Archiv für Juli, 2010



Hochzeitsfieber

Dies ist ein Gastbeitrag von Holger (Benutzer:Prolineserver), der seine Erlebnisse als für Wikimedia Deutschland akkreditierter Fotojournalist bei der Hochzeit des Jahres schildert

Als sich am 19. Juni die schwedische Kronprinzessin Victoria und Daniel Westling in Stockholm das Jawort gaben, waren unter den 500.000 Besuchern auch etwa 10 Wikipedianer, die diese wahrscheinlich größte Hochzeit seit 1981 für Wikimedia Commons dokumentierten. Zwei Fotografen, Jan und ich, hatten mehrere Wochen im voraus durch Empfehlungsschreiben von Wikimedia Sverige bzw. Wikimedia Deutschland zusammen mit etwa 2300 anderen Pressevertretern Akkreditierungen als Fotografen erhalten. Mit diesen war es dann möglich, sich drei Wochen vor der Hochzeit auf Fotopools zu bewerben und dabei zwei Plätze für Wikimedia zu erhalten. Zwei Wochen vor der Hochzeit konnten dann die Akkreditierungsausweise bzw. Poolkarten beim Außenministerium abgeholt werden. Diese ermöglichten u.a. den Zugang zu zwei Pressezentren und einem umfangreichen Programm mit Pressebriefings und -konferenzen, sodass bereits hier mehrere Biografien bebildert werden konnten.

Am Tag vor der Hochzeit wurde es dann endlich ernst: Nach 4 Stunden Wartezeit, unterbrochen durch eine Stunde Gewitterregens und anschließendem unterhaltsamen Reinigens des roten Teppichs durch die Feuerwehr, kamen die ersten Gäste zur Galavorstellung im Konzerthaus vor einigen Duzend Kameras der Weltpresse an. Unter den mehr als 1000 Gästen dürften neben Vertretern aus zahlreichen Königshäusern auch noch zahlreiche weitere relevante Personen sein, die momentan noch auf ihre Identifizierung warten. Am Ende kommt dann auch das Paar und der Rest der Familie, und nach ein paar weiteren Bildern verschwinden alle Fotografen in Windeseile.

Der nächste Tag beginnt unspektakulär: Ein letztes Mal wird die Ausrüstung überprüft, bevor es mit Leiter und optimierter Regenausrüstung in die Stadt geht. Der Weg zum Pressezentrum im Rosenbad ist trotz diverser Absperrungen schneller genommen als erwartet, und auch die Sicherheitskontrolle dort ist sehr zügig. Nach einer Stunde Wartens bringt uns der Bus an die Fotoposition Slottsbacken, an der es dann knapp 5 Stunden zu überbrücken gilt. An dieser Stelle wird der Cortège schließlich das erste mal auf die Menschenmengen an den Straßen treffen, und dieser Fotopool war, nach einem Platz in der Kirche selbst, meine Wunschposition. Um 16:33 ist es dann endlich soweit: Das Brautpaar passiert den Slottsbacken – also etwa 30 Sekunden Zeit zum Fotografieren. Während Jan noch auf seine zweite Fotomöglichkeit zur finalen Ankunft des Paares mit dem Boot wartet, mache ich mich auf den Weg ins Pressezentrum, der mich auf die andere Seite des Schlosses führt. Da dort unerwartet wenig Leute sind, ist es möglch, noch relativ nah an die Terasse am Lejonbacken zu kommen. Mit Leiter und Teleobjektiv ergibt sich also noch eine überraschende Fotogelegenheit, als sich Brautpaar, Königspaar sowie weitere Gäste auf der Terasse zeigen. Im Pressezentrum angekommen beginnt zusammen mit Jan mit dem weiteren Sortieren, Bearbeiten, Beschreiben, Kategorisieren und Hochladen auf Commons der langweiligere Teil des Tages, bis mich schließlich der Hunger nach Hause treibt.

Am Ende stehen dann zahlreiche Stunden an Vor- und Nachbereitung dem Erlebnis, hautnah dabei gewesen zu sein und in einem besonderen Fotoshooting von nur einigen Sekunden Länge Bilder gemacht zu haben, gegenüber. Erwähnenswert hierbei ist, dass, wie bei den meisten Pressekonferenzen, Preisverleihungen und anderen Veranstaltungen auch, Kontakte zu den jeweiligen Pressestellen und Empfehlungsschreiben der Chapter mehr bewegen als ein Presseausweis: Am Ende zählt nur, auf der Liste der akkreditierten Journalisten zu stehen, um exzellente Fotomöglichkeiten zu erhalten.

Soweit Holgers Beitrag; Vielen Dank für die tollen Bilder und die Hintergrundinfos. Wer nun auf den Geschmack gekommen ist und auch mal bei einer Großveranstaltung Fotos für die Wikimedia-Projekte als Teil des Fotografen-Pools machen möchte: Wendet Euch einfach an office(AT)wikimedia.de und stellt Eure Idee vor. Wir helfen gerne und unbürokratisch bei der Akkreditierung. Eine ungefähre Vorstellung davon, wie oft die Bilder aufgerufen wurden liefert diese Statistik – es lohnt sich also!

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Energie des Wissens: Die Zedler-Medaille 2010

Unter dem Motto „Energie des Wissens – was Wissen schafft, bewegt“ startet heute die Ausschreibung für die Zedler-Medaille 2010. Wikimedia Deutschland veranstaltet diesen Wettbewerb seit 2007 in Zusammenarbeit mit der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz und dem Verlag Spektrum der Wissenschaft.

Wir suchen herausragende neue Lexikonbeiträge in den Kategorien Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften, die ein wissenschaftliches Thema allgemeinverständlich vermitteln. Anlässlich des Wissenschaftsjahres 2010 wird außerdem ein Zedler-Sonderpreis für einen herausragenden Artikel im Themenfeld „Die Zukunft der Energie“ ausgeschrieben. Gewinner in den drei Kategorien erhalten neben der Zedler-Medaille Preise im Gesamtwert von 6.000 Euro, die in diesem Jahr von BASF SE bereitgestellt werden.

Die Jurymitglieder der Akademie sind in diesem Jahr Prof. Dr. Gernot Wilhelm, Prof. Dr. Michael Stolleis, Prof. Dr. Kurt Gärtner, Prof. Dr. Johannes Fried, Prof. Dr. Helwig Schmidt-Glintzer und Dr. Andreas Kuczera (Kategorie Geisteswissenschaften) sowie Prof. Dr. Ernst Mutschler, Prof. Dr. Wilhelm Barthlott, Prof. Dr. Franz Gustav Kollmann, Prof. Dr. Jörn Thiede und Prof. Dr. André Reis (Naturwissenschaften). Außerdem wird Dr. Carsten Könneker, Verlagsleiter Spektrum der Wissenschaft, Mitglied der Jury sein. Aus der Autorenschaft der deutschen Wikipedia konnte David Ludwig als Juror gewonnen werden, der Preisträger des Zedler-Sonderpreises in 2009. Die Juroren entscheiden ohne Kenntnis von Namen und Position der oder des Einreichenden.

Neu: Der Bilderwettbewerb

Eine Enzyklopädie lebt aber nicht nur von guten und informativen Texten, sondern auch von aussagekräftigen Illustrationen. Deswegen schreiben wir als besonderes Extra zusätzlich zu den Lexikonbeiträgen einen Bildwettbewerb aus: Gesucht werden exzellente Fotos und Grafiken, die einen bisher nicht oder nur unzureichend illustrierten Artikel aus den Bereichen Natur- oder Geisteswissenschaft in der Wikipedia illustrieren. Auch hier wird ein Sonderpreis für ein Bild zum Thema „Die Zukunft der Energie“ vergeben.

Als Jurymitglieder konnten wir unter anderem die Leiterin der Bildredaktion des Spektrum-Verlages, Alice Krüßmann, den Fachautoren und -journalisten für digitale Bildbearbeitung, Dr. Hans D. Baumann, Ingrid Holzmayer von Reporter ohne Grenzen sowie Frau Christiane Gehner, ehemals Bildchefin beim Spiegel, für uns gewinnen. Auf die Gewinner warten hochwertige Sachpreise, z.B. stellt Reporter ohne Grenzen uns 10 Fotobände „Fotos für die Pressefreiheit“ zur Verfügung.

Mitwissen. Mitmachen. Mitgewinnen!

Spende dein Wissen und werde Enzyklopädist. Bis zum 30. September 2010 haben engagierte Autoren, Fotografen und Grafiker Zeit, ihren Beitrag bei Wikimedia Deutschland einzureichen.

Unser Ziel für 2010 ist eine deutliche Steigerung der Teilnahme vor allem von externen Autorinnen und Autoren – aber natürlich ist auch die Beteiligung etablierter Wikipedianerinnen und Wikipedianer ausdrücklich erwünscht.

Alle Informationen, Teilnahmebedingungen und Hilfestellungen zum erstellen exzellenter Artikel und Bilder finden sich auf unserer Website unter http://wikimedia.de/zedler.

Deine Mithilfe ist gefragt:

Gemeinsam mit der Wikipedia-Community und den Mitgliedern von Wikimedia Deutschland möchten wir die Zedler-Medaille noch erfolgreicher machen. Wir freuen uns über Ideen, Anregungen oder die Vermittlung interessanter Kontakte und möchten in einigen Punkte um ganz konkrete Unterstützung bitten. Hilf uns, die Ausschreibung an den Universitäten zu verbreiten (Aushänge und Flyer können bei uns bestellt werden), sprich als Zedler-Botschafter mit Studierenden, wissenschaftlichen Mitarbeitern und Professoren, veranstalte Seminare oder Workshops zum kollaborativen Erstellen von Wikipedia-Artikeln oder vermittele uns Kontakte zu Studentenzeitungen und weiteren Multiplikatoren.

Wir möchten Wikipedia-unerfahrenen, aber wissenschaftlich versierten Schreibern außerdem Hilfestellung beim Schreiben ihrer Artikel anbