Archiv für Juni, 2012



Zedler-Preis: Die Spannung steigt!

Eine Ähnlichkeit dieser Skizze mit dem Zedler-Preis ist nicht ausgeschlossen

  • Wikipedia Academy und Verleihung des Zedler-Preise
  • 1, Juli 2012, 14:00 Uhr
  • SUPERMARKT, Brunnenstraße 64, 13355 Berlin
  • Eintritt frei!
  • Alle sind herzlich eingeladen!
  • Livestream hier
  • Etwaige nachfolgende Fußballübertragungen sind von der nachmittäglichen Verleihung nicht betroffen.

In drei Tagen geht es los: Am kommenden Sonntag wird der rote Teppich im SUPERMARKT (Brunnenstr. 64) in Berlin-Mitte ausgerollt und die Sektkorken gelockert. Drei Tage Spannung, bis ab 14 Uhr das Geheimnis gelüftet wird: Wer wird die Haupt- und Sonderpreise in den drei Kategorien des Zedler-Preises für Freies Wissen in Empfang nehmen?

 

Um 10:00 Uhr eröffnen wir den Sonntag mit der Keynote von Sarah Stierch “The Visual Experience – Gender and Ways of Seeing Wikimedia.” Wer sich schon ab 11 Uhr ein bisschen warm essen und trinken möchte, ist herzlich eingeladen zum öffentlichen Free Culture Brunch der Wikipedia Academy. Neben einer von Matthias Spielkamp (iRights.info) moderierten Diskussionsrunde (ab 12:30 Uhr) über die sozialen Aspekte Freien Wissens gibt es ein audiovisuelles Erlebnis des Kunstprojekts Hypermusic (von Christian Grasse) und die Ausstellung der besten Bilder des Fotowettbewerbes Wiki loves Monuments 2011 zu bestaunen. Harte Infos treffen auf frei lizenzierte Fahrstuhlmusik 2.0 und feine Fotografie.

 

Viele von euch wurden bereits postalisch eingeladen. Leider haben einige die Einladungen erst verspätet erhalten. Dafür möchten wir uns entschuldigen. Selbstverständlich nehmen wir auch jetzt noch Anmeldungen entgegen und auch Kurzentschlossene sind herzlich willkommen, einfach vorbei zu schauen.

 

Wir freuen uns auf ein großes Fest mit und für euch!

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (3 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading ... Loading ...

Wikimedia:Woche 26/2012

Die Wikimedia:Woche ist die wöchentliche Zusammenfassung von aktuellen Nachrichten aus der internationalen Wikimedia-Bewegung. Der gemeinschaftliche Mailing-Newsletter von Freiwilligen und Wikimedia Deutschland wird immer donnerstags in Wikipedia, auf der Mailingliste des Vereins und auch hier im Blog veröffentlicht.

Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird hier gesammelt.

Viel Spaß beim Lesen!

 

= Wikimedia:Woche (26/2012) =

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in Wikipedia entnommen werden.

 

Foundation und Vereine

CHAPTERS COMMITTEE WIRD AFFILIATIONS COMMITTEE

Wie Bence Damokos, Vorsitzender des Chapters Committees, mitteilt, hat das Chapters Committee Entwürfe für die Anerkennung der neuen Arten von Wikimedia-Organisationen erarbeitet, den “Thematic Organizations” und den “User Groups”. Das Komitee wird zukünftig als Affiliations Committee agieren und neben den nationalen Vereinen auch diese beiden Gruppen auf ihrem Weg zur offiziellen Anerkennung begleiten,

WIKIMEDIA FOUNDATION: QUALITÄTSSICHERUNG

Für die Qualitätssicherung der Wikimedia-Projekte bei der Wikimedia Foundation ist Chris McMahon zuständig. Im Blog der Foundation stellt er seine Arbeit und Zukunftspläne in diesem Bereich vor. Das beinhaltet auch zwei Stellenausschreibungen, um das Team zu verstärken.

WIKIMEDIA FOUNDATION: BOARDBESUCH

Das Kuratorium der Wikimedia Foundation hat einen Beschluss zu Gästen bei Kuratoriumssitzungen gefasst. Demnach können zwei Gäste im Zeitraum eines Jahres jeweils einen Sitzungstermin für ihren Besuch wählen.

