Geschrieben von Catrin Schoneville



3, 2, 1, Wikidata!

Es ist soweit. Am heutigen Freitag, den 30. März 2012, ist der offizielle Startschuss für Wikidata gefallen. Das erste neue Wikimedia-Projekt seit sechs Jahren wird eine gemeinsame Datenbasis für Artikel in allen Sprachversionen von Wikipedia ermöglichen. Das Entwicklerteam von Wikimedia Deutschland beginnt am Montag, den 2. April, die Arbeit am Großprojekt. Unsere Pressemitteilung mit allen Details zu Wikidata wurde heute in Deutsch und Englisch veröffentlicht und ist auf unserer Webseite zum Nachlesen eingestellt.

Ein zentraler Bestandteil des Projekts wird es sein, Anregungen der Wikipedia-Community aufzunehmen. Ansprechpartnerin hierfür ist Lydia Pintscher, die sich in einem eigenen Blogposting bereits vorgestellt hat. Weitere Informationen gibt es natürlich auch auf der Projektseite von Wikidata.

Wir freuen uns auf spannende Monate und werden hier regelmäßig über die Entwicklungsschritte berichten.

 

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Wikimedia:Woche 11/2012

Die Wikimedia:Woche ist die wöchentliche Zusammenfassung offzieller Ankündigungen und Hinweise der Wikimedia Foundation und der lokalen Wikimedia-Organisationen. Der gemeinschaftliche Mailing-Newsletter von Freiwilligen und Wikimedia Deutschland wird immer donnerstags auch hier im Blog veröffentlicht.

Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird im Etherpad der Wikimedia:Woche gesammelt.

Viel Spaß beim Lesen!

 

= Wikimedia:Woche (11/2012) =

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:
Beitragende: Jürgen Fenn, Anneke Wolf, Phillip Wilke, Catrin Schoneville

Foundation & Vereine

MONATSBERICHT DER FOUNDATION FEBRUAR 2012

Die Wikimedia Foundation hat den Bericht über ihre Aktivitäten im Februar 2012 veröffentlicht.

ABSCHLIEßENDE EMPFEHLUNG SUE GARDNERS AN DAS BOARD

Die abschließenden Empfehlungen Sue Gardners an das Board of Trustees der Wikimedia Foundation zur Neuordnung des Fundraisers sind am 11. März 2012 ins Meta-Wiki gestellt worden. Die Vorschläge unterscheiden sich trotz aller Diskussionen, die vorausgegangen waren, nicht wesentlich von der ursprünglichen Fassung.
Sue Gardner erläuterte ihre Vorschläge in einer „Office hour“ („Sprechstunde“) auf Freenode. Sie sei weiterhin der Ansicht, das Fundraising solle zentral und weltweit von der Wikimedia Foundation durchgeführt werden. Sollte sich der Vorstand der Stiftung dem aber nicht anschließen, so schlage sie stattdessen vor, für einen Zeitraum von drei Jahren, also bis 2015, weiter zu machen wie bisher, um aufgrund der bis dahin gemachten Erfahrungen dann erneut über die Frage zu beraten. Diesen Zeitraum halte sie für angemessen, um sich von den bisherigen Auseinandersetzungen wieder zu lösen und gemeinsam nach vorn schauen zu können.
Der Stiftungsvorstand ist derweil uneins; ein Teil neigt dazu, Sue Gardners Vorschläge zu unterstützen, während andere Vorstandsmitglieder die bisherige Regelung zum Fundraiser beibehalten möchten.

DISKUSSION UM CHAPTERS’ COUNCIL

Im Meta-Wiki ist eine umfangreiche und lebhafte Diskussion um die Gründung des Chapters’ Council im Gange. Dabei soll es sich um einen Verband der Fördervereine handeln, der deren Interessen gegenüber der Wikimedia Foundation gemeinsam vertritt, insbesondere bei der Diskussion um die Reform der Finanzverfassung der Wikimedia-Bewegung. Die Idee eines Chapters’ Council war zuerst bei der Wikimania 2011 in Haifa diskutiert und dann beim Financial Meeting wieder aufgegriffen worden, das Mitte Februar 2012 in Paris stattgefunden hatte.
Derzeit werden mehrere Gründungschartas diskutiert, insbesondere sind die Rechtsform und der Sitz dieses „Vereins der Vereine“ bisher noch unklar. Einigen sich dem derzeitigen Zeitplan zufolge bis zum 25. März 2012 mindestens 12 Vereine auf einen der Entwürfe, soll es bei der Wikimedia Conference, die vom 30. März bis 1. April 2012 in Berlin stattfindet, zur Gründung kommen. Das Präsidium von Wikimedia Deutschland hat sich einstimmig für die Gründung eines Chapters’ Council ausgesprochen.
Ziko van Dijk (WMNL) hat einen Versuch gemacht, die Entwicklung der internationalen Wikimedia-Bewegung zu veranschaulichen, er freut sich über weitere Anregungen:

NEUE MITGLIEDER IM CHAPTERS COMMITTEE

Das Chapters Committee hat fünf neue Mitglieder mit Stimmrecht ernannt (Galileo Vidoni, Lodewijk Gelauff, Maria Sefidari, Bengt Oberger und Tomasz Kozłowski). Außerdem wurde Delphine Ménard zum „non-voting adviser“ (Beraterin ohne Stimmrecht) ernannt. Die weiteren (und bisherigen) Mitglieder des Ausschusses sind Damian Finol, Ray Saintonge, Sebastian Moleski, Jeromy-Yu Chan und dem Vorsitzenden Bence Damokos. Ausgeschieden sind Nathan Carter, Austin Hair und Vladimir Medeyko.

Projekte und Initiativen

WMDE: PROJEKTMITARBEITERIN FÜR WIKIDATA STELLT SICH VOR

Lydia Pintscher wird zukünftig die Rolle einer Mitarbeiterin für „Community Communications“ im Projekt Wikidata ausfüllen. Lydia hat langjährige Erfahrungen mit Community-Arbeit innerhalb von Open-Source-Projekten. Eine ausführliche Vorstellung findet sich hier:

KIWIX LÄUFT AUCH UNTER SUGAR

Der Wikipedia-Offline-Reader Kiwix wurde auf die Desktop-Umgebung Sugar portiert und kann somit auch auf den Laptops eingesetzt werden, die mit der Initiative ”One laptop per child” vor allem im Bildungsektor in Entwicklungsländern eingesetzt werden.

WIKITV PLANT ERSTEN BEITRAG

WikiTV plant, nach den Interviews von den WikiConvention 2011 seinen ersten eigenen Beitrag bei der Wikimedia Conference Ende März/Anfang April in Berlin zu produzieren.

FREIE ACCOUNTS ZU HIGHBEAM RESEARCH FÜR WIKIPEDIA-AUTOREN

Die Suchmaschine HighBeam Research stellt in Zusammenarbeit mit der Wikimedia Foundation freie Zugänge für ein Jahr für Wikipedia-Autoren zur Verfügung. Die Website bietet Zugriff auf über 80 Millionen Artikel aus 6.500 Publikationen, von denen die meisten nicht frei im Netz verfügbar sind: Zeitungsarchive und wissenschaftliche Zeitschriften aus den letzten 25 Jahren. Die Accounts werden ab Anfang April 2012 verteilt. Bisher wurden die zuständigen Wiki-Projekte in der englischen Wikipedia informiert. Wer sich bewerben möchte, möge sich bitte hier eintragen. Alle Wikipedianer, die seit mindestens einem Jahr mitarbeiten und die mindestens 1.000 Bearbeitungen vorgenommen haben, werden bei der Verteilung berücksichtigt. Die Zusammenarbeit wurde nach dem Vorbild der Vergabe von Zugängen zur Datenbank Credo Reference gestaltet, die vor etwa einem Jahr erfolgt war.

PHOTOKINA

Auf Initiative von Freiwilligen aus Wikipedia und Commons soll es einen Wikipedia-Stand auf der Photokina, der weltweit größten Fotomesse, vom 18. bis 23. September 2012 in Köln geben. Unter dem Projektnamen “Wikikina – Wikipedianer auf der Photokina 2012″ sollen professionelle Bildredakteure und Hobbyfotografen über die Bild- und Mitmachangebote auf Wikipedia und Wikimedia Commons informiert werden und für die Veröffentlichung unter freien Lizenzen begeistert werden. Geplante Themen sind:

* Scan- und Uploadstation
* Wikimedia Commons + Tricks & Helferlein
* Wiki Loves Monuments
* Geotagging
* GLAM
* Landtagsprojekte
* QR-Codes
* OTRS
* Enzyklopädische Fotografie & Bildbearbeitung
* Lizenzmodelle & Commons für Bildredakteure

Weitere Infos:
*http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Wikikina

Technik

WMF-DOMAINS SIND UMGEZOGEN

Am 9. März 2012 wurde der Umzug sämtlicher Domains der Wikimedia Foundation von GoDaddy zu MarkMonitor vollendet. Jimmy Wales hatte den Weggang von GoDaddy als Domainverwalter im Dezember 2011 auf Twitter angekündigt, nachdem das Unternehmen die SOPA-Gesetzgebung unterstützt hatte. Der Umzug verlief reibungslos; es gab keine Unterbrechungen bei den Wikimedia-Projekten.

Presse

Mit Spannung wurde der Spiegel-Online Artikel von Marvin Oppong innerhalb der Coummunity erwartet. Doch all die Aufregung, die sich vor allem in regen Diskussionen im Kurier entlud, war umsonst. Oppong konnte „überraschenderweise“ keine Bezahlung von Wikipedia-Autoren aufdecken. Die investigative Recherche des freien Journalisten brachte lediglich eine Kritik an der  Kommunikationsabteilung der Daimler AG hervor.

Geschichte der Enzyklopädien

Nicht unerwähnt bleiben soll, dass die Encyclopædia Britannica diese Woche bekanntgegeben hat, es werde 244 Jahre nach der ersten Auflage keine gedruckte Ausgabe mehr geben. Die Britannica werde von nun an nur noch in digitaler Form erscheinen. Dieser Schritt wurde in der Presse weithin mit dem Erfolg von Wikipedia in Verbindung gebracht.

Termine

BUCHLESUNG “ALLES ÜBER WIKIPEDIA”

16. März, 18 Uhr, „Alles über Wikipedia“-Lesung zur Leipziger Buchmesse in der DZB (Deutsche Zentralbücherei für Blinde) mit den Wikipedia-Benutzern Southpark, DerHexer, WiseWoman und Schlesinger.

WMF-OFFICE-HOUR

Am 22. März 2012 findet eine Office-Hour zum New-Page-Triage-Projekt statt, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Qualität von neuen Artikeln in Wikipedia zu verbessern und die Eingangskontrolle zu erleichtern.

Jobangebote

Auf Initiative der Wikipedia-Autoren-Community unterstützt Wikimedia Deutschland das in Planung befindliche Projekt „Wikipedia im Landtag“. Für eine sechsmonatige Planungsphase wird ein Mitarbeiter auf Werkvertragsbasis gesucht. Inhalt des Werkvertrags ist die vorbereitende Kontaktaufnahme mit 13 Landtagen. Dabei soll das Projekt grundsätzlich vorgestellt werden.
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Monatsbericht Februar 2012

POLITIK UND GESELLSCHAFT

ACTA und die Folgen

Die bundesweiten Demonstrationen am 11. Februar haben das internationale Anti-Piraterieabkommen ACTA endgültig ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Es zeigte sich, dass insbesondere die Geheimverhandlungen und die konsequente Ausklammerung einer Verbraucherschutzperspektive viele Menschen vor den Kopf stoßen. Wie bereits im Blog berichtet, beteiligten auch wir uns mit einem Redebeitrag an der zentralen Kundgebung in Berlin. In einem weiteren Statement für die Online-Präsenz der Tagesschau kritisierten wir an ACTA vor allem den damit verbundenen Chilling Effect: “Wir sorgen uns um die sozialen und kulturellen Folgen von Eingriffen auf dem kurzen Dienstweg. Denn Gesetze haben Strahlkraft, sie beeinflussen das Handeln von Nutzern nicht erst dann, wenn im eigenen Briefkasten die erste Abmahnung liegt.”

Angesichts der breiten öffentlichen Diskussion hat die EU-Kommission den Vertragstext dem Europäische Gerichtshof (EuGH) zur Begutachtung vorgelegt. Da dieses Verfahren – das erste seiner Art nach dem Lissabon-Vertrag – möglicherweise dauern kann, ist der ursprünglich avisierte Fahrplan für die Ratifizierung damit hinfällig. Eine interessante Pointe könnte nach Ansicht von Beobachtern darin liegen, dass ein Begriff wie “Freiheit des Internets” durch den EuGH erstmals in seinem Gehalt und seiner Reichweite definiert werden müsste, um überhaupt einen Maßstab für die mögliche Einschränkung von Grundrechten durch ACTA abgeben zu können.

Gebührengelder und Nutzungsfreiheiten

Der Gesprächskreis zu urheberrechtlichen Themen im Rahmen des Berliner Co:llaboratory stellte seine Sitzung am 21. Februar ganz unter das Thema “Die Unternutzung öffentlich finanzierter Werke”. Diese wird vor allem deshalb als Problem empfunden, weil sie den selbstgewählten Anspruch, im 21. Jahrhundert endlich “Wissensgesellschaft” bzw. “Bildungsrepublik” zu sein, systematisch untergräbt. Wie Jan Engelmann in einem kurzen Inputreferat ausführte, hat sie häufig etwas mit Nichtwissen (über das Vorhandensein, den urheberrechtlichen Status von Werken), Nichtkönnen (mangelnde Ressourcen zur Erfassung und ggfs. Freigabe) oder auch Nichtwollen (aus Trägheit oder institutionellem Egoismus) zu tun.

There is something in the air: DLR gibt Bilder unter Creative Commons-Lizenz heraus

Nicht immer sind Inhaltebefreiungsmaßnahmen so atemberaubend schnell wie bei den israelischen Streitkräften im letzten Jahr. Ende Feburar hat die Kommunikationsabteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt bekanntgegeben, dass sie nach Rücksprache mit dem Justiziariat wo immer möglich Creative-Commons-Lizenzen (solche, die für die Nutzung in Wikipedia geeignet sind) verwenden werden. Dies ist vor allem immer dann möglich, wenn das DLR alleinige Nutzungsrechte an Bildmaterial hält. Zwischen der ersten Anfrage von Wikimedia Deutschland und dieser Bekanntgabe liegen fast 2 ½ Jahre. Blogbeitrag und Pressemitteilung dazu von uns hier.

PR-/ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Wikimedium

Die redaktionellen Inhalte wurde festgelegt und die Artikel liegen bereits größtenteils vor. Die neue Projektseite  in der Wikipedia hat zwar noch nicht die erhoffte Aufmerksamkeit, dennoch haben sich einige Autoren gemeldet und Ideen für Beiträge eingestellt.  Erscheinungstermin ist Mitte / Ende März.

Tätigkeitsbericht 2011

Im April wird unser Tätigkeitsbericht für das Jahr 2011 veröffentlicht. In den letzten Wochen wurde die 40-seitige Broschüre konzipiert, redaktionell mit Texten und Daten vorbereitet und abgestimmt. Wie die Tätigkeitsberichte der letzten Jahre wird auch der aktuelle Bericht als Druckausgabe und online zur Verfügung stehen. Eine englische Zusammenfassung ist ebenfalls geplant. Eine Übersicht der Berichte 2004-2010 gibt es auf der WMDE-Webseite.

Wikipedia-Buch

Am 16. März, 18.00 Uhr, wird eine Lesung aus dem Buch “Alles über Wikipedia” im Rahmen der Leipziger Buchmesse in der Deutschen Zentralbibliothek für Blinde (DZB) stattfinden. Zugesagt haben die Autoren Schlesinger, MarcusCyron, WiseWoman, Daniel Mietchen und Poetrist Kheshrau. Anfragen bezüglich weiterer Lesungen, Buchexemplare etc. bitte per E-Mail an Catrin Schoneville.

BILDUNG UND WISSEN

Der Monat Februar war im Bereich Bildung und Wissen sehr ereignisreich: nicht nur personell (durch den Teamzuwachs) sondern auch inhaltlich.

Hochschulprogramm

Das Hochschulprogramm geht im Sommersemester mit sechs Veranstaltungen an fünf Hochschulen (München, Marburg, Stuttgart, Potsdam, Halle-Wittenberg) an den Start. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf Geschichtswissenschaft, von der Archäologie bis hin zur Sportgeschichte. In der kommenden Zeit werden die universitären Lehrkräfte von den Referenten, erfahrenen Wikipedia-Autoren, soweit geschult, dass sie ihre Studenten in der Artikelarbeit unterweisen können.

Schulprojekt

Wikipedia macht Schule” konnte den Fokus auf Lehrerschulungen in diesem Monat mit 5 Lehrerschulungen fortführen. Neben den Workshops wird nun damit begonnen, Pilotprojekte zu konzipieren, die Aufschluss über die Umsetzbarkeit der inhaltlichen Arbeit im Unterricht für Lehrer geben sollen.

Silberwissen

Im Programm Silberwissen wurden Einführungsvorträge in der Anna-Seghers-Bibliothek in Berlin und am Sitz der Gesellschaft für Erdkunde ebenfalls in Berlin gehalten. Während beider Veranstaltungen gab es lebhafte Diskussionen. Am 26. Februar beteiligte sich Elvira Schmidt gemeinsam mit den Chronisten aus dem Landkreis Potsdam-Mittelmark an der Geschichtsbörse in Potsdam. Während des landesweiten Treffens von Geschichts- und Heimatvereinen konnten Interessenten für die nächsten Workshops in Berlin und im Land Brandenburg gewonnen werden. Anfragen zu Vorträgen und Workshops über  die Mitarbeit bei Wikipedia kamen von Seniorenuniversitäten bzw. anderen Seniorenbildungsträgern. Insbesondere aus dem Raum Stuttgart gab es mehrfache Nachfragen. Hier sind die ersten Termine vereinbart. Festlegungen der ersten Termine gibt es auch mit der Initiative „Erfahrung-Teilen“ in Hannover. Erarbeitet und abgeschickt wurden außerdem die Berichte zum Stand des EU-Projekts TAO.

