Archiv für März, 2011



Projekte & Aktivitäten von Wikimedia Deutschland im Februar 2011

Wikimedium

Die Vereinszeitung Wikimedium erscheint Mitte März. Beiträge und Bildmaterial wurde gesammelt und aktuell sind wir in der Layout-Phase. Unser erneuter Aufruf zur Mitarbeit hat erste Erfolge zu verzeichnen und wir haben einige externe Autoren (Wikipedianer und Leser) gewinnen können. Um möglichst vielfältige, abwechslungsreiche und interessante Beiträge aus dem Wikipedia-/Wikimedia –Universum für die Vereinszeitung zusammenstellen zu können, sind wir auf externe Hilfe und Unterstützung angewiesen. Bitte meldet euch und schickt uns eure Vorschläge catrin.schoneville@wikimedia.de oder redaktion@wikimedium.de. Natürlich freuen wir uns auch über die Verbreitung. Die Zeitung kann kostenlos bei Wikimedia Deutschland abonniert werden. Im Februar kamen über 100 neue Abonnenten hinzu. Insgesamt erhalten nun mehr als 700 neue Abonnenten die Zeitung, hinzukommen Veranstaltungen, Stammtische und andere Treffen bei denen die Zeitung ausgelegt werden. Wikipedia-Stammtisch oder Freunde des Freien Wissens können selbstverständlich auch höhere Stückzahlen bei uns bestellen um die Zeitung zu verteilen.

Pressemitteilungen

Seit dem 01. Februar 2011 bietet ein Podcast eingesprochene Begriffserklärungen des Internetglossars Twick.it als Hörbeitrag an. Das Projekt von Wikipedia-Autorin Souffleuse -Tabitha Hammer- ist einer von acht prämierten Vorschlägen aus der Startrunde des Ideenwettbewerbs „WissensWert“ , die Wikimedia Deutschland finanziell unterstützt. Jeder Internetnutzer kann unter der Adresse http://podcast.twick.it den Podcast aufrufen und sich die Erklärung des Tages kostenlos anhören. Der Service richtet sich insbesondere an sehbehinderte Menschen oder Menschen mit einer Leseschwäche. Alle Erklärungen stehen unter einer freien Creative Commons-Lizenz und dürfen mit der entsprechenden Quellennennung weiterverwendet werden. An dieser Stelle nochmals großes Lob und Anerkennung an die 22-jährige Initiatorin des Projektes, die es in kurzer Zeit geschafft hat, zahlreiche etablierte Sprecher und Moderatoren für das Projekt zu begeistern. Und für uns ist es eine große Freude solche Projekte zu unterstützen. Mit dem Titel ‚Barrierefreier Podcast aus dem Ideenwettbewerb von Wikimedia Deutschland geht auf Sendung‘ haben wir Anfang Februar eine Pressemitteilung erstellt und versendet. Die Presseresonanz hierzu war leider sehr leise und ist zwischen anderen Pressethemen untergegangen:

  • Frauenquote in der Wikipedia
  • Gorch Fock (z.B. Edit-War auf Wikipedia – Die Lotsen bleiben an Bord, in FAZ, 1. Februar 2011
  • Medienkompetenz

Mehr unter dem Wikimedia Pressespiegel oder bei Wikipedia

Presseanfragen & sonstiges Presse

Nach der großen Medienwelle im Januar ist es im Februar so ruhig gewesen wie lange nicht. Leider hat Guttenberg nicht aus der Wikipedia abgeschrieben – das hätte sicherlich für uns einiges geändert …. Dennoch gab es vereinzelt Anfragen zu der Frauenquote in der Wikipedia und wir haben auf die Bedeutung der Gewinnung von neuen Autoren (Seniorenprojekt) hingewiesen und Journalisten mit Statistikmaterial versorgt.
Nochmals wurde das Thema Presseausweise / Akkreditierungsvorlagen für Wikipedia-Autoren und Fotografen diskutiert und eine Anfrage bei dem Deutschen Presse Verband läuft. Wir prüfen, ob wir für Wikipedianer offizielle Presseausweise erhalten und hierfür auch die Kosten übernehmen. Parallel dazu haben wir verschiedene Akkreditierungsanfragen von Wikipedianern erfolgreich bearbeitet.

Informationsmaterialien

Im Rahmen des Schulprojekts haben wir kurzfristig einen Flyer erstellt, der bereits auf diversen Schulleiter- und Lehrer-Veranstaltungen und der didacta zum Einsatz kam. Ansehen und runterladen hier. Weitere Informationsmaterialien zur Unterstützung des Schulprojektes sind in Planung. Auch das Seniorenprojekt hat die ersten Wikipedia-Workshops realisiert und derzeit werden auch dazu Informationsmaterialien (Flyer) von uns erstellt.
Die Wikimedia Commons Broschüre ist in der Fertigstellung und Testleser oder Co-Autoren können sich mit Catrin in Verbindung setzen.

Tätigkeitsbericht

Im Februar wurde der Tätigkeitsberichtes 2010 erstellt, der Anfang März in gedruckter Form an die Mitglieder verschickt wird. Des weiteren sind Mailings an Spender damit geplant und online ist er bereits abrufbar.

