Archiv für November, 2010



Konferenzräume für März 2011 in Berlin gesucht

Wikimedia Deutschland ist erfreulicherweise auch im nächsten Jahr wieder Gastgeberin der internationalen Wikimedia Conference, einem Treffen von MediaWiki-Entwicklern, Vertretern der Chapter aus 29 Ländern und Mitarbeitern der Wikimedia Foundation. Außerdem trifft sich das Board of Trustees ebenfalls zu einer regulären Sitzung.

Für diese Veranstaltungen sind wir zur Zeit auf der Suche nach geeigneten Räumen in Berlin und bitten um eure Unterstützung.

Hier die Eckdaten:

  • 23.-27. März 2011
  • Platz für 100 Personen
  • 1 großer Raum für alle, 3 kleinere Workshop-Räume für Gruppen von 15 bis 30 Personen
  • Raum für Catering und Empfang
  • Mobiliar, technische Infrastruktur und ausreichend Stromanschlüsse vorhanden
  • stabiles, zuverlässiges W-Lan
  • innerhalb des S-Bahnrings gelegen

Kennt ihr geeignete Veranstaltungsorte oder habt Kontakte zu Organisationen, die uns ihre Räume zur Verfügung stellen würden? Wir freuen uns über Angebote, Ideen und Hinweise, entweder hier im Blog oder per Mail an wmcon@wikimedia.de conference@wikimedia.de. Vielen Dank!

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Bei den Deutschen funktioniert sogar die Wikipedia!

Vor einiger Zeit habe ich eine Karte veröffentlicht, die anzeigt, in welchen Ländern Europas welche Wikipedia-Sprachversionen gelesen werden. Das Kreisdiagramm pro Land informiert also über die Anteile der Sprachversionen nach Seitenaufrufen.

Wikipedia-Karte Europas, nach Ländern und Sprachversionen
Wikipedia-Karte Europas, nach Ländern und Sprachversionen

Leider hat sich herausgestellt, dass das Wikimedia-Zahlenmaterial für diese Karte noch einen strukturellen Fehler innehatte. Da Aufrufe durch Suchbots (von Suchmaschinen) nicht herausgefiltert waren, und Suchbots meist in den USA beheimatet sind, erschien der Anteil des Englischen bzw. der USA in den Zahlen oftmals zu hoch. Eine bereinigte Karte würde allerdings auch kein wesentlich anderes Bild ergeben.

Und diesem Bild zufolge spielen in den einzelnen Ländern meist nur zwei Sprachen eine Rolle: die eigene Nationalsprache (farbig oder schwarz) und Englisch (dunkelrot). Die Europäer suchen also Informationen am liebsten in der eigenen Sprache auf, und wenn sie dort nicht fündig werden, dann gehen sie zur englischsprachigen Wikipedia. In einigen Ländern wie Griechenland und Island weist das Englische einen weit höheren Anteil auf als die eigene Sprache. Beispielsweise in Schweden und den Niederlanden kann sich die Nationalsprache nur mit Mühe gegen das Englische behaupten.

Die deutschsprachige Wikipedia hat ihre Leser, wie zu erwarten, vor allem in den DACH-Ländern: Deutschland, Österreich und die Schweiz, hinzu kommt Liechtenstein. Dort, vom schweizerischen Sonderfall abgesehen, ist Deutsch die eindeutig dominierende Sprache. Obwohl Deutsch in vielen Ländern Europas als Fremdsprache unterrichtet wird, sind die dortigen Seitenaufrufe jedoch marginal. Nirgendwo außerhalb der deutschsprachigen Länder kommt die deutschsprachige Wikipedia über einen Anteil von drei Prozent, meist ist es deutlich weniger.

“Die Deutschen können halt kein Englisch”, schrieb jemand in einer Diskussion in der niederländischsprachigen Wikipedia zu dieser Karte. Allerdings hätten sie die englischsprachige Wikipedia nicht nötig, weil ihre eigene “viel besser” sei. Ein anderer meinte, der Erfolg liege nicht nur daran, dass es viel mehr Deutsch- als Niederländischsprachige mit Internetanschluss gibt:

Dass die Deutschen genug an ihrer eigenen Sprachversion haben, verwundert übrigens diejenigen nicht, die sich die  Deutsche Sprachausgabe anschauen: diese Wikipedia hat eben total Hand und Fuß. Der einzige Nachteil ist, dass sie sehr allergisch auf Infoboxen reagieren und die in vielen Artikeln vermeiden wollen. Ansonsten haben sie über viele Gegenstände viel mehr Informationen als beispielsweise die englischsprachige, nur ist die Anzahl verschiedener Artikel in der englischsprachigen größer. Und alle Nebensächlichkeiten sind so durchdacht (Rechtschreibung, Format, Handhabung von Links und Weiterleitungen, Stil und Satzbau…). Die deutsche Gründlichkeit ist kein Märchen, das beweisen diese Zahlen auch.

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Das war die Wikipedia Academy 2010

Am vergangenen Wochenende fand die Wikipedia Academy in der Frankfurter Goethe-Universität statt. Wikimedia Deutschland hatte Wikipedianer, Wissenschaftler und interessierte Praktiker eingeladen, zum Thema „Energie des Wissens – was Wissen schafft, bewegt“ miteinander ins Gespräch zu kommen.

