Archiv für Oktober, 2010



Vorstandschat der Fünfte – 27. Oktober 2010, 20:30 Uhr

Nach einer etwas längeren Sommerpause gibt es am 27. Oktober um 20:30 Uhr die mittlerweile fünfte Auflage des Chats mit Mitgliedern des Vorstandes im IRC-Channel #wikimedia-de.

Die Themen des Chats sind diesmal:

Von Seiten des Vorstandes werden diesmal Délphine, Michail und natürlich Achim teilnehmen.

P.S. Und wie immer auch der Hinweis für alle, die noch nie etwas mit Chat und IRC zu tun hatten. Ihr findet auf der Wikipedia-Chat-Seite entsprechende Anleitungen und Hinweise.

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Wikipedia-Schulprojekt: Referenten sind einsatzbereit!

Wikipedia – wohl kaum ein Stichwort polarisiert im Zusammenhang mit schulischen Inhalten und dem Internet mehr als die freie Online-Enzyklopädie. Das Projekt wirft viele Fragen auf und der Aufklärungs- wie Beratungsbedarf zum Thema ist bei Lehrern wie Schülern hoch. Medienkompetenz, Quellenkritik und Social Media sind wichtige Stichworte in diesem Zusammenhang. Aber wie ist es eigentlich um die Qualität des Projektes bestellt? Welche Regeln liegen der Wikipedia zugrunde, welche Ansprüche stellen die Mitarbeiter des Projektes an ihre Arbeit? Wie weit kann man den Artikeln vertrauen? Wie können Schüler mit der Wikipedia lernen und arbeiten? Vor allem aber: wie funktioniert Wikipedia eigentlich?

Mit dem Wikipedia-Schulprojekt nimmt sich Wikimedia Deutschland dieser Fragen seit einigen Jahren an. Es zählt zu unseren Aufgaben, den kritischen Blick auf das bereitgestellte Informationsangebot zu schärfen.

2. Schulprojekt-Camp – Weitere Referenten gesucht

Im Juli hatten wir zum Schulprojekt-Camp ins Linuxhotel nach Essen geladen. Dort haben wir mit freiwilligen Referenten Grundlagen für standardisierte Schulungsmaterialien diskutiert und erarbeitet. Das Netzwerk an Referenten setzt sich zusammen aus aktiven Wikipedianern und erfahrenen Medienpädagogen und vereint somit viele praktische und theoretische Erfahrungen aus beiden Gebieten. Im Vereinswiki arbeiten die Referenten nun kollaborativ weiter an den Materialien und Präsentationen. Mit dem aktuellen Schuljahr entsenden wir Referenten an Schulen und Medienzentren, um Lehrer und Schüler gleichermaßen fit für den Umgang mit der Wikipedia zu machen. In Aktionstagen für Schüler wird anhand der Wikipedia Medienkompetenz im Internet trainiert, in Lehrerschulungen werden Grundlagen, Funktionsweise und interne Qualitätssicherung der Wikipedia erläutert.

Am 30. und 31. Oktober 2010 treffen wir uns neuen und alten Referenten im Unperfekthaus in Essen, um dort die Schulungsmaterialien zu optimieren, erste Berichte zu hören und weiter an Konzept und Umsetzung zu feilen. Interessierte Freiwillige sind nach wie vor herzlich eingeladen, sich auf unsere Ausschreibung zu bewerben. Wer sich zeitnah meldet, erhält noch die Chance, beim Treffen dabei zu sein und kann bei der weiteren Gestaltung der Materialien und Unterrichtseinheiten mitwirken. Sei dabei, wenn Wikipedia Schule macht!

Laden Sie uns ein, erzählen Sie’s weiter!