Wikipedia Buch

Im vergangenen Monat endete die offizielle Einsendefrist für Beiträge zum Wikipedia-Buch. Leider konnten bis zu diesem Zeitpunkt nicht alle Inhalte zusammengetragen werden, sodass ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit in den letzten Wochen daraus bestand, vorgesehene Beiträge zu ersetzten, neu zu vergeben und die Struktur des Buches entsprechend anzupassen. Dieser Prozess ist fast abgeschlossen und so steht inzwischen eine erste Rohfassung des Manuskripts. Im nächsten Schritt werden alle Texte orthographisch und inhaltlich Überarbeitet, wobei dies im Regelfall in Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Autor geschieht.
Um das Buch mit „externen Stimmen“ anzureichern, wurden nunmehr diverse Wissenschaftler, Journalisten und sonstige Menschen mit Bezug zu Wikipedia angesprochen und zur Mitarbeit eingeladen. Parallel dazu werden die vertraglichen Rahmenbedingungen für die Kooperation mit einem Verlag ausgehandelt – eine Aufgabe, die im Lichte der Veröffentlichung des Buches unter Freier Lizenz recht arbeitsintensiv ausfällt.

Open Data

Am 18. Februar fand in Berlin eine Konferenz zu Open Data bzw. PSI – Public Sector Information statt, an der Mathias zum Thema Kooperationen mit öffentlichen Einrichtungen und die Wahl freier Lizenzen sprach. Im Workshop kamen viele Gründe auf den Tisch, warum eine Freigabe von Rohdaten aus Verwaltung und Politik noch nicht so verbreitet ist, wie es technisch möglich wäre. Am bezeichnendsten war eine Erzählung von der Betreibergesellschaft eines großen europäischen Hafens, warum die Messungen zu den Fahrrinnen im Hafen nicht publiziert werden: Die Fahrrinnen sind regelmäßig geringer, als es die vertraglichen Vereinbarungen und die Ausweisungen beinhalten und erst beim Einfahren von Schiffen, die diesen Platz wirklich benötigen, wird schnell nachgebaggert. Eine Freigabe der Daten würde diesen Vertragsbruch öffentlich machen, und bisher sei ja alles gutgegangen.

Internetfreiheitsrede

Hillary Clinton, Außenministerin der Vereinigten Staaten, hielt Mitte Februar eine Rede zur Internetfreiheit. Eingeladen durch die amerikanische Botschaft fand zwei Tage darauf ein Hintergrundgespräch mit Vertretern der Botschaft und netzpolitisch aktiven Bloggern und Sonstigen, darunter auch Mathias statt, wobei das Thema Wikileaks einen größeren Anteil an der Diskussion hatte.

Deutsche Digitale Bibliothek

Wikimedia Deutschland hat sich in der Vergangenheit schon kritisch-konstruktiv zum Konzept der Deutschen Digitalen Bibliothek geäußert, so bei der IAIS-Studie zu Anforderungen für eine solche Plattform. Diese Gespräche führen wir gerade fort. Besonders kritisch ist im Moment der Versuch der DDB-Vertreter, Geschäftsmodelle für die Verwertung von Inhalten zu schaffen. Dabei wird derzeit noch versucht, der Öffentlichkeit mit rechtlich zweifelhaften Argumenten die freie Nachnutzung von digitalisierten gemeinfreien Werken zu untersagen, um Kontrolle über Mehrwertdienste zu behalten. Wir sehen darin nicht nur einen Angriff auf die Allmende, sondern glauben auch, dass damit die Attraktivität der Plattform DDB massiv leiden wird.

Wikimedia Conference

Am 25.-27. März erwarten wir fast 100 Wikimedianer zum Chapters‘ Meeting in Berlin. In der Beletage der Heinrich-Böll-Stiftung treffen sich Vertreter von 34 Chaptern, das Board of Trustees, das Movement Roles Project sowie Mitarbeiter der Wikimedia Foundation. Wikimedia Deutschland sorgt als Gastgeber dafür, dass Anreise, Unterkunft, Verpflegung sowie die Ausstattung des Veranstaltungsortes organisiert sind, um das Programm kümmert sich BenceDamokos.
Einige der Chaptervertretern reisen zum ersten Mal ins Ausland, andere sind routiniert und viel herumgekommen. Wir versuchen, auf ihre Wünsche einzugehen, so dass sie sich in Berlin voll und ganz auf die Veranstaltung konzentrieren können. Mittlerweile sind die Flüge aus der ganzen Welt nach Berlin gebucht, allen visumspflichtigen Teilnehmern dürfte die Einreise gewährt werden und jeder wird ein Dach über dem Kopf haben.
Eine erste Version des Programms ist online und wir haben uns ein paar Überraschungen für die Freizeitgestaltung überlegt. So wird es am Freitag, den 25. März ein öffentliches Get-together für die Teilnehmer geben, zu dem auch Wikipedianer und andere Freunde Freien Wissen herzlich eingeladen sind. Die genauen Koordinaten geben wir noch bekannt.
Mit Anja Krieger und Sabria David haben wir zwei Moderatorinnen gefunden, die die Konferenz und die Diskussionen ergebnisorientiert begleiten werden. Damit die Ergebnisse auch für die zukünftige Arbeit festgehalten werden, sind wir im Gespräch mit Anna Lena Schiller für die grafische Dokumentation und suchen weiterhin Freiwillige für die (englischsprachigen) Mitschriften.
Weitere Infos finden sich im Blogbeitrag zum Thema: Vorschau: Wikimedia Conference 2011 in Berlin

Developers‘ Meeting – Hackathon 2011 in Berlin

In diesem Jahr brechen wir mit der Tradition, den Entwicklerworkshop im Rahmen der Wikimedia Conference zu veranstalten. Stattdessen gibt es vom 13. bis 15. Mai in Berlin einen Hackathon für MediaWiki-Entwickler. Wir stehen zurzeit in Verhandlungen mit einer Location in Kreuzberg und werden in den nächsten Tagen die Anmeldung eröffnen.
Teilnehmer sind zum einen die Entwickler der Wikimedia Foundation, ebenso sind MediaWiki-Entwickler, Toolserver-Nutzer, Gadget-Hacker und Interessierte aus der ganzen Welt eingeladen, sich über die technischen Aspekte der Wikimedia-Projekte auszutauschen. Die Registrierung ist ab sofort eröffnet.