WIKIMEDIA CH

Auf der Mitgliederversammlung von Wikimedia CH wurde unter anderem ein neuer Vorstand gewählt.

WIKIMEDIA DEUTSCHLAND: PRÄSIDIUMSSITZUNG

Im Blog von Wikimedia Deutschland wurde ein Rückblick auf die zweite Präsidiumsklausur des Jahres 2012 veröffentlicht. Das Präsidium des Vereins tagte gemeinsam mit Markus Glaser, dem gewählten Ratsmitglied der Wikimedia Chapters Association (WCA). Die Themen der Klausur werden im Blog zusammengefasst, ein Protokoll folgt.

Projekte und Initiativen

WIKIMEDIA COMMONS: BILD DES JAHRES GEWÄHLT

Das Bild des Jahres im freien Medienarchiv Wikimedia Commons ist gewählt. Das Siegermotiv zeigt einen See in Norwegen. Es setzte sich in der Jurybewertung vor dem Selbstporträt einer Astronautin (die Erde im Hintergrund) an Bord der Internationalen Raumstation ISS durch. Alle Platzierungen der Finalrunde und der vorhergehenden Auswahlrunden sind auf Wikimedia Commons einzusehen und zu bestaunen.

REISEFÜHRER-VORSCHLAG AUF DEN WEG GEBRACHT

James Heilman von Wikimedia Canada hat auf Meta-Wiki geschrieben, der offizielle Vorschlag für den neuen Reiseführer als Wikimedia-Schwesterprojekt sei bereits am 27. Mai 2012 an die Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation, Sue Gardner, und an das WMF-Vorstandsmitglied Samuel Klein weitergeleitet worden, also noch vor der Mitgliederversammlung von Wikivoyage am 9. Juni 2012, bei der dem neuen Projekt zugestimmt worden war. Weiter wird über den Namen des neuen Schwesterprojekts diskutiert. Dabei wird nicht ausgeschlossen, dass es verschiedene Namen für die diversen Sprachzweige geben könnte (“Travel” für Englisch und “Wikivoyage” für Deutsch, Italienisch und Französisch). Dabei spielen alte Animositäten aus der früheren Abspaltung von Wikitravel zu Wikivoyage weiter eine große Rolle für die englischsprachige Wikitravel-Community. Als Domain wurde von Samuel Klein travel.wikimedia.org genannt. Das Projekt läuft nun auf Meta-Wiki unter dem Namen “Travel Guide”. Die Community wird weiter beteiligt, und der Vorstand der Wikimedia Foundation wird über den Vorschlag und über dessen Umsetzung entscheiden, gegebenenfalls noch bei der Wikimania 2012 in Washington.

JSTOR-ACCOUNTS ANTE PORTAS – BEWERBUNGEN WEITER MÖGLICH

Steven Walling von der Wikimedia Foundation hat bekanntgegeben, dass die Rechtsabteilung der Stiftung derzeit eine Vereinbarung mit dem Online-Archiv JSTOR über 100 Accounts prüft, die an Wikipedianer verteilt werden können. Möglicherweise kommt es bis zur Wikimania 2012 in Washington noch zum Abschluss. Wer sich um einen Zugang zu JSTOR bewerben möchte, kann das weiterhin in der englischen Wikipedia tun. Derzeit stehen 97 Bewerber auf der Liste. Dort heißt es, die Vergabe werde sich „nach dem Bedarf und nach den Verdiensten“ der Bewerber richten. Wer anderweitig auf das Angebot von JSTOR zugreifen kann, möge von einer Bewerbung absehen. Das Programm ähnelt den Abmachungen, auf deren Grundlage bereits Zugänge zu den Datenbanken Credo Reference und HighBeam Research erteilt worden sind. JSTOR bietet eine Volltextsuche in über 1.400 digitalisierten Zeitschriften aus den Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften an.

AFRIPEDIA

In der Ausgabe 25/2012 der Wikimedia:Woche wurde über das von Wikimedia Frankreich initiierte Programm Afripedia berichtet. In einem ausführlichen Blogbericht der Wikimedia Foundation sind nun Details zu erfahren. Von technischer Seite sollen in Schulen Offline-Netzwerke mit Kiwix-Rechnern eingerichtet werden, über die Wikipedia wie in einem Intranet verfügbar wird. Internetanbindung ist dafür nicht nötig. Um alle Rechner und deren Wikipedia-Versionen zu aktualisieren, muss nur ein einziger Rechner aktualisiert werden.

