Archiv für Juli, 2011



WissensWert – Berichte aus den Projekten III

Wir berichten regelmäßig über den Fortschritt in den verschiedenen WissensWert-Projekten. Hier kommt nun der dritte Teil mit teils beachtlichen Neuigkeiten.

Die Betreuung und Begleitung der Projekte haben verschiedene Mitarbeiter bei uns übernommen, sie stehen den Projektpartnern als Ansprechpartner bei allen Fragen und Wünschen zur Verfügung und unterstützen bei der Bekanntmachung der Projekte und Ergebnisse. Diese Dokumentation soll dabei für die Projektpartner keine lästige Pflicht sein, sondern die Chance, ihr Projekt einer größeren Zielgruppe und Öffentlichkeit vorzustellen, neue Kontakte im Bereich Freies Wissen zu knüpfen und darüber Anregungen zur erfolgreichen Umsetzung ihrer Projekte erhalten.

1 Freies Wissen als Hörbarer Podcast

Projektpartnerin: Tabitha Hammer
Begleitung bei Wikimedia: Catrin Schoneville
Status: Das Projekt ist abgeschlossen. Tabitha hat das Studio fertig eingerichtet und in Betrieb genommen. Vor kurzem ist auch die Box geliefert worden, die das i-Tüpfelchen ausmacht: Das Tonstudio ist nun wirklich mobil und kann für die Erstellung freier Inhalte ausgeliehen werden. Tabitha freut sich über Anfragen und Kontakt, egal ob ihr das Studio in Köln oder die mobile Version bei euch vor Ort benutzen möchtet.

Als nächstes größeres Projekt ist geplant, geeignete Wikipedia-Artikel zum Thema Weltkulturerbe zu identifizieren und einzusprechen. Gemeinsam mit der Geschäftsstelle soll auch hieraus wieder eine CD zusammen gestellt werden. Auch hier wäre es prima, wenn Tabitha einige Mitstreiter finden würde, die sie dabei unterstützen. Habt ihr Lust?

8 Links to free and open – das Verzeichnis freier Projekte.

Projektpartner: Jan-Christoph Borchardt
Begleitung bei Wikimedia: Mathias Schindler
Status: Das Projekt Libreprojects befindet sich bereits in der Umsetzung. Jan schreibt:

Die Seite ist nun per Weboberfläche von Transifex übersetzbar: http://transifex.net/projects/p/libreprojects/. Sonst gibt es noch nichts Neues, da ich gerade mit meiner Thesis beschäftigt bin. Planung und Todos sind auf http://libreprojects.net/plan zu finden.

40 Luftbilder für OpenStreetMap

Projektpartner: Marc Gehling
Begleitung bei Wikimedia: Boris Marinov
Status: Das Projekt befindet sich in der Umsetzung. Marc schreibt:

Der Vertrag mit Aerowest ist ausgehandelt und unterzeichnet, sodass der Zugriff auf die Luftbilder für die OSM-Nutzer sichergestellt ist. Er erfolgt mittels “User osm / osmonly” und eine Anleitung und alle Infos zur Verwendung der Luftbilder sind hier zu finden. Die Abstimmung mit der Göttinger Community ist ebenfalls fortgeschritten und wird in den nächsten Tagen abgeschlossen. Seit gestern ist die Freigabe erteilt, im Forum und auf der Mailinglisten werden Tips ausgetauscht, wie mit den Editoren auf die Bilder zugegriffen werden kann. Neben einigen Nachfragen zum Umfang der erlaubten Verwendung bekommt das Projekt insgesamt positive Reaktionen.

48 Motivationsfilm für Creative Commons

Projektpartner: Amadeus Wittwer
Begleitung bei Wikimedia: Catrin Schoneville
Status: Das Projekt ist abgeschlossen, der Film wurde veröffentlicht. Mehr dazu im Blogpost: WissensWert-Gewinner veröffentlichen Motivationsfilm für Creative Commons.

59 Barrierefreies Onlineportal für Karten- und Routing-Services

Projektpartnerin: Annette Thurow
Begleitung bei Wikimedia: Nicole Ebber
Status: Vereinbarung wurde noch nicht erstellt, es wird zusätzlich Förderung bei weiteren Stellen beantragt. Annette schreibt:

Leider haben wir mit unserem Projektpartner erstmal eine Schlappe erlitten, die Fördergelder von der Uni sind nach derzeit gültigen Richtlinien nicht bewilligt worden. Ab 1.7.2011 gelten neue Richtlinien, dann werde ich erneut versuchen an der Uni Paderborn eine Förderung zu erlangen. Dummerweise ist “Projekt wurde noch nicht begonnen” bei vielen Geldgebern eine Bedingung, die mich davon abhält, loszulegen. Ich bin dabei weitere Förderungsmöglichkeiten zu beantragen, außerdem ist ein Spendenkonto-Verwendungszweck eingerichtet worden bei der FOSSGIS e.V. für das Kartenportal.

