Archiv für Juli, 2012



In Residence – der zweite Monat

Der erste Höhepunkt des Monats kam schnell. Am 4. Juli hielt ich erstmals einen einführenden Wikipedia-Vortrag. Im altehrwürdigen Gartensaal des Wiegand-Hauses fand sich eine Schar von Archäologen und weiteren Mitarbeitern des DAI. Die Schicksalsgötter meinten es allerdings nicht all zu gut. Es war von vornherein klar, dass es noch eine zweite Einführung geben würde, da eine solche Veranstaltung in der Urlaubszeit immer mit Problemen behaftet ist und sich mehrere Mitarbeiter enttäuscht zeigten, nicht dabei sein zu können. Bei einer dreistelligen Zahl von Mitarbeitern allein in Berlin ist das ohnehin angedacht gewesen. Doch wurde die Teilnehmerzahl noch weiter reduziert, da etwa die Mitarbeiter der Bibliothek und auch der Generalsekretär des DAI, Ortwin Dally, der sich zum Vortrag angesagt hatte, aufgrund eines Wasserschadens in der Institutsbibliothek verhindert waren. Somit hielt ich die Einführung vor verringertem Publikum, das aber dennoch aus wohl 25 Personen bestand. Lessons learned: was einem Zuhörer zu lang und ausschweifend erscheint, ist für den anderen gerade richtig. Abgesehen von einem kleinen Blackout und einem kleinen aber peinlichen Stromproblem am Laptop verlief alles letztlich recht positiv, war mein Eindruck. Im Publikum zudem: Dörte Fiedler vom Deutschlandradio Wissen, die auch im Anschluss an den Vortrag noch ein Interview mit der Ägyptologin und Referentin für Öffentlichkeitsarbeit des DAI Nicole Kehrer, der Kuratorin für Kulturpartnerschaften bei WMDE, Barbara Fischer, und mir führte, das am 10. Juli verpackt in einen Beitrag gesendet wurde.

Nur einen Tag später ging es zum Höhepunkt des Monats, der Wikimania in Washington D.C. Mit drei anderen Wikipedianern habe ich schon ein paar Tage vorher den Weg in die USA gefunden und noch ein paar Tage länger dort verbracht. Auch diese Reise stand im Zeichen des GLAM, wenngleich nur in Teilen mit direktem Bezug zu meiner Residency. Die war vor allem während der Wikimania selbst von Bedeutung. In vielen interessanten Gesprächen habe ich meine Arbeit vorgestellt und auch einigen Input mitgenommen. Besonders im Gedächtnis blieb mir ein langes Gespräch mit einem Esten, der immerhin schon seit 20 Jahren Student ist. Interessant auch das “Speeddating”, das Wikimedia Deutschland auf der Wikimania veranstaltete. Dabei präsentierten sich jeden der drei Tage jeweils vier Mitarbeiter, Vorstandsmitglieder oder wie in meinem Fall “Fachleute” aus Deutschland interessierten Gesprächspartnern, die wie beim Speeddating nach einigen Minuten ihren Gesprächspartner wechselten. Nach anfänglichem Zweifel kann ich im Nachhinein nur sagen, dass das am Ende recht gelungen war.

Während ich nur einen Tag nach dem einführenden Vortrag in die USA aufbrach, hatte ich schon einen Tag nach der Rückkehr einen nächsten wichtigen Termin. Mit Frau Kehrer, dem Leiter der Hauptverwaltung des DAI, der Personalchefin und Mathias Schindler, der Barbara Fischer von Seiten WMDE vertrat, gab es ein Treffen in dem noch einmal einige Details geklärt wurden. Es ging um das “wesen” meiner Arbeit, um Urheberrechte und letztlich darum, wie es möglich ist längerfristige Effekte aus meiner Arbeit zu ziehen. Wohl wichtigstes Resultat: es ist angedacht, Archäologen des DAI das Verfassen von Wikipedia-Artikeln oder andere Arbeiten wie das Fotografieren für Wikipedia, in angemessenem Umfang zu gestatten. Vorausgesetzt einer Zustimmung durch die Präsidentin Friederike Fless, die wovon alle Anwesenden ausgingen recht wahrscheinlich ist.

Und wieder gab es viele Kleinigkeiten neben den Höhepunkten. Die Festlegung aller Termine gestaltet sich komplizierter, als zunächst angenommen. Aber so langsam füllt sich der Kalender. Zudem wurde ein praktischer Workshop für die Berliner Zentrale terminiert. Auch das ist für mich ein etwas Neues. Ich werkele an den Details zum Olympia-Contest, an ersten Details zu “Wikipedia trifft Archäologie”, an einführenden Videos zur Archäologie und habe Details zu einer Fotoaktion abgeklärt, die ähnlich zu den Landtagsprojekten oder der Olympiaeinkleidung auch mit den Führungskräften und Mitarbeitern des DAI durchgeführt werden soll. Jeden Tag gibt es etwas Neues. Es ist Klasse!

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Was hat Wikipedia mit einer Stadt gemeinsam?

Dieser Artikel wurde verfasst von Jana Hochberg, die Wikimedia Deutschland seit kurzem im Bereich “Bildung und Wissen” als Referentin unterstützt. Dazu hat sie am 27.07.2012 an einer Schulung teilgenommen, die sie und ihre Kolleginnen bei ihren ersten Schritte in der Wikipedia unterstützt. Die Schulung der drei neuen Interessentinnen fand in der Geschäftsstelle in Berlin statt. Vielen Dank an alle Beteiligten!

