Archiv für 2010



Der Vorstand chattet mal wieder – 3. Vorstandschat am 21. April 2010, 20 Uhr

In den letzten Tagen ist auf der Mailingliste des Vereins intensiv diskutiert worden und einer der längsten Threads in der Geschichte dieser Mailingliste entstanden. Leider ist dabei der ursprüngliche Anlass dieser Diskussion, die Ergebnisse der AG Verantwortungsstruktur, ein bisschen aus dem Blickfeld geraten.

Da aber die künftige Struktur des Vereins eine der wichtigsten Entscheidungen für die nächste Zeit sein dürfte, möchten wir dies nochmal aufgreifen und zum Thema des nächsten Vorstandschat am kommenden Mittwoch, den 21. April 2010 um 20:00 Uhr machen. Euren Fragen und der Diskussion rund um dieses Thema stellen sich diesmal Alice Wiegand und Michail Jungierek. Treffpunkt ist wie immer der Chat-Channel #wikimedia-de.

P.S. Da es deshalb ein paar Nachfragen gab: Der Vorstandschat dauert ca. eine Stunde und da auch Vorstandsmitglieder ein klein bisschen Privatleben gut gebrauchen können, ist es nicht weiter verwunderlich, wenn wir uns danach verabschieden.

P.P.S. Und wie immer auch der Hinweis für alle, die noch nie etwas mit Chat und IRC zu tun hatten. Ihr findet auf der Wikipedia-Chat-Seite entsprechende Anleitungen und Hinweise.

P.P.S. Die aktuell diskutierten Themen werden wir auch in Bälde zum Thema eines Vorstandschats machen.

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In Berlin gestrandete Wikipedianer brauchen Unterstützung!

Lieber Berliner Wikipedianer,

heute Nachmittag endet die Wikimedia-Conference und wir haben ca. 20  internationale Gäste, die vorerst in Berlin gestrandet sind.

Die Unterbringung der Teilnehmer haben wir schon geregelt, gezahlt wird  diese von den Fluggesellschaften. Was wir Mitarbeiter von Wikimedia  Deutschland in den nächsten Tagen leider nicht leisten können, sind zwei Dinge:

  • Begleitung der Teilnehmer zur Ausländerbehörde, da deren Visa morgen (Montag, 19. April) auslaufen und verlängert werden müssen
  • Angebote zu Sightseeing und Abendgestaltung

Wir möchten euch daher um Unterstützung bitten: Es wäre großartig, wenn sich ein paar Leute finden würden, die die beiden  oben genannten Aktivitäten übernehmen könnten.

Zentraler Treffpunkt, um die Gäste abzuholen, ist das Motel One Berlin-Urania (An der Urania 12/14, Tiergarten, 10787 Berlin; ), das in 10 Minuten Laufweite von unserem Büro in der Eisenacher Str. 2 entfernt liegt. Momentan haben wir noch keine konkreten Zeitpläne ausgearbeitet, sicher ist aber, dass es ab morgen Vormittag losgeht – vor allem die Verlängerung der Visa ist natürlich dringlich!

Wenn ihr Zeit und Lust habt den Teilnehmern zu helfen und sie ein wenig zu betreuen, dann schreibt uns bitte eine E-Mail an die Adresse conference(at)wikimedia.de. Bitte gebt auch an, wann (Tag und Uhrzeit) ihr Zeit hättet; idealerweise gebt ihr uns auch eine Mobilrufnummer, damit wir die Aktivitäten schnell und reibungslos koordinieren können.

Besonders brauchen wir für *morgen früh* zwei Freiwillige, die Englisch sprechen und zwei Gruppen zur Ausländerbehörde und zu einer Botschaft begleiten. Die Teilnehmer müssen *morgen früh um 8:30 Uhr* in der Nähe der Oberbaumbrücke abgeholt werden. Insbesondere der Gang zur Ausländerbehörde dürfte etwas länger dauern, daher bitte Zeit einplanen. Wer das machen kann: Bitte eine kurze Mail an conference(at)wikimedia.de mit einer Rückrufnummer.

Jede weitere gute Idee darüber hinaus ist natürlich hochwillkommen! :)

Herzliche Grüße & Vielen Dank!

