwaltung initiiert wurde und von einer fest angestellten Moderatorin betreut wird. Dieses Projekt war das erste seiner Art in Frankreich, ein guter Ort also um dorthin alle einzuladen die an regionalem Freien Wissen interessiert sind. Von Freitag, 2. bis Sonntag, 4. September 2011 fand daher in Brest das zweite europäische RegioWikiCamp statt. Gastgeber war die Stadtverwaltung, organisiert wurde die Veranstaltung von der European Regiowiki Society, unterstützt durch die deutschen Stadtwiki-Gesellschaft und Wikimedia Deutschland.

Neben Vertretern der Regiowiki-Projekte Wiki-Brest, Wiki-Rennes, Wiki-Niort, Rhein-Neckar-Wiki, TÜpedia und dem Stadtwiki Pforzheim-Enz waren auch Beitragende von OpenStreetMap, Wikimedia Commons und Wikipedia in den Sprachvarianten Französisch, Deutsch, Englisch, Bretonisch und Spanisch mit von der Partie.

Auf der im BarCamp-Stil gehaltenen „Unkonferenz“ wurden folgende Sessions durchgeführt:

  • Nutzung interaktiver Landkarten im Wiki-Rennes und Wiki-Brest.
  • Video-Konferenz mit den Machern des Stadtwiki-Projekts im russischen Nischni Nowgorod (Ни́жний Но́вгород).
  • Konzeption und Einführung eines Stadtwikis mit soziokulturellem Anspruch für die Stadt Niort im Département Deux-Sèvres.
  • Strategien gegen Spam-Attacken durch Bot-Netze.
  • Werkzeuge zum sichern von Wikis (ohne Server-Zugang).
  • Hugin, eine Open-Source Software zum erstellen großformatiger Panorama-Fotos.
  • Augmented Reality – was geht schon, wo geht die Reise hin.
  • Entstehungsgeschichte und Verbreitung der Stadt- und Regiowikis in deutscher Sprache.
  • Integration von Multimedia-Inhalten.
  • Nutzung von Wikipedia und Regiowikis im Unterricht.
  • Möglichkeiten der OpenStreetMap-Integration in Wiki-Projekten.
  • Diskussion über unterschiedliche Lizenzierung und Befreiung von Inhalten (Free Content and Content Liberation into and out of Regiowikis).

Daneben organisierte die Stadtverwaltung Exkursionen zum Kunstmuseum („Musée des Beaux-Arts“), dem Hochseeschlepper „Abeille Bourbon“ und dem zur Erinnerungsstätte an den Zweiten Weltkrieg ausgebauten Zivilschutzbunker „L’abri Sadi Carnot“.

Dokumentation und Fotos unter: wiki.regiowiki.eu/RegioWikiCamp_2011

(Friedel Völker)

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Die Ehrenamtskarte. Jetzt auch für (einige) Wikipedianer

Gestern, am 5. Juli traf in der Berliner Geschäftsstelle ein bemerkenswertes Paket der Stadtregierung ein. Enthalten darin waren 25 Berliner Ehrenamtskarten. Diese werden als Auszeichnung für kontinuierliches ehrenamtliches Engagement verliehen und gewähren Vergünstigungen beim Besuch zahlreicher Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Bei  den Berliner Wikipedianern stieß die Ankündigung auf großes Interesse.

Auch in zahlreichen anderen Bundesländern sind mittlerweile Ehrenamtskarten eingeführt worden,  so in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen und Bayern. Sie werden von den mitmachenden Kommunen vergeben, die jeweils unterschiedliche Bedingungen daran knüpfen. Gemeinsam ist, dass mehrjähriges ehrenamtliches Engagement nachgewiesen werden muss und dass die Karte individuell bei der zuständigen Stelle beantragt werden muss. Meistens ist sie zwei bis drei Jahre gültig und ist nicht übertragbar.

Wir bei Wikimedia sind gerne bereit, jedem Wikipedianer oder Mitarbeiter anderer Wikimedia-Projekte auf Wunsch seine / ihre mehrjährige Tätigkeit zu bescheinigen, die ja im Wiki leicht nachzuvollziehen ist. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass sich der Interessent uns gegenüber mit Klarnamen identifiziert, weil die Karten schließlich nicht auf einen Nickname ausgestellt werden können.

Allerdings können wir natürlich nicht garantieren, dass alle Kommunen wirklich verstehen, dass Mitarbeit in Wikipedia und Co. ebenso ehrenamtliches Engagement darstellt, wie die Mitarbeit in einer Suppenküche, einem Tierschutzverein oder einem Weltladen.

Wer es einmal probieren möchte, ist herzlich eingeladen, sich mit johannes.rohr (at) wikimedia (punkt) de in Verbindung zu setzen. Wir sind gespannt!

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