Wir freuen uns darüber, bei dem Referententreffen der Bildungsprogramme vom 2.-4.März drei neue Bewerber für das Referentennetzwerk begrüßen zu dürfen. Bei diesem Treffen werden wir erstmals programmübergreifend zusammenarbeiten, Synergien ermöglichen. Damit spiegelt sich auch hier die inhaltliche Weiterentwicklung des Bereiches wider.

COMMUNITY-BEZIEHUNGEN / FREIWILLIGENFÖRDERUNG

Die AdminCon 2012

“Admin werden ist nicht schwer, Admin sein dagegen sehr” – dieser Vortrag von Alice Wigand bei der WikiCon 2011 in Nürnberg ist nicht ohne Folgen geblieben. Aus ihm entstand die Idee eines Treffens der Wikipedia-Administratoren, organisiert durch die Community und unterstützt von Wikimedia Deutschland und Österreich in Form der “AdminCon”. Am 1-3. Juni 2012 findet in der Tagungsstätte Kloster St. Gertrudis in Hadersleben im Harz ein Wochenendworkshop statt, der sich mit Rolle, Selbstverständnis und Aufgaben von Administratoren in der deutschsprachigen Wikipedia auseinandersetzt. Eingeladen sind Admins wie Nicht-Admins, die am Thema interessiert sind. Alle Details zu Planung, Programm und Anmeldung finden sich auf den Projektseiten in der Wikipedia.

Zedler-Preis 2012

Die Jury für den Zedler-Preis steht nun fest. Nach der Wahl der Jurymitglieder aus Wikipedianern haben wir im Februar viele externe Fachleute angesprochen und für die Jury gewinnen können. Eine ausführliche Vorstellung der Jurorinnen und Juroren findet sich im Blog. Nun hat die Jury bis Mitte April Zeit, die Vorschläge zu sichten und dann Nominierte und Gewinner zu bestimmen. Ansprechpartnerin rund um den Zedler-Preis ist Nicole Ebber.

Wiki Loves Monuments 2012

Die Vorbereitungen zu Wiki Loves Monuments 2012 laufen auf Hochtouren, in Deutschland wie auch weltweit. Für den deutschen Teil des Bilderwettbewerbs hat [[Benutzer:Brücke-Osteuropa]] ein Kick-off-Seminar organisiert, das unterstützt von Wikimedia Deutschland am 30.-31. März in Dresden stattfinden wird. Wikimedia hat ein Zimmerkontingent für auswärtige Teilnehmer reserviert. Reisekosten werden auf dem üblichen Weg erstattet. Ansprechpartner ist Johannes Rohr.

WikiWomenCamp 2012

Wikimedia Deutschland plant die Vergabe von Stipendien für das WikiWomenCamp in Buenos Aires, Argentinien (23. – 25. Mai). Das Camp möchte Frauen der internationalen Wikimedia-Bewegung ein internationales Forum bieten, um Themen rund um die Gender Gap-Diskussion. Der Februar war geprägt durch den Austausch mit den Organisatorinnen zu Themen wie Kostenschätzung, Logistik und Auswahlprozedere. Mehr Infos zu dem Verfahren der Stipendienvergabe werden in den kommenden Tagen bekannt gegeben. Bei Fragen, Anregungen und Ideen wendet euch bitte an Julia Kloppenburg.

Community-Projektbudget 2. Runde

Die Ergebnisse der zweiten Förderrunde des Community-Projektbudgets wurden im Februar veröffentlicht. Aus 62 Ideen wurden 30 eingereichte Anträge. Aus diesen wurden vom Community-Projektbudget-Ausschuss nach eingehender Prüfung und Beratung sechs Projekte mit einem Gesamtbudget von 123.420 Euro zur Förderung ausgewählt. Sebastian Sooth aus der Geschäftsstelle unterstützt die Arbeit des Ausschusses und hat alle Antragsteller informiert.

Toolserver

Im Amsterdamer Rechenzentrum des Toolservers haben die Toolserver-Admins Daniel Baur und Marlen Caemmerer im Februar weitere notwendige Wartungsarbeiten direkt vor Ort durchgeführt und die restliche Hardware zur Speicherplatzerweiterung eingebaut. Unterstützt bei der Organisation der Arbeiten wird das Toolserver-Team von Sebastian Sooth.

Community Space

Die Verhandlungen mit Vermietern und möglichen Partnern für die Räumlichkeiten des CommunitySpace und der WMDE-Geschäftsstelle in Berlin gingen auch im Februar weiter. Sebastian Sooth freut sich über Interessenten, die Lust haben, diese Räumlichkeiten mitzugestalten und zu unterstützen – ob in Berlin oder in anderen Orten.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

RENDER

Im Forschungsprojekt RENDER arbeiteten wir im Februar an der Fertigstellung eines Toolkits, das verschiedene Wikipedia-Analysewerkzeuge in gebündelter Weise darstellt. Diese Werkzeuge werden im Rahmen des Projekts von uns bzw. unseren Projektpartnern erstellt. Mit diesem zentralen Zugriffsort wollen wir interessierte Nutzer einladen die aktuellen und zukünftigen Werkzeuge auszuprobieren, zu testen und zu kommentieren. Die Veröffentlichung auf dem Toolserver wird in den nächsten Tagen erfolgen.
Außerdem arbeiteten wir, gemeinsam mit Projekt-Kollegen vom Karlsruher Institute für Technologie (KIT) und dem Inštitut Jožef Stefan (JSI),  an einer Einreichung für die WebScience 2012. In dieser stellen wir das Toolkit und seine Funktionalitäten näher vor.

Weitere Fragen und Anregungen gerne an Angelika Adam oder an render@wikimedia.de.

Wikipedia Academy 2012

Mitte Februar fand der zweite Vorbereitungsworkshop für die Wikipedia Academy statt. Das Organisationskomitee hat dabei – gemeinsam mit Nicole, Angelika und Denis – erste Ideen für Programmpunkte und Formate gesammelt, potenzielle Referenten identifiziert und weitere logistische und inhaltliche Rahmenbedingungen besprochen. Das akademische Programmkomitee ist nun ebenfalls vollständig: Wir konnten 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für den Reviewprozess der eingereichten Vorträge gewinnen. Der ‘Call for Papers’ läuft noch bis Ende März und wir freuen uns auf rege Beteiligung! Zur Zeit überarbeiten wir die Webseite und lassen ein Logo entwerfen. Alle Fragen und Anregungen gerne an Nicole Ebber oder academy@wikimedia.de.

VEREINSENTWICKLUNG

Wikimedia Conference 2012

Nicole Ebber war im Februar hauptsächlich mit der Vorbereitung der Wikimedia Conference beschäftigt. Zur Unterstützung bei allen logistischen Aufgaben konnten wir Danny B. (Benutzername) von Wikimedia Tschechien gewinnen. Harel Cain (Wikimedia Israel) kümmert sich derweil darum, dass alle eingeladenen Chapter je zwei Repräsentanten nach Berlin senden und stellt das Programm zusammen. Neben Flugbuchungen, Zimmerreservierungen, Catering und Technikanfragen gilt es vor allem auch, die vielen Anfragen und Anliegen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu beantworten. Alle Fragen und Ideen zur Wikimedia Conference nimmt Nicole unter conference@wikimedia.de entgegen.

Mitgliedschaft

Im Laufe des Februars hat Wikimedia 56 neue Mitglieder aufgenommen, davon 30 aktive und 26 Fördermitglieder. Damit hat Wikimedia Deutschland 1328 Mitglieder, davon 371 Förder- und und 957 aktive Mitglieder. Fünf Mitglieder haben im Februar ihren Austritt erklärt. In der Nachfolge des Fundraisers 2012 ist bei Wikimedia zudem eine große Zahl an Aufnahmeanträgen eingegangen, die derzeit abgearbeitet werden. Die Umstellung der Mitgliederverwaltung auf ein neues, effizienteres System ist derzeit in Vorbereitung.

FUNDRAISING

Die Herbstkampagne liegt zwar schon eine gefühlte Ewigkeit zurück, für das Fundraising ist sie jedoch noch sehr präsent. Denn im Februar bereiteten wir wie immer den Versand der Zuwendungsbescheinigungen vor. Nicht nur während der Kampagne gab es Rekorde zu vermelden: Wir gehen von rund 70.000 Empfängern aus, mehr als doppelt so viele wie im letzten Jahr! Erst wenn der Versand Anfang März abgeschlossen ist, ist auch für uns die Kampagne 2011/12 vorbei. Dazu haben wir in den letzten Wochen sämtliche Daten aufbereitet und Testgruppen konzipiert. Wie letztes Jahr wollen mit den Spenden-Quittungen viele neue Mitglieder gewinnen.

Desweiteren hält uns die internationale Diskussion rund um das  Fundraising auf Trab. Nach der Erarbeitung unseres Positionspapiers “Wikimedia’s culture of sharing” Ende Januar haben wir für das Finance Meeting in Paris Mitte Februar Argumente und Fakten zusammengetragen, um unsere Position auf diesem so wichtigen Treffen zu verdeutlichen. Wir sind weiterhin der festen Überzeugung, dass lokales Fundraising effektiver und den Bedürfnissen der Spender am ehesten entsprechen kann.

Da die beiden Aufgabenbereiche sehr zeitintensiv waren, verzögert sich leider der umfassende Abschlussreport der Kampagne. Dieser wird in Kürze nachgereicht. Als Vorgeschmack können wir an dieser Stelle den Report von Wikimedia Frankreich empfehlen.

 

GESCHÄFTSSTELLENARBEIT

Interessante Termine im März

* 16. März, Leipzig: ‘Leipzig liest‘, Autoren lesen aus dem Buch ‘Alles über Wikipedia’

* 16.-18. März, Nürnberg: 10. Fotoworkshop

* 30.-31. März, Dresden: Kick-off-Meeting Wiki Loves Monuments Deutschland 2012

* 29.03.-01.04., Berlin: Wikimedia Conference

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Projekte und Aktivitäten von Wikimedia Deutschland im Dezember/Januar

POLITIK UND GESELLSCHAFT

SOPA, der Blackout und die Folgen

Die u.a. durch den Wikipedia-Blackout gestoppten Gesetzesentwürfe SOPA und PIPA erhitzten im Januar die Gemüter: Eine Woche nach dem Blackout fühlten sich Dr. Günter Krings, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, und Ansgar Heveling, der Unions-Berichterstatter für das Urheberrecht im Rechtsausschuss und im Ausschuss für Kultur und Medien, dazu bemüßigt, den Angriff auf die Freiheit des Internets zu loben. Bei der Begründung bezogen sie sich allerdings vor allem auf die spektakuläre Festnahme von Kim Schmitz: “Der Fall Megaupload macht deutlich, dass wir einen klaren Rechtsrahmen im Internet brauchen, so wie es in der realen Welt selbstverständlich ist.”

Mit dieser Variation der oft gehörten Behauptung, das Internet sei ein rechtsfreier Raum, ließen es die beiden Unionspolitiker allerdings nicht bewenden. Im selben Atemzug rückten sie Wikipedia in die Nähe von Filehostern und “geldgierigen Internetkriminellen”. Offenkundig war ihnen entgangen, dass die Wikimedia Foundation im Vorfeld des Protests differenzierte Argumente zu möglichen Kollateralschäden der amerikanischen Gesetztesinitiativen für die Freiheit des Internets vorgebracht hatte. Als unmittelbare Reaktion hat Wikimedia Deutschland gegenüber den beiden Autoren in einem Schreiben deutlich gemacht, dass Wikipedia als ein Bildungsprojekt verstanden werden muss, das sich bis auf den letzten Punkt an geltendes Urheberrecht hält und gewissenhaft Rechteklärung betreibt, um seinen Nachnutzern genau die Freiheiten auch tatsächlich einzuräumen, die im Lizenzmodell der Texte und Bilder von Wikipedia formuliert sind.

Im Hinblick auf die künftigen Auseinandersetzungen über Internet Governance hat Yochai Benkler, Keynote-Speaker auf der letzten Wikimania in Haifa, in einer brillanten Analyse die herausgehobene Rolle der freien Online-Enzyklopädie betont: “Wikipedia represents a moral force that no commercial site can ever hope to replicate.”

ACTA: Auswirkungen auf Wikipedia bislang kaum abschätzbar

Bereits seit 2008 wird das Handelsabkommen ACTA (Anti-Counterfeiting and Trade Agreement) verhandelt, das u.a. zum Ziel hat, internationale Standards gegen Verletzungen von Marken- und Urheberrechten zu harmonisieren. Die Verhandlungen von 39 Staaten waren bis zur finalen Fassung des Dokuments so geheim, dass es dazu so gut wie keine öffentliche Kommentierung gab. Bislang gibt es noch keine offizielle Folgenabschätzung für die Erstellung und Verbreitung Freien Wissens seitens der Wikimedia Foundation, aber ein Beitrag auf Meta dürfte als eine Vorstufe dazu gelten. Näheres zum Hintergrund von ACTA und der Formierung des Protests schrieb Jan Engelmann bereits gestern im Blog.

Juristische Beratung in neuer Aufstellung

Ähnlich wie die Wikimedia Foundation erhält auch der deutsche Förderverein regelmäßig Anwaltspost, mit der zumeist äußerungsrechtliche oder persönlichkeitsrechtliche Bedenken zu bestimmten Inhalten der Wikipedia vorgebracht werden. Dort, wo das OTRS-Team nicht mehr mit Erläuterungen zu den internen Regularien und Prozeduren weiterhelfen kann, kommt unsere langjährige Anwaltskanzlei JBB ins Spiel. Mit Ansgar Koreng, u.a. Autor der Studie “Zensur im Internet. Der verfassungsrechtliche Schutz der digitalen Massenkommunikation” und Betreiber eines Jura-Blogs, verfügen wir nun über einen neuen Kollegen, der im Zusammenspiel mit Jan Engelmann versucht, Fallbearbeitungen möglichst effizient zu managen, vor allem für betroffene Autoren, die z.B. direkt abgemahnt werden. Die Mailadresse legal@wikimedia.de ist eigens dafür eingerichtet worden, Anfragen aus dem OTRS-Team oder der Autoren-Community aufzunehmen.

Wikipedian in Residence vor Ausschreibung

Ein lange geplantes Vorhaben kommt wohl endlich zu seiner Umsetzung: die temporäre Anstellung eines Wikipedianers in einem Museum, um dort als Berater, Facilitator und als personelle Schnittstelle zwischen der kuratorischen Pflege der Inhalte sowie ihrer Anreicherung und Nachnutzung im internationalen Kontext der Wikimedia-Projekte zu agieren. Gegenwärtig verhandeln wir mit vier Berliner Institutionen um eine möglichst zeitnahe Ausschreibung. Näheres dazu demnächst im Blog.

PUBLIC RELATIONS & ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Wikimedium

Die vierte und letzte Ausgabe 2011 unserer kostenlosen Vereinszeitung erschien bereits im November, zur Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland. Die erste Ausgabe 2012 erscheint im März. Im Januar erfolgten die ersten redaktionellen Vorbereitungen. Nach nunmehr 11 Ausgaben und drei Jahren Wikimedium haben wir uns die Zeit genommen, einmal Bilanz zu ziehen. Einerseits liegen wir bei einer Auflage von 5000 und mittlerweile knapp 3.000 abonnierten Exemplaren der Zeitung und können uns freuen, regelmäßig Beiträge von Freiwilligen veröffentlichen zu können. Tatsächlich liegt das Verhältnis von ehrenamtlichen Autoren aus den Wikimedia-Projekten und Mitarbeitern der WMDE-Geschäftsstelle jetzt in etwa bei 50:50. Andererseits wollen wir die Auflage auf 10.000 steigern, die Zeitung noch besser machen und es vor allem noch leichter machen, sich zu beteiligen. Darum soll die Wikimedium einige Layoutänderungen und eine klarere Struktur bekommen. Außerdem gibt es ab sofort einen Anlaufpunkt für Interessierte und alle, die gerne etwas in der Wikimedium veröffentlichen wollen, direkt in der Wikipedia. Wir freuen uns über Gastautoren!

Natürlich sind Catrin und Michael für Anfragen, Themenvorschläge und Texte nach wie vor auch über redaktion@wikimedia.de erreichbar!

Pressemitteilungen

Über den Zeitraum des Jahreswechsel veröffentlichten wir vier Pressemitteilungen. Den Beginn im Dezember machte eine Mitteilung über die Gewinner der zweiten Runde unseres Ideenwettbewerbs WissensWert. Teil der presseseitigen Begleitung der Fundraisingkampagne war im Anschluss eine Meldung zum Zwischenstand der Spenden kurz vor Weihnachten. Nachdem die Wikimedia Foundation ihre Kampagne zum 1. Januar 2012 für beendet erklärte, erfolgte vier Tage später mit Dankesbannern in der deutschsprachigen Wikipedia und einer eigenen Pressemitteilung der Abschluss durch Wikimedia Deutschland.  Der Effekt der beiden zeitversetzten Impulse an die Medien war eine verlängerte Berichterstattung. Während zu Beginn der ersten Kalenderwoche über Agenturmeldungen und Online-/Printzeitungen das internationale Kampagnenende im Fokus stand, rief die WMDE-Meldung über das erreichte Spendenziel in Deutschland mit über 160.000 Spenden eine zweite Welle zum Ende der Woche hervor. Eine Auswahl der Berichte findet sich im Pressespiegel von Wikimedia Deutschland.

Die Wikimedia Foundation begleitete die 24-stündige Sperre der englischsprachigen Wikipedia am 18. Januar mit technischer Unterstützung und Pressekoordinierung. Nachdem kurz vor Beginn der geplanten Sperrung auch die Art der Maßnahmen in anderen Wikipedia-Communitys festgelegt wurde, veröffentlichte Wikimedia Deutschland eine Pressemitteilung zum Hintergrund des Protests gegen SOPA/PIPA. Am Vortag des 18. Januar und in den folgenden Tagen stand das Bürotelefon dank Nachfragen der Presse praktisch nicht still.