 

de:user:Zakysant, CC-BY-SA-3.0

Pulsierend, atmend und schwitzend empfängt mich Berlin in der letzten Woche. Das Referenten-Treffen von Wikimedia lenkte meine Wege an diesen ersten sommerlich heißen Tagen in die flimmernde Hauptstadt – mitten hinein, nicht etwa an den abkühlenden Wannsee. Ein Seitenkanal der Spree befindet sich jedoch in der Nähe und lies die Hoffnung auf Abkühlung bestehen.

Wieder einmal wird bei meiner Ankunft in dieser bittersüßen Stadt Flexibilität und Querdenken gefordert. Eine gesperrte U-Bahn-Station durchbricht zaghaft entstandene Routinen vergangener Berlin Aufenthalte. Berlin ist eben anders und das ständig!

Genau der richtige Standort für Wikimedia, finde ich!

 

Wikimedia Deutschland – Gesellschaft zur Förderung freien Wissens e.V. unterstützt verschiedene Projekte, welche gemeinsames Wissen kollaborativ aufarbeiten. Um den Umgang mit freiem Wissen zu fördern, steuern Wikimedia-Referenten immer wieder verschiedene Andockmöglichkeiten an. Wikimedia Deutschland-Referenten sind in vielen unterschiedlichen Städten zu Hause. Ab und zu ergibt es sich, dass sich die vielfältigen Wege der Referenten überschneiden oder zusammengeführt werden. So wie an diesen heißen Tagen.

Gekennzeichnet sind dann auch diese Treffen beispielsweise von Humor, Fröhlichkeit, dem Suchen nach neuen Ansatzmöglichkeiten und dem Aufbrechen von Routinen.

Das größte Projekt der Wikimedia Foundation ist die Wikipedia – die freie Online-Enzlyklopädie.

Angeregt durch die Teilnehmer stelle ich mir Wikipedia immer wieder in den nächsten Stunden als metaphorische Stadt vor, die für jeden Besucher einen ganz eigenen Spielplatz anbietet. Auf welchen Spielplatz ich mich wohl gern bewege?

Die Stadt als Projektionsfläche / Metaebene zu benutzen auf die man immer wieder zurückgehen und von dort aus neu starten kann, ist ein spannendes und aufregendes Stilmittel. Die Landingpage bildet dabei den Hauptbahnhof ab, von der aus jeder seinen eigenen individuellen Weg in die Wikipedia finden kann, egal, ob er als Tourist an der Oberfläche vorbeischaut oder in den Tiefen der Kanalisation hinabsteigt und an der Verbesserung des kollaborativen Riesenprojektes arbeitet.
In Wikipedia tummeln sich Techniker, Community-Interessierte, Enzyklopädisten, Kritiker und viele andere Varianten, die sich auch manchmal überschneiden.

Weiterhin befassen wir uns mit inhaltlichen Fragen zur Wikipedia, wie auch organisatorischen Fragen zu einem exemplarischen Aufbau eines solchen Seminars, wie bspw.:

  • Welche Regeln liegen der Wikipedia?
  • Wie weit kann man den Artikeln vertrauen?
  • Wie kann ich meine Zuhörer abholen?
  • Wie kann ich die komplexen Strukturen einfach darstellen?
  • Was für technische Probleme können sich in einem Seminar ergeben, wenn mehrere an der Wikipedia gleichzeitig editieren?
  • Wie funktionieren Wikis?

J. Hochberg, CC-BY-SA 3.0

Die Zeit ist an diesem Tag nur so an einem vorbei geflogen. Mit vielen abkühlenden Getränken, frischem Obst und Eis, lies sich sogar die sommerliche Hitze in ein wohltuendes mittägliches Sonnenbad mit anregender Diskussion in einem der typischen vielfältigen Straßenrestaurants Berlins umwandeln.

Fast jeder kann seinen Platz in dieser Stadt finden.

:D
:D

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Edinburgh Photography Workshop 2012

Gastbeitrag von User:Peter Weis
Vom 20. bis zum 22. haben Wikimedianer aus UK und Deutschland interessierten Hobbyphotographen die Möglichkeit geboten sich im Rahmen eines Photoworkshops über die Möglichkeiten von Wikimedia Commons und Wikipedia zu informieren und die eigenen photographischen Fertigkeiten zu verbessern.

Deutschland ist nicht nur Land der Dichter und Denker, sondern auch das der Photographen: in Nürnberg wird dieses Jahr von Wikimedianern der 11. Photoworkshop durchgeführt; in Hamburg der 2. In Wiki-Community Großbritanniens sind Photoworkshops bisher kein Thema gewesen – die fehlenden Erfahrungswerte brachten User:Gnu1742 und User:Peter Weis mit.

Mit dem Workshop wurden daher Ziele auf mehreren Ebenen verfolgt: zum einen ging es darum eine kleine Gruppe von aktiven Wikimedianern an das Thema Photoworkshop heranzuführen (von logistischen Herausforderungen und technischen Fragen bis hin zum didaktischen Vorgehen), zum anderen darum, den Teilnehmern einen Einstieg in die Wiki-Welt zu ermöglichen und die photographischen Fähigkeiten auszubauen. Edinburgh hat keine stark ausgeprägte Wikimedianer Community, wie das etwa in London oder auch deutschen Großstädten der Fall ist.

Samstag
Samstag ist erfahrungsgemäß der Tag eines jeden Photoworkshops, an dem am meisten geschieht: so auch in Edinburgh. Gegen 10 Uhr traf man sich in der McDonald Road Library, besprach das Tagesprogramm und machte sich sofort ans Werk.