In der eindrucksvollen Atmosphäre der historischen Aula wurden wir durch die Vizepräsidentin der Universität, Prof. Dr. Maria-Roser Valenti, begrüßt:

Wir werden erfahren, was Wissenschaft bewegt und wie Wissen bewegt und wir werden erleben, dass Wissen Energie ist. Ich wünsche Ihnen recht viel davon in den nächsten zwei Tagen und inspirierende und informative Vorträge, Workshops und Gespräche. „Wer vorausschaut ist der Herr des Tages“ sagte Goethe. Wikipedianer haben vorausgeschaut, lassen Sie es uns gleich tun und gemeinsam an der Vision Freien Wissens arbeiten.

Pavel Richter hieß darauf hin die Teilnehmer im Namen von Wikimedia Deutschland Willkommen, gab einen Überblick über vergangene Academies und einen Ausblick auf die folgenden Vorträge und Workshops.

Schwerpunkte und Spannungsfelder

Inhaltlich bildeten sich während dieser beiden Tage verschiedene Schwerpunkte heraus. Im kurzen „Blick auf sich selbst“ eröffneten Vorstellungen der Wikipedia und ihrer Schwesterprojekte durch Jonathan Groß und Martin Rulsch externen Besuchern erste Einblicke in die Wikimedia-Welt. Im weiteren Blick präsentierte Manuel Merz von der TU Ilmenau erste Ergebnisse seiner Umfrage aus dem Jahr 2009 über die Autoren der Wikipedia, darunter auch einige durchaus überraschende Ergebnisse, insbesondere zur Altersstruktur und dem Bildungsgrad. Weiterlesen »

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Die Zedler-Medaille im Jahr 2010: Rückblick, Einblick, Ausblick

Am Freitag letzter Woche haben wir in der Frankfurter Goethe-Universität die Zedler-Medaille für herausragende neue Lexikonbeiträge verliehen. Zur Preisverleihung in der historischen Aula waren etwa 120 interessierte Gäste erschienen, um gespannt der Podiumsdiskussion und der Bekanntgabe der Preisträger zu lauschen.

Auch in diesem Jahr wurde die Medaille in Kooperation mit der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz sowie dem Verlag Spektrum der Wissenschaft verliehen. Freundliche Unterstützung erhielten wir außerdem von BASF, welche das Preisgeld im Artikelwettbewerb stellten, sowie von der Carl Zeiss AG und dem Verein Reporter ohne Grenzen, welche die Sachpreise hinzu gaben.

Die Energien des Wissens

Foto © Raimond Spekking / Wikimedia Commons / CC-BY-SA-3.0


Pavel Richter, der Geschäftsführer von Wikimedia Deutschland, begrüßte die Gäste mit einer Einführung ins Thema und geleitete durch den weiteren Abend. In der anschließenden Diskussion sprachen Johannes Fried, Stefan Hradil, Johannes Janicka und Carsten Könneker mit Volker Panzer über die guten und schlechten Energien des Wissens und gingen der Frage nach, wohin sie uns führen können. Die spannende Diskussion setzte sich auch nach Öffnung des Saalmikrofons für das Publikum fort. Mit den anschließenden Wortbeiträgen hätten wir wohl noch weitere Stunden füllen können – wären da nicht noch einige Medaillen zu verleihen gewesen. :)

Ein enzyklopädischer Abendspaziergang

Zum Einstieg in die Verleihung nahm Philipp Birken sein Publikum mit auf einen „Abendspaziergang durch die freie Enzyklopädie“ und brachte damit auch den Gästen, denen die Wikipedia bisher wenig bekannt war, ein paar Fakten und vor allem den Qualitätsanspruch des Projektes näher. Anja Feldmann stellte dann die Motivation von BASF vor, sich dieses Jahr erstmalig an dem Wettbewerb zu beteiligten. Die Spannung war förmlich zu spüren, als Gernot Wilhelm, der Vizepräsident der Mainzer Akademie zum Rednerpult schritt und weitere feierliche Worte zur Zedler-Medaille vortrug. Weiterlesen »

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Niederlande: Fakten und Preise

Einen Tag nach der Zedler Medaille in Frankfurt wurden auch in Utrecht Preise vergeben. Wikimedia Nederland hatte für Samstag zu einer Wikiminiconferentie eingeladen, auf der unter anderem die Sieger des Wettbewerbs Wiki loves monument ihren Moment hatten.

Wegen eines Brands bei der niederländischen Bahn war Utrecht nur schwer erreichbar, von 50 Angemeldeten kamen nur etwa 30-35. Das betraf einen der geplanten Referenten und vermutlich auch einige Preisträger. Nachdem es 2009 gar keine Wikimedia Conferentie gegeben hatte, war man diesmal mit einer Miniausgabe sowieso bescheidener. 2008 kamen noch etwa hundert Gäste.

Die alte Frage: Atomium ablichten, ist das erlaubt?

Der Internetjurist Arnoud Engelfriet in Utrecht. Bild von Ziko van Dijk, CC-BY-SA

Zum Stammgast der Wikimedia Nederland avanciert Arnoud Engelfriet. Der Internetjurist sprach über die Fallstricke des Urheberrechts. Seit einer Gesetzesnovelle vor einigen Jahren heißt es, dass ein Kunstwerk auf einem Foto so gezeigt werden darf, wie es in der Öffentlichkeit da steht (“zoals het zich daar bevindt”). Das Standardbeispiel dafür ist die Erasmusbrücke in Rotterdam.