Alle unsere Pressemitteilungen sind zu finden unter: http://wikimedia.de/wiki/Pressemitteilungen

Pressegespräche / Presseanfragen

Zahlreiche Presseanfragen wurden im Dezember und Januar bearbeitet. Neben den bereits erwähnten Themen Herbstkampagne 2011 und Presseinformation rund um SOPA gab es unter anderem auch größere Nachfragen zur Testversion des Visuellen Editors, der von der Wikimedia Foundation veröffentlicht worden ist. Eine Auswahl der resultierenden Berichtserstattung haben wir ebenfalls in unserem Pressespiegel zusammengetragen.

Informationsmaterial

Insbesondere durch die Aktivitäten des Referentennetzwerks (Schulen, Senioren) werden Informationsbroschüren wie das Wikipedia-Einmaleins oder Infoflyer zum Projekt Silberwissen verstärkt nachgefragt. Im Januar hat es darum eine Aufstockung unseres Materials gegeben. Die Ansprache möglicher Interessierter über unseren Kooperationspartner Deutsche Seniorenliga e.V. hat in den letzten Wochen zur Workshopnachfrage durch mehr als ein Dutzend Volkshochschulen geführt. Noch im Dezember produzierten wir darüber hinaus eine Weihnachtskarte, die an die Vereinsmitglieder verschickt wurde.
Im Januar begannen Vorarbeiten für die Herstellung des Tätigkeitsberichts von Wikimedia Deutschland für das Jahr 2011. Dabei ging es zunächst um das Konzept und die Darstellung. Wir bedanken uns für die zahlreichen Anregungen! Die Tätigkeitsberichte der letzten Jahre sind gesammelt auf unserer Webseite zu finden.

Wikipedia-Buch

Am 15. Dezember fand eine weitere Lesung von “Alles über Wikipedia” statt, dieses Mal in Dortmund. An dieser Stelle möchten wir herzlich Britta Parbel danken, die mit viel Engagement vor Ort die Lesung vorbereitet und begleitet hat. In Planung ist eine weitere Lesung in Leipzig (“Leipzig liest”) in Kooperation mit der Deutschen Zentralbibliothek für Blinde. Die Veranstaltung ist geplant für den 16.03.2012, Beginn:18.00 Uhr, Ort: Deutsche Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB), Gustav-Adolf-Straße 7 in Leipzig. Weitere Informationen dazu folgen.

Initiative “Wikipedia muss Weltkulturerbe werden”

Inzwischen wurden über 67.900 bestätigte Mitzeichnungen auf der Petitionsseite abgegeben. 2012 ist das Jubiläumsjahr “40 Jahre Weltkulturerbekonvention”. Wir planen, eine Übergabe der Unterschriften an die UNESCO dazu passend zu gestalten, Sebastian Sooth ist der Ansprechpartner dafür.

BILDUNGSPROJEKTE

Wikipedia macht Schule

Im Programm Wikipedia macht Schule gab es im Dezember noch vier Workshops an Schulen. Diese informierten über den Umgang mit Wikipedia. Die Bilanz für das Jahr zeigte, dass die Nachfrage für Lehrerschulungen deutlich gestiegen ist und Wikipedia in diesem Kontext immer stärker im Bereich der Onlinerecherche wahrgenommen wird. Daher sind wir nun ins Jahr 2012 mit einem Fokus auf Lehrerschulungen gestartet. Seit Anfang des Jahres gingen bei uns bereits über 15 Anfragen ein und vier Workshops wurden bereits realisiert. Das  Programm spricht sich herum! Im Januar haben bereits die Planungen des nächsten Referentenworkshops Anfang März begonnen. Wir suchen für 2012 weiterhin Referenten, besonders aus der Mitte Deutschlands! Hier gehts zur Ausschreibung.

Hochschulprogramm

Im Sommersemester 2012 wird Wikimedia Deutschland das “Hochschulprogramm” starten, in dem es darum geht, mit Studenten verschiedener Hochschulen im Rahmen von Seminaren Artikel für Wikipedia zu erstellen. Anfang Dezember trafen sich dazu Elly und Denis mit Vertretern von vier Unis, um über eine mögliche Teilnahme am Hochschulprogramm im Sommersemester zu sprechen. Kurz darauf fand die Schulung der Referenten für das Hochschulprogramm statt. Dazu trafen sich am 17.-18.12.2012 zehn Referenten zu einem Orientierungsworkshop in Köln. Hierbei wurde ein exemplarischer Fahrplan für das Semester erarbeitet und gemeinsam eine Struktur zur Begleitung der Vertreter der Hochschulen erarbeitet. Anfang Februar werden sich nun die Vertreter der teilnehmenden Hochschulen mit den Referenten zusammenfinden und ihre Arbeit beginnen.

Silberwissen / TAO

Im Dezember 2011 trafen sich Wikipedianer aus Berlin und Projektleiterin Elvira zu einem Stammtisch zum Thema Silberwissen. Diskussionen, Vorschläge und Ideen beschäftigten sich u. a. mit der Berichterstattung über das Projekt und mit dem Bedarf an anschaulichem und leicht verständlichem Material für Wikipedia-Einsteiger.

Mit der Anna-Seghers-Bibliothek in Berlin wurde eine Zusammenarbeit für das 1. Quartal 2012 vereinbart. Geplant sind ein Einführungsvortrag und zwei Workshops in der Bibliothek.
Aus der Zusammenarbeit mit dem Volkshochschulverband NRW und der Deutschen Seniorenliga ergaben sich weitere Anfragen von Volkshochschulen und erstmals auch von Seniorenbeiräten.

Im Januar 2012 nahm Elvira Gespräche mit der Initiative „ERFAHRUNG-TEILEN“ in Hannover auf. Die bisher durchgeführten Schulungen belegten das Interesse der Senioren an Wikipedia. Eine Zusammenarbeit für die nächsten Monate ist geplant.

Vertretern des Bildungsträgers „Arbeit und Leben“ in Bremen und engagierten Senioren stellte Elvira das Projekt „Silberwissen“ ebenfalls vor. Die Möglichkeit, an Wikipedia mitwirken zu können, fand positive Resonanz. Für den Herbst sind die ersten Veranstaltungen vorgesehen.

FUNDRAISING

Herbstkampagne

Mit Rückenwind ins neue Jahr – die Spendenkampagne erzielte ein beeindruckendes Ergebnis: 3,8 Millionen Euro Spendensumme, über 160.000 Spender in nur 52 Tagen. Noch nie war die Kampagne so erfolgreich und so kurz. Kein Wunder also, dass der Fundraiser unsere Arbeit im Dezember und bis ins neue Jahr hinein dominierte. Während im November vor allem verschiedene Banner von Jimmy die Seiten von Wikipedia zierten, gelang es im zweiten Monat die Kampagne vielfältiger und hoffentlich interessanter und informativer zu gestalten. Mit Aufrufen von Brandon Harris und Ryan Kaldari kamen Programmierer der Foundation zu Wort, mit Susan Hewitt die Stimme einer Autorin der Wikipedia. Besonders gefreut hat uns der Aufruf Katrin Rönickes, eine Wikipedia-Spenderin. Ihr Text ist der erste aus Deutschland kommende Aufruf, der ebenso erfolgreich ist, wie die von professionellen Story-Tellern geschriebenen Aufrufe der WMF.  Neben Katrin erhielten wir großartige Unterstützung von weiteren AutorInnen und SpenderInnen, die persönliche Aufrufe schrieben. Eine stichhaltige Evaluation und eine sichere Entscheidungshilfe bei der Wahl von Aufrufen sowie bei der Verbesserung der Spendenseite in Layout und Usability lieferte extensives Testen. Dieses begleitete uns fast täglich während des gesamten Kampagnenverlaufs. Vor allem mit Hilfe der gewonnenen Erkenntnisse schafften wir es, das Spenden-Tal vor Weihnachten zu verlassen, mit neuen Text-Bannern eine enorm erfolgreiche Phase zwischen den Feiertagen einzuleiten und die Kampagne am 5.1. mit dem Dankesbanner abzuschließen. Als Zeichen der Anerkennung und als Dankeschön schalteten wir jedoch zuvor einen Tag lang sämtliche Aufrufe von Freiwilligen, die wir während der Kampagne nicht gezeigt hatten.

Doch nicht nur das Testen hat uns stark beschäftigt. Insgesamt über 5.000 E-Mails, hunderte von Telefonanrufen, Briefen und Faxen mit den unterschiedlichsten Wünschen und Anfragen erreichten uns im Laufe der Kampagne. Nicht nur beim Spendenwachstum gab es also Rekorde! Mit dem Erfolg erhöhen sich die Anforderungen an den Service. Dies zeigt, dass die Herbstkampagne auch eines der größten Wikimedia-Öffentlichkeitskampagnen ist. Durch die Kampagne erreichen wir nicht nur Spender, sondern generell eine Vielzahl von an Wikipedia interessierten Menschen, die die Aufrufe lesen. Mit Hilfe der Aufrufe und durch die umfangreiche Beantwortung der eingehenden Flut von E-Mails und Anrufen konnten wir so manches Vorurteil und manche Fehlinformation bereinigen.

Eine ausführliche Analyse und Auswertung der Spendenkampagne werden wir im Laufe der nächsten Wochen veröffentlichen.

… und danach

Insbesondere das systematische Testen der Banner und Aufrufe ist der Grund für den erfolgreichen Kampagnenabschluss. Diesen Ansatz stellte Till im Januar auf der Online-Fundaising Konferenz „Fundraising 2.0“ in einer Keynote vor und weckte damit das Interesse der ungefähr 200 Zuhörer. Auf derselben Veranstaltung führten wir als Team einen gut besuchten Workshop zum gleichen Thema durch. Die Präsentation unserer Kampagne stand auch im Zentrum eines weiteren Vortrags von Till auf dem Infotag von Grün, jener Software-Agentur, die die von uns verwendete Spenden-Software nicht nur herstellt, sondern auch unseren Bedürfnissen angepasst hat. Beide Präsentationen werden in Kürze auf Commons verfügbar sein.

Pünktlich zum Ende der Kampagne veröffentlichte Sue Garder ihren Vorschlag zur Weiterentwicklung der Wikimedia-Bewegung. In den letzten Wochen hat die Geschäftsstelle an einer Stellungnahme und Positionierung zu dem Entwurf von Sue gearbeitet. An der Ausarbeitung eines Alternativmodells durch eine Arbeitsgruppe innerhalb der Geschäftsstelle war der Bereich Fundraising intensiv beteiligt.

Und, last but not least, eine erfreuliche Nachricht noch zum Schluss: Johannes Schrader, während der letzten drei Monate Praktikant im Bereich Fundraising, wird uns als Projektassistent erhalten bleiben und das Fundraising-Team verstärken.

FREIWILLIGENFÖRDERUNG / COMMUNITY-BEZIEHUNGEN

Community-Projektbudget (CPB)

Kurz vor Weihnachten tagte der Community-Projektbudget-Ausschuss in Hannover. An zwei Tagen wurden viele spannende Anträge präsentiert und diskutiert. Sebastian Sooth aus der Geschäftsstelle unterstützte den Ausschuss bei seinem Treffen. Mitte Januar hat der Ausschuss seinen Bericht an das Präsidium geschickt. In Kürze werden die Projekte der 2. Runde bekanntgegeben.

Community-Budget

Im Dezember wurde in mehreren Treffen mit dem Museum für Hamburgische Geschichte kräftig für den Einsatz von QRpedia getrommelt, so auch mit Andy Mabbett aus Birmingham, der in der Wiki-Welt einer der aktivsten Protagonisten dieser Verknpüfung von Ausstellung und Wikipedia ist.
Im Gegenzug besuchte Alice Wiegand vom deutschsprachigen Support-Team am 7./8. Januar London, um dort bei einem Workshop mit englischen OTRS-lern über die Erfahrungen des deutschen Teams zu sprechen.
Aus dem Community-Budget wurde im Januar das erste Treffen der Wikipedia-Kartenwerkstatt in Berlin-Spandau unterstützt. Die Kartografen nahmen an der internationalen Tagung News – Infographics – Maps am 12. Januar statt, woran sich ein Treffen und am nächsten Tag ein Besuch in der Wikimedia-Geschäftsstelle anschloss.
Reichlich nachgefragt waren die gemeinsam mit der Wikimedia Foundation vergebenen Participation Grants. Deren Zielsetzung wurde zwischen WMF und WMDE zwischenzeitlich präziser gefasst: Gefördert werden damit Teilnahmen von Wikimedia-Aktiven bei externen relevanten Events, wobei eine wichtige Zielsetzung ist, dass von der Förderung die Gewinnung neuer Autoren zu erwarten ist. Eine Übersicht über die vergebenen Förderungen findet sich im Meta-Wiki in der Kategorie “Participation Grants funded in FY 2011-12
Seit Anfang Dezember vergibt Wikimedia zudem E-Mail-Adressen an Projektmitarbeiter, wobei wenig überraschend die @wikipedia.de-Adressen mit Abstand am beliebtesten sind. Aber auch Wikibooks.de- und wikisource.de-Adressen werden nachgefrage (und natürlich auch vergeben).
Mit dem Technikpool wurde zudem im Dezember der Verleih von technischer Ausrüstung zur Erstellung von Inhalten auf eine neue Grundlage gestellt. Zur Möglichkeit, Geräte aus dem Bestand von Wikimedia Deutschland zu leihen kommt nun die Möglichkeit einer Ausleihe anderer Geräte aus dem Bestand externer Verleiher auf Wikimedia-Kosten. Damit erweitert sich die Auswahl an verfügbarer Technik.

Literaturstipendium

Im Januar konnten nicht nur 13 neue Förderungen zugesagt werden, sondern es erfolgte auch die Budgetierung und Zielsetzung des Literaturstipendiums für 2012. Da wir in einem Fall feststellen mussten, dass nicht jeder Anbieter von elektronischen Ressourcen mit Wikimedia zusammenarbeiten möchte, arbeiten wir an einer Argumentation, warum es für Verlage gut ist, Wikipedia-Autoren Quellen zugänglich zu machen. Die Vorteile (z. B. die prominente Zitation, ggf. mit Verlinkung auf den viel besuchten Wikipedia-Seiten) halten manche für einen nicht hinreichenden Ausgleich zur befürchteten Gefahr, dass Texte kopiert werden oder Konkurrenz zwischen Wikipedia und kommerziellen Datenbankanbietern entsteht.

WissensWert

Anfang Dezember fand die Jurysitzung zur Bewertung der WissensWert-Einreichungen statt, und so konnte Nicole am 15. Dezember die Gewinnerprojekte bekannt geben. Fünf Projekte werden im ersten Halbjahr 2012 von uns mit jeweils ca. 5.000 Euro ausgestattet und bei der Umsetzung begleitet. Die Gewinner stammen aus ganz unterschiedlichen Bereichen, wie die Projekttitel zeigen: Open-Access-Medienimporter für Wikimedia Commons, Zeitreise in OpenStreetMap – oder: OSM in der 4. Dimension, CC PLAY – Spiel die Commons, Open (Citizen) Science durch mehr öffentlich verfügbare Genotypisierungen und Barrierefreie YouTube OER-Videos.

Die ersten Projektvereinbarungen wurden bereits unterschrieben und die Fördersummen an die Projektpartner überwiesen. In den nächsten Wochen erscheint hier auch der erste Bericht zum jeweiligen Projektstand. Im Zuge der Planung für 2012 überlegen wir, wie es mit WissensWert weitergehen soll, ob wir uns z.B. auf einen bestimmten Themenbereich fokussieren oder aus WissensWert ein kontinuierliches Förderprogramm machen möchten. Für alle Fragen steht euch Nicole gerne zur Verfügung.

Wiki Loves Monuments

In Absprache mit dem europäischen Organisationsteam haben Catrin und Micha mit unserer Grafikerin einen Kalender der Gewinnerbilder entworfen, der in den nächsten Tagen in der Geschäftsstelle eintreffen müsste.

Undine hat sich in den letzten Wochen um den Versand der Preise an die Gewinner gekümmert. Da nicht alle Teilnehmer die Wikipedia-E-Mailfunktion aktiviert hatten, zog sich die Kontaktaufnahme sehr lange hinaus. (Alle Gewinner, die bisher noch keine Nachricht erhalten haben, wenden sich bitte an Nicole.)

Die Planungen für den diesjährigen Wettbewerb sind auf internationaler Ebene bereits angelaufen, und auch in Deutschland gibt es erste Interessenten, die den Wettbewerb gerne als Partner unterstützen möchten.

Zedler-Preis 2012

Mit dem Zedler-Preis für Freies Wissen zeichnet Wikimedia Deutschland Personen, Gruppen oder Projekte aus, die sich 2011 ganz besonders für Freies Wissen engagiert haben. In ausführlichen Gesprächen mit Vertretern der Community, innerhalb der Geschäftsstelle und mit anderen Akteuren aus dem Bereich Freien Wissens haben wir dieses neue Konzept erarbeitet, das sich ganz klar vom ursprünglichen Artikelwettbewerb abkehrt. Im November baten wir um Vorschläge für Jurymitglieder und Artikel bzw. Projekte für potentielle Preisträger. Die Jurywahl unter den Wikipedianern wurde bereits Anfang Januar entschieden, alle Ergebnisse finden sich auf der Jury-Projektseite. Bis Ende Januar wurden außerdem Vorschläge für externe Juroren und Partner gesammelt, die Ansprache dieser ist allerdings noch nicht abgeschlossen.

Für die drei Kategorien Artikel des Jahres, Communtiy-Projekt des Jahres und externes (Wissens-)Projekt des Jahres sind jeweils zwischen 30 und 40 Kandidatenvorschläge gemacht worden, die bis Ende März von der Jury bewertet werden. Es gibt auch schon erste Überlegungen zum Rahmen und Umfang der Preisverleihung, die im Mai in Berlin stattfinden wird, wir werden dazu in nächster Zeit noch Feedback und Wünsche von Community und Partnern einholen.

Nicole ist Ansprechpartnerin bei allen Fragen rund um Zedler, Catrin unterstützt bei der Ansprache von Partnern und externen Juroren.

Frauen und Wikipedia

Julia Kloppenburg, die uns bisher als Büroassistenz unterstützt hat, wird ab Mitte Februar als Projektassistentin den Bereich Frauen und Wikipedia betreuen.

