Archiv für April, 2011



Wikimedia sucht Raum für Freies Wissen in Berlin

Stellt Euch einen Ort vor, an dem Freunde und Förderer Freien Wissens zusammen an Projekten zur weiteren Erstellung und Verbreitung arbeiten und sich bei Workshops und Veranstaltungen treffen. Wikipedianer, Wikimedianer, Open-Source-Entwickler, Autoren, Fotografen,…

Das Ganze in zentraler Lage, damit es einfach erreichbar und zugänglich ist, aber dennoch preiswert.

Wir wünschen uns dafür einen gemeinsamen Standort für Vereine, Arbeitsgruppen und Firmen aus der Freies Wissen/OpenSource-Bewegung mit offenen Anlaufmöglichkeiten und gemeinsam genutzer Workshop- und Eventfläche.

Wir wollen auch den im März-OpenSpace diskutierten geplanten CommunitySpace dort einrichten, mit Arbeitsmöglichkeiten für Leute, die in Berlin an Freien Inhalten arbeiten möchten oder Ausrüstung oder technisches Material zu entleihen.

Wir suchen einen Ort, der Ausdruck von Kreativität und globaler Vernetzung ist oder werden kann und an dem sich lokal und global aktive Menschen bei allen Besuchen dort heimisch fühlen können.

Damit wollen wir eine einfache und sichtbare Möglichkeit bieten, mit uns zusammen zu arbeiten, die Vernetzung untereinander stärken und Freies Wissen durch konkrete Projekte, Events und Tools zu fördern.

Was uns fehlt: Ein wirklich geeigneter Ort, der folgenden Anforderungen entspricht:

  • min. 750 qm zusammenhängende Flächen, teilbar in Eventfläche und Büroflächen
  • zentrale Lage, gute Verkehranbindung
  • Möglichkeit für Veranstaltungen auch Abends und am Wochenende
  • Gute technische Ausstattung, insbesondere Möglichkeit für schnelle Internetanbindung

Wir arbeiten bereits mit Maklern zusammen und haben eine Menge Raumvorschläge vorliegen – bisher sind aber keine wirklich passenden Objekte dabei gewesen.

Aber vielleicht finden wir ja auf diesem Weg Eigentümer von Flächen, die gemeinsam mit uns solch ein Konzept in ihren Räumen verwirklichen wollen.

Wenn also jemand:

  • ein Objekt hat oder ein Objekt kennt, das dafür in Frage käme oder
  • Interesse daran hätte, in solche Räume miteinzuziehen oder
  • Lust hat, solch einen Ort mitzugestalten,

dann würde ich mich über eine Kontaktaufnahme über sebastian.sooth@wikimedia.de sehr freuen.

 


 

Imagine a place where friends and supporters of Free Knowledge work together on projects spreading it further and where they meet up for workshops and other events. Wikipedians, Wikimedians, open source developers, writers, photographers…

A place, centrally located and easily accessible but yet inexpensive.

For this purpose we are looking for a joint location that is an open venue and can be used collectively as space for workshops and events by associations, workgroups and companies which are part of the Free Knowledge/Open Source movement.

During OpenSpace back in March, we discussed and planned a community space which we want to establish at afore-mentioned location as well. It will offer work spaces for people who are working with Free Content in Berlin and it will even offer the opportunity to rent equipment or technical material.

We are looking for a space that either already is an expression of creativity and global networking or that can become one. A space, where locally as well as globally active people feel at home every single time they go there.

Thus we want to offer a simple and clearly recognizable way to collaborate with us, strengthen the network and help promoting Free Content through projects, events, and tools.

What we now need is a suitable location that matches the following requirements:

* At least 750 sq. m. of space, seperable in an event space and an office space
* Central location, good transport connection
* Facilities to host events in the evening and on weekends
* Adequate technical equipment, in particular regarding a fast internet connection

We are already in touch with realtors and received a lot of suggestions for various spaces but so far none of these properties completely met our criteria.

Perhaps this post can help to find owners of such spaces who would like to put our location concept into practice with us.

So if you:

* own a property that qualifies for our concept or know about one that does
* or if you are interested in sharing this kind of space
* or if you want to help us shape it

I would be glad if you contact me at sebastian.sooth@wikimedia.de

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Konferenz ‚Wikipedia trifft Altertum‘

Mitarbeiter der Redaktion Antike veranstalten in Zusammenarbeit mit Wikimedia Deutschland am 10. und 11. Juni 2011 die Tagung „Wikipedia trifft Altertum. Freies Wissen, Neue Medien, populäre Wissensvermittlung und Enzyklopädien in den Altertumswissenschaften“ in den Räumen der Georg-August-Universität Göttingen. Ziel der Konferenz ist es, Fachwissenschaftler und Wikipedia-Mitarbeiter des Fachbereiches ‚Altertumswissenschaften‘ in einer Veranstaltung zusammenkommen zu lassen, um den aktuellen Stand, aber auch die Probleme und Zukunft dieses Bereiches gemeinschaftlich zu diskutieren. Im Gegensatz zu den bisher viermal durchgeführten Wikipedia Academys wird diese Konferenz erstmals einen bestimmten Fachbereich ansprechen.

Programm

Das Programm der Konferenz sieht nach der Begrüßung und einführenden Vorträgen zur Entwicklung altertumswissenschaftlicher Enzyklopädien und der Präsentation eines neuen Modells für die Lehre an der Universität mithilfe der Wikipedia Präsentationen zu verschiedenen Bereichen in der Wikipedia vor. Am darauffolgenden Konferenztag halten Altertumswissenschaftler und Wikipedia-Mitarbeiter Vorträge zu den Themenbereichen ‚Kooperation von altertumswissenschaftlichen Internet-/Open-Access-Projekten‘, ‚Vermittlung von enzyklopädischem Wissen‘ und ‚Chancen und Grenzen der Wikipedia bei der Wissensvermittlung‘. Die universitäre klassisch-archäologische Sammlung veranstaltet für die Teilnehmer im Anschluss eine Führung durch die Abgusssammlung und die normalerweise nicht öffentlich zugängliche Originalsammlung. Auch ein Zusammenkommen mit Wikipedia-Mitarbeitern aus der Region ist für den Freitag Abend geplant.

Förderer

Die Tagung wird von der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft, der Deutschen Orient-Gesellschaft, dem Deutschen Altphilologenverband, dem Deutschen Archäologen-Verband, dem Deutschen Archäologischen Institut, der Mommsen-Gesellschaft, der Georg-August-Universität Göttingen und Wikimedia Deutschland – Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e.V. gefördert. Die Publikation der Beiträge ist geplant. Das Medienecho ist schon vor Versendung von Informationsflyern überraschend groß.

Zielgruppe und Anmeldung

Als Gäste werden in Göttingen Wikipedia-Mitarbeiter mit Interesse an altertumswissenschaftlichen Themen erwartet, die im Dialog mit Wissenschaftlern dieses Fachbereichkomplexes gemeinschaftlich über Wikipedia, Freies Wissen, Open Access und Ähnliches diskutieren wollen. Dabei sollen wechselseitige Beziehungen aufgebaut werden, um Wikipedia-Mitarbeitern Ansprechpartner für ihre Arbeit im Projekt und Wissenschaftlern Experten für die Repräsentation der Fachbereiche in der Online-Enzyklopädie zu vermitteln. Explizit sprechen wir mit dieser Veranstaltung auch Wissenschaftler an, die sich bisher nicht intensiv mit der Wikipedia auseinander gesetzt haben. Für interessierte Wikipedia-Mitarbeiter besteht die Möglichkeit, über die Organisatoren der Konferenz einen Reise- und Übernachtungskostenzuschuss bei Wikimedia Deutschland zu beantragen. Der Eintritt ist frei, Spenden für Freies Wissen sind willkommen. Wer teilnehmen möchte, kann dies auf Wikipedia:Wikipedia trifft Altertum/Teilnahme vermerken oder eine E-Mail an die dort genannte Adresse versenden. Wir freuen uns auf Ihre und Eure Teilnahme!