Um unser Projekt bekannter zu machen, haben wir verschiedene Bildungsserver, Medienzentren, Lehrer- und Schulleiterorganisationen angesprochen und Einzelkontakte ins Boot geholt. Einige Termine sind bereits vereinbart, wir haben allerdings noch viele Kapazitäten frei – unsere Referenten stehen in den Startlöchern für weitere Einsätze! Wir freuen uns über jegliche Untersützung – sei es durch Aushängen unseres Infoblattes an eigenen Schulen, Verbreitung des Projektes über eigene Blogs, Wikis, Social Networks und Verteiler sowie über die Vermittlung weiterer interessanter und interessierter Kontakte.

Für alle Rückmeldungen, Einladungen und Wünsche stehen die Projektleiter Denis Barthel und Nicole Ebber unter schule@wikimedia.de zur Verfügung.

Update: Die Schulungsmaterialien werden selbstverständlich frei zur Verfügung gestellt, sobald sie einen vorzeigbaren Status erreicht haben. Allerdings möchten wir uns zunächst mit der Gruppe an Referenten – momentan sind das ca. 25 Personen – auf die Inhalte einigen. Eine Weiterverwendung und Anpassung an eigene Vorstellen ist anschließend sogar ausdrücklich erwünscht.

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Niederlande: 12.000 Bilder ohne Profis

Hay Kranen (links) bei einer Pressekonferenz im September. Das Nationaal Archief hatte über 1000 Bilder aus der niederländischen Zeitgeschichte freigegeben und dazu Wikimedianer und Zeitzeugen eingeladen.

“War das eure Jahreshauptversammlung?”, fragte Liam Wyatt, der Samstagabend beim Abendessen der NL-Wikimedianer hineinschneite. Nicht wirklich, bekam er zur Erklärung, denn es gibt mehrere Mitgliederversammlungen im Jahr. Für Menschen aus größeren Ländern hört sich das überraschend an, aber die meisten Niederländer können Utrecht innerhalb von zwei Stunden erreichen.

Am 9. Oktober vor der Mitgliederversammlung gab es ein Brainstorming zum diesjährlichen Fundraiser. 15 Mitglieder sprachen über allgemeine Grundsätze, mit einer nützlichen Einführung und unter Vorsitz von Lodewijk Gelauff. Die Versammlung startete dann um 15 Uhr mit 21 Leuten. Hay Kranen verließ den Vorstand nach dreieinhalb Jahren. Nach einer Reglementsänderung, dass der Vorstand bis zu sieben Mitglieder haben darf, wurden zwei neue Vorstandsmitglieder gewählt: Maarten Brinkerink (live aus Berlin via Skype) und Siebrand Mazeland, der Sechs-Millionen-Edits-Mann.

Als Hay sein Farewell aussprach, erhielt er von Marco Swart eine herzerwärmende Rede und von Marianne Korpershoek rote Rosen, mit Hinblick auf die vielen “Wiki loves”-Projekte, die Hay mit auf den Weg gebracht hat. Das schließt Wiki loves monuments von September 2010 mit ein. Es hat mehr als 12.000 Fotos von Reichsdenkmälern (meist Gebäuden) eingefahren. Hay zufolge werden die Gewinner des beigehörigen Wettbewerbs gegen Ende Oktober bekannt sein.

Bezahlte Mitarbeiter lassen noch auf sich warten

Leider dauert es noch ein wenig bis zur Professionalisierung der WM-NL, kündigte Marianne an. Übrigens wurde ein Teil des Geldes bewilligt, das der Verein von der WMF gebeten hatte. Ein anderes Thema war die beste Möglichkeit, Geld aus den Niederlanden in die USA zu überweisen. Paul Becherer sagte, dass er eine baldige Antwort vom Finanzamt erwartet – es geht um die Gemeinnützigkeit der WMF.

Weitere Pläne für die Zukunft: Am 20. November 2010 gibt es ein Treffen für interessierte Mitglieder, das über die Wikimedia-Welt informieren soll. Im Januar steht ein “Bootcamp” für Museumsmitarbeiter an, und eine Mitgliederversammlung wird – nach dem Fundraiser – das Budget für 2011 feststellen.