OFFIZIELLE WIKTIONARY-APP FÜR ANDROID

Die Wikimedia-Stiftung hat nach der Wikipedia-App (Januar 2012) nun die zweite offizielle Anwendung im »Google Play Store« veröffentlicht. Mit ihrer Hilfe kann man auf Mobiltelefonen mit dem Open-Source-Betriebssystem Android das freie Online-Wörterbuch Wiktionary in über 150 Sprachen lesen und die Einträge an seine Freunde weiterleiten (z.B. über Facebook oder Twitter). Mit der App lassen sich Aussprache-Beispiele anhören, Seiten als Favoriten speichern und das Wort des Tages abrufen. Ziel der Apps ist es, die Reichweite der Wikimedia-Projekte zu vergrößern.

WIKISANGAMOLSAVAM

In Indien fand Ende April 2012 die erste WikiSangamolsavam-Konferenz für Helfer der Malayalam-Sprachversion von Wikipedia statt. Über 100 Teilnehmer waren vor Ort. Ein Rückblick ist im Blog der Wikimedia Foundation zu lesen.

OPEN DATA IM BUNDESTAG

Pavel Richter, Vorstand von Wikimedia Deutschland, nahm an einer Sitzung des Unterausschusses Neue Medien teil, um über die Bedeutung freier Lizenzen zu sprechen. Wikimedia Deutschland hat aus diesem Anlass eine entsprechende Stellungnahme (“Entwicklung und Stand Open Data-Projekte”) veröffentlicht.

Studien und Statistik

WIKIMEDIA FOUNDATION: RESEARCH NEWSLETTER

Der regelmäßige Überblick wissenschaftlicher Arbeiten zu Wikipedia wird im Blog der Wikimedia Foundation veröffentlicht. In der aktuellen Ausgabe wird unter anderem eine Studie zur Entwicklung von Bearbeitungskonflikten kommentiert: Die Studie kommt demnach zum Ergebnis, dass die meisten Bearbeitungskonflikte (Edit-Wars) zu einem Konsens führen. In den Fällen, wo das nicht gelingt, sei es dem ständigen Zufluss neuer Diskussionsteilnehmer geschuldet. Weitere Themen des Newsletters sind neben einer Vorankündigung der Wikipedia Academy in Berlin beispielsweise Forschungsergebnisse zur Transitivität von Interwikilinks (gegenseitige Verweise zwischen Sprachversionen) sowie eine Sonderausgabe der Open Access-Zeitschrift Digithum zu Wikipedia.

Technik

VISUAL EDITOR

Die Wikimedia Foundation hat eine überarbeitete Version des geplanten WYSIWYG-Editors veröffentlicht und bittet um Rückmeldungen aus der Community der Wikipedia-Bearbeiter. Auf dem Prüfstand stehen Funktionalität und Benutzerführung. Ziel der neuen Benutzeroberfläche ist es, technische Hürden der Bearbeitung von Wikipedia-Artikeln zu senken, indem potenzielle Helfer ohne Kenntnis der sogenannten Wiki-Syntax Inhalte einstellen und ändern können.

WERKZEUG FÜR ARTIKELKOMMENTARE

Article Feedback Tool (AFT), so bezeichnet die Wikimedia Foundation eine Testreihe von Einblendungen, mit deren Hilfe Leser von Wikipedia-Artikeln motiviert werden sollen, Feedback zu Artikeln zu geben und im Idealfall selber Artikel zu bearbeiten. Ein Zwischenbericht ist erschienen, der nahelegt, dass die mittlerweile fünfte Version des AFT auch im größeren Maßstab Leser zu mehr Kommentaren und auch zu eigener Mitarbeit animiert. Details hierzu im Blog der Wikimedia Foundation. Im Juli 2012 soll die Reichweite des Werkzeugs auf zehn Prozent aller englischsprachigen Artikel erhöht werden. Im Herbst 2012 könnte die Komplettabdeckung der englischen Sprachversion folgen.