Bei Fragen könnt ihr euch entweder direkt an die Veranstalter wenden oder an Nicole, die das Projekt bei Wikimedia Deutschland betreut.

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Projekte & Aktivitäten von Wikimedia Deutschland im März 2011

Wikimedium

Die neue Wikimedium ist pünktlich zur Wikimedia Chapters Conference erschienen. Insgesamt liegt zwar noch immer viel Arbeit bei Michael und Catrin, aber es ist die erste Ausgabe an der viele externe Berichte von Wikipedia-Autoren hinzugekommen sind. Bitte meldet euch zukünftig, wenn ihr interessante Beiträge oder Erlebnisse aus dem Wikipedia-Universum habt und schickt uns eure Vorschläge an catrin.schoneville@wikimedia.de oder redaktion@wikimedium.de. Natürlich freuen wir uns auch über die Verbreitung. Die Zeitung kann kostenlos bei Wikimedia Deutschland abonniert werden. Auch im März kamen knapp 80 neue Abonnenten hinzu. Insgesamt erhalten nun rund 800 neue Abonnenten die Zeitung, hinzukommen Veranstaltungen, Stammtische und andere Treffen bei denen die Zeitung ausgelegt werden. Wikipedia-Stammtisch oder Freunde des Freien Wissens können selbstverständlich auch höhere Stückzahlen bei uns bestellen um die Zeitung zu verteilen.

Pressearbeit

Michael nahm an einem Hintergrundgespräch mit dem langjährigen Tagesspiegel-Journalisten Lars von Törne teil. Ziel der Veranstaltung war ein Erfahrungsaustausch über die Zusammenarbeit von Pressestellen und Journalisten. Was erwarten Zeitungen von Pressemitteilungen? Was macht sie neugierig, was landet unbesehen im Papierkorb? Wie sollten Informationen aufbereitet werden? Fazit: Wikimedia Deutschland war die einzige NGO unter den Teilnehmern und macht in der Pressearbeit aus Journalisten-Sicht alles richtig. Catrin hat sich intensiv mit den Vorbereitungen zu Kommunikationsmaßnahmen rund um das Thema ‚Wikipedia muss Weltkulturerbe werden‘ beschäftigt. Und ein Strategie-/Maßnahmenplan erarbeitet. Dazu gehört auch eine Pressekonferenz, die geplant und für den 24.3. organisiert wurde. Kurzfristig haben wir uns aber entschieden die Pressekonferenz in den Mai zu verschieben. Es gab weiterhin vereinzelt Anfragen zu der Frauenquote in der Wikipedia und wir haben auf die Bedeutung der Gewinnung von neuen Autoren (Seniorenprojekt) hingewiesen und Journalisten mit Statistikmaterial versorgt.

Informationsmaterialien

Die Informationsbroschüre über Wikimedia Commons wurde bereits in den letzten Monaten von Catrin und Michael ausgearbeitet und in der letzten Märzwoche an einzelne Experten aus der Community weitergegeben, um Anregungen und mögliche Verbesserungsvorschläge zu erhalten. Erscheinen soll die Broschüre im April. Weitere Broschüren für Wikisource und Wikibooks befinden sich ebenfalls in der Layoutphase.
Im März gab es außerdem Nachbestellungen und Aktualisierungen von diversen Informationsmaterialien wie unseren Wikipedia-Spickzettel, den Wikimedia-Flyer oder den Flyer des Schulprojekts. Außerdem wurde im Rahmen der Kooperation mit dem Berliner SeniorenComputerClub ein gemeinsamer Flyer von Catrin entwickelt, der zur Bewerbung der Veranstaltungen mit dem SCC dient. Der Bedarf ist groß, immer öfter wird Infomaterial bei WMDE angefordert. Alle Informationsmaterialien können auf unsere Webseite runtergeladen oder in der Geschäftsstelle bestellt werden.
Außerdem hat Catrin sich mit dem Layout des Covers für das Wikipedia Buch beschäftigt und hier einige interessante Entwürfe dem Verlag zugearbeitet. Im April werden wir ein vorläufiges Cover präsentieren .

Webseite des Vereins

Die Vereinswebseite wird derzeit um viele Information über unsere Projekte erweitert und die Benutzerführung erleichtert. Michael hat in Zusammenarbeit mit Elvira Inhalte über das Projekt Silberwissen gesammelt. Boris koordiniert die neuen Inhalte und pflegt sie ein.

Wikimedia Conference

Im Rahmen der Conference wurde die Idee ‚Wikipedia muss Weltkulturerbe werden‘ von Catrin und Sebastian präsentiert. Catrin widmeten sich im Anschluss intensiven Gesprächen mit Chapter-Vertretern, um die Einbindung der Chapter und Teilnahme anderer Länder zu besprechen. Außerdem gab es einige Medienvertreter (ARD, Deutsche Welle, Welt Kompakt, dpa), die im Rahmen der Konferenz mit Gästen aus aller Welt Interviews führten. Wir kamen sogar mit dem Thema in die Tagesschau. Michael dokumentierte die Ergebnisse verschiedener Diskussionsrunden auf der diesjährigen Wikimedia Conference und unterstützte Catrin bei der Betreuung der Pressevertreter vor Ort. Die vollständige Dokumentation aller Protokollanten ist auf META zugänglich.

PR-Chat

Catrin und Sebastian haben am 23.3. wie im Blog angekündigt zum ersten Mal einen Chat mit der Geschäftsstelle angeboten. Dies wird zukünftig fortgesetzt und mit wechselnden Themen und Mitarbeitern durchgeführt. Anregungen für Projekte oder Themen, zu denen ihr mit uns reden wollt teilt bitte den Mitarbeitern direkt mit. Der nächste Chat ist für 21. April mit Mathias Schindler und Angelika Adam avisiert. Weitere Informationen dazu folgen.

Wikipedia-Buch

Nachdem alle Beiträge für das Wikipedia-Buch aus der Community bereits Ende Februar vorlagen, waren die letzten Wochen von deren Korrektur, ersten Überarbeitung und Zusammenführung zu einem in sich stimmigen Gesamtmanuskript geprägt. Dabei wurde schnell deutlich, dass eine Selektion und Kürzung der vorliegenden Inhalte unumgänglich ist – etwas, was uns nächsten Monat noch intensiv beschäftigen wird.
Gleichzeitig wurden die Verhandlungen mit unserem Verlagspartner abgeschlossen, sodass die Vertragsunterlagen jetzt unterschriftsreif vorliegen. Dadurch war es uns möglich den Prozess der inhaltlichen Abstimmung mit dem zuständigen Lektor einzuleiten und, in Abstimmung mit unserer Pressesprecherin, konkrete Entscheidungen über die Gestaltung, den Umschlag, die Ausstattung usw. zu treffen. Schließlich wurden inzwischen die meisten „externen Beiträge“ von Wissenschaftlern und Journalisten zusammengetragen und werden gegenwärtig an passender Stelle in das Manuskript eingearbeitet.

Wikipedia muss Weltkulturerbe werden

Anlässlich des 10. Geburtstags von Wikipedia wollen wir eine Kampagne starten, um eine breite Diskussion über kulturelle, soziale und politische Bedeutung von Wikipedia und Freiem Wissen. Dafür arbeitet seit Anfang März Sebastian Sooth mit in der Geschäftsstelle vor allem an den Vorbereitungen zur Kampagne “Wikipedia muss Weltkulturerbe werden”. Schwerpunkte dabei waren im März insbesondere die Vorstellung des Projektes in der Community, die Vorbereitung einer Petitions- und Infowebsite zur Kampagne und die Vorbereitung von Materialen zur Verbreitung der Kampagnenidee. Dazu gehörte auch die Abstimmung mit der Agentur Leo Burnett, die uns für das Projekt pro bono unterstützt.
Auf dem Community OpenSpace am 20.3. haben Sebastian Sooth und Catrin Schoneville die Idee der Community vorgestellt und erstes Feedback, Ideen und Wünsche gesammelt. Am 22.3. drehte sich beim ersten “Chat mit der Geschäftsstelle” alles um die Kampagnenidee. Catrin und Sebastian stellten das Projekt außerdem am 25.3. auf der Wikimedia Chapters Conference den Teilnehmern und Vertretern aus aller Welt vor, wo es auf große Begeisterung stieß.
Nächste Schritte werden die Entwicklung konkreter Events und Projekte gemeinsam mit der Community sein. Dank Sargoth und Ziko gibt es auf http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Welterbe eine Community-Projektseite, die als Anlaufstelle dafür gedacht ist. Ihr könnt Euch gerne über die Projektseite oder per E-Mail an sebastian.sooth@wikimedia.de bei uns melden, wenn Ihr Lust habt, das Projekt zu unterstützen. Wir freuen uns über jede Beteiligung.