Wiki loves Monuments

Als Fortführung der sehr erfolgreichen Aktion „Wiki loves Monuments“ in den Niederlanden im letzten Jahr, soll das Projekt in 2011 auf die europäische Ebene gehoben werden. Bereits Ende Januar fand ein erstes Treffen von Wikipedianern in Köln statt, Nicole war als Vertreterin von Wikimedia Deutschland dabei.
Wiki loves Monuments 2011 ist ein Fotowettbewerb, bei dem Wikipedianer und andere engagierte Hobby- und Profifotografen Baudenkmäler fotografieren und die Bilder bei Commons oder Flickr hochladen. Im niederländischen Wettbewerb sind 12.500 Fotos eingereicht worden. Voraussetzung sind einheitliche Listen der Denkmäler im ganzen Land; ein Unterfangen, welches – auch aufgrund der föderalen Struktur – in Deutschland deutlich schwieriger ist als in den Niederlanden. Zurzeit sind engagierte Communitymitgliedersehr fleißig dabei, bei verschiedenen offiziellen Stellen Auskünfte einzuholen, Listen anzufordern oder potentielle Unterstützer zum Mitmachen zu gewinnen.
Im Rahmen des offenen Programms bei der Mitgliederversammlung, am Sonntag den 19. März bietet sich die Gelegenheit, das Thema vorzustellen und zu diskutieren. Im Mai ist dann ein größeres Treffen angesetzt, welches in den Berliner Hackathon integriert wird, um technisch herausgeforderte Denkmal-Freunde mit den technisch versierten Unterstützern zusammen zu bringen. Der Wettbewerb selber wird zwischen dem 1. und 30. September 2011 stattfinden.

Aus dem Maschinenraum

Im technischen Bereich standen im Februar eine Reise von Daniel zu zwei Veranstaltungen in den USA an. Bei einem Treffen am 7. Februar 2011 in San Francisco mit Danese Cooper und Erik Möller ging es um die Koordination im Bereich Technik zwischen der Foundation und Wikimedia Deutschland. Dabei wurden, neben vielen anderen Themen, die Toolserver, CiviCRM, WikiTrust und CatScan besprochen. Bereits am 4. Februar in Sebastopol fand die Wikimedia Data Summit 2011 statt. Dieses Treffen im O’Reilly HQ drehte sich um das Thema WikiData/DataWiki. Ausführliche Berichte dazu wird es in Kürze hier im Blog geben.

Literaturstipendium

Mit sieben Anforderungen innerhalb von 30 Tagen hat das Literaturstipendium einen Klasse Start ins neue Jahr hingelegt – von den Grundlagen der Botanik über die Orgelgeschichte des Mittelrheins reichte das Spektrum bis hin zu Theodor Fontanes “Wanderungen durch die Mark Brandenburg”. Wir freuen uns über die Gelegenheit, damit zu Vielfalt und Qualität der Wikipedia beitragen zu können.
Angestoßen und maßgeblich vorangetrieben durch eine Initiative aus der Community können wir auch eine schöne Neuigkeit aus dem Bereich eLitstip (=elektronische Literaturdatenbanken) vermelden. Auf Initiative des Benutzer:Codc und weiterer Mitarbeiter der Redaktion Chemie hat Wikimedia Deutschland mit dem Georg Thieme Verlag einen Vertrag über acht Zugänge für das deutschsprachige Standardwerk der Chemie-Literatur “RÖMPP Online” geschlossen.
Bemerkenswert war die reibungslose Zusammenarbeit von Fachbereich, Verlag und Verein, die innerhalb weniger Wochen zum Erfolg führte. Nicht immer reagieren Verlage so positiv auf das Thema “Zugänge für Wikipedianer” wie der Thieme Verlag es hier tat. Das haben wir leider in den letzten Wochen bei Gesprächen mit anderen großen e-Verlagen aus Deutschland feststellen müssen.

Redaktionstreffen

Zwar ein wenig später als ursprünglich geplant, für die Planungen der Wikipedia-Treffen des Jahres 2011 aber sicher genau rechtzeitig: Zum 1. März 2011 geht das Förderprogramm Redaktionstreffen an den Start. Wikimedia Deutschland verbreitert damit sein Portfolio an Maßnahmen zur Unterstützung der Wikipedia-Fachbereiche.
Logistik, Equipment und finanzielle Unterstützung – damit (und auf Anfrage auch mit mehr) wird Wikimedia Deutschland den Fachbereichen zur Seite stehen. Um die durch sie geleistete Arbeit zu unterstützen und die Qualität der Wikipedia, zu der die Fachbereiche entscheidend beitragen, weiter zu fördern.