Pavel Richter
Geschäftsführer
Wikimedia Deutschland

Kurzes Update vom 19.04. (Nicole):

  • Die Verlängerung der Visa-Gültigkeiten war bei allen Betroffenen ohne Probleme und stundenlanges Warten möglich. Alle Visa wurden für mindestens sechs Tage verlängert.
  • Gegen Mittag haben wir alle Gäste ins Motel One an der Urania umgezogen, in Anbetracht der Umstände ist die Stimmung insgesamt recht entspannt.
  • Für Sightseeing-Angebote gibt es eine Seite auf Meta: Berlin activities for the stranded. Freiwillige können dort gerne Vorschläge einstellen und sich mit den Leuten aus dem Motel koordinieren.
  • Wann die ersten Teilnehmer Berlin per Flugzeug verlassen können ist weiterhin unklar. Aktuell gilt das Flugverbot bis Dienstag früh um 8 Uhr, kann aber auch danach weiter aufrecht erhalten bleiben. Wir sind in ständigem Kontakt mit allen Gestrandeten und halten sie über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden.
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Landgericht Hamburg entscheidet für Wikimedia Deutschland

Was im juristischen Sinne ein Störer bzw. eine Störerhaftung ist, liest man am besten in der Wikipedia nach. Kurz gesagt: Die Störerhaftung ist ein beliebtes Instrument, Personen und Unternehmen für Inhalte von anderen Leuten haftbar zu machen. Dies betrifft auch Wikimedia Deutschland. So wurden wir im vergangenen Jahr vor dem Landgericht Hamburg wegen eines Artikels der Online-Enzyklopädie verklagt. Erfolglos!

Das Landgericht Hamburg hat am 26. März 2010 die Klage gegen den Wikimedia Deutschland e.V. abgewiesen und dabei ausdrücklich eine Störerhaftung des Vereins für den betreffenden Inhalt der Wikipedia verneint. Die ausführliche Begründung und klare Entscheidung des für seine Strenge bekannten Landgerichts freut uns ganz besonders, da so zukünftige Versuche gegen Wikimedia vorzugehen, erschwert bestenfalls abgewendet werden können.

Wir danken den Anwälten der Kanzlei JBB, Julian Höppner und Thorsten Feldmann, die uns in diesem Rechtsstreit vertreten haben. Einen ausführlichen Beitrag dazu gibt es im Blog von Thorsten Feldmann.

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Wahlprüfsteine zur Landtagswahl in NRW

Liebe Freunde des Freien Wissens,

bereits zur Bundestagswahl 2009 hatte Wikimedia Deutschland Wahlprüfsteine an die im Bundestag vertretenen Parteien verschickt. Wir setzen diese auch anlässlich der Landtagswahl 2010 in Nordrhein-Westfalen vor: Heute haben alle vom Landeswahlleiter zur Wahl zugelassenen Parteien einen Fragenkatalog zugeschickt bekommen. Natürlich sind wir dieses Mal auf landesspezifische Problemfelder eingegangen. Den Wortlaut findet ihr hier (PDF).

Wir haben um Beantwortung bis zum 26. April gebeten und werden die eingegangenen Antworten ebenfalls hier im Blog veröffentlichen.

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10 x 2 Freikarten für Bernhard Hoëcker am Dienstag in Berlin

Bernhard Hoëcker tourt derzeit durchs Land mit seinem Soloprogramm WikiHoëcker. Am 13. April 2010 ist er im Quatsch Comedy Club in Berlin und wir haben 10 x 2 Freikarten: Einfach eine Mail an office (at) wikimedia.de mit dem Betreff “Hoëcker” schicken. Wenn die Karten weg sind, sind sie weg und der Rechtsweg ist ausgeschloßen.

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Aus dem Postfach (1)

Täglich erreichen uns Mails mit Anfragen, Wünschen, Vorschlägen, Kritik. Viel Post landet natürlich auch beim Wikipedia Support-Team (umgangssprachlich auch gerne OTRS-Team genannt), das ausschließlich aus Ehrenamtlichen gebildet wird. Dort werden alle Themen rund um die Artikel in der Wikipedia bearbeiten und die Mitarbeiter beantworten geduldig Fragen zum Projekt, nach der Weiternutzung von Inhalten und zu vielem, vielem mehr.

