Geschrieben von Christoph Jackel



Offener Sonntag bei Wikimedia Deutschland!

Am 1. Dezember ist es soweit: Wir öffnen am Tag nach der Mitgliederversammlung die neuen Räume von Wikimedia Deutschland für einen Tag voller Diskussionen und Workshops zu Themen eurer Wahl. Am Offenen Sonntag haben alle die Möglichkeit, ein Thema vorzustellen oder einen Workshop abzuhalten. Der Open Space als methodischer Rahmen wird einen Raum schaffen, in dem wir gemeinschaftlich, selbstorganisiert und selbstverantwortlich an allen Themen des Wikiversums arbeiten können. Jeder kann ein Anliegen, das ihm besonders am Herzen liegt, vorantreiben. Das können abstrakte und informative, aber auch persönliche Fragen und Themen sein. Das genaue Programm wird erst am Sonntagmorgen (beim Brunch!) formuliert, einige interessante Angebote sind aber schon angekündigt:

  • Offener Sonntag 2013 – Bild von Sandra Muellrick Lizenz cc-by-sa 3.0

    Landkarte der Konflikte
    Wikipedia ist ein Freiwilligenprojekt. Entsprechend zentral ist die Frage der Motivation bzw. der Demotivation. Denn die Antwort auf diese Frage bestimmt, ob Arbeiten in Wikipedia erledigt werden – oder nicht. Die Landkarte der Konflikte möchte die zentralen Punkte der Demotivation visualisieren.

  • “It’s all on Meta” – Beteiligung in der internationalen Wikimedia-Welt
    In diesem Workshop werden Tim Moritz Hector und Nicole Ebber internationale Informationskanäle vorstellen, Interesse an Themen abklopfen, Bedarf an internationaler Beteiligung identifizieren, deutschsprachige Informationsangebote diskutieren und den zukünftigen Dialog der Interessierten – untereinander und mit den Zielgruppen – anstoßen. Denn obwohl “It’s all on Meta” in der internationalen Wikimedia-Welt schon ein geflügeltes Wort ist und alles ist theoretisch irgendwo auf Meta zu finden, findet sich dort kaum jemand zurecht.

 

…und vieles andere mehr! Los geht es um 10:00 Uhr. Sebastian Wallroth wird den Open Space wieder moderieren und für euer leibliches Wohl ist den ganzen Tag über gesorgt. Der Eintritt ist frei und es gibt bei Bedarf Kinderbetreuung. Bringt gerne Freundinnen, Bekannte oder Nachbarn mit, auch Wikimedia- und Wikipedia-Neulinge sind herzlich willkommen.

Bitte gebt uns Bescheid, ob ihr kommt, das erleichtert uns die Planung und Sicherung der Essensversorgung. Alles weitere findet ihr auf der Meta-Seite und zur Anmeldung geht es auf http://wmde.org/mv13-anmeldung. Wir freuen uns auf inspirierenden Austausch!

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Ein Wochenende für Freies Wissen

Zweimal im Jahr findet die Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland statt, auf der sich alle aktiven Mitglieder treffen und gemeinsam über aktuelle Vereinsangelegenheiten beraten und diskutieren. Die 12. Mitgliederversammlung findet am 25. Mai 2013 statt und wird ganz im Zeichen der Förderung Freien Wissens stehen. Und das wird sich auch im Abendprogramm und dem darauffolgenden Sonntag fortsetzen. Hierzu möchten wir alle Interessierten recht herzlich einladen.

Preisverleihung: Zedler-Preis für Freies Wissen

Der Zedler-Preis für Freies Wissen wurde 2007 von Wikimedia Deutschland, damals noch als Zedler-Medaille, ins Leben gerufen, um Personen, Gruppen und Projekte auszuzeichnen, die sich besonders für Freies Wissen engagieren. Auch in diesem Jahr sind wieder spannende Projekte und interessante Wikipedia-Artikel für den Zedler-Preis nominiert. Eine vollständige Liste kann auf der Projektseite in der Wikipedia eingesehen werden.

Zur Verleihung des Preises laden wir Euch herzlich ein. Sie wird im Anschluss an die Mitgliederversammlung stattfinden und ist für alle Interessierten und Freunde Freien Wissens offen.

Samstag, den 25. Mai 2013 ab 19:00 Uhr
Palais der Kulturbrauerei, Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin
http://wmde.org/Kulturbrauerei_Anfahrt

Offener Sonntag – Workshops und Gespräche

Am Sonntag bietet sich dann für alle Interessierten die Möglichkeit, mit Community-Mitgliedern, Vereinsmitgliedern und Mitgliedern der Wikimedia-Bewegung im Rahmen eines OpenSpace-Symposiums in der Geschäftsstellte von Wikimedia Deutschland zu diskutieren und sich auszutauschen.

