Archiv für 2010



Niederlande: 12.000 Bilder ohne Profis

Hay Kranen (links) bei einer Pressekonferenz im September. Das Nationaal Archief hatte über 1000 Bilder aus der niederländischen Zeitgeschichte freigegeben und dazu Wikimedianer und Zeitzeugen eingeladen.

“War das eure Jahreshauptversammlung?”, fragte Liam Wyatt, der Samstagabend beim Abendessen der NL-Wikimedianer hineinschneite. Nicht wirklich, bekam er zur Erklärung, denn es gibt mehrere Mitgliederversammlungen im Jahr. Für Menschen aus größeren Ländern hört sich das überraschend an, aber die meisten Niederländer können Utrecht innerhalb von zwei Stunden erreichen.

Am 9. Oktober vor der Mitgliederversammlung gab es ein Brainstorming zum diesjährlichen Fundraiser. 15 Mitglieder sprachen über allgemeine Grundsätze, mit einer nützlichen Einführung und unter Vorsitz von Lodewijk Gelauff. Die Versammlung startete dann um 15 Uhr mit 21 Leuten. Hay Kranen verließ den Vorstand nach dreieinhalb Jahren. Nach einer Reglementsänderung, dass der Vorstand bis zu sieben Mitglieder haben darf, wurden zwei neue Vorstandsmitglieder gewählt: Maarten Brinkerink (live aus Berlin via Skype) und Siebrand Mazeland, der Sechs-Millionen-Edits-Mann.

Als Hay sein Farewell aussprach, erhielt er von Marco Swart eine herzerwärmende Rede und von Marianne Korpershoek rote Rosen, mit Hinblick auf die vielen “Wiki loves”-Projekte, die Hay mit auf den Weg gebracht hat. Das schließt Wiki loves monuments von September 2010 mit ein. Es hat mehr als 12.000 Fotos von Reichsdenkmälern (meist Gebäuden) eingefahren. Hay zufolge werden die Gewinner des beigehörigen Wettbewerbs gegen Ende Oktober bekannt sein.

Bezahlte Mitarbeiter lassen noch auf sich warten

Leider dauert es noch ein wenig bis zur Professionalisierung der WM-NL, kündigte Marianne an. Übrigens wurde ein Teil des Geldes bewilligt, das der Verein von der WMF gebeten hatte. Ein anderes Thema war die beste Möglichkeit, Geld aus den Niederlanden in die USA zu überweisen. Paul Becherer sagte, dass er eine baldige Antwort vom Finanzamt erwartet – es geht um die Gemeinnützigkeit der WMF.

Weitere Pläne für die Zukunft: Am 20. November 2010 gibt es ein Treffen für interessierte Mitglieder, das über die Wikimedia-Welt informieren soll. Im Januar steht ein “Bootcamp” für Museumsmitarbeiter an, und eine Mitgliederversammlung wird – nach dem Fundraiser – das Budget für 2011 feststellen.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (17 Bewertungen, Durchschnitt: 4,71 von 5)
Loading...Loading...

WissensWert: Letzer Aufruf und Vorstellung der Jury

Am Freitag endet die Ausschreibung für die erste Runde unseres Ideenwettbewerbs WissensWert. Wir sind ganz überwältigt von den bisherigen Einreichungen: 50 Ideen habt ihr bisher eingereicht, und es werden jeden Tag mehr. Auch wenn nicht alle Einreicher verstanden haben, worauf es uns bei den Ideen ankommt (Freies Wissen ist eben nicht einfach nur mit „kostenlos“ zu übersetzen), sind doch viele aufregende, schöne und ausbaufähige Projekte dabei. Eine große Aufgabe also für unsere Jury, aus dieser Vielfalt die besten Ideen auszuwählen. Umso mehr freuen wir uns, so kompetente Jurymitglieder gefunden zu haben:

Leonhard Dobusch

Leonhard Dobusch hat nach Studien der Betriebswirtschaft (Abschluss 2003) und Rechtswissenschaft (Abschluss 2004) an der Linzer Johannes Kepler Universität im DFG-Graduiertenkolleg „Pfade organisatorischer Prozesse“ zum Thema „Windows versus Linux: Markt – Organisation – Pfad“ an der Freien Universität Berlin promoviert, wo er derzeit als Postdoc tätig ist. Gemeinsam mit Christian Forsterleitner hat er den Sammelband Freie Netze. Freies Wissen. herausgegeben, der im Volltext unter CC-BY-SA-Lizenz online zugänglich ist (PDF).

Benutzer:Eschenmoser

Der Wikipedia-Benutzer Eschenmoser wurde 1978 im Saarland geboren, hat Chemie in Heidelberg studiert und danach am Forschungszentrum Karlsruhe im Bereich Radiochemie promoviert. Derzeit forscht er zur Krebsimmuntherapie. Seit Frühjahr 2007 ist er aktiver Wikipedianer und wurde 2009 zum Administrator gewählt. Er betätigt sich im Projekt vor allem in der Redaktion Chemie und kümmert sich dort um die Verbesserung der Quellenlage, die Qualitätssicherung und organisatorische Dinge.