Im Dezember und Januar trafen sich Catrin, Johannes, Julia und Nicole mit Katrin Rönicke, um erste Ideen für die Arbeit an unserem Ziel “Ende 2012 partizipieren 50% mehr Frauen an der deutschsprachigen Wikipedia und den Aktivitäten von WMDE im Vergleich zum Vorjahr.” zu sammeln und Maßnahmen zu entwickeln. Katrin, die vielen von euch sicherlich von den Bannern der Spendenkampagne bekannt ist, hat außerdem den HuffPost-Text von Sarah Stierch ins deutsche übersetzt: SOPA Blackout: Warum Wikipedia Frauen braucht. Erste Anfragen von möglichen Kooperationspartnern (Fraueninitiativen, Frauenverbände etc.) erreichten Catrin aufgrund eines Artikels in der letzten Wikimedium und einige Vorgespräche wurden von ihr im Januar geführt.

Wir planen zusätzlich, uns am WikiWomanCamp in Buenos Aires zu beteiligen; in welcher Form und in welchem Ausmaß und wie Stipendien vergeben werden, klären wir in den nächsten Wochen.

Toolserver

Die Toolserver-Admins Daniel Baur und Marlen Caemmerer waren Mitte Januar im Amsterdamer Rechenzentrum des Toolservers und haben vor Ort eine Menge Wartungsarbeiten durchgeführt und den ersten Teil der im Dezember bestellten Hardware eingebaut. Leider konnten durch einen Lieferengpass noch nicht alle Teile, die zur Speicherplatzerweiterung benötigt werden, eingebaut werden. Sebastian Sooth hat sich dafür um die Zuschüsse der unterstützenden Chapter und die Abwicklung der Hardware-Bestellung gekümmert.

CommunitySpace

Zur Vorbereitung möglicher Räumlichkeiten für den lang erwarteten CommunitySpace in Berlin haben wir im Dezember und Januar intensive Verhandlungen mit Vermietern und möglichen Partnern geführt. Und auch zur Unterstützung lokaler Arbeit haben wir weiter mit möglichen Partnern gesprochen. Interessenten am Mitgestalten von CommunitySpace-Räumen können sich direkt an Sebastian Sooth wenden.

 

Vereinsentwicklung

Wikimedia Conference 2012

Vom 29. März bis 1. April 2012 ist Wikimedia Deutschland zum vierten Mal Gastgeber der Wikimedia Conference in Berlin. Bei der Veranstaltung treffen sich Vertreter der internationalen Wikimedia Chapter, um über Strategie, Zusammenarbeit und Professionalisierung der Ländervertretungen zu diskutieren und Erfahrungen auszutauschen. Außerdem trifft sich das Board of Trustees, das oberste Entscheidungsgremium der Wikimedia Foundation, zur seiner regulären Sitzung.

Nicole übernimmt zum dritten Mal die Organisation der Veranstaltung, für die Programmkoordination sowie die Kommunikation mit den Chaptern ist in diesem Jahr Harel Cain von Wikimedia Israel verantwortlich.

Wir haben die Einladung an 41 (!) Chapter versendet, Projektpläne geschmiedet, die Registrierung eröffnet, ein Hostel ist bereits gefunden, erste Anfragen an Caterer und Moderatorinnen wurden angestoßen.

Um die Konferenz herum wird es für interessierte Wikipedianer sicherlich auch wieder die Chance geben, die internationalen Gäste zu treffen. Alle Anfragen zur Wikimedia Conference nimmt Nicole unter conference@wikimedia.de entgegen.

Wikipedia Hackathon in San Francisco

Zwischen dem 20. und 23. Januar fand in San Francisco ein “Hackathon” statt, ein Workshop für Softwareentwickler, bei dem es darum ging, gemeinsam an neuen Features zu arbeiten und interessierten Entwicklern die Arbeit an und mit MediaWiki näher zu bringen. Daniel Kinzler von Wikimedia Deutschland nahm am Hackathon teil und nutzte die Reise außerdem, um die Arbeit am Wikidata-Projekt mit der Wikimedia Foundation zu koordinieren. So konnten unter anderem die Abläufe für den Test und die Integration der neuen Software in die Wikimedia-Landschaft geklärt und diverse Detailfragen zur Umsetzung besprochen werden.

Einen ausführlichen Rückblick auf den Hackathon hat Daniel hier im Blog veröffentlicht.

Mitgliedschaft

Mit dem Jahreswechsel rutschte die Zahl der Vereinsmitglieder wieder unter die Marke von 1300, da satzungsgemäß die 47 Austritte des Jahres 2011 zum 31. Dezember wirksam wurden. Damit hatte der Verein am 1. Januar 1272 Mitglieder. Im Zuge der Spendenkampagne 2011-12 ist jedoch eine große Zahl von neuen Aufnahmegesuchen eingegangen, bis Mitte Januar waren dies 56, sodass dieser Effekt wieder mehr als ausgeglichen ist.

WISSENSCHAFT

RENDER

Im Forschungsprojekt RENDER nahmen Mathias und Angelika am 01.12.2011 am Review-Treffen vor der Europäischen Kommision in Luxemburg teil (Blogbeitrag). Dort stellten wir unsere Arbeiten und erste Entwürfe geplanter Unterstützungswerkzeuge für die Leser und Autoren der Wikipedia vor. Die Präsentationsfolien dazu sind unter Commons sowie Slideshare abrufbar. Die bereits vor Ort von den Reviewern geäußerte positive Einschätzung zur Entwicklung des Projekts wurde in einem schriftlichen Bericht bestätigt. Darüberhinaus erteilten die Gutachter einige Vorschläge zur Optimierung der weiteren Zusammenarbeit aller Partner innerhalb des Projekts. Der vollständige Bericht hat einen Vertraulichkeitsstatus, kann also von uns leider nicht veröffentlicht werden.

Am 26. und 27. Januar trafen sich Vertreter aller Projektpartner in Innsbruck (beim Partner STI). Anselm und Angelika nahmen daran teil. Großes Thema dabei war natürlich das Gutachten des Review-Meetings und die daraus resultierenden Aufgaben.
Ein ausführlicher Bericht zum Treffen in Innsbruck und unseren aktuellen Arbeiten folgt in den nächsten Tagen.

Fragen oder Anregungen könnt ihr gerne an render@wikimedia.de bzw. Angelika direkt richten.

Wikipedia Academy 2012

In Kooperation mit dem Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft und der Freien Universität Berlin veranstaltet Wikimedia Deutschland vom 29. Juni bis 1. Juli 2012 die “Wikipedia Academy 2012: Research and Free Knowledge.” in Berlin (Blogbeitrag).

Nicole, Angelika und Denis haben sich am 12. Dezember zum ersten Mal mit dem Organisationskommitee, einer Gruppe von Menschen unterschiedlichster Wissenschaftsbereiche, erfahrenen Organisatoren wissenschaftlicher Konferenzen und Wikipedianern mit wissenschaftlichem Hintergrund getroffen, um die Veranstaltung zu konzipieren. Aufgabe dieses Komitees ist, relevante Themengebiete zu identifizieren, geeignete Formate der Veranstaltung auszuarbeiten und potenzielle Sprecher sowie weitere Partner an Bord zu holen.

Am 17. Januar haben wir den Call for Papers veröffentlicht, zu dem wir bis 31. März alle einladen, die zu den konferenzrelevanten Themen wie Wikipedia Analytics, Wikipedia Global, Diversity/Gendergap oder “Research on Users of and Contributors to Wikipedia” beitragen können.

Zur Zeit stellen wir ein akademisches Programmkomitee zusammen, welches die Einreichungen begutachten wird. Knapp 40 Personen haben bereits zugesagt, die Liste wird in den nächsten Tagen veröffentlicht. Am 14. Februar trifft sich das Organisationskomitee, um über die Formate der Veranstaltung zu entscheiden. Bei Anregungen, Themenvorschlägen, Tipps zu relevanten Forscherinnen und Forschern erreicht ihr uns unter academy@wikimedia.de.

GESCHÄFTSSTELLENARBEIT

Gerrit Holz, der seit Mai 2009 als Werkstudent bei Wikimedia arbeitet, bleibt der Geschäftsstelle erfreulicherweise auch weiter erhalten. Gerrit unterstützt in seiner neuen Rolle als Projektassistent ab dem 01.01.2012 zu gleichen Teilen das Literaturstipendium sowie das RENDER-Projekt. Undine Plümper hat Mitte Januar ihr Praktikum bei Wikimedia Deutschland beendet und widmet sich ihrem Studienabschluss. Wir drücken die Daumen! Praktikanten werden auch weiterhin für die Vereinsarbeit gesucht.

Zur weiteren Planung der auf der Mitgliederversammlung beschlossenen Ziele für die Vereinsarbeit 2012, haben die Mitarbeiter der Geschäftsstelle am letzten Wochenende im Januar einen gemeinsamen Workshop durchgeführt. Hierzu werden wir in den nächsten Tagen einen Bericht veröffentlichen.

 

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Die Wikimedia Foundation veröffentlicht Jahresbericht 2010-2011

Die Wikimedia Foundation hat vor einigen Tagen ihren Jahresbericht  für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2010 bis 30. Juni 2011 veröffentlicht. Bereits zum vierten Mal gibt die Foundation damit einen Bericht über ihre Aktivitäten ab. Und nicht nur das, der neue Bericht würdigt besonders die weltweiten Aktivitäten der Community und das großartige Engagement der Freiwilligen. Der Jahresbericht beginnt mit der Erklärung: ‘The way the world tells its story’. Unter diesem Titel werden Projekte, großartige Leistungen und Erfolge der weltweiten Community vorgestellt. Dazu gehört selbstverständlich auch das diesjährige 10. Jubiläum von Wikipedia, dass weltweit gefeiert wurde. Neu und besonders erfreulich ist, dass es eine Zusammenfassung des Jahresberichts neben Englisch in weiteren 6 Sprachen gibt (arabisch, japanisch, spanisch, portugisisch, französisch und deutsch).

Und noch etwas ist neu und nachahmenswert: Den Jahresbericht gibt es nicht nur im PDF-Format sondern auch in einer Wiki-Version, in der Kommentare und weitere Anregungen erwünscht sind!

Zu den Highlights des Berichts gehören u.a.:

  • weltweite Bildungsprogramme
  • technische Entwicklungen
  • Erweiterung mobiler Plattformen
  • Wikimania 2010 in Danzig, Polen
  • der Arabische Frühling in Wikipedia
  • 10. Geburtstag von Wikipedia
  • 2010/11 Spendenaufruf und Spender

Die Vorbereitungen für den Tätigkeitsbericht von Wikimedia Deutschland laufen bereits und wir werden unseren Bericht im März 2012 veröffentlichen. Ideen und Anregungen dazu gern an catrin.schoneville@wikimedia.de

p.s. Und da die ‘Kleinen’ oft vergessen werden, auch noch Gratulation an Wikimedia Österreich, die ihren Tätigkeitsbericht ebenfalls kürzlich veröffentlicht haben.

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Projekte und Aktivitäten von Wikimedia Deutschland im November 2011

POLITIK UND GESELLSCHAFT

Positionspapier zum Urheberrecht

Ein Namensbeitrag der EU-Kommissarin Neelie Kroes gab uns die Steilvorlage, um die gegenwärtige Legitimationskrise des Urheberrechts öffentlichkeitswirksam zu adressieren. Ein gemeinsames Positionspapier von Wikimedia Deutschland e.V., Digitale Gesellschaft e.V. und Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. wurde von dpa aufgegriffen und fand in zahlreichen Medien und Blogs zustimmende Kommentare und kritische Würdigungen. Mittlerweile möchte auch die Free Software Foundation Europe e.V. das Papier mitunterzeichnen. Neben einer Fair-Use-Klausel für den rechtssicheren Betrieb von User-Generated-Content-Projekten wie z.B. Wikipedia fordert die Erklärung eine Koppelung von Schutzfristen an ein Werkregister für urheberrechtlich geschützte Werke. Ist ein aktueller Rechteinhaber auf eine eindeutige und automatisierbare Weise nicht ermittelbar, sollte dadurch eine umfassende Nachnutzung möglich werden. In diesem Zusammenhang befürworten wir den Aufbau einer frei zugänglichen Datenbank für Werke und Rechteinhaber auf europäischer Ebene.

Die Ente bleibt draußen! Streit um Loriot-Briefmarken

Kaum ein anderes Thema erhitzte die Gemüter in diesem Monat so sehr wie die Löschung der Wohlfahrtsmarken mit den Loriot-Motiven „Das Frühstücksei“, „Herren im Bad“, „Auf der Rennbahn“ und „Der Sprechende Hund“ am 8.11.2011 über eine “Office Action”. Dieser außergewöhnliche Eingriff war notwendig geworden, da die Tochter des großen Komödianten Victor v. Bülow alias Loriot am Landgericht Berlin eine einstweilige Verfügung gegen die Wikimedia Foundation erwirkt hatte, nachdem sie die Urheberrechte ihres Vaters vorsätzlich verletzt sah. Das Gericht hat damit die Qualifikation der Briefmarken als amtliche und damit gemeinfreie Werke ausdrücklich verneint. Dies geschah in Kenntnis der Entscheidung des Landgerichts München vom 10.3.1987 (21 S 20861/86), die für die WP-Community bislang maßgeblich war. Der Fall Bülow vs. Wikimedia Foundation wurde – wohl aufgrund des prominenten Namens der Klägerin – in zahlreichen Medien, u.a. bei Spiegel Online und auf heise.de, aufgegriffen.

Tagung zur Digitalisierung von Kulturerbe

Es ist ein Flickenteppich: Allein 915 Projekte mit 633 beteiligten deutschen Institutionen verzeichnet eine Überblicks-Website zum Thema Digitales Kulturerbe. Kein Wunder, dass zentrale staatliche Plattformen wie Europeana, gemeinnützige Projekte wie Wikipedia oder privatwirtschaftliche Initiativen wie Google Books immer stärker als Sprungbrett zu spannenden Werken genutzt und auch problematisiert werden. Bei der hochkarätig besetzten Tagung “Ins Netz gegangen – Neue Wege zum kulturellen Erbe” am 17./18. November in der Deutschen Kinemathek stand denn auch Wikipedia gleich mehrfach im Fokus: Während Pavel Richter in seinem Vortrag anhand der Wikipedia-Einträge zu “Rating-Agenturen”, “Abtreibung” und “The Simpsons” die Zeitgebundenheit und kulturelle Relativität der Online-Enzyklopädie in den Vordergrund stellte, warb Mathias Schindler für mehr Mut seitens der Kultureinrichtungen, sich dem digitalen Wandel offensiv zu stellen. Dr. Oliver Sander vom Bundesarchiv rekapitulierte die Kooperation mit Wikimedia Deutschland, wobei er sein ehrliches Bedauern über die große Zahl nicht-lizenzkonformer Nachnutzung von Bundesarchiv-Fotos auf Wikimedia Commons nicht verbarg. Insgesamt, so wurde deutlich, muss seitens des Vereins noch viel mehr Aufklärung über die beabsichtigten und unbeabsichtigten Effekte freier Lizenzen geleistet werden, um kulturelle Einrichtungen in ihrer Innovationspolitik zu bestärken.

Wikipedianer in GLAMsterdam

Während es für die “kulturinteressierten” Leute in der deutschsprachigen Wikipedia-Community nun auch eine zentrale Austauschplattform gibt, peilt die internationale GLAM-Bewegung (Akronym für “Galleries, Libraries, Archives, Museums) nun den nächsten Schritt beim Erfahrungstransfer an: Vom 2. bis 4. Dezember treffen sich ca. 60 Aktivisten aus aller Welt beim GLAMCamp in Amsterdam, um u.a. über die durch “Wiki loves Monuments” generierten Neukontakte, die Verbesserung von Upload-Tools bei Digitalisierungsprojekten oder die QR-Code-Nutzung im Ausstellungskontext zu sprechen. Von deutscher Seite erhoffen wir uns insbesondere Aufschlüsse über die bisherigen “Wikipedian-in-Residence”-Modelle, die einen wesentlichen Erfolgsfaktor für Nachahmungseffekte im Kulturbetrieb darstellen. Ein halbes Dutzend engagierter Wikipedianer wird, gefördert durch Wikimedia Deutschland, vor Ort sein; von der WMDE-Belegschaft wird Nicole teilnehmen.

CC-freundliche internationale Nachrichtensender

Al Jazeera, der Heimatsender der Revolutionen im arabischen Raum, hat eine lange Tradition der Freigabe von Inhalten unter (freien) CC-Lizenzen, insbesondere bei Videos, die unter cc.aljazeera.net freigegeben sind. Nach einer Intervention von Liam Wyatt und Mathias Schindler hat Al Jazeera nun auch seinen Bilderfeed auf Flickr (http://www.flickr.com/photos/aljazeeraenglish) unter CC-by-sa 2.0 freigegeben.

PUBLIC RELATIONS & ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Wikimedium

Pünktlich zur Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland erschien die letzte Ausgabe 2011 unserer Vereinszeitung Wikimedium. Die Zeitung ist dieses Mal vier Seiten an Inhalt dicker, darunter eine Doppelseite, auf der einmal alle Mitarbeiter unserer Geschäftsstelle in Wort und Bild vorgestellt werden. Im Oktober lag die Zahl der abonnierten Exemplare der Zeitung bei über 2.500 Stück. Zwischenzeitlich haben wieder viele Interessierte das kostenlose Blatt angefordert, so dass wir mittlerweile bei rund 2.800 abonnierten Exemplare liegen! Wir freuen uns über neue Abonnenten oder eure Anforderung von Ausgaben für Wikipedia-Stammtische oder andere Community-Treffen! Schickt dafür einfach eine E-Mail redaktion@wikimedium.de.

Pressemitteilungen

Im November setzten wir vier Pressemitteilungen auf, die über den Verteiler unserer Pressekontakte verbreitet wurden. Mehr über die erzielte Wirkung ist im nächsten Absatz zu lesen. Hier sei eine systematische Umstellung erwähnt, mit der wir die Lesbarkeit und damit die Verfügbarkeit unserer versendeten Pressemittungen in Zukunft verbessern wollen. Zusätzlich zum bisherigen Angebot aller unserer Mitteilungen in PDF-Form bieten wir ab sofort das Nachlesen auch in direkter Textform auf unserer Vereinswebseite an. Hintergrund: Der Zugriff auf Wikimedia-Inhalte über mobile Endgeräte nimmt stark zu. Auf das PDF-Format kann in vielen Fällen so nicht mobil zugegriffen werden, wohl aber auf die direkte Verlinkung auf eine URL. In unserem Blog und über sonstige Verbreitungswege teilen wir deshalb seit November unsere Pressemitteilung auf diese Weise. PDFs stehen zusätzlich nach wie vor zur Verfügung. Hier unsere Text-Versionen der Pressemitteilung zur Spendenkampagne 2011, zur Veranstaltung “Ins Netz gegangen”, zur Kooperation mit der Deutschen Seniorenliga für das Projekt Silberwissen, und zum Positionspapier zum Urheberrecht.