Die folgende, natürlich mit Erlaubnis des Absenders veröffentlichte, Mail ging zwar an die Geschäftsstelle, richtet sich offensichtlich direkt an die vielen, vielen freiwilligen Autoren der Wikipedia, die in jahrelanger Arbeit nun schon mehr als 1.000.000 Artikel geschrieben haben.  Und ich möchte sie gerne mit Euch teilen:

Guten Tag Wikipedia-Team,

Die Stufe 13 des Gymnasiums Lindlar dankt ihnen von ganzem Herzen für ihre Arbeit, die unser Schulleben sehr viel einfacher und erträglicher gemacht hat. So manchen Schüler haben sie aus brenzlichen Situationen gerettet und dafür sind wir ihnen wenigstens ein Dankeschön schuldig. Wenn wir etwas recherchiert haben, waren sie stehts unsere erste Wahl. Wir sehen optimistisch in die Zukunft und denken das wir auch in der nächsten Zeit ihre Website beanspruchen werden, ob im Studium oder in unserem späteren Berufen.

Mit Freundlichen Grüßen

Mathias Schmitz

(im Auftrag der 13 Stufe des Gymnasium Lindlar)

Ich wünsche ein schönes Wochenende!

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Libresoft untersucht gesichtete Versionen

Seit Mai 2008 gibt es in der deutschsprachigen Wikipedia mit den gesichteten Versionen die Möglichkeit, Änderungen von neuen Benutzern erst nach einer Prüfung der Öffentlichkeit zu präsentieren. Auf diese Weise soll der Anreiz für Vandalismus verringert werden. Allerdings gab es immer wieder die Befürchtung, dass neue Benutzer dadurch auch von legitimen Verbesserungen abgehalten würden und man so potentielle Mitarbeiter abschrecken würde.

Nachdem die gesichteten Versionen nun fast zwei Jahre verwendet werden, soll nun erstmals systematisch untersucht werden, welche Auswirkungen sie tatsächlich auf das Nutzerverhalten haben. Wikimedia Deutschland hat zu diesem Zweck mit der Forschungsgruppe GSyC/Libresoft von der Universität Rey Juan Carlos in Madrid einen Vertrag über die Untersuchung der gesichteten Versionen abgeschlossen. Kopf des Forscher-Teams, der die gesichteten Versionen untersuchen wird, ist Felipe Ortega, der zu den aktivsten Wiki-Forschern zählt und bereits seine Doktorarbeit über die Analyse von Nutzerverhalten in der Wikipedia verfasst hat.

Zweck der Untersuchung ist es, herauszufinden, ob die gesichteten Versionen den gewünschten Zweck, nämlich Vandalismus zu verringern, erfüllen, und zu untersuchen, ob sie unerwünschte Nebeneffekte haben. Speziell geht es darum, zu sehen, wie sich die Zahl der „guten“ (behaltenen) und „schlechten“ (zurückgesetzten) anonymen Bearbeitungen seit Einführung der gesichteten Versionen entwickelt hat.

Die Ergebnisse dieser Studie sollen auch anderen Wikimedia-Projekten helfen, zu entscheiden, ob und wie sie gesichtete Versionen einsetzen wollen. Dafür ist eine systematische und wissenschaftlich fundierte Untersuchung notwendig. GSyC/Libresoft hat einschlägige Erfahrungen im Bereich der quantitativen Analyse von kollaborativen Projekten, insbesondere auch der Wikipedia. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und sind schon sehr gespannt auf die Ergebnisse.

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TIFF-Bilder bald direkt im Wiki

Vor fast einem Jahr hatte Wikimedia Deutschland die Entwicklung einer MediaWiki-Extension zum Einbinden von TIFF-Bildern in Wiki-Artikel ausgeschrieben. Nun ist es endlich soweit: die Hallo Welt Medienwerkstatt, die den Auftrag erhalten hatte, hat den PagedTiffHandler fertiggestellt.

Damit lassen sich TIFF-Dateien, wie sie in der Bildreproduktion aber auch im wissenschaftlichen Betrieb üblich sind, direkt im Wiki anzeigen, so wie es bereits mit JPG oder PNG-Dateien möglich ist. TIFF-Dateien können aber nicht nur ein, sondern mehrere Bilder enthalten. Auch hierfür bietet die neue Erweiterung die notwendigen Werkzeuge an.

Um TIFF-Dateien in Wikipedia und auf Wikimedia Commons verwenden zu können, muss die Extension noch von den Systemadministratoren begutachtet und aktiviert werden. Eine entsprechende Anfrage wird in den nächsten Tagen vorbereitet. Wir hoffen, dass die neue Funktion schon in wenigen Wochen zur Verfügung stehen wird.

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Q2010/1: Der Vorstand – das unbekannte Wesen (Teil 2)

Dem letzten Quartalsbericht gab meine Kollegin Alice den Titel „Der Vorstand – das unbekannte Wesen“. Nun, wem die Mitglieder des Vorstands tatsächlich noch unbekannt sind erhält bald die Möglichkeit, diese persönlich kennen zu lernen, denn die Mitgliederversammlung 2010 rückt in greifbare Nähe.

Dementsprechend stand hauptsächlich auch die Vorbereitung derselbem auf dem Programm des ersten Quartals 2010. Eine Sitzung oder eine Klausurtagung gab es von Januar bis März nicht, dafür aber sechs Telefonkonferenzen.

Im Januar wurde dabei hauptsächlich über die Personalausstattung der Geschäftsstelle gesprochen. Wie ihr sicher bereits wisst, haben wir seit dem 1. März zwei Mitarbeiter mehr: Nicole als Projektmanagerin und Till als Fundraiser. Ausserdem konnte die Stelle des Toolserver-Admins mit River besetzt werden.

Die beiden Telefonkonferenzen im Februar waren ausnahmsweise beide angenehm kurz – in der Hauptsache ging es um die Arbeit der Geschäftsstelle (Chapters Meeting, Developer Conference, Mitgliederversammlung, geplante Projekte im Rahmen des Kompass 2020), es gab einen Rückblick auf den erstmals abgehaltenen Vorstandschat und es wurde mit der Zeitplanung für die Mitgliederversammlung 2010 begonnen.

Im März 2010 drehte sich dann fast alles um die kommende MV. Es gab eine ganze Reihe von Anträgen, Geschäftsordnungen und eine neue Wahlordnung zu besprechen. Neu eingeführt wurden in diesem Zusammenhang Rechenschaftsberichte der einzelnen Vorstandsmitglieder, in denen diese über ihre Tätigkeiten im vergangenen Jahr berichten werden.

Aus dem Nähkästchen geplaudert: die Geschäftsordnung

Die oben vorgestellten Ergebnisse des ersten Quartals scheinen auf den ersten Blick nicht sonderlich umfangreich zu sein, wie so oft steckt aber auch hier „der Teufel im Detail“ – was ich an der neuen Geschäftsordnung/Vorstand kurz erläutern möchte. Es ist (leider?) nicht so, dass wir jemand haben, der uns eine Auswahl an Vorschlägen für eine solche Geschäftsordnung auf dem goldenen Tablett serviert und wir nur die für uns passende aussuchen müssen. Vielmehr beginnt es meist damit, dass ein Mitglied des Vorstands eine Idee hat, was man durch eine Geschäftsordnung einmal ordentlich und verbindlich regeln müsste und daraufhin ein erstes Konzept dazu erstellt. Nun sind die Vorstandskollegen aufgerufen, diese Idee, das Konzept zu ergänzen, zu prüfen und zu verbessern. Dieser Prozess braucht einfach seine Zeit, denn schließlich haben wir alle kein Parteibuch, sondern vielmehr eine eigene Meinung – auch zu einer Geschäftsordnung. Immer wieder erstaunlich ist aber, dass man sich schlussendlich doch auf ein Ergebnis einigen kann – so wurde z.B. die Geschäftsordnung/Vorstand ohne Gegenstimme beschlossen. Sie regelt nun – teilweise sehr detailliert – die Aufgaben des Vorstands an sich, die Aufgaben der einzelnen Vorstandsmitglieder, den Ablauf von Sitzungen, das Vorgehen bei einem Wechsel bzw. einem Rücktritt und beinhaltet außerdem eine Vertraulichkeitserklärung.