RENDER

Das Team der Projekts RENDER bei Wikimedia Deutschland wird durch einen neuen Mitarbeiter verstärkt. Eine kurze Einführung zu Johannes Kroll ist im Vereinsblog zu finden. Außerdem steht im Toolkit von RENDER nun ein weiteres Werkzeug bereit: Historische Infobox-Daten aus Wikipedia wurden als Datenset vom RENDER-Projektparter Google Research Zürich verfügbar gemacht.

Termine

ZEDLER-PREIS FÜR FREIES WISSEN 2012

Am Sonntag, den 1. Juli 2012, findet in Berlin ab 14 Uhr die Verleihung des Zedler-Preises 2012 statt. Ort der Veranstaltung ist der SUPERMARKT, Brunnenstraße 64, 13355 Berlin.
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading ... Loading ...

Google stellt historische Infobox-Daten zur Verfügung

Guillermo Garrido (NLP Group, UNED, Spanien) und Enrique Alfonseca von Google Research Zürich, einem unserer Projektpartner im RENDER-Projekt, haben ein Datenset extrahiert, das alle Attribut-Wert-Paare von Infoboxen in der englischsprachigen Wikipedia-Artikeln seit 2003 enthält.

Das WHAD-Set (Wikipedia Historical Attribute Data) ist auf der Downloadseite im RENDER-Toolkit abrufbar. Das 5,5 GB große Datenset steht unter der Lizenz CC-BY-SA und ist als Trainingsdatenmenge für Forscher im Bereich überwachtes maschinelles Lernen besonders interessant.

Ausführlichere Informationen zum WHAD-Datenset finden sich auf Enrique Alfonsecas Webseite.

Wir freuen uns besonders auf Enriques Teilnahme an der Wikipedia Academy. Seine Arbeiten zum WHAD-Datenset stellt er am Samstag während der Paper Session III: Analyzing Wikipedia Article Data vor.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading ... Loading ...

Bericht zur zweiten Präsidiumsklausur


Präsidium und Vorstand bei der Klausur.
Urheber: Dirk Franke, Lizenziert unter CC-BY-SA 3.0
→ weitere Bilder

Letztes Wochenende trafen sich Präsidium, Vorstand sowie das frisch gewählte WCA-Ratsmitglied Markus Glaser zur zweiten Klausur in diesem Jahr. Die Tagesordnung (einmalige Anmeldung erforderlich) war mit wichtigen Themen gefüllt: dazu gehörten die laufenden Diskussionen über die Art und Weise, wie die international gesammelten Spenden zukünftig weltweit verteilt werden sollen, die Wahl eines neuen Stellvertretenden Vorsitzenden, der Aufbau der Wikimedia Chapters Association, die Vorbereitung der Vorstandsbewertung, der dritten Runde des Community-Projektbudgets, der Überarbeitung des Kompass 2020, Diskussionen zur Vergabe von Stipendien, dem Bericht vom WikiWomenCamp oder der politischen Positionierung des Vereins.

Das Protokoll der Klausur wird in Kürze veröffentlicht. Vorab aber hier schon einige wichtige Punkte, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

  • Nach dem Rücktritt von Sebastian Wallroth vom Amt des Stellvertretenden Vorsitzenden am 11. Juni 2012 obliegt es dem Präsidium satzungsgemäß, aus seiner Mitte einen Nachfolger für den Rest der Wahlperiode zu wählen. Auf der Klausur wurde die bisherige Beisitzerin Anja Ebersbach in dieses Amt gewählt. An dieser Stelle möchte ich mich auch persönlich noch einmal für Sebastians Arbeit bedanken und ihm alles Gute für seine Zukunft wünschen.
  • Präsidium und WCA-Rat werden zukünftig eng zusammenarbeiten. Hierfür wird Markus Glaser, der von Wikimedia Deutschland in den Rat gewählt wurde, in die interne Kommunikation des Präsidiums eingebunden und auch zu allen Sitzungen eingeladen. Gleichzeitig soll es zukünftig für die internationalen Themen eine gemeinsame Arbeitsgruppe aus Präsidiumsmitgliedern, dem WCA-Ratsmitglied, Mitarbeitern von Wikimedia Deutschland und Interessierten aus der Community geben.
  • Das Präsidium wird wie in den Vorjahren gemeinsame mit den Mitarbeitern die Arbeit des hauptamtlichen Vorstands bewerten. Die Vorbereitungen dafür laufen jetzt an, mit dem Ziel, die Bewertung bis Ende August abgeschlossen zu haben.
  • Die Überarbeitung des Kompass 2020 geht voran. Im Ressort Politik & Gesellschaft gibt es einen Entwurf für neue strategische Ziele, an denen sich die Arbeit des Vereins in den nächsten Jahren orientieren soll. Die neuen Ideen aus dem Ressort sollen sowohl online im Vereinsforum als auch offline auf einer Städtetour vorgestellt und diskutiert werden.