Pressegespräche / Medienkooperationen

Sue Gardner, Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation, erklärte sich neben ihrem Besuch im Anschluss der Mitgliederversammlung auch zu einem “Pressetag” in Berlin bereit. Dafür mussten in der Vorbereitung Pressekontakte geknüpft und ein möglichst effektiver wie effizienter Interviewtag geplant und organisiert werden. Nach Abstimmung zwischen beteiligten Journalisten, Sue und ihrem Team in San Francisco, konnte hier in Berlin ein reibungsloser und aus Sicht der Pressearbeit höchst erfolgreicher Tag voller Fragen und Antworten gewährleistet werden. Zu den Kernthemen der Pressegespräche gehörten technische Entwicklungen zur vereinfachten Nutzung von Wikipedia, der geringe Anteil von Frauen innerhalb von Wikipedia oder auch die wichtige Suche nach neuen Autoren. Das Ergebnis: Die Verbreitung verschiedener Version eines dpa-Interviews führte allein zu etwa der Hälfte von insgesamt über 350 Berichterstattungen. Ein Einzelinterview mit der ZEIT resultierte in einem dreiseitigen Gespräch inklusive verschiedener Videostatements. Außerdem wurden Radiobeiträge über rbb und Deutschlandradio gesendet. Dies und, wie immer, eine weitergehende Auswahl der Berichterstattung in unserem Pressespiegel.

Im letzten Monatsbericht haben wir als grafisches Anschauungsbeispiel die Berichterstattung für Wiki Loves Monuments nach Zielgruppen dargestellt. Dieses Mal: ein Vergleich des reinen Presseumfangs zu den Themen (von links nach rechts) Spendenkampagne 2011, Berichterstattung über die Entfernung von Loriot-Briefmarken aus Wikipedia, Sue Gardners Interviewtag sowie das gemeinsame Positionspapier von Wikimedia Deutschland, der Digitalen Gesellschaft und der Open Knowledge Foundation. Die Menge an Berichten bezüglich Sue Gardners Besuch sticht aus dieser Reihe deutlich hervor, aber auch die drei anderen Themen zeigen mit ihren jeweils über 100 Berichten eine sehr große lokale wie überregionale Verbreitung.

Grafik mit freundlicher Genehmigung von Meltwater News

Informationsmaterial

Der Druck der Infobroschüre über Wikisource war für November vorgesehen, musste aber aufgrund der vielen Aufgaben rund um die Mitgliederversammlung, der geballten Pressearbeit in diesem Monat und der Produktion der vorgezogenen Ausgabe der Wikimedium verschoben werden.

Wikipedia-Buch

Mehrere Lesungen von “Alles über Wikipedia” fanden im November statt. Ein ausführlicher Rückblick auf die einzelnen Veranstaltungen ist in diesem Blogbeitrag zu finden.

Initiative “Wikipedia muss Weltkulturerbe werden”

Langsam geht es in den Endspurt. Noch bis 15. Januar läuft die Sammlung von Mitzeichnungen zur Petition “Wikipdia muss Weltkulturerbe werden!”. In Berlin hingen dank einer Pro-Bono-Aktion von Leo Burnett im November Plakate, die auf die Petition aufmerksam machten. Bei der Verteilung passender Postkarten dazu hat uns pickme-berlin.de unterstützt.

BILDUNGSPROJEKTE

Allgemein

Der Bildungsbereich “Bildung und Wissen” hat sich in diesem Monat in seiner zukünftigen Form für 2012 im Blog vorgestellt.

Schulprojekt

In diesem Monat hat das “Wikipedia-Schulprojekt” sich verstärkt um weitere Kooperationen bemüht und sich um die strategische Ausrichtung für das nächste Jahr gekümmert. Erfreulicherweise konnten wir in diesem Zusammenhang bereits einen Workshop mit Studenten der Universität Tübingen am 14.11.2011 wahrnehmen. Dort bietet Johannes Moskaliuk in diesem Semester ein Seminar in der pädagogischen Psychologie an, in dem er mit Studierenden Konzepte für die Einbindung von Wikipedia in den Unterricht erarbeitet. In diesem Kontext haben die Studierenden Zugriff auf die Inhalte der Materialien des Schulprojekts bekommen und werden diese in einem Wiki erweitern und um ihre Inhalte erweitern. Außerdem werden die Studenten eine standardisierte Form der Evaluation der Inhalte erarbeiten und Wikimedia im Anschluss an das Semester zur Verfügung stellen.

Das Wikipedia-Schulprojekt hatte im November insgesamt 13 Veranstaltungen und konnte dabei über 400 Menschen erreichen. Besonders wichtig für das Schulprojekt war in diesem Monat zum einen die “Fachtagung der Gesellschaft für Informatik” mit etwa 150 Teilnehmern, welche zum Großteil aus Informatiklehrern bestand, und die Veranstaltung “Von der Kreide zum Whiteboard” in Meuselwitz, wo das Schulprojekt mit einem Stand vertreten war und es direkt im Anschluss direkt zwei Anfragen gab, die sich auf die Veranstaltung bezogen. Diese Entwicklung ist überaus erfreulich und zeigt das steigende Interesse der Lehrer.

Vom 18.-20.11.2011 fand in Bielefeld das zweite EduCamp in diesem Jahr statt. Wikimedia Deutschland nahm an zwei von drei Tagen teil. Als Unterstützer des Camps freute es uns besonders, dass die Debatte um Freie Lerninhalte, der derzeit unter den Begriff “OER” (“Open Educational Ressources”) gefasst wird, während des Camps so viele begeisterte Unterstützer fand. Zu den genauen Inhalten der Debatte und den bereits verabredeten Initiativen wird in Kürze noch ein eigener Beitrag im Vereinsblog folgen. Wikimedia Deutschland unterstützt die Bewegung um Freie Lerninhalte und steht hierzu gerne als Ansprechpartner zur Verfügung.

Arbeitsmaterial für Lehrer

Ende November fand in Köln ein Arbeitswochenende statt, an dem Lehrer, Wikipedianer, Vertreter von Wikimedia Deutschland sowie Referenten im Schulprojekt sich persönlich wie virtuell begegneten, um miteinander intensiv und konzentriert zwei Tage lang Struktur und Inhalte des Arbeitsmaterials “Wikipedia in der Schule” zu überarbeiten. Dieses natürlich unter freier Lizenz stehende Lehrbuch wird derzeit unter Begleitung zahlreicher Fachleute kollaborativ auf Wikibooks entwickelt und lädt hier zur weiteren Mitarbeit ein.

Am Montag darauf trafen sich Elly und Denis in Ludwigshafen mit Vertretern von klicksafe.de. Im Rahmen dieser Begegnung kamen beide Seiten überein, in Zukunft stärker zusammenzuarbeiten. Die Kooperation wird bereits bei der Erstellung des Arbeitsmaterials für Lehrer wirksam, dessen Erstellung klicksafe in den kommenden Monaten fachlich begleiten wird. Die Zusammenarbeit soll danach kontinuierlich weiter fortgesetzt werden.

“Wikipedia Ambassador”

Das Wikipedia Ambassador Programm nimmt Fahrt auf: Ein erstes Treffen mit Vertretern von Universitäten wird am 2. Dezember in Göttingen stattfinden, wo das Programm vorgestellt und diskutiert werden wird. Parallel wurde die Ausschreibung für die Referenten des Programms erfolgreich im Kurier platziert, die Interessenten werden am 17./18. Dezember in Köln durch erfahrene Vertreter der Wikimedia Foundation geschult.

Silberwissen / TAO

In der Zeit vom 15. bis 17. November trafen sich die Partner des TAO-Projekts in Bern, um Bilanz nach einem Jahr zu ziehen und die nächsten gemeinsamen Schritte zu beraten. Elvira vertrat Wikimedia Deutschland – einer der Community-Partner –  mit dem Projekt „Silberwissen“. Mit rund 20 Veranstaltungen und insgesamt rund 130 Teilnehmern, dazu einige von den „Neu-Wikipedianern“ eingestellten Artikeln und Fotos kann sich unsere Bilanz durchaus sehen lassen. Auch beteiligten sich Ortschronisten des Landkreises Potsdam-Mittelmark mit Fotos von Baudenkmälern an dem Fotowettbewerb „Wiki Loves Monuments“. Im Ergebnis wurden die Bauenkmäler von 2 Gemeinden vollständig hochgeladen.

Mit Patrick Kenel haben die Schweizer Community-Partner einen neuen Projektleiter. Die Aktivitäten zur Gewinnung von Senioren für Wikipedia begannen in der Schweiz im November. Demnächst wird also auch ein Erfahrungsaustausch zwischen Wikimedia Deutschland und Wikimedia CH bei der Gewinnung von Senioren für die Wikipedia möglich sein.

Elvira nahm außerdem an der Abschlusskonferenz des bundesweiten Projekts „Internet erfahren“ in Berlin teil. In den Workshops wurden interessante Erfahrungen zu erfolgversprechenden und in der Praxis erprobten Vorgehensweisen bei der Gewinnung von Senioren für das Web 2.0 vorgestellt. Sie sollen für das Referentennetzwerk aufbereitet und zur Verfügung gestellt werden.

FUNDRAISING

Lange hat sich das Fundraising-Team darauf vorbereitet. Nun ist sie bereits im vollen Gange: Seit dem 14. November läuft unsere diesjährige Spendenkampagne und nach den ersten zwei Wochen kann man festhalten: dies ist der bisher erfolgreichste Start einer Spendenkampagne von Wikimedia Deutschland. Über 53.000 Spender haben in den ersten zwei Wochen mehr als 1.213.000 Euro gespendet. Zum Vergleich: letztes Jahr hatten wir während der gesamten Kampagne 73.000 Spender, wie man hier nachschauen kann. Übrigens: auch die Wikimedia Foundation hat einen unglaublichen Start hingelegt, was ihre Statistiken deutlich zeigen.

Rund um die Spendenkampagne haben wir im November zahlreiche Neuerungen für das Fundraising fertig stellen können. Wir haben nun eine Spendenseite, mit der wir sämtliche Inhalte und Layouts testen und einfach variieren können, wir haben mit VEWA eine neue Spendensoftware, in die wir uns eingearbeitet haben, wir haben ein neues Frontend, mit der wir auch für Überweisungen und PayPal-Zahlungen Adressen von Spender erhalten, und wir haben zahlreiche Tests auch während der Kampagne durchgeführt, mit zum Teil erstaunlichen Ergebnissen. Die derzeitige Spendenseite ist also Resultat zahlreicher Tests. Schließlich haben wir intern viele Vorbereitungen getroffen, so dass unter anderem die vielen hundert E-Mails, die uns täglich erreichen, effizient bearbeitet werden.

Was steht in den nächsten Wochen an? Wir haben in den ersten zwei Wochen Jimmy Wales geschaltet, doch wir arbeiten intensiv daran, sobald wie möglich andere Aufrufe zu publizieren. Also seid gespannt. Wenn jemand Interesse hat, einen persönlichen Aufruf zu schreiben, kann er/sie sich jederzeit bei uns melden: till.mletzko@wikimedia.de.

FREIWILLIGENFÖRDERUNG / COMMUNITY-BEZIEHUNGEN

9. Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland

Am 19. und 20. November 2011 fand in der Dr.-Buhmann-Schule in Hannover die 9. ordentliche Mitlgliederversammlung von Wikimedia Deutschland statt. Mit dieser Versammlung beendete der bisherige ehrenamtliche Vorstand seine Arbeit und wurde durch ein zehnköpfiges ehrenamtliches Präsidium ersetzt, das sich durch eine Reihe neuer Gesichter auszeichnet. Mit der Wahl hat die Vereinsmitgliedschaft das Kunststück vollbracht, gleichzeitig den Frauenanteil und den Anteil aktiver Wikipedia-Autoren an dem Leitungsgremium klar zu steigern.
Vor logistische Herausforderungen wurde die Organisation durch die Wahl des Veranstaltungsorts gestellt: Durch die Gleichzeitigkeit mit der weltgrößten Agrarmesse Agritechnica war das verfügbare Angebot an Veranstaltungsräumen, Unterbringungsmöglichkeiten und sonstigen Dienstleistung sehr eingeschränkt. Dennoch verlief die Mitgliederversammlung ohne größere Pannen.
Eine Premiere war die Live-Übertragung der Diskussion mit Sue Gardner, Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation, bei der die aktuellen Themen Bildfilder, Autorenschwund und Frauenanteil lebhaft diskutiert wurden. Neben den Anwesenden hatten auch die Betrachter des Live-Streams über die Plattform debatto.org die Möglichkeit, sich in die Diskussion einzuschalten, was auch wiederholt genutzt wurde. Herzlichen Dank an alle, die zum Gelingen beigetragen haben, insbesondere an Manuel Schneider für das Zähmen der etwas herausfordernden Hannoveraner Videotechnik!
Die nächste Versammlung wird in Berlin stattfinden, nämlich am 21.-22. April 2012. Alle Interessierten sind eingeladen, am laufenden Online-Brainstorming teilzunehmen.

Mitgliederumfrage: Auf Du und Du

In der Woche vor der Mitgliederversammlung wurde die diesjährige Mitgliederbefragung durchgeführt. Ein herzlicher Dank geht an alle, die sich beteiligt haben und an onlineumfragen.com für die Unterstützung! Eine detaillierte Auswertung der Umfrageergebnisse wird im Mitgliederforum folgen. Wir freuen uns sehr, dass die Arbeit von Verein, (ehemaligem) Vorstand und hauptamtlichen Mitarbeitern sehr positiv beurteilt wird. Vielen Dank für die Blumen! Eine Frage, die gestellt wurde, bezog sich auf die bevorzugten Umgangsformen: “Du” oder “Sie”. Das Ergebnis hat uns in seiner Eindeutigkeit überrascht: Nur 3% der Mitgliedschaft lehnen das “Du” klar ab, aber 22% nehmen an einem “Sie” Anstoß. Insgesamt kommt die Duz-Fraktion auf eine klare absolute Mehrheit, während nur 14% das “Sie” präferieren.

Community-Projektbudget (CPB)

Beim Sichten der 33 eingegangenen Anträge der zweiten Runde, der Vorbereitung des CPB-Berichtes auf der Mitgliederversammlung und bei der Vorbereitung des nächsten Ausschusstreffens hat Sebastian Sooth den CPB-Ausschuss im November unterstützt. Aus der ersten Runde ist inzwischen ein Projekt komplett abgeschlossen und hat die Abrechnung zur Prüfung eingereicht. Aktuelle Infos auf der Projektseite.

Community-Budget

Mit dem Bibliotheksstipendium ist ein neues Förderprogramm für Wikipedianer & Mitarbeiter der Schwesterprojekte an den Start gegangen. Wikipedianer, die zu Recherchezwecken Bibliothekszugänge benötigen, sei es zu Uni-, Fach- oder Stadtbibliotheken, können sich die Kosten auf Antrag erstatten lassen. Auch Kosten für Fernleihen können übernommen werden.

Das Programm ist die Umsetzung einer Projektidee von Anneke Wolf und Southpark. Vielen Dank für die tolle Idee, die eine sehr passende Ergänzung für das Literaturstipendium (siehe unten) darstellt und gleichzeitig für Benutzer geeignet ist, die im Rahmen von Wikipedia:Bibliotheksrecherche Unterstützung für andere Wikipedianer leisten!

CommunitySpace

Wir führen weiterhin viele Gespräche und Verhandlungen, um den Berliner CommunitySpace im nächsten Jahr einrichten zu können. Über Tipps für Partner/Orte in weiteren Städten freut sich Sebastian Sooth. In Hannover fand eine Buchlesung von “Alles über Wikipedia” (siehe oben) als Auftakt für eine vertiefende Zusammenarbeit in der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek statt.

Literaturstipendium

Die Freigabe des Literaturstipendiums für alle Fachbereiche zahlt sich aus: Seit der Öffnung konnten durchschnittlich gut drei Stipendien pro Woche vergeben werden, verglichen mit knapp einem Stipendium pro Woche in der Zeit der Beschränkung auf Redaktionen, ist das ein großer Schritt nach vorn, um deutlich mehr Autoren als bisher zu fördern.

WissensWert

Vom 17. Oktober bis 24. November konnten im Rahmen von WissensWert Projektvorschläge bei uns eingereicht werden, die wir mit bis zu 5.000 Euro fördern. Nicole war zu Gast bei Trackback (Radio Fritz) und FluxFM, wir haben viel über unsere Kanäle Twitter, Facebook und das Blog getrommelt, eine Pressemitteilung versendet und den Aufruf zum Mitmachen an Freunde, Bekannte und Fans von Freiem Wissen weiter geleitet. Insgesamt sind 50 Projekte eingereicht worden, die zur Zeit von der Jury begutachtet und bewertet werden. Öffentlichkeit und Community können außerdem ihr Lieblingsprojekt wählen, der Gewinner erhält den Publikumspreis von 2.000 Euro. Im Meta-Wiki gibt es eine Übersicht über alle förderbaren und nicht förderbaren Projektideen, und hier noch einige Hintergrundinformationen zum Auswahlverfahren.

Neben inhaltlichen Fragen galt es mit vielen Einreichern zu klären, ob wirklich freie Lizenzen (und nicht Lizenzen, die kommerzielle Verwendung oder Bearbeitung ausschließen) zum Einsatz kommen. Hier ist nach wie vor noch viel Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit zu leisten, wie auch aktuelle Debatten (zum Beispiel zum Thema Freie Bildungsinhalte oder die Reformdebatte zum Urheberrecht) zeigen.