60 WikiStories – Einblicke von Zeitzeugen

Projektpartner: Werner Jansen, Ahmet Emre Acar
Begleitung bei Wikimedia: Sebastian Sooth
Status:  Das Projektteam hat Prototypen für die Präsentation der Videos entwickelt und bereitet jetzt die technische Umsetzung vor. Zum Stand der Videos schreibt Werner:

Damit wir uns für den Anfang nicht im thematisch uferlosen verlieren, haben wir für die ersten Videos das Badische Landesmuseum in Karlsruhe als Kooperationspartner gewonnen. Hier wird gerade eine Ausstellung für 2012 vorbereitet, die sich mit der “Identität Badens” beschäftigt und dabei auch den Bewohner Badens in den Mittelpunkt rücken möchte – mit kleinen Videoclips. […] Das ZKM ist auch beteiligt.

63 Public Domain Projekt

Projektpartner: Carl Flisch, Philippe Perreaux
Begleitung bei Wikimedia: Denis Barthel
Status: Vereinbarung wurde erstellt und unterschrieben. Der Laserplattenspieler zur Digitalisierung alter Schelllackplatten wurde bestellt, hat aber eine Produktionszeit von einem halben Jahr. Hier gibt es eine ausführliche Beschreibung zum Projekt: WissensWert: Public Domain Projekt

68 WikiQuest – kooperatives Lernen mit freien Inhalten

Projektpartner: Andreas Bietenbeck
Begleitung bei Wikimedia: Daniel Kinzler
Status: Die Vereinbarung wurde unterzeichnet und die Fördersumme wurde überwiesen. Weitere Informationen folgen.

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WikiConvention – Wissen fängt mit W an

Noch zwei Wochen Zeit, um sich für die WikiConvention in Nürnberg anzumelden. Unterstützt wird die Veranstaltung unter anderem von der gemeinnützigen Nürnberger Medienakademie, die in Abstimmung mit Wikimedia Deutschland eine Pressemitteilung zur WikiConvention veröffentlicht hat. Wir haben die Mitteilung ebenfalls über unsere Pressekontakte verbreitet. Weiter unten findet ihr den Haupttext.

 
P.S. Anmelden ist prima, …und darüber reden natürlich auch. Das allgemeine Hashtag zur WikiConvention ist #wikicon.

 

Pressemitteilung — Berlin, 29.07.2011

Wissen fängt mit W an

WikiConvention 2011 vom 9. bis 11.9.2011 am Bildungszentrum der Stadt Nürnberg.

Zur WikiConvention 2011 lädt der gemeinnützige Verein Wikimedia Deutschland Wikipedianer und alle, die es werden wollen, für den 9. bis 11. September nach Nürnberg ein. Der Kongress richtet sich mit Workshops, Diskussionen, Vorträgen und Exkursionen an Interessierte, die mehr über Wikipedia erfahren und am Wissensaustausch teilnehmen wollen. „Das ist eine tolle Gelegenheit die unterschiedlichen Akteure im Wikipedia-Umfeld zusammenzubringen“, freut sich Projektmanagerin Nicole Ebber. Beim Kongress berichten Referenten aus Wissenschaft, Politik und Medien. Artikel zu lebenden Personen, Urheberrechtsfragen oder rechtliche Aspekte der Fotografie sind nur einige der Themen, die hier diskutiert werden. Schwerpunktthema ist die Online-Enzyklopädie Wikipedia, aber auch Schwesterprojekte wie das freie Medienarchiv Wikimedia Commons, Wikisource und andere werden berücksichtigt.

Die WikiConvention wendet sich nicht nur an ein Fachpublikum, sondern will möglichst viele Menschen erreichen. Menschen, die sich für die Erstellung, Sammlung und Verbreitung von frei zugänglichem Wissen interessieren, sind herzlich eingeladen. Wikimedia Deutschland, Hauptförderer des Treffens, rechnet mit 200 Teilnehmern. Die Wikimedia-Vereine aus Österreich und der Schweiz sowie die Nürnberger Medienakademie unterstützen den Kongress. Für Gerd Seidel vom Nürnberger Organisationsteam geht es bei der WikiConvention 2011 um „Freies Wissen für alle“. In Kooperation mit dem Bildungszentrum der Stadt Nürnberg findet am Samstag, den 10. September 2011, ab 19 Uhr eine Podiums-Veranstaltung unter dem Motto „Zehn Jahre Wikipedia: Freies Wissen für alle“ statt. Für Hörfunk und online stehen Audiodownloads mit Gerd Seidel und Nicole Ebber, Projektmanagerin bei Wikimedia Deutschland, bereit.

Anmeldeschluss zum Kongress ist der 15. August 2011. Unter http://de.amiando.com/wikicon11.html kann das Anmeldeformular abgerufen werden. Die Teilnahme mit Unterkunft und Verpflegung kostet 60 Euro. Wer keine Übernachtung braucht, zahlt nur 30 Euro. Weitere Infos unter wikicon@wikimedia.de

[…]

Zur vollständigen Pressemitteilung.

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eLitstip für das Projekt:Afrika der Wikipedia

“eLitstip” – dieses kryptische Kürzel ist der Name einer Spielart des Wikipedia-Literaturstipendiums von Wikimedia Deutschland. Während letzteres einzelnen Autoren teure Fachbücher zur Verfügung stellt, damit diese anhand besonders hochwertiger Literatur in der Wikipedia aktiv sein können, ist das eLitstip breiter angelegt und soll Gruppen von Wikipedianern ganzer Fachbereiche Zugänge zu elektronischen Literaturdatenbanken bereitstellen. So verfügen die Biologie-Autoren seit 2009 über Zugänge zu BioOne und jene zum Thema Chemie seit Anfang 2011 über Zugänge zu dem deutschsprachigen Standardwerk der Chemie, dem RÖMPP.