Bei der ersten Session „Kameraeinführung“ wurden die individuellen Fähigkeiten im Umgang mit der Technik eingeschätzt und Fragen und Antworten rund um die eigene Ausrüstung beantwortet. Zudem wurden hier einige Themen jenseits von point&shoot-Photographie besprochen: Was bedeutet eigentlich ISO? Wie funktioniert der M-Modus? Was sind Belichtungszeit und Blende? Welche Vorteile hat das Rohdatenformat meine DSLR?

Kopf eines Polizeipferds. Bild: Peter Weiss, Lizenz: cc-0


Der erste Photoausflug des Workshops verschlug uns auf den Calton Hill, einen Hügel inmitten Edinburghs. Bereits auf dem Weg dorthin gab es viele Details in der Stadt zu entdecken, auch die Flora Edinburghs war die ein oder andere Aufnahme wert. Selbstredend kannten die Einheimischen ihren Calton Hill bereits ausführlich, was sich letzten Endes als Vorteil erwies: es blieb mehr Zeit für die Neugestaltung von Aufnahmen die vielleicht schon Jahre im Familienalbum liegen und konkrete Probleme konnten direkt vor Ort angesprochen werden. Beliebtes Thema waren die unterschiedlichen Lichtbedingungen und wie damit am besten umzugehen sei. Die erhöhte Position inmitten der Stadt gab Einblick über viele der wichtigsten Gebäude Edinburghs.

Nach dem Photoausflug erfolgte eine Auswertung der Bilder. Photoshop, GIMP, Lightroom, RawTherapee und eine Reihe weiterer Programme wurde genutzt, um das Beste aus den Bildern herauszuholen. In diesem Teil des Workshops wurde zudem besprochen, wie man die eigenen Aufnahmen verbessern kann: von der Komposition, über die Belichtung, bishin zur Schärfe des Bildes wurden den Teilnehmern etliche Tipps und Tricks vermittelt.

Gegen Ende der Veranstaltung am Samstag gab Andrew Gray eine seiner Präsentationen über Wikipedia und Wikimedia Commons, die er sonst unter den Bibliothekaren der British Library hält. Abschließend folgte eine Frage und Antwort Runde seitens der Teilnehmer.

Sonntag
Der Sonntag begann an den Pforten des Royal Botanic Gardens in Edinburgh. Für den Vormittag war ein Rundgang durch den Botanischen Garten Edinburgh’s angesetzt, um dort die tags zuvor erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse umzusetzen. Dazu bildeten die Teilnehmer Kleingruppen, in denen auf eigene Faust der Garten erkundet wurde. Viele der Teilnehmer hatten bereits Erfahrungswerte mit Pflanzenphotographie und wollte diese gerne erweitern. Große Herausforderung war der stetig wehende Wind, der eine scharfe Aufnahme von Blüten und Blättern zur Herausforderung werden ließ.

Nach einer Mittagspause gestärkt, fand man sich wieder in der McDonald Road Library ein. Das Nachmittagsprogramm umfasste Wikimedia Commons und Wikipedia: hier ging darum den Teilnehmern zu zeigen, wie man einen Account anlegt, erste Bearbeitungen durchführt und das erstellte Bildmaterial veröffentlicht. Anders als bei den Nürnberger Photoworkshops hat sich insbesondere die individuelle Vermittlung von photographischem Wissen als sinnvoll herausgestellt. Wenn noch unerfahrene Photographen die Einstellungsmöglichkeiten der eigenen Kamera erklärt bekommen, konnten etwaige Fragen sofort beantwortet werden.

Der Photoworkshop in Edinburgh hat gezeigt, dass diese Form des Zusammenkommens von Wikimedianern und anderen Interessierten auch im kleinen Maßstab erfolgreich ist. Die bisher verfügbaren 45 Bilddateien und 6 Neuanmeldungen geben in einer sonst strukturschwachen Community wie in Edinburgh den richtigen Impuls. Die teilnehmenden Open Street Mapper boten uns an, eine im Oktober stattfindende Unconference als gemeinsame Plattform zu nutzen – solche Gelegenheiten gilt es jetzt durch die etablierten und neuen Wikimedianer vor Ort zu nutzen, um die eigene Community zu stärken und zu erweitern.

Informationen über den Workshop können unter https://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:WikiProject_Scotland/Edinburgh_Photography_Workshop eingesehen werden.
Die sichtbaren Ergebnisse des Workshops werden in den nächsten Tagen und Wochen auf https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Edinburgh_Photography_Workshop_2012 hinzugefügt.

Und noch mehr Photos: User:Rock drum führt am 1. September das Photo-Event “Wikipedia Takes Coventry” durch – auch hier wird interessierten Wikimedianern und solchen die es werden wollen die Möglichkeit zur Beteiligung geboten.

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Wikimania und die Medien

Fotograf: Helpameout
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en

Nach einigen Tagen Urlaub steht noch ein Überblick der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen der Wikimania aus. Die ersten Ergebnisse sind bereits in unserem Pressespiegel zusammengestellt. Hier handelt es sich um eine Auswahl und keine vollständige Aufstellung. Einige Berichte sind (noch) nicht erschienen oder es wurden Themen auf der Wikimania angestoßen, die in der Nachbereitung zu Berichten führen werden. Dazu zählen vor allem unsere Themenschwerpunkte Wikidata, Diversität und Autorengewinnung sowie Bildungsprogramme. Auch zu den GLAM-Aktivitäten und den ersten Wikipedians in Residence (letzter Blogbeitrag dazu) stehen noch Beiträge in Tagesspiegel und Die Zeit an.