Schulprojekt

Im Februar konnte das Schulprojekt mit weiteren Veranstaltungen seinen Start ins Jahr 2011 erfolgreich fortsetzen. Der Schwerpunkt lag in diesem Monat auf der Ansprache weiterer Schulen und Kooperationspartner. Hierzu waren wir, gemeinsam mit einem Referenten, auf der Lehrertagung in Mainz (siehe Blogbeitrag). Hier konnten wir vielversprechende Kontakte zu Universitäten und Schulen aus dem Rhein-Main-Gebiet knüpfen. Wir waren auch auf der Didacta 2011 in Stuttgart vor Ort, um mit Stiftungen und Elternvertretungen ins Gespräch zu kommen. Beide Veranstaltungen waren für das Schulprojekt sehr erfolgreich und gaben Raum, um über weitere Kooperationen und Veranstaltungen auf einer persönlichen Ebene ins Gespräch zu kommen.
Seit kurzem haben wir einen schönen, neuen Flyer für das Schulprojekt, der demnächst auf unserer Homepage bereit stehen wird. Wir konnten in diesem Monat auch direkt Kontakte zu weiteren Veranstaltungen in diesem Jahr knüpfen, woraus sich bereits erste Termine ergeben haben. Außerdem sind wir mit den Vorbereitungen für das SchulCamp3 im April beschäftigt und sind dabei die logistischen und inhaltlichen Rahmenbedingungen zu klären.

Silberwissen / TAO

Im Seniorencomputerclub Berlin-Mitte (SCC Berlin-Mitte) gab es nach dem Vortrag von Denis über die Wikipedia und über die Möglichkeiten zur Mitarbeit ein lebhaftes Interesse unter den Senioren mitzuarbeiten oder sich zumindest in weiteren Workshops zu informieren. Der Vorstand ist an einer Kooperation mit Wikimedia interessiert. Das bezieht sich insbesondere auf die Unterstützung durch Mentoren. Die Senioren werden sich einmal im Monat in den Räumen des SCC treffen, um sich gemeinsam zur Erstellung von Artikeln, zur gegenseitigen Unterstützung und für die Klärung spezieller Fragen auszutauschen.
Von der Chronistenvereinigung Potsdam-Mittelmark wurde die Bitte heran getragen, in ihrer Jahreshauptversammlung im März einen Informationsvortrag zur Wikipedia und den Möglichkeiten einer Mitarbeit zu halten. Sie planen rund eine Stunde dafür ein. Die Veranstaltung findet in Bad Belzig im Landratsamt statt. Bei Interesse könnten in den folgenden Monaten Workshops zur Unterstützung der ersten Schritte folgen.
Mit zwei Volkshochschulen in Westdeutschland wurden für das Herbstsemester 2011 bereits Termine im September und Oktober vereinbart. Im Gespräch sind wir auch mit weiteren Bildungsträgern. Darüberhinaus wurde im Februar der erste Zwischenbericht für TAO abgegeben.

Der nächste Bericht erscheint am 4. April 2011.

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Wikipedia als Datenbasis: Das RENDER-Projekt

Nachdem mich Pavel in seinem Beitrag schon vorgestellt hat, möchte ich an dieser Stelle noch ein bisschen über meinen Hintergrund und die geplanten Aufgaben rund ums RENDER-Projekt berichten.

Ich habe Computerlinguistik an der Universität Potsdam studiert. Was ist das eigentlich genau? Üblicherweise antworte ich auf diese Frage: “Wir verarbeiten menschliche Sprache mit Hilfe des Computers”.

Meine Studienschwerpunkte waren u.a. Wissensverarbeitung und Semantikrepräsentation. Dabei begegneten mir Wikipedia-Inhalte immer wieder als Datenbasis bei Themengebieten wie z.B. Text Mining und Information Retrieval. Natürlich verwende ich Wikipedia ganz selbstverständlich als Nachschlagewerk und Möglichkeit mir schnell einen ersten Überblick zu einem Thema zu verschaffen. Auch bei meiner Arbeit in einem kleinen Kreuzberger Start-Up-Unternehmen spielte Wikipedia eine wichtige Rolle. Wir extrahierten Fakten aus verschiedenen Wikipedia-Sprachversionen und visualisierten Bedeutungszusammenhänge. Ich beschäftigte mich unter anderem mit den Besonderheiten der Wiki-Syntax in Infoboxen, Tabellen und Geodaten zur Extraktion und Weiterverarbeitung der Fakten. Dazu nutzte ich auch Wiktionary-Informationen im Tokenisierungs- und Parsingprozess.

Wikipedia ist allgegenwärtig. Ich war letzte Woche Mittwoch mit Mathias auf der CeBit in Hannover. Bei mehreren Ausstellern fanden wir Wikipedia oder DBPedia als Datengrundlage der Entwicklung. Diese Beobachtung verdeutlichte wieder, Wikipedia wird nicht nur als Enzyklopädie genutzt, sondern ist darüber hinaus eine häufig verwendete Datenbasis vielfältiger Forschungen und Entwicklungen gerade im Bereich der Sprachtechnologie und Computerlinguistik. Deshalb freue ich mich besonders die Arbeit der Geschäftsstelle für das Forschungsprojekt RENDER unterstützen zu können.

Im Folgenden möchte ich kurz das Projekt vorstellen und insbesondere die Aufgaben von Wikimedia.

Das RENDER-Projekt

Im WWW stehen riesige Datenmengen zur Verfügung. Zu jedem denkbaren Thema werden Informationen, Hintergründe, verschiedene Sichtweisen und Standpunkte veröffentlicht, verbreitet und ausgetauscht. Allerdings ist es für Nutzer schwierig sich zu einem Thema umfassend zu informieren. Denn mit Zunahme der Informationsmengen wurden auch immer mehr Mechanismen entwickelt, die Wissen nach persönlichen Einstellungen, Vorlieben oder Profilen „vorfiltern“. Genau an dieser Stelle setzt das Projekt an und will Lösungen für dieses Problem liefern.