Seit heute steht ein solches Paket auch für Autoren des WikiProjektes Afrika zur Verfügung, mit dem Web-Archiv Allafrica.com wird ihnen eine umfangreiche Ressource afrikanischer Medien zur Gegenwartsgeschichte bereitgestellt. Die darin enthaltenen Beiträge von über 130 afrikanischen Tageszeitungen, Nachrichtenagenturen und anderen Anbietern ermöglichen den Autoren, den Artikelbestand zum Thema Afrika um spezifisch afrikanische Stimmen und Perspektiven zu bereichern. Wir freuen uns, diese Initiative aus der Autorenschaft unterstützen zu können und hoffen, dass dieses Beispiel weitere Autoren und Fachbereiche ermutigt, mit Literaturwünschen an Wikimedia Deutschland heranzutreten.

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WissensWert: Public Domain Projekt

Das Public Domain Projekt von Carl Flisch und Philippe Perreaux ist eines der Gewinner im Ideenwettbewerb WissenWert 2010. Hier beschreiben die beiden, was es mit ihrem Projekt auf sich hat:

Der US-amerikanische Physiker Charles Sumner Tainter hätte wohl nie gedacht, dass mit der Herstellung seiner ersten Wachsplatte am 8. November 1881 ein neues Zeitalter in der Tonträgerproduktion beginnt und sich die Musikkonserven zukünftiger Generationen sprichwörtlich um die „Scheibe“ drehen werden. Emil Berliner, der geistige Vater der heutigen Schallplatte, der von den nicht-veröffentlichten Studien seines amerikanischen Zeitgenossen nichts ahnte, meldete im Jahr 1887 ein Patent für einen scheibenförmigen Tonträger inkl. Aufnahme- und Abspielgerät an. Aus der teuren Hartgummiplatte entwickelte er später die preiswertere Schellackplatte auf Basis von Baumwollflocken, Schieferpulver, Ruß und Schellack.

Um die Jahrhundertwende begann die Massenproduktion der Schellackplatte, deren Siegeszug erst 1955 durch die Vinylplatte abgelöst wurde. Thomas Alva Edison, der geistige Vater der „praktisch nutzbaren Glühlampe“ erfand im Jahr 1877 den Phonographen. Seine Wachswalzen (die sogenannten „Phonographen-Zylinder“) waren die Vorreiter der Schallplatte, auf denen um 1888 die ersten Musikaufnahmen in Produktion gingen. 1911 stellte Edison sein eigenes Schallplattenformat der Weltöffentlichkeit vor. Im Gegensatz zu Emil Berliner’s Seitenschrift (horizontale Auslenkung des Stichels) verwendete dieses System ausschliesslich die von den Wachswalzen bewährte Tiefenschrift (vertikale Aufnahmetechnik). Die unzerbrechlichen, jedoch 5mm dicken Schallplatten auf Basis von Holzmehl und Lösungsmitteln konnten ausschliesslich mit dem „Diamond Disc Phonograph“ abgespielt werden, die Stahlnadel eines herkömmlichen Plattenspielers hätte die dünne Harzschicht beschädigt.

Durch ein verbessertes Verfahren startete Edison ab 1926 die Produktion der ersten Langspielplatten mit einer Aufnahmekapazität von 24, später sogar 40 Minuten. Aber Edisons Unnachgiebigkeit, die Nutzung seines Patents Mitkonkurrenten zur Verfügung zu stellen, besiegelte im Zuge der Weltwirtschaftskrise 1929 das Ende der Diamantschallplatte.

Das Public Domain Projekt setzt sich für die Erhaltung und Nutzbarmachung der beschriebenen historischen Tonträgerformate sowie seiner Musikkonserven für die Nachwelt ein. Es ist am 15. Januar 2009 im Gedankenaustausch von Carl Flisch und Philippe Perreaux entstanden. Die Freundschaft zwischen beiden brachte die Idee hervor, das gesammelte Repertoire von Carls Internetradiosender „RadioCrazy Classical&Jazz“ für die Nachwelt zu erhalten und das so entstehende Archiv öffentlich zugänglich zu machen.

Das PD Projekt besteht aus folgenden Teilprojekten:

  • Den Public Domain Pool, ein Ton- und Tonbildträgerarchiv dessen Bestand in digitalisierter Form von jedermann genutzt werden kann.
  • Das Public Domain Wiki, eine Freie MusikenzyklopädieFreie Musikenzyklopädie die den kompletten Bestand des Public Domain Pools katalogisiert und alle bekannten Informationen zu einem Musikwerk beinhaltet.
  • Das Public Domain Radio, das die historischen Aufnahmen als Radioprogramm ins Internet sendet.
  • Die Schweizerische Stiftung Public Domain ist die Körperschaft, die hinter dem Public Domain Projekt steht.

Am 15. Oktober 2010 nahmen wir auf Hinweis von Philippe Perreaux am ersten WissensWert-Wettbewerb der Wikimedia Deutschland teil. Es war uns zuvor nicht gelungen, einen Sponsor für die Digitalisierstation – Hauptbestandteil des Projekts – zu finden. Pünktlich zum Samichlaus (Nikolaustag) informierte uns Wikimedia Deutschland, dass unser Projekt im Jahr 2011 finanziell unterstützt wird. Die Nachricht kam für uns überraschend. Wir sind Wikimedia Deutschland zu grossem Dank verpflichtet – ohne die grosszügige Bereitstellung des dringend benötigten Laserplattenspielers hätte das Projekt nicht gestartet werden können.