Ihr seid herzlich eingeladen an den Workshops, Diskussionen und kleinen Arbeitstreffen teilzunehmen oder auch eigene Programmpunkte anzubieten!

Sonntag, den 26. Mai ab 10:30 Uhr
Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland e.V., Obentrautstr. 72, 10963 Berlin
Das Programm entsteht laufend auf Meta.

Anmeldung

Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung für uns sehr hilfreich. Bitte nutzt hierfür das Anmeldeformular.

Wir freuen uns auf spannende Diskussionen und einen regen Gedankenaustausch in Berlin.

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Wikimedia-Foren zum Jahresplan

Ein spannendes Jahr in der Entwicklung von Wikimedia Deutschland geht allmählich in die Endrunde, und damit hat auch die heiße Phase der Planung für das kommende Jahr begonnen. Wie schon im letzten Jahr laden wir alle Interessierten herzlich dazu ein, sich in diesen Prozess aktiv einzumischen.

Vor einem Jahr haben wir die Jahresplanung des Vereins zum ersten Mal in einem öffentlichen, partizipativen Prozess gemeinsam mit den Mitgliedern erarbeitet, sowohl online als auch vor Ort in den größten deutschen Städten. Das Ergebnis war der Wirtschaftsplan 2012, der im November 2011 durch die Mitgliederversammlung beschlossen wurde und derzeit umgesetzt wird.

Die Erfahrungen aus diesem spannenden und herausfordernden Prozess spielen eine wesentliche Rolle bei der nun laufenden Jahresplanung für 2013. Zu den Dingen, die sich besonders bewährt haben und die wir fortführen wollten gehört die öffentliche Vorstellung und Diskussion des Entwurfs der Jahresplanung. In fünf deutschen Ballungsgebieten laden wir vom 23. bis zum 28. September 2012 zum “Wikimedia-Forum” ein, um gemeinsam den Entwurf des Jahresplan 2013 bereits im Vorfeld zur Mitgliederversammlung im November 2012 zu diskutieren, sowie Anregungen, Änderungsvorschläge und Ideen zu sammeln, die in die Erarbeitung des endgültigen Entwurfs eingehen werden.

Um sich vorab informieren zu können, wird der Entwurf des Jahresplans 2013 vor der Veranstaltung online veröffentlicht. Die Details hierzu folgen in wenigen Tagen.

Update: Der Plan ist online!

Mitdiskutieren erwünscht!

An fünf Orten über ganz Deutschland verteilt werden jeweils der Vorstand Pavel Richter, Vertreter des Präsidiums und Mitarbeiter der Berliner Geschäftsstelle anwesend sein.

In Hamburg findet das Wikimedia-Forum am Sonntag, den 23. September statt.
Ort: Intercity-Hotel, Paul-Nevermann-Platz 17, 22765 Hamburg, Nähe Bahnhof Altona
Zeit: 17:00-19:00 Uhr

In Frankfurt/Main findet das Wikimedia-Forum am Montag, den 24. September statt .
Ort: COSMOPOLITAN im Hauptbahnhof,
Zeit: 19:30-21:30 Uhr

In Köln findet das Wikimedia-Forum am Dienstag den 25. September statt.
Ort: Seminarraum der Jugendherberge Deutz, Siegesstr. 5, 50679 Köln, Gegenüber Bahnhof Köln Deutz/Messe,
Zeit: 19:00 – 21:00 Uhr.

In München findet das Wikimedia-Forum am Mittwoch den 26. September statt.
Ort: NH-Hotel Deutsche Kaiser, Arnulfstrasse 2. D-80335 München
Zeit: 18:00-20:00 Uhr

In Berlin fndet das Wikimedia-Forum am Donnerstag den 27. September statt.
Ort: Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland, Obentrautstr. 72, 10963 Berlin statt.
Zeit: 19:00-21:00 Uhr.

Bei Teilnahme würden wir uns über eine Mitteilung an community@wikimedia.de sehr freuen, damit wir den Bedarf an Plätzen und Bewirtung abschätzen können!

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GLAM & QRpedia im Museum für Hamburgische Geschichte

Ein Gastbeitrag von Peter Weis zum Workshop im Museum für Hamburgische Geschichte im August 2012, gefördert von Wikimedia Deutschland.

