Archiv für Februar, 2011



Das Schulprojekt unterwegs

Das Prinzip Wikipedia verstehen. Dies hat sich das Wikipedia Schulprojekt zum Ziel gesetzt. Lehrer und Schüler für unser Projekt zu begeistern, ist damit ein großer Teil unserer Arbeit. Dank unseres immer größer werdenden Referenten-Netzwerks konnten wir erfolgreich ins neue Jahr starten!

Um neue Schulen zu begeistern, geht das Wikipedia Schulprojekt auf Fachtagungen zum Thema Medienkompetenz und Medieneinsatz im Bildungsbereich. Mit der Kombination aus Recherche, Medieneinsatz und kritischer Reflektion ist das Projekt für eine Vielzahl von Fächern einsetzbar und damit für Lehrer aller Fächer interessant.
Den Start der Schulprojekt-Tour machte in diesem Jahr die Lehrertagung der FH-Mainz am 17.-18.02.2011 zum Thema “Neue Medien verändern Schule”. Hier konnten wir medienbegeisterte Lehrer und Dozenten im persönlichen Gespräch für das Schulprojekt begeistern. Für Lehrer sind die Veränderungen in der Generierung von Wissen immer wichtiger und eine kritische Reflektion dieser Prozesse dabei unverzichtbar. Viele Lehrer kommen sowohl zeitlich als auch fachlich mit der Forderung nach Medieneinsatz an ihre Grenzen. Genau hier setzt das Schulprojekt an und hilft dabei, diese neuen Wege am Beispiel von Wikipedia zu erschließen.

Direkt im Anschluss ging es weiter auf die Didacta 2011. Die weltweit größte Bildungsmesse fand in diesem Jahr auf der Messe Stuttgart statt. Wikimedia Deutschland konnte hier Vertreter verschiedener Stiftungen für das Projekt begeistern und mit interessierten Partnern über neue Wege für das Schulprojekt nachdenken. Weitere Aktionen auf Fachtagungen sind bereits in Planung. Wir freuen uns über die neu gewonnenen Kontakte!

Das Referenten-Netzwerk wächst von Tag zu Tag. Wenn Ihr selbst Interesse daran habt, als Referent tätig zu werden, meldet euch! Anfragen von Schulen oder Bildungseinrichtungen bitte ebenfalls an schule@wikimedia.de.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (10 Bewertungen, Durchschnitt: 4,20 von 5)
Loading...Loading...

Winter ade! Scheiden tut weh.

Der Vorstand im Hannoveraner „Schlauchzimmer“

Dies erkannte schon Hoffmann von Fallersleben in den 1830er-Jahren und nun auch ich. Am Freitag nachmittag machte ich mich – mit gemischten Gefühlen – auf zur letzten Vorstandssitzung, genauer gesagt zu „meiner“ (vielleicht) letzten Vorstandssitzung. Immerhin fing die Dienstreise gut an: der Zug war pünktlich und als Sitznachbarin hatte ich eine sehr sympathische Dame mit einer entzückenden Cocker-Spaniel-Hündin zu Füßen. Noch vor Erreichen des Bahnhofs in Spandau hatte sich diese meinen linken Fuß als Sofakissen auserkoren und ruhte darauf bis kurz vor Hannover – meinem Reiseziel. Nachdem ich es mir einigermaßen gemütlich gemacht hatte – Sofern dies möglich war, denn der linke Fuß musste schließlich vollkommen unbeweglich ruhen, um ja den Hundeschlaf nicht zu stören. –, sollte es an die Arbeit gehen, denn meine Bewerbung als Kassenprüfer schrieb sich nicht von allein. Gleich nachdem ich bis zur Stelle „Bewerbung als Kassensprüfer“ gekommen bin, trat die Schreibblockade ein. Diese ließ sich auch durch energisches Zureden nicht auflösen, denn die Gedanken schweiften ab und vor dem geistigen Auge spielte sich eine Show mit dem Titel „Zwei Jahre im Vorstand von WMDE“ ab. Es war ein gekonntes Potpourri aus Krimi, Drama, Romanze, Western und Soap! Die Frage, ob ich nochmal kandidiere wurde damit nicht einfacher und schon gar nicht gelöst. In Hannover angekommen ging alles den schon gewohnten Gang: Zimmer beziehen und auf zum gemeinsamen Abendessen. Die erste Überraschung gab es am Samstag morgen: Sebastian hatte es tatsächlich geschafft, vor Maria und mir (den beiden klaren Trägern des Titels „Frühaufsteher“) am Frühstückstisch zu sitzen.

Pünktlich um 9 Uhr begann dann die letzte Sitzung des siebten Vorstands. Fünf Themen standen auf der Tagesordnung: Anträge zur Mitgliederversammlung, Kandidaturen, Vorbereitung der MV, Regelung zur Übergabe an den neuen Vorstand und Sonstiges. Ohne auf die Ergebnisse im Einzelnen eingehen zu wollen (dazu folgt noch ein Blogbeitrag) möchte ich eines festhalten: Wie bereits auf der letzten Hannover-Sitzung (also der letzten Sitzung des sechsten Vorstands) merkte ich, dass die Gruppe nach einem Jahr zusammengewachsen ist. Das gemeinsame Arbeiten ging ungewohnt zügig und effizient voran, die Diskussionen waren sachlich und ich persönlich hatte es endlich geschafft, mal keinem ins Wort zu fallen! Wir haben es tatsächlich hinbekommen, die Tagesordnung eine Stunde schneller als ursprünglich geplant durchzuackern und so blieb noch Zeit für einen gemeinsamen Abschiedskaffee.

