Archiv für August, 2012



WikiCon 2012 – Frog mi öbbis!

Vom 31.8. bis zum 2.9. empfängt die WikiConvention 2012 die ehrenamtlichen Helfer der Wikipedia und ihrer Schwesterprojekte in Dornbirn. Wikimedia Deutschland ist mit einem Team ebenfalls vor Ort. Hier im Blog blicken wir zurück auf die Veranstaltungstage.

 

Dornbirn grüßt mit Dialekt. “Frog mi öbbis” heißt, dass die ehrenamtlichen Helfer des Organisationsteams der WikiConvention gerne weiterhelfen. An Fragen wird es in den kommenden zwei Tagen sicher nicht mangeln, wenn die Teilnehmer des größten Community-Treffens gemeinsam über Wikipedia und ihre Arbeit diskutieren. Als inhaltlicher Startpunkt des heutigen Freitags diente eine Podiumsdiskussion über die Freiheit des Internets. Und die entwickelte sich ganz ähnlich wie ein guter Wikipedia-Artikel.

Braucht man das?

Verena Parzer-Epp (Avenir Suisse) und Roland Alton von der FH Vorarlberg diskutierten gemeinsam mit Wikimedia Deutschlands Vorstand Pavel Richter und Ting Chen aus dem Kuratorium der Wikimedia Foundation. Gleich zu Beginn: Fragen nach der Relevanz der Debatte, zumindest über Twitter. Gibt es denn jemanden, der gegen Freiheit im Internet ist? Ist das Thema nicht zu breit angelegt? Man könnte vom Hölzchen ins Stöckchen geraten oder, im Gegenteil, überhaupt nichts Konkretes sagen.

Aufbauen

Das Podium tastet sich mit mehreren Ansätzen an eine Diskussion heran. Es lässt sich darüber reden, was Freiheit im Internet bedeutet, aber vor allem auch, wodurch sie bedroht wird. Die Podiumsteilnehmer wollen dabei nicht nur ihre Meinungen austauschen, sondern rufen die Zuhörer auf mitzuhelfen. Mehr Menschen, mehr Vorschläge und Stoßrichtungen – wie in einem Wikipedia-Artikel. Die Ideen lassen nicht auf sich warten. Im Publikum fordert jemand, dass die Wikimedia-Bewegung sich viel stärker für das Thema Urheberrecht engagieren müsse. Eine Debatte entsteht, sogar die Abschaffung jeglicher Schutzfristen wird gefordert. Plötzlich gibt es sehr konkreten Gesprächsstoff und viele Stimmen, die an diesem Beispiel das in den Mittelpunkt rücken können, was allen Anwesenden am Herz liegt – Wikipedia.

Strukturieren

Details des Urheberrechts können erwartungsgemäß nicht geklärt werden. Dafür werden zwei Dinge deutlich gesagt: Wikipedia fußt auf einem stabilen Urheberrechtsmodell, denn freie Lizenzen sind Teil des Urheberrechts. Und zweitens, wichtig ist neben dem Umgang mit Wikipedia-Inhalten vor allem auch der Umgang mit den Inhalten selbst und der Umgang zwischen denen, die sie erstellen.

Die Diskussion wird neu geordnet.

Mit ebenso engagierten Wortmeldungen wie zuvor sprechen Podium und Publikum über die gemeinschaftliche ehrenamtliche Arbeit in den Wikimedia-Projekten. Schnell wird klar, dass die Autoren, Korrektoren, Fotografen und vielen anderen Helfer hier nicht im sprichwörtlichen Elfenbeinturm sitzen. Bei der ersten Gelegenheit, die sich beim persönlichen Treffen in Dornbirn bietet, geht es nicht um den Lieblingsbeitrag oder interne Fragen, sondern um den Umgang mit Neulingen, um das Selbstverständnis des Projekts, um die Außenwirkung und die Zukunft. Selbstkritik wird gefordert, denn der Saal weiß, dass es vielleicht nie schwerer war als heute, in dem Projekt Fuß zu fassen, in dem jeder mitmachen kann. Woran liegt das?

Feinschliff

Der Artikel, also die Diskussion, geht in einen Review-Prozess. Allein die deutsche Sprachversion der Wikipedia hat bald 1,5 Millionen Artikel. Es braucht Mut, hier eine Lücke zu suchen und als neuer Helfer füllen zu wollen. Gleichzeitig haben die erfahrenen Bearbeiter erheblich mehr Arbeit damit, Qualität beizubehalten oder Vandalismus zu beseitigen. Neulinge, die sich ein Herz gefasst haben und in bestem Wissen ihre ersten Beiträge machen, finden ihre Arbeit dann vielleicht gelöscht, manchmal ohne Erklärung, manchmal ohne konstruktiven Kommentar. Ein Mitglied des Mentorenprogramms innerhalb der Wikipedia weist auf die bittere Ironie hin, dass nicht einmal unter diesen Helfern immer der Ton gewahrt bleibt, die extra neue Autoren bei ihren ersten Schritten begleiten. Ehrliche Selbstkritik.

Korrekturlesen

Das Gesagte wird rekapituliert. Kurz klingen einzelne Lösungsvorschläge an, die aber noch einmal grundsätzlich auf den entscheidenden Prüfstand gestellt werden. Ein Beispiel: Auf den Diskussionsseiten der Wikipedia wird miteinander geredet. Ist das bekannt genug? Welche Hilfsmittel gibt es, um das Arbeitsklima zu verbessern? Diese Fragen werden gestellt, münden aber in eine Erkenntnis, die verschiedentlich wiederholt wird: Technische Antworten lösen keine sozialen Probleme. Wir müssen mit uns selbst anfangen.

Nur kurz vor dem Ende der Diskussion fällt auf, dass sich diese Eröffnungsveranstaltung weit von ihrer Ausgangsfrage entfernt hat.

Speichern

Aus der Podiumsdiskussion über Freiheit im Internet ist nach 90 Minuten eine Grundsatzdiskussion geworden, die vielleicht wegweisend für die Workshops und Diskussionen der kommenden beiden WikiConvention-Tage ist. Und sie wurde angetrieben von Menschen, die nicht nur in ihrer Freizeit Wikipedia verbessern, sondern hier in Dornbirn zusätzlich und ebenfalls in ihrer Freizeit anreisen, um das Projekt für alle Anderen noch besser zu machen.

Um die Analogie zum Wikipedia-Artikel zu Ende zu bringen: So ist das oft mit der Zusammenarbeit. In den Anfangstagen der freien Enzyklopädie bestand der Artikel “Nordsee” aus einem Satz, in dem das Wort Meer auch noch falsch geschrieben war. Heute sieht er so aus.

 

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Wiki Loves Monuments geht in die dritte Runde

Sant Ferran Castle im spanischen Figueres
Asarola, CC-BY-SA 3.0

Nachdem im letzten Jahr mehr als 160.000 Bilder beim Fotowettbewerb Wiki Loves Monuments entstanden sind, geht er in diesem Jahr in die dritte Runde. Ziel ist es auch 2013 wieder, so viele Denkmäler und Bauwerke wie möglich zu fotografieren und  sie über Wikimedia Commons Wikipedia und ihren Schwesterprojekten zur Verfügung zu stellen. Auf diese Weise kann nicht nur eine Vielzahl von Wikipedia-Artikeln durch eine Bebilderung verbessert werden, die Bilder stehen auch dank freier Lizenz für andere Zwecke zur freien Verfügung.

Wiki Loves Monuments wurde 2010 von der niederländischen Community ins Leben gerufen und weitete sich in den folgenden zwei Jahren kontinuierlich aus: Bereits 2011 wurde Wiki Loves Monuments in 18 Ländern Europas durchgeführt. In diesem Jahr nehmen nun 31 Nationen der Welt am größten ehrenamtlich organisierten Fotowettbewerb teil.

Macht mit und helft dabei, den Rekord aus dem letzten Jahr zu brechen!

Auf der Projektseite www.wikilovesmonuments.de habt ihr die Möglichkeit, euch Denkmallisten auszudrucken oder euch mit anderen Enthusiasten zu Fototouren zu verabreden.

Das internationale Siegerfoto wird mit einer Fotoreise nach Hongkong belohnt und der Gewinner des besten Fotos aus der deutschen Community kann sich über Fotoausrüstung und Fachliteratur im Wert von 800 Euro freuen.

Wiki Loves Monuments unterwegs

Speziell für diesen Anlass wurde in den letzten Monaten von der Wikimedia Foundation eine Android-App entwickelt, die einen problemlosen Upload der Denkmalfotos per Smartphone sicherstellen soll.

Alle Fotos, die im Rahmen von Wiki Loves Monuments entstehen, stehen auf Wikimedia Commons zum Abruf bereit. Dort können auch alle Bilder, inkl. Gewinnerfotos, des letzten Wettbewerbs bewundert werden. Weitere Informationen zum diesjährigen Wettbewerb findet ihr auch in der Pressemitteilung zum Thema.

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Wikimedia:Woche 35/2012

Die Wikimedia:Woche ist die wöchentliche Zusammenfassung von aktuellen Nachrichten aus der internationalen Wikimedia-Bewegung. Der gemeinschaftliche Mailing-Newsletter von Freiwilligen und Wikimedia Deutschland wird immer donnerstags in Wikipedia, auf der Mailingliste des Vereins und auch hier im Blog veröffentlicht.

Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird hier gesammelt.

Viel Spaß beim Lesen!

 

= Wikimedia:Woche (35/2012) =

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in Wikipedia entnommen werden.

 

Foundation und Vereine

WIKIMEDIA UKRAINE

Mit Eingang vom 15. August 2012 ist Wikimedia Ukraine der Wikimedia Chapters Association beigetreten. Damit handelt es sich um das erste Neumitglied seit der Ratssitzung im Juli in Washington.

WIKIMEDIA BELGIEN

Der geplante Förderverein für Belgien und Luxemburg ist noch auf der Suche nach weiteren Mitgliedern und Interessierten, die sich dort für die Unterstützung der Wikimedia-Projekte einsetzen möchten. Alle, die an der Gründung der Länderorganisation mitwirken möchten, können dies tun, indem sie sich in die Liste der Interessierten eintragen oder Ideen im sogenannten “Community Portal” zur Diskussion stellen.

WIKIMEDIA SÜDAFRIKA

Der südafrikanische Förderverein wird in diesem Jahr sein erstes Jahrestreffen abhalten. Am 1. September 2012 werden u.a. zukünftige Initiativen wie Wiki Loves Monuments besprochen. Außerdem werden offene Sitze des Vorstands vergeben, und es werden weitere Outreach-Maßnahmen diskutiert.

Projekte und Initiativen

WIKI LOVES MONUMENTS

Am 1. September beginnt der diesjährige weltweite Fotowettbewerb Wiki Loves Monument, bei dem Ehrenamtliche aus über 30 Ländern Fotos von Denkmalen für Wikipedia machen. Offizielle Mitteilungen zum Start von der Wikimedia Foundation und Wikimedia Deutschland:

STARTSEITEN-UMGESTALTUNG

Noch bis zum 30. September haben Interessierte Zeit, ihre Vorschläge für die Neugestaltung der Wikipedia-Startseite vorzustellen. Zusammen mit einem Webdesigner-Team werden diese Einreichungen noch einmal überarbeitet und dann im Rahmen eines Testlaufs in der Wikipedia vorgestellt. Die nicht-eingeloggten Benutzer werden aufgefordert, das neue Design zu bewerten. Später werden die Testergebnisse dann im Rahmen eines Meinungsbildes der Community zur Diskussion gestellt.

KOOPERATION MIT ÖFFENTLICHEN BÜCHERHALLEN IN KATALONIEN

In Katalonien wurden 150 Bibliotheksangestellte geschult, um den Benutzern ihrer Bibliotheken Wikipedia näher zu bringen:

WIKICAMP

In Ungarn fand Anfang August ein so genanntes WikiCamp von rund 20 Aktiven statt. Einen kleinen Rückblick gibt es im Blog der Wikimedia Foundation.

GENDER GAP

Ein Gastbeitrag der Femgeeks im Blog von Wikimedia Deutschland analysiert die Situation um den geringen Frauenanteil in der Wikipedia:

Studien und Statistik

RESEARCH NEWSLETTER

Der monatliche Überblickbericht zu neuen Studien und Forschungsergebnissen mit Bezug zu Wikipedia für August ist erschienen

Technik

SPRACHAUSWAHL

Das Team der Wikimedia Foundation, das Sprachanpassungen in den Wikimedia-Projekten betreut, berichtet in einem Blogbeitrag über die Arbeit der letzten Wochen. Darin unter anderem: Die aktuelle Version des Interfaces zur Sprachauswahl in Wikipedia unterstützt WebFonts:

Termine

WIKISYM

Vom 27. bis 29.August 2012 fand in Linz die WikiSym, die Internationale Konferenz für Wikis und gemeinschaftliches Arbeiten, in Linz statt. Die vorgestellten Beiträge können auf der Webseite abgerufen werden:
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Gastbeitrag der femgeeks: Die deutsche Wikipedia unter der Lupe

Wie im letzten Beitrag Zur Sexismus-Debatte in der Wikipedia angekündigt, haben wir das Gemeinschaftsblog femgeeks, das sich bereits frühzeitig zu Wort gemeldet hat, um eine kritische Analyse der Situation gebeten. Wir danken ihnen herzlich für den ausführlichen Beitrag und die Möglichkeit, ihn auch hier bei uns zu veröffentlichen. Zum besseren Verständnis mancher Begriffe oder Zeichen verweisen wir auf das femgeeks-Glossar.

Och Mensch Finchen, kleines Knuddelchen. 10 Stunden am Tag Artikel  korrigiert, gegen den allmächtigen Patriarchalismus angekämpft und am Ende doch verloren? Nimms positiv, jetzt hast Du viel mehr Zeit für die schönen Dinge des Lebens: Kochen, Abwaschen, Putzen, Schuhe kaufen und für den Partner da sein. Schreib doch mal bei Stupidedia, die brauchen Dich da ganz dolle und da kannst Du auch mit wenig Zeiteinsatz wirklich noch was bewirken. Auf dass Pi endlich kleiner als 3 wird, das ist nämlich mysogyn und faschistisch!

Das ist nur einer von vielen ähnlichen Kommentaren, mit denen in der Wikipedia-Community auf Fiona Baines Ankündigung reagiert wurde, ihre Arbeit für die deutsche Wikipedia niederzulegen.

Inhaltsübersicht

  1. Einleitung
  2. Rückblick
  3. Reaktion der deutschen Wikimedia
  4. Ist-Analyse
    1. Frauenanteil in der Wikipedia
    2. Weitere relevante Ergebnisse aus den Studien
    3. Teilhabestrukturen
    4. Allgemeiner Umgang mit neuen Autor_innen
    5. Umgang mit neuen weiblichen* Autorin_nen
    6. Umgang mit aktiven Frauen*
    7. Was ist schon legitimes Wissen?
    8. Warum trotzdem Wikipedia?
  5. Vorschläge für die Zukunft
    1. Solidarität
    2. Sanktionen
    3. Netiquette/Regelwerk
    4. Beobachten
    5. Öffentlichkeit
    6. Awareness-Team/Krisenteam/Diskriminierungsbeauftragte
    7. Schulungen/Workshops
    8. Aufhebung der Plicht zum generischen Maskulinum
    9. Überdenken von Relevanz
    10. Bewusstsein

Einleitung

Dass Wissensproduktion ein umkämpftes Terrain ist und dieser Fakt in der deutschen Wikipedia deutlich sichtbar ist, schrieb Charlott in ihrem Artikel “Wessen Wissen in der Wikipedia?“.  Fiona Baines Artikeln und Beiträgen (aber auch denen anderer feministisch verorteter Autor_innen) wurde die Validität abgesprochen, eine entbrannte Diskussion mündete in öffentlichen Schikanen, sexistischen Angriffen und Cyber-Mobbing.

Inzwischen hat das Thema weitere Kreise gezogen und nun ist bekannt, dass Fiona Baine  nicht mehr willens war, die Schikanen zu ertragen und sich endgültig sperren ließ.

Die Maskulisten-Szene feiert inzwischen sich und ihren “Erfolg”, ist aber offensichtlich nicht gewillt, die öffentlichen Diffamierungen von Fiona und anderen ihr gegenüber solidarischen Wikipedianer_innen zu unterlassen. Und: Es ist auch nicht das erste Mal, dass so etwas geschieht. In den Jahren 2005/2006 engagierte sich Barbara Mürdter bei der Wikipedia, auch sie wurde durch Maskulisten gemobbt und verließ letzten Endes im Winter 2006 Wikipedia. Sie betonte damals, die Wikipedia auch wegen der Admins zu verlassen, da diese die Angriffe gegen sie deckten.

Rückblick

Auf den geringen Frauenanteil von ca. 13% (weltweit) im Jahr 2010 reagierte Sue Gardner, Direktorin der Wikimedia Foundation, Anfang des Jahres 2011 mit dem erklärten Ziel, die Frauenbeteiligung bis zum Jahre 2015 auf 25% zu steigern. Der Gender Gap in der Wikipedia wurde insbesondere durch eine Studie der UNU-MERIT, einem Forschunsgzentrum der United Nations University, mit der die Wikimedia Foundation kollaborierte, transparent.

Natürlich würden mehr Frauen* nicht automatisch mehr feministisches Wissen und weniger Sexismus in der Wikipedia bedeuten. Doch die geringen Anteile von Frauen* sind mit Sicherheit auch nicht förderlich und machen Ausschlüsse einfacher.

Reaktion der deutschen Wikimedia

Glücklicherweise ist nun auch bei Wikimedia Deutschland, der Förderverein der deutschsprachigen Wikipedia 1, im deutschen Sektor der Wikimedia Foundation das Problem aufgegriffen worden und eine Bereitschaft erkennbar, anti-diskriminierende Strukturen und Hilfsangebote zu etablieren, die Autorinnen Anreize schaffen, in der Wikipedia zu partizipieren. Inzwischen wurde eine Mailingliste eingerichtet, die der stärkeren Vernetzung und einem intensiveren Austausch unter Frauen* dienen soll.