Aber, so Engelfriet, wenn man aus dem Bildhintergrund ein störendes Gebäude wegretuschiert oder der Brücke eine andere Farbe verpasst, dann entspricht man damit dem Satz im Gesetz nicht mehr. Die Werkintegrität, und damit das Urheberrecht des Architekten, ist dann verletzt.

Das Atomium in Brüssel darf man fotografieren – zumindest aus dem Weltraum, wie GoogleMaps das macht. Schließlich steht man dann nicht auf belgischem Grund und Boden, wo das Urheberrecht Fotos vom Atomium untersagt, weil keine Panoramafreiheit herrscht. Außerdem sind die Satellitenfotos von GoogleMaps rein mechanisch gemacht. Sie sind damit keine kreative Schöpfung. Warum steht darunter dann aber “Copyright Google”? Engelfriet: “Das hat jemand bei Google einfach so hinzugefügt, weil es cool aussieht.” Sie sind allerdings frei, genauso wie Fotos aus dem Passbildautomaten.

“Viel Wachstum ist nicht mehr zu erwarten”

“Ich hätte ihm noch zweihundert Fragen stellen können”, sagte ein junger Teilnehmer. Aber auch der zweite Hauptredner traf das Interesse der Wikimedianer ins Mark. Erik Zachte ist der chief analyst der Wikimedia Foundation, der seine Trends rond Wikipedia unter die Leitfrage stellte, ob wir einen Höhepunkt der Wikipedia-Beteiligung erreicht haben, oder ob es noch besser wird.

Erik Zachte. Bild von Sebastiaan ter Burg, CC-BY-SA

Allgemein spricht man von einem virtuous circle bei der Wikimedia, erklärt Zachte: bessere Inhalte führen zu mehr Lesern, mehr Leser führen zu mehr Mitmachern, und jene wiederum zu besseren Inhalten. Und am zweiten “führen zu” notierte Zachte sich ein Fragezeichen. Denn auch wenn Leserzahlen steigen, bleiben die Mitmacherzahlen seit 2007 sehr stabil. “Viel Wachstum ist nicht mehr zu erwarten.” Anders sieht es jedoch in Ländern wie Indien aus.

Der Fotograf Sebastiaan ter Burg arbeitet meist für Behörden oder Stiftungen. Seine Fotos veröffentlicht er unter einer freien Lizenz. Das erklärt er den Kunden, und die finden das meistens gut, weil es vieles so einfach macht.

André Kopal engagiert sich beim WikiProjekt über Windmühlen. Im Mai 2008 hat er damit angefangen, ein Tool für die Inventur und Struktur zu entwickeln. In Zukunft soll es eine entsprechende Datenbank geben.

Josq ist Promovendus und Wikipedianer, der an der Universität Leiden versucht, Experten für die Online-Enzyklopädie zu gewinnen. Das Unwissen von Kollegen und vor allem Studenten für grundlegende Regeln wie das Plagiatsverbot ist für ihn unbegreiflich. Einmal hat ein Student ihm eine interessante Hausarbeit vorgelegt, so Josq, der plötzlich begriff, dass er den Text selbst für die Wikipedia geschrieben hatte.

Ich selbst habe das Schulprojekt der Wikimedia Deutschland präsentiert. Das Interesse der Niederländer ist daran sehr groß, auch wenn die WMNL sich zunächst an Bibliotheken wendet.

Wettbewerb: konsequent enzyklopädisch

Von links: eine Gewinnerin, ein Sponsor, und Hay Kranen - dazu das gewonnene Smartphone. Bild von Sebastiaan ter Burg, CC-BY-SA

Hay Kranen präsentierte schließlich die Gewinner des Foto-Wettbewerbs Wiki loves monuments. Im September eingerichte Bilder von Reichsdenkmälern nahmen daran automatisch teil. Von 50.000 Reichsdenkmälern haben nun immerhin 8.000 ihre Fotos, insgesamt über 12.000 Fotos. Man konnte bei FlickR oder bei Wikimedia Commons hochladen.

Das Siegerfoto steht exemplarisch für die Auswahlpolitik der Jury. Nicht so sehr der technische oder ästhetische, sondern der enzyklopädische Wert stand im Vordergrund. Das Gebäude in Amsterdam aus dem 17. Jahrhundert dient heute als Laden. Alt und Neu stehen nebeneinander, und das Foto selbst ist mit dem Glühbirnen-Schlussverkauf und dem Herren in betont legerer Freizeitkleidung ein Dokument des Aufnahmezeitpunkts.

Die Wikiminiconferentie macht Lust auf mehr: Im Januar stehen bereits wieder einige Termine der Wikimedia Nederland an, und auch ein Thema für einen neuen Fotowettbewerb wird gesucht.

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Zedler-Medaille für „Dagobert Duck“ und die „Besselschen Elemente“

Foto: © Raimond Spekking / Wikimedia Commons / CC-BY-SA-3.0
Foto: © Raimond Spekking / Wikimedia Commons / CC-BY-SA-3.0

Gestern Abend haben wir zum vierten Mal die Zedler-Medaille verliehen. Mit diesem Preis werden Artikel prämiert, die wissenschaftliche Themen auch für Laien verständlich darstellen. Fachwissen wird so einer breiten Leserschaft zur Verfügung gestellt wird. Gemeinsam mit der Mainzer Akademie der Wissenschaft und der Literatur sowie dem Heidelberger Verlag Spektrum der Wissenschaft haben wir zur Preisverleihung in die historische Aula der Goethe Universität in Frankfurt am Main eingeladen.