Space für die Community des Freien Wissens

Verschiedenste Gewerbeimmobilienflächen sichtet zur Zeit Sebastian Sooth, der noch immer auf der Suche nach einem tollen Standort für das neue Wikimedia Deutschland-Büro ist. Das Büro soll nach dem Umzug nicht mehr nur Büro sein, sondern ebenso Arbeits- und Eventflächen für die Community bieten soll. Denis Barthel und Sebastian haben diese Idee auf dem OpenSpace am 25.3. vorgestellt und eine Menge Ideen für die Ausstattung und Nutzungsmöglichkeiten dieser Räume als Feedback bekommen. Denis kümmert sich dabei weiterhin um den Bereich Equipment und Technikpool.
Gemeinsam mit newthinking lotet Sebastian gerade aus, ob das als Startanmietung für einen gemeinsamen Standort für Vereine, Arbeitsgruppen und Firmen aus der Freies Wissen/OpenSource-Bewegung passieren könnte. Durch solch eine offene Anlaufmöglichkeit und Eventfläche wollen wir die Vernetzung stärken, Sichtbarkeit erhöhen und gemeinsam Freies Wissen durch konkrete Projekte, Events und Tools fördern. Schickt bitte eine kurze E-Mail an Sebastian.Sooth@wikimedia.de, wenn Ihr Interesse daran hättet, mit an einem solchen Standort zu sitzen oder uns mit geeigneten Flächen unterstützen möchtet.

Wikimedia Conference

Nicole war im März fast ausschließlich mit der Organisation der Wikimedia Conference beschäftigt. Es wurden letzte Absprachen mit der Böll-Stiftung, dem Caterer, dem Hostel, den Locations für die Abendveranstaltungen getroffen und – vor allem mit Unterstützung von Cornelius – viele kleinere und größere Anliegen der Teilnehmer bearbeitet. Bence Damokos gab dem Programmablauf den letzten Schliff und traf sich in seiner Funktion als Programmkoordinator mit den Moderatorinnen und bereitete in einer zweitägigen Sitzung alle Inhalte und Diskussionsthemen vor. Aus unserer Sicht wurde die Conference ein voller Erfolg, wie man im sehr ausführlichen Blogbeitrag nachlesen kann.

Wiki loves Monuments

Beim Open Space im Anschluss an die Mitgliederversammlung fand ein ergiebiger Austausch zum Projekt Wiki loves Monuments statt. Maarten Dammers war aus den Niederlanden angereist, um von den Erfahrungen aus dem letzten Jahr zu berichten. Vorläufige Ergebnisse und der Stand der Diskussion finden sich auf die Wikipedia-Projektseite. Das Projekt wurde von der Community angeregt und wird mit großem Engagement vorangetrieben. Ansprechpartner bei Wikimedia Deutschland für das Projekt ist Nicole; der Verein leistet finanzielle Unterstützung, hilft beim Erstellen von Info- und Werbematerialien und übernimmt gerne die Kommunikation mit Behörden oder anderen offiziellen Stellen.

Berlin Hackathon 2011

Daniel und Nicole haben im März die Vorbereitungen für das diesjährige Entwicklertreffen aufgenommen. Vom 13.-15. Mai kommen Developer und andere Projektverantwortliche im Berliner betahaus zum „Berlin Hackathon 2011“ zusammen. Die Anmeldung wurde eröffnet, etwa die Hälfte der Teilnehmerplätze ist bereits vergeben. Wir haben erste Gespräche mit der Wikimedia Foundation, die ca. 25 Entwickler nach Berlin schicken wird, geführt und sowohl die Verantwortlichen des Language Committees und von Wiki loves Monuments eingeladen, sich zur Veranstaltung anzumelden. Zurzeit kümmern sich Elly und Cornelius um Unterkünfte und Anreise der Teilnehmer.
Die Liste der Themen, die beim Hackathon bearbeitet werden sollen, wird immer länger: Ganz oben steht zum Beispiel „Fixing the parser“, und damit der Wunsch, die Wiki-Syntax so weit zu verbessern, dass man sie ordentlich formal beschreiben und parsen kann. Mathias und Angelika werden außerdem das RENDER-Projekt mit den Entwicklern besprechen und bearbeiten.

Das RENDER-Projekt

Angelika hat im März die Arbeit in der Geschäftsstelle für das RENDER-Projekt aufgenommen und sich in die Projektinterna eingearbeitet. Ein kurzer Überblick über RENDER dazu im Blogbeitrag. In diesem Zusammenhang fanden außerdem Treffen mit einem Diplomanten statt, der Wikipedia im Rahmen seiner Forschungsarbeit verwenden möchte.

Literaturstipendium

Die seit letzten Monat laufende Kooperation mit dem Georg Thieme Verlag, bei der die Redaktion Chemie mehrere Zugänge zum “Römpp” erhielt, einem Standardwerk der Chemie, erweist sich als herrlich produktiv. Kaum ein Monat ist vergangen und bereits über 30 Artikel wurden ausgebaut und ergänzt. Respekt!
Im “traditionellen” Literaturstipendium konnten drei neue Zusagen gegeben werden. Besonders erfreulich die Premiere des Fachbereichs Philosophie, dem ein Werk über Michel Foucault zur Verfügung gestellt werden konnte. Falls du Autor bist und etwas brauchst: Mail an litstip@wikimedia.de
Im Bereich “Zugang zu elektronischen Literaturdatenbanken” erweisen sich die zu bohrenden Bretter weiterhin als dick. Nachdem Verhandlungen von Denis Barthel mit JSTOR und dem Springer-Verlag nicht verliefen wie gewünscht, ist aktuell eine “Meta-Lösung” ins Auge gefasst worden. Mehr dazu demnächst.

Bildungstreffen in Berlin

Wikimedia Deutschland war diesen Monat nicht nur Gastgeber der Wikimedia Conference, sondern auch eines kleinen “Bildungsgipfels”. Neben Vertretern von Wikimedia Italia und Wikimedia UK sowie einem externen Teinehmer waren Frank Schulenburg, Rod Dunican und Annie Lin von der Wikimedia Foundation nach Berlin gekommen. Sie stellten das Campus Ambassadors Program ausführlich vor, Denis Barthel und Elly Köpf präsentierten das Schulprojekt von Wikimedia Deutschland.
Die Zusammenarbeit mit den vielen freiwilligen Ambassadors und Universitäten sowie die positive Resonanz in Medien und Community liessen Nicole Ebber und Denis Barthel auch für Wikimedia Deutschland eine mögliche Lokalisation des Campus Ambassador Programs in Deutschland ins Auge fassen. Näheres dazu bald auf diesem Kanal.

Redaktionstreffen

Das im letzten Monat gestartete Förderprogramm für Treffen und Workshops von Fachbereichen in der Wikipedia ist erfolgreich angelaufen. Einige Fachbereiche haben -angeregt durch das Förderprogramm- mit ersten Planungen begonnen, darunter erfreulicherweise auch manche, für die es ihr erstes Zusammentreffen sein wird, z.B. das Portal “Essen und Trinken” oder das Portal “Waffen”. Wir freuen uns über diese Gelegenheit, euch unterstützen zu können. Habt Ihr Lust? Dann mailt an treffen@wikimedia.de und los geht’s.