Erfreulich ist, dass unsere Redaktion eine Anfrage von Wikimedia mit der Bitte erhielt, die existierenden Strukturen in der deutschen Wikipedia einer kritischen Analyse zu unterziehen und Überlegungen zu treffen, wie die Problematik zu behandeln sein könnte. Zu dem Zeitpunkt hatten wir eh einen solchen Artikel geplant. Die Anfrage aber untermauerte und bekräftige die Motivation dafür und die Wichtigkeit der Thematik.

IST-Analyse

Frauenanteil in der Wikipedia

Neben der eingangs erwähnten Studie, aus der im Jahr 2010 ein Frauenanteil von knapp 13% hervorging, wurde im darauf folgenden Jahr eine weitere Untersuchung durchgeführt. Eine Steigerung des Frauenanteils wurde dieser zur Folge nicht erreicht. Ganz im Gegenteil war im Jahr 2011 ein Anteil von nur noch 8.5% Autorinnen zu verzeichnen.

Weitere relevante Ergebnisse aus den Studien

Weiterhin erwähnenswert ist, dass gemäß der Erhebung aus dem Jahr 2010 23% der Befragten (unabhängig vom Geschlecht) nicht bei Wikipedia partizipieren, weil sie “Angst davor haben, Fehler zu machen und deshalb Ärger zu bekommen” (“I am afraid of making a mistake and getting “in trouble” for it.”). In der Studie aus dem Jahr 2011 findet das Stichwort “Harassment” erstmals Erwähnung, ein Teil der partizipierenden Frauen* “fühlt sich belästigt” und empfindet die Community als eine “sexualisierte Umgebung”.

Teilhabestrukturen

Jede_r, der_die an der Entstehung von freiem Wissen mitwirken möchte, kann – prinzipiell – in der Wikipedia-Community mitmachen. Im Artikel Beteiligen heißt es u. a.

Sofern du Texte schreiben kannst, kannst auch du hier mitarbeiten. Du brauchst keine Hilfsmittel, die technischen Anforderungen sind minimal.

Es gibt ein Tutorial, in dem beispielsweise erklärt wird, wie Interessierte sich anmelden können, was sie beim Erstellen der Texte beachten sollten, wie neue Artikel angelegt und bestehende modifiziert werden können.

In dem Artikel Belege sind die Wikipedia-Grundsätze aufgeführt, die sicherstellen (sollen), dass die “Glaubwürdigkeit” der Wikipedia erhalten bleibt. Hilfe können Autor_innen oder solche, die es werden wollen, über Mentorenprogramme erhalten.

Doch wie sind die Strukturen, wenn Autor_innen angegriffen werden?
Eine offizielle Stelle für Diskriminierungen gibt es jedenfalls nichts. Eine erste Möglichkeit bei Angriffen gegen die eigene Person wäre eine Vandalismusmeldung . Falls sich die Probleme auf Diskussionen zu einem bestimmten Artikel beschränken, gibt es die Möglichkeit, eine „Dritte Meinung“ einzuholen. Auch das Ansprechen von Admins/Adminas ist eine Möglichkeit. Ganz am Ende bleibt das Schiedsgericht.

All diese Gremien und Möglichkeiten sind aber nicht besetzt durch Menschen, die besonders geschult sind im Umgang mit Diskriminierungen, viel eher sind sie auf Meinungsverschiedenheiten ausgelegt. Diskriminierungen sind aber keine verschiedenen Meinungen und erfordern oftmals eine bestimmte Sensibilisierung um sie zu erkennen.

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Zur Sexismus-Debatte in der Wikipedia

Wikimedia Deutschland hat sich explizit zum Ziel gesetzt, dass sich vielerlei Interessierte an Projekten des Freien Wissens einbringen und zu ihrer Weiterentwicklung beitragen können. Die Erhöhung des Anteils von Autorinnen ist uns hierbei besonders wichtig.

Mit großem Erschrecken haben wir in den vergangenen Wochen den Verlauf einer koordinierten aggressiven Kampagne inner- und außerhalb der Wikipedia verfolgt, die in sexistischen Beschimpfungen und Demütigungen gipfelte. Gefördert durch Teilnahmslosigkeit und fehlende Solidarität führte diese Kampagne zur Vergrämung von Benutzerinnen in der Wikipedia. Das ist beschämend.