Wie auch die Sitzungen zuvor, war diese Klausur von großer Konzentriertheit und Konstruktivität geprägt. Vielen Dank an alle Beteiligten für die Vorbereitung und die Teilnahme!

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (10 Bewertungen, Durchschnitt: 4,40 von 5)
Loading ... Loading ...

Linkliste zum Presseverleger-Leistungsschutzrecht, solange es noch erlaubt ist

Am 14. Juni wurde an diversen Stellen im Internet der aktuelle Referentenentwurf für die Einführung eines “Leistungsschutzrechts für Presseverleger” veröffentlicht. Federführend ist hier das Bundesjustizministerium, das bislang selbst noch keinen Entwurf selbst veröffentlicht hat, sondern nur “unter zwei” bestätigt, dass es sich bei der veröffentlichten Version um das interne Papier mit Stand 13. Juni 2012, 13:39 Uhr handelt. In diesen schnelllebigen Zeiten scheint die Minutenangabe tatsächlich gerechtfertigt zu sein.

Damit endet eine fast dreijährige in Fachkreisen geführte Diskussion über ein Leistungsschutzrecht, von dem (mit Ausnahme eines Diskussionspapieres zwischen Gewerkschaft und Verlagen) bis zuletzt unklar war, um welche konkreten Handlungen im Internet es überhaupt gehen soll, die von welchem konkreten Berechtigtenkreis mit welchen Mitteln untersagt werden können soll.

Wir dokumentieren an dieser Stelle alle Reaktionen auf den Referentenentwurf, die wir spannend, lesenswert, informativ oder zumindest aus Vollständigkeitsgründen erwähnenswert halten. Bitte nutzt die Kommentarfunktion, um weitere Links vorzuschlagen. Die von uns gewählte Sortierung ist willkürlich.

Dass die Mehrzahl der von uns verlinkten Beiträge dem Presseverlegerleistungsschutzrecht oder zumindest diesem Referentenentwurf skeptisch oder massiv ablehnend gegenüberstehen, deckt sich durchaus mit der Stimmungslage insgesamt und ist nicht das Resultat einer auf Verzerrung angelegten Auswahl. Besonders stark und teilweise kreativ fiel die Kritik von Bloggern und der “LSR-Szene” aus.

Die Bundesregierung strebt an, einen Gesetzesentwurf für ein Presseverlegerleistungsschutzrecht noch vor der Sommerpause einzubringen, der einzige realistische Termin dafür wäre die Kabinettsrunde am Mittwoch, 4. Juli 2012. Die Tagesordnung für dieses Treffen wird am 2. Juli festgelegt und am 3. Juli der Öffentlichkeit mitgeteilt. Der Bundestag könnte dann direkt nach der Sommerpause mit der Beratung in den Ausschüssen anfangen.

Rechtliche Analysen, Stellungnahmen von Anwälten:

Nachrichtenseiten, Blogs:

 Gewerkschaften, Industrieverbände

Stellungnahmen von Politikern:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (2 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading ... Loading ...