Bereits Ende 2010 begannen die ersten Gespräche mit dem Museum für Hamburgische Geschichte ob einer möglichen GLAM-Kooperation zusammen mit der örtlichen Community und dem Museum.
Wenn von GLAM-Kooperationen (Galleries, Libraries, Archives and Museums) die Rede ist, ist die Zusammenarbeit von kulturellen Gedächtnisinstitutionen und Wikimedianern gemeint. Viele der freiwilligen Autoren haben berufliche oder private Verbindungen zu Institutionen und nutzen diese bereits seit langer Zeit um etwa die eigene Artikel- oder Bilderarbeit in der Wikipedia oder auf Wikimedia Commons zu verbessern. In Deutschland findet der Begriff und das Konzept hinter GLAM erst seit kurzem Verwendung, bekommt aber immer mehr Zulauf.

Die Zusammenarbeit mit dem Museum für Hamburgische Geschichte, die erste deutsche GLAM-Kooperation, ist durch eine ähnliche Zusammenarbeit mit dem Tropenmuseum in den Niederlanden inspiriert. Wichtigstes Ziel ist es eine Brücke zwischen Institution und Community zu schlagen, sowie das Verständnis für freies Wissen und die Herausforderungen von GLAM-Institutionen im digitalen Zeitalter auf beiden Seiten zu stärken. Um dieses Ziel zu erreichen, fand 24. – 26. August dieses Jahr zum zweiten Mal ein Workshop im Museum für Hamburgische Geschichte statt.

Absicht für diesen Workshop war es, die bestehende Kooperation mit dem Museum für Hamburgische Geschichte auszubauen, indem Artikel und Bilder für ein QRpedia Projekt im Haus geschaffen werden. Für die teilnehmenden Wikimedianer sollte am Workshop die Möglichkeit des gemeinsamen Arbeitens und Erfahrungsaustauschs rund um die Themen Photographie, Artikelarbeit und Hamburg im Allgemeinen geschaffen werden. Ein Workshop lebt von der aktiven Mitarbeit der Community: ohne die vielen freiwilligen Autoren, Photographen und sonstig Mitwirkenden wäre dieses Projekt nicht durchführbar gewesen.

“Im Gebet beim Laubhüttenfest” von Paula Gans. Fotografiert auf dem 2. Hamburger Workshop von Peter Weis.


Der Workshop selbst bot für die Teilnehmer sehr viele Freiräume. Neben den klar formulierten Zielen für das QRpedia Projekt, Photobitten aus der Community und einzelnen Anfragen, gab es kein festgezurrtes Programm. Selbstständigkeit und Initiative sind Teil des Konzeptes und ermöglichten den Teilnehmern einen individuellen Zugang zur Austellung und den Inhalten des Museum für Hamburgische Geschichte. Die organisatorischen Eckpunkte des Workshops in Verbindung mit einer freien Zeitgestaltung haben dazu geführt, dass die Atmosphäre wesentlich entspannter war und die Teilnehmer intensiv an ihrem Projekt im Rahmen des Workshops arbeiten konnten. Neben der Photographie in der Ausstellung und von ausgewählten Objekten aus der Sammlung des Museums konnten auch die Autoren dank eines bereitgestellten Handapparates an ersten Artikeln arbeiten.

Das QRpedia Projekt im Museum für Hamburgische Geschichte ist zunächst ein Pilotprojekt und dreht sich rund um die im Museum verbauten architektonischen Elemente aus ganz Hamburg. Einige dieser Elemente haben aufgrund des Hamburger Brandes von 1842 oder städtebaulichen Veränderungen ihren Eingang in das Museum gefunden und sind dort seit Beginn verbaut. Neben Portalen, Säulen findet man auch ganze Decken, die jetzt im Museum für Hamburgische Geschichte verbaut sind. Im Rahmen des Workshops wurde die Vorbereitung für die Installation der QRpedia QRcodes geleistet: erste Artikel wurden geschrieben, Bilder der Objekte wurden erstellt und die technischen Bedingungen vor Ort überprüft. Die Vorbereitung für die Installation der QRcodes ist also in vollem Gange.

Nach diesem ereignisreichen Wochenende können wir mit einer soliden Bilanz aufwarten, die die Erwartungen in einigen Punkten übertrifft: 25 neue Artikel auf Englisch, Deutsch und Katalanisch, 163 neue Bilder, etliche Detailanpassungen, sowie Wartungsarbeiten und ein neuer Wikimedianer. 16 Wikimedianer vor Ort und eine handvoll spanischer Wikimedianer, rund um Benutzer:Kippelboy, die nach dem Workshop anfingen alle bisher geschriebenen Artikel auf Katalanisch zu übersetzen, machten dies möglich. Selbstverständlich gibt es für’s nächste Mal auch Nachsteuerungsbedarf, den wir hier dokumentiert haben. Neben unseren Gästen von der Hamburger Kunsthalle, Freelens und Kulturwerk West konnten auch eingefleischte Wikimedianer, sowie die teilnehmenden Mitarbeiter des Museums für Hamburgische Geschichte einen besseren Einblick in die Arbeit der Community, die Kooperation mit dem Museum an sich und das System QRpedia gewinnen.

Wer Interesse an der Arbeit der Hamburger Wiki Community hat, kann sich auf Wikipedia:Hamburg über den nächsten Stammtisch informieren oder eine Nachricht hinterlassen. Informationen über GLAM gibt es auf Wikipedia:GLAM (deutsch) oder auf wikimedia.outreach (englisch). Details über die Kooperation mit dem Museum für Hamburgische Geschichte können auch per Mail oder Twitter angefragt werden.

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Edinburgh Photography Workshop 2012

Gastbeitrag von User:Peter Weis
Vom 20. bis zum 22. haben Wikimedianer aus UK und Deutschland interessierten Hobbyphotographen die Möglichkeit geboten sich im Rahmen eines Photoworkshops über die Möglichkeiten von Wikimedia Commons und Wikipedia zu informieren und die eigenen photographischen Fertigkeiten zu verbessern.

Deutschland ist nicht nur Land der Dichter und Denker, sondern auch das der Photographen: in Nürnberg wird dieses Jahr von Wikimedianern der 11. Photoworkshop durchgeführt; in Hamburg der 2. In Wiki-Community Großbritanniens sind Photoworkshops bisher kein Thema gewesen – die fehlenden Erfahrungswerte brachten User:Gnu1742 und User:Peter Weis mit.

Mit dem Workshop wurden daher Ziele auf mehreren Ebenen verfolgt: zum einen ging es darum eine kleine Gruppe von aktiven Wikimedianern an das Thema Photoworkshop heranzuführen (von logistischen Herausforderungen und technischen Fragen bis hin zum didaktischen Vorgehen), zum anderen darum, den Teilnehmern einen Einstieg in die Wiki-Welt zu ermöglichen und die photographischen Fähigkeiten auszubauen. Edinburgh hat keine stark ausgeprägte Wikimedianer Community, wie das etwa in London oder auch deutschen Großstädten der Fall ist.

Samstag
Samstag ist erfahrungsgemäß der Tag eines jeden Photoworkshops, an dem am meisten geschieht: so auch in Edinburgh. Gegen 10 Uhr traf man sich in der McDonald Road Library, besprach das Tagesprogramm und machte sich sofort ans Werk.

Bei der ersten Session „Kameraeinführung“ wurden die individuellen Fähigkeiten im Umgang mit der Technik eingeschätzt und Fragen und Antworten rund um die eigene Ausrüstung beantwortet. Zudem wurden hier einige Themen jenseits von point&shoot-Photographie besprochen: Was bedeutet eigentlich ISO? Wie funktioniert der M-Modus? Was sind Belichtungszeit und Blende? Welche Vorteile hat das Rohdatenformat meine DSLR?

Kopf eines Polizeipferds. Bild: Peter Weiss, Lizenz: cc-0


Der erste Photoausflug des Workshops verschlug uns auf den Calton Hill, einen Hügel inmitten Edinburghs. Bereits auf dem Weg dorthin gab es viele Details in der Stadt zu entdecken, auch die Flora Edinburghs war die ein oder andere Aufnahme wert. Selbstredend kannten die Einheimischen ihren Calton Hill bereits ausführlich, was sich letzten Endes als Vorteil erwies: es blieb mehr Zeit für die Neugestaltung von Aufnahmen die vielleicht schon Jahre im Familienalbum liegen und konkrete Probleme konnten direkt vor Ort angesprochen werden. Beliebtes Thema waren die unterschiedlichen Lichtbedingungen und wie damit am besten umzugehen sei. Die erhöhte Position inmitten der Stadt gab Einblick über viele der wichtigsten Gebäude Edinburghs.

Nach dem Photoausflug erfolgte eine Auswertung der Bilder. Photoshop, GIMP, Lightroom, RawTherapee und eine Reihe weiterer Programme wurde genutzt, um das Beste aus den Bildern herauszuholen. In diesem Teil des Workshops wurde zudem besprochen, wie man die eigenen Aufnahmen verbessern kann: von der Komposition, über die Belichtung, bishin zur Schärfe des Bildes wurden den Teilnehmern etliche Tipps und Tricks vermittelt.

Gegen Ende der Veranstaltung am Samstag gab Andrew Gray eine seiner Präsentationen über Wikipedia und Wikimedia Commons, die er sonst unter den Bibliothekaren der British Library hält. Abschließend folgte eine Frage und Antwort Runde seitens der Teilnehmer.

Sonntag
Der Sonntag begann an den Pforten des Royal Botanic Gardens in Edinburgh. Für den Vormittag war ein Rundgang durch den Botanischen Garten Edinburgh’s angesetzt, um dort die tags zuvor erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse umzusetzen. Dazu bildeten die Teilnehmer Kleingruppen, in denen auf eigene Faust der Garten erkundet wurde. Viele der Teilnehmer hatten bereits Erfahrungswerte mit Pflanzenphotographie und wollte diese gerne erweitern. Große Herausforderung war der stetig wehende Wind, der eine scharfe Aufnahme von Blüten und Blättern zur Herausforderung werden ließ.

Nach einer Mittagspause gestärkt, fand man sich wieder in der McDonald Road Library ein. Das Nachmittagsprogramm umfasste Wikimedia Commons und Wikipedia: hier ging darum den Teilnehmern zu zeigen, wie man einen Account anlegt, erste Bearbeitungen durchführt und das erstellte Bildmaterial veröffentlicht. Anders als bei den Nürnberger Photoworkshops hat sich insbesondere die individuelle Vermittlung von photographischem Wissen als sinnvoll herausgestellt. Wenn noch unerfahrene Photographen die Einstellungsmöglichkeiten der eigenen Kamera erklärt bekommen, konnten etwaige Fragen sofort beantwortet werden.

Der Photoworkshop in Edinburgh hat gezeigt, dass diese Form des Zusammenkommens von Wikimedianern und anderen Interessierten auch im kleinen Maßstab erfolgreich ist. Die bisher verfügbaren 45 Bilddateien und 6 Neuanmeldungen geben in einer sonst strukturschwachen Community wie in Edinburgh den richtigen Impuls. Die teilnehmenden Open Street Mapper boten uns an, eine im Oktober stattfindende Unconference als gemeinsame Plattform zu nutzen – solche Gelegenheiten gilt es jetzt durch die etablierten und neuen Wikimedianer vor Ort zu nutzen, um die eigene Community zu stärken und zu erweitern.

Informationen über den Workshop können unter https://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:WikiProject_Scotland/Edinburgh_Photography_Workshop eingesehen werden.
Die sichtbaren Ergebnisse des Workshops werden in den nächsten Tagen und Wochen auf https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Edinburgh_Photography_Workshop_2012 hinzugefügt.

Und noch mehr Photos: User:Rock drum führt am 1. September das Photo-Event “Wikipedia Takes Coventry” durch – auch hier wird interessierten Wikimedianern und solchen die es werden wollen die Möglichkeit zur Beteiligung geboten.

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Auf nach Olympia

Fünf Wikipedianer haben sich nach Mainz aufgemacht und bei der Einkleidung der Olympiamannschaft Hunderte von Bildern gemacht. Ein Bericht von Ralf Roletschek

Die freundlichen Profikollegen bei der Einkleidung der Olympiamannschaft Bildautor: Ralf Roletschek (talk) – Infos über Fahrräder auf fahrradmonteur.de cc-by-sa 3.0


Kaum in der Kaserne angekommen, haben wir festgestellt, daß wir keine Blitzanlage haben. Das macht sich etwas schlecht… :-( Also suchen wir nach irgendeiner Notlösung. So eine Blitzanlage gibt es nicht um die Ecke, und in der Kaserne bekommt man auch keine ausgeliehen. Aber es stehen zwei Blitzanlagen in der Ecke der Halle. Wir lernen Timo Schaube von der Bilddatenbank Public Address Presseagentur kennen, er macht Bilder fürs Fernsehen. Also die Fotos von Sportlern, die bei Nachrichtensendungen im Hintergrund gezeigt werden. Eine vorsichtige Frage später dürfen wir ihre Anlage mitbenutzen. Das erweist sich im Nachhinein sogar als vorteilhaft, denn die Sportler müssen nicht von Anlage zu Anlage wechseln, nur wir Fotografen haben den Staffelstab zu übergeben. Ein ganz großes Dankeschön für diese Kollegialität!

Freie Lizenzen
Wir kommen auch über unsere Arbeit ins Gespräch, und dass die “Gefahr” in der Luft liege, mit unseren freien Lizenzen den Profis die Arbeit wegzunehmen. Dem sei aber nicht so, sagen sie und weisen darauf hin, andere Fotos als wir zu machen. Das Fernsehen hat andere Anforderungen als eine Enzyklopädie. So haben wir uns prima ergänzt und gegenseitig unterstützt. Das uns von Bettina Kenter empfohlene Schminkpapier hat in der Hitze gute Dienste geleistet und war den Profis noch unbekannt. Viele Sportler fragten nach einem Spiegel, der Autospiegel des Transporters der Bundeswehr war nur eine Notlösung, wir müssen beim nächsten Mal einen Besseren dabeihaben. Die anwesenden Bundeswehrsoldaten haben überhaupt sehr unbürokratisch und schnell geholfen, wenn es mal klemmte. Alle Sportler sollten im Dress der Olympiade abgelichtet werden, viele haben allerdings keine Bekleidung dabei. Ein kurzer Anruf beim Vorgesetzten und wir bekommen die notwendigen Jacken in verschiedenen Größen zur Verfügung gestellt.

Resultate
Und was ist dabei herausgekommen? Gut eingestellte Blitzanlage, total entspannte Sportler und eine gute Organisation haben ergeben, daß von allen Athleten schöne Porträts angefertigt werden konnten. Es waren zwar mit 28 Personen – darunter Jörg Roßkop, Dirk Schimmmelpfennig und Juliane Schenk – nur gut 10% der gesamten Olympioniken – aber von diesen haben wir jetzt gutes Bildmaterial! Die Rolle der Helfer im Hintergrund ist dabei mindestens genauso wichtig wie das eigentliche Fotografieren. Ohne sie wären viele Sportler gar nicht bei uns angekommen. Wir waren nicht zu viele sondern eher zu wenige Leute dort. Und eine technische Erkenntnis: Immer eine Kamera mit X-Kontakt dabeihaben! Wir hatten zwar 3 DSLR dabei aber nur eine, die wir an die Blitzanlage per Kabel anschließen konnten.

Ein ganz großes Danke an alle Beteiligten nicht nur von uns!
- Ralf Roletschek im Namen aller fünf Teilnehmer

Alle Fotos sind unter http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Einkleidung_deutsche_Olympiamannschaft_2012 zu finden

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Der Verein hat gewählt: WCA-Ratsmitglied wird Markus Glaser

Markus Glaser By Radovan Kubani CC-BY-NC-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0)


Die Wahl zum Rat der Wikimedia Chapters Association (WCA) versprach, spannend zu werden: Drei starke Kandidaten hatten sich dankenswerter Weise bereiterklärt, für dieses verantwortungsvolle neue Ehrenamt zur Verfügung zu stehen: Markus Glaser, Cornelius Kibelka und Martin Zeise. Nach Auszählung aller Stimmen steht nun fest: Markus Glaser hat die Wahl mit 198 Stimmen gewonnen. Auf Martin Zeise entfielen 178 und auf Cornelius Kibelka 166 Stimmen.

Die WCA ist der Dachverband der Wikimedia-Chapter, also der lokalen Wikimedia-Vereine. Es gibt derzeit 40 Chapter in 39 Ländern und jedes dieser Chapter kann Mitglied des Verbands werden. Die Mitgliedschaft von Wikimedia Deutschland wurde vom Präsidium am 20. April 2012 und von der 10. Mitgliederversammlung am 21. April 2012 beschlossen. Das ehrenamtlich tätige deutsche Ratsmitglied wird an der ersten Sitzung der WCA am 11. Juli in Washington, D.C. teilnehmen und die weitere Entwicklung in enger Abstimmung mit dem Verein für zwei Jahre mitbestimmen können.

Die Auszählung der Wahl erfolgte in der Berliner Wikimedia-Geschäftsstelle. Herzlichen Dank für ihren Einsatz den freiwilligen Mitgliedern der Zählkommission: Henriette Fiebig, Debora Weber-Wulff und Marcus Cyron!

Das neue WCA-Ratsmitglied Marcus Glaser ist 35 Jahre alt und arbeitet seit drei Jahren als freiwilliger Entwickler an der MediaWiki-Software mit. In diversen Projekten hat er internationale Erfahrung mit der Community gesammelt, z.B. bei den Hackathons in Washington, Haifa, New Orleans und San Francisco. Beruflich ist er Entwicklungsleiter und Geschäftsführer einer Firma für Social-Web-Technologien und hat einige, auch internationale, Wikiprojekte betreut. Als Autor der Bücher “Wiki – Kooperation im Web”, “Joomla!: Das umfassende Handbuch” und “Social Web” beschäftigt er sich seit nunmehr sieben Jahren mit dem Social Web allgemein und der Wikipedia im Besonderen.

Markus bedankt sich für das Vertrauen und freut sich sehr auf die neue Aufgabe. Zu seinen Zielen schreibt er: “Natürlich ist es meine Aufgabe, zuvorderst die Anliegen des deutschen Chapters zu vertreten. Ich meine, dass der Einfluss der Chapter auf die Entscheidungen der Foundation allgemein gestärkt werden muss. Dies bezieht sich insbesondere auf eine weitergehende Autonomie in Finanz- und Spendenfragen. Einzelne Chapter können thematische Schwerpunkte bilden, um das Gesamtprojekt voranzutreiben. Dabei muss eine Umsetzungsperspektive seitens der Foundation gewährleistet sein. Im Gegenzug frage ich mich, ob die einzelnen Chapter nicht mehr Verantwortung im nationalen Rechtsraum einnehmen können und müssen. “

Bei Wikimedia Deutschland erfolgte die Wahl des WCA-Ratsmitglieds direkt durch die stimmberechtigten Mitglieder per „Wahl durch Zustimmung“ (Approval Voting), einem Verfahren, bei dem jeder Wähler maximal so viele Stimmen hat, wie Bewerber zur Wahl stehen und bei dem er an jeden Bewerber maximal eine Stimme vergeben kann. 359 aktive Mitglieder haben sich an der Wahl beteiligt.

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Vandalismusbekämpfungstreffen in Frankfurt / Main

Ein Erfolgsgeheimnis der Wikipedia ist, dass jeder auch anonym fast jede Seite bearbeiten darf. Jeder, der einen Fehler korrigieren oder einen Artikel erweitern möchte, kann dies über den “bearbeiten”-Button tun. Durch diese Offenheit war es möglich, dass in den verschiedenen Wikimedia-Projekten Millionen Artikel entstehen konnten.

Allerdings ist nicht jede Änderung hilfreich: Neben gut gemeinten Änderungen, bei denen lediglich die Wiki-Syntax nachbearbeitet werden muss, gibt es auch Änderungen, die nicht das Ziel haben die Wikipedia zu verbessern. Die sogenannten RCler (engl. recent changes – RC) haben es sich zur Aufgabe gemacht Vandalismus zu bekämpfen. Am 12. und 13. Mai trafen sich Mitarbeiter des WikiProjekts “Vandalismusbekämpfung” zu einem Workshop in Frankfurt am Main. Die Mitarbeiter des Projekts kümmern sich schwerpunktmäßig um die Bekämpfung von Vandalismus indem sie durch die systematisch die letzten Änderungen kontrollieren. Dabei bedienen sie sich oft moderner Hilfsmittel wie Skripten oder Tools. Sie halten dabei gewisse Grundsätze ein, die wegen des Umgangs mit Neulingen in diesem Bereich unerlässlich sind.

Der Workshop erörterte die verschiedenen Typen von Vandalismus, ihrer Abgrenzung von anderen nicht hilfreichen Bearbeitungen sowie den sinnvollen Einsatz von Werkzeugen bei der Vandalismusbekämpfung. Wichtig war den Teilnehmern nicht nur die Bekämpfung des Vandalismus sondern auch ein angemessener Umgang mit Neulingen, da die Erfahrung gezeigt hat, dass auch bei guten Autoren die ersten Änderungen oftmals wenig hilfreich waren. Aus diesem Grund wird auch eine Erhöhung der Einstiegshürde abgelehnt, zumal die Intensität des Vandalismus in der deutschsprachigen Wikipedia seit der Einführung der gesichteten Versionen im Jahr 2007 stark abgenommen hat.


Ein Werkzeug, das von vielen Vandalismusbekämpfern eingesetzt wird, ist Huggle. Es erhöht die Geschwindigkeit, mit der Änderungen gesichtet, ggf. zurückgesetzt und User verwarnt werden im Vergleich zu anderen Werkzeugen und der manuellen Prüfung deutlich. Der Einsatz von Huggle wird von vielen Wikipedianern kritisch gesehen und wurde daher während des Workshops ausführlich diskutiert. Die hohe Geschwindigkeit, mit der gearbeitet werden kann, verlangt nicht nur Sorgfalt bei der Prüfung der Änderung sondern auch bei der Ansprache. Die Ansprache erfolgt überwiegend über Vorlagen. Die Ansprache über Textvorlagen alleine ist schon kritisch, da die meisten Menschen nur ungern mit unpersönlichen Textbausteinen konfrontiert wurden. Wenn dann auch noch die falsche Vorlage verwendet wird und ein gutwilliger Nutzer angesprochen wird wie ein pubertärer Vandale, dann verfehlt die Ansprache ihren Zweck. Ein Ergebnis des Workshops war neben der Überarbeitung der von Huggle verwendeten Vorlagen ein geschärftes Verständnis zum richtigen Einsatz des Werkzeugs.

Vandalismusbekämpfung ist kein Problem, dem sich nur die deutschsprachige Wikipedia stellen muss. Wenig hilfreiche oder gar destruktive Änderungen gibt es in allen Wikimedia-Projekten. Während die deutschsprachige Wikipedia über ein eingespieltes Team von RClern, Oversightern und Stewards verfügt, fehlen gerade in kleineren Projekten die Strukturen und Mitarbeiter. Diesen Projekten hilft das Small Wiki Monitoring Team, zu dem auch einige Mitarbeiter des WikiProjekts “Vandalismusbekämpfung” gehören.

Eine Dokumentation der Ergebnisse findet sich hier

O. Koslowski

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Morgen Tag der offenen Tür

Unsere Tür steht am Freitag allen Wikipedianerinnen, Wikipedianern und Freiwilligen der weiteren Projekte offen. Auch Freundinnen und Freunde sind gern gesehen.

Die neue temporäre Geschäftstelle (Bild: Christoph Jackel, Lizenz: cc-by-sa 3.0)

Das ganze Team der Geschäftsstelle freut sich sehr auf euch: Am 20. April ab 16 Uhr in den neuen temporären Räumen in der Kreuzberger Obentrautstraße 72 im 1. Stock: den Plan findet ihr bei Geohack

Zu einem weiteren Termin, auf den wir sehr gespannt sind, laden wir euch am Sonntag, den 22. April ein:  ab 10:00 Uhr werden die deutschsprachigen Mitglieder und Kandidat/innen des Board of Trustees der Wikimedia Foundation mit euch diskutieren. Diesmal nicht in unseren Räumen, sondern der Konferenzetage der Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8 in Berlin-Mitte, wenige Minuten von der Friedrichstraße.

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Der zweite Community-Projektbudgetausschuss sucht neue Mitglieder

Der Community-Projektbudgetausschuss geht bereits in die dritte Runde und es werden Kandidatinnen und Kandidaten aus der Wikipedia gesucht, um die Projektideen gemeinsam mit Mitgliedern von Wikimedia Deutschland im nunmehr zweiten Ausschuss  zu bewerten und interessante Vorschläge zur Umsetzung vorzuschlagen.
Diesmal wird die Dauer des Meinungsbilds analog zu anderen Kandidaturen gestaltet und es sind jeweils zwei Wochen für Kandidatur und Wahl der drei Community-Vertreter vorgesehen, so dass am die Wahl am 30. April abgeschlossen ist.

Mit dem Community-Projektbudget stellt Wikimedia Deutschland 250.000 Euro für die Umsetzung von Ideen zur Verfügung, die aus der Wikimedia-Community kommen und geeignet sind, Freies Wissen und dabei insbesondere die Wikimedia-Projekte zu unterstützen und zu verbessern.

In den beiden ersten Runden wurden 11 Projekte vom Ausschuss zur Förderung ausgewählt, die helfen, Freies Wissen zu verbessern, unter anderem durch die Erstellung von Videos zu verschiedenen Wissenthemen, Verbesserung der OpenStreetMap-Daten und -Karten, Fotoflüge zur Bebilderung der Nordseeküste mit Elbe und Wesermündung, Fototouren zum Fotografieren von Baudenkmälern und Projekte zur Befreiung von wissenschaftlichen Veröffentlichungen und Metadaten.

Bitte tragt euch bei Interesse ab jetzt unter Wikipedia:Community-Projektbudget/Kandidaten ein. Viel Erfolg!

Bild: Ein Ergebnis des CPB 2011: Die Messstation des Instituts für Chemie und Biologie des Meeres bei Spiekeroog von Ralf Roletschek,  CC-BY-SA 3.0 de

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