Am Bahnhof Hannover trennten sich unsere Wege, zwei nach Norden, drei nach Süden und zwei nach Osten. Ich – als einer der gen Osten Reisenden – hatte das Glück, dass Sebastian ebenfalls nach Berlin musste, damit hatte ich auch auf der Rückfahrt einen sympathischen Sitznachbarn neben mir sicher. Dieser musste sich zwar mindestens 30 Minuten lang anhören, dass mein Abschied von der Vorstandsarbeit schon mit einer großen Portion Wehmut verbunden sei, aber er hat mein Klagen – wie immer in den letzten zwei Jahren – geduldig ertragen.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (13 Bewertungen, Durchschnitt: 4,31 von 5)
Loading...Loading...

Vorschau: Wikimedia Conference 2011 in Berlin

Vom 25. bis 27. März ist Wikimedia Deutschland erneut Gastgeber der Wikimedia Conference. Bei der Veranstaltung treffen sich Vertreter der internationalen Wikimedia Chapter, um über Strategie, Zusammenarbeit und Professionalisierung der Ländervertretungen zu diskutieren und Erfahrungen auszutauschen. Außerdem trifft sich das Board of Trustees, das oberste Entscheidungsgremium der Wikimedia Foundation, zur seiner regulären Sitzung.

Die Teilnehmer

In diesem Jahr sind 34 Chapter eingeladen, jeweils zwei Vertreter nach Berlin zu entsenden. Neben den langjährig etablierten Vereinen werden auch neue Chapter und „Chapters-to-be“ dabei sein. So freuen wir uns über die Teilnahme von Wikimedia Spanien, welches die Foundation vor ein paar Tagen erst offiziell als Chapter anerkannt hat. Kenia, Chile und Kanada sind dabei; Südafrika wird das erste Chapter auf dem afrikanischen Kontinent sein und entsendet ebenfalls zwei Vertreter. Neben dem Board of Trustees werden auch mehrere Mitarbeiter der Foundation an der Konferenz teilnehmen.

Das Programm

Für die Programmkoordination sowie die Kommunikation mit den Chaptern ist Bence Damokos von Wikimedia Ungarn verantwortlich. Durch seine langjährige Mitarbeit sowie die Mitgliedschaft im Chapters Committee oder dem Movement Roles Project kennt er sich bestens in den internationalen Wikimedia-Strukturen aus. Aktuell entwirft er anhand des Feedbacks der letzten Jahre und den Wünschen der Chapter das Konferenzprogramm. Unterstützung wird er von zwei Moderatorinnen sowie einer visuellen Dokumentatorin erhalten, die wir zu einem späteren Zeitpunkt noch näher vorstellen.

Der Ort des Geschehens

Wir freuen uns über die freundliche Unterstützung der Heinrich-Böll-Stiftung. Mit der Beletage, dem Konferenzzentrum der Stiftung, haben wir einen Ort gefunden, der für „Transparenz, offene Kommunikation, Kreativität und Professionalität“ steht und damit sehr gut zu Wikimedia und der Veranstaltung passt.

Logistik und Rahmenprogramm

Zur Zeit kümmern wir uns um die Anreise der Teilnehmer aus der ganzen Welt, buchen Flüge, stellen Einladungsschreiben für die Visumserteilung aus und koordinieren die Unterkünfte im baxpax downtown Hostel Hotel. Wir schmieden gerade Pläne für das jeweilige Abendprogramm, konkretes steht hier allerdings noch nicht fest. Der Berliner Stammtisch am Freitag würde sich zum Beispiel eignen, internationale Chaptervertreter mit hiesigen Wikipedianern und anderen Unterstützern Freien Wissens zusammen zu bringen. Mehr dazu bald auf diesem Kanal. Andere Aktivitäten wie Sightseeing, gemeinsames Auskundschaften der Berliner Küche oder Museumsbesuche möchten wir ebenfalls anbieten und freuen uns über Unterstützung und Tipps der Berliner Wikipedianer. Gerne könnt ihr euch als freiwillige Helfer bei uns melden!

Um die Konferenz herum finden in Berlin weitere Treffen statt, am 24. März kommt das Role Movement Project zusammen, vom 27. bis 29. März gibt es einen Workshop „Global Melt – Best Practices in Community Leadership for global peer-driven movements“, an dem sich auch Wikimedia Deutschland beteiligt.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (7 Bewertungen, Durchschnitt: 4,29 von 5)
Loading...Loading...

Projekte & Aktivitäten von Wikimedia Deutschland im Januar 2011

10 Jahre Wikipedia – Party in Berlin

Über 300 Gäste folgten am 15. Januar der Einladung von Wikimedia Deutschland und kamen zur Geburtstagsfeier in die Berliner HomeBase Lounge. Eine bunte Mischung aus Wikipedianern, Freunden und Unterstützern der Wikipedia lauschte zunächst einem kurzen Rückblick auf die letzten 10 Jahre, labte sich an der Geburtstagstorte und nutze die Gelegenheit zum Kennenlernen oder Wiedersehen.

Als besondere Überraschung bot sich den Gästen die interaktive Installation „WikiLetters“ von SPTA, getanzt wurde zu den DJs Mogreens, das Kraftfuttermischewerk und DJ Schönberger, eine Slideshow bot ein Best-of von Wikipedia- und Community-Bildern  und über die Twitterwall ließen sich bundesweite und internationale Aktivitäten verfolgt. Ein ausführlicher Bericht findet sich dazu im Blog: 10 Jahre Wikipedia – Party in Berlin und überall, eine Sammlung von hübschen Fotos der Feier auf Commons und Flickr.