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WissensWert: Letzer Aufruf und Vorstellung der Jury

Am Freitag endet die Ausschreibung für die erste Runde unseres Ideenwettbewerbs WissensWert. Wir sind ganz überwältigt von den bisherigen Einreichungen: 50 Ideen habt ihr bisher eingereicht, und es werden jeden Tag mehr. Auch wenn nicht alle Einreicher verstanden haben, worauf es uns bei den Ideen ankommt (Freies Wissen ist eben nicht einfach nur mit „kostenlos“ zu übersetzen), sind doch viele aufregende, schöne und ausbaufähige Projekte dabei. Eine große Aufgabe also für unsere Jury, aus dieser Vielfalt die besten Ideen auszuwählen. Umso mehr freuen wir uns, so kompetente Jurymitglieder gefunden zu haben:

Leonhard Dobusch

Leonhard Dobusch hat nach Studien der Betriebswirtschaft (Abschluss 2003) und Rechtswissenschaft (Abschluss 2004) an der Linzer Johannes Kepler Universität im DFG-Graduiertenkolleg „Pfade organisatorischer Prozesse“ zum Thema „Windows versus Linux: Markt – Organisation – Pfad“ an der Freien Universität Berlin promoviert, wo er derzeit als Postdoc tätig ist. Gemeinsam mit Christian Forsterleitner hat er den Sammelband Freie Netze. Freies Wissen. herausgegeben, der im Volltext unter CC-BY-SA-Lizenz online zugänglich ist (PDF).

Benutzer:Eschenmoser

Der Wikipedia-Benutzer Eschenmoser wurde 1978 im Saarland geboren, hat Chemie in Heidelberg studiert und danach am Forschungszentrum Karlsruhe im Bereich Radiochemie promoviert. Derzeit forscht er zur Krebsimmuntherapie. Seit Frühjahr 2007 ist er aktiver Wikipedianer und wurde 2009 zum Administrator gewählt. Er betätigt sich im Projekt vor allem in der Redaktion Chemie und kümmert sich dort um die Verbesserung der Quellenlage, die Qualitätssicherung und organisatorische Dinge.

Jürgen Lüdeke

Jürgen Lüdeke, geboren 1964 in Überlingen, ist Diplom-Chemiker, seit 1993 selbständig als Unternehmensberater tätig und lebt mit Hund in Berlin. Angemeldeter Benutzer in der Wikipedia ist er seit 2006, er wurde 2007 zum Administrator und gehört seit 2009 dem Vorstand von Wikimedia Deutschland e.V. an. Dort ist er Schriftführer und zuständig für die Ressorts Freiwilligenförderung und Personal.

Philipp Otto

Philipp Otto, geb. 1978 in Stuttgart, hat Rechtswissenschaften, Geschichte und Germanistik studiert und arbeitet als Journalist, Autor, Berater und Wissenschaftler in Berlin. Bei iRights.info ist er verantwortlich für die strategische Ausrichtung des Projektes. Er betreute und konzipierte u.a. das Online-Dossier Urheberrecht (2008) der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) sowie den von iRights.info und der Heinrich-Böll-Stiftung veröffentlichten Reader Copy.Right.Now! Plädoyers für ein zukunftstaugliches Urheberrecht (2010).

Elke Wetzig

Elke Wetzig ist seit 2003 in Wikipedia als Autorin und Fotografin aktiv. Darüber hinaus hat sie drei Jahre lang das Community-Budget des Wikimedia Deutschland e.V. betreut. Beruflich ist sie in Köln als Projektmanagerin in einer Web-Agentur tätig und bildet Mediengestalter aus.

Ihr alle!

Wir legen die Ideen nicht nur der Jury vor, sondern geben auch der Öffentlichkeit eine Stimme. Dazu werden die Ideen auf der Website vorgestellt und können vom interessierten Publikum bewertet werden. Positiver Nebeneffekt dieser Veröffentlichung ist außerdem, dass die Ideen und Projekte eine größere Zahl von Menschen erreichen. So werden wiederum andere zu eigenen, neuen Projekten angeregt oder können sich mit den Einreichern zur Verwirklichung ihrer Ideen zusammenschließen.

Alle weiteren Informationen zum Wettbewerb hier: WissensWert. Bitte vergesst nicht, nach dem Teilnahmeformular noch die Mail mit euren persönlichen Informationen an uns zu schicken. Viel Erfolg!

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Bericht aus der Geschäftsstelle September 2010

Liebe Freunde des Freien Wissens,
hier unser Bericht aus der Geschäftsstelle für September 2010.

[[Wikipedia:Ein kritischer Standpunkt]] – CPoV-Konferenz in Leipzig

Am letzten September-Wochenende fand in der Leipziger Universitätsbibliothek die Konferenz [[Wikipedia:Ein kritischer Standpunkt]] statt. Ziel war es „Wikipedia-Forscher, Kritiker und Community-Mitglieder für eine produktive, interdisziplinäre Auseinandersetzung mit dem Mainstream-Wissensmedium Wikipedia zusammenzubringen“. Nach Veranstaltungen in Bangalore und Amsterdam war dies die dritte Konferenz der Wikipedia-Forschungsinitiative „CPoV – Critical Point of View“. Auf Anfrage der CPoV-Organisatoren haben wir die Wikipedia-Workshops am Freitag organisiert und den Roundtable „Wikipedia und Wissenschaft“ am Samstag Abend vorbereitet. Mehreren freiwilligen Mitarbeitern der Wikipedia, sowie den Referenten der Workshops am Freitag haben wir durch die Unterstützung bei Reise- und Unterkunftskosten die Teilnahme an dieser Veranstaltung ermöglicht.

Das Eröffnungsreferat am Freitag Vormittag bot Grundlagenwissen über die Wikipedia; im anschließenden Workshop zu den Themenfeldern „Artikelrecherche“, „Bebilderung“ und „Administration“ vermittelten fünf Wikipedianer anhand praktischer Beispiele detaillierte Einblicke zum Arbeiten in und mit der Wikipedia. Leider kamen nicht so viele Teilnehmer wie erhofft, das Medienecho war dennoch enorm: Besonders gefreut haben wir uns über die ausführlichen Berichte in tagesschau und ARD-Nachtmagazin.

Der Roundtable am Samstag war mit über 70 Teilnehmern sehr gut besucht. Ziel dieses Treffens war, Wikipedisten und Wikipedianer in gemütlicher Atmosphäre zusammen zu bringen. Nach einem Impulsreferat von René König zum Thema „Wissenschaft und Wikipedia – eine konfliktreiche Zwangsehe“ gab es von beiden Seiten viele Fragen, Diskussionsbeiträge und Statements. Und auch wenn der Tisch eher eckig als rund war, war dies ein durchaus geglückter Versuch, den Dialog zwischen Forschern und Beforschten zu beleben und den ersten Konferenztag zu reflektieren.

Der Anspruch der gesamten Veranstaltung, Wikipedisten und Wikipedianer auch einmal außerhalb der virtuellen Welten zusammen zu bringen, ist in unseren Augen durchaus gelungen. Die Konferenz war vielstimmig und konstruktiv; sie zeigte viele gute und kritische Ansätze, die Grundlage für weitere Diskussionen und Auseinandersetzungen bieten werden.

Ein ganz herzliches Dankeschön geht an dieser Stelle an Tim Moritz Hector, Achim Raschka, Martin Rulsch, Gerd Seidel und Steffen Prößdorf, die sich kurzfristig zur Organisation und Durchführung der Workshops bereit erklärt hatten, an die Konferenz-Veranstalter Andreas Möllenkamp, Geert Lovink und Johanna Niesyto, sowie an die Sprecher und Teilnehmer für ihre Beteiligung!
Ausführliche Berichte finden sich auf der Website der Veranstaltung, aktuelle Meinungen und Informationen unter dem Hashtag #cpov bei Twitter, in einigen Blogs und in anderen Medien. Videomitschnitte und Redemanuskripte werden innerhalb der nächsten Wochen ebenfalls zur Verfügung gestellt.