Eine Jury aus Wissenschaftlern und Wikipedia-Autoren hat in diesem Jahr zwei Preisträger im Artikelwettbewerb gekürt. Im Bereich Naturwissenschaften wurde der Artikel „Besselsche Elemente“ von Jürgen Erbs ausgezeichnet. Im Bereich Geisteswissenschaften ging die Zedler-Medaille an Tobias Lutzi für den Artikel „Dagobert Duck“. Beide Preisträger erhalten neben der Zedler-Medaille von Wikimedia Deutschland ein Preisgeld von 2.000 Euro, welches in diesem Jahr erstmals von der Firma BASF zur Verfügung gestellt wurde.

Erstmals wurde die Auszeichnung auch für herausragende Bebilderung von Wikipedia-Artikeln vergeben. Die Jury prämierte das Bild einer Raupenfliege zum Thema „Focus stacking“ von Muhammad Mahdi Karim. Der Preisträger konnte selber nicht vor Ort sein, konnte die Veranstaltung aber im Livestream verfolgen und erhält die von der Carl Zeiss AG zur Verfügung gestellte Digitalkamera und den Fotoband von Reporter ohne Grenzen „Fotos für die Pressefreiheit“ per Post nach Indien übersendet.


Foto: Muhammad Mahdi Karim / Wikimedia Commons / CC-BY-SA-3.0.

Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner und ein großes Dankeschön an die Partner der Zedler-Medaille für die freundliche Unterstützung!

Ein ausführlicher Bericht samt Vorstellung der Gewinner und Bekanntgabe der Plätze 4. – 10. im Bilderwettbewerb folgen. Zur Überbrückung verweisen wir gerne auf den Live-Bericht zur Zedler-Verleihung bei Iperty.

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Wikimedium Nr. 4

Die neueste Ausgabe unserer Vereinszeitung Wikimedium ist da! Pünktlich zum Start der diesjährigen Spendenkampagne  ist auch hier das Thema Spenden für Freies Wissen ein Schwerpunkt.  Der Titelbeitrag “Saison für Spenden” berichtet unter anderem über die Zusammenarbeit mit der Wikipedia-Gemeinschaft bei der Vorbereitung der Herbstkampagne 2010. Überhaupt ist dieser Herbst in jeder Hinsicht ereignisreich: Es gibt ein vielversprechendes Zwischenresüme des ersten Ideenwettbewerbs “WissensWert” und einen weiteren Meilenstein für das Schulprojekt von Wikimedia Deutschland zu vermelden. Daneben porträtiert Wikimedium unter anderem den neuen ehrenamtlichen Vorstandsreferenten für Qualität, Achim Raschka.

Wie gewohnt finden Leser auch in der aktuellen Wikimedium wieder Hintergrundinformationen über laufende Projekte und Veranstaltungen. In dieser Ausgabe wird über das freie Medienarchiv Wikimedia Commons informiert, vom Projekt “Gesprochene Wikipedia” berichtet oder aufgerufen, sich am geplanten Wikipedia-Jubiläumsbuch zum zehnten Geburtstag zu beteiligen.

Ich freue mich sehr über die Mitarbeit von Wikipedia-Autoren an dieser Ausgabe und fände es prima, wenn sich noch mehr beteiligen würden. Bin gespannt auf eure Themenvorschläge – die nächste Ausgabe erscheint im Februar (wird also im Januar erstellt!).

Die gedruckte Version der Wikimedium kann wie immer kostenlos unter redaktion@wikimedium.de abonniert werden. Viel Spaß beim Lesen!

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Bericht aus der Geschäftsstelle Oktober 2010

Kleine Vorbemerkung: Entschuldigt bitte die verzögerte Veröffentlichung dieses Berichts. Er ist eigentlich schon lange fertig gewesen, aber wegen des Beginns des Fundraisers und einiger weiterer anstehender Termine schlicht nicht rechtzeitig publiziert worden.

Liebe Freunde des Freien Wissens,
hier unser Bericht aus der Geschäftsstelle für Oktober 2010.

Zedler-Medaille

Alle Beiträge und Bilder aus dem Zedler-Wettbewerb liegen nun der fleißigen Jury zur Bewertung vor. Die glücklichen Gewinner werden am Freitag, den 19. November ab 18 Uhr in der Frankfurter Goethe-Universität ausgezeichnet. Catrin und Nicole haben hübsche Einladungskarten entworfen, die in den nächsten Tagen an Mitglieder, Spender, Gäste der Partner, Presse und weitere Kontakte verschickt werden. Auch das Programm, das die Verleihung begleiten wird, steht nun fest: Wissenschaftler der Mainzer Akademie Prof. Dr. Johannes Fried, Prof. Dr. Renate Wittern-Sterzel und Prof. Dr.-Ing. Johannes diskutieren gemeinsam mit dem Chefredakteur Spektrum der Wissenschaft, Dr. Carsten Könneker, über das Thema „Die Energien des Wissens – wohin führen Sie uns“. Durch das Programm führt Volker Panzer vom ZDF-nachtstudio.