Johannes Kroll verstärkt das RENDER-Team

Johannes Kroll (Foto: Phillip Wilke / CC-BY-SA 3.0)

Seit dem 15.06. verstärkt Johannes Kroll als Software-Entwickler das Team des RENDER-Projekts bei Wikimedia Deutschland. In den kommenden Monaten wird Johannes das Projekt besonders bei der Entwicklung der geplanten Supporting Tools unterstützen. Diese Werkzeuge ermöglichen es Nutzern der Wikipedia, unausgewogen formulierte und nicht-neutrale Artikel zu finden, zu verstehen und zu verbessern.
Johannes arbeitet seit vielen Jahren als freiberuflicher Entwickler und hat bereits für Wikimedia an der Entwicklung für GraphCore und GraphServ gearbeitet. Sein Wissen und seine Expertise auf diesem Gebiet werden für die kommenden Aufgaben eine große Bereicherung sein. Herzlich Willkommen!

Als überzeugter Autodidakt, der sich ständig weiterbilden will und
muss, weiß ich den Zugang zu freiem Wissen besonders zu schätzen. Das
ist ein Grund, warum ich gern für und mit Wikimedia arbeite.”

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (7 Bewertungen, Durchschnitt: 4,57 von 5)
Loading ... Loading ...

Zedler-Preis 2012: Auszeichnung für Freies Wissen

Eine Blaupause des Zedler-Preises

Die Spannung steigt. Zum krönenden Abschluss der Wikipedia Academy wird am Sonntag, den 1. Juli 2012, der Zedler-Preis für Freies Wissen vergeben. Was es mit dem Preis auf sich hat, erklärt Wikimedia Deutschlands offizielle Pressemitteilung zur Preisverleihung. Nur so viel an dieser Stelle: 100 Einreichungen, 17 Nominierte, 3 Preiskategorien, 2 Sonderpreise und 1 Veranstaltungsort in Berlin, der auf viele, viele Gäste wartet:

  • Sonntag, 1. Juli 2012
    14.00 Uhr – 16.00 Uhr
  • SUPERMARKT
    Brunnenstraße 64
    13355 Berlin

 
Der SUPERMARKT ist ein zur Veranstaltungsfläche umgebauter, nun ja, Supermarkt. Am Sonntag erfahren dort die Nominierten in den Kategorien Wikipedia-Artikel des Jahres, Community-Projekt des Jahres und Externes Wissensprojekt des Jahres, wen die Jury als Gewinner gekürt hat. Dann wird auch die Trophäe des Zedler-Preises enthüllt. Einen Vorgeschmack für Neugierige bietet das Logo, hier oben rechts im Beitrag. Es erinnert nicht von ungefähr an eine Blaupause. Wie allerdings der Zedler-Preis genau aussieht, davon sollte man sich persönlich überzeugen.

Wichtig!

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (7 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading ... Loading ...

Zwei Bilder, zwei Welten – Open Data im Bundestag

Das Foto “Earthrise”, ein Abbild der Erde, fotografiert aus dem Weltraum von NASA-Astronaut William Anders und das Foto Willy Brandts Kniefall in Warschau – eigentlich haben sie nicht viel gemein. Im gestrigen Unterausschuss Neue Medien im Bundestag dienten sie dem Vorstand von Wikimedia Deutschland, Pavel Richter zu einem Vergleich: Denn das Bild von der Erde ist frei nutzbar und kann daher in beliebigem Kontext auch kommerziell verwendet werden, das andere, der Kniefall Willy Brands (Bildrechte einiger liegen Aufnahmen beim Presse- und Informationsamt der Bundesregierung), jedoch nicht.

Pavel Richter war für Wikimedia Deutschland als Sachverständiger in den Unterausschuss Neue Medien eingeladen und nutzte dieses Beispiel um die Bedeutung freier Lizenzen zu verdeutlichen. Zuvor wurde von Wikimedia eine Stellungnahme eingereicht.

Durch das Beispiel mit den Bildern wurde deutlich, dass es nicht nur darum geht, Daten im Internet anzuschauen zu dürfen, sondern um die freie Verwendbarkeit, was eine einfache und klar verständliche Klärung von urheberrechtlichen Fragen voraussetzt.

Bemerkenswert war die Einigkeit der Sachverständigen über die Notwendigkeit von Open Data  und das Potential für Innovationen. Lediglich in Detailfragen gab es unterschiedliche Ansichten.

Georg Thiel vom Bundesinnenministerium kündigte eine Open Data Plattform für Geodaten des Bundes an. Im Hinblick darauf betonte Hauke Gierow von der Open Knowledge Foundation, dass eine nicht offene Software als Grundlage von Open Data Projekten unnötige Abhängigkeinten schafft und die Verwendbarkeit der Daten einschränken kann.