Teil unserer Vereinbarung mit Wikimedia ist, sämtliche durch uns erstellten Digitalisate dem Projekt Wikimedia Commons zuzuführen. Wir hoffen sehr, dass durch unseren Beitrag das Public Domain Projekt einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich wird und wir auch gute Autoren finden, um unseren Traum einer Freien Musikenzyklopädie als Teil des PD Projekts zu realisieren.

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WissensWert-Gewinner veröffentlichen Motivationsfilm für Creative Commons

Im Rahmen unseres Ideenwettbewerbs WissensWert 2010 zur Förderung Freien Wissens wurden von der Community und einer Jury aus 93 Einsendungen acht auserwählt und finanziell unterstützt.

Der Motivationsfilm für Creative Commons von Amadeus Wittwer und seinem Projektteam ist nun online:

Motivationsfilm für Creative Commons from Amadeus Wittwer on Vimeo.

Der Motivationsfilm für Creative Commons ist eine Art Werbefilm für Creative Commons, der Kreativen, Kultur-­ und Medienschaffenden sowie Wissenschaftlern dazu ermuntert, die geschaffenen Inhalte in die kulturelle Allmende einfliessen zu lassen. Im Film wird die Lizenz, die Nutzung und derer Entstehungsgeschichte erläutert.

Dieser Film steht unter einer Creative Commons Namensnennung 3.0 Unported Lizenz und übertrifft damit erfreulicherweise sogar die Wettbewerbsvoraussetzung, die Ergebnisse „mindestens“ unter einer CC-BY-SA zu veröffentlichen. Wer also Lust hat, den Film selber vorzuführen, weiter zu geben, ihn zu remixen oder zu übersetzen (hint, hint!) ist herzlich eingeladen, dies zu tun. Herzlichen Glückwunsch ans Filmteam für diese tolle Arbeit!

Mitwirkende
Projektleitung: Amadeus Wittwer www.2hofnarr.ch
Regie&Cut&Animation: Adrian Scherzinger www.edprojects.ch
Illustration: Regina Wittwer www.regains.ch
Ton&Sounds: Alain Stoll www.jectified.com
Sprecherin: Sarah Judith Bürge
Sprecher: Philipp Bürkler
Textkorrekturen: Claude Fankhauser, Dirk Dienel
Übersetzung: Barbara Müller www.fepafrika.ch
Finanzierung: Verein Wikimedia Deutschland e.V.

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Zwei neue Praktikanten…

Sehen doch ganz glücklich aus: Links Khesrau Behroz und rechts Simon Wieland

…und alle so: Yeah!

In der Geschäftsstelle wird es eng, großes Gewusel, Haushaltsplanung, Umzugsvorbereitungen – und ganz nebenbei noch gefühlte hundert Projekte, die betreut und durchgeführt werden wollen. Eine Team-Verstärkung macht also durchaus Sinn, wenn auch nur für rund drei Monate: Zwei neue Praktikanten kümmern sich ab sofort nicht nur um anstehende Büroarbeit, sondern steigen auch kopfüber in die diversen Projekte ein.

Simon Wieland und ich, Khesrau Behroz. Beide noch Studenten aus Erfurt (Kommunikationswissenschaft im Hauptfach – passt!), beide begeisterte Wiki-Freunde. Wir sind Nutznießer des Freien Wissens; vor allem Wikipedia fungiert oftmals als Anlaufpunkt für Recherchen. Trotz seltsamer Warnungen offensichtlich unwissender Professoren und Dozentinnen, die vor den Gefahren einer von allen Menschen editierbaren Enzyklopädie warnen. Dass das natürlich nicht so einfach ist – das brauchen wir Euch nicht zu erzählen.

Was werden wir den ganzen Tag machen? E-Mails beantworten, bei Vorbereitung und Durchführung der zahlreichen Projekte helfen (Weltkulturerbe, Wikipedia macht Schule, WikiConvention, u.a.), einen ordentlichen Haufen Briefe eintüten – und auch den einen oder anderen Kaffee kochen. Erreichen könnt Ihr uns bei Fragen jederzeit gerne* per E-Mail: simon.wieland@wikimedia.de und khesrau.behroz@wikimedia.de – ab und an nehmen wir auch die eingehenden Anrufe in der Geschäftsstelle entgegen, um irritierten Menschen zu erklären, dass wir kein Online-Shop für Produkte dieser oder jener Firma sind und auch nicht wissen, wo Wauwau denn schon wieder steckt.

An lustigen Geschichten von Irrungen und Wirrungen – daran sollte es  am Ende des Praktikums nicht mangeln…

* Das ist gelogen. Bis spätestens gegen 19 Uhr, montags bis freitags, dann ist aber auch wirklich Feierabend!

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Ergebnisse der ersten Runde des Community Projekt Budgets

Vor einigen Tagen hatte der Vorstand über die Vorschläge des Ausschusses des Community Projekt Budgets beraten. Hier sind nun die Ergebnisse dieser ersten Antragsrunde des Community Projekt Budgets.

Vorab noch ein paar Infos zu den eingereichten Anträgen:

Insgesamt wurden 36 Anträge eingereicht, wovon insgesamt fünf Anträge vom Vorstand positiv beschieden wurden.

Das Volumen der erfolgreichen Anträge beträgt insgesamt 76.305 Euro. Damit können in der zweiten Runde, die im Herbst diesen Jahres durchgeführt werden soll, noch maximal 132.695 Euro verteilt werden.

Danken möchten wir aber allen Antragstellern, unabhängig davon, ob sie erfolgreich waren oder nicht. Der Vorstand hat sich bewusst entschieden nur über die Anträge zu beraten, die vom Ausschuss befürwortet wurden. Unter den weiteren Anträgen waren jedoch viele sehr interessante Vorschläge dabei, die wir lediglich als nicht positiv entschieden ansehen und die hoffentlich in zukünftigen Förderrunden noch einmal überarbeitet eingereicht werden.

Geförderte Anträge

Folgende Anträge werden in der ersten Runde des Community Projekt Budgets gefördert:

1. Wiki loves Monuments Mittelhessen

Antragsdaten:

  • Name des Antragstellers: Kilian Kluge
  • Gesamtbudget: 8.905€
  • Projektbeschreibung: Wikipedianer sowie möglicherweise auch interessierte (Noch-)Nicht-Wikipedianer nehmen in einer konzertierten Aktion an Wiki Loves Monuments teil und bebildern die Wikipedia. Schwerpunkt sind dabei vor allem Gebiete abseits der „Touristenstädte“ der Region, dabei sollen neben Denkmälern natürlich auch weitere Bilder von Orten und Landschaft gemacht werden. Insgesamt soll das Projekt 7 Tage umfassen und 10 bis 15 Teilnehmer erreichen, die zum Fotografieren jeweils in kleinen Teams unterwegs sind.

Begründung:

Es handelt sich hierbei um ein klassisches Community-Projekt mit dem Ziel, Content für die Wikimedia-Projekte zu erstellen. Das Projekt reiht sich in die übergeordnete Reihe “Wiki loves monuments” ein, die sich um Ziel gesetzt hat europaweit Baudenkmäler zu fotografieren. Das Projekt hat somit eine Einbindung in einen weitreichenderen Kontext. Als Pilotprojekt kann es als Beispiel für weitere Projekte dieser Art dienen.

2. Fotoflüge

Antragsdaten:

  • Name des Antragstellers: Ralf Bösch
  • Gesamtbudget: 5.400 €
  • Projektbeschreibung: Fotoflüge über ausgewählte Orte bzw. Landschaften in DACH. Dabei geht es um Objekte, die sonst nicht oder nur unbefriedigend fotografiert werden können. Gleichzeitig könnte in Absprache mit Openstreetmap dort eine Bebilderung vorgenommen werden. In Frage kommen Gegenden, die eine hohe Dichte an relevanten Objekten aufweisen. Die Auswahl der Objekte soll durch die Community vorgenommen werden, zum Flug werden kleine Sportflugzeuge oder Hubschrauber gechartert, bei denen man eine Tür ausbauen kann.

Beispiele:

  • ostfriesische Inseln bzw. Nordseeinseln allgemein
  • Berlin incl. Schloß Sanscoucci
  • Ruhrgebiet
  • die Berge und Seen der Alpen
  • allgemein Häfen, Bahnhöfe, Bahnstrecken, große Industriebetriebe
  • archäologische Bodendenkmäler

Begründung:

Der Verein unterstützt prinzipiell Hilfestellungen zur Content-Erstellung für die Wikimedia-Projekte. In diesem Projekt kann spezielles Bildmaterial erstellt werden, das bis jetzt nicht oder nur in sehr geringem Umfang überhaupt unter einer freien Lizenz zur Verfügung steht (dafür wurden auch Google-Bilder-Recherchen durchgeführt). Der Antragsteller hat sein Projekt bei der Sitzung des Ausschusses in Hamburg und eine konkrete Planung für einen Flug über einige Norseeinseln vorgestellt. Dieser Flug soll Pilotprojekt mit der angegebenen Summe gefördert werden. Darauf aufbauend können weitere
Projekte (siehe die obigen Beispiele) durchgeführt werden, die dann wieder über das CPB gefördert werden sollen.

3. Aufbau einer zentralen Ressource bibliographisch-archivalischem Wissen (Workshop)

Antragsdaten:

  • Name des Antragstellers: Dr. Olaf Simons
  • Gesamtbudget: 7.500 €
  • Projektbeschreibung: Der Antrag betrifft den Bereich der momentan weltweit disparat primär von nationalen Ressourcen verwalteten bibliographischen und archivalischen Objektdaten. Mit dem Aufbau der Bibliotheks-Online-Kataloge wurden Bücher weltweit recherchierbar. „Metakataloge“ führen dieses Wissen derzeit unterschiedlich zusammen. Die verschiedenen Forschergruppen bauen sich jeweils eigene Datenbanken auf, Insellösungen, die rasch veralten und deren Informationen aufgrund der insolierten technischen Standards nicht mehr in Nachfolgeprojekte fließen. Spannend wäre eine Ressource, die zentral die Datenlage produziert und die Arbeit mit der Datenlange an sie anbindet. Gemeint ist ein bibliographisches Recherchewerkzeug, das von den Benutzern mitgestaltet würde und die Informationen der nationalen Projekte konstruktiv zusammenführte. Nächstliegendes Antragsziel wäre nach dem Gesagten eine Konferenz auf der Fachkreise über die laufende Planung informiert würden und in einem Workshop Ideen generierten, in welchen Richtungen das Projekt Entwicklungsspielräume gewinnen sollte.