Das Grußwort zur Verleihung spricht der Vizepräsident der Mainzer Akademie, Prof. Dr. Gernot Wilhelm; Dr. Philipp Birken wird den Gästen eine kurze Einführung ins Thema Wikipedia geben. Im Anschluss präsentieren wir gemeinsam mit den Partnern und Unterstützern die Preisträger des Artikel- und Bilderwettbewerbs. Bei einem kleinen Imbiss und Erfrischungen gibt es außerdem Gelegenheit zum Kennenlernen und Gedankenaustausch.

Wikipedia Academy

Auch das Programm für die Wikipedia Academy, die am 19. und 20. November in Frankfurt stattfindet, nimmt Form an: Es wird unter anderem Vorträge und Diskussionsrunden geben zu Themen wie Wikipedia als Wissenschaftskommunikation, Qualitätssicherung in der Wikipedia am Beispiel des Themas Energie, Wikipedia und Schwesterprojekte, die korrekte Verwendung von Wikipedia-Artikeln bei der Recherche, Open Access, Freie Lizenzen, Wissenschaft als Wiki sowie Wikipediaforschung. Einen Teil der Veranstaltungszeit halten wir darüber hinaus offen für Themenangebote von interessierten Teilnehmern und nehmen gerne weitere Vorschläge entgegen.

In Anlehnung an das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgerufene „Wissenschaftsjahr 2010 – Die Zukunft der Energie“ befasst sich die Academy darüber hinaus mit dem Thema Energie und Energieforschung und geht Fragen nach wie „Welche Debatten beherrschen Wissenschaftsszene und Öffentlichkeit?“ oder „Warum ist die öffentliche Verfügbarkeit neutraler Information zu Energie und Energieforschung für unsere Zukunft so wichtig?“

Gespräche mit Technikerausstattern und Caterern konnten erfolgreich abgeschlossen werden, eine letzte Begehung der Räume in der Universität fand am Mittwoch statt.

Als Gäste erwarten wir in Frankfurt Wikipedianer mit wissenschaftlichem Hintergrund oder Interesse an wissenschaftlichen Themen, Mitarbeiter aus den Wikipedia-Redaktionen und Wikimedia-Projekten, externe Wissenschaftler, Vertrauensdozenten, Zedler-Juroren und -Partner, die Akteure des „Wissenschaftsjahres 2010“ sowie Medienvertreter und andere Internetversteher. Explizit sprechen wir mit dieser Veranstaltung auch Wissenschaftler an, die sich bisher nicht intensiv mit der Wikipedia auseinander gesetzt haben. Der Eintritt zur Academy ist frei, um Anmeldung wird gebeten.

Schulprojekt

Am letzten Oktoberwochenende haben wir nach Essen zu einem zweiten Schulprojekt-Treffen geladen. Zehn Referenten haben dort gemeinsam mit Denis und Nicole die Arbeit an Ablaufplänen, Präsentationen und Informationsmaterialien für die Lehrerschulungen und Schüler-Aktionstage erfolgreich abgeschlossen. Die Inhalte und Dokumente bekommen noch einen letzten Schliff und werden dann zur weiteren, freien Bearbeitung und Verwendung unter der CC-BY-SA veröffentlicht. Ein ausführlicher Bericht dazu vom Referenten Kilian Kluge: Wikipedia-Schulprojekt: Ein (un)perfektes Arbeitstreffen.

Damit steht dem Einsatz der Referenten an Schulen im gesamten Bundesgebiet nichts mehr im Wege. Wir haben bereits begonnen, die Werbetrommel zur rühren und unser Projekt bekannt zu machen. So ist im Oktober ein Artikel im Fachmagazin b:sl erschienen, wir waren mit Ständen auf Schulleitertagen anwesend und stehen in Kontakt mit Schulen, Medienzentren und Lehrern. Erste Termine für Aktionstage und Lehrerschulungen sind bereits vereinbart. Trotzdem suchen wir weiterhin nach Partnern, die uns bei der Vermittlung von Referenten unterstützen. Schulen, Lehrer, Schulleiter, Medienpädagogen und interessierte Eltern sind aufgerufen, uns an ihre Schulen und Einrichtungen einzuladen!

WissensWert

Am 15. Oktober endete die Ausschreibung für unseren Ideenwettbewerb WissensWert. 93 Ideen und Projektvorschläge wurden innerhalb eines Monats bei uns eingereicht, ein tolles Ergebnis für diese erste Runde! Auch wenn nicht allen Einreichern klar war, worauf es uns bei den Ideen ankommt (Freies Wissen ist eben nicht einfach nur mit „kostenlos“ zu übersetzen; Einreichungen müssen mit den Zielen von Wikimedia Deutschland vereinbar sein), sind doch viele aufregende, schöne und ausbaufähige Projekte dabei.

Aus dieser Vielfalt die besten Ideen auszuwählen, ist nun Aufgabe der Jury: Leonhard Dobusch von der FU-Berlin, der Wikipedia-Benutzer Eschenmoser, unser Vorstandsmitglied Jürgen Lüdeke, Philipp Otto von irights und aus der Wikipedia-Community das langjährige Vereinsmitglied Elke Wetzig. Die Ideen stehen nun außerdem zur öffentlichen Bewertung bereit. Auch die Ideen, die von uns nicht gefördert werden können, stehen damit zu Diskussion, Verbesserung und Anregung zu Austausch und eigener Kreativität öffentlich zur Verfügung.