WissensWert – Der Ideenwettbewerb

Am 16. September haben wir den Ideenwettbewerb WissensWert ins Leben gerufen. Dabei rufen wir Wikipedianer, Wikimedianer und andere Free Culture/Free Knowledge-Akteure auf, uns ihre Ideen zur Förderung Freien Wissens vorzustellen und finanzielle Unterstützung für deren Umsetzung bei uns zu beantragen. Wir möchten helfen, aus mutigen Ideen außergewöhnliche Projekte zu machen und stellen ausgewählten Initiativen dafür bis zu 5.000 Euro zur Verfügung. Wir stellen aktuell noch die Jury zusammen und nehmen noch weitere Vorschläge entgegen. Mit diesem Wettbewerb möchten wir besonders darauf aufmerksam machen, dass wir Initiativen mit ähnlichen Zielen gerne als Ansprechpartner und möglicher Unterstützer zur Verfügung stehen. Ideen zur Förderung Freien Wissens können jederzeit an uns herangetragen werden!
Die Nachricht über den Wettbewerb verbreitete sich sehr schnell, nicht zuletzt auch dank der Einträge auf netzpolitik und heise. In den ersten beiden Wochen wurden schon 30 Ideen eingereicht, am 15. Oktober endet die erste Bewerbungsphase. Wir freuen uns über die positive Resonanz dieses Experimentes und nehmen gerne Rückmeldungen und Optimierungsvorschläge für weitere Runden entgegen.
Teilnahmebedingungen und Bewerbungsformular finden sich auf der Vereinswebsite und auf der Projektseite in der Wikipedia.

Zedler-Medaille und Wikipedia Academy

Die Einreichungsfrist für die Zedler-Medaille endete am 30. September, die Beiträge werden nun an die Juroren weiter gegeben.  Bei der Preisverleihung am 19. November werden wir die Gewinnerinnen und Gewinner bekannt geben und ehren.

Die Vorbereitung für die Zedler-Verleihung und die Wikipedia Academy am 19. und 20. November in Frankfurt am Main sind in vollem Gange. Es wurden weitere Vorschläge für Programmpunkte gesammelt und erste Speaker angesprochen. Neue Ideen sind auch hier herzlich willkommen! Die Academy spricht – wie die CPoV – Wikipedianer und Wissenschaftler an, inhaltlich geht es aber weniger um Wissenschaften über die Wikipedia sondern Wissenschaften in der Wikipedia. In der nächsten Woche wird die Registrierung zu beiden Veranstaltungen eröffnet und das Programm wird in einer Beta-Version veröffentlicht.

Aus dem Maschinenraum

Im September ist nun endlich die Unterstützung für TIFF-Bilder auf allen Wikimedia-Projekten aktiviert worden – sie können jetzt direkt in Artikeln verwendet werden, genau wie JPEGs. Des weiteren haben wir das Pilotprojekt mit der DZB vorbereitet, die für alle Artikel des Tages im Oktober eine gesprochene Version bereit stellt. Hierfür haben wir den RSS-Feed der Artikel des Tages in einem Podcast umgewandelt, mit dem man täglich den Artikel als OGG-Datei empfangen kann. Aus dem Labor ist zu berichten, dass wir in einem Prototyp-Wiki die bibliographischen Daten des HBZ importiert haben. Damit ist es möglich, Einzelnachweise nur über die Angabe der ISBN einzubinden.

Literaturstipendium

Im Literaturstipendium konnten einige Stipendien vergeben bzw. versandt werden – Geschichte, Fußball und Musik waren diesmal die Bereiche, die damit in Zukunft vielleicht ein wenig besser gedeihen.