Im Vorfeld zur Wikimania habe ich Korrespondenten deutschsprachiger Medien (Print, Online, TV und Hörfunk) und internationale Nachrichtenagenturen kontaktiert und über das jährliche Treffen der Wikimedia-Bewegung und die Teilnahme von Wikimedia Deutschland informiert. Hieraus resultierten zahlreiche Berichte in internationalen Medien (von Gulf Times bis The Hindu) und einige deutschsprachige Meldungen. Zum Start der Wikimania fand eine Pressekonferenz statt und danach bis einschließlich Samstag war ich hauptsächlich damit beschäftigt, mit Journalisten Hintergrundgespräche zu führen und Interviews mit Wikipedianern, Board-Mitgliedern oder unserem Vorstand Pavel Richter zu koordinieren. Leider ist wenig ‘Bewegtbild’ dabei herausgekommen. Lediglich ein TV-Beitrag lief bei der Deutschen Welle – aber der liegt uns noch nicht vor.

Recht spontan und gut fand ich daher die Initiative einiger Stipendiaten (darunter Olaf Kosinsky, Manuel Schneider, Holger Motzkau und Ralf Roletschek) , die sich sagten: Wenn das Fernsehen nicht zu uns kommt, dann gehen wir eben dahin! Der Überraschungsbesuch bei ZDF und ORF kam richtig gut an und die Wikipedianer hatten viel Spaß mit den Fernsehprofis. Impressionen dazu von Ralf Roletschek. Nach fast 4 Jahren, die ich bereits für WMDE arbeite, bin ich immer noch und immer wieder beeindruckt von so viel ehrenamtlichem Engagement, Ideen und guten Initiativen. Danke dafür. Und danke für die vielen überraschenden Momente, die ich mit Euch erlebe (oh, wie pathetisch – na ja, komme gerade aus Amerika).

Insgesamt ist die Wikimania ein guter Aufhänger für die Öffentlichkeitsarbeit auch wenn sie nicht im eigenen Land stattfindet. Die Konferenz bietet die Möglichkeit viele Projekte und Programme bekannt zu machen. Besonders hat mich gefreut, dass wir das Thema Autorengewinnung und Diversität gezielt kommuniziert und platziert haben. Die beigefügte Grafik stellt die (vorläufige) Themenverteilung in den deutschsprachigen Medien dar.

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Die WikiCon 2012 steht vor der Tür!

Manuel Schneider war so freundlich, uns diesen Text zur WikiConvention 2012 zur Veröffentlichung hier im Blog zu überlassen:

Jedes Jahr reisen rund 150 Teilnehmer aus den deutschsprachigen Ländern an einen Ort, um sich gemeinsam über Wikipedia, ihre Schwesterprojekte und ähnliche Projekte rund um Freies Wissen auszutauschen. Dieses Jahr findet die WikiConvention (WikiCon) vom 31. August bis 2. September im österreichischen Dornbirn statt, im Rheintal beim Bodensee, direkt an der Grenze nach Deutschland, zur Schweiz und nach Liechtenstein.

Das Programm

Bis zum 30. Juni haben 48 Personen ebensoviele Vorträge und Workshops vorgeschlagen, die in vier Bereichen angeboten werden: Gemeinschaft, Inhalte, Technik und Workshops. Dazu kommt Unterhaltungsprogramm mit Spaß zu den Sprachen der Region, zwei Plenumsdiskussionen zur Freiheit im Internet und den Herausforderungen an die Wikimedia-Gemeinschaft sowie Stadtführungen. Möglich ist dieses umfangreiche Angebot durch die Gastfreundschaft der Fachhochschule Vorarlberg, die ihren gesamten Campus zur Verfügung stellt – Hörsäle, Cafeteria, Mensa sowie die aufwändig ausgestatteten Arbeitsräume mit Video- und Photoausrüstung oder PC- und Mac-Labore.

Derzeit ist das ehrenamtliche Team damit beschäftigt, das Vortragsprogramm zusammenzustellen, es soll in einigen Tagen veröffentlicht werden. Bis dahin kann man die Vorschläge einsehen unter der Themensammlung.

Die Anmeldung

Bisher sind gut 140 Teilnehmer angemeldet. Wer nun ebenfalls Lust bekommen hat, dabei zu sein, kann sich noch bis zum 30. Juli – kommenden Sonntag – anmelden und gleich eine vergünstigte Übernachtung buchen. Hier gehts’s zum Anmeldeformular.

Auch als Nachzügler kann man sich noch anmelden, auch bei der Veranstaltung selber – dann allerdings nur noch ohne Übernachtungsbuchung im Hotel. Die Buchung der kostenlosen Übernachtung im Turnsaal der nahegelegenen Schule ist bis zur Veranstaltung möglich. Die Rundum-Verpflegung ist in der Teilnahmegebühr von 10 EUR enthalten – vielen Dank an unsere großzügigen Sponsoren Wikimedia Deutschland, Wikimedia Österreich, Wikimedia Foundation und Wikimedia CH.

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Wikimedia:Woche 30/2012

Die Wikimedia:Woche ist die wöchentliche Zusammenfassung von aktuellen Nachrichten aus der internationalen Wikimedia-Bewegung. Der gemeinschaftliche Mailing-Newsletter von Freiwilligen und Wikimedia Deutschland wird immer donnerstags in Wikipedia, auf der Mailingliste des Vereins und auch hier im Blog veröffentlicht.

Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird hier gesammelt.

Viel Spaß beim Lesen!

 

= Wikimedia:Woche (30/2012) =

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in Wikipedia entnommen werden.

 

Foundation und Vereine

WIKIMEDIA CHAPTERS ASSOCIATION: GESCHÄFTSORDNUNG

Eine neuer Entwurf für eine Geschäftsordnung des Rats der Vereinigung der Wikimedia-Landesvereine (WCA-Rat) ist im Meta-Wiki veröffentlicht worden. Er basiert auf dem bisherigen Entwurf, soll aber vereinfacht sein.
Einen Rückblick auf das erste Treffen der WCA aus Sicht des deutschen Ratsmitglieds Markus Glaser kann im Blog von Wikimedia Deutschland nachgelesen werden:

MEHR MITGLIEDER IM GRANTS-KOMITEE

Das Grants-Programm der Wikimedia Foundation vergibt finanzielle Zuschüsse (Grants) für internationale Arbeit in den Wikimedia-Projekten. Empfehlungen werden dabei von einem ehrenamtlichen Beratungsgremium ausgesprochen, dem Grants Advisory Committee (GAC). Das GAC wurde kürzlich erweitert und besteht nun aus 30 Personen. Die Liste ist auf der entsprechenden Seite im Meta-Wiki hinterlegt.

BERICHTE

Die Wikimedia Foundation hat ihren Monatsbericht für Juni 2012 unter anderem im eigenen Blog eingestellt. Die meisten der dort gesammelten Themen wurden bereits in den letzten Ausgaben der Wikimedia:Woche vorgestellt. Noch nicht verwiesen wurde bislang auf die geplante Entwicklung einer Android-App für den internationalen Fotowettbewerb Wiki Loves Monuments sowie auf die geplante Überarbeitung des Kommunikationsansatzes im Blog der Foundation. Künftig soll unter anderem zu mehr Gastbeiträgen ermuntert werden. Details zu finanziellen Zahlen und neuen wie ausscheidenden Foundation-Mitarbeitern sind im Monatsbericht zu finden.
Wikimedia Schweden hat den Monatsbericht für Juni veröffentlicht:
Wikimedia Ungarn veröffentlichte eine aktualisierte Version des Finanzberichtes für 2011.

WMF-RESOLUTIONEN

Neben den in der letzten Wikimedia:Woche bereits erwähnten Beschlüssen des Vorstandes der Wikimedia Foundation (Board of Trustees) sind noch weitere Resolutionen dieses Monats auf der entsprechenden Sammelseite nachzulesen. Darunter: ein Beschluss zu Gästen und Zwei Beschlüsse zu Verantwortlichkeiten im Vorstand und bezüglich der Geschäftsführung.

WIKIMANIA-NACHLESE

Während der Wikimania in Washington, D.C. gab es eine öffentliche Fragerunde mit dem Vorstand der Wikimedia Foundation (Board of Trustees). Eine Mitschrift eingereichter und beantworteter Fragen ist im Meta-Wiki eingestellt.
In diesem Jahr wurden insgesamt mehr als 150 Reisestipendien für Teilnehmer der Wikimania vergeben. Beworben hatten sich mehr als 1.100 Interessierte. Die Wikimedia Foundation ruft zu Vorschlägen und Diskussionsbeiträgen auf, um die Vorgehensweise für die nächste Wikimania verbessern zu können. Hier:

Projekte und Initiativen

LANDTAGSPROJEKT BAYERN

Vom 17. bis 18. Juli 2012 wurden die Abgeordneten des Bayerischen Landtags fotografiert. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse steht auf der Wikipedia-Projektseite.

WIKIPEDIAN IN RESIDENCE: STIFTUNG STADTMUSEUM BERLIN

Kilian Kluge ist für drei Monate als Wikipedian in Residence bei der Stiftung Stadtmuseum Berlin tätig. Ein Bericht von ihm im Blog von Wikimedia Deutschland:

USA: GLAM-AG

GLAM (Galleries, Libraries, Archives and Museums) betrifft den Austausch von Wikipedia-Aktiven und kulturellen wie wissenschaftlichen Institutionen. Um eine Anlaufstelle für koordinierte Zusammenarbeit für alle Beteiligten in den USA zu schaffen, wurde in der englischsprachigen Wikipedia eine GLAM Consortium genannte Arbeitsgemeinschaft gegründet. Mehr zu Ansatz, Zielen und Hintergründen dort:

INDIEN: GLAM UND HANDWERK

In Indien wurde einer erste GLAM-Kooperation zwischen Aktiven aus der Hindi-Version von Wikipedia und Mitarbeitern des Handwerkmuseums in Neu-Delhi gestartet. Es geht darum, enzyklopädische Artikel über indisches Handwerk zu schaffen.

ARTIKELPROJEKT INDIEN

Einen Rückblick auf eine Qualitätsoffensive in der englischen Wikipedia, durch die über 90.000 Artikel dieser Sprachversion zum Thema Indien verbessert werden sollten, ist im Blog der Wikimedia Foundation nachzulesen. Knapp 70 Autoren widmeten sich drei Monate lang dieser Aufgabe. Ihre Einschätzung nach Ende des Projekts und mehr:

GESCHLECHTERKLUFT

Oder Gender Gap beziehungsweise Lücke zwischen den Geschlechtern. So verschieden die Titel, so eindeutig die Fragestellung hinter dem Umstand, dass nur jeder zehnte Beitragende zu Wikipedia eine Frau ist. Woran liegt das und wie kann das geändert werden? Das Thema wird im Blog von Wikimedia Deutschland aktuell mit drei Auswertungen zu Veranstaltungen von und über Frauen in der freien Enzyklopädie dargestellt: Es geht um einen Workshop mit WMF-Fellow Sarah Stierch, um das AdaCamp in Washington sowie um die Videodokumentation des WikiWomenCamps.