Wiki Loves Monuments

Die Gewinner des deutschen Wettbewerbes haben wir schon im letzten Bericht angekündigt, spannend war dann vor allem, zu verfolgen, wie die Jurys der anderen Länder entschieden haben. Auf http://www.wikilovesmonuments.eu/ finden sich die Finalisten der teilnehmenden Länder, Anfang Dezember wählt die europäische Jury die Gewinner. Wir sind gespannt auf die Entscheidung, sieht man doch bei den Ergebnissen der Länderwettbewerbe deutlich, nach welch unterschiedlichen die Kriterien die Juroren jeweils entschieden haben.

Am 1. Dezember fand in Amsterdam ein Evalutationstreffen statt, bei dem der Wettbewerb rückblickend analysiert und neue Pläne für 2012 geschmiedet werden. Dort wurde unter anderem beschlossen, dass der Fotowettbewerb in 2012 erneut stattfinden wird – diesmal sogar mit weltweiter Beteiligung!

Zedler-Preis 2012

Nach intensiven Diskussionen mit der Community und intern bei WMDE haben wir nun endlich das neue Zedler-Konzept vorgestellt und zur öffentlichen Vorschlagsrunde aufgerufen. Mit dem neuen Zedler-Preis für Freies Wissen zeichnen wir zukünftig Personen, Gruppen oder Projekte aus, die sich im vergangenen Jahr ganz besonders für Freies Wissen engagiert haben. Damit schaffen wir den ersten Preis im deutschsprachigen Raum, der die unermüdliche, ehrenamtliche Arbeit für Freies Wissen würdigt. In einen ausführlichen Blogbeitrag laden wir ein, Vorschläge für die Projekte und Artikel des Jahres 2011 beizusteuern. Für alle Fragen und Anregungen steht Nicole Ebber gerne zur Verfügung.

Toolserver

Diverse Softwarewartungen und Hardwarereparaturen zur Performanceverbesserung des Toolservers wurden von Daniel Baur und Marlen Caemmerer durchgeführt. Weil mit dem Wachsen der Wikimedia-Projekte auch der Toolserver mehr Platz benötigt, wird aktuell eine größere Festplattenerweiterung für die Datenbankserver beschafft. Den OpenStreetMap-Server im Toolservercluster unterstützt Kai Krüger aus der OSM-Community seit November. Sebastian Sooth unterstützt die Admins bei der Verwaltung der Infrastruktur und steht bei Fragen als Ansprechpartner gerne zur Verfügung.

 

WISSENSCHAFT

RENDER

In den letzten Wochen waren wir im Forschungsprojekt RENDER besonders mit der intensiven Vorbereitung des EU Review Meetings beschäftigt. Bei diesem stellen wir einem Gutachter-Konsortium unsere Tätigkeiten des ersten Projektjahres vor. Wir arbeiteten dafür an der Erstellung umfassender Präsentationsmaterialien in Abstimmung mit den anderen Projektpartnern, insbesondere bezüglich der definierten Anwendungsszenarien, der Metriken und der ersten Entwürfe zu den geplanten Unterstützungswerkzeugen. Dabei arbeiteten wir auch intensiv an Datenimporttests mit den technischen Partnern JSI und Ontotext.
Am 29. und 30.11. haben wir uns bereits mit den anderen Partnern in Luxemburg getroffen und letzte Details abgesprochen, gemeinsam die geplanten Demos und Präsentationen bearbeitet und “geprobt”. Der Review selbst fand am 01.12.2011 statt. Ein ausführlicher Bericht dazu folgt!

Eine gute Neuigkeit: Anselm Metzger wird ab sofort, aktuell in Teilzeit, das RENDER-Team bei Wikimedia Deutschland unterstützen. Denn im zweiten Projektjahr werden wir Prototypen für Werkzeuge zur Nutzerunterstützung entwickeln und testen.

Wikipedia Academy 2012

Nicole, Denis und Angelika haben erste Kandidaten für das Programme Committee der Wikipedia Academy kontaktiert. Am 12.12.2011 wird sich das Komitee zu einem konstituierendem Workshop im Club Office Berlin treffen. Ziel des Workshops ist es, sich über das Format der Veranstaltung einig zu werden, die thematischen Schwerpunkte und das Verfahren für die Auswahl von Speakern (Call for Papers, Auswahl durch PC, o.ä.) festzulegen und mögliche Partner zu identifizieren. Zum Komitee gehören bisher: Claudia Müller-Birn, Michelle Thorne, Daniel Mietchen, Leonhard Dobusch, Dirk Franke, David Ludwig und Lars Fischer.

GESCHÄFTSSTELLENARBEIT

Stellenausschreibungen

Auf der Webseite von Wikimedia Deutschland finden sich aktuell u.a. spannende Stellen-Ausschreibungen zum Wikidata-Projekt.

Interessante Termine im Dezember

GLAM-Camp Amsterdam
Chaos Communication Congress (#28c3)

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“Ein bisschen Aufklärung würde schon reichen”

Das Gemeinschaftsprojekt zur Erstellung einer Enzyklopädie startete erst vor 10 Jahren. Die größte Wissenssammlung der Menschheit ist Wikipedia bereits heute.

“Millionen Freiwillige haben ihr kostenlos zugearbeitet, haben Artikel verfasst, redigiert, korrigiert, überarbeitet, in ihrer Freizeit wieder und wieder überprüft. Deshalb steht Wikipedia wie kein anderes Projekt des vergangenen Jahrzehnts für die guten Seiten des Internets und für den Drang des Menschen, etwas fürs Gemeinwohl zu tun,”

so schreibt Zeit online zum 10-jährigen Geburtstag von Wikipedia. Aber Wikipedia ist nicht perfekt. Viele Bereiche sind noch nicht oder unzulänglich abgedeckt. Das weiß die Wikipedia-Autorengemeinschaft wie auch Wikimedia Deutschland. Darum gibt es zahlreiche Bemühungen, die freie Enzyklopädie zu verbessern. Dies war auch das Ziel des 2007 vom nova-Institut und Wikimedia Deutschland realisierten Projekts „Nachwachsende Rohstoffe in der Wikipedia“. Begleitet und unterstützt wurde das Projekt durch die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Es war das erste und bislang einzige öffentlich geförderte Vorhaben zum inhaltlichen Aufbau eines Themenbereichs in der Wikipedia. Nach einer Bestandsaufnahme und der Strukturierung des Artikelbestands wurden Experten zu Nachwachsenden Rohstoffen gesucht, die zur Ergänzung und Verbesserung der Inhalte beitragen sollten. Innerhalb und außerhalb der Wikipedia-Community sollten Fachleute gefunden werden, die  kompetente Recherchen zu diesem Themenbereich durchführen und qualitativ hochwertige Artikel verfassen. Beabsichtigt war, die Projektlaufzeit über drei Jahre zu nutzen, um die Artikel dieses Feldes zu optimieren bzw. zu aktualisieren und somit die Öffentlichkeit umfassend zur breiten Palette der „Nachwachsenden Rohstoffe“ informieren zu können. Zusammenfassend sei erwähnt: Im Verlauf des Projektes:Nachwachsende Rohstoffe konnte das Projektteam über 500 Stichworte aufarbeiten bzw. ganz neu hinzufügen und zahlreiche Aufklärungsveranstaltungen und Workshops mit Interessierten durchführen. Das Themenspektrum erstreckt sich von einzelnen Rohstoffpflanzen über zahlreiche Themen im Umfeld der Bioenergie bis hin zu den vielfältigen Optionen der stofflichen Nutzung. Der Wikipedia-Leser findet heute alle relevanten Informationen zu Ackerfrüchten wie Raps, Mais und Rüben oder Nischenkulturen wie Miscanthus und Hanf – aber auch zentrale Stichworte aus den Bereichen Holzwirtschaft, Bioenergie, Biotechnologie, Verbundwerkstoffe, Papier oder Holzwerkstoffen. Durch die aktive Beteiligung der Wikipedia-Community am Projekt, deren Experten sich vor allem in den Bereichen Chemie, Biologie und Forstwissenschaften aktiv einbrachten, wurde das Projekt konstruktiv und kritisch begleitet.

2010 wurde das Projekt abgeschlossen. Überraschend, dass es nun eine Seite in der aktuellen Ausgabe der ZEIT füllt. Aber leider geht es in dem ZEIT-Artikel nicht um Qualitätsverbesserung oder richtigen und kritischen Umgang mit Wikipedia, sondern vielmehr um  Anschuldigungen gegen einen einzelnen ehrenamtlichen Wikipedia-Autor, der im Rahmen des Projektes “Nachwachsende Rohstoffe” tätig war.

Immer wieder erleben wir, wie erklärungsbedürftig Prinzip und Arbeitsweise von Wikipedia sind. Deshalb gehört Aufklärung zu einer unserer wichtigsten Aufgaben. Auch auf die Anfrage des freien Journalisten (der Autor des ZEIT-Artikels ist) zum Projekt “Nachwachsende Rohstoffe” haben Wikipedia-Autoren (allen voran Achim Raschka) wie auch Wikimedia Deutschland zahlreiche Fragen beantwortet und informative Links zur Verfügung gestellt (siehe unten).

Was hat es also mit dem aktuellen ZEIT-Artikel ‘Wikipedia oder Wahrheit’ auf sich? Wurde hier wirklich gründlich recherchiert? Warum sind die zahlreichen verfügbaren Informationen nicht in den Artikel eingeflossen? Warum werden aus dem Zusammenhang entnommene Zitate nur gestückelt wiedergegeben?

Die Projektseiten in Wikipedia wie auch die ausführlichen Darstellungen des nova-instituts geben umfassend Auskunft. Darüber hinaus berichtete der Verein in seinen Tätigkeitsberichten von 2007-2010 und in zahlreichen Blogbeiträgen über das Projekt. An Transparenz mangelte es diesem Projekt nicht. So handelt es sich bei dem ZEIT-Artikel auch nicht um eine Enthüllungsgeschichte, sondern um Informationen, die bereits vor Jahren kommuniziert und publiziert wurden.

Wir möchten im Folgenden einiges ergänzen und in den richtigen Zusammenhang stellen:

Der ZEIT-Artikel setzt die Leistung und aktive Mitarbeit des ehrenamtlich tätigen Wikipedia-Autors Achim Raschka stark herab. Raschka erstellte zahlreiche lesenswerte und exzellente Artikel und engagierte sich darüber hinaus in verschiedenen ehrenamtlichen Positionen im Bereich der Qualitätssteigerung für Wikipedia. Als erfahrener Wikipedianer genießt er Vertrauen in der Community, was auch dazu führte, dass er von der Wikipedia-Autorengemeinschaft mehrfach zum Administrator gewählt wurde. Dieses bis heute unermüdliche Engagement verdient Anerkennung statt Anschuldigung.

Mit Bezug auf den Abschlussbericht von Nawaro wird zitiert, “bezahlte Mitarbeiter” von “interessierten Einrichtungen” hätten an der Erstellung von Artikeln mitgewirkt. Richtig ist: Von Beginn an machte es sich das Projekt zum Ziel, Experten zur Mitarbeit zu bewegen. Richtig ist auch, dass dieser Anspruch freiwilliger Hilfe Wikipedia zwar bis heute so erfolgreich macht, gleiches im Nawaro-Projekt aber leider nicht gelang. Die nötige Zahl an Experten konnte nicht gewonnen werden, daher wurden Universitäten angesprochen. Die “bezahlten Mitarbeiter” waren wissenschaftliche Hilfskräfte, die “interessierten Einrichtungen” Universitäten.

Auch moniert der Verfasser des ZEIT-Artikels, dass Bildmaterial der FKuR (Hersteller für Bioplaste-Produkte) in Wikipedia-Artikel eingebaut wurde. Das stimmt: Fast alle Bilder des Artikels Polyactide sind von der FKuR gestellt worden. Sie sind in der deutschsprachigen Wikipedia zahlreich eingebunden und werden auch außerhalb von Nawaro-Artikeln weltweit genutzt. Diese unabhängige Nutzung verdeutlicht den Wert der Bild-Freigaben. Und genau das entspricht unseren Zielen: Wir wollen Inhalte befreien, die Mitarbeit an Wikipedia steigern und Informationen frei zur Verfügung stellen. Aus diesem Grund klären wir (bis heute) Unternehmen, Verbände und Institutionen auf, wie sie sich beteiligen können, ohne dabei die Wikipedia als verlängerte Homepage zu missbrauchen. Daneben geben wir in zahlreichen Veranstaltungen und Workshops Hilfestellungen zur richtigen Nutzung von Wikipedia. Hierfür stehen unter anderem auch unser Schulprojekt und das Projekt Silberwissen, in denen sich Mitarbeiter von Wikimedia ebenso wie ehrenamtliche Wikipedia-Aktive engagieren. Wir freuen uns jederzeit über Anfragen zu Schulungen und Workshops.

Darum ging es auch im Vortrag “Wikipedia als PR-Instrument?” Hier wurde, entgegen der Behauptung des ZEIT-Artikels, gerade davor gewarnt, Werbetexte als Inhalte einzustellen. Vielmehr klärte der Referent über korrekte Wege der Mitarbeit auf. Denn: Mitmachen kann jeder, auch Pressestellen, nur sollten sie sich als solche zu erkennen geben und die Regeln und Grundprinzipien von Wikipedia einhalten. Das Nawaro-Projektteam koordinierte und organisierte im Rahmen des Projektes innerhalb der Community “Schreibwettbewerbe” und führte Workshops durch, um die richtige enzyklopädische Mitarbeit zu gewährleisten. Im ZEIT-Artikel scheint es verwerflich, dass diese Schulungen auch zu Wikipedia-Artikeln führten. Das sehen wir anders und so sei nochmals ausdrücklich betont, dass die Information und Aufklärung über Wikipedia eine unserer wichtigsten Aufgaben ist.

Und so bleibt die Frage, ob der Ruf des freien Journalisten nach ein “bisschen Aufklärung” nicht auch dem ZEIT-Artikel gut gestanden hätte….

 Die Transparenz des Projektes ist hier nachzuvollziehen:

Wikimedia Deutschland Tätigkeitsberichte:

http://www.wikimedia.de/images/1/14/Taetigkeitsbericht_2007.pdf

http://www.wikimedia.de/images/c/c0/Taetigkeitsbericht_2008.pdf

http://www.wikimedia.de/images/7/7b/Taetigkeitsbericht_2009.pdf

http://www.wikimedia.de/images/3/3c/T%C3%A4tigkeitsbericht_2010_online.pdf

Links der nova-instituts GmbH:

Zwischenbericht 1/2008: http://www.nova-institut.de/wikipedia/data/File/08-01-18%20Zwischenbericht%20Wikipedia.pdf

Zwischenbericht 2/2008: http://www.nova-institut.de/wikipedia/data/File/08-06-23%20Zwischenbericht%20Wikipedia%20.pdf

Zwischenbericht 2009: http://www.nova-institut.de/wikipedia/data/File/09-06-30%20Zwischenbericht%20Wikipedia.pdf

Abschlussbericht 2010 http://www.fnr-server.de/ftp/pdf/berichte/22028206.pdf

In Wikipedia:

http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:WikiProjekt_Nachwachsende_Rohstoffe

http://de.wikipedia.org/wiki/Portal:Nachwachsende_Rohstoffe

Zur Communitybeteiligung exemplarisch:

erster Marathon mit 56 Artikeln: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:WikiProjekt_Nachwachsende_Rohstoffe/Nawaro-Marathon&oldid=60205142

zweiter Marathon mit 46 Artikeln: http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:WikiProjekt_Nachwachsende_Rohstoffe/Nawaro-Marathon

Veranstaltungen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:WikiProjekt_Nachwachsende_Rohstoffe/Erster_Workshop

http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:WikiProjekt_Nachwachsende_Rohstoffe/Workshop

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Keine Wikimedium ohne Spende

Derzeit ist ein großer Teil unserer Aufmerksamkeit dem Spendenaufruf gewidmet, aber viele andere Projekte laufen ebenso auf Hochtouren und darüber berichtet die neue Ausgabe der Vereinszeitung Wikimedium.

Pünktlich zur Mitgliederversammlung, am 19. November in Hannover, ist sie auch in gedruckter Form erhältlich. Und nicht nur das, die Wikimedium erscheint diesmal mit 12 statt 8 Seiten. Über den Mittelteil freue ich mich besonders, denn hier stellen wir die gesamte Geschäftsstelle vor. Alle aktuellen Mitarbeiter von Wikimedia Deutschland  – wer mag, kann es rausnehmen und einrahmen.

Aber nicht nur der Schwerpunkt zur Arbeit der Geschäftsstelle macht die neue Ausgabe lesenswert: Fliegende Fotografen berichten von ihrem Erlebnis, ein Interview mit Christian von Borries (wer ihn noch nicht kennt, wird staunen), neues aus Schul- und Seniorenprojekten von Wikimedia Deutschland und wer oder was ist eigentlich dieser Toolserver? Ausserdem gibt es einen ausführlichen Beitrag zum so wichtigen Support-Team der Wikipedia und wie es sich schult und weiterbildet.

Keine Wikimedium ohne Unterstützung. Ob durch die Druckerei MegaDruck.de, die nun schon seit zwei Jahren die Wikimedium kostenlos für uns druckt, oder durch die vielen Co-Autoren, die Beiträge liefern. Wie immer gilt, jede Spende zählt: Ob Geld, Wissen oder Zeit. Vielen Dank an alle Helfer, die an dieser Extra-Ausgabe mitgearbeitet haben und allen Lesern viel Spaß bei der Lektüre.

P.S. Spenden nicht vergessen!

Wikimedium im Abonnement

Kostenloses Futter für Eure Briefkästen könnt Ihr mit einer einfachen E-Mail an redaktion@wikimedium.de erhalten. Auf Wunsch schicken wir die gedruckte Ausgabe der Wikimedium vierteljährlich an jeden interessierten Abonnenten. Eure Unterstützung, die Zeitung weiter zu verbreiten (Stammtische, Veranstaltungen etc.) ist uns sehr wichtig und hierfür versenden wir gern auch größere Stückzahlen. Selbstverständlich können alle PDF-Versionen der bisher erschienen Ausgaben auf unserer Vereinswebseite heruntergeladen werden.