Wikimedia Conference

Die Vorbereitungen für das Chapters’ Meeting wurden im Januar intensiviert. Wir freuen uns, mit Bence Damokos (Wikimedia Ungarn, Mitglied des Chapers‘ Committee) erneut einen Programmkoordinator mit internationaler Erfahrung und guten Kenntnissen der Wikimedia-Strukturen gefunden zu haben. Er wird gemeinsam mit den Chaptern das Programm entwickeln und sicherstellen, dass jedes Chapter am 25.-27. März genau zwei Vertreter nach Berlin schickt.

Wikimedia Deutschland übernimmt alle logistischen Aufgaben wie Anreise und Unterkunft der Teilnehmer, Klärung von Visums- und Versicherungsangelegenheiten, die Suche nach dem Veranstaltungsort, technische und kulinarische Ausstattung und die vielen Kleinigkeiten, die eine große internationale Konferenz mit sich bringt. Wir freuen uns sehr, mit der die Beletage der Heinrich-Böll-Stiftung nun einen schönen und sehr gut ausgestatteten Veranstaltungsort gefunden zu haben. Wie in den Jahren zuvor möchten wir den Gästen auch in diesem Jahr wieder ein berlintypisches Freizeitprogramm bieten und wenden uns diesbezüglich in den nächsten Wochen noch ausführlicher an die Berliner Wikipedianer. Anders als in den letzten Jahren wird im Rahmen der Wikimedia Conference 2011 übrigens kein Entwicklerworkshop stattfinden.

Schulprojekt

Das Wikipedia-Schulprojekt ist voller Elan ins neue Jahr gestartet und konnte bereits im ersten Monat mit 4 Veranstaltungen loslegen,  darüber hinaus gingen viele Anfragen für weitere Veranstaltungen ein. Zusätzlich zu der Betreuung der Referenten, wurde eine  Kooperation mit dem medienpädagogischen Zentrum Bits21 im fjs e.V. gestartet. Eine gemeinsame Ausschreibung zu Workshops und ein gegenseitigen, fachlicher Wissensaustausch wird hierbei im Zentrum stehen. Auch die Medienpräsenz wird derzeit in Form von gezielter Presseansprache und geplanten Vernetzungen über Online-Newsletter vorangetrieben. Auf zwei pädagogischen Tagungen wird das Schulprojekt demnächst mit einem Infostand vertreten sein: Im Februar auf der Lehrertagung der Uni Mainz mit dem Thema “Neue Medien verändern Schule!?” und im März auf dem 3. Berlin-Brandenburgischen Schulbibliothekstag in Berlin. Wir haben uns außerdem in diesem Jahr dazu entschieden, gezielt Schulen per Post anzuschreiben. Der erste Fokus lag dabei im Januar auf der Region um Köln. Vielen Dank an dieser Stelle an Raimond für seine tatkräftige Unterstützung. Wir freuen uns auf ein erfolgreiches Schuljahr!

Deutsche Nationalbibliothek

Es laufen derzeit Gespräche mit der DNB über die ersten Schritte in der Kooperation zu Schreibrechten in den Normdateien für Wikipedianer. Dabei wird es vor allem um das Anlegen von PND-Einträgen zu Personen gehen, die von der PND noch nicht erfasst sind, aber biographische Artikel in der Wikipedia haben. Mathias ist hierzu mit DNB-Angestellten im Gespräch. Unser mittelfristiges Ziel ist, dass jeder Wikipedianer so direkt wie möglich Korrekturen an PND-Datensätzen selbst anfertigen kann, wenn er dies möchte.

Bridgeman

Wikipedianer kennen “Bridgeman” vor allem aus dem Rechtsstreit Bridgeman vs Corel über die Frage des urheberrechtlichen Schutzes von Abbildungen gemeinfreier Werke. Harriet Bridgeman, Gründerin von Bridgeman Art Library ist eine Besucherin der Wikimedia-GLAM-Veranstaltungen, wir haben auch über einige Europeana-Workshops Kontakte mit ihr. Mathias ist ist in Gesprächen mit Bridgeman über Formen der Zusammenarbeit, auch oder trotz unterschiedlicher Ansichten über einige urheberrechtliche Fragen. Unser Ziel hier: Freigabe von Digitalisaten gemeinfreier Werke.

Studio Hamburg

Studio Hamburg ist eine Tochter des NDR und zu größeren Teilen finanziert aus Mitteln des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks. Wir sprechen seit einer Weile mit Vertretern von Studio Hamburg über die Freigabe von Inhalten unter freien Lizenzen. Eine konkrete Diskussion dreht sich um ein Projekt namens “histoclips”, das bereits online ist. Die Aspekte der Verhandlungen sind repräsentativ für die Probleme vieler Einrichtungen des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks, angefangen von der grundsätzlichen Frage, ob der Öffentlichkeit gehören sollte, was die Öffentlichkeit bereits bezahlt hat über die Frage, wer eigentlich über hinreichende Rechte verfügt, einen Videoclip mit Material aus vielen Quellen unter eine freie Lizenz zu stellen. Mathias ist hier in Gesprächen. Im Erfolgsfalle werden wir interessante Inhalte für Wikimedia Commons loseisen, alternativ werden wir mehr darüber wissen, warum es im gebührenfinanzierten Inhaltemarkt noch hakt.