RENDER – Reflecting Knowledge Diversity – ist ein EU-gefördertes Forschungsprojekt an dem neben Wikimedia Deutschland e.V. sechs weitere europäische Projektpartner teilnehmen. Die Projektkoordination obliegt dem KIT (Karlsruher Institut für Technologie). Es ist geplant Methoden und Datenmodelle zu entwickeln um verschiedene Perspektiven eines Themas zu verstehen und diese beschreib- und auswertbar zu machen. Dabei werden Open-Source Erweiterungen bekannter kommunikativer und kollaborativer Dienste wie z.B. MediaWiki und WordPress entstehen. Die Forschungsergebnisse und entwickelten Methoden werden in drei Fallstudien unter Leitung von Wikimedia Deutschland, Google Ireland Ltd. und Telefonica I+D eingesetzt und deren Nutzen evaluiert.

Die Aufgabenpakete von Wikimedia

Neben der Bereitstellung der Daten und der Zugriffsinformationen liegt unsere Hauptaufgabe in der Durchführung der Fallstudie. In der ersten Phase entwickeln wir Metriken und Messmethoden um die Entwicklungen in / von Wikipedia zu beurteilen und zu verstehen. Das betrifft u.a. Fragen der Qualitätsbeurteilung von Wikipedia-Artikeln, das Verstehen von Konflikten zu einem Artikel bzw. Artikelabschnitten und das Erkennung von Anomalien im Inhalt und Editionsverlauf eines Artikels. Die gewonnenen Erkenntnisse wollen wir und unsere Projektpartner nutzen um geeignete Werkzeuge zu entwickeln. Diese sollen einerseits die Arbeit bzw. die Zusammenarbeit der Autoren erleichtern, andererseits den Lesern ermöglichen Sachverhalte mit verschiedenen Standpunkten nachzuvollziehen und dadurch auch die Motivation zur Mitarbeit zu steigern. Dabei können auch Techniken aus dem Bereich der Computerlinguistik zum Einsatz kommen. Beispielsweise könnte eine Sentiment Analyse dafür genutzt werden, subjektiv formulierte Passagen in einem Artikel automatisiert zu identifizieren. Die neuen Werkzeuge wollen wir frühzeitig gemeinsam mit Euch evaluieren. Darum ist gerade auch euer Feedback zu Nutzen und Verwendbarkeit besonders wichtig für unsere Arbeit. Unser großes, persönliches Ziel innerhalb des RENDER-Projekts ist es die Qualität, die Wertschätzung und das Vertrauen in Wikipedia zu erhöhen.

Ich freue mich auf meine spannenden neuen Aufgaben und bin bei Fragen oder Feedback unter angelika.adam@wikimedia.de erreichbar.

Weitere Informationen zum Thema RENDER findet ihr unter:
http://render-project.eu
http://www.facebook.com/renderproject
http://twitter.com/renderproject

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Tätigkeitsbericht 2010 jetzt online

2010 stand unter dem Motto Wachstum. Nicht nur die Anzahl der Mitarbeiter, der Spender, Leser und Freiwilligen ist gestiegen, auch Projekte und Initiativen von Wikimedia sind im letzten Jahr weiter gewachsen. Der Tätigkeitsbericht von Wikimedia Deutschland beschreibt ausführlich dieses Wachstum und informiert über die Vereinsarbeit in 2010.

Das vergangene Jahr war ein überaus ereignisreiches für Wikimedia Deutschland. Nicht nur langjährige Aktivitäten wie das Wikipedia-Schulprojekt oder das Literatur-Stipendium konnten erfolgreich ausgebaut werden, auch neue Projekte wurden ins Leben gerufen und fanden sehr großen Anklang in der Community, darunter der Ideenwettbewerb WissensWert und das Wikipedia-Buchprojekt. Technische Infrastruktur, Freiwilligenförderung oder Presse- und Öffentlichkeitsarbeit werden im Tätigkeitsbericht 2010 ausführlich erläutert. Darüber hinaus berichten wir über die Spendenkampagne sowie die Finanzierung und Mittelverwendung des Vereins.

Der Tätigkeitsbericht 2010 kann hier als PDF eingesehen werden. Zusammen mit den Berichten der früheren Jahre steht er außerdem als Online-Version auf unserer Vereinsseite zum Herunterladen bereit. Wer lieber die gedruckte Version liest,  kann den Tätigkeitsbericht 2010 auch gern bei uns bestellen.

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Panne beim Versand der Zuwendungsbescheinigungen

Liebe Mitglieder, liebe Spender und Freunde Freien Wissens,

Ende letzter Woche sollten die Zuwendungsbescheinigungen an alle Spender, die uns in 2010 mehr als 25 Euro gespendet haben, verschickt werden. Hiermit haben wir einen Dienstleister beauftragt. Um dem Datenschutz gerecht zu werden, haben wir keine Spenderdaten an den Versanddienst geschickt, sondern die fertigen PDFs zum Ausdruck und Versand übermittelt. Leider ist dem Dienstleister im Druckprozess ein Fehler unterlaufen: Alle Briefe erhielten zwar das korrekte Anschreiben, auf dem rückseitigen Zuwendungsbescheid wurde jedoch immer der gleiche Name und der gleiche Spendenbetrag gedruckt. Der Fehler lag eindeutig beim Dienstleister; dieser hat den Fehler auch umgehend eingeräumt.

Dennoch ist es für uns eine höchst unangenehme Situation und wir möchten uns bei allen Betroffenen auch auf diesem Weg nochmals ausdrücklich entschuldigen. Nachdem der Fehler am Samstag bemerkt und  umgehend ein neuer Versand vorbereitet wurde, werden heute die korrekten Zuwendungsbestätigungen verschickt. Der Versand wird zusammen mit einem erklärenden Brief und einer Entschuldigung an unsere Spender gehen. Die Kosten für den zusätzlichen Versand übernimmt der Versanddienst, der auch seine Prozesse dahingehend überprüft, dass ein solcher schwerer Fehler in Zukunft nicht noch einmal passieren kann.