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Projekte & Aktivitäten von Wikimedia Deutschland im Oktober 2011

POLITIK UND GESELLSCHAFT

Netzpolitisches Katerfrühstück

Am 1. Oktober diskutierten auf Einladung von Wikimedia Deutschland fünf Vertreter der Berliner Parteien zum Ausgang der Abgeordnetenhauswahlen und den Konsequenzen für die Netzpolitik. Zu diesem Zeitpunkt ging man noch mehrheitlich von der Fortsetzung von Sondierungs- und Koalitionsgesprächen zwischen SPD und Bündnis 90/Die Grünen aus.

Fachgespräch Urheberrecht

Mathias nahm für Wikimedia Deutschland an einem Fachgespräch zum Thema Urheberrecht im Deutschen Bundestag teil, das von der Linksfraktion veranstaltet wurde. In Einzelreferaten und Diskussionsrunden wurde einmal quer durch das Spektrum dessen geritten, was gerade in Sachen Urheberrecht am Köcheln ist. Unabdingbares Zweitveröffentlichungsrecht (zur mittelbaren Förderung von Open-Access), Verwaiste Werke, Presseverlegerleistungsschutzrecht und Verwertungsmöglichkeiten. Eine glückliche Hand besaßen die Veranstalter bei der Auswahl von Matthias Spielkamp als Impulsreferatsgeber. Der entsprechende Text ist online verfügbar und lesenswert.

Workshop zu Open Government/Open Innovation in Landesvertretung NRW

Das Land Nordrhein-Westfalen ist im bundesweiten Vergleich sehr ambitioniert, was die Erforschung und Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft angeht. Ein eigens dafür eingerichtetes Cluster bringt regelmäßig Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um den Wissenstransfer zwischen Verwaltung, Politik und Marktteilnehmern zu befördern. Bei einem Workshop in Berlin, an dem Jan für Wikimedia Deutschland teilnahm, ging es um Strategien der Öffnung und Kollaboration, die in vielen Web-Projekten wie Wikipedia zwar angelegt sind, den staatlichen Sektor aber teilweise noch vor Herausforderungen stellen. Neben den größten Hindernissen für die Nutzung öffentlicher Daten (Zugang, Usability, Pflegebedürftigkeit) wurden auch konkrete Empfehlungen für neue Kooperationswege (z.B. Residenzmodelle in der Verwaltung) diskutiert.

Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) – a.k.a “Google-Institut”

In Berlin beging man mit ca. 400 geladenen Gästen die feierliche Gründung des “Alexander von Humboldt Instituts Internet und Gesellschaft”, das sich finanziert durch Google, der transdisziplinären Forschung zu rechtlichen, technologischen und soziologischen Aspekten der Digitalisierung widmen soll. Wikimedia Deutschland ist Teil des Kuratoriums, das eine beratende Funktion übernimmt. Im Anschluss an die Einweihung folgte ein mehrtägiger Kongress zu den Themen Internet und Gesellschaft, bei der auch Daniel Kinzler über WikiData berichtete. Zu den interessantesten Beiträgen gehörte auch ein längerer Beitrag von Leonhard Dobusch zum Thema “The Digital Public Domain: Relevance and Regulation”.

Metadaten-Anreicherung Wikipedia/PND/dpa

Im Oktober startete auf dem Toolserver ein kleines Experiment mit einem von der Nachrichtenagentur dpa zur Verfügung gestellten Auszug von Meldungen (der komplette Monat Mai 2010 der 12 Landesdienste). Hier können in den Meldungen (die noch nicht unter einer Freien Lizenz stehen) enthaltenen Namen von natürlichen Personen getaggt werden. In einem kommenden Schritt erfolgt der Abgleich dieser Namen mit den Personendaten aus der deutschsprachigen Wikipedia und der Personennamendatei (PND) aus der Deutschen Nationalbibliothek. Ganz herzlichen Dank an Apper, Magnus und alle anderen Helfer bei dem Tagging-Experiment. Weitere Informationen hier.

Internet-Konferenz der Friedrich-Naumann Stiftung und Konrad-Adenauer-Stiftung

In einer ganztätigen Veranstaltung der parteinahen Stiftungen FNS und KAS zu den Themen der Internet-Enquete-Kommission (EIDG), an der Jan und Mathias teilnahmen, wurde von liberal-konservativer Seite zum ersten Mal ein größerer inhaltlicher Aufschlag zu netzpolitischen Themen unternommen. Dabei zeigte sich, dass die anwesenden Fachpolitiker aus CDU und FDP durch die Betonung gemeinsamer Anliegen die Annäherung zur Aktivisten-Community suchten, obwohl gerade in jüngster Zeit – etwa durch die Vorstöße der Unionspolitiker Hans-Peter Uhl und Siegfried Kauder, die Affäre um den Staatstrojaner sowie die Frontstellung bei regulatorischen Schlüsselthemen wie der Netzneutralität – die Gräben eher vertieft wurden.

PUBLIC RELATIONS & ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Wikimedium

Die vierte und letzte Ausgabe unserer Vereinszeitung wird zur Mitgliederversammlung am 19.11. in Hannover erscheinen. Damit wird sie einen Monat früher als üblich veröffentlicht. Im Oktober wurden Themen für die Wikimedium gesammelt, externe Autoren für Beiträge angesprochen und Texte erstellt. Anlässlich der Mitgliederversammlung haben wir vier zusätzliche Seiten konzipiert, auf denen die Aufgaben, Unterstützungsmöglichkeiten und vor allem auch die Mitarbeiter der Geschäftsstelle ausführlich vorgestellt werden. Die Zahl der abonnierten Exemplare liegt bei 2.500 Stück, darüber hinaus nehmen Bibliotheken, Museen oder andere Institutionen, zu denen wir Kontakt aufnehmen, regelmäßig weitere Exemplare ab. Für weitere Ideen und Vorschläge zur Verteilung bitte eine E-Mail an redaktion@wikimedium.de.

In diesem Zusammenhang gibt es noch eine Neuerung. Ab der nächsten Ausgabe erhält die Wikimedium eine ISSN-Kennzeichnung. Diese “Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke” ist das Pendant zur ISBN bei Büchern und dient der eindeutigen Identifizierung.

Pressemitteilungen

Im Oktober haben wir zwei Pressemitteilungen veröffentlicht. Die Mitteilung zum Meilenstein von 20 Millionen Wikipedia-Artikeln weltweit führte zu deutschlandweiter Berichterstattung in 144 Print-/Onlinezeitungen. Den Löwenanteil von exakt 100 Darstellungen in lokalen wie überregionalen Medien führte die dpa-Meldung vom 25. Oktober herbei. Ein Ausschnitt der Berichterstattung ist wie immer im Pressespiegel des Vereins nachzulesen. Zur besseren Übersicht sind dort ähnliche Berichte beziehungsweise Abdrucke von Agenturmeldungen nur ein Mal verlinkt. Vollständigkeit streben wir hier nicht an, im Unterschied beispielsweise zum Wikipedia-Pressespiegel.

Die Pressemitteilung zur zweiten Runde des Ideenwettbewerbs WissensWert erschien am 26. Oktober und führte bislang zu drei Veröffentlichungen. Schwerpunkt der Pressearbeit mit erneuter Mitteilung wird allerdings erst der Zeitraum um die Bekanntgabe der Wettbewerbsergebnisse sein. Auf verschiedene Anfragen hin haben wir übrigens das Logo des Wettbewerbs zum Start der zweiten Runde leicht überarbeitet und versucht die Geschlechtertypisierung der Icons etwas abzuschwächen.

Als Nachreichung zur Presseberichterstattung über Wiki Loves Monuments im Folgenden eine kurze Übersicht: Die unten stehende Grafik beschreibt deutschsprachige Presseerwähnungen für die Monate Juli bis Oktober 2011. Im September sind 33 Berichte dokumentiert, für den Oktober 11. Letztere sind allesamt ab der 43. Kalenderwoche veröffentlicht worden, in Zusammenhang mit der Erwähnung der deutschen Gewinnerfotos in der Pressemitteilung zu 20 Millionen Artikeln. Zur Farbverteilung: In jedem Monat stehen die Farbsäulen von links nach rechts für Medien nach Reichweite (steigend). Lediglich das Tiefblau am jeweils rechten Rand steht für “undefiniert”. Zur Evaluation der Pressearbeit ein schönes Tool, das wir noch bis Ende des Jahres testen dürfen.Grafik: Meltwater News

 

Eine zusammengefasste Auswahl befindet sich im schon erwähnten Pressespiegel des Vereins. An dieser Stelle nochmals Gratulation an das erfolgreiche Team der Freiwilligen, die dieses Projekt realisiert haben!

Pressegespräche / Medienkooperationen

Im Rahmen der Bucherscheinung und der geplanten Lesungen gab es zahlreiche Anfragen (siehe Pressespiegel). Ausgelöst durch die Stellenanzeigen, interessierten sich einige Medien auch bereits für das geplante WikiData-Projekt (darunter heise.de, taz, dapd). Auch diese Berichte finden sich im Pressespiegel.

Ein Treffen mit Wikipedianern und der Berliner Morgenpost/Welt ist in Vorbereitung.  Es soll ein Austausch zwischen Redakteuren und Wikipedianern stattfinden, der in zwei Richtungen gehen könnte: Über den Berlin-Artikel in Wikipedia (eine Reportage darüber ist geplant) und über die Verwendung von Wikipedia in Redaktionen.

Bereits erwähnt wurde die geplante Zusammenarbeit mit dem Deutschen Technikmuseum. Hier fanden zahlreiche Gespräche statt und bei der Veranstaltung Wissen und Macht ist Wikimedia Deutschland Partner. Keynote Speaker am 10.11. ist Pavel Richter. Weiteres Thema mit dem Technikmuseum ist ein ‘Wikipedian in Residence’. Hierzu laufen derzeit die Gespräche noch.

Informationsmaterial

Nach der ersten Ausgabe unseres wöchentlichen Newsletters Wikimedia:Woche am 29. September haben wir im Oktober vier weitere Ausgaben verschickt. Kommunikationsweg sind die beiden Mailinglisten vereinde-l@lists.wikimedia.org und wikide-l@lists.wikimedia.org. Die Wikimedia:Woche erscheint immer donnerstags. Ziel ist eine Zusammenfassung offizieller Bekanntgaben, Berichte und Kommentare der Wikimedia Foundation und der Ländervertretungen. Von Community-Seite wird der Newsletter im Wikipedia:Kurier verlinkt. Alle erschienenen Ausgaben werden außerdem auf der entsprechenden Wikipedia-Seite archiviert. Jeder Interessierte ist übrigens herzlich eingeladen, bei der Sammlung von Themen für die jeweils nächste Ausgabe mitzumachen. Dafür einfach offizielle Neuigkeiten mit Links in dieses Etherpad zur Wikimedia:Woche legen.

Vorhandenes Informationsmaterial wurde nachgedruckt. In der Schlussredaktion ist aktuell die Broschüre zu Wikisource. Geplante Fertigstellung ist im November.

Wikipedia-Buch

Die Arbeit rund um das Wikipedia-Buch konzentrierte sich im letzten Monat auf die Frankfurter Buchmesse, auf der wir am 12. und 15. Oktober präsent waren. Am Eröffnungstag stellte Jimmy Wales das Wikipedia-Buch auf einer Pressekonferenz vor und wir organisierten zahlreiche Pressetermine (darunter ORF, BR, Zeit online). Einige Ergebnisse seines Einsatzes für das Buch sind im Pressespiegel einzusehen. Am 15. Oktober, dem ersten Publikumstag, standen Catrin und David Ludwig bei einem Interview auf dem Blauen Sofa Rede und Antwort. Das kontroverse Gespräch zog zahlreiche Interessierte an und endete mit einer Leseempfehlung. Danach waren mehrere Wikipedianer am Stand unseres Verlagspartners Hoffmann und Campe anwesend, gaben Interviews, beantworteten Fragen und informierten die Messebesucher über das Wikipedia-Buch und das Projekt an sich. Wie überaus wichtig ihre Bemühungen waren, spiegelt sich in der entsprechenden Presseberichterstattung wieder und wurde zudem fotografisch festgehalten. Am 27. Oktober fand außerdem die erste Buchlesung in Kassel statt. Vor über 30 Besuchern lasen und diskutierten Tobias Lutzi, Kerstie Nebelsiek, Ralf Roletschek und Boris über das Buch und viele spannende Facetten von Wikipedia. Es gab zahlreiche Fragen aus dem Publikum und am Ende wurde sogar für Wikipedia gespendet. In Vorbereitung ist die nächste Lesung in der SLUB in Dresden am 9.11.2011. Die Lesungen werden durch Presseinformationen und -Einladungen an lokale Medien begleitet und Catrin koordiniert einzelne Interviews mit Wikipedianern vor Ort. Zur Bewerbung der Lesungen wurde ein Plakat entworfen. Unterstützung bei lokalen Veranstaltung ist herzlich willkommen!

Initiative “Wikipedia muss Weltkulturerbe werden”

In Berlin hängen dank der Pro-bono-Unterstützung durch Leo Burnett u.a. am Hackeschen Markt Plakate, die auf die Initiative aufmerksam machen. Die aktuelle Wired hat das Thema ‘Wikipedia als Weltkulturerbeauch aufgegriffen. Mit der BTU Cottbus haben wir zum neuen Semester ein Studentenprojekt gestartet, in dem es u.a. um genau dieses Zusammenspiel von Wikipedia und Weltkulturerbe geht.

BILDUNGSPROJEKTE

Wikimedia Deutschland freut sich in diesem Jahr das EduCamp, vom 18. bis zum 20.11.2011 unter dem Motto “Neue Lernkulturen fördern und vernetzen” in Bielefeld, zu unterstützen. Kollaboratives Arbeiten und die Förderung eines Austausches unter neuen Lernansätzen sind für Wikimedia Deutschland wichtige Schritte in Richtung partizipativer Bildungsansätze. Wir freuen uns daher auf das Camp und natürlich auf die unter einer freien Lizenz erscheinenden Abschlussergebnisse.

Schulprojekt

In diesem Monat war das Wikipedia-Schulprojekt durch gezielte Ansprache von lokalen Redaktionen in der öffentlichen Wahrnehmung sehr präsent. Unser Referent Kilian Kluge wurde bei einem Einsatz begleitet und im Anschluss zu seiner Arbeit als Wikipedia-Referent interviewt. Die Berichterstattung fand unter anderem in der Berliner Morgenpost, dem Handelsblatt und weiteren Zeitungen Erwähnung. Zur Berichterstattung siehe das Medienecho auf der Schulprojekt-Homepage.

Das Schulprojekt hatte außerdem Gelegenheit sowohl im Rahmen einer Veranstaltung des Landesmedienzentrums Stuttgart als auch des Pädagogischen Landesinstituts Rheinland-Pfalz zum Einsatz zu kommen. Insgesamt gab es in diesem Monat 18 Veranstaltungen. Darunter eine Schulung von Medienpädagogen, 12 Schülerworkshops und 5 Lehrerschulungen. Das Projekt kann in diesem Jahr somit mittlerweile auf über 60 Workshops zurückblicken. Auf dem Bildungskongress “Lernen bewegt” der Frankfurter Buchmesse konnten darüber hinaus weitere Kontakte geknüpft werden.

Arbeitsmaterial für Lehrer

Wikipedia ist Thema bei Schülern und Lehrern, daher hat es sich Wikimedia Deutschland nun zur Aufgabe gemacht ein Arbeitsbuch für Lehrer zu entwickeln. Natürlich unter Freier Lizenz und in kollaborativer Arbeitsweise. Nach intensiven Diskussionen im Vorfeld bezüglich der Gliederung hat nun am 11. Oktober auf wikibooks die gemeinschaftliche Erarbeitung von praxisorientierten Arbeitsmaterialien zu Wikipedia für den Unterricht, unter dem Titel “Wikipedia in der Schule”, begonnen.

Jeder, der Ideen und Erfahrungen zum Einsatz von Wikipedia im Unterricht hat, ist herzlich dazu eingeladen, sich in den nächsten Wochen in die Erarbeitung der Inhalte einzubringen. Diese Phase auf wikibooks wird noch bis Ende November laufen und soll dann in eine Redaktionsphase zur Erstellung von Printmaterial überleiten. Wenn Ihr noch unsicher seid, wie Ihr mitarbeiten könnt, dann lest euch die Hilfeseite durch und schreibt am besten direkt an den Inhalten mit!

“Wikipedia Ambassador”

Vor dem Hintergrund des international erfolgreichen Campus Ambassador Programs der Wikimedia Foundation beginnen Denis Barthel und Elly Köpf derzeit mit der Umsetzung in eine deutschsprachige Variante.

Das Schreiben von Wikipedia-Artikeln wird hier als neue Methode zur Erbringung von Studienleistungen etabliert: auf Basis des im Seminar erlernten Stoffes werden Enzyklopädie-Beiträge anstelle normaler Hausarbeiten verfasst. Die Studierenden sind hochmotiviert, da sie sich in einem modernen, positiv besetzten Kontext bewegen. Dies wirkt sich ebenfalls positiv auf Studienleistungen und Lernklima aus. Die Methode etabliert sich zunehmend international, so in Kanada, Brasilien und Indien. In Deutschland hat der Einsatz von Wikipedia in der universitären Lehre bisher nicht Einzug gehalten, zahlreiche Einzelprojekte illustrieren hier aber die Übertragbarkeit.

Nach einer Konzeptionsphase hat die Ansprache von Universitäten, die bereits Interesse angemeldet hatten, und die Planung eines Kick-Off-Meetings begonnen. Noch nicht ganz sicher ist der Titel des Programms, “Wikipedia Ambassador” ist nur ein Arbeitstitel. Habt ihr eine gute Idee zum Titel? Dann schickt uns eine Mail an campus@wikimedia.de, falls es überzeugt, gibt es ein Exemplar des Wikipedia-Buchs! Aber auch für eure Beiträge, Gedanken und Anregungen zum Programm selbst an die gleiche Adresse sind wir euch dankbar.

Silberwissen / TAO

DGPT goes Wikipedia – das war der Titel eines gemeinsamen Wochenendseminars der Deutschen Gesellschaft für Post- und Telekommunikationsgeschichte und Wikimedia Deutschland. 14 Postgeschichtler hörten nicht nur interessiert zu, diskutierten und fragten sondern unternahmen mit Unterstützung der Referenten in diesen beiden Tagen gleich ihre ersten Schritte in der Wikipedia. Ein Dankeschön an Dr. Wolfgang Töpfer (Vorstand DGPT) für die sehr gute Vorbereitung und an die Referenten Jürgen, Lienhard und Mario für ihren Einsatz.