RENDER

Mathias hat Mitte Januar am ersten Meeting des RENDER-Konsortiums teilgenommen, wo es um die Entwicklung von konkreten Aufgaben für die Forschungspartner an diesem Projekt ging. In den kommenden Monaten werden wir dazu projektintern mit den Partnern diese Aufgaben niederschreiben und in den Zeitplan einpflegen.

Wikimedium

Die erste Ausgabe der Vereinszeitung Wikimedium wird im März erscheinen. Dafür haben die Vorbereitungen bereits im Januar begonnen. Wir sammeln Ideen, Beiträge und Bildmaterial und werden nochmals verstärkt externe Autoren (Wikipedianer und Leser) ansprechen, die Beiträge für Wikimedium erstellen wollen. Immer wieder haben wir zum Mitmachen an der Vereinszeitung aufgerufen und ich möchte an dieser Stelle diesen Aufruf wiederholen: Um möglichst vielfältige, abwechslungsreiche und interessante Beiträge aus dem Wikipedia-/Wikimedia-Universum für die Vereinszeitung zusammenstellen zu können, sind wir auf externe Hilfe und Unterstützung angewiesen. Bitte meldet euch und schickt eure Vorschläge an catrin.schoneville@wikimedia.de oder redaktion@wikimedium.de. Natürlich freuen wir uns auch über die Verbreitung. Die Zeitung kann kostenlos bei Wikimedia Deutschland abonniert werden. Davon machten allein im Januar mehr als 180 neue Leser Gebrauch. Wikipedia-Stammtisch oder Freunde des Freien Wissens können selbstverständlich auch höhere Stückzahlen bei uns bestellen um die Zeitung zu verteilen. Insgesamt zählen wir jetzt 540 Einzelempfänger, darunter 91 Fördermitglieder des Vereins. Im Abonnement stehen derzeit über 1400 Exemplare der Wikimedium.

Informationsbroschüren für Wikimedia-Projekte

Die im November fertiggestellten Broschüren das Wikipedia-Einmaleins wie auch die Broschüre zu Wikiversity kommen ebenfalls gut an und werden in der Geschäftsstelle fleißig bestellt. Auch diesen Hinweis wiederholen wir gern:  Benötigtes Informationsmaterial kann in der Geschäftsstelle angefordert werden.

Spendenergebnis in den Medien

Im Januar haben wir drei Pressemitteilungen herausgegeben. Am 5. Januar wurde das Spendenergebnis der Online-Kampagne 2010 kommuniziert und es gab reges Interesse seitens der Medien und zahlreiche Abdrucke unserer Pressemitteilung oder der Inhalte. Rückfragen, Interviewanfragen und Hintergrundinformationen wurde bearbeitet. Ein Auszug der Berichterstattung steht hier.

10 Jahre Wikipedia

Die zweite Pressemitteilung wurde zum 10-jährigen Jubiläum von Wikipedia versendet. Das Jubiläum hat ein bisher kaum erreichtes Medienecho hervorgerufen. Insgesamt weit über 150 Emails mit Medienanfragen gingen allein bei Catrin ein. Die meisten kamen aus Deutschland, aber auch Presseanfragen aus Österreich, Schweiz und Dänemark waren dabei. Was die Bearbeitung solcher Anfragen beinhaltet und die Auswertung der Berichterstattung lest bitte im Blog von Catrin.

Gesprochene Wikipedia

Das Projekt ‚Gesprochene Wikipedia‘ soll weiter ausgebaut werden. Noch im Dezember haben wir eine Sammlung der Artikel des Tages (aus der Kooperation mit DZB) auf CD gebrannt und bieten diese kostenlos für Interessierte an: einfach unter  catrin.schoneville@wikimedia.de bestellen. Darüber hinaus möchte Catrin gemeinsam mit Achim Raschka und weiteren Community-Mitgliedern eine weitere CD -Sammlung von gelesenen Artikeln der Wikipedianer- produzieren. Demnächst wird es dazu einen Vorschlag geben. Auch haben die Vorbereitungen für ein Treffen mit Wikipedianern und möglichen Partnern haben im Januar begonnen.

Wikipedia macht Schule

Für den Workshop des Schulprojekts in Köln haben wir eine Presseeinladung erstellt und an lokale wie regionale Medien verschickt. In den Tagen vor dem Workshop wurden anschließend gezielt einzelne Pressevertreter von Print- und Online-Medien sowie Hörfunk kontaktiert.

Wikipedia Buch

Das Buchprojekt konnte im vergangenen Monat wesentlich vorangetrieben werden. Nachdem Aufrufe zum Mitmachen im Vereinsblog und über diverse Soziale Netzwerke erfolgten, die jedoch nicht auf große Resonanz stießen, musste ein anderer Ansatz gewählt werden. Daher wurden mehrere hundert Wikipedianer – ausgewählt nach verschiedenen Gesichtspunkten (älteste, jüngste, aktivste usw.) – direkt angeschrieben und auf konkrete Themenfelder für eine Mitarbeit hingewiesen. Diese Aktion erwies sich als deutlich erfolgreicher und so konnten zahlreiche kurze Geschichten und Anekdoten für das Buch zusammengetragen werden.

Parallel dazu erfolgte die Themenvergabe und Koordination der Erstellung von Hauptinhalten für das Buch. Themenbereiche, die bisher nicht von der Community aufgegriffen wurden, mussten überdacht und überarbeitet werden. Hier flossen viele gute Ideen von Wikipedia-Autoren mit ein. Insgesamt wurde den Co-Autoren aus der Community wesentlich mehr Gestaltungsspielraum eingeräumt, als ursprünglich vorgesehen. Inzwischen sind alle größeren Beiträge vergeben und werden momentan geschrieben. Einige Themenbereiche werden zudem von Mitarbeitern der Geschäftsstelle bearbeitet.