Silberwissen / TAO

Unter der Leitung von Lienhard Schulz fand der erste Workshop im Seniorencomputerclub Berlin-Mitte (SCC Berlin Mitte) statt. Lienhard führte die Teilnehmer in die Erarbeitung eines Artikels ein – zunächst auf der Benutzerunterseite.
Die Senioren trafen sich bereits zum zweiten Mal, während des ersten Treffens, ohne Begleitung eines Wikipedia-Referenten, unternahmen sie Ihre ersten „Gehversuche“. Die Treffen werden fortgesetzt, zunächst im April zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch und im Mai erneut mit Hilfe eines Referenten.
Als weiterer Referent erläuterte Aleksander Dera zur Mitgliederversammlung der Chronisten des Landkreises Potsdam-Mittelmark wie die Wikipedia funktioniert und wie jeder daran mitarbeiten kann. Die Chronisten waren von Anbeginn interessiert, stellten Fragen und erkannten die Möglichkeiten einer aktiven Mitarbeit. Vom Vorstand der Chronistenvereinigung wurde das Interesse an einem Workshop zur Einführung in die Arbeit als Autor und zum Einstellen von Quellen und Fotos bekräftigt.
Ebenfalls im März nahm Elvira Schmidt am Akteursworkshop der Initiative „Internet erfahren“ teil. Initiator der Initiative ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Partner sind die Service-Gesellschaft der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen, das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V. und die Stiftung Digitale Chancen. Für das Projekt Silberwissen waren zwei Themen interessant: Die Idee Paten für „Internetneulinge“ zu finden und zu schulen sowie die Frage, wie gerade Seniorinnen und Senioren der Einstig ins Internet leicht gemacht werden kann. Die im Workshop erläuterten Erfahrungen können nicht direkt übertragen werden, bieten jedoch methodische Anregungen für das eigene Vorgehen.

Schulprojekt

Der März war für das Schulprojekt ein sehr ereignisreicher Monat mit einem deutlichen Schwerpunkt auf Netzwerken, da viele Veranstalter den März wohl als offiziellen Start ins Jahr 2011 betrachten. In diesem Monat konnten wir das Schulprojekt gleich über zwei Fachportale verbreiten: Sowohl im Onlineportal www.jugendnetz-berlin.de konnten wir einen Eintrag machen als auch in dem GMK-Newsletter, der monatlich über medienpädagogische Projekte informiert. Auch durch Kontakte zu anderen Projekten konnten weitere Kooperationsmöglichkeiten und Workshopideen gewonnen werden. Direkt angesprochen haben wir in diesem Monat 70 Schulen in und um Frankfurt und 60 Schulen in Stuttgart und Umgebung. Persönlich konnte man das Schulprojekt in diesem Monat auf einer Vielzahl von Tagungen antreffen, so zum Beispiel auf dem Medientag in Steglitz, dem EduCamp in Bremen, dem Bielefelder Medientag und dem Schulbibliothekstag 2011 in Berlin. Am 23. März war Denis Barthel bei den Gautinger Internet-Treffen eingeladen, einer der größten regelmäßigen Tagungen für Medienpädagogen in Deutschland und stellte dort das Schulprojekt vor. Nicht nur eine Gelegenheit, das Programm einem Fachpublikum bekannt zu machen, sondern auch eine um es dem prüfenden Blick qualifizierter Experten zu unterziehen. Die Gespräche dazu zeigten, dass die Initiative willkommen geheissen und für wie wichtig ihre Ziele befunden werden. Mit der Mischung aus persönlicher Ansprache auf Veranstaltungen und dem direkten Versand von Informationsmaterialien konnten neue Anfragen für das Projekt gewonnen werden, die in diesem und den nächsten Monaten umgesetzt werden. Im März kann das Schulprojekt daher auf 8 Workshops und mehrere Informationsveranstaltungen zurückblicken. Weitere Workshops sind bereits in Planung. Sehr erfreulich ist auch die steigende Nachfrage von Universitäten und Medienzentren an Workshops zum Thema “Umgang mit Wikipedia”. Besonders freuen wir uns über unseren neu gestalteten Internetauftritt und auf das kommende Referenten-Camp in Berlin Anfang April.

Aus dem Maschinenraum

Der März war im Bereich Technik war vor allem der Vorbereitung und Planung kommender Projekte gewidmet. So hat Daniel das Suchportal wikipedia.de wegen Überlast kurzfristig auf einen anderen Server umgezogen, während wir den Umzug all unserer Webseiten vorbereiten. Für die Entwicklungsarbeit an CiviCRM, unser Adressverwaltungsprogramm, hat Daniel eine Testinstallation eingerichtet. Und für CatScan hat Daniel die zweite Phase einer Neuimplementation überwacht, die es ermöglichen soll, die Kategoriestruktur der Wikipedia in wenigen Sekunden zu durchsuchen.
Auf dem OpenSpace am Tag nach der Mitgleiderversammlung hat Daniel einen Überblick über die für 2011 geplanten Aktivitäten im Bereich Technik gegeben. Dabei wurde noch einmal deutlich, dass wir dringend mehr Personal in diesem Bereich brauchen. Außerdem ist die Anmeldung für das Entwicklertreffen (“Hackathon”) angelaufen, das wir am 13. bis 15. Mai in Berlin veranstalten. Die genauere Planung des Programms wird nach der Chapter’s Conference anlaufen.

CeBIT

Mathias war als Teilnehmer einer Podiumsdiskussion auf den Medientagen des CeBIT in Hannover, wo es um Persönlichkeitsrechte in Blogs und Wikipedia ging. Die Diskussion war eher praxisorientiert, auch die Juristen auf dem Podium warnten davor, ausschliesslich auf juristische Mittel zu setzen, um etwa ein rufschädigendes Posting aus dem Netz zu klagen (siehe auch: Streisand-Effekt)

Google Apps

Wikimedia Deutschland setzt im Büro und für die Vorstandsarbeit nun verstärkt Google Apps ein. Hierzu fingen im März die ersten Umzugsarbeiten an, die im laufenden Betrieb stattfinden und möglichst
keine Ausfallzeiten bei der Erreichbarkeit der Personen bedeuten sollen. Wikimedia Deutschland hat sich unter anderem auch von dem Erfolg beim Google Apps-Einsatz bei der Wikimedia Foundation
beeinflussen lassen.

Collab

Das 3. von Google unterstützte Collaboratory zum Thema Urheberrecht stellte am 16. März einen Zwischenbericht seiner Arbeit vor. Mathias war einer der Co-Autoren in einem Policy-Paper zur Zukunft des Urheberrechts, das in den kommenden Wochen veröffentlicht wird und bei dem der Jurist Till Kreutzer federführend war.

Mitglieder

In Bezug auf die Entwicklung der Mitgliederzahlen gibt es sehr erfreuliche Nachrichten von Henriette aus der Mitgliederverwaltung: Im Februar und März 2011 haben wir 355 Mitglieder mit aktiver Mitgliedschaft und 29 Mitglieder mit Fördermitgliedschaft aufgenommen; bedauerlich allerdings, dass vier Mitglieder zum 31. Dezember 2011 ihre Mitgliedschaft gekündigt haben. Der Verein zählt derzeit 856 aktive (= Stimmrecht auf der Mitgliederversammlung; nur natürliche Personen) und 219 Fördermitglieder (= finanzielle Unterstützung des Vereins), insgesamt also 1.075 Mitglieder; hinzu kommt ein Ehrenmitglied (Jimbo Wales).