Jürgen Lüdeke

Jürgen Lüdeke, geboren 1964 in Überlingen, ist Diplom-Chemiker, seit 1993 selbständig als Unternehmensberater tätig und lebt mit Hund in Berlin. Angemeldeter Benutzer in der Wikipedia ist er seit 2006, er wurde 2007 zum Administrator und gehört seit 2009 dem Vorstand von Wikimedia Deutschland e.V. an. Dort ist er Schriftführer und zuständig für die Ressorts Freiwilligenförderung und Personal.

Philipp Otto

Philipp Otto, geb. 1978 in Stuttgart, hat Rechtswissenschaften, Geschichte und Germanistik studiert und arbeitet als Journalist, Autor, Berater und Wissenschaftler in Berlin. Bei iRights.info ist er verantwortlich für die strategische Ausrichtung des Projektes. Er betreute und konzipierte u.a. das Online-Dossier Urheberrecht (2008) der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) sowie den von iRights.info und der Heinrich-Böll-Stiftung veröffentlichten Reader Copy.Right.Now! Plädoyers für ein zukunftstaugliches Urheberrecht (2010).

Elke Wetzig

Elke Wetzig ist seit 2003 in Wikipedia als Autorin und Fotografin aktiv. Darüber hinaus hat sie drei Jahre lang das Community-Budget des Wikimedia Deutschland e.V. betreut. Beruflich ist sie in Köln als Projektmanagerin in einer Web-Agentur tätig und bildet Mediengestalter aus.

Ihr alle!

Wir legen die Ideen nicht nur der Jury vor, sondern geben auch der Öffentlichkeit eine Stimme. Dazu werden die Ideen auf der Website vorgestellt und können vom interessierten Publikum bewertet werden. Positiver Nebeneffekt dieser Veröffentlichung ist außerdem, dass die Ideen und Projekte eine größere Zahl von Menschen erreichen. So werden wiederum andere zu eigenen, neuen Projekten angeregt oder können sich mit den Einreichern zur Verwirklichung ihrer Ideen zusammenschließen.

Alle weiteren Informationen zum Wettbewerb hier: WissensWert. Bitte vergesst nicht, nach dem Teilnahmeformular noch die Mail mit euren persönlichen Informationen an uns zu schicken. Viel Erfolg!

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (20 Bewertungen, Durchschnitt: 4,60 von 5)
Loading...Loading...

Bericht aus der Geschäftsstelle September 2010

Liebe Freunde des Freien Wissens,
hier unser Bericht aus der Geschäftsstelle für September 2010.

[[Wikipedia:Ein kritischer Standpunkt]] – CPoV-Konferenz in Leipzig

Am letzten September-Wochenende fand in der Leipziger Universitätsbibliothek die Konferenz [[Wikipedia:Ein kritischer Standpunkt]] statt. Ziel war es „Wikipedia-Forscher, Kritiker und Community-Mitglieder für eine produktive, interdisziplinäre Auseinandersetzung mit dem Mainstream-Wissensmedium Wikipedia zusammenzubringen“. Nach Veranstaltungen in Bangalore und Amsterdam war dies die dritte Konferenz der Wikipedia-Forschungsinitiative „CPoV – Critical Point of View“. Auf Anfrage der CPoV-Organisatoren haben wir die Wikipedia-Workshops am Freitag organisiert und den Roundtable „Wikipedia und Wissenschaft“ am Samstag Abend vorbereitet. Mehreren freiwilligen Mitarbeitern der Wikipedia, sowie den Referenten der Workshops am Freitag haben wir durch die Unterstützung bei Reise- und Unterkunftskosten die Teilnahme an dieser Veranstaltung ermöglicht.

Das Eröffnungsreferat am Freitag Vormittag bot Grundlagenwissen über die Wikipedia; im anschließenden Workshop zu den Themenfeldern „Artikelrecherche“, „Bebilderung“ und „Administration“ vermittelten fünf Wikipedianer anhand praktischer Beispiele detaillierte Einblicke zum Arbeiten in und mit der Wikipedia. Leider kamen nicht so viele Teilnehmer wie erhofft, das Medienecho war dennoch enorm: Besonders gefreut haben wir uns über die ausführlichen Berichte in tagesschau und ARD-Nachtmagazin.

Der Roundtable am Samstag war mit über 70 Teilnehmern sehr gut besucht. Ziel dieses Treffens war, Wikipedisten und Wikipedianer in gemütlicher Atmosphäre zusammen zu bringen. Nach einem Impulsreferat von René König zum Thema „Wissenschaft und Wikipedia – eine konfliktreiche Zwangsehe“ gab es von beiden Seiten viele Fragen, Diskussionsbeiträge und Statements. Und auch wenn der Tisch eher eckig als rund war, war dies ein durchaus geglückter Versuch, den Dialog zwischen Forschern und Beforschten zu beleben und den ersten Konferenztag zu reflektieren.

Der Anspruch der gesamten Veranstaltung, Wikipedisten und Wikipedianer auch einmal außerhalb der virtuellen Welten zusammen zu bringen, ist in unseren Augen durchaus gelungen. Die Konferenz war vielstimmig und konstruktiv; sie zeigte viele gute und kritische Ansätze, die Grundlage für weitere Diskussionen und Auseinandersetzungen bieten werden.