Wir wissen, dass für die Wikipedia-Community trotz aller Härten in Sachfragen eine angstfreie und respektvolle Zusammenarbeit in der Erstellung Freien Wissens und das Selbstverständnis als Gemeinschaftsprojekt essentiell sind. Kampagnen wie diese aber schaden dem Klima der ganzen Wikipedia. Daher bitten wir alle Wikipedianer und Wikipedianerinnen, die Betroffenen aktiv zu unterstützen, Ihnen ihre Solidarität auszusprechen und sich gegen den Versuch zu stellen, Wikipedia durch Kampagnen zu manipulieren.

Um nachvollziehbarer zu machen, auf welche grundsätzlichen Probleme Frauen bei ihrer Mitarbeit in der Wikipedia stoßen, werden wir in der kommenden Zeit mehrere Gastbeiträge zu dem Thema veröffentlichen. Wir haben eine Mailingliste zur konstruktiven Diskussion des Themas eingerichtet und laden alle Interessierten herzlich zu Austausch und Vernetzung ein: https://listen.jpberlin.de/mailman/listinfo/gendergap

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Wikimedia:Woche 34/2012

Die Wikimedia:Woche ist die wöchentliche Zusammenfassung von aktuellen Nachrichten aus der internationalen Wikimedia-Bewegung. Der gemeinschaftliche Mailing-Newsletter von Freiwilligen und Wikimedia Deutschland wird immer donnerstags in Wikipedia, auf der Mailingliste des Vereins und auch hier im Blog veröffentlicht.

Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird hier gesammelt.

Viel Spaß beim Lesen!

 

= Wikimedia:Woche (34/2012) =

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in Wikipedia entnommen werden.

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Wikimedia:Woche 33/2012

Die Wikimedia:Woche ist die wöchentliche Zusammenfassung von aktuellen Nachrichten aus der internationalen Wikimedia-Bewegung. Der gemeinschaftliche Mailing-Newsletter von Freiwilligen und Wikimedia Deutschland wird immer donnerstags in Wikipedia, auf der Mailingliste des Vereins und auch hier im Blog veröffentlicht.

Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird hier gesammelt.

Viel Spaß beim Lesen!

 

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Ein Monat im Stadtmuseum

Seit fast einem Monat bin ich als Wikipedian in Residence bei der Stiftung Stadtmuseum Berlin. Wie angekündigt berichte ich nun an dieser Stelle über die ersten vier Wochen meiner Residency.

In den ersten 14 Tagen standen zahlreiche Gespräche mit Mitarbeitern und die Besichtigung der diversen Sammlungen auf dem Programm. Schließlich wollte ich möglichst schnell die Arbeit der Stiftung Stadtmuseum Berlin kennenlernen, um einerseits interne Projekte entwickeln und vorschlagen zu können, andererseits Ansatzpunkte für eine Zusammenarbeit mit der Wikimedia-Community zu finden. Hier steht eine erste Kooperation bereits in den Startlöchern: Die auch sonst sehr aktive Redaktion Biologie hat Interesse an Fotos von den in der Naturwissenschaftlichen Sammlung aufbewahrten Vogeleiern und -präparaten geäußert. Nächste Woche schon besucht ein Wikipedia-Benutzer die Sammlung, gemeinsam mit dem zuständigen Mitarbeiter werden wir anschließend besprechen, welche Möglichkeiten es gibt. Einige ähnliche Ideen sind noch im Werden, weitere Vorschläge und Anfragen sind jederzeit willkommen.

Schon bald nach meinem Einführungsvortrag, den ich aufgrund der großen Nachfrage zwei Wochen später wiederholte, haben auch die Autorenschulungen für die Mitarbeiter begonnen. In kleinen Gruppen führe ich die Wissenschaftler aus den Sammlungen in die ihnen großteils noch unbekannte Welt hinter den Kulissen der Wikipedia ein. In Zukunft sollen sie selbst Inhalte ergänzen und Artikel verfassen, um so nach und nach das in den Depots der Stiftung Stadtmuseum Berlin gesammelte Wissen dauerhaft der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Erstes Ergebnis dieser Bemühungen sind die Artikel zum Kalmarsund-Sandstein und zur Dresdner Pappe, viele weitere werden im Lauf der nächsten Monate folgen.

Das nächste Großprojekt auf meinem Kalender ist zurzeit der Stand zur Langen Nacht der Museen am 25. August. Im Ephraim-Palais können sich die Besucher dann nicht nur interessantes über 75 berühmte und 700 (noch) nicht berühmte Berliner erfahren, sondern sich auch über die Wikipedia, ihre Schwesterprojekte und meine Tätigkeit im Stadtmuseum informieren. Im September soll dann die Wikipedia-Community die Gelegenheit zu einem exklusiven Museumsbesuch haben: Im Rahmen des Berliner Wikipedia-Stammtischs wird es eine besondere Führung durch eines der Häuser geben, anschließend besteht die Möglichkeit, mit Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen. Sobald der Termin feststeht, wird er selbstverständlich auch an dieser Stelle bekanntgegeben.