Uneinigkeit bestand zum einen darin, ob es weiterer rechtlicher Regelungen bedarf und ob eine Unterscheidung zwischen privater und kommerzielle Nutzung sinnvoll ist. Während die Fraktion der Grünen und Hauke Gierow eine Verankerung der Informationsfreiheit im Grundgesetz befürworten hält Gero Thiel vom Bundesinnenministerium weitere rechtliche Regelungen für überflüssig.

Wieder wurde die Frage aufgeworfen, ob kommerzielle Nutzung überhaupt möglich sein soll. Hierzu stellte Pavel Richter klar, dass es sich auf seiner Sicht bei Daten um eine wirtschaftliche Grundlage als Infrastruktur handelt, die allen zur freien Nutzung zur Verfügung stehen muss. Dabei sollte der Staat die rechtlichen Rahmenbedingungen vorgeben. Die Nutzung selbst aber muss dem einzelnen Bürger genauso wie der Wirtschaft überlassen bleiben.

Richter schloss seine Anmerkungen mit Vorschlägen an die Abgeordneten in welchen Bereichen die Bundestagsverwaltung mit gutem Beispiel voran gehen kann und schlug vor, die Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes und die Rohschnitte des Parlamentsfernsehens frei nutzbar zur Verfügung zu stellen.

Insgesamt bleibt festzuhalten, dass der Weg frei scheint für offenere nutzbare Daten, die durch den Staat bereitgestellt werden. Auch Dr. Frank Jendro, von der Landesbeauftragten für den Datenschutz und für das Recht auf Akteneinsicht Brandenburg äußerte keine grundlegenden Bedenken die einem umfangreichen Ausbau von Open Data Projekten entgegenstehen würden.

Eine Übertragung der Sitzung im Parlamentsfernsehen war aus Kapazitätgründen leider nicht möglich. Es wird aber in den kommenden Tagen ein Wortprotokoll veröffentlicht.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (6 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading ... Loading ...

Wikipedia Academy: Keynotes von Sarah Stierch und Benjamin Mako Hill

Die Wikipedia Academy, die am kommenden Wochenende in Berlin stattfindet, wird eingerahmt von zwei Keynotes. Am Freitag um 13:30 Uhr eröffnet Benjamin Mako Hill die Academy in der FU mit seiner Keynote “When Peer Production Succeeds“. Aus der Ankündigung:

As Wikipedians have collaborated over the last decade to build the most comprehensive reference work in history, they have created, and documented, a new class of cooperative work. The academic world — inspired by Wikipedia’s success and its novel form — have responded with thousands of academic papers about Wikipedia and its processes.

But as many people who have tried to create their own wikis can attest to, Wikipedia’s enormous success at mobilizing volunteers and building works of high quality has been difficult to replicate. Even the Wikimedia Foundation and Wikipedia’s founders have struggled to replicate Wikipedia’s success in their other projects.

Through the knowledge and intuitions of Wikipedians, and through the work of the academics studying Wikipedia, we know an enormous amount about *how* Wikipedia works. However, the fact that even our own community has systematically failed to replicate our greatest success points to the fact that we still know very little about *why* Wikipedia works. The situation is similar in regards to free software and other peer production communities. And although each failure can teach us something, we have not given these failures the same attention we’ve saved for the successes.

In this talk, I will refer to research on free software and free culture communities and suggest that the ideal of peer production is only rarely realized. I will show how free software, and free culture, only very rarely looks like its poster children: the Linux kernels and the Wikipedias. I will present some of my research comparing failed free culture projects to successes to both suggest a methodology, and a potential set of answers, in order to answering the question: Why did peer production projects like Wikipedia work?

I will suggest, and try to show, that by learning from our failures, instead of ignoring or sweeping them under the rug, we can make both free culture advocacy and free culture practice more effective.

Den Sonntag im SUPERMARKT eröffnet Sarah Stierch mit ihrer Keynote “The Visual Experience – Gender and Ways of Seeing Wikimedia.” Ihr Ankündigung liest sich ebenso spannend:

According to the Wikimedia Foundation’s most recent community survey, women continue, for the second year in a row, to comprise of approximately nine percent of contributors to Wikipedia and related projects. As researchers try to find the reason why, the Wikimedia Foundation and community members across projects explore ways to improve on that low percentage. What makes the Wikipedia and Wikimedia world so different than other landscapes in which women are active in online?