Themen in den Medien

Der Oktober war abwechslungsreich – nicht nur was die Themen in den Medien betraf:

Es gab ein ausführliches Interview mit Wikimedia Vorstand Sebastian Moleski in der Oktoberausgabe der Zeitschrift ‚Das Magazin‘ mit dem Titel: Das Problem mit der Himbeere von Astrid Herbold. Die freie Journalistin war im Vorfeld im Wikimedia-Büro, auf Wikipedia-Stammtischen und Veranstaltungen bevor sie ihre Beiträge schrieb. Unter anderem auch im Tagesspiegel.

Die Medien berichteten über inhaltliche Themen wie OpenStreetMap und dem Übersetzungstool WikiBhasha wie zum Beispiel bei Heise.de:

Einige Anfragen kamen auch zu dem Projekt Wiki-Watch und entsprechende Statements des Vereins finden sich zum Beispiel im Interview mit Pavel Richter im Deutschlandfunk vom 23.10.2010.

Der Tagesspiegel sprach mit WMDE und veröffentlichte am 31.10.10 folgenden Artikel.

Berichterstattungen gab es auch zum Thema Wikimedia Deutschland gründet gGmbH, darunter Spiegel online.

Anfragen und Berichte über Preisverleihungen runden die bunte Berichterstattung im Monat Oktober ab:

Wikimedium

Die nächste Ausgabe der Vereinszeitung ‚Wikimedium‘ ist in Arbeit. Erfreulicherweise kommen mehr Anfragen aus der Community und es werden Themen angeboten oder Beiträge erstellt. Dies wollen wir konsequent ab Januar fortsetzen und ausbauen. Die Wikimedium soll in der Themenvielfalt wachsen und mehr Beiträge aus unterschiedlichen Perspektiven beinhalten. Dazu sind Wikipedia-Autoren, Leser und Spender gefragt. Wie können wir das Engagement und die Mitarbeit an der Zeitungen fördern,  fragt sich Catrin derzeit und freut sich über zahlreiche Anregungen, Ideen und Vorschläge unter redaktion@wikimedium.de .

Neben den Inhalten ist die Distribution weiterhin entscheidend. Hunderte von Abonnenten, interessierte Wikipedia-Nutzer und Spender erhalten die Zeitung gratis. WMDE braucht auch weiterhin die Unterstützung von allen, um die Zeitung weiter zu verbreiten. Ideen und Unterstützung sind jederzeit herzlich willkommen! Die nächste Ausgabe erscheint im November.

Buchprojekte

Für das Wikipedia-Buchprojekt arbeitet zukünftig Boris Marinov als Projektleiter für WMDE. Boris unterstützt Catrin im Bereich PR-/ Öffentlichkeitsarbeit ab sofort als Teilzeit-Mitarbeiter und wird in den nächsten 2 Wochen die weitere Vorgehensweise und Einbindung von Wikipedia-Autoren ausarbeiten und kommunizieren.

Informationsbroschüren für Wikimedia-Projekte

Aufgrund von Catrins Urlaub sind die Broschüren erst jetzt in der Schlussphase: Wegen der Dringlichkeit hat Catrin die Wikipedia 1×1 Broschüre vorgezogen (heißt alle anderen Broschüren zu den Wikimedia-Projekten sind weiterhin in der Korrekturphase). Das 1×1 wurde aktualisiert und ergänzt und ab Mitte November wieder als gedruckte Broschüre zur Verfügung stehen. Die Informationsmaterialien für Wikimedia Commons, Wikisource und Wikiversity werden im November weiter bearbeitet  – heißt, es gibt noch weitere Textkorrekturen und Layout-Verbesserungen.

Benötigtes Informationsmaterial kann in der Geschäftstelle angefordert werden.

10 Jahre Wikipedia

Ideen, Konzepte und Kooperationen zum Wikipedia-Jubiläum im nächsten Jahr werden derzeit von Catrin erarbeitet. Dazu zählen auch Angebote für einen Wikipedia-Film (3 bis 5 min), eine Face-to-Face-Kampagne (Freier Zugang zu Freiem Wissen auf öffentlichen Plätzen etc.) und eine ‚Danke-schön‘  Kampagne an alle Autoren, Leser, Spender und Helfer.

Erste Kontakte zu Medien, die das Thema aufgreifen, werden bereits in diesen Wochen zahlreich geführt und mögliche Beiträge im Rahmen des 10-jährigen Jubiläums werden von Catrin ausgearbeitet und angeboten.

Gesprochene Wikipedia

Ein Hörgenuss und nicht nur die Presse war begeistert! Im Oktober wurden alle Wikipedia ‚Artikel des Tages‘ auch als ‚Hörversion‘ angeboten. Derzeit wird die Kooperation mit der Deutschen Zentralbibliothek für Blinde (DZB) ausgewertet und weitere Maßnahmen erörtert. Die Ergebnisse dazu gibt es im nächsten Monatsbericht

Aus dem Maschinenraum

Diesen Monat ging es im Bereich Technik vor allem um die Vorbereitung der Spendenkampagne. Da wir dieses Jahr die Spenden komplett selbst abwickeln werden, mussten wir zusätzliche Server anmieten und einrichten. Erste Tests nach wird das gut funktionieren.
Auch die Homepage von Wikimedia Deutschland auf wikimedia.de und das Suchportal unter wikipedia.de sind auf einen neuen Server umgezogen. Hier waren einige Kleinigkeiten auszubügeln, mittlerweile läuft alles besser als je zuvor.