In einer Beratung zwischen Catrin, Elvira und Frank Leyhausen (Deutsche Seniorenliga) wurden gemeinsam die nächsten Schritte der Zusammenarbeit festgelegt. Die Deutsche Seniorenliga wird ihr breites Netzwerk nutzen, um das Projekt Silberwissen in der für uns interessanten Zielgruppe bekannt zu machen. Ausserdem konnte Kontakt zum Verband der Volkshochschulen in NRW hergestellt werden. Unser Angebot zu einer Einführungveranstaltung und zwei Wikipedia-Workshops stieß auf Interesse. Die ersten Rückfragen für das neue Semester 2012 erreichten uns bereits.

Für das nächste Treffen der TAO-Partner in Bern im November, bereitet Elvira gemeinsam mit unserem Partner an der Universität Ulm die Ergebnisse des ersten Projektjahres auf.

FUNDRAISING

Die Herbstkampagne steht kurz bevor und das Fundraising hat sich fast ausschließlich mit den Vorbereitungen befasst. Im Oktober wurde die neue Spendenseite live geschaltet. Mit der neuen Version können wir erheblich besser testen, in dem wir beispielsweise unterschiedliche Varianten von Spendenseiten erstellen. Dieses haben wir in den letzten Wochen auch vier mal gemacht. Die Ergebnisse findet ihr hier. Bevor die Kampagne in der zweiten November-Woche beginnt, werden noch zwei Tests durchgeführt. Während der Kampagne werden verstärkt persönliche Aufrufe getestet. Wie immer seid ihr herzlich dazu eingeladen, euch zu beteiligen. Hier erfahrt ihr mehr.

Dazu wird an der konzeptionellen Durchführung der Kampagne gearbeitet. Wann versenden wir Mailings, wie sprechen wir unsere Zielgruppe an, was wollen wir wie kommunizieren? Der dritte wichtige Punkt betrifft die Einarbeitung in unsere neue Spendensoftware VEWA von Grün, die pünktlich zum Beginn der Kampagne voll einsatzfähig ist. Zudem hat Daniel Kinzler, technisch von Kai Nissen und organisatorisch durch Sebastian Sooth unterstützt, den Server für die diesjährige Spendenkampagne aufgesetzt.

Außerdem haben wir die Ergebnisanalyse der Spenderumfrage abgeschlossen. Die Ergebnisse wurden bereits hier und hier veröffentlicht und sie erzeugen interessante Reaktionen. Derzeit werden die Ergebnisse ins Englische übersetzt, damit wir diese auch international präsentieren können. Habt ihr Fragen zur beginnenden Kampagne? Wollt ihr mithelfen? Wir können jede Hilfe gebrauchen: till.mletzko@wikimedia.de.

FREIWILLIGENFÖRDERUNG / COMMUNITY-BEZIEHUNGEN

Community-Projektbudget

Bis 28.10. konnten Anträge für die zweite Runde des Community-Projektbudgets eingereicht werden. Von den 62 bis 14.10. angemeldeten Ideen wurden 33 als Antrag eingereicht. Sebastian Sooth hat den CPB-Ausschuss u.a. durch Beratung der Antragssteller und Verbreitung der Informationen über die Antragsmöglichkeiten unterstützt. Auch wenn die Antragsfrist für die aktuelle Runde damit vorbei ist, können Ideen für weitere Community-Projekte jederzeit in der Antragswerkstatt vorgestellt und diskutiert werden.

Bei den vier noch laufenden Projekten aus der ersten Förderrunde wurden die Antragsteller von Sebastian bei den Vorbereitungen von weiteren Fotoflüge und Vorarbeiten für geplante Workshops und Filmvorlesungen unterstützt.

Bilderschatz

Bilderschatz ist gestartet, ein neues Wikipedia-Förderprogramm. Es soll helfen, kurzfristig realisierbare und überschaubare Projekte zur Gewinnung von Bildern, Videos und Tönen für Wikimedia-Projekte zu unterstützen. Nähere Informationen dazu findet ihr unter http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:SCHATZ – wir freuen uns auf eure Ideen!

Literaturstipendium

Im Literaturstipendium konnte Gerrit im Oktober 10 weitere Anfragen bearbeiten, davon zwei im eLitstip. Die Erfolgsbilanz steht kurz vor der Schwelle von 2500 Artikeln  für das traditionelle Programm und bei deutlich über 250 im eLitstip, die mit Hilfe der angeschafften Bücher erstellt wurden. Für die Zukunft lassen diese Zahlen viel erwarten.

WissensWert

Nach Vorstellung und Diskussion des aktualisierten Wettbewerbskonzeptes mit der Community haben wir am 17. Oktober die zweite Bewerbungsrunde unseres Ideenwettbewerbes WissensWert ausgerufen. Im Rahmen von WissensWert stellt Wikimedia Deutschland Initiativen und Menschen, die mit ihren Ideen Freies Wissen fördern, bis zu 5.000 Euro für deren Umsetzung zur Verfügung. Das Besondere: Damit sprechen wir nicht nur Wikimedia-/Wikipedia-Projekte an, sondern alle, die sich für Freies Wissen, freie Lizenzen, freie Software, Open Data oder sonstige Baustelein einsetzen. Voraussetzung ist immer, dass alle Ergebnisse und Inhalte unter einer freien Lizenz veröffentlicht werden und dass sich die Projekte mit den Zielen von Wikimedia Deutschland decken.

Die Jury ist wie im letzten Jahr gut besetzt, diesmal haben wir sieben Jurorinnen und Juroren an Bord: Daniel Dietrich (Open Knowledge Foundation), Benutzer:Eschenmoser (Wikipedia), Paula Marie Hildebrandt (Kuratorin im Projekt ÜBER LEBENSKUNST), Linus Neumann (Digitale Gesellschaft, netzpolitik.org), Delphine Ménard (Wikimedia Deutschland), Philipp Otto (irights.info) und Katrin Rönicke (Mädchenmannschaft, netzfeminismus.org).

Die Ausschreibung läuft bis zum 17. November 2011, bei Fragen und Anregungen steht euch Nicole Ebber gerne zur Verfügung.

Wiki Loves Monuments

Der Fotowettbewerb Wiki Loves Monuments ist am 30. September mit 165.000 Bildern auf europäischer und knapp 30.000 auf deutscher Ebene erfolgreich zu Ende gegangen. Am vorletzten Oktoberwochenende traf sich – von Wikimedia Deutschland logistisch und finanziell unterstützt – die deutsche Jury in Berlin, um aus der Vielzahl der Bilder die besten 100 auszuwählen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, es sind wunderschöne Denkmalfotografien dabei – und das Beste: Sie alle stehen unter Freier Lizenz. Hier sind die Gewinner.

Besonders erfreulich ist, dass unter den Gewinnern so viele neue Nutzer zu finden sind, die vor dem 1. September nicht auf Commons angemeldet waren. Bemerkenswert ist außerdem, dass der elfte Platz an einen Fotografen aus der Partnergemeinde Wennigsen geht. Wennigsen arbeitet mit Wikimedia Deutschland zusammen an weiteren Aktivitäten zum Thema “Wikipedia und Gemeinden”. Der zwölfte Platz geht an einen Teilnehmer von WLM Mittelhessen, einem durch das Community-Projektbudget vom Verein geförderten Projekt. Herzlichen Glückwunsch!

Nun gilt es, die Preise zu versenden und dann gespannt auf das Ergebnis der europäischen Jury zu warten. Mal schauen, wie viele der deutschen Bilder unter den besten zehn sein werden!

Im Vorlauf des GLAMcamps in Amsterdam wird am 1. Dezember ein Evaluations-Treffen der Ansprechpartner aus allen beteiligten Chapter stattfinden, an dem Nicole teilnehmen wird. Hier wird es um Rückblick, Dokumentation und Ausblick auf das nächste Jahr gehen.

Toolserver

Für den Toolserver wurde Marlen Caemmerer als Interims-Admin gefunden, um Daniel Baur und Daniel Kinzler bei der Toolserver-Pflege zu unterstützen. Aktuell wird die Hardware aktualisiert, um mehr Platz zu haben. In Kürze startet eine Ausschreibung für einen weiteren bezahlten Toolserver-Admin, für das IT-Management ist seit Oktober Sebastian Sooth zuständig und hilft gerne bei konkreten Anfragen.

CommunitySpace

Obwohl der Berliner CommunitySpace noch nicht steht, häufen sich die Anfragen aus anderen Städten. Sebastian Sooth hatte hier u.a. in Hannover interessante Gespräche mit der Leibnitz-Bibliothek. In Berlin sind wir weiterhin auf der Suche und in Verhandlungen.

Zedler-Preis 2012

Das neue Konzept für den Zedler-Preis wurde weiter ausgearbeitet, der Zeitplan verschiebt sich allerdings weiter nach hinten. Über alle Änderungen hält Nicole euch über die Projektseite auf dem Laufenden.

Support-Team

Wenig öffentlich wahrgenommen aber für die Wikipedia von elementarer Bedeutung ist das Support-Team, das Bild-Permissions ebenso bearbeitet wie Änderungswünsche, Beschwerden und Anwaltsschreiben. Am 21.-23. Oktober fand der diesjährige Workshop des Support-Teams statt, dieses Mal im Friedensdorf International in Oberhausen. Schwerpunkt des Workshops war schriftliches Beschwerdemanagement. In einer halbtägigen Seminareinheit hatten die Team-Mitglieder die Möglichkeit, ihre Fertigkeiten in schriftlicher Kommunikation zu verfeinern und zu lernen, typische Fehler zu vermeiden.

Participation Grants

Mit den Participation Grants wurde ein neues, gemeinsam mit der Wikimedia Foundation entwickeltes Förderprogramm vorgestellt, mit dem Wikipedianern in dessen Heimatländern es kein ressourcenstarkes Chapter gibt, die Teilnahme an für ihre Mitarbeit relevanten Konferenzen und Ereignissen ermöglicht wird. Für Wikipedianer aus den deutschsprachigen Ländern ändert sich jedoch nichts. Sie können ggf. Unterstützungen direkt von WMDE (Community-Budget), Wikimedia Österreich oder Wikimedia Schweiz beantragen.

WISSENSCHAFT

RENDER

Im Forschungsprojekt RENDER wurden im Oktober die Dokumente zu den Arbeitspaketen erstellt und ein projektinternes Review durchgeführt. Diese Berichte wurden nun auf der Projektseite veröffentlicht und befinden sich aktuell im Review-Prozess der EU. Das erste Projektjahr ist am 30. September zu Ende gegangen. Aus diesem Grund beschäftigten wir uns im Oktober intensiv mit den Vorarbeiten zur Erstellung des Jahresfinanzberichts, den wir Anfang November fertigstellen müssen. Darin legen wir der EU dar, wie und wofür wir die Gelder im ersten Projektjahr ausgeben haben.

Zur Überprüfung der inhaltlichen Entwicklung, findet am Ende jedes Projektjahres ein Review-Treffen vor der EU statt. Das diesjährige Treffen wird vom 29.11. bis zum 01.12. in Luxemburg abgehalten Dort werden alle Partner die geleistete Arbeit des vergangenen Jahres dem zuständigen EU-Vertreter und zwei externen Sachverständigen vorstellen. Diese Kommission wird bei diesem Treffen prüfen, ob die im Projektantrag geplanten Arbeiten angemessen und zielorientiert umgesetzt wurden. Um eine angemessene Präsentation sicherzustellen, begannen die Vorbereitungen für dieses Treffen bereits Ende Oktober.

Neben diesen organisatorischen Aufgaben, fanden auch genauere Absprachen zur technischen Architektur des Gesamtprojekts statt. Dabei definierten wir, welche Anforderungen die von den anderen Projektpartnern für die Wikimedia Fallstudie entwickelten Tools erfüllen müssen. Darüber hinaus haben wir damit begonnen erste Entwürfe für ein Wikipedia-Werkzeug zu erstellen, das die für Wikipedia-Artikel berechneten Qualitätskriterien in geeigneter Weise darstellen wird.

Wikipedia Academy 2012

Wie im letzten Bericht angekündigt haben wir in diesem Monat weitere Gespräche über die Neuausrichtung der Wikipedia Academy 2012 geführt und erste Kandidaten für das Programme Committee angesprochen. In Vorbereitung auf die Veranstaltung im nächsten Jahr laden wir das Committee noch Ende 2011 zu einem Workshop nach Berlin ein. Die Wikipedia-Projektseite ist auf dem aktuellen Stand und dort nehmen wir gern Vorschläge und Anregungen zum neuen Format entgegen. Ansprechpartnerinnen bei uns sind Nicole, Denis und Angelika.

GESCHÄFTSSTELLENARBEIT

Mitarbeiter

Seit Anfang Oktober unterstützen Johannes Schrader (Fundraising-Bereich) und Undine Plümper (PR-Bereich) als Praktikanten die Arbeit der Geschäftsstelle. Im Bereich Technik ist Kai Nissen als Webentwickler dabei.

Stellenausschreibungen

Auf der Webseite von Wikimedia Deutschland finden sich aktuell u.a. spannende Stellen-Ausschreibungen zum Wikidata-Projekt.

Haushaltsplanung 2012

Im September war Wikimedia Deutschland zur Diskussion des Haushaltsplans auf Tour. Das Feedback dazu wurde in die Fassung des Wirtschaftsplans 2012 eingearbeitet, die auf der kommenden Mitgliederversammlung am 19. November 2011 in Hannover vom Vorstand zur Abstimmung gestellt wird.

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Weiterentwicklung des Internetauftritts von Wikimedia Deutschland

In den letzten Monaten ist aus der wenig beachteten Webseite von Wikimedia Deutschland eine Seite mit tausenden von Besuchern wöchentlich geworden. Die Seite wurde angereichert mit vielen Informationen über die Aktivitäten des Vereins und besonders die Ankündigungen zur Vereinszeitung und Buchveröffentlichung führten zur steigenden Zahl der Besucher auf wikimedia.de. Doch mehr Informationen bedeuten nicht zwangsläufig, auch informativer zu sein. Leicht zu finden waren und sind die Informationen noch nicht. Aus diesem Grund ist nun ein neues Feature auf der Webseite von Wikimedia Deutschland zu finden. Erstmals sind die Aktivitäten des Vereins in einer Übersicht dargestellt. Dadurch ist es nicht nur einfacher, den aktuellen Stand dieser Aktivitäten zu überprüfen – es ist vielmehr möglich, sich gezielt über bestimmte Aspekte zu informieren, wie beispielsweise die Möglichkeiten zur Community-Einbindung, dem Zeitrahmen, oder den genauen Ansprechpartnern. Der direkte Link zur Übersicht der Aktivitäten ist unter dem Menüpunkt “Informieren” in der Navigationsleiste unserer Webseite zu finden.

Diese Überarbeitung fügt sich nahtlos in die allmähliche Erneuerung unserer diversen Internet-Auftritte ein, die seit Ende 2010 laufen. So schön eine echter “Relaunch” der Vereins-Webseite oder des Blogs gewesen wären, haben wir uns für eine Weiterentwicklung mit Bedacht entschieden. Auf diese Weise können wir die vielen verstreuten Seiten mit Bezug zur Arbeit von Wikimedia Deutschland besser berücksichtigen und zugleich unserem Informationsauftrag weiterhin kontinuierlich nachkommen. Als erster Schritt dieser Strategie wurde im Dezember letzten Jahres die neue Webseite auf Wiki-Basis eingerichtet. Seither werden die Webseiten-Inhalte überarbeitet, aktualisiert und ergänzt. Nachdem im Bereich “Erleben” viele unserer Aktivitäten mit eigenen Projektseiten zu finden sind, folgt in den nächsten Monaten der Ausbau des bisher etwas vernachlässigten Bereichs “Mitmachen”.

Der Wikipedia-Namensraum

Nach einem Hinweis aus der Community haben wir im Mai den Auftritt von Wikimedia Deutschland im deutschsprachigen Wikipedia-Namensraum überarbeitet. Die Seite Wikimedia Deutschland e.V. wurde ursprünglich von der Community angelegt, aber war inzwischen nicht mehr aktuell. Wie ein Wikipedia-Autor auf der dazugehörigen Diskussionsseite treffend anmerkte, handelt es sich dabei quasi um die “Benutzerseite” von Wikimedia Deutschland. Und angesichts der besseren personellen Ausstattung des Vereins ist es nun möglich, diese Seite durch die Geschäftsstelle zu pflegen. Ohne die Mithilfe von engagierten Community-Mitgliedern wäre diese Überarbeitung dennoch nicht möglich gewesen –  der beherzte Einsatz von Benutzer:DrTrigon ermöglichte die Automatisierung der Blog-Beiträge für die Beobachtungsliste, wodurch ihre Aktualität nunmehr sichergestellt ist – danke DrTrigon! Diese Neuerung ist jedoch nur ein erster Schritt, denn wir planen für die nächste Zeit weitere Features. So möchten wir z.B. die Seiten zur Öffentlichkeitsarbeit im Wikipedia-Namensraum aktualisieren und verbessern. Vorschläge dazu sind wie immer überaus willkommen!

Blog mit neuen Unterseiten

Seit Juni erfolgte darüber hinaus eine Überarbeitung des Vereins-Blogs. Etwas mehr Übersicht in der Navigation, eine bessere Suchfunktion und eine konsistente Einbindung in die Vereins-Webseite waren die ersten Maßnahmen. Zudem wurde eine Neu-Kategorisierung der alten Inhalte notwendig, um die Gliederungsstruktur verbessern zu können. Nach Vorbild des Blogs der Wikimedia Foundation gibt es zudem eine separate Darstellung aller Community-Beiträge. Weiterhin wurden Gliederung, Übersichtlichkeit und Aktualität der Monatsberichte verbessert und eine neue Seite mit Highlights eingerichtet.

Bitte helft uns, noch besser zu werden und sendet weitere Verbesserungsvorschläge oder Kritik direkt an catrin.schoneville@wikimedia.de!

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