Als erstes Zwischenfazit kann ich sagen, dass die Arbeit viel Freude bereitet, es aber – wie überall im GLAM-Bereich – zu konkreten Ergebnissen ein weiter Weg ist. Während in der Wikipedia jede Artikelbearbeitung, jeder Diskussionsbeitrag, jedes hochgeladene Foto sofort sichtbar ist, folgen in einer Institution wie der Stiftung Stadtmuseum Berlin auf eine Idee zunächst interne Gespräche, Abwägungen und Entscheidungen. Für letztere müssen zahlreiche Interessen und alle denkbaren Auswirkungen berücksichtigt werden, bevor schließlich ein Ergebnis zustande kommen kann. Diese unterschiedlichen Arbeitsweisen, die jeweils entscheidend für den Fortbestand der jeweiligen Einrichtung sind, miteinander in Einklang zu bringen, ist keine leichte Aufgabe, die sich auch einer immer größer werdenden Zahl Wikipedianer stellt. Alle Erfahrung zeigt jedoch: Es lohnt sich, die Herausforderung anzunehmen!

Der nächste Bericht erscheint im Vorfeld des GLAMcamps in London. Hintergrundinformationen und aktuelle Arbeitsergebnisse finden sich auch auf der Wikipedia-Projektseite.

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Funds Dissemination Committee: Kandidaten gesucht!

Seit heute gibt es eine Projektseite mit Informationen zum Funds Dissemination Committee in der deutschsprachigen Wikipedia. Diese Seite fasst die Informationen aus dem internationalen FDC-Portal zusammen und informiert über den aktuellen Status des Prozesses. Außerdem zeigt sie die Möglichkeiten auf, wie sich die Community aktiv am Prozess beteiligen kann.

Das Funds Dissemination Committee (FDC, deutsch: Gremium zur internationalen Mittelverteilung in der Wikimedia-Bewegung) wird dem Board of Trustees der Wikimedia Foundation Empfehlungen über die Verteilung der Geldmittel, die über die Wikimedia-Projekte eingenommen werden, aussprechen. Wichtigstes Bewertungskriterium ist dabei die zielgerichtete Arbeit entlang von Mission, Vision und Strategie der Wikimedia-Bewegung.

Jetzt Mitglied oder Ombudsperson des FDC werden!

Das Komitee setzt sich zusammen aus Ehrenamtlichen der Wikimedia-Bewegung und soll seine Arbeit im September 2012 aufnehmen. Die Community erhält damit die Möglichkeit, sich in den Prozess der Verteilung von Spendengeldern an die Wikimedia-Chapter und andere berechtigte Organisationen einzubringen und das Board bei seiner Entscheidungsfindung zu unterstützen. Dabei spricht es Empfehlungen an das Board aus, wie die Gelder aus der der Spendenkampagne 2012/2013 (voraussichtlich mehr als 10 Millionen US-Dollar) sinnvoll eingesetzt werden sollten.

Noch bis zum 15. August 2012, 23:59 Uhr UTC (16. August 2012, 1:59 Uhr CEST) werden Freiwillige gesucht, die als FDC-Mitglied oder Ombudsperson nominiert werden oder sich selber nominieren. Auf der Projektseite findet ihr alle weiterführenden Links und Informationen; hier gibt es eine  Liste der bereits Nominierten und hier die Wünsche an potentielle Kandidatinnen und Kandidaten.

Ansprüche und Wünsche an potentielle Mitglieder

Im Call for Volunteers wird beschrieben, aus welcher Motivation heraus man sich für die Position des Mitgliedes oder der Ombudsperson bewerben oder warum man lieber davon absehen sollte. FDC-Mitglieder sollten darüber hinaus:

  • mindestens 21 Jahre alt sein
  • über gute Englischkenntnisse verfügen
  • einen Nachweis ihrer persönlichen Identität gegenüber der WMF erbringen können
  • ausreichend Zeit und Einsatzbereitschaft mitbringen, den Prozess aktiv mitzugestalten; wenn nötig auch in persönlichen Treffen
  • sich nachweislich und konstruktiv in Diskussionsprozessen innerhalb der Community engagiert haben und die Fähigkeit besitzen, Probleme kollaborativ zu lösen
  • in der Lage sein, persönliche oder organisatorische Interessenkonflikte außen vor zu lassen und auf die Ziele der Wikimedia-Bewegung hinzuarbeiten

Angestellte oder Vorstandsmitglieder von Organisationen, die Gelder beim FDC beantragen, dürfen sich ebenfalls bewerben, müssen sich aber bei Diskussionen und Abstimmungen über die eigene Organisation enthalten.