Literaturstipendium

Eine schöne Zwischenbilanz zum Oktoberende: in mehr als 1400 Wikipedia-Artikeln fand das Literaturstipendium mittlerweile Niederschlag. Im November wird wohl die 1500-Artikel-Marke fallen – ein beträchtliches Wachstum, wenn man bedenkt, dass erst im Mai das 1000er Jubiläum gefeiert werden konnte. Zum weiteren Wachstum werden sicher auch neue Vergaben beitragen: so konnten neben Monographien im Rahmen des eLitstip-Programms auch einige Zugänge zu BioOne, einer elektronischen Literaturdatenbank aus dem Fachbereich Biologie vergeben werden. Hier sind mittlerweile über 30
Benutzer mit Konten versorgt.

Qualität

Auf Einladung des Max-Planck-Institut für demographische Forschung fand in Rostock eine Veranstaltung statt, bei dem Wissenschaftler und Öffentlickeitsarbeiter des Institutes sich über die Möglichkeiten und Grenzen informierten, ihren Fachbereich und das Institut in der Wikipedia besser repräsentieren zu können.

Content Liberation

Am 4. und 5. Oktober 2010 fanden die Open Access-Tage in Göttingen statt. Mathias hielt dort den Vortrag “Closed is the new Open”, wo er über die Aspekte freier Lizenzen im Zusammenhang mit den Prinzipien von Open Access sprach. Auf dem Panel waren unter anderem auch Kurt Jansson als Vertreter von Spiegel Wissen und ein Vertreter von Open Streetmap. In einer anderen Session sprach Vorstandsmitglied Michail Jungierek über Wikisource.

7. Oktober: Im Vorfeld der Free Culture Research Conference fand in Berlin der Open Bibliographic Data Workshop statt, an dem Mathias und Daniel teilnahmen.

8 und 9 Oktober: Free Culture Research Conference. Panel von Wikimedia Deutschland zu Gemeinfreiheit von Regierungsdokumenten, unter anderem mit Tomer Ashur von Wikimedia Israel, Moderation durch Mathias.

9. Oktober: netz.regeln-Konferenz der Heinrich-Böll-Stiftung und BITKOM zu netzpolitischen Themen, darunter ein Panel mit Mathias und dem MdB Konstantin von Notz zu den Risiken und Nebenwirkungen des Presseverlegerleistungsschutzrechts.

11. und 12. Oktober: Workshop des Deutschen Textarchivs (DTA) in Berlin. Mathias hielt dort einen Vortrag zu PND-BEACON.

13. Oktober: Vierte und letzte Anhörung des BMJ zum Dritten Korb im Urheberrecht. Thema waren Verwaiste Werke.

26. Oktober: Vortrag in Berlin von Mathias bei einer Tagung der Buchwissenschaftlichen Gesellschaft zur Digitalisierung.

27. und 28. Oktober: Kick-Off-Meeting von RENDER.

Mitglieder

Im Oktober 2010 erhielten wir 7 Mitgliedsanträge; davon haben 3 die aktive und 4 die Fördermitgliedschaft beantragt. Bedauerlicherweise erhielten wir auch 4 Kündigungen.

Der Verein zählt damit Ende Oktober 493 aktive und 158 Fördermitglieder, also insgesamt 651 Mitglieder; hinzu kommt ein Ehrenmitglied (das ist Jimmy Wales).

Community

Mitte Oktober fand ein Arbeitstreffen von 17 Mentoren in der Evangelischen Akademie Meißen statt: Der Veranstaltungsort erwies sich als hervorragend gewählt (Dank nochmal an Catfisheye für die Empfehlung!) und bot in allen Bereichen Räumlichkeiten, Unterkunft, Verpflegung und technischer Ausstattung) hervorragende Arbeitsbedingungen.
Entsprechend produktiv und konstruktiv verlief der Workshop. Einen Überblick über die Arbeitsergebnisse und eine Auswertung des am Ende des Workshops verteilten Feedbackbogens findet ihr auf der Ergebnis-Seite des Treffens. Die Workshop-Teilnehmer wurde von Wikimedia Deutschland mit Reise-, Unterkunfts- und Verpflegungskosten unterstützt. Die inhaltliche Gestaltung des Treffens und die Orga vor Ort lag in den Händen von Bücherwürmlein und Leithian, denen auf diesem Wege nochmal herzlich für ihren Einsatz und ihre sehr gute Arbeit gedankt sei!; bedankt sei auch Don-kun, der sich um ein gemeinsames Treffen mit dem Dresdener Stammtisch gekümmert hatte.

Im fernen Zürich trafen sich 6 Mitglieder der Schreibwettbewerbs-Jury, um den Sieger des 13. Schreibwettbewerbs zu küren. Die Sieger des Wettbewerbs findet ihr auf der Schreibwettbewerbsseite und einen schönen Bericht zur Jury-Sitzung von Mautpreller im Kurier. Wie auch in der Vergangenheit wurden alle Reise- und Unterkunftskosten der Jury-Mitglieder von Wikimedia Deutschland übernommen.