Begründung:

Eine frei zugängliche und frei lizenzierte Meta-Datenbank wäre ein guter Anlaufpunkt für viele Recherche der Mitarbeiter der Wikimedia-Projekte. Zur realistischen Einschätzung der Realisierbarkeit eines solchen Projektes ist ein Treffen kompetenter Personen notwendig, weswegen die Durchführung einer solchen Konferenz durch das CPB unterstützt wird. Ein Nachfolgeprojekt, das sich aus dem Workshop ergeben könnte, müsste dann separat gefördert werden.

4. Filmvorlesungen – Ökonomische Alphabetisierung

Antragsdaten:

  • Name des Antragstellers (Nickname): emma7stern
  • Gesamtbudget: 28.500 €
  • Projektbeschreibung: Themenkomplexe aus wissenschaftlichen Vorlesungen oder fachspezifischen Referaten werden in Zusammenarbeit von Wissenschaftlern, Dozenten und Medienkompetenzlern didaktisch aufgearbeitet, in Filmsequenzen oder Kurzfilmen aufgenommen, unter freier Lizenz auf Wikimedia Commons eingestellt und auf den Projektseiten der Wikiversity kommentiert eingebunden. Als Pilotprojekt zur Konkretisierung der Idee wird unter dem (Arbeits-)Titel Ökonomische Alphabetisierung eine Vorlesungsreihe zu politischen und wirtschaftlichen Fragestellungen und Hintergründen konzipiert und filmisch umgesetzt.

Begründung:

Hiermit wird eines der Schwesterprojekte gefördert werden, um diese mehr in den Vordergrund zu rücken. Bei diesem Projekt aber auch Inhalte erstellt, die auch für andere Wikimedia-Projekte von Nutzem sein können. Zudem bietet das Projekt eine zusätzliche Schnittstelle zwischen Wikimedia und Wissenschaft.

5. Frauen-Projekt/Erfassungs- und Planungsphase

Antragsdaten:

  • Name des Antragstellers (Nickname): Poisend-Ivy
  • Gesamtbudget: 26.000 €
  • Projektbeschreibung: Das Frauenprojekt soll innerhalb eines zeitlichen Rahmens von maximal einem Jahr die Grundlagen schaffen, um Maßnahmen zur Gewinnung von Frauen als Mitarbeiterinnen für Wikimedia-Projekte zu entwickeln und deren längerfristigen Verbleib in den Projekten zu sichern. Ziel ist die Vorstellung der Ergebnisse bei der Wikimania 2012. Dazu soll eine Serie von drei Workshops mit einer Projektgruppe durchgeführt werden, die sich mit den Ursachen der niedrigen Frauenquote, sowie Problemen von Frauen innerhalb der Wikipedia beschäftigt. Als Ergebnis sollen realistisch umsetzbare und geeignete Maßnahmen zur Erhöhung des Frauenanteils formuliert und vorgeschlagen werden. Die Projektgruppe soll sich aus maximal zwanzig aktiven Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Wikipedia zusammensetzen, die über ein Wiki und eine Koordinationsstelle mit ein bis drei Personen organisiert sind. Der Frauenanteil in dieser Projektgruppe sollte zwischen mindestens 25 und maximal 60 Prozent liegen. Um Eltern mit Kindern die Teilnahme zu ermöglichen, die ansonsten kaum oder keine Gelegenheit haben an solchen Veranstaltungen teilzunehmen, ist die Betreuung von Kindern durch Freiwillige aus dem Verein oder Familienangehörige am Tagungsort im Budget einkalkuliert.

Begründung:

Hier begrüssen wir ausdrücklich die Idee der Förderung von unterrepräsentierten Gruppen innerhalb der Wikimedia-Projekte. Das Projekt schließt an die strategische Forderung der Foundation an, den Frauenanteil bis 2015 auf 25% zu erhöhen und bietet hierzu bei erfolgreicher Umsetzung konkrete Lösungsvorschläge an.

Herzlichen Glückwunsch an alle erfolgreichen Antragsteller und viel Erfolg bei der Umsetzung.

Wie geht es weiter?

Die erfolgreichen Antragsteller wurden bereits vom zuständigen Mitarbeiter Sebastian Sooth informiert und stehen mit ihm in Kontakt, um die Details der Förderungen zu klären.

Die Antragsteller der noch nicht erfolgreichen Anträge werden in den nächsten Tagen vom Ausschuss angeschrieben und erhalten eine Begründung für die jeweilige Ablehnung und auch Hinweise was diesmal nicht gepasst hat.

Da auch unter den diesmal nicht positiv entschiedenen Anträgen viele gute Ideen sind, hoffen wir dass viele Anträge entsprechend der Tipps des Ausschusses überarbeitet, ergänzt und in einer der nächsten Runden erneut eingereicht werden.

Mitte August treffen sich einige Vertreter des CPB-Auschusses mit Vertretern des Vorstandes, um die Differenzen der letzten Wochen zu klären und um die zweite Runde des CPB in Angriff zu nehmen.