Studien und Statistik

RUNDUM-ANALYSE

Im Blog der Wikimedia Foundation stellt sich das neue Analyseteam der Wikimedia Foundation vor. Welche konkreten Aufgaben das Team in der Erfassung und Auswertung von Daten und Statistiken der Wikimedia-Projekte hat, stellt der Blogbeitrag im Detail vor. Darin: Die überarbeitete Version der monatlichen Statistikberichte (Report Cards) und das Projekt mit Namen Kraken, hinter dem sich eine Plattform für verschiedenste und traditionell schwierig zu erfassende Statistiken verbirgt.

KUNDENZUFRIEDENHEIT

Eine US-amerikanische Umfrage zur Zufriedenheit der Nutzer von Sozialen Netzwerken ergab, dass Wikipedia zum dritten Mal in Folge den ersten Platz belegt. Dies verkündet die Wikimedia Foundation in ihrem Blog, weiterführende Links inklusive.

Termine

COMMUNITY-PROJEKTBUDGET, 3. ANTRAGSRUNDE

Mit dem Community-Projektbudget stellt Wikimedia Deutschland für 2012 insgesamt 250.000 Euro für die Umsetzung von Projektideen zur Verfügung, die geeignet sind, Freies Wissen und dabei insbesondere die Wikimedia-Projekte zu unterstützen und zu verbessern. Bis zum 24. August können Anträge eimgereicht werden. Näheres unter:

FUNDS DISSEMINATION COMMITTEE

Noch bis zum 15. August können Selbstnominierungen für einen Platz als Ehrenamtlicher im neuen Gremium zur internationalen Mittelverteilung eingereicht werden.
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Auch im Stadtmuseum jetzt ein Wikipedian in Residence

Gastbeitrag von Kilian Kluge
Seit dem 16. Juli bin ich für knapp drei Monate als Wikipedian in Residence bei der Stiftung Stadtmuseum Berlin aktiv. Einige werden mich durch Wiki Loves Monuments oder als Referent im Bereich Bildung & Wissen kennen, den anderen möchte ich mich kurz vorstellen: Ich bin seit 2003 (Be)nutzer der Wikipedia, im „echten Leben“ Student und Wahlberliner. Ich freue mich, mein Engagement für Freies Wissen in den kommenden Monaten in einem professionellen Umfeld fortsetzen zu können.

Mit vier Häusern und geschätzt 4,5 Millionen Sammlungsobjekten ist die Stiftung Stadtmuseum Berlin ein wahrer Hort des Wissens. Besonders die Depots, die in der denkmalgeschützten Poelzig-Halle in Spandau-Hakenfelde untergebracht sind, bergen viele Schätze aus der Geschichte der Stadt Berlin – naturgemäß jedoch hinter verschlossenen Türen. Da liegt die Idee nahe, einen möglichst großen Teil der Sammlungen über die Wikimedia-Projekte der Öffentlichkeit zumindest virtuell zugänglich zu machen.

Meine Aufgabe in den kommenden Monaten ist es, diesen Prozess anzustoßen und zu begleiten. Gemeinsam mit der Stiftung suche ich nach Möglichkeiten. Inhalte und Material in die Wikipedia und das Medienarchiv Wikimedia Commons einzustellen. In den nächsten Wochen werde ich die Mitarbeiter schulen, so dass sie selbst als Autoren zur Wikipedia beitragen können. Gleichzeitig soll selbstverständlich auch die Community mit einbezogen werden, hier konnte ich bereits einzelne Benutzer und Redaktionen gezielt ansprechen und bin gespannt, mit welchen Wünschen und Anfragen die Wikipedianer in den nächsten Monaten auf mich zukommen.Vielleicht bietet es sich an, den Berliner Stammtisch mit einer besonderen Führung der Museumsleitung im Märkischen Museum auszurichten.

Alle Aktivitäten werden auf der Projektseite in der Wikipedia dokumentiert, Fragen und Anregungen sind dort auf der Diskussionsseite herzlich willkommen. Hier im Blog werde ich etwa einmal im Monat berichten, der nächste Beitrag ist für Mitte August geplant.

Kooperation mit dem Stadtmuseum auf Dauer

Der Einsatz eines Wikipedian in Residence soll eine vertiefte Zusammenarbeit zwischen einer Kultureinrichtung und den verschiedenen Projekte der Wikimedia auf den Weg bringen. Im Berliner Stadtmuseum planen wir eine dauerhafte Anlaufstelle für Wikipedianer, die Material für ihre Artikel aus dem Stadtmuseum benötigen. Zudem verknüpft sich auch hier der so genannte GLAM Bereich mit Bildung und Wissen über zwei Schulprojekte im Stadtmuseum. Eine schöne Gelegenheit das Berliner Stadtmuseum aus der Perspektive der Wikipedia kennenzulernen, wird die Lange Nacht der Museen am 25. August sein. Im Ephraim Palais präsentiert sich die Wikipedia den nächtlichen Museumsbesuchern mit einem Stand in der BerlinMacher Ausstellung. Vielleicht ein Anreiz noch schnell den einen oder anderen Artikel in der Wikipedia auszubauen.