Ein ganz herzliches Dankeschön geht an dieser Stelle an Tim Moritz Hector, Achim Raschka, Martin Rulsch, Gerd Seidel und Steffen Prößdorf, die sich kurzfristig zur Organisation und Durchführung der Workshops bereit erklärt hatten, an die Konferenz-Veranstalter Andreas Möllenkamp, Geert Lovink und Johanna Niesyto, sowie an die Sprecher und Teilnehmer für ihre Beteiligung!
Ausführliche Berichte finden sich auf der Website der Veranstaltung, aktuelle Meinungen und Informationen unter dem Hashtag #cpov bei Twitter, in einigen Blogs und in anderen Medien. Videomitschnitte und Redemanuskripte werden innerhalb der nächsten Wochen ebenfalls zur Verfügung gestellt.

WissensWert – Der Ideenwettbewerb

Am 16. September haben wir den Ideenwettbewerb WissensWert ins Leben gerufen. Dabei rufen wir Wikipedianer, Wikimedianer und andere Free Culture/Free Knowledge-Akteure auf, uns ihre Ideen zur Förderung Freien Wissens vorzustellen und finanzielle Unterstützung für deren Umsetzung bei uns zu beantragen. Wir möchten helfen, aus mutigen Ideen außergewöhnliche Projekte zu machen und stellen ausgewählten Initiativen dafür bis zu 5.000 Euro zur Verfügung. Wir stellen aktuell noch die Jury zusammen und nehmen noch weitere Vorschläge entgegen. Mit diesem Wettbewerb möchten wir besonders darauf aufmerksam machen, dass wir Initiativen mit ähnlichen Zielen gerne als Ansprechpartner und möglicher Unterstützer zur Verfügung stehen. Ideen zur Förderung Freien Wissens können jederzeit an uns herangetragen werden!
Die Nachricht über den Wettbewerb verbreitete sich sehr schnell, nicht zuletzt auch dank der Einträge auf netzpolitik und heise. In den ersten beiden Wochen wurden schon 30 Ideen eingereicht, am 15. Oktober endet die erste Bewerbungsphase. Wir freuen uns über die positive Resonanz dieses Experimentes und nehmen gerne Rückmeldungen und Optimierungsvorschläge für weitere Runden entgegen.
Teilnahmebedingungen und Bewerbungsformular finden sich auf der Vereinswebsite und auf der Projektseite in der Wikipedia.

Zedler-Medaille und Wikipedia Academy

Die Einreichungsfrist für die Zedler-Medaille endete am 30. September, die Beiträge werden nun an die Juroren weiter gegeben.  Bei der Preisverleihung am 19. November werden wir die Gewinnerinnen und Gewinner bekannt geben und ehren.

Die Vorbereitung für die Zedler-Verleihung und die Wikipedia Academy am 19. und 20. November in Frankfurt am Main sind in vollem Gange. Es wurden weitere Vorschläge für Programmpunkte gesammelt und erste Speaker angesprochen. Neue Ideen sind auch hier herzlich willkommen! Die Academy spricht – wie die CPoV – Wikipedianer und Wissenschaftler an, inhaltlich geht es aber weniger um Wissenschaften über die Wikipedia sondern Wissenschaften in der Wikipedia. In der nächsten Woche wird die Registrierung zu beiden Veranstaltungen eröffnet und das Programm wird in einer Beta-Version veröffentlicht.

Aus dem Maschinenraum

Im September ist nun endlich die Unterstützung für TIFF-Bilder auf allen Wikimedia-Projekten aktiviert worden – sie können jetzt direkt in Artikeln verwendet werden, genau wie JPEGs. Des weiteren haben wir das Pilotprojekt mit der DZB vorbereitet, die für alle Artikel des Tages im Oktober eine gesprochene Version bereit stellt. Hierfür haben wir den RSS-Feed der Artikel des Tages in einem Podcast umgewandelt, mit dem man täglich den Artikel als OGG-Datei empfangen kann. Aus dem Labor ist zu berichten, dass wir in einem Prototyp-Wiki die bibliographischen Daten des HBZ importiert haben. Damit ist es möglich, Einzelnachweise nur über die Angabe der ISBN einzubinden.

Literaturstipendium

Im Literaturstipendium konnten einige Stipendien vergeben bzw. versandt werden – Geschichte, Fußball und Musik waren diesmal die Bereiche, die damit in Zukunft vielleicht ein wenig besser gedeihen.

Eine besonders schöne Nachricht ist, dass mit der Hinzunahme des Wikiprojekts Philosophie das Literaturstipendium erneut gewachsen ist. Damit sind jetzt 15 Fachbereiche im Literaturstipendium vertreten. Das die Vergrößerung im Zuge des Relaunchs ein Erfolg ist, zeigen die Zahlen: Konnten wir am 31. Mai 2010, nach über 2 Jahren, den tausendsten Artikel feiern, so waren es am 31. August 2010 bereits mehr als 1200 Artikel – ein Zuwachs von rund 200 Artikeln in nur drei Monaten. Go, go, go!