In der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland standen Mitarbeiter bereits am Wochenende für telefonische Rückfragen zur Verfügung. Es wurden keine personenbezogenen Daten von Spendern an andere weitergegeben und die versendeten Zuwendungsbescheide können auch nicht beim Finanzamt eingereicht werden, da sie ungültig sind.

Auch wenn wir davon ausgehen, dass bis spätestens Mittwoch dieser Woche alle Zuwendungsbescheide entsprechend zugestellt sind, stehen wir für weitere Rückfragen jederzeit gern zur Verfügung.

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OpenSpace für Freies Wissen am 20. März 2010 in Berlin

Am Samstag, den 19. März 2010 findet die ordentliche Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland statt; ein Schwerpunkt der MV sind die Berichte des Vorstands und des Geschäftsführers, sowie Wahlen und Abstimmungen. Es wurde daher vor einiger Zeit der Wunsch von Mitgliedern geäußert, rund um die MV auch die Möglichkeit zur Diskussion von Projekten zu schaffen und so den Austausch zwischen den Mitgliedern und anderen Interessierten zu erweitern.

Gerne haben wir diese Idee umgesetzt und für Sonntag, den 20. März mehrere Räume angemietet, die genug Platz für Ideen und Diskussionen bieten. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt, und wir können gerne auch technische Infrastruktur bereitstellen, so benötigt. Die Adresse lautet “Haus des Akademischen Vereins Hütte e. V.” in der Carmerstraße 12, 10623 Berlin. Die Türen öffnen sich ab 10:00 Uhr.

Dieses Angebot ist nicht auf Vereinsmitglieder beschränkt, jeder, der Projekte diskutieren möchte, Vorschläge erarbeiten oder sich einfach nur mit netten Menschen über Freies Wissen austauschen möchte, ist herzlich willkommen. Ein vorgegebenes Programm gibt es nicht, die Veranstaltung lebt davon, dass Ihr sie gestaltet und mit Leben erfüllt. Erste Ideen finden sich bereits im Forum (einmalige, kostenlose Anmeldung erforderlich).

Aus dem Büro des Vereins könnt ihr jede Menge Unterstützung abrufen, gerne kommen auch Mitarbeiter dazu, wenn ihr Fragen oder Ideen habt, die ihr gerne mit diesen besprechen wollt. Sagt einfach, was ihr braucht, und wir schauen, dass wir es erfüllen können.

Bis bald in Berlin!

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Social Media Konzept für Wikimedia Deutschland

Im August 2010 arbeitete ich eine Woche in der Geschäftsstelle des Wikimedia e.V. mit dem Ziel, ein Social Media Konzept zu erarbeiten. In diesem Artikel möchte ich die Ergebnisse meiner Arbeit vorstellen, so wie ich sie damals geschrieben habe. Das Dokument habe ich nach Abschluss der Woche der Geschäftsstelle zur Verfügung gestellt. Danach hatte ich mit dem Geschäftsführer Pavel Richter verabredet, meine Arbeit weiter auszuführen.

Krankheitsbedingt hatte ich einige Wochen zu Nachdenken und kam so darauf, was an meinem Ansatz nicht stimmte: Die Vorstellungen über den Verein von Vorstand, Geschäftsstelle und Mitgliedern passen nicht zusammen. Den Äußerungen von Mitgliedern entnehme ich, dass sie mehr informiert und einbezogen werden wollen. Der Vorstand stürzt sich in die Arbeit, damit es endlich vorangeht. Die Mitarbeiter in der Geschäftsstelle arbeiten daran, den Output der Vorstandstätigkeit mit Leben zu erfüllen, arbeiten an selbstgestellten Projekten und sehen sich als Ansprechpartner und Unterstützer für „Freies Wissen“-Projekte von Mitgliedern und Nichtmitgliedern – reagieren aber leider gelegentlich schwerfällig, wenn tatsächlich Projekte an sie herangetragen werden. Der Verein muss sich entscheiden, ob er eine Organisation für einige wenige, dafür aber produktive Aktivisten sein will, oder aber eine Massenorganisation, die möglichst viele Freiwillige in die Arbeit einbeziehen will. Nur im letzteren Fall ist der Einsatz von Social Media sinnvoll.

Sebastian Wallroth, 3. März 2011

Social Media Konzept für Wikimedia Deutschland

Sebastian Wallroth

27. August 2010

Zustandsanalyse

Was ist Wikimedia Deutschland und was sind seine Ziele?

Der Name ist Programm: „Wikimedia Deutschland – Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e.V.“ ist ein gemeinnütziger Verein, der sich für die Förderung freien Wissens einsetzt. Wikimedia Deutschland wurde im Juni 2009 von aktiven Autoren der Wikipedia gegründet.