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Fragen und Antworten mit der Wikimedia Foundation

Während der Wikimania in Washington, D.C.* hat der Vorstand der Wikimedia Foundation (Board of Trustees) eine Reihe von Beschlüssen gefasst. Dazu gehört die Entscheidung, ein ehrenamtliches Gremium zur Mittelverteilung in der internationalen Wikimedia-Bewegung zu gründen. Das so genannte Funds Dissemination Committee (FDC) soll der Wikimedia Foundation Empfehlungen zu Aktivitäten geben, die im Rahmen der Wikimedia-Bewegung finanziell unterstützt werden.

Kern des FDC sind die ehrenamtlichen Mitglieder des Gremiums. Die Wikimedia Foundation ruft Wikimedia-Aktive aus der ganzen Welt auf, sich für einen Platz im Funds Dissemination Committee zu bewerben. Was bei dieser Aufgabe zu bedenken ist, wer sich bewerben kann und wie der Auswahlprozess genau abläuft, das alles sind Fragen, die Mitarbeiter der Wikimedia Foundation in zwei Chat-Sprechstunden am kommenden Mittwoch beantworten werden. Aufgrund des Zeitunterschieds findet die erste der beiden Sitzungen am Vorabend statt, die zweite in der Nacht zu Donnerstag:

 

Mittwoch, 25. Juli 2012

  • 18-19.00 Uhr (deutsche Zeit)

Donnerstag, 26. Juli 2012

  • 01-02.00 Uhr (deutsche Zeit)

 

Die beiden Chat-Stunden werden im IRC abgehalten, im Kanal #wikimedia-office. Details und die direkte Möglichkeit zum Einloggen gibt es auf der Meta-Seite zu Sprechstunden.

 

Über den neuen Vorstand

Die Beschlüsse des Vorstands auf der Wikimania sind die ersten Amtshandlungen in einer turnusgemäß neuen Besetzung. Seit 2003 ist das Board of Trustees das leitende Gremium der Wikimedia Foundation. Derzeit umfasst es zehn ehrenamtliche Mitglieder. Neu gewählt sind Alice Wiegand und Patricio Lorente, die für die ausgeschiedenen Arne Klempert und Phoebe Ayers in das Gremium gewählt wurden. Ting Chen hat den Vorsitz des Vorstandes wie angekündigt abgegeben, verbleibt aber als reguläres Mitglied im Vorstand. Neue Vorsitzende ist Kat Walsh.

  • Kat Walsh
  • Jan-Bart de Vreede
  • Stu West
  • Bishakha Datta
  • Jimmy Wales
  • Ting Chen
  • Samuel Klein
  • Matt Halprin
  • Alice Wiegand
  • Patricio Lorente

Kurze persönliche Informationen zu den einzelnen Mitgliedern des Board of Trustees und ihre Rollen im Vorstand sind auf der Vorstandsseite der Wikimedia Foundation nachzulesen. Alle Beschlüsse des Monats Juli sind auf der Resolutionsseite im Meta-Wiki einsehbar.

 

* In der Kategorie Wikimania sind in diesem Blog übrigens zahlreiche Zwischen- und Nachberichte zur Konferenz gesammelt.

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Warum in Wikipedia mitmachen? Videointerviews vom WikiWomenCamp

Gastbeitrag von Nathalie Köpff

Nathalie Köpff war Stipendiatin des WikiWomenCamps und wird bald im Referentennetzwerk tätig sein.

 

Frauen in der Wikipedia… davon gibt es vergleichsweise wenige. Um sich darüber auszutauschen und erste Gründe herauszufinden, warum Frauen Zeit und Mühe in Wikipedia stecken, und warum eben nicht, trafen sich bereits Mitte Mai Frauen aus aller Welt in Buenos Aires zum WikiWomenCamp. Auf dem ersten WikiWomenCamp wurden die Ursachen der geringen weiblichen Beteiligung besprochen und erste Ansätze für Aktionen diskutiert. Wer mehr darüber erfahren möchte, – es gibt einen Bericht über das Camp der WikiWomen.

17 Frauen aus elf Ländern nahmen hieran teil, so gab es auch die Gelegenheit, sie nach ihrer persönlichen Wikipedia-Geschichte zu fragen. Wie kamen diese Frauen zur Wikipedia, wie sehen diese engagierten Frauen das Projekt und was motiviert sie, sich in der Wikipedia zu beteiligen. Die Videos könnt Ihr über die folgenden Links ansehen.

Vielen Dank an alle Interviewten. Es hat sehr viel Spaß gemacht, das Gespräch mit Euch zu führen.

Nathalie Köpff

 

Beatriz Busaniche Beatriz Busaniche unterstützt Wikimedia Argentinia und half das WikiWomenCamp zu organisieren. Sie ist Professorin an der Universität in Buenos Aires und ist in der Freien-Software Community sehr aktiv. Sie hat noch nie darüber nachgedacht, was sie an der Stange hält, aber auf jeden Fall ist ein wichtiger Punkt, dass normale Leute großartige Dinge tun. Du und ich, „You are part of something big.“

Siska Doviana Siska Doviana aus Indonesien ist Mitbegründerin von Wikimedia Indonesien und  sieht unter anderem einen persönlichen Vorteil:  “I don’t want my writing to be wasted.”

Charlene Foster Charlene Foster kommt  aus Südafrika und ist eine der Direktoren der Wikimedia Südafrika. Dazu engagiert sie sich in vielen Sozialprojekten. Wikipedia bedeutet für sie: “Bringing people together in terms of dicussing environment, students and education.”