Zum Abschluss dankt der Vorstand allen Mitgliedern des Ausschusses ausdrücklich für die geleistete Arbeit und
und den ausführlichen Bericht über die Ergebnisse dieser Arbeit.

Michail Jungierek
Beisitzer

Ralf Roletschek
Community-Projekt-Budget-Ausschuss

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Beteiligt euch: Wahlprüfsteine für Berlin [update]

Zugegeben: Jetzt, Mitte Juli, kümmern sich allenfalls Kampagnen-Manager und Spin-Doktoren um die Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus, die am 18. September stattfinden. Während die Tagespresse verzweifelt versucht, so etwas wie Wahlkampfstimmung zu erzeugen, räkeln sich die meisten Hauptstädter an Badeseen in Brandenburg oder verfluchen die sauna-artigen Zustände in überfüllten U-Bahnen. Diese Ruhe vor dem Sturm möchten wir nutzen, um den antretenden Parteien – ganze 35 hat die Wahlleiterin zugelassen – ein wenig auf den Zahn zu fühlen. Wie bereits 2009 zur Bundestagswahlen und 2010 zu den Landtagswahlen NRW werden wir Wahlprüfsteine veröffentlichen, die eine möglichst breite thematische Palette (von digitalen Bürgerrechten bis zum Einsatz von Wikis an Schulen) abdecken.

Der nimmermüde Mathias Schindler und ich haben in einem ersten Schwung 30 Fragen entwickelt, deren Beantwortung jedem Anhänger Freien Wissens die Wahlentscheidung leichter machen soll. Doch bevor die politischen Profis ihre Mitarbeiterstäbe zu schweißtreibenden Überstunden zwangsverpflichten, seid ihr am Zug. Denn wir möchten gerne von euch wissen, ob wir die richtigen Punkte identifiziert haben. Seht Ihr irgendwo noch Verbesserungsbedarf, vermisst ihr kritische Punkte, hättet ihr einiges gerne anders formuliert? Wir sind uns sicher, dass das Fragenkorpus durch ein solches Peer-Review-Verfahren nur gewinnen kann. Bitte nehmt euch die Zeit zur Lektüre. Alle Kommentare bis Montag (25. Juli) können noch berücksichtigt werden.

Vielen Dank im Voraus für eure Mithilfe!

[update 1. August 2011: Wir haben letzte Woche Euer Feedback eingearbeitet und die fertigen Wahlprüfsteine per Email und per Brief an die kandidierenden Parteien verschickt. Vielen Dank an alle, die hier mitgeholfen haben. Wir haben die Wahlprüfsteine als PDF online gestellt und warten nun auf den Rücklauf]

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Museumskonferenz “Communicating the Museum”

Auf Einladung des Veranstalters der Museumskonferenz „Communicating the Museum“ (CTM11) in Düsseldorf waren vom 6. bis 8. Juli 2011 eine internationale Gruppe Wikipedianer, die im GLAM-Bereich aktiv sind, vor Ort und haben in einer Wikipedia-Lounge im Foyer des Robert-Schumann-Saales (der im Museum Kunstpalast integriert ist) mit dem interessierten Fachpublikum gesprochen.

Anwesend waren bis zu 200 Teilnehmer aus aller Welt. Genannt seien hier stellvertretend: Museum of Modern Art, Tate, Louvre, Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik, Museum Of Islamic Art (Qatar).

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Communicating_the_museum_conference_-_Wikipedia_booth_%288024%29.jpg
Die Wikipedia-Lounge

Sieben Wikipedianer/Wikimedianer haben die Lounge besetzt: Liam Wyatt (Australien), John Byrne (UK), Gerard Meijssen (Niederlande), Remi Mathis (Frankreich), Alex Hinojo (Spanien), DannyB (Tschechien) und Raimond Spekking (Deutschland). Verstärkung haben wir noch zeitweise erhalten von Alice Wiegand und Achim Raschka (beide im Vorstand von Wikimedia Deutschland) sowie von Jan Engelmann (Leiter Politik und Gesellschaft in der Geschäftsstelle).

Die Wikipedia-Lounge bestand aus mehreren Tischen, Bean bags, Wikipedia/Wikimedia-Aufstellern sowie einem Beamer mit Notebook. Die Haustechniker des Museums hatten uns freundlicherweise einen Switch für Internet zur Verfügung gestellt. Da es kein offenes WLAN für die Kongressteilnehmer gab, wurden die bei uns in der Lounge herumliegenden Ethernet-Kabel gerne in Anspruch genommen, was uns wiederum viele zusätzliche Kontaktmöglichkeiten bescherte. Gerard hat wirklich jeden Besucher unserer Lounge angesprochen, der sich nicht schnell genug wieder abkabeln konnte ;-)

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Communicating_the_museum_conference_-_Liam_Wyatt_presents_Wikimedia_GLAM_%287972%29.jpg
Liam Waytt berichtet über seine
Zeit im BM

Die Konferenz an sich war sehr stark geprägt durch Teilnehmer, die die Öffentlichkeits- und Pressearbeit für ihre Museen machen (siehe Titel: Communicating …). Am ersten Tag hat Matthew Cock vom British Museum (BM) zum Thema „Wikipedia and the British Museum: A love affair?“ von den Erfahrungen berichtet, die das Museum mit dem australischen Wikipedianer Liam Wyatt als „Wikipedian in Residence“ gemacht hat. Danach erzählte Liam Wyatt von seiner Zeit im BM und von seinen GLAM-Aktivitäten.