  • 1. Hauptmotiv: Notwendige Struktur schaffen, um Spendengelder für den Betrieb der Wikipedia verwenden zu können
  • 2. Hauptmotiv: Plattform schaffen, um Wikipedianern den Kontakt untereinander zu ermöglichen
  • 3. Hauptmotiv: Anlaufstelle für Presse und Kooperationsanfragen bilden

Die Gründungsaktivisten waren aber so weitsichtig, den Fokus nicht nur auf die Wikipedia zu legen. Ziele sind laut Satzung die selbstlose Förderung der „Erstellung, Sammlung und Verbreitung Freier Inhalte“. Zur Förderung von Erstellung und Sammlung gehört auch die „Befreiung“ von Inhalten, d.h. die Überführung von unfrei lizenzierten Inhalten in freie Lizenzen und das Zugänglich-Machen von Sammlungen freier Inhalte. Wichtig zu betonen ist, dass keineswegs Erstellung, Sammlung und Verbreitung Freier Inhalte der Zweck des Vereins ist, sondern die Förderung dieser Aktivitäten. Die langfristigen Ziele wurden vom Vorstand erarbeitet und im Kompass 2020 festgehalten. Aus dem Kompass 2020 wurden vom Vorstand und den Mitarbeitern mittelfristige Ziele abgeleitet, die in fünf Gebiete gegliedert wurden. Diese Ziele sollen bis 2014 erreicht werden.

Wer ist im Verein Wikimedia Deutschland aktiv?

Wikimedia Deutschland wurde im Juni 2004 von aktiven Autoren der Wikipedia gegründet. Im August 2010 gibt mehrere Gruppen von Aktiven.

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Zwei neue Mitarbeiter: Angelika Adam und Sebastian Sooth

Ich freue mich, dass wir heute zwei neue Mitarbeiter bei Wikimedia Deutschland begrüßen können: Angelika Adam und Sebastian Sooth. Beide werden sich noch selbst vorstellen (bzw. Sebastian hat dies bereits hier getan), aber ich möchte die Gelegenheit nutzen und Euch über ihre Hintergründe und ihre neuen Aufgaben im Verein zu informieren.

Angelika wird als ausgebildete Computerlinguistin federführend am von der EU geförderten Projekt “RENDER” arbeiten. Im Rahmen dieses Projekts fungiert Wikimedia als Use Case-Partner in einem Konsortium aus Partnern aus der Wissenschaft und der Industrie. Dabei definieren diese Partner die Art der Daten und Informationen, die sie von uns brauchen. Es wird dann unsere Aufgabe sein diese bereitzustellen. Angelikas Arbeit setzt an dieser Stelle damit an, dass sie nun zusammen mit unseren Projekt-Partnern den Projektplan verfeinern, die technische Umsetzung von unserer Seite voranbringen und als Ansprechpartnerin für weitere semantische Forschungsanfragen fungieren wird. Sie verfügt hierzu nicht nur über eine fundierte Ausbildung, sondern auch schon über erste Berufserfahrung. Es wird in den kommenden drei Jahren Projektlaufzeit deutlich mehr Arbeit geben, als eine Person alleine bewältigen kann, so dass Angelika auch für die fachliche Auswahl neuer Mitarbeiter im RENDER-Projekt zuständig sein wird.

Aus einer ganz anderen Ecke kommt Sebastian Sooth, der ebenfalls heute seinen ersten Arbeitstag hatte. Ihn habe ich als Projektmanager eingestellt, um die vielfältigen Projekte des Vereins zu unterstützen und als Ansprechpartner für Freiwillige zu dienen und ihnen bei Projekten zur Seite zu stehen. Sebastian verfügt über sehr fundierte Projektmanagement-Kenntnisse und hat in der Vergangenheit bereits vielfach mit Ehrenamtlichen zusammengearbeitet und zahlreiche Projekte und Events geplant und umgesetzt. Bei Wikimedia Deutschland wird er sich nun zuerst mit zwei großen Themen beschäftigen. Erstens wird die Geschäftsstelle in diesem Jahr in neue Räume ziehen, da der Mietvertrag in der Eisenacher Straße ausläuft und wir dringend mehr Platz brauchen. Mit dem Umzug wollen wir die Gelegenheit ergreifen, ein paar neue Ideen umzusetzen: Zum Beispiel einen Community-Raum, der Arbeitsmöglichkeiten für Leute bietet, die in Berlin an Freien Inhalten arbeiten möchten, oder aber ein niedrigschwelliges Angebot, um Ausrüstung oder technisches Material zu entleihen. Idealerweise werden wir auch eine größere Fläche haben, die für Podiumsdiskussionen, Redaktionstreffen, Workshops und andere Veranstaltungen genutzt werden kann. Das auszuarbeiten, mit der Community zu diskutieren, Ideen zu entwickeln und aufzunehmen, dafür ist Sebastian ab heute da. Zweitens wird er auch die weiteren Aktivitäten des Vereins anlässlich des 10jährigen Wikipedia-Jubiläums planen und koordinieren.

Ich freue mich sehr, das Angelika und Sebastian für Wikimedia Deutschland arbeiten werden und uns mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung unterstützen werden!

Personelles Wachstum bedeutet für einen Verein wie Wikimedia Deutschland immer auch strukturelles Wachstum, denn für das, was der Verein vorhat, braucht er (auch) hauptamtliche Mitarbeiter. Diese können und sollen das tolle ehrenamtliche Engagement nicht ersetzen, sondern im Gegenteil weiter fördern und unterstützen – durch Know-How, durch logistische Hilfe, durch die Übernahme von Arbeiten, die sonst nicht gemacht würden, und so weiter. Neue Leute bringen eben auch immer neue Kenntnisse mit, neue Ansätze und neue Ideen. Personelles Wachstum ist daher kein Selbstzweck oder ein Zeichen dafür, dass sich der Verein primär mit sich selbst beschäftigt. Personelles Wachstum bedeutet vielmehr, dass der Verein mehr Möglichkeiten erhält, seine anspruchsvollen Ziele umzusetzen. Und wir können dies eben auf vielfältige Weise tun: Durch die direkte Unterstützung der Autoren der Wikimedia-Projekte, durch die Investition in technische Infrastruktur, durch die finanzielle Unterstützung der Wikimedia Foundation, durch unsere eigenen, bereits laufenden Projekte und durch die neuen, die auf uns zukommen. Der Verein mit hauptamtlichen Mitarbeitern ist, neben den von uns initiierten Projekten, immer auch ein Angebot an alle Ehrenamtlichen: Nutzt die Möglichkeiten, die sich für Euer Engagement bieten, und sprecht uns an, fordert uns heraus, meldet Ansprüche an. Denn auch dafür sind wir hier: Um Euch und damit die Idee des Freien Wissens zu unterstützen.