Eine besonders schöne Nachricht ist, dass mit der Hinzunahme des Wikiprojekts Philosophie das Literaturstipendium erneut gewachsen ist. Damit sind jetzt 15 Fachbereiche im Literaturstipendium vertreten. Das die Vergrößerung im Zuge des Relaunchs ein Erfolg ist, zeigen die Zahlen: Konnten wir am 31. Mai 2010, nach über 2 Jahren, den tausendsten Artikel feiern, so waren es am 31. August 2010 bereits mehr als 1200 Artikel – ein Zuwachs von rund 200 Artikeln in nur drei Monaten. Go, go, go!

Content-Befreiung

Die Deutsche Nationalbibliothek hat sich nun dafür entschieden, ihre überregionalen Normdateien (PND, GKD, SWD und EST) unter eine freie Lizenz zu stellen. Die Daten wurden bereits hier eingestellt und sind zum Download bereit, leider fehlt noch ein sehr wichtiges Element: Die Lizenz. Die DNB hat hier nur sich darauf festlegen lassen, dass die Lizenz den Bedingungen der Open Knowledge Definition
(OKD) entsprechen soll und ihrem Wesen an das Modell von cc-by-sa (also Sharealike und Attribution) angelehnt sein soll. Die OKD
ist vereinbar mit dem Konzept Freier Inhalte, wie sie bei Wikimedia-Projekten gepflegt werden.

Dritter Korb

Am 27. September fand die dritte von insgesamt vier Anhörungen zum “Dritten Korb” im Urheberrecht statt, es ging hier um sehr konkrete Fragen der Rechtewahrnehmung durch Verwertungsgesellschaften, von denen Wikimedia Deutschland oder Wikipedia oder das Freie Wissen nicht betroffen sind.

Dialog Internet

Die Auftaktveranstaltung “Dialog Internet” des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend am 28. September, zu der Wikimedia Deutschland eingeladen war und durch Mathias vertreten werden sollte, wurde leider aufgrund der Erkrankung der Bundesministerin kurzfristig abgesagt und soll im November wiederholt werden.

Europeana

Am 30. September nahm Mathias an einem Workshop des Europeana-Projektes zu Metadaten teil. Europeana ist hier noch in einer sehr unschönen Situation mit großen Unklarheiten über den Lizenzstatus der eingestellten Metadaten und ohne große Fortschritte seit der Plenary-Veranstaltung 2009. Wikimedia will hier mithelfen, Lösungen aufzuzeigen und die Teilnehmer zu ermutigen, alle verfügbaren Metadaten ohne lizenzrechtliche Barrieren auch Dritten zur Verfügung zu stellen.

Mitglieder

Im September 2010 erhielten wir 13 Mitgliedsanträge; davon haben 5 die aktive und 8 die Fördermitgliedschaft beantragt. Bedauerlicherweise erhielten wir auch 4 Kündigungen (ohne Angabe von Gründen). Der Verein zählt damit Ende September 479 aktive und 149 Fördermitglieder, also insgesamt 628 Mitglieder.

Community

Die Teilnehmer des am ersten Oktober-Wochenende in Köln stattfindenden “2. Limeskongress” des Wikipedia-Projektes Römischer Limes fördern wir mit der Übernahme von Eintrittsgeldern für archäologische Fundstätten und einen Museumsbesuch, Übernachtungs- und Reisekosten. Wir hoffen damit zum guten Gelingen eines arbeitssamen Wochenendes beitragen zu können und wünschen den Teilnehmern eine spannendes Exkursionswochenende!