Content-Befreiung

Die Deutsche Nationalbibliothek hat sich nun dafür entschieden, ihre überregionalen Normdateien (PND, GKD, SWD und EST) unter eine freie Lizenz zu stellen. Die Daten wurden bereits hier eingestellt und sind zum Download bereit, leider fehlt noch ein sehr wichtiges Element: Die Lizenz. Die DNB hat hier nur sich darauf festlegen lassen, dass die Lizenz den Bedingungen der Open Knowledge Definition
(OKD) entsprechen soll und ihrem Wesen an das Modell von cc-by-sa (also Sharealike und Attribution) angelehnt sein soll. Die OKD
ist vereinbar mit dem Konzept Freier Inhalte, wie sie bei Wikimedia-Projekten gepflegt werden.

Dritter Korb

Am 27. September fand die dritte von insgesamt vier Anhörungen zum “Dritten Korb” im Urheberrecht statt, es ging hier um sehr konkrete Fragen der Rechtewahrnehmung durch Verwertungsgesellschaften, von denen Wikimedia Deutschland oder Wikipedia oder das Freie Wissen nicht betroffen sind.

Dialog Internet

Die Auftaktveranstaltung “Dialog Internet” des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend am 28. September, zu der Wikimedia Deutschland eingeladen war und durch Mathias vertreten werden sollte, wurde leider aufgrund der Erkrankung der Bundesministerin kurzfristig abgesagt und soll im November wiederholt werden.

Europeana

Am 30. September nahm Mathias an einem Workshop des Europeana-Projektes zu Metadaten teil. Europeana ist hier noch in einer sehr unschönen Situation mit großen Unklarheiten über den Lizenzstatus der eingestellten Metadaten und ohne große Fortschritte seit der Plenary-Veranstaltung 2009. Wikimedia will hier mithelfen, Lösungen aufzuzeigen und die Teilnehmer zu ermutigen, alle verfügbaren Metadaten ohne lizenzrechtliche Barrieren auch Dritten zur Verfügung zu stellen.

Mitglieder

Im September 2010 erhielten wir 13 Mitgliedsanträge; davon haben 5 die aktive und 8 die Fördermitgliedschaft beantragt. Bedauerlicherweise erhielten wir auch 4 Kündigungen (ohne Angabe von Gründen). Der Verein zählt damit Ende September 479 aktive und 149 Fördermitglieder, also insgesamt 628 Mitglieder.

Community

Die Teilnehmer des am ersten Oktober-Wochenende in Köln stattfindenden “2. Limeskongress” des Wikipedia-Projektes Römischer Limes fördern wir mit der Übernahme von Eintrittsgeldern für archäologische Fundstätten und einen Museumsbesuch, Übernachtungs- und Reisekosten. Wir hoffen damit zum guten Gelingen eines arbeitssamen Wochenendes beitragen zu können und wünschen den Teilnehmern eine spannendes Exkursionswochenende!

Fundraising

Der Monat September war geprägt durch die Vorbereitungen zur diesjährigen Herbstkampagne. Hierzu wurde sowohl auf Meta als auch in der deutschen Wikipedia eine Diskussion angestoßen. Welche Banner sollen getestet werden? Welche spiegeln die Philosophie der Wikimedia-Projekte am besten wider? Um nicht in einem luftleeren Raum zu argumentieren, finden seit August auch umfassende Tests von Bannern in der englischsprachigen Wikipedia statt. Die ersten Ergebnisse können hier eingesehen werden. Die Bannertests in der deutschsprachigen Wikipedia werden Anfang September beginnen. Hierzu gibt es schon eine erste Auswahl, die hier eingesehen und diskutiert werden kann und übrigens auch soll.

Zudem wurde mit Spendwerk eine Fundraising-Agentur gefunden, die unsere Vorbereitung für die Herbstkampagne konzeptionell unterstützen wird. Die Planungen, inwiefern die Spendenbanner auf de.wikipedia.org, mit anderen Online- und Offline-Aktivitäten ergänzt werden, haben insgesamt einen großen Teil der Arbeit im September ausgemacht.

Schließlich wurden zwei klassische Mailings verschickt. Das erste Mailing mit der aktuellen Wikimedium wurde an 800 ältere und neuere Spender verschickt. Der Fokus dieses Mailings war die Wikipedia Academy. Erfreulicherweise haben wir schon mehrere Fördermitglieder hierdurch gewonnen. Das zweite Mailing mit dem aktuellen Jahresbericht ging an 140 Berliner Richter. Damit erhoffen wir uns ein stärkeres Erscheinungsbild bei der Zuweisung von Geldauflagen.

Nachdem dieser Bericht leider etwas verzögert erschienen ist, wird der nächste wieder pünktlich am 4. November 2010

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (18 Bewertungen, Durchschnitt: 3,78 von 5)
Loading...Loading...