Für die Kontaktaufnahme mit möglichen Verlagen war die Aufmerksamkeit im Umfeld des 10. Geburtstags von Wikipedia überaus nützlich, da bereits mehrere renommierte Verlage ihr Interesse am Wikipedia Buch bekundeten. In einer ersten Verhandlungsrunde mit diesen Verlagen konnten Eckpunkte und Konditionen einer Zusammenarbeit ausgelotet werden, die wiederum als  Entscheidungsgrundlage für eine Zusammenarbeit mit einem Verlag dienen sollen. Insgesamt befindet sich das Wikipedia Buch auf einem guten Weg und macht beständige Fortschritte.

Mitglieder

Im Januar 2011 haben wir 22 Mitglieder mit aktiver und 30 Mitglieder mit Fördermitgliedschaft aufgenommen. Fünf Mitglieder haben zum 31. Dezember 2011 ihre Mitgliedschaft gekündigt. Der Verein hat damit 497 aktive (=Stimmrecht auf der Mitgliederversammlung; nur natürliche Personen) und 195 Fördermitglieder (= finanzielle Unterstützung des Vereins), insgesamt also 692 Mitglieder; hinzu kommt ein Ehrenmitglied (Jimbo Wales).

10 Jahre Wikipedia – Synchronstammtische

Bereits im August 2010 kam die Idee auf, zum 10-jährigen Geburtstag der Wikipedia möglichst viele Stammtische gleichzeitig stattfinden zu lassen: Es ließ sich zunächst zögerlich an, aber nach und nach fanden viele Wikipedianer und Stammtischorganisatoren Gefallen an dieser Idee, so dass am Ende fast 30 Stammtische in Deutschland, Österreich und der Schweiz feierten. Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt: In München und dem Ruhrgebiet nutzte man die Gelegenheit Workshops zu Themen rund um die Wikipedia zu veranstalten und die interessierte Öffentlichkeit einzuladen, die Nürnberger und Fürther hatten eine “editierbare Torte” erfunden, die am Ende per “Löschantrag” verspeist wurde. Die Kölner feierten in großer Runde in ihrem Stammlokal, in Braunschweig sass man gemütlich beieinander, Hamburg hielt Klönschnack, die Basler und Lörracher feierten gemeinsam und binational in Basel, in Ostfriesland hatte man sich Freunde des Open Streetmap-Projektes dazugeladen und in Berlin fand eine Party mit über 300 Gästen und Freunden des freien Wissens statt. Alle Stammtische waren von Wikimedia Deutschland mit einem kleineren oder größeren Paket mit Informationsmaterial zu Wikipedia und Wikimedia, ein paar T-Shirts und fünf extra für diesen Anlass gestalteten Geburtstagskerzen bedacht worden. Einige Stammtische wurden darüberhinaus von Wikimedia Deutschland finanziell bei ihren Aktivitäten unterstützt. Wie man hörte, haben viele Wikipedianer die bisher nie einen Stammtisch besucht hatten, den Geburtstag genutzt, um endlich einmal andere Wikipedianer im “echten Leben” kennenzulernen. Alles in allem kann man diesen 10. Geburtstag der Wikipedia nur als großen Erfolg bezeichnen. Wir danken allen Initiatoren für ihre kreativen Ideen, ihre Begeisterung beim Mitmachen, Organisieren und Feiern!

Silberwissen / TAO

Im Januar stand die Vorbereitung und Durchführung einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem Senioren-Computer-Club Berlin-Mitte an erster Stelle. Am 26. Januar trafen sich im Veranstaltungsraum des Mehrgenerationenhauses auf der Fischerinsel rd. 30 Senioren/innen. Sie hörten mit großem Interesse und aktiver Beteiligung den Erläuterungen von Denis Bartel zur Entstehung, zur Mitarbeit und zu den wichtigsten Regeln in der Wikipedia zu. 14 Teilnehmer sind sich nach dem Vortrag entweder schon sicher, dass sie an einem vertiefenden Workshop teilnehmen wollen oder sie überlegen noch, möchten aber unbedingt vom Fortgang des gemeinsamen Projektes informiert werden. Es ist geplant im Februar oder März einen Workshop in den Räumen des SCC durchzuführen. Dann kann jeder Interessent mit Unterstützung mit dem Schreiben in der Wikipedia beginnen oder vorhandene Kenntnisse ausbauen. Die Veranstaltung wurde in der lokalen Berliner Presse angekündigt. Ein Interview dazu mit Catrin und Wikipedia-Autor Lienhard Schulz lief auf radioBerlin 88,8.

Weitere Aktivitäten:

Kontaktaufnahme zu weiteren VHS und zum Vorsitzenden der Chronistenvereinigung Potsdam-Mittelmark. Mit letzterer ist eine gemeinsame Veranstaltung Ende Februar und bei Interesse Workshops in den Folgemonaten geplant.

Projekt TAO – Third Age Online – Community & Collaboration:

Telefonische Abstimmungen mit unserem Partner in Deutschland, dem ZAWIW Ulm. Das ZAWIW plant während der Akademiewochen im Frühjahr (28.03.11 bis 1.04.11) eine größere Informationsveranstaltung zur Wikipedia.und Workshops.

Fundraising

Der Januar ist der dritte und letzte Monat des Fundraisers. Zu Beginn des Monats wurden erstmals zwei Aufrufe von Wikipedia-Autoren geschaltet, womit wir der community Raum gaben, ebenfalls für Wikipedia zu sprechen. Der Fundraiser endete aufgrund der großen Spendenresonanz vorzeitig am 6. Januar mit dem Dankesbrief von Jimmy Wales. Aufgrund des andauernden Spendenaufkommens war das Fundraising bis Mitte Januar mit der Bearbeitung der eingehenden Spenden und Anfragen beschäftigt. In der zweiten Hälfte des Monats begann das Fundraising mit den Vorbereitungen für die Versendung der Zuwendungsbescheinigungen im Februar. Zudem wurde mit dem Blogbeitrag von Till ein erstes Fazit veröffentlicht. Zugleich wurden die gesammelten Erfahrungen zusammengefasst, damit sie in die Vorbereitung und Durchführung des nächsten Fundraisers einfließen.

Der nächste Monatsbericht erscheint am 4. März 2011.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (17 Bewertungen, Durchschnitt: 4,59 von 5)
Loading...Loading...

Rasende Reporter gesucht

Vor knapp zwei Jahren erschien zum ersten Mal die Wikimedium. Eine Vereinszeitung, die vor allem (neue) Mitglieder und Spender informieren sollte. Auch heute noch setzen sich die Inhalte überwiegend aus Vereinsthemen zusammen und die Artikel werden fast ausschließlich von Wikimedia-Mitarbeitern verfasst. Daran möchte ich gern etwas ändern. Durch Wikipedia-Themen wie Stammtische, Autoren-Portraits oder Beiträge zu Redaktionstreffen haben wir versucht, die Themenvielfalt zu vergrößern. Aber wir können noch mehr tun, denn wer könnte besser über solche spezifischen Wikipedia-Themen schreiben als Wikipedianer!  Deshalb möchte ich euch jetzt und hier ganz gezielt fragen: Wer hat Lust über das Mentorenprogramm zu schreiben? Wer übernimmt die Serie ‘Wikipedia und die kleinen Schwestern’? Wer setzt die Reihe der Wikipedia Stammtische fort? Und wer baut die Rubrik ‘aus dem Maschinenraum’ weiter aus? Wer möchte Kontroverses, Kurioses oder Kritisches schreiben? Welche Autorin greift das Thema Frauenquote auf und entwickelt das Thema redaktionell weiter? Wer hat Lust über Wikipedia , das Wikimedia Universum oder Freies Wissen zu informieren? Es gibt viele spannende Themen und ich bin sicher, ihr habt noch mehr Ideen, die Wikimedium mit Beiträgen oder Fotos zu bereichern!

Und am Ende fällt mir noch ein, dass wir gerade erst Geburtstag hatten und tausende von Wikimedium-Lesern sicher gespannt wären auf eure Geburtstagsgeschichten oder Bilder.  Bitte sendet eure Vorschläge, Texte, Bilder etc. an redaktion@wikimedium.de. Ich freu mich darauf und bin neugierig, ob wir es gemeinsam schaffen, die nächste (Jubiläums-) Ausgabe und alle zukünftigen Zeitungen noch abwechslungsreicher und informativer zu gestalten.

p.s. Die nächste Wikimedium bieten wir nicht nur gedruckt sondern erstmals auch als e-paper an. Hier schon mal ein Vorgeschmack. Bin noch unschlüssig – was haltet ihr davon?

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (11 Bewertungen, Durchschnitt: 3,82 von 5)
Loading...Loading...

Als Projektmanagerin bei Wikimedia Deutschland

Seit fast einem Jahr bin ich jetzt Projektmanagerin bei Wikimedia Deutschland. Vorher kannte und nutzte ich zwar die Wikipedia, aber das eher passiv und nicht in der Community involviert. Der Einstieg fiel mir leichter als gedacht. Einerseits wurde ich von einem tollen Team in der Geschäftsstelle aufgenommen, andererseits lernte ich schnell die Strukturen und Prozesse der deutschsprachigen und internationalen Community kennen und lebte mich ein. Und durch meine vorherige Mitarbeit in der Creative-Commons-Community war ich mit der Idee von freier Kultur und freiem Wissen vertraut. Umso mehr freue ich mich jetzt, dass ich hauptberuflich meine Zeit und mein Engagement in diesem Feld einsetzen kann.

Mein Aufgabengebiet als Projektmanagerin ist vielseitig, wodurch mein Job zusätzlich an Charme gewinnt. Natürlich zählen die Entwicklung, Planung und Durchführung von Projekten zur Förderung von Freiem Wissen zu den Hauptaufgaben. Das ist einerseits die Organisation von Veranstaltungen wie der Wikipedia Academy oder der Wikimedia Conference, die ich selbstständig mit Unterstützung meiner KollegInnen und mit Freiwilligen aus der Community plane und durchführe. Das fängt bei der Suche nach dem richtigen Veranstaltungsort an, geht über die Gestaltung des Programms mit Einladungen von potentiellen SprecherInnen bis hin zur Durchführung vor Ort und der Außenkommunikation in Kooperation mit unserer Öffentlichkeitsarbeit.

Ein anderes Projekt, das ich mitentwickelt und federführend umgesetzt habe ist der WissensWert-Wettbewerb. In diesem Wettbewerb suchen wir nach guten Projektideen, die wir durch finanzielle Förderung unterstützen. WissensWert ist einzigartig im deutschsprachigen Raum und gleich beim ersten Anlauf gab es eine rege Beteiligung. Die Resonanz – sowohl aus der Community als auch aus vielen uns bisher unbekannten Gruppen – war so gut, dass wir den Wettbewerb jetzt regelmäßig wiederholen. Die Aufgaben bei einem solchen Projekt sind vielfältig. Einerseits braucht man eine Jury und muss geeignete Personen dafür aussuchen und regelmäßig mit ihnen kommunizieren. Gleichzeitig braucht man eine Webseite, muss Texte dazu schreiben, Menschen motivieren, dabei mitzumachen und die Idee auch in die eigene Community und andere Communities hinein kommunizieren. Wenn ein Projekt im ersten Anlauf so erfolgreich ist, motiviert das gleich noch mehr, weiter daran zu arbeiten.