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Bericht aus der Geschäftsstelle März 2010

Liebe Freunde des Freien Wissens,

Ostern steht vor der Tür, Monatsanfang ist auch, Zeit, auf den März zurückzuschauen:

Open Data

Im Bereich Open Data gab es einen großen erfreulichen Knall, das hbz und beispielsweise die Unibibliothek Köln haben ihre Katalogdaten unter http://opendata.ub.uni-koeln.de/ bzw. http://www.hbz-nrw.de/projekte/linked_open_data/ veröffentlicht (Creative Commons Zero – CC0). Wikipedia/Wikimedia wurde hier von vielen Journalisten als möglicher Abnahmer und Nutzer genannt, mit dem Apper-Personendaten-Tool gibt es bereits auch einen ersten Ansatz, die Daten anzuzeigen. Erfreulicherweise haben sich sogar Bundesparteien für diese Freigabe interessiert. Wir hoffen auf andere Bibliotheken, die diesem Beispiel folgen.

Schulprojekt

Auch in diesem Monat war das Schulprojekt ein zentrales Thema. Aus den im Rahmen der Initiative D21 stattgefundenen Workshops ergaben sich weitere Anfragen auf Teilnahme an weiteren Veranstaltungen. Bis auf eine konnte allen zugesagt werden, die Planungen dafür laufen.

Unmittelbar nach der Wikimedia Conference (siehe unten) wird die Planung für das Schulprojekt wieder intensiviert: Wir wollen deutlich mehr Lehrerfortbildungen in der zweiten Hälfte durchführen, hierfür einen Pool aus Freiwilligen zusammenstellen und schulen, entsprechende Lehrmaterialien entwickeln, etc. Hierzu wird es Ende April einen ausführlichen Blogbeitrag geben.

wiki4enterprise

Wir engagieren uns seit einiger Zeit im Projekt wiki4enterprise, einem Zusammenschluss von Firmen, die MediaWiki in ihrem Unternehmen einsetzen. Uns bieten sich dort sehr gute Kontaktmöglichkeiten zu Unternehmen, die die Software einsetzen; gemeinsam können wir über Weiterentwicklungen sprechen, Erfahrungen austauschen und Hinweise geben. Hier fand im März ein Treffen in Frankenthal statt, an dem Daniel teilnahm.

DPG

Wikimedia Deutschland war auf eine Teilnahme bei der Frühjahrstagung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft angesprochen worden, am 16. hielt Denis Barthel dort einen Vortrag zum Thema Wikipedia. Das Interesse war groß und die Besonderheit der Fragen und Ansprüche von Wissenschaftlern wurde erneut deutlich. Leider nicht so erfolgreich war der Stand, der uns zur Verfügung gestellt wurde. Er konnte leider nur einen Tag richtig arbeiten und auch da war das Interesse recht bescheiden. Für ihre Hilfe sei insbesondere Zipferlak und Raymond gedankt.

Wikisource

Wir haben eine interessante neue Bestellung auf den Weg gegeben: Einen Abdruck des Schwäbisch Gmünder Passionsspiels, das bereits im Jahr 1867 gewürdigt wurde.

Wikimedia Conference

Nicoles erster Monat in der Geschäftsstelle stand ganz im Zeichen der Vorbereitung der Wikimedia Conference. Am 14. und 15. April findet das Entwicklertreffen mit knapp 80 Teilnehmern statt, vom 16. bis 18. April treffen sich rund 80 Vertreter der internationalen Wikimedia Chapter und Mitarbeiter der Wikimedia Foundation sowie das Board of Trustees. Mit dem Zanox Campus – direkt an der Oberbaumbrücke und mit Blick auf die Spree zwischen Kreuzberg und Friedrichshain – haben wir einen tollen Veranstaltungsort mit sympathischer, offener Atmosphäre gefunden.

Für Unterbringung der Teilnehmer ist ebenfalls gesorgt: Eine Gruppe wird die Kajüten des urigen Hostelboots Eastern-Comfort beziehen, die andere Gruppe ist in einem Hostel in Friedrichshain an der Warschauer Straße untergebracht. Aus mehr als 20 verschiedenen Ländern reisen die Teilnehmer in Berlin an, so dass es ebenfalls zu unseren/Nicoles Aufgaben gehörte, Unterstützung bei der Beantragung von Visa zu leisten und die Anreise mit Flugzeug, Zug oder Auto zu koordinieren.

Die Suche nach dem Moderatorenteam für das Chapter-Meeting konnten wir ebenfalls erfolgreich abschließen und freuen uns, mit Anja Krieger und Don Dahlmann zwei kompetente Kräfte gefunden zu haben.

Die Anmeldung für beide Veranstaltungen ist inzwischen abgeschlossen und für Nicole war es besonders interessant, mit den Wikipedianern/Wikimedianern aus der ganzen Welt zu kommunizieren und ihnen bei Fragen jeglicher Art zur Seite zu stehen.