Für die Zusammensetzung des FDC insgesamt sind außerdem wichtig:

  • Erfahrung in der Leitung oder Evaluation von Programmen
  • Expertise im Umgang mit Förderprogrammen (entweder als Antragssteller oder Förderer)
  • Verständnis von und Anerkennung innerhalb der Wikimedia-Bewegung (z.B. in Form von Beteiligung an Projekten und Programmen, in Chaptern oder anderen administrativen Rollen)
  • Diversität in Geschlecht, Herkunft und Sprache

Die Arbeit im FDC erfordert Zeit, Konzentration und einen nicht zu unterschätzenden Arbeitsaufwand:

  • Anwesenheit bei FDC-Treffen (ca. 2-3 pro Jahr)
  • Lesen und Bewerten von Anträgen im Laufe der beiden Antragsrunden (März und Oktober)
  • Andauerndes Monitoring und aktive Teilnahem an FDC-Diskussionen und Aktivitäten innerhalb der Community
  • Ein sporadisch sehr hohes Aufkommen an E-Mail und IRC-Kommunikation mit den FDC-Angestellten und anderen Mitgliedern.

Habt ihr selber Zeit und Lust, euch in den Prozess der Verteilung der Spendengelder einzubringen? Oder kennt ihr jemanden aus dem Wikiversum, die oder der interessiert sein könnte? Dann meldet euch entweder direkt auf der Nominierungsseite oder sprecht mich bei Rückfragen direkt an.

 

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Home Alone? Wie man verwaiste Werke besser behandeln könnte

Das Thema “Verwaiste Werke” spielt im Kontext der Urheberrechtsdebatte eine, nun ja, etwas stiefmütterliche Rolle. Die große Öffentlichkeit nimmt von den praktischen Probleme für Archivare und Mitarbeiter anderer Gedächtnisinstitutionen, die Rechtelage der von ihnen vorgehaltenen Dokumente, Fotos oder audiovisuellen Werke zu klären, kaum Notiz. Auch die Konsequenz daraus, dass weite Teile des kulturellen Erbes ungenutzt bleiben, wird selten zum Thema oder gar skandalisiert. Dennoch, und das ist zu loben, gibt es einen weitgehenden politischen Konsens darüber, dass eine neue Schrankenbestimmung im Urheberrecht den Umgang mit verwaisten Werken klären und vereinfachen soll. Wie freilich der beste Weg der gesetzlichen Ausgestaltung sein könnte, diese Debatte steht nun auf der Tagesordnung.

Am heutigen Tag hat Wikimedia Deutschland eine Stellungnahme an das Bundesjustizministerium gesandt, die wir Euch in diesem Blogposting kurz vorstellen wollen. Da an dieser Stelle bereits mehrfach über das Problemfeld der verwaisten Werke berichtet wurde, mag der kurze Verweis auf die Vorgeschichte hier und hier genügen.

Vor einigen Monaten entstand auf Europäischer Ebene ein neuer Vorschlag für eine zukünftige “Richtlinie über die zulässige Nutzung verwaister Werke”. Dieser Vorschlag baut auf einem Entwurf der Kommission auf, zu dem wir am 10. August 2011 schon einmal vom Bundesjustizministerium (BMJ) zur Stellungnahme aufgerufen wurden und uns dazu positioniert haben. Im Juli 2012 schickte das BMJ an seinen Verteiler der am Urheberrecht interessierten Kreise eine Aufforderung zur Stellungnahme über vier konkrete Fragen zur Umsetzung einer solchen Richtlinie in nationales Recht. Die vollständige Antwort von Wikimedia Deutschland haben wir online gestellt. Sie besteht aus drei Teilen:

  1. Den Vorschlag an das BMJ, künftig genau wie bei Einholungen von Stellungnahmen durch die Europäische Kommission die eingegangenen Stellungnahmen zeitnah, vollständig und online zu veröffentlichen, sofern nicht eine klare Bitte seitens der Antwortenden enthalten ist, dies nicht zu tun;
  2. Die Antworten auf die vier konkret gestellten Fragen;
  3. Ergänzende Anmerkungen zum Richtlinienentwurf insgesamt, über den wir derzeit eher unglücklich sind.
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