Fundraising

Der Monat September war geprägt durch die Vorbereitungen zur diesjährigen Herbstkampagne. Hierzu wurde sowohl auf Meta als auch in der deutschen Wikipedia eine Diskussion angestoßen. Welche Banner sollen getestet werden? Welche spiegeln die Philosophie der Wikimedia-Projekte am besten wider? Um nicht in einem luftleeren Raum zu argumentieren, finden seit August auch umfassende Tests von Bannern in der englischsprachigen Wikipedia statt. Die ersten Ergebnisse können hier eingesehen werden. Die Bannertests in der deutschsprachigen Wikipedia werden Anfang September beginnen. Hierzu gibt es schon eine erste Auswahl, die hier eingesehen und diskutiert werden kann und übrigens auch soll.

Zudem wurde mit Spendwerk eine Fundraising-Agentur gefunden, die unsere Vorbereitung für die Herbstkampagne konzeptionell unterstützen wird. Die Planungen, inwiefern die Spendenbanner auf de.wikipedia.org, mit anderen Online- und Offline-Aktivitäten ergänzt werden, haben insgesamt einen großen Teil der Arbeit im September ausgemacht.

Schließlich wurden zwei klassische Mailings verschickt. Das erste Mailing mit der aktuellen Wikimedium wurde an 800 ältere und neuere Spender verschickt. Der Fokus dieses Mailings war die Wikipedia Academy. Erfreulicherweise haben wir schon mehrere Fördermitglieder hierdurch gewonnen. Das zweite Mailing mit dem aktuellen Jahresbericht ging an 140 Berliner Richter. Damit erhoffen wir uns ein stärkeres Erscheinungsbild bei der Zuweisung von Geldauflagen.

Nachdem dieser Bericht leider etwas verzögert erschienen ist, wird der nächste wieder pünktlich am 4. November 2010

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Eine Seefahrt, die ist lustig

Ein spannendes Wochenende – für Freitag hatte ich für einen Workshop auf der cpov-Konferenz in Leipzig zugesagt, zugleich wartete ich jedoch dringend auf die Antwort auf die Frage, ob ich den Samstag und Sonntag in Leipzig als cpov-Teilnehmer verbringen sollte oder nach Berlin berufen würde, um als neuer Vorstandsreferent für das Ressort Qualität an der Vorstandsklausur 2010 teilzunehmen. Bis zum letzten Tag vor meiner Leipzig-Reise blieb ich diesbezüglich im Ungewissen, Donnerstag kam dann endlich die Einladung zur Vorstandsklausur in Berlin – bzw. am allerletzten Rand von Berlin zu Schmöckwitz, Brandenburg und damit „janz weit im Jrünen“. Zur cpov will ich entsprechend nicht berichten, das haben unter anderem southpark, Peter Haber, Ziko und das Bücherwürmlein bereits aus unterschiedlichen Perspektiven getan – ich beginne also lieber nach weitschweifiger Einleitung mit dem Bericht über die Vorstandsklausur.

Strategische Planungen zur Infrastruktur

Die Klausur begann mit einem Abendessen im Schmöckwitzer Gasthof “Zur Linde” – eines der Vorstandsmitglieder hatte es allerdings in den Gasthof “Zur Eiche” in Königs-Wusterhausen verschlagen. Nachdem auch dieses eingetroffen war, wurde bei Zander, Aal und Eisbein der Auftakt – im Managersprech das “Come together” – gestartet, in dessen Verlauf auch meine Berufung als Vorstandsreferent im Ressort Qualität stattfand.

Offizieller Start der Klausur war dann der folgende Samstag – und der startete nach dem üblichen Vorgeplänkel auch gleich mit den strategischen Arbeiten zur Infrastruktur des Vereins Wikimedia e.V. Für alle Infrastruktur-Ressorts – Betriebsmittel, Finanzen, Fundraising, Organisationsentwicklung, Personal, Vereinskommunikation und Wikimedia international – wurden auf der Basis des Status quo und der wünschenswerten Ziele strategische Ziele erarbeitet, deren Diskussion den Mittelpunkt für die gesamte zweitägige Klausur darstellte. Dabei wurde jedem einzelnen Ressort einige Zeit zugedacht, die Arbeiten bauten damit auf den Vorarbeiten der Klausur im Juni auf. Als Praktiker, der aus dem aktiven Artikelschreiben der Wikipedia kommt, war diese Herangehensweise erstmal sehr “meta” – Sinn und Zweck der Strategieentwicklung eröffneten sich jedoch bei der Ausarbeitung; und es machte sogar ein wenig Spaß. Die Arbeiten sollen in den nächsten Wochen abgeschlossen und dann natürlich auch entsprechend kommuniziert werden.