Eine Seefahrt, die ist lustig

Ein spannendes Wochenende – für Freitag hatte ich für einen Workshop auf der cpov-Konferenz in Leipzig zugesagt, zugleich wartete ich jedoch dringend auf die Antwort auf die Frage, ob ich den Samstag und Sonntag in Leipzig als cpov-Teilnehmer verbringen sollte oder nach Berlin berufen würde, um als neuer Vorstandsreferent für das Ressort Qualität an der Vorstandsklausur 2010 teilzunehmen. Bis zum letzten Tag vor meiner Leipzig-Reise blieb ich diesbezüglich im Ungewissen, Donnerstag kam dann endlich die Einladung zur Vorstandsklausur in Berlin – bzw. am allerletzten Rand von Berlin zu Schmöckwitz, Brandenburg und damit „janz weit im Jrünen“. Zur cpov will ich entsprechend nicht berichten, das haben unter anderem southpark, Peter Haber, Ziko und das Bücherwürmlein bereits aus unterschiedlichen Perspektiven getan – ich beginne also lieber nach weitschweifiger Einleitung mit dem Bericht über die Vorstandsklausur.

Strategische Planungen zur Infrastruktur

Die Klausur begann mit einem Abendessen im Schmöckwitzer Gasthof “Zur Linde” – eines der Vorstandsmitglieder hatte es allerdings in den Gasthof “Zur Eiche” in Königs-Wusterhausen verschlagen. Nachdem auch dieses eingetroffen war, wurde bei Zander, Aal und Eisbein der Auftakt – im Managersprech das “Come together” – gestartet, in dessen Verlauf auch meine Berufung als Vorstandsreferent im Ressort Qualität stattfand.

Offizieller Start der Klausur war dann der folgende Samstag – und der startete nach dem üblichen Vorgeplänkel auch gleich mit den strategischen Arbeiten zur Infrastruktur des Vereins Wikimedia e.V. Für alle Infrastruktur-Ressorts – Betriebsmittel, Finanzen, Fundraising, Organisationsentwicklung, Personal, Vereinskommunikation und Wikimedia international – wurden auf der Basis des Status quo und der wünschenswerten Ziele strategische Ziele erarbeitet, deren Diskussion den Mittelpunkt für die gesamte zweitägige Klausur darstellte. Dabei wurde jedem einzelnen Ressort einige Zeit zugedacht, die Arbeiten bauten damit auf den Vorarbeiten der Klausur im Juni auf. Als Praktiker, der aus dem aktiven Artikelschreiben der Wikipedia kommt, war diese Herangehensweise erstmal sehr “meta” – Sinn und Zweck der Strategieentwicklung eröffneten sich jedoch bei der Ausarbeitung; und es machte sogar ein wenig Spaß. Die Arbeiten sollen in den nächsten Wochen abgeschlossen und dann natürlich auch entsprechend kommuniziert werden.

Was gab es noch: Pavel stellte die laufenden Projekte sowie die damit verbundenen Anpassungen für den aktuellen Haushaltsplan für das auslaufende Jahr 2010 vor. Insbesondere die Resonanz auf das Projekt Wissenswert ist aus seiner Sicht überragend und man freut sich auf prima Ideen und Projekte für das Restjahr 2010 und das Jahr 2011. Auch die parallel stattfindende, gegenseitige und anonyme Beurteilung der Vorstandsmitglieder baute auf den Überlegungen im Juni auf – ein Umschlagspiel, bei dem ich nur Beobachter spielen konnte.

Und die Seefahrt?

Ein Event-Highlight des Samstagabends sollte den ersten Tag der Klausur abrunden, auch wenn es bei der Planung im Sommer noch deutlich anders gedacht war: Zu abendlicher Stunde begab sich die Mannschaft bestehend aus neun Vorständlern, einem Geschäftsführer und einem Vorstandsreferenten bei Regen, Wind und Dunkelheit auf eine Bootsreise mit dem akademieeigenen Kahn über die Seen, die die Halbinsel Schmöckwitz umfassen. Die nette Idee führte zwar zu spannenden Gesprächen und man hatte viel Spaß an Bord, nur waren Kälte und Dunkelheit dann doch etwas stimmungs- und aktivitätsmindernd – und gesehen hat man von der schönen Seenlandschaft mit Ausnahme einiger mehr oder weniger gut beleuchteten Fischreusen gar nix. Sollte ähnliches also nochmals geplant werden, dann doch lieber im Sommer …

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (29 Bewertungen, Durchschnitt: 3,45 von 5)
Loading...Loading...

Wikimedia und die Allmende: Panel zu Regierungswerken auf der FCRC

Am 8. und 9. Oktober veranstalten FU Berlin und das Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung die Free Culture Research Conference in Berlin. Wikimedia Deutschland unterstützt diese Veranstaltung, das Programm findet sich auf der Webseite der Veranstaltung.