Sue Gardner: Die gebürtige Kanadierin ist Exekutive Director der Wikimedia Foundation. Sie sieht die große Bedeutung der Wikipedia auch in einer Art Bildungsauftrag. Sie selbst bleibt dabei, denn „it feeds my curiosity“.

Laura Hale Die nach Australien ausgewanderte US-Amerikanerin ist VizePräsidentin der Wikimedia Australien und hat das WikiWomenCamp mit iniitiert: Wikipedia gives the chance to “develop professional type experiences” and it is a “great way to show how people do certain things.”

Netha Hussain Die Medizinstudentin ist vor allem in der indischen Wikipedia aktiv und schätzt den Zusammenhalt und die Möglichkeiten durch die Community sehr: “I got to know a lot of people just because of being a Wikipedian.”

Kounila Keo Kounila Keo ist eine junge Journalistin aus Kambodscha. Aus einem Land kommend, in dem freie Meinung und Wissen nicht selbstverständlich sind, sagt sie: “Access to information is the most rewarding element of our lives.”

Anastasia Lvova Anastasia Lvova aus Russland sieht die persönliche Entwicklung durch das Schreiben in der Wikipedia als eine Bereicherung: “Wikipedia gives people not only information but skills.”

María Sefidari María Sefidari ist Mitbegründerin der Wikimedia Espana. Sie schreibt sehr viel in der Wikipedia und selbst wenn es nur Kleinigkeiten sind, aber spätestens, wenn sich jemand bei ihr für einen ihrer Beiträge bedankt, merkt sie: “Maybe it’s important to someone somewhere in the world.”

 

 

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Gib Lesern eine Stimme – Artikel-Feedback in neuem Gewand

Ein Blogbeitrag von Angelika Adam und Denis Barthel.

Ein Nachhall von der Wikimania: Dort stellte Fabrice Florin, Entwickler der Wikimedia Foundation, am zweiten Tag in einem Vortrag mit dem Titel Giving Readers a Voice: Lessons from Article Feedback v5 die Version 5 des Article Feedback Tools vor.  Zugleich präsentierte er Untersuchungsergebnisse zur Frage, wie das AFT (die Abkürzung sei erlaubt) sich eigentlich im praktischen Einsatz bewährt.

Eine doppelt interessante Fragestellung, insbesondere für deutschsprachige Wikipedianer. Wem dies alles nichts sagt (ist ja auch schon lang her): das AFT ist ein Werkzeug in der Tradition eines Tools, das 2008 in der deutschen Wikipedia live geschaltet wurde. Anhand eines schulnotenartigen Schemas sollte damals Lesern die Möglichkeit gegeben werden, einzelne Merkmale der Artikel zu beurteilen. Die deutschsprachige Community äußerte damals in einem Meinungsbild nicht zuletzt starke Zweifel an der Zweckmäßigkeit solcher Beurteilungen und setzte die Abschaltung dieses Tools durch.

Das war auch ein klares Signal gegen das Article Feedback Tool, da es ebenfalls die schematisierte Beurteilung der Qualität eines Wikipedia-Artikel erlaubte und daher in der deutschen Wikipedia nie zum Einsatz kam. In der englischen Wikipedia wurde die Version 4 im Juli 2011 vollständig eingebunden, Leser konnten seither dort die Artikel bewerten, indem sie für vier verschiedene Parameter jeweils 1 (besonders schlecht) bis 5 (besonders gut) Sterne vergaben. Die Parameter waren

  • Trustworthy – Ist dieser Artikel und seine enthaltenen Quellen vertrauenswürdig?
  • Objective – Ist der Artikel ausgewogen und umfassend formuliert?
  • Complete – Beinhaltet dieser Artikel die wichtigsten Informationen zu diesem Thema?
  • Well-Written – Ist der Artikel gut strukturiert und geschieben?

Die von Fabrice und seinem Team vorgenommenen Untersuchungen zu den Auswirkungen dieser Methode bestätigten die damaligen Befürchtungen der deutschen Wikipedianer: die Bewertungen wurden selten wirklich objektiv vorgenommen, vielmehr beurteilten Leser, ob sie das Thema oder den Hauptautoren mögen oder eben auch nicht. Und so zogen die Entwickler für die neue Version 5 die entsprechenden Konsequenzen. Diese neue Version arbeitet nicht mehr mit der Sternevergabe, sondern gibt den Lesern die Möglichkeit zusätzlich zu einer Einschätzung als positiv, neutral oder negativ einen Kommentar zu schreiben.

Diese direkte Möglichkeit zum Feedback ist offensichtlich zugänglicher als die Diskussionsseite. Zugleich bietet sie weitere Funktionen. So ist es möglich, vorherige Feedbacks zum Artikel zu bewerten, um sie zu priorisieren. Am meisten zeigt sich der Wert des Tools aber darin, dass es die Leser deutlich mehr zum eigenständigen Editieren ermuntert, so die Studien des Teams um Fabrice Florin.

In diesem kleinen, englischsprachigen Video kann man sich die Funktionalität des AFT kurz zusammen gefasst ansehen. Derzeit ist die Version in etwa 3% der englischen WP eingebunden, wer das Ganze einmal praktisch sehen möchte, kann es z.B. am Artikel zu Barack Obama probieren. Bis Ende Juli sollen 10% der englischen Wikipedia eingebunden sein und Ende September die gesamte englische Wikipedia. Ob die deutschsprachige Wikipedia das AFT einführt, obliegt der Community. Die bisher beanstandeten Fehler jedenfalls sind erfreulicherweise durch die neue Version gegenstandslos geworden.

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