Was gab es noch: Pavel stellte die laufenden Projekte sowie die damit verbundenen Anpassungen für den aktuellen Haushaltsplan für das auslaufende Jahr 2010 vor. Insbesondere die Resonanz auf das Projekt Wissenswert ist aus seiner Sicht überragend und man freut sich auf prima Ideen und Projekte für das Restjahr 2010 und das Jahr 2011. Auch die parallel stattfindende, gegenseitige und anonyme Beurteilung der Vorstandsmitglieder baute auf den Überlegungen im Juni auf – ein Umschlagspiel, bei dem ich nur Beobachter spielen konnte.

Und die Seefahrt?

Ein Event-Highlight des Samstagabends sollte den ersten Tag der Klausur abrunden, auch wenn es bei der Planung im Sommer noch deutlich anders gedacht war: Zu abendlicher Stunde begab sich die Mannschaft bestehend aus neun Vorständlern, einem Geschäftsführer und einem Vorstandsreferenten bei Regen, Wind und Dunkelheit auf eine Bootsreise mit dem akademieeigenen Kahn über die Seen, die die Halbinsel Schmöckwitz umfassen. Die nette Idee führte zwar zu spannenden Gesprächen und man hatte viel Spaß an Bord, nur waren Kälte und Dunkelheit dann doch etwas stimmungs- und aktivitätsmindernd – und gesehen hat man von der schönen Seenlandschaft mit Ausnahme einiger mehr oder weniger gut beleuchteten Fischreusen gar nix. Sollte ähnliches also nochmals geplant werden, dann doch lieber im Sommer …

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Wikimedia und die Allmende: Panel zu Regierungswerken auf der FCRC

Am 8. und 9. Oktober veranstalten FU Berlin und das Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung die Free Culture Research Conference in Berlin. Wikimedia Deutschland unterstützt diese Veranstaltung, das Programm findet sich auf der Webseite der Veranstaltung.

Ganz besonders freuen wir uns über die Gelegenheit, auf dieser Veranstaltung in einem eigenen Panel am 8. Oktober von 14:00 bis 15:30 Uhr über den Lizenzstatus von Regierungswerken reden zu können. Hinter PD-GOV verbirgt sich das Konzept, urheberrechtlichen Schutz für amtliche Werke komplett zu verneinen. In Deutschland einschlägig ist §5 UrhG, der allerdings sehr eng gefasst ist und in der Regel nur auf Gesetze, Urteile und amtliche Verkündungsblätter Anwendung findet. Dass es auch anders geht, zeigen die Vereinigten Staaten, bei denen auch Fotos (z.B. des Weissen Hauses oder der NASA) ab dem Tag ihrer Erstellung gemeinfrei sind. Auf dem Panel werden wir mit Vertretern aus den USA, Israel und den Niederlanden reden und über ihre lokalen Initiativen, die Allmende zu vergrößern. Die Konferenzsprach ist Englisch, hier die Ankündigung zu unserem Panel:

“Government works in the public domain – All your tax-paid content are belong to us”
What does a proper GOV-PD definition include, what are the benefits and risks associated with a shift in copyright policy, what are alternative approaches to make government works accessible and usable to the public? We are looking into the mechanisms of “GOV-PD” – public domain works created by the government – and discuss the implications of rules that still prevent tax payers to use the works they already paid for.

Bisher haben sich 200 Teilnehmer angemeldet, die Registrierung ist noch geöffnet.

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