Ich arbeite außerdem am Wikipedia-Schulprojekt mit, an einer Reform der Zedler-Medaille, war an der Organisation der Party zum 10. Geburtstag von Wikipedia beteiligt und befülle ab und an den Twitter- und Facebookstream des Vereines. Über diese Aktivitäten hinaus kann ich in meinem Job eigene Ideen einbringen, neue Projekte anstoßen und habe auch die Freiheit, alte Konzepte neu auszurichten.

Als Mitarbeiterin der Wikimedia-Geschäftsstelle sollte man aktiv in die Wikipedia-Community einsteigen, um die Prozesse zu verstehen und mit den vielen Freiwilligen kommunizieren. Das ist oft eine Herausforderung aufgrund der vielen sehr unterschiedlichen Charaktere, aber dafür wird man auch durch sehr viele neue interessante Bekanntschaften und Freundschaften entlohnt.

Die Wikipedia-Community ist überall auf der Welt aktiv, so dass eine internationale Komponente dazu kommt. Oft kommuniziere ich mit anderen Chapters auf der ganzen Welt, gleiche Projekte ab, suche Kooperationen und bleibe auf dem Laufenden, was im Wikipedia-Universum alles passiert. Gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift sind also unverzichtbar, um sich aktiv an Diskussionen und Veranstaltungen beteiligen zu können.

Ich arbeite gerne bei Wikimedia Deutschland. Wir sind ein Team von mittlerweile fast 20 MitarbeiterInnen, alle mit unterschiedlichen Hintergründen und Erfahrungen. Wir arbeiten viel – und wir teilen alle die gleiche Motivation: Wir sind begeistert von der Idee, Freies Wissen zu fördern!

Bist du ein Organisationstalent mit Begeisterung für Freies Wissen? Dann bewirb dich jetzt! Wir suchen noch weitere ProjektmanagerInnen zur Unterstützung unseres Teams!

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (23 Bewertungen, Durchschnitt: 4,65 von 5)
Loading...Loading...

Der Vorstand braucht Dich 2011 – Sechster Vorstandschat am 9. Februar 2011 um 20:30 Uhr

Das Thema dieses Abends ist die bevorstehende Mitgliederversammlung am 19. März 2011, auf der ein neuer Vorstand gewählt wird. Und wie man der entsprechenden Seite im Forum entnehmen kann, fehlen noch einige Kandidaten für verschiedene Positionen innerhalb des Vorstande. Wenn Ihr also Interesse am Engagement im Vorstand habt und wissen wollt, wie die Arbeit im Vorstand so funktioniert, könnt ihr einige der bisherigen Vorstandsmitglieder am Mittwoch direkt im Chat dazu befragen.

Das Ganze findet am Mittwoch, den 9. Februar 2011,  im IRC-Channel #wikimedia-de statt. Beginn ist um 20:30 Uhr und dauert eine Stunde. Alle, die noch nie etwas mit Chat und IRC zu tun hatten, können auf der Wikipedia-Chat-Seite entsprechende Anleitungen und Hinweise finden.

Ich freue mich auf Euer zahlreiches Erscheinen.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (10 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...Loading...

Das Wikipedia-Buch kommt voran: Einsendeschluss für Beiträge verlängert!

In den vergangenen Wochen ist die Entstehung des Buchs, das wir anlässlich des 10. Geburtstags von Wikipedia auflegen, zügig vorangekommen. Bis zum Einsendeschluss für Beiträge am 31.01.2011 kamen die wesentlichen Texte für den Hauptteil des Buchs zusammen, sowie über 50 Anekdoten und Geschichten aus dem Innenleben von Wikipedia. Zugleich gab es aber zahlreiche hervorragende Ideen, die aus Zeitmangel nicht realisiert werden konnten. Daher haben wir uns entschieden den Einsendeschluss für Beiträge bis zum 15.02.2011 zu verlängern. Dadurch erhoffen wir uns noch mehr kurze Geschichten aus der Community. Bitte seit mutig und lasst die breite Öffentlichkeit an euren interessanten Erfahrungen aus dem Wikipedia-Alltag teilhaben! Als Anregung können euch vielleicht diese beiden Texte dienen: “Kaffeeservice und Bügelbrett” von Arne Nordmann und “Through the Twilight Zone – Wenn sich das Thema seinen Autor sucht” vom Benutzer (oder den Benutzern) Grey Geezer.

Kein Drang zur Selbstdarstellung

Ein weiteres Ergebnis der letzten Wochen war die Erkenntnis, dass unsere Idee einer “Autoren-Wand” im Buch kaum angenommen wurde. Einerseits ist dies ein erneuter Beweis dafür, wie wenig Wikipedia-Autoren an einer Selbstdarstellung gelegen ist, weil die inhaltliche Arbeit immer Vorrang hat. Andererseits müssen wir angesichts der lediglich 10 “Teilnehmer” wohl von diesem Vorhaben abrücken. Wenn ihr an der – wie wir finden – guten Idee einer Collage aus Fotos und Kurzportraits von Wikipedia-Autoren festhalten wollt, benötigen wir in den nächsten Wochen noch mindestens 50, besser noch 100 Teilnehmer für die Autoren-Wand! Anderenfalls werden wir versuchen die einzelnen Beiträge mit einer (möglichst bebilderten) Kurzvorstellung der Co-Autoren einzuleiten, um wenigstens im kleinen Rahmen Wikipedia ein menschliches Gesicht zu geben.

Wie geht es weiter?

Schließlich möchte ich kurz den weiteren Ablauf des Projekts schildern. Derzeit erfolgt in Zusammenarbeit mit den Co-Autoren die inhaltliche Sichtung und ggf. Überarbeitung und Korrektur der vorliegenden Texte. Gleichzeitig werden Menschen, die sich aus verschiedenen Gründen mit Wikipedia beschäftigen (von Journalisten bis zu Wissenschaftlern) mit dem Ziel angesprochen, sie als “externe Stimmen” für kurze Beiträge und Meinungsäußerungen zu gewinnen. Parallel dazu suchen wir den Kontakt zu möglichen Verlagspartnern, um auszuloten ob wir das Buch in einer Kooperation mit ihnen oder doch lieber in Eigenregie verwirklichen wollen.

Möglichkeiten zum Mitmachen

Wenn ihr euch in der Erstellung des Buchs durch etwas anderes als einen Textbeitrag einbringen möchtet, seid ihr hiermit herzlich eingeladen euch an der Bildrecherche, Zusammenstellung von Statistiken oder am Lektorat zu beteiligen. Meldet euch dazu bitte kurz per E-Mail!

Projektseite im Wikipedia-Autorenportal: 10 Jahre Wikipedia: Wikipedia-Buch

Einsendungen bitte bis zum 15.02.2011 per E-Mail an: boris.marinov@wikimedia.de

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (16 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...Loading...

Noch (so gut wie) neu in der Geschäftsstelle

Seit November 2010 verstärke ich das Team der Geschäftsstelle als Teilzeit-Mitarbeiter im Bereich PR- und Öffentlichkeitsarbeit.  Ich freue mich sehr, an dieser Stelle kurz zu erklären, wer ich bin und was ich bei Wikimedia Deutschland genau mache.

Ich bin in Berlin geboren und habe an der Humboldt Universität Anglistik/Amerikanistik und Philosophie studiert. Vielleicht ist das unausweichlich, wenn man als Kind gleichzeitig Sofies Welt geschenkt bekommt und den ersten Roman in Englisch nicht liest, sondern errät.  Nach ersten Berufserfahrungen im Eventbereich wurde ich im Verlagswesen zum Redakteur ausgebildet. Im Anschluss war ich dann auch längere Zeit bei einem Verlag für Sachbücher als klassischer Redakteur tätig. Um Freies Wissen ging es dabei nicht, aber die Themenpalette war so bunt, als ob man in der Wikipedia stöbert: Medizin, Geschichte, Schule, Klatsch und Kunst etc.

Meine Geschichte mit Wikipedia ist ein wenig wie die Erinnerung an die ersten Schritte.  Man weiß schon noch, dass man das Laufen mal irgendwann gelernt haben muss. Aber daran erinnern kann man sich nicht.  Und so nutze ich Wikipedia auch “schon immer”. Bis ich dann mutig genug für die erste Bearbeitung war, hat es allerdings noch lange gedauert. Warum ich mich nun auch beruflich für Freies Wissen einsetzen möchte, liegt im Grunde an einem Irrtum. Ich habe irrtümlich geglaubt, die meisten Menschen wüssten heute, wie Wikipedia funktioniert und dass die Verbreitung von Freiem Wissen tatsächlich Sinn macht. Weil das aber noch längst nicht der Fall ist, macht es mir großen Spaß, darüber aufzuklären.

Im Vordergrund meiner Arbeit stehen die Erstellung von Basisinformationen, Daten, Fakten sowie Unterstützung bei der Koordination von Interviewpartnern für Medienanfragen.  Eine grundlegende Aufgabe unserer Öffentlichkeitsarbeit ist es, dauerhaftes Medieninteresse mittels Pressemitteilungen und -Einladungen zu generieren. Deshalb ist auch die Pressebeobachtung und die Arbeit mit dem Presseverteiler des Vereins ein ständiges und zentrales Thema für mich. Kontakte müssen gepflegt, vervollständigt und vor allem kategorisiert werden, um für jeden Bedarf die richtigen Multiplikatoren zu kennen und dann auch tatsächlich erreichen zu können. Dieser Teil der Öffentlichkeitsarbeit betrifft alle Projekte, Veranstaltungen und Aufgaben des Vereins, vom Schulprojekt über den Ideenwettbewerb bis hin zur jährlichen Spendenkampagne. Kurz, ich bin nicht in einem abgeschlossenen Ressort tätig, sondern unterstütze die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit überall dort, wo Medienpräsenz geschaffen werden soll.

Ein weiterer persönlicher Schwerpunkt sind Informationsmaterialien. Ich unterstütze Catrin in der Redaktion der Wikimedium bei der Koordination und dem Schreiben von Beiträgen, bei der Recherche, Lektorat, Satz etc. Dazu gehört auch die gesamte Abonnentenbetreuung.  Direkt zu meinem Einstieg half ich bei der Fertigstellung der neuen Info-Broschüren Wikipedia-Einmaleins und Wikiversity.

Die Tage seit dem November sind unheimlich schnell vergangen und ich blicke gespannt auf die Entwicklungen im neuen Jahr!

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (16 Bewertungen, Durchschnitt: 4,63 von 5)
Loading...Loading...