Liam war im Laufe der drei Tage noch mehrfach auf dem Podium hzw. im Saal, um Fragen zu beantworten.

Vor allem in den Pausen war unsere Lounge gut besucht. Für das internationale Publikum standen GLAM-erfahrene Wikipedianer in 6 Sprachen zur Verfügung: Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch, Niederländisch und Tschechisch. Die Kongressteilnehmer kamen in erster Linie zu uns, um über ihre Artikel in der Wikipedia zu sprechen. Meine deutschen Gesprächspartner hatten u.a. Fragen zu Korrekturen an „ihren“ Wikipedia-Artikeln oder zu den Relevanzkriterien für lebende Künstler. Fast immer konnte ich helfen, nur in einem Fall nicht: Es wurden Fehler im Artikel aufgezeigt: a) ein Kunstwerk sei von einer Leihgabe zu einer Schenkung gewandelt worden und b) eine Jahresangabe dazu stimme nicht. Problem: Weder gab das Museum eine Pressemitteilung zur Schenkung heraus, noch berichteten die lokalen Medien darüber. Zudem verbreitet die Museumswebseite die falsche Jahreszahl auf ihrer Webseite selber. Meine Gesprächspartnerin ging also mit Hausaufgaben nach Hause …

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Communicating_the_museum_conference_-_Wikipedia_booth_%288014%29.jpg
Wikipedianer im Gespräch
mit Kongressteilnehmern

Diese Gespräch nahmen wir natürlich alle zum Anlass, die Museen für eine Zusammenarbeit mit Wikipedia zu begeistern. Konkrete Ergebnisse konnte zumindest ich nicht mit nach Hause nehmen, aber ich weiß schon länger, dass GLAM-Arbeit vor allem im Bohren dicker Bretter besteht.

Wer den englischsprachigen Planeten liest, hat mit Sicherheit schon Beiträge vom Blog-Weltmeister Gerard gesehen. Er hat täglich mehrfach von der Konferenz gebloggt.

Weitere Bilder von der Veranstaltung sind auf Wikimedia Commons zu finden.

Raimond.

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Abschlussbericht zur Konferenz ‚Wikipedia trifft Altertum‘

Logo der Konferenz „Wikipedia trifft Altertum“. Erstellt von Xavax in der Grafikwerkstatt.

Teilnehmer
Am 10. und 11. Juni 2011 fand im Zentralen Hörsaalgebäude der Georg-August-Universität Göttingen die Konferenz „Wikipedia trifft Altertum. Freies Wissen, Neue Medien, populäre Wissensvermittlung und Enzyklopädien in den Altertumswissenschaften“ statt. Neben rund 25 Wikipedia-Mitarbeitern aus diesem oder angrenzenden Fachbereichen waren mehr als 50 Wissenschaftler aus dem deutschsprachigen Raum zu Besuch – von diversen Institutsangehörigen, über Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes und Landesamtes für Denkmalschutz und Archäologie Sachsen-Anhalt, vom Deutschen und Österreichischen Archäologischen Institut, von verschiedenen Akademien, Museen und Bibliotheken bis zum Präsidenten der Universität Erfurt, Prof. Dr. Kai Brodersen.Von den Förderern der Konferenz, der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft, der Deutschen Orient-Gesellschaft, dem Deutschen Altphilologenverband, dem Deutschen Archäologen-Verband, dem Deutschen Archäologischen Institut, der Mommsen-Gesellschaft, der Georg-August-Universität Göttingen und Wikimedia Deutschland – Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e.V. erhielt die Konferenz nicht nur große mediale Unterstützung, es waren auch zwei Mitarbeiter des Deutschen Archäologischen Instituts, drei Vorstandsmitglieder von Wikimedia Deutschland, ein Vorstandsmitglied des Deutschen Archäologen-Verbandes und zwei Vorstandsmitglieder der Mommsen-Gesellschaft, darunter die neue erste Vorsitzende, Prof. Dr. Tanja Scheer, Teilnehmer der Tagung. Mit Studenten, Gasthörern und anderen Besuchern sowie Helfern insgesamt hatte die Tagung über 100 Teilnehmer – ein großer Erfolg für eine ehrenamtlich organisierte Veranstaltung.

Begrüßung der Teilnehmer durch Martin Rulsch. © Raimond Spekking (via Wikimedia Commons) / CC-BY-SA-3.0, 10. Juni 2011

Rahmenprogramm
Ein paar Worte zum Ablauf der Veranstaltung: Weil um 14:00 Uhr noch ein paar dutzend Teilnehmer am Empfang Schlange standen, musste die Begrüßung um 15 Minuten verschoben werden. Bei Betreten des rund 160 Personen fassenden Hörsaales wurde der letzte In-der-Schlange-Stehende dann aber von einem ziemlich vollen Raum überwältigt. Im Anschluss an die lebhaften Eröffnungsvorträge konnten noch vor der Kaffeepause die ersten beiden Wissenschaftler ihre Projekte vorstellen. In der Zwischenzeit hatten sich die Organisatoren um die Neubesetzung des Vortrages „Provinzialrömische Archäologie in der Wikipedia“ gekümmert, da der Referent Hartmann Linge leider verhindert war. Sein Kollege Holger Jürgenliemk übernahm erfreulicherweise kurzfristig diese Präsentation.

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