Ganz besonders freuen wir uns über die Gelegenheit, auf dieser Veranstaltung in einem eigenen Panel am 8. Oktober von 14:00 bis 15:30 Uhr über den Lizenzstatus von Regierungswerken reden zu können. Hinter PD-GOV verbirgt sich das Konzept, urheberrechtlichen Schutz für amtliche Werke komplett zu verneinen. In Deutschland einschlägig ist §5 UrhG, der allerdings sehr eng gefasst ist und in der Regel nur auf Gesetze, Urteile und amtliche Verkündungsblätter Anwendung findet. Dass es auch anders geht, zeigen die Vereinigten Staaten, bei denen auch Fotos (z.B. des Weissen Hauses oder der NASA) ab dem Tag ihrer Erstellung gemeinfrei sind. Auf dem Panel werden wir mit Vertretern aus den USA, Israel und den Niederlanden reden und über ihre lokalen Initiativen, die Allmende zu vergrößern. Die Konferenzsprach ist Englisch, hier die Ankündigung zu unserem Panel:

“Government works in the public domain – All your tax-paid content are belong to us”
What does a proper GOV-PD definition include, what are the benefits and risks associated with a shift in copyright policy, what are alternative approaches to make government works accessible and usable to the public? We are looking into the mechanisms of “GOV-PD” – public domain works created by the government – and discuss the implications of rules that still prevent tax payers to use the works they already paid for.

Bisher haben sich 200 Teilnehmer angemeldet, die Registrierung ist noch geöffnet.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (10 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...Loading...

Meldungen aus dem Wikimedia-Universum September 2010

Der Sommer – Hatten wir einen Sommer? – geht zu Ende und Wikimedia macht weiter. Es gibt von so vielen Veranstaltungen, Initiativen und Ideen zu berichten, dass ich nicht mehr weiß, wo ich anfangen soll.

Fangen wir daher nicht am Anfang der Veröffentlichungen an, sondern versuchen wir ein bisschen Chronologie zu behalten, mit alten Berichten, die neulich erschienen sind. Sue Gardner, Executive Director der Wikimedia Foundation, hat ihre Berichte an das Kuratorium der Foundation veröffentlicht, und zwar die von Februar, März, und Juli 2010. Es fehlen noch April bis Juni, die später kommen sollen. Die Berichte findet man hier:  Februar/März und Juli.

Rund um die Welt bewegt sich viel, nämlich …

Wiki-Conference New York

Ende August fand die Wiki-Conference New York statt, mit den Keynote-Speakers Clay Shirky und Sue Gardner. Es ist über alle Wikimedia-Projekte gesprochen worden, und auch über die Wikimedia Foundation und ihre strategische Planung. Es gab auch eine Open Space session und lightning talks. Clay Shirkys Keynote kann man sich hier anschauen und über sein letztes Buch ein Book report vom Signpost lesen.

Diskussion über “Community vs. centralized development” für Mediawiki

Für die Techniker unter uns hat eine sehr interessante Diskussion auf der Wikitech-Mailing-Liste stattgefunden, die sogar ich verstanden habe ;). Es hat mit diesem Post von Aryeh Gregor angefangen, der die Frage stellte, wie die Entwicklung von Mediawiki weiter gehen sollte, und wie die Community in den Entwicklungsprozess integriert werden könnte. Besonders interessant war die Antwort von Danese Cooper, CTO der Wikimedia Foundation, die ihren Plan für die (Re)Strukturierung des technischen Bereichs schilderte. Wer Lust hat, kann den ganzen Thread in den Archiven lesen, echt lesenswert.

Bücherwürmlein im neuen Video über Wikipedia Autoren

Wikipedia-Videos

In den letzten Tagen hat die Wikimedia Foundation vier Videos veröffentlicht. Die Videos zeigen verschiedene Wikimedianer. Hoffentlich werden sie dem Publikum helfen, uns besser zu verstehen. Wer alle Mitglieder von Wikimedia Deutschland in den Videos findet, gewinnt … die Ehre, sie gefunden zu haben ;)

Chapters Grants

Die Wikimedia Foundation hat bekannt gegeben, welche Zuwendungen im Jahr 2010 von der Wikimedia Foundation an Wikimedia Chapter ausgeschüttet werden. Das Programm „Chapter Grants“ erlaubt existierenden oder angehenden Chaptern, Initiativen zu präsentieren, die von der Foundation finanziert werden können. In diesem Jahr werden 15 Initiativen finanziert. Besonders interessant sind dabei die Teilnahme von Wikimedia CH an dem EU-geförderten TAO-Projekt, an dem Wikimedia Deutschland ebenfalls beteiligt ist, ein von Wikimedia Ungarn, der sich mit bereits bestehenden Fotowettbewerben verbindet und Fotos unter einer freien Lizenz prämiert, und die dritte Edition vom WM-NYC Internship Program, das es Praktikanten ermöglicht, für Wikimedia NYC Initiativen mit lokalen Institutionen fortzuführen.

Eine Million Artikel auf der französischen Wikipedia

Es ist soweit! Nach der englischen und der deutschen, hat die Wikipedia auf französisch den Einmillionsten Artikel erreicht [fr]. Die französische Wikipedia wächst heute mit 300 bis 400 Artikeln pro Tag, rund 800 neue Autoren nehmen an dem Projekt monatlich teil. Die nächsten Wikipedias, die diese Meilenstein erreichen werden, sollten die polnische und die italienische sein, die heute rund 730 000 Artikel haben.

GLAM-Wiki in Europa

Nach der ersten, sehr erfolgreichen Edition in Canberra, Australien in 2009, wird die Konferenz „GLAM-WIKI“ (GLAM steht für Galleries, Libraries, Archives and Museums) mit zwei neuen Editionen in London in November und in Paris in Dezember statt finden, organisiert von Wikimedia UK und Wikimédia France.