Freiwilligenförderung

Wie immer klappte die Zusammenarbeit zwischen den Teilnehmern und Organisatoren des bereits zum achten Mal stattfindenden Fotoworkshops in Nürnbergmit Henriette reibungslos: Für insgesamt 10 Teilnehmer wurde auf Anfrage eine Komplett- oder Teilübernahme von Reisekosten und/oder Seminargebühren zugesagt; fast alle Anträge konnten inzwischen bearbeitet werden.
Ein paar Wochen vor dem Fotoworkshop erreichte uns aus der Community die Anfrage, ob Wikimedia Deutschland sich um Presseausweise kümmern und eine Kamera-Ausrüstung zum Verleih an Fotografen anschaffen könne. Henriettes Vorschlag diese Ideen beim Workshop in Nürnberg zu diskutieren und dort Projektanträge zu entwickeln, fiel erfreulicherweise auf fruchtbaren Boden. Es wurde ausführlich im Vorfeld diskutiert und  während des Workshops am Sonntag kam gleich der frisch angeschaffte Moderationskoffer zum Einsatz; inzwischen haben uns die Projektanträge erreicht (nachzulesen unten [A] bis [E]) und werden in die Planungen zum kommenden Community Raum (siehe oben) mit aufgenommen. Danke nochmal an die Organisatoren und Teilnehmer für die spontane Übernahme dieses Punktes ins offizielle Programm!
Weiteres von dieser Veranstaltung: Catrin kümmerte sich um die Anfrage, ob eine Gruppe der Nürnberger Fotografen am 5. März das DB Museum besuchen und dort auch fotografieren könne. Diese Erlaubnis wurde erteilt, worüber die Fotografen – ganz abgesehen von der freundlichen Aufnahme und Begleitung im Museum – sehr begeistert waren, denn gewöhnlich darf dort nicht fotografiert werden.
Einem Nürnberger Teilnehmer, der in Hamburg regelmässig Talkshows besucht um Wikipedia-Artikel über Prominente zu bebildern, gab man den Rat bei Wikimedia Deutschland nach einer Akkreditierung für die NDR-Talkshow zu fragen. Nachdem Henriette die Agentur ermittelt hatte, die die Akkreditierungen vergibt, verlief alles erfreulich schnell und unkompliziert: Chester100 wird jetzt regelmässig zu den Talkshows eingeladen. Wir freuen uns auf weitere tolle Bilder, die die Prominenten-Artikel vervollständigen!

Links:

[A]: <http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:8._Fotoworkshop/F%F6rderantrag_Einsteiger-DSLR-Set>
[B]: <http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:8._Fotoworkshop/F%F6rderantrag_Fotoausr%FCstung_Nikon>
[C]: <http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:8._Fotoworkshop/F%F6rderantrag_Fotoausr%FCstung_Canon>
[D]: <http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:8._Fotoworkshop/F%F6rderantrag_Fotozubeh%F6r>
[E]: <http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:8._Fotoworkshop/Fotografenausweise>

Wikisource

Mitte März wurde von Henriette ein Digitalisierungsauftrag an die Staatsbibliothek zu Berlin/Unter den Linden geschickt: Beide Bände des raren Werkes „Lina’s Märchenbuch: eine Weihnachtsgabe” von Albert Ludwig Grimm, erschienen im Jahr 1837 wurden bestellt. Sie erreichen die Bestellerin hoffentlich bald, so dass die fleißigen Mitarbeiter von Wikisource mit Transkription und Korrekturlesen beginnen können.

Fundraising

Im Monat März dominierten drei Themen das Fundraising. Das erste Thema war der fehlerhafte Versand der Zuwendungsbestätigungen durch den Dienstleister (siehe Blog-Eintrag hier). Die vielen Anfragen sowohl per Email als auch per Telefon wurden von uns zügig bearbeitet. Insbesondere freut es uns, dass sich trotz der unglücklichen Umstände sehr viele Spender für ein kontinuierliches Engagement entschieden haben. Wie auch Henriette erläutert, konnten wir 360 neue Mitglieder durch den Versand der Zuwendungsbestätigungen. gewinnen. Der zweite Bereich betrifft unsere zukünftige Fundraising-Software. Wir möchten hierzu die freie Software CiviCRM weiterentwicklung. Da diese Software in Deutschland nicht so stark verbreitet ist, habe ich zusammen mit Oxfam Deutschland e.V. ein Netzwerk aus interessierten Organisationen und Agenturen initiiert. Das erste Treffen fand am 29.03.2011 bei Oxfam statt. Zu dem Netzwerk gibt es auch eine Plattform. Schließlich beschäftigte ich mich mit dem sogenannten Fundraising-Agreement, welches derzeit jährlich zwischen der Wikimedia Foundation und dem Fundraising treibenden Chapter geschlossen wird. Das erste Draft kann man sich hier anschauen.

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200.000 EUR für Community-Projekte

Noch keine Millionen, aber satte 200.000 EUR fließen nach einem Beschluss der Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland vom 19. März 2011 in das Community-Projektbudget (kurz CPB) zur Verwirklichung von Ideen aus den Wikimedia-Communitys für die Wikimedia-Projekte.

Aus der Community für die Community

Erstmalig wurde damit ein so umfangreiches Budget bereitgestellt, aus dem Mittel ganz gezielt in Projekte fließen, die aus der Community stammen und durch die Community realisiert werden. Ziel ist, Freies Wissen mit besonderem Schwerpunkt auf die Wikimedia-Projekte zu unterstützen. Nicht nur die Wikipedia soll davon profitieren. Auch den Medienpool Commons, die Quellensammlung Wikisource und andere Schwesterprojekte soll das Community-Projektbudget fördern.

Die sogenannte Millionenliste, auf der durch einen Aufruf eines Wikipedia-Benutzers Southpark bereits eine beeindruckende Anzahl kreativer Ideen zur Förderung gesammelt wurden, lässt erahnen, welches Potential in der Community schlummert. Die Liste kann jetzt zu einer Vorratskammer inspirierender Projektideen werden. Wen hat es beim Überlegen bereits in den Fingern gejuckt, wessen Ideen scheiterten bislang immer am Geld, wer kann aus einer vagen Vorstellung ein Projekt machen? Alle, die dabei nicken, können jetzt loslegen und ihre Projektideen Wirklichkeit werden lassen.

Vergabe der Mittel

Die Empfehlungen für die Projektförderungen trifft ein Budgetausschuss, der sich aus drei von Vereinsmitgliedern gewählten Vertretern des Vereins, drei aus der Community gewählten Vertretern der Wikimedia-Projekte und dem Schatzmeister von Wikimedia Deutschland zusammensetzt. Community und Mitglieder wurden bereits auf die anstehenden Wahlen ab dem 20. April aufmerksam gemacht und aus beiden Gruppen gibt es schon erste Kandidaten. Der Budgetausschuss wird seine Arbeit nach der Wahl schnellstmöglich aufnehmen, denn die erste Runde der Mittelverteilung ist noch für das erste Halbjahr 2011 geplant.

Projektanträge

Und weil das Geld dafür zur Verfügung gestellt wurde, auch ausgegeben zu werden, ein Aufruf an all die Kreativen und die Umsetzer: Baut Luftschlösser oder pflanzt, wie Joseph Beuys sagte, „unmögliche Gärten“. Konkretisiert eure Ideen, kalkuliert eure Kosten und macht daraus tolle Projekte. Anträge für die erste Runde können bis zum 31. Mai 2011 per Mail an cpb@wikimedia.de eingereicht werden.

Auf der Projektseite in der Wikipedia stehen alle Informationen, ein Musterantrag und eine Musterkalkulation erleichtern die Antragstellung.

Eine Community, die etwas so Faszinierendes wie die Wikipedia und ihre Schwestern realisiert, hat die besten Ideen und auch die besten Voraussetzungen dafür, genau diese mit maßgeschneiderten und handgemachten Projekten zu fördern und zu verbessern. Seid mutig!

 

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Erste Vorstandklausur des 8. Vorstandes

Der Vorstand inmitten kopulierender Feuerwanzen

Am vergangenen Wochenende traf sich der neue Vorstand zu seiner ersten Klausursitzung im Dämeritzseehotel am Rande Berlins. Leider konnte Pavel Richter wegen eines sehr erfreulichen Ereignisses nicht auf der Sitzung teilnehmen. Auch auf diesem Wege ein Glückwunsch an Pavel und seine Familie.