For example, women are more active than men in online communities such as Twitter and Facebook, and also blog more than their gender counterparts. Providing a more visually accessible landscape for participation will most likely be a key component in improving women’s participation in Wikipedia and other projects such as Wikimedia Commons, Wikipedia’s online free image repository. This talk will not only explore the hard truth about women’s participation through direct experience, but will also explore what is deterring that participation through one common focus: the visual experience. How do on-wiki new user spaces such as the Wikipedia Teahouse work to attract and retain women? What makes it different visually than other spaces on Wikipedia? How can a call for action through a visual experience attract women via a call for action in a way that the rest of Wikipedia is not? What makes Wikimedia Commons such a challenging attempt at encompassing free content by challenging the public’s expectations of visual collections and how can women help to curate that content?

Finding influence in feminist and visual theory about imagery and women’s expectations and experiences, Stierch will break down what she believes needs to happen to create an encompassing landscape that can appeal to women in order to mind the gap of Wikipedia.

Wir freuen uns sehr, dass die beiden zu uns nach Berlin kommen. Die Academy bietet darüber hinaus noch weitere Highlights, wie man dem Konferenzprogramm unschwer entnehmen kann. Im Anschluss der Academy wird am Sonntag außerdem der Zedler-Preis für Freies Wissen verliehen. Die Anmeldung ist noch geöffnet!

Update: Im Wikimedia Research Newsletter findet sich ein Preview zu den Papers und Postern, die auf der Academy präsentiert werden.

Fotos:
Benjamin Mako Hill by Mika MatsuzakiMattl at en.wikipedia [CC-BY-SA-2.0], from Wikimedia Commons
Sarah Stierch by Matthew Roth (Wikimedia Foundation) [CC-BY-2.5], via Wikimedia Commons

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (8 Bewertungen, Durchschnitt: 4,88 von 5)
Loading ... Loading ...

Nächste Auswahlrunde zum Community-Projektbudget beginnt in Kürze

Das  Community-Projektbudget (CPB) bietet auch 2012 wieder die Möglichkeit, Community-Initiativen zur Unterstützung Freien Wissens mit Schwerpunkt auf die Wikimedia-Projekte zu fördern. Der ehrenamtliche CPB-Ausschuss kann beantragte Projekte im Rahmen eines Gesamtbudgets von 250.000 Euro fördern.

Zur Auswertung der bisherigen Erfahrungen und zur Vorbereitung der nächsten Föderrunde traf sich der neugewählte CPB-Ausschuss am 16. Juni 2012 in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland in Berlin. Mit Mitgliedern des Präsidiums wurden die Eckpunkte zum Auswahlverfahren in der nächsten Auswahlrunde besprochen. Voraussichtlich wird die nächste Ideeneinreichungsrunde am 14. Juli starten und bis 7. September gehen.

Eine Neuerung werden zwei Workshops für Antragsteller sein, einer davon Anfang August in Berlin, ein weiterer im Rahmen des größten Community-Treffens, der Wikicon 2012 in Dornbirn am 1. September. Außerdem wird der Ausschuss die Informationen zum Auswahlverfahren übersichtlicher aufbereiten und von der Geschäftsstelle stärker durch öffentlichkeitswirksame Materialien begleiten lassen. In einem ersten Schritt wurde begonnen, die Seite zum Community-Projektbudget übersichtlicher zu gestalten. Durch den Beschluss der Mitgliederversammlung werden in Zukunft alle Anträge (auf Wunsch bei abgelehnten Anträgen auch anonym) nach der Auswahl veröffentlicht, wie bisher kann die öffentliche Antragswerkstatt genutzt werden, um Anträge gemeinsam zu erarbeiten und nach Unterstützern zu suchen.

Als Sprecherin gewählt wurde Veronika Rüther-Weiß, zum stellvertretenden Sprecher wählte der Ausschuss Peter Wuttke.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (9 Bewertungen, Durchschnitt: 4,56 von 5)
Loading ... Loading ...