Wusstest du?

  • Man kann jetzt alle Berichte und Nachrichten aus allen Ecken der Wikimedia-Welt über die Liste WikimediaAnnounce bekommen. (N.B. Einige alte Listen wurden geschlossen, um die Infos besser zu zentralisieren, prüfe also deine Abonnements!)
  • Cyn Skyberg, ehemaliger Vice President of Partnerships von Linden Labs (Second Life), wurde als Chief Talent and Culture Officer bei der Wikimedia Foundation eingestellt.
  • Die Wikimedia Foundation hat IRC Office Hours, in denen die Angestellten der Foundation eine Stunde mit interessierten Wikimedianern diskutieren. Agenda und Logs von vergangenen Sessions findet man auf Meta.

(und wie immer, vielen Dank an Alice für die grammatikalische Korrektur!)

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (17 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...Loading...

Update: Wikipedia Academy und Zedler-Medaille 2010

Am 19. und 20. November 2010 veranstaltet Wikimedia Deutschland e.V. die vierte Wikipedia Academy, in deren Rahmen auch die Zedler-Medaille verliehen wird.

Veranstaltungsort steht fest

Wir freuen uns, mit der Frankfurter Goethe-Universität einen geeigneten Veranstaltungsort gefunden zu haben. Die historische Aula am Campus Bockenheim bietet ein passendes Ambiente – sowohl für die wissenschaftliche Konferenz als auch für die festliche Preisverleihung am Freitagabend.

Zedler-Medaille: Letzter Aufruf!

Die Einsendefrist für Beiträge zur Zedler-Medaille läuft morgen um Mitternacht aus. Es sind also noch gut 24 Stunden Zeit um eigene Lexikonbeiträge zu verfeinern oder Bilder und Fotos auszuwählen und bei uns einzureichen. Nur Mut!

Anmeldung für Academy und Zedler-Verleihung eröffnet

Die Anmeldung zur Teilnahme an beiden Veranstaltungen ist ab sofort geöffnet! Wissenschaftler, Wikipedianer, Wikimedianer und Interessierte sind herzlich eingeladen, an den Veranstaltungen teilzunehmen. Eine Anmeldung ist erforderlich, der Eintritt ist frei.

Programm in Beta-Version

Ein erster Programmentwurf ist erstellt, wir halten Teile des Programms offen für Themenangebote von Interessierten. Vorschläge zu Inhalten und Referenten nehmen wir gerne entgegen.

Für alle Fragen und Anregungen rund um die Wikipedia Academy und die Zedler-Medaille sind wir unter academy@wikimedia.de jederzeit ansprechbar. Auch Helfer und weitere Unterstützer sind herzlich willkommen! Wir freuen uns auf zwei erfolgreiche Veranstaltungen und einen nachhaltigen Dialog zwischen Wikipedia und den Wissenschaften.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (10 Bewertungen, Durchschnitt: 4,60 von 5)
Loading...Loading...

Die Gründung einer Fördergesellschaft

Liebe Vereinsmitglieder, liebe Spender, liebe Community,

wie euch allen bekannt ist, erfüllt Wikimedia Deutschland e. V. seine Aufgaben zur Förderung des Freien Wissens zum größten Teil aus Spendengeldern. Gemäß den Vereinbarungen mit dem Betreiber der Wikimedia-Projekte, der amerikanischen Wikimedia Foundation, erfolgte bisher eine Aufteilung der Spendengelder zwischen Verein und Foundation dadurch, dass wir diverse international ausgerichtete Maßnahmen mit der Foundation abgestimmt und aus Mitteln des Vereins finanziert haben.

Die wachsenden Anforderungen sowohl an den Verein als auch an die Foundation machen nunmehr einen direkten Finanztransfer zwischen beiden Organisationen erforderlich. Um diesen Transfer problemlos auch im Hinblick auf die Gemeinnützigkeit zu gestalten, ist die Gründung einer rechtlich selbstständigen Organisation erforderlich geworden.

Nach einem durch unseren Steuerberater unterstützten steuerrechtlichen Auswahlprozess – wir hatten die Wahl zwischen einem zusätzlichen Verein, einer rechtsfähigen Stiftung oder einer gemeinnützigen GmbH – haben wir uns für die gemeinnützige GmbH als rechtlich solideste Konstruktion entschieden. Die „Wikimedia Fördergesellschaft mit beschränkter Haftung“ ist dabei eine 100%ige Tochter des Vereins.

Die „Wikimedia Fördergesellschaft“ wird nun im Zuge der anstehenden Spendenkampagne 2010/2011 erstmals die Spenden für Verein und Foundation gemeinsam einnehmen und verteilen. Selbstverständlich ist aber auch weiterhin eine direkte Spende an den Verein oder an die Foundation möglich.

Was ändert sich jetzt für Spender, Vereinsmitglieder, Community? Praktisch hat die neue Abwicklung unserer Spenden keine Auswirkungen. Auch weiterhin kann sowohl über https://spenden.wikimedia.de/ als auch über die Spendenbanner in der Wikipedia und ihren Schwesterprojekten per Lastschrift, PayPal oder SMS gespendet werden. Der sichtbarste Unterschied ist jetzt, dass die Spendenquittungen für solche Spenden von der „Wikimedia Fördergesellschaft“ ausgestellt werden und die Hälfte der eingenommenen Spenden direkt an die Wikimedia Foundation gehen.

Auf dieser Seite gibt es noch einmal für alle (hoffentlich) gut nachvollziehbar umfangreiche Details zur neuen Vorgehensweise sowie Antworten zu vielen Fragen, die bereits in der Vorbereitung gestellt wurden.

Abschließend möchte ich euch noch mitteilen, dass der Vorstand einstimmig beschlossen hat, dass Verein und Fördergesellschaft der Initiative Transparente Zivilgesellschaft beitreten werden. Das bedeutet unter anderem, dass wir demnächst auch die Jahresabschlüsse des Vereins veröffentlichen werden.

Mit den besten Grüßen

Jens Leschmann

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (19 Bewertungen, Durchschnitt: 3,84 von 5)
Loading...Loading...

Der Herr der Qualität

Vor etwas über einem Monat haben wir an dieser Stelle zur Bewerbung auf eine neue ehrenamtliche Position im Verein aufgerufen: den Vorstandsreferenten für das Ressort Qualität. Heute ist es mir eine besondere Freude euch mitzuteilen, dass wir mit Achim Raschka eine exzellente Besetzung dafür finden konnten. Viele wird das nicht überraschen, gilt Achim bereits seit Jahren als Wikipedia-Urgestein und Qualitätskämpfer. Seit Dezember 2003 arbeitet er als Autor in der Wikipedia. Aber sein Engagement begrenzte sich nicht nur auf das Artikelschreiben – wenn es auch schon weit über 28.000 Artikelbearbeitungen von ihm gibt. Achim ist Initiator des Wikipedia-Schreibwettbewerbs, Mitinitiator des Wikipedia-Review und hat darüber hinaus immer wieder auch Zeit gefunden, die Aktivitäten von Wikimedia Deutschland wie die Projekte ‚Nachwachsende Rohstoffe‘ und ‚Gesprochene Wikipedia‘ mit Rat und Tat zu unterstützen. Als Gründungsmitglied und Beisitzer im ersten Vorstand kennt Achim den Verein und die Vorstandsarbeit bereits sehr gut und wir freuen uns, dass er sich erneut für diese wichtige Aufgabe entschieden hat.

Die Zahl der Interessenten war mit insgesamt nur vier Anfragen recht niedrig. Achim überzeugte die dreiköpfige Suchkommission mit einer ausführlichen schriftlichen Bewerbung und einem einstündigen Gespräch per Telefon, indem er sein umfassendes Verständnis für das Thema Qualität zeigte. Darüber hinaus begeisterte er uns durch seine Bewertung der derzeitigen Qualitätssituation, Darstellung von Qualitätsmodellen und klaren Vorstellungen von Qualitätssicherung – und –steigerung.

Der Vorstand hat sich der Empfehlung der Suchkommision mit überragender Mehrheit angeschlossen und ihn letzten Freitag zum Vorstandsreferenten für Qualität ernannt. Über seine Erlebnisse auf der Klausur letztes Wochenende wird Achim Anfang nächste Woche an dieser Stelle berichten.

Achim arbeitet seit 2008 als wissenschaftlicher Mitarbeiter für nova-institut GmbH http://www.nova-institut.de/nr) im Bereich Ressourcenmanagement, Schwerpunkt Industrielle Biotechnologie und Stoffliche Nutzung Nachwachsender Rohstoffe und ist Vater von vier Kindern.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (28 Bewertungen, Durchschnitt: 4,21 von 5)
Loading...Loading...

Nun aber richtig – Unsere Fan-Seite auf Facebook

Nach ersten zaghaften Versuchen haben wir jetzt eine Facebook-Fan-Seite. Damit verfolgen wir ein wichtiges strategisches Ziel: Mit Facebook nutzen wir einen wichtigen Kommunikationskanal, mit dem wir uns mehr Öffentlichkeit für die mannigfaltige Welt hinter der Wikipedia versprechen. Es passiert so viel rund um das Thema Freies Wissen und Wikipedia; mit unserer Fan-Seite haben wir die Möglichkeit, einer breiten Öffentlichkeit die internationale Wikimedia-Bewegung näher zu bringen. Wir wollen ihnen damit einen Einblick in die Welt des Freien Wissens geben: Was macht Wikimedia Deutschland? Wie laufen unsere Projekte? Was passiert in der deutschen Community? Was macht die Wikimedia Foundation? Was machen die anderen Chapter? Das sind alles Fragen, die wir mit unserer Fan-Seite beantworten wollen.

Und jetzt kommt ihr ins Spiel: Werdet Fans! Macht unsere Seite unter euren Freunden bekannt. Postet Neuigkeiten. Tretet in einen Dialog mit uns und anderen Interessierten. Wir freuen uns über jede Mitarbeit.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (19 Bewertungen, Durchschnitt: 4,11 von 5)
Loading...Loading...