 

Immerhin die Hälfte des Vorstandes kam nach der letzten Wahl hinzu. Somit wussten nicht nur die “Neuen” nicht, was auf sie zukommt, sondern auch die “Erfahrenen” mussten sich auf die neuen Kollegen einstellen. Deshalb hatte man in der ersten Phase der Sitzung einen professionellen Coach hinzugezogen. Schnell merkten wir, dass das Kennenlernen problemlos vonstatten ging und dass wir begierig auf die inhaltlichen Themen waren.

 

Inhaltliche Arbeit

Wir starteten dann auch gleich in die Vollen und nahmen uns den Kompass 2020 vor. Es wurde deutlich, dass dieser nach nun knapp zwei Jahren einer Überarbeitung bedarf. Die Realität kommt schließlich immer anders als man denkt. Die Ziele sollen in den kommenden Monaten gemeinsam mit den Mitgliedern fortgeschrieben, überarbeitet und der Entwicklung angepasst werden. Das Gerüst, dass der Kompass vorgibt, soll der Geschäftsstelle helfen, sich zu orientieren.

Auch das zweite Thema war kein leichter Brocken. Das auf der Mitgliederversammlung beschlossene Community-Projektbudget muss unmittelbar umgesetzt werden. Olaf Kosinsky hat einen sehr ambitionierten Zeitplan für das Community-Projektbudget aufgestellt. Es sind laut Beschluss der Mitgliederversammlung einige Punkte abzuarbeiten bis das neue Gremium arbeitsfähig ist. Die Diskussion und Anpassungen über das Vorgehen und den Zeitplan wurden rasch und konzentriert abgearbeitet.

Schließlich kamen wir zu organisatorischen und somit etwas trockeneren Themen. Der Vorstand musste über den ersten Jahresabschluss der Fördergesellschaft beschließen. Da die Fördergesellschaft erst in 2010 gegründet wurde, war die vorliegende Bilanz noch nicht so umfangreich. Aber Fragen und Klärungsbedarf gibt es bei solchen Themen immer, denn nicht jeder kann Bilanzen lesen.

Alle Beschlüsse, die über die obigen drei Punkte gefasst werden mussten, fanden im Vorstand ungeteilte Zustimmung.

Die endgültige Festlegung der Ressortverteilung stand auch noch aus. Hier die Übersicht, welche Vorstände in den Ressorts verantwortlich arbeiten werden (kursiv die Hauptverantwortlichen für die Ressorts):

  • Freiwilligenförderung: Sebastian Wallroth, Achim Raschka, Sebastian Moleski
  • Lobbying: Alice Wiegand, Robert Radke
  • Public Relations: Attila Albert, Michail Jungierek
  • Qualität: Achim Raschka, Ralf Liebau
  • Usability & Technik: Robert Radke, Alice Wiegand
  • Betriebsmittel: Sebastian Moleski, Delphine Ménard
  • Finanzen: Olaf Kosinsky, Ralf Liebau
  • Fundraising: Delphine Ménard, Olaf Kosinsky, Robert Radke
  • Organisationsentwicklung: Michail Jungierek, Sebastian Wallroth
  • Personal: Ralf Liebau, Olaf Kosinsky, Sebastian Moleski
  • Vereinskommunikation: Attila Albert, Sebastian Wallroth
  • Wikimedia International: Alice Wiegand, Delphine Ménard, Sebastian Moleski

Am Sonntag wurden dann die kommenden Termine bis zur nächsten Mitgliederversammlung im November 2011 abgestimmt. Klar ist bei allen Planungen, dass diese Vorstandsperiode nur sehr kurz ist. Bereits am 19. November erfolgt der Übergang zur neuen Struktur. So stehen dem VIII. Vorstand bis dahin nur noch sieben Monate zur Verfügung. Es wurde beschlossen, die starke Fokussierung auf Berlin aufzubrechen und die Mitgliederversammlung auch an anderen Orten durchzuführen. Vorzugsweise sind das Orte, die gut erreicht werden können. So wird die Mitgliederversammlung im November aller Voraussicht nach in Hannover stattfinden.

Zur Einhaltung des straffen Terminplans und für einen möglichst reibungslosen Ablauf wurde eine (noch namenlose) Arbeitsgruppe gegründet, die inhaltlich den Wandel vorbereiten und begleiten wird.

Ein am Sonntag intensiv besprochener Punkt war die Personalplanung und -struktur des Vereins in den kommenden zwei Jahren. Hier hat die Geschäftsstelle noch viel Arbeit vor sich, um die wachsenden Ansprüche des Vereines abzudecken. Wachstum geht immer auch mit Veränderungen einher und ein so schnelles Wachstum ist eine Herausforderung, der wir uns gerne stellen.

Am Rande

Die Organisation und Vorbereitung der Klausursitzung war klasse. Das Hotel hat uns prima versorgt. Die Rahmenbedingungen waren perfekt, um gute Ergebnisse zu erzielen. Wie eigentlich immer bei Veranstaltungen des WMDE sind vorhandene WLAN-Strukturen nicht in der Lage, gestellte Anforderungen zu erfüllen (“Oh-Weh-LAN”)).

Die Klausur wird als “Grüne-Suppen”-Klausur in die Geschichte eingehen. Wo auch immer wir aßen (am Samstag Abend waren wir in Erkner City), es gab eine grüne Suppe. Am Samstag Abend wurde dann auch in entspannter Atmosphäre weiter über kommende Projekte und kommende Aufgaben philosophiert. Was zu vorgerückter Stunde auch immer leichter fiel.

Es war ein Klausur, bei der sich alle eingebracht haben und konstruktiv, rasch und ergebnisorientiert die anstehenden Themen abgearbeitet und weitere Schritte vorbereitet haben. Die Themen waren gut vorbereitet und alle Vorstandsmitglieder hatten sich bereits im Vorfeld informiert. So konnten unterschiedliche Sichtweisen klar dargestellt und der Abstimmungsprozess in der Runde auf ein zeitliches Minimum gedrückt werden.

Wir hatten neben all der Arbeit auch viel Spass. Die Klausur hatte alle angeregt, sich in die kommenden arbeitsreichen sieben Monate zu stürzen und trotz der kurzen Zeit alle gestellten Aufgaben bis zur Mitgliederversammlung zu erschlagen.

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WissensWert – Berichte aus den Projekten I

Unser Ideenwettbewerb WissensWert war im letzten Jahr ein großer Erfolg: Für die Teilnehmer des Wettbewerbes, weil sie mit der Veröffentlichung ihrer Ideen die Chance bekamen, sie einem größeren Publikum zu präsentieren und im Optimalfall Gleichgesinnte zum Mitmachen bewegen konnten. Für die Gewinner, die zur Realisierung ihrer Idee nun die notwendingen finanziellen Mittel von uns erhalten. Für uns, da wir durch den Wettbewerb einmal mehr zeigen konnten, dass uns die Förderung Freien Wissens am Herzen liegt und wir als Partner und möglicher Unterstützer freier Projekte immer ansprechbar sind.

Berichte aus den WissensWert-Projekten

Mit Unterstützung von Anwalt und Steuerberater haben wir eine Vereinbarung entworfen, die als Grundlage für die jeweiligen Rechte und Pflichten von den Projektpartnern und uns unterzeichnet wird. Einige Projekte wurden bereits gestartet, bei einigen herrscht noch Klärungsbedarf bzgl. einzelner Konditionen. Die Betreuung und Begleitung der Projekte haben verschiedene Projektmanager bei uns übernommen, sie stehen den Projektpartnern als Ansprechpartner bei allen Fragen und Wünschen zur Verfügung.