In diesem Sinne: Herzlich Willkommen Angelika und Sebastian!

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Ready for take-off!

Ich freue mich sehr, ab heute als Projektmanager die Arbeit von Wikimedia Deutschland zu unterstützen.

Bisher habe ich Menschen und Organisationen als Projektmanager und -berater im Bereich Medien-, Web 2.0-, Kulturprojekte und Events dabei unterstützt, das Netz in ihren Strukturen und Prozessen zu nutzen.

Meine bisherige Arbeit drehte sich um die Frage, wie wir die Möglichkeiten, die das Netz und die neue Version der Kultur des Selbermachens bieten, für freiere gemeinsame Arbeits- und Lebensmodelle nutzen können.

Bisher u.a im von mir mitinitiierten Netzwerk atoms&bits, mit einem Servicestellennetzwerk im Partizipationsbereich, der Organisation von Festivals, Projektförderungen, Buchveröffentlichungen, Website-Entwicklungen, Informationsmanagement und der Mitarbeit in diversen netzpolitischen Arbeitsgruppen. Ich habe das hallenprojekt.de als Coworking-Plattform für die Verbreitung neuer Orte für neue, mobile und kollaborative Arbeit mitbegründet.

“Informationen sind Grundlage von Beteiligung” ist der Leitsatz meiner Arbeit. Die Schaffung und Nutzung Freien Wissens sehe ich dabei als elementaren Bestandteil.

Deshalb freue ich mich ganz besonders darauf, meine bisherigen Erfahrungen in die Arbeit von Wikimedia einbringen zu können.

Meine ersten Projekte hier werden das Aufgreifen der häufig geäußerten Communityraum-Idee im Rahmen des geplanten Büroumzugs, die Unterstützung der “10 Jahre Wikipedia”-Projekte im Jubiläumsjahr 2011 und perspektivisch die Unterstützung und Weiterentwicklung der Freiwilligenförderung sein. Mehr dazu werdet Ihr in Kürze hier von mir lesen.

Auf spannende Projekte, anregenden Austausch und darauf, die Idee des Freien Wissens weiter voran zu bringen! Ihr erreicht mich digital unter sebastian.sooth@wikimedia.de oder twitter.com/sebaso.

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Start des Förderprogramms für Wikipedia-Fachtreffen

Es ist stets etwas Besonderes, wenn sich Wikipedia-Autoren treffen. Oft schon über Jahre hat man zusammen gearbeitet und Einiges geleistet. Doch im “wirklichen Leben” begegnet sind sich nur die Wenigsten, oft genug ist man einander auch noch gänzlich unbekannt.

Noch stärker ist das der Fall, wenn sich Mitarbeiter einer Redaktion, eines Portals oder eines Wiki-Projekts (verschiedene Namen für fast dasselbe, nämlich „virtuelle Fachbereiche“ in Wikipedia) treffen. Die direkte Begegnung ohne das Internet mit seinen oft so hinderlichen technischen Beschränkungen ist enorm motivierend und produktiv. Man fachsimpelt, lernt voneinander, löst schnell und einfach Differenzen, arbeitet zusammen und entwirft Ideen für neue Projekte und eine bessere Zusammenarbeit. So manches Fachproblem wird gelöst und von der ersten vagen Idee bis zum fertigen Projekt ist es nicht weit.

Aber solche Treffen sind nicht trivial: die Teilnehmer stammen aus den verschiedensten Gegenden Deutschlands und seiner Anrainerstaaten und haben zeitlich und finanziell sehr verschiedene Möglichkeiten. So wird ein Treffen eines Fachbereichs schnell eine logistische Herausforderung. Der richtige Ort, die richtige Zeit, alles muss den Ansprüchen möglichst vieler Teilnehmer genügen und entsprechend abgestimmt werden. Noch kniffliger wird es, wenn zum Treffen ein richtiges Programm hinzukommen soll: für so manchen Programmpunkt bedürfte es zusätzlicher Ausstattung, die nicht jedermann zur Verfügung steht.

Weniger Mühsal, mehr Motivation, mehr Teilnehmer, besseres Equipment und professionellere  Organisation – mit Arbeitskraft, Geräten, finanzieller Unterstützung und gern auch mit mehr wird Wikimedia Deutschland ab dem 1. März den Fachbereichen der Wikipedia auf Wunsch zur Seite stehen. Natürlich gilt das nicht nur für die „schreibende Zunft“ der Wikipedianer, sondern auch für Fotografen, Illustratoren, etc. sowie die Communitys anderer Wikimedia-Projekte.

So möchten wir das bisherige Engagement der Community noch stärker unterstützen und dazu beitragen, dass Treffen der Fachbereiche noch öfter stattfinden können. Um die durch sie geleistete Arbeit zu unterstützen und die Qualität von Wikipedia, zu der die Fachbereiche entscheidend beitragen, weiter zu fördern. Wir freuen uns auf Euch und eure Ideen.

Mehr Informationen zum Programm in der Wikipedia.

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