Außerdem stehen noch Verhandlungen mit Caterern an, die Abendgestaltung und die freiwilligen Helfer wollen koordiniert werden und wir stellen umfangreiches Informationsmaterial für die Teilnehmer zusammen.

Themen in den Medien

Die Presseanfragen im März waren nicht frappant. Anfragen allgemeiner Art wie Zahlen und Statistiken über Zugriffe, Nutzer und Benutzer etc.

Einige Kontakte zu Medien wurden angebahnt, unter anderem im Hinblick auf das bevorstehende Wikimedia Conference, nennenswert darunter: Zeit-online, Brandeins, Spiegel-Magazin, rbb, ZDF u.a. Außerdem hat Catrin an folgenden Beiträgen mitgewirkt:

  • Berliner Morgenpost, Artikel erschienen am 24.3.10 hier
  • MDR INFO über Wikis und Wikimedia (Interview ausgestrahlt am 25. 3. Insgesamt 4 mal um die Mittagszeit als Kalenderblatt)
  • Westfälische Rundschau: in der Wiki-Welt (Artikel in Arbeit)
  • Stuttgarter Zeitung: Wikipedianer Portrait (Redakteurin besucht am 1.4. Stammtisch in Stuttgart, Artikel in Arbeit)

Außerdem wurde der neue Fundraising-Mitarbeiter Till Mletzko ein wenig bekannt gemacht: Newsletter des Fundraisingverbandes im März und Fundraiser-Magazin / Ausgabe April.

Informationsmaterial, Tätigkeitsbericht & Co.

Die Informationsbroschüren für Wikimedia Commons, Wikisource und Wikiversity sind in der Layout-Phase. Einzelne Community-Mitglieder unterstützen Catrin derzeit bei der Entwicklung des Layouts und der Inhalte.

Die Erstellung des Tätigkeitsberichts (PDF) nahm im März viel Zeit in Anspruch: Die Themengliederung, Texte er- oder überarbeiten, Bilder und Grafiken bereitstellen, Layout- und Text-Abstimmungen und Produktion gehörten zu den Aufgaben.

Verhältnismäßig klein –dennoch nennenswert-  war die Bereitstellung von Material für den Bibliothekskongress in Leipzig. Schnell wurden 100 Flyer erstellt, die Mathias Schindler und Jakob Voß an Bibliotheken verteilen konnten, um das BEACON-Format zu unterstützen.

Die nächste Wikimedium ist in Planung, eine erste Gliederung und erste Inhalte wurden verfasst. Redaktionsschluss ist der 9. April und jeder der noch Ideen, Themen oder Anmerkungen hat kann uns dies, wie gehabt, unter redaktion@wikimedium.de mitteilen.

Softwareprojekte

Ein Status zu den ausgeschriebenen Softwareprojekten, die sich ja bekanntlich etwas verzögert hatten: Die “vollständige Unterstützung von TIFF-Dateien” befindet sich in der Abschlussphase, hier wird gerade der Code von Daniel abgenommen; die Erneuerung von CatScan hat bereits einen ersten Prototypen hervorgebracht, der ebenfalls gerade evaluiert wird; und die Auswertung der gesichteten Versionen wird nun zügig vorangehen, hierzu gibt es in den kommenden Tagen ein Update hier im Blog.

Parallel erfolgt aktuell die Entwicklung eines Prototypen zur Multilingualen Bildersuche, der bis zur Wikimedia Conference abgeschlossen sein soll. Ebenfalls während der Conference soll das XMLRC-Projekt angegangen und abgeschlossen werden.