Fundraising

Der Oktober ist der letzte Monat vor der Herbstkampagne, die dieses Jahr Mitte November beginnen wird. Die Vorbereitungen für die diesjährige Kampagne, die erstmals durch ein aktives Fundraising von uns begleitet wird, nahmen deshalb die meiste Zeit des Monats in Anspruch: es wurde eine Geschichte konzeptionalisiert,  in der erzählt wird, warum gerade wir in Deutschland wichtig für die Wikipedia sind,  und die Spendenseiten erhielten eine neue Struktur und inhaltliche Neuausrichtung. Denn im Unterschied zu früher werden die potentiellen Spender direkt auf unsere Webseite geleitet, weshalb unsere Serverkapazitäten ebenfalls den neuen Gegebenheiten angepasst wurden. Die neuen Spendenseiten inkl. unserer Geschichte werden dann mit der neuen Vereinswebseite zum Beginn der Herbstkampagne frei geschaltet.

Des weiteren hat es im Oktober zwei mehrstündige Bannertests auf der deutschen Wikipedia gegeben, die wieder mal verdeutlicht haben, dass ein Banner auch den kreativsten Spruch locker in den Schatten stellt: der Jimmy-Banner (siehe hier).

Der nächste Bericht erscheint am 3. Dezember 2010.

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Druckfrisch: Broschüren über Wikimedia-Projekte

Jetzt gibt es bald wirklich keine Entschuldigungen mehr, sich an den Wikimedia-Projekten nicht zu beteiligen. Die ersten beiden einer Reihe von Informationsbroschüren über Wikimedia-Projekte sind frisch gedruckt. Auf wenigen Seiten sollen sie all jene, die sich in der Wikimedia-Welt noch nicht auskennen, darüber aufklären, wie Wikipedia und deren kleinere Schwesterprojekte funktionieren und wie man selbst aktiv werden kann.

Den Anfang machen das “Wikipedia-Einmaleins” und die Broschüre “Wikiversity – Lernen und Lehren”. Weitere Informationsbroschüren sind in Arbeit, zum Beispiel über Wikimedia Commons, Wikibooks  und Wikisource. Alle Broschüren folgen einer klaren Gliederung. In der Einleitung erfährt der Leser zunächst über die Ziele von Wikimedia und was und wer Wikimedia überhaupt ist. Im Anschluss begleitet jede Broschüre den Leser Schritt für Schritt durch die Grundlagen des jeweiligen Projektes. Wie melde ich mich als Benutzer an? Was sollte ich wie zuerst tun und warum? Wie werde ich aktiver Teil der Community? Den Abschluss bilden allgemeine Fragen und Antworten sowie Verweise auf Hilfeseiten in der Wikipedia.

Mit diesen Informationsbroschüren will Wikimedia Deutschland vor allem über die Projekte aufklären. Darüber hinaus wäre es erfreulich, wenn die Broschüren helfen, die Mitarbeit an den Projekten zu erhöhen und eine offensichtliche Hemmschwelle zu verkleinern. Gerade das Beispiel Wikipedia zeigt, wie verhältnismäßig wenig Menschen den Schritt vom Leser zum aktiven Benutzer machen.

An diesen Broschüren haben aktiv Mitglieder der Community mitgearbeitet – und allen sei an dieser Stelle herzlich gedankt. Bei der Erstellung weiterer Broschüren und Informationsmaterialien wünschen wir uns ebenso viel Unterstützung und werden hierzu nochmals entsprechend in den Projekten zur Mitarbeit aufrufen. Die Broschüren sind nicht nur online verfügbar sondern können auch kostenlos unter redaktion@wikimedium.de bestellt werden.

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Der Fundraiser 2010/2011 hat begonnen!

Liebe Freunde des Freien Wissens,

nun ist sie angelaufen, die Spendenkampagne 2010 / 2011! Seit letztem Freitag sind auf allen Wikimedia-Projekten die Spendenbanner geschaltet. Voraussichtlich bis zum zehnten Geburtstag am 15. Januar wird die Kampagne dieses Jahr laufen. Und die ersten Zahlen weisen schon in eine gute Richtung: sehr viel mehr Menschen als zunächst von uns erwartet, sind bereit, Wikipedia und Freies Wissen finanziell zu unterstützen.

Auf einige sehr wichtige Veränderungen möchte ich euch hinweisen. 1. Die Landingpage wird nicht mehr wie früher von der Wikimedia Foundation, sondern von Wikimedia Deutschland verwaltet. Dies gab uns die Möglichkeit, eine umfassendere Kampagnenwebseite als in der Vergangenheit zu gestalten, die zielgerichtet deutsche Spender anspricht. Dadurch ist es uns auch möglich, diese Spender zu binden und langfristig für Freies Wissen zu begeistern. Die Kampagnenwebseite könnt ihr euch hier anschauen:https://spenden.wikimedia.de/spenden/ 2. Die Herbstkampagne beginnt dieses Jahr sogleich mit dem Jimmy-Wales-Aufruf. Der Aufruf ist mit großem Abstand das erfolgreichste Banner, weshalb wir mit dem größten Zugpferd beginnen. Dieser Aufruf wird im Laufe der Kampagne durch eine eigens von uns konzipierte Geschichte ergänzt. Ihr könnt gespannt sein. Wir sind es auf jeden Fall.

Auch bei der Spendenkampagne gilt: Bitte mitmachen! Alle Informationen und die Möglichkeit, sich aktiv zu beteiligen, sind ausführlich hier beschrieben: http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Fundraiser_2010

Für Fragen stehe ich Euch natürlich jederzeit zur Verfügung

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