Mit diesem Beitrag starten wir eine regelmäßige Reihe an Berichten aus der Projekten und versorgen euch damit ab sofort mit dem aktuellen Status, Fortschritten, Rückschlägen und Tipps für andere Projekte. Im Startbeitrag sind alle Projekte samt verantwortlicher Ansprechpartner aufgeführt, ebenso findet ihr eine kurze Statusmeldung dazu, wo das Projekt gerade steht. Die Partner sind aufgefordert (und das ist auch eine Bedingung der Förderung), uns monatlich über den Verlauf der Projekte zu berichten. Neben den Sammelberichten sind sie außerdem eingeladen, exklusive Beiträge zu einzelnen Projekten zu schreiben, z.B. wenn ein großer Erfolg erzielt wurde, ein Meilenstein geschafft oder auf anderen Kanälen über das Projekt berichtet wurde. Die Dokumentation soll dabei für die Projektpartner keine lästige Pflicht sein, sondern die Chance, ihr Projekt einer größeren Zielgruppe und Öffentlichkeit vorzustellen, neue Kontakte im Bereich Freies Wissen zu knüpfen und darüber Anregungen zur erfolgreichen Umsetzung ihrer Projekte erhalten.

1 Freies Wissen als Hörbarer Podcast

Projektpartnerin: Tabitha Hammer
Begleitung bei Wikimedia: Catrin Schoneville
Status: Das Projekt befindet sich bereits in der Umsetzung. Aus der Pressemitteilung (PDF): Seit dem 01. Februar 2011 bietet ein Podcast eingesprochene Begriffserklärungen des Internetglossars Twick.it als Hörbeitrag an. Das Projekt von Tabitha Hammer ist einer von acht prämierten Vorschlägen aus der Startrunde des Ideenwettbewerbs „WissensWert“ von Wikimedia Deutschland e.V., die der Verein zur Förderung Freien Wissens bei der Umsetzung unterstützt. Der Service richtet sich insbesondere an sehbehinderte Menschen oder Menschen mit einer Leseschwäche.

8 Links to free and open – das Verzeichnis freier Projekte.

Projektpartner: Jan-Christoph Borchardt
Begleitung bei Wikimedia: Mathias Schindler
Status: Das Projekt befindet sich bereits in der Umsetzung, die Vereinbarung ist noch nicht unterzeichnet.

40 Luftbilder für OpenStreetMap

Projektpartner: Marc Gehling
Begleitung bei Wikimedia: Boris Marinov
Status: Die Vereinbarung ist unterzeichnet und die Fördersumme wurde überwiesen.

48 Motivationsfilm für Creative Commons

Projektpartner: Amadeus Wittwer
Begleitung bei Wikimedia: Catrin Schoneville
Status: Die Vereinbarung ist unterzeichnet und die Fördersumme wurde überwiesen. Amadeus schreibt:

Wir konnten das Storybook Anfang diese Woche besprechen. Die Story ist klar, es folgt eine Reinschrift. Die Gestaltungselemente wurden grob definiert. Die Hauptcharaktere stehen fest. Die verschiedenen Ebenen sind uns nun auch bewusst.

Unsere nächsten Schritte sind: Requisiten organisieren, Kamera-Einstellungen testen, Spezial-Effekte ausprobieren, Figuren skizzieren, Locations wählen und Sprecherstimmen finden.

Der Film soll in der ersten Augustwoche veröffentlicht werden.

59 Barrierefreies Onlineportal für Karten- und Routing-Services

Projektpartnerin: Annette Thurow
Begleitung bei Wikimedia: Nicole Ebber
Status: Das Projekt soll in Kooperation mit dem C-LAB und der Uni Paderborn umgesetzt werden. Vereinbarung wurde noch nicht erstellt, es sind noch Fragen bzgl. Kooperation und Fördersumme zu klären.

60 WikiStories – Einblicke von Zeitzeugen

Projektpartner: Werner Jansen, Ahmet Emre Acar
Begleitung bei Wikimedia: Till Mletzko
Status: Der Verein zur Umsetzung des Projektes befindet sich zur Zeit in Gründung, Vereinbarung wurde noch nicht erstellt.

63 Public Domain Projekt

Projektpartner: Carl Flisch, Philippe Perreaux
Begleitung bei Wikimedia: Denis Barthel
Status: Die Vereinbarung wurde erstellt und liegt zur Unterzeichnung bereit.

68 WikiQuest – kooperatives Lernen mit freien Inhalten

Projektpartner: Andreas Bietenbeck
Begleitung bei Wikimedia: Daniel Kinzler
Status: Die Vereinbarung wurde unterzeichnet und die Fördersumme wurde überwiesen.

Wie geht’s weiter?

Auch in diesem Jahr wird es (mindestens) eine Runde WissensWert geben. Mit der ersten Runde wurde die Idee zum Wettbewerb recht spontan umgesetzt, wir haben viel Feedback bekommen und werden in 2011 vieles besser machen und weiter ausbauen. So wird die öffentliche Abstimmung beim nächsten Mal sicherlich technisch ausgereifter umgesetzt, die Teilnahmebedingungen werden noch deutlicher formuliert und der gesamte Prozess samt Kommunikation nach außen optimiert. Außerdem möchten wir uns der Millionenliste noch weiter annehmen, sammeln zur Zeit weitere Ideen, überlegen, ob und wie wir die Kampagne zum Weltkulturerbe andocken können und werden die Pläne und Wettbewerbsbedingungen bald auch öffentlich zur Diskussion stellen.

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Technische Unterstützung gesucht

Zur Weiterentwicklung unserer Webprojekte brauchen wir Verstärkung und suchen ab sofort für unser Büro in Berlin eine Webentwicklerin/einen Webentwickler.

Zusätzlich schreiben wir einen Auftrag aus zur Implementierung von GraphServ, eine Serverkomponente für den schnellen Zugang zur Kategoriestruktur für unser GraphProcessor-Projekt.

Bewerbungsschluss für beide Ausschreibungen ist Freitag, der 29. April 2011.

 

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Wikipedia Schulprojekt: Das dritte Camp

Vom 01.-03.04.2011 haben sich die Referenten des Wikipedia-Schulprojekts zum dritten Camp getroffen. Diesmal fand das Camp in Berlin statt. Die gut ausgestatteten Räumlichkeiten des Bits21 dienten als Treffpunkt und schafften von Anfang an eine konzentrierte Arbeitsatmosphäre.

Das Camp startete am Freitag Abend mit einem ersten Kennenlernen der neuen Referenten und intensiven Gesprächen über die Projektstrukturen. Am Samstag ging es dann mit straffem Zeitplan los. Nach zwei Impulsreferaten und einem offenen Erfahrungsaustausch wurde im Rahmen einer professionellen Schulung an dem Thema “Gestaltung und Präsentation eines Workshops” gearbeitet. Nach einem langen Tag ließen wir diesen dann gemeinsam ausklingen.

Mit frühlingshaften Temperaturen begann der letzte Tag unseres Camps. Nach einer Kurzvorstellung des Projekts Silberwissen ging es dann an die inhaltliche Weiterentwicklung der Präsentationsgrundlagen. Die Ergebnisse zeigten bereits erste Ideen für die Umsetzung des am Tag zuvor Besprochenen und gaben tiefere Einblicke in die schulische Arbeitsumgebung. Nach einer abschließenden Feedbackrunde war unsere gemeinsame Zeit dann auch schon wieder vorbei. Wie immer – viel zu kurz, aber sehr produktiv! Mit einem Koffer voll neuer Ideen und Methoden machten sich alle auf den Heimweg, bereit für neue Einsätze im Wikipedia-Schulprojekt.

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Ausblick: Wiki loves Monuments 2011

WLM Winner 2010, by Rudolphous, CC-BY-SA 3.0

Als Fortführung der überaus erfolgreichen Aktion Wiki loves Monuments in den Niederlanden im letzten Jahr, wird das Projekt in 2011 auf die europäische Ebene gehoben. Bereits Ende Januar fand ein erstes Treffen von Wikipedianern in Köln statt, ich war als Vertreterin von Wikimedia Deutschland dabei.

Wiki loves Monuments 2011 ist ein Fotowettbewerb, bei dem Wikipedianer und andere engagierte Hobby- und Profifotografen Baudenkmäler fotografieren und die Bilder in einem bestimmten Zeitraum bei Commons oder Flickr hochladen. Anspruch des Wettbewerbes ist, die Hürden zur Teilnahme so niedrig wie möglich zu halten, um auch Externe zum Mitmachen anzuregen. So wurden im Vorjahr z.B. ein vereinfachter Upload für Commons zur Verfügung gestellt und Beiträge auch im Fotoportal Flickr gesammelt. Im niederländischen Wettbewerb sind im letzten Jahr mit diesem Konzept sage und schreibe 12.500 Fotos eingereicht worden!

Voraussetzung für den Erfolg des Projektes in Deutschland sind einheitliche Listen und Identifikationsnummern der Denkmäler im ganzen Land; ein Unterfangen, welches – auch aufgrund der föderalen Struktur – in Deutschland deutlich schwieriger ist als in den Niederlanden. Zurzeit sind engagierte Communitymitglieder und Mitarbeiter des Wiki-Projektes Denkmalpflege sehr fleißig dabei, bei verschiedenen offiziellen Stellen Auskünfte einzuholen, Listen anzufordern bzw. zu erstellen oder potentielle Unterstützer zum Mitmachen zu gewinnen.

Vergangene Events

Anna Lena Schiller, CC-BY-SA 3.0


Im Rahmen des offenen Programms bei der Mitgliederversammlung, am Sonntag den 19. März bot sich die Gelegenheit, das Thema vorzustellen und zu diskutieren. Maarten Dammers von Wikimedia Nederland war in Berlin vor Ort, um interessierten Wikipedia- und Wikimedianern das Projekt vorzustellen und weitere Freiwillige zur Mitarbeit zu bewegen. Hier wurde u.a. ein erster Prototyp für den Import von Listen angeregt (weitere Ergebnisse).

Lodewijk Gelauff, der WLM 2011 mit Maarten zusammen koordiniert, stellte das Projekt bei der Wikimedia Conference dem internationalen Publikum vor und konnte weitere Chapter von einer Beteiligung begeistern. Ein Protokoll der Session findet sich in der Conference-Dokumentation. Außerdem ist dort die schicke visuelle Dokumentation entstanden, die auch diesen Beitrag hier schmückt.

WLM-Treffen im Mai in Berlin

Im Rahmen des Berlin Hackathon 2011 findet am 13. Mai von 9 bis 13 Uhr ein WLM-Treffen im Berliner betahaus statt. Alle beteiligten Länder sind eingeladen, zwei Vertreter nach Berlin zu senden, um dort über die internationale Zusammenarbeit, Chancen, Herausforderungen und Aktionen zu diskutieren. Im Anschluss an dieses Treffen bietet sich dann die Möglichkeit, dem Hackathon beizuwohnen und dort mit den Entwicklern über technische Tücken und Umsetzung zu sprechen und erste Lösungen anzustoßen.

Beteiligung aus der Community in Deutschland

Die Aktion um Denkmäler aus Deutschland wird durch die Community in der deutschsprachigen Wikipedia organisiert. Wikimedia Deutschland steht hier mit finanzieller und logistischer Unterstützung zur Seite und übernimmt gerne auch die Kommunikation mit offiziellen Stellen und Behörden. An der Veranstaltung in Berlin können – neben den Entwicklern, die sowieso zum Hackathon vor Ort sind – zwei Communitymitglieder aus Deutschland teilnehmen. Mehr dazu auf der Wikipedia-Projektseite, hier sind Vorschläge und Teilnahmewünsche herzlich willkommen.

Ihr seid noch an anderer Stelle gefragt: Auf internationaler Ebene wurde ein Wettbewerb gestartet, um ein schöneres Logo für Wiki loves Monuments zu finden. Reicht eigene Entwürfe ein oder stimmt für euer Lieblings-Logo.

Weitere Anknüpfungspunkte

Der Fotowettbewerb selber findet zwischen dem 1. und 30. September 2011 statt; um den Tag des offenen Denkmals (11. September 2011) wird es außerdem regionale und überregionale Aktionen geben. Kilian schlug z.B. eine schöne Sonderaktionen im Rahmen von Schulprojekt und Silberwissen vor:

Meine Idee ist es, einen Landkreis oder eine etwas größere Stadt mit Umland auszusuchen und dort gezielt alle Schulen anzusprechen. Mit höheren Grundschulklassen und jüngeren Sekundarschülern, die ja sowieso in irgendeiner Form Heimatkunde auf dem Lehrplan haben, könnte man Projekttage machen, in deren Rahmen die Denkmäler in unmittelbarer Umgebung fotografiert werden. Auf diesem Weg könnte man die Schüler auch an Commons heranführen und ganz praktisch das Prinzip “Freies Wissen” vermitteln.

Gleichzeitig könnten wir Heimatvereine bzw. -museen, Ortschronisten und Stadtarchive mit ins Boot holen, da käme dann auch Silberwissen ins Spiel. Die könnten dann die Hintergrundinformationen zu den Denkmälern beitragen, eventuell sogar die Lehrer bei der inhaltlichen Vorbereitung der Projekttage unterstützen. Idealerweise würden sie auch über Wiki Loves Monuments hinaus daran arbeiten, die Informationen zu den jeweiligen Denkmälern in die Wikipedia einzubringen, was wir über Autorenworkshops begleiten könnten.

Auf diese Weise könnten wir gleich zwei Wikimedia-Projekte mit Wiki Loves Monuments verbinden und gleichzeitig Commons und Freie Lizenzen bekannter machen, der Einstieg wäre dank des Wettbewerbs sehr niederschwellig.

Darüber hinaus wäre auch ein Sonderpreis rund um das Thema Wikipedia muss Weltkulturerbe werden! denkbar, in dem Fotografien von Weltkulturdenkmäler ausgezeichnet werden. Diese und weitere Überlegungen können auf der Wikipedia-Projektseite diskutiert und ausgebaut werden.

Wir freuen uns, dieses grandiose Projekt unterstützen zu können! Bei allen Fragen könnt ihr euch per Mail an an mich (nicole.ebber@wikimedia.de) wenden.

Weitere Informationen

Internationales Projekt
Internationale Mailingliste WLM
Projekt in der deutschsprachigen Wikipedia
Zeitplan für Deutschland 2011
Berlin Hackathon 2011

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Wikimedia-Chat, die Zweite

Kürzlich fand der erste Wikimedia-Chat mit hauptamtlichen Mitarbeitern der Geschäftsstelle statt. Einmal im Monat wollen wir künftig eine solche offene Stunde anbieten, in der es Gelegenheit zu Fragen und Diskussionen rund um die Öffentlichkeitsarbeit und Projekte von Wikimedia Deutschland gibt. Jeder ist herzlich eingeladen!

Zur Premiere tauschten sich Catrin und Sebastian mit den Besuchern des Chats über die weiteren Ideen zu Aktivitäten im Jubiläumsjahr und die Kampagnenidee Wikipedia muss Weltkulturerbe werden! aus. Neben allgemeinen Fragen und Anregungen zum Projekt wurde insbesondere über die Beteiligung der Community an der Kampagne gechattet.

Auch weitere Themen kam zur Sprache: So gab es Nachfragen zu Infomaterial über Wikimedia-Projekte, im Speziellen zu einer Einführungsbroschüre über Wikimedia Commons. Wir haben wir einen fertigen Entwurf erstellt, der derzeit von verschiedenen Benutzern noch einmal inhaltlich geprüft wird.

Der nächste Wikimedia-Chat wird am 21. April, um 19.30 Uhr, stattfinden. Mathias steht dann für Fragen über Lobbyarbeit bereit. Wie zur Premiere bieten wir allen Interessierten an, uns vorab über catrin.schoneville@wikimedia.de natürlich gerne auch eigene Themenvorschläge mitzuteilen.

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