Kommende Veranstaltungen

Ein kleiner Überblick über Veranstaltungen, an denen Vertreter des Vereins teilnehmen werden:

  1. re:publica, am 15.April in Berlin, 14.00 Uhr; geplant ist ein ‚Zeit online Track‘ zum Thema Prozessjournalismus
  2. Mitteldeutsche Medientage, 4. Mai in Leipzig; Koordination und Vorbereitung der Teilnahme von Mathias Schindler.  Thema: Urheberrechte in einer revolutionierten Medienwelt. Kurz-Vortrag (10 min) mit anschließender Diskussion. Gäste: Datenschutzexperten, Börsenverein des dt. Buchhandels, Justitiar DJV, Fachanwälte Internet
  3. Buchtage Berlin, 10./11. Juni im Berlin Congress Center; Diskussionsrunde ‘Die Märkte von morgen’. Eine Teilnahme von Pavel Richter ist geplant
  4. Konferenz in Limassol auf Zypern: Euromed 2010 – Digital Cultural Heritage and Digital Libraries vom 8.-13.11.2010; Zwar noch etwas Zeit – aber die Vorbereitungen für das Programm laufen schon auf Hochtouren. Angefragt ist ein Keynote Speaker

Fundraising

Am 1. März trat Till die neugeschaffene Position des Fundraisers an. Mit dieser Stellenbesetzung konkretisiert Wikimedia den Willen, sich noch  aktiver um Spenden und seine Spender zu bemühen sowie sich mittelfristig als eine starke Fundraising-Organisation zu positionieren. Ziel des systematischen Ausbaus des Fundraising für dieses Jahr ist eine stärkere Autonomie von der Herbstkampagne. Nach der Einarbeitung in die Spendenverwaltung, der Abarbeitung zahlreicher Spenderanfragen sowie der Einführung in die bestehende Fundraising-Aktivitäten wurden die ersten Fundraising-Projekte angeschoben. Dazu gehörte die Optimierung des bestehenden Fundraisings durch eine inkludierendere Spenderkommunikation sowie die Vorbereitung für die Einführung neuer Instrumente wie z.B. das Geldauflagenmarketing. Das Kernstück der neuen Instrumente ist jedoch eine professionelle Datenbank, die kurz- bis mittelfristig die derzeitige Datenbank ersetzen soll. Ein Anforderungskatalog, der sowohl inhaltlich-funktionale als auch technische und sicherheitsrelevante Aspekte berücksichtigt, wurde hierzu erstellt. Die neue Datenbank soll dabei nicht nur die Administration und Kommunikation von und mit Spendern erleichtern und optimieren. Die Datenbank stellt darüber hinaus die wichtigste Grundlage für die Durchführung systematischer Fundraising-Aktionen dar. Doch nicht nur die Gewinnung neuer Spender, sondern auch die Bindung der derzeitigen Spender ist von zentraler Bedeutung. Hierzu sollen in den nächsten Wochen erste Überlegungen konkretisiert und Aktionen durchgeführt werden.

Mitglieder

Im Mitgliederbereich gab es erfreuliche Entwicklungen: Zwischen dem Februar und März konnten wir 45 Neuzugänge von Mitgliedern verzeichnen, aber nur eine Kündigung. Damit liegt die Zahl der Mitglieder von Wikimedia Deutschland bei insgesamt 565 Mitgliedern.

Am 25. März haben wir fristgerecht allen Mitgliedern die Einladung zur ordentlichen Mitgliederversammlung, die am 08./09. Mai in Berlin stattfinden wird, zugesandt; wer keine Mailadresse angegeben hatte, bekam die Einladung per Post.

Auch hier noch einmal die Bitte: Ihr helft uns bei der Planung der Gegebenheiten vor Ort enorm, wenn ihr euch – gern auch unter Vorbehalt – mit einer kurzen Mail an mv2010@wikimedia.de anmeldet, denn Planung muß sein: Sei es die Versorgung mit Getränken, seien es Tische und Stühle, seien es die nötigen Unterlagen für die Abstimmungen.

Community

Im März haben wir folgende Veranstaltungen und Workshops von Community-Mitgliedern mit Reise- und Tagungskosten unterstützt: In Berlin fand das Treffen des Schiedsgerichts der deutschsprachigen Wikipedia statt, in Köln der seit 2006 veranstaltete Wikipedia-Workshop ebendort, in Kaufbeuren das Treffen der Redaktion Film und Fernsehen. Die Chemnitzer Linuxtage wurden – das hat schon Tradition – wie immer mit Materialien versorgt; ganz besonders hervorheben möchten wir hier die Idee von Kolossus, eine Art interaktiver Spendendose einzusetzen: Großartige Idee und Dank an die Wikipedianer vor Ort, die sich den Diskussion und Fragen des Publikums stellten! Hier gibt es ein paar Eindrücke von der Veranstaltung.

Der nächste Bericht aus der Geschäftsstelle erscheint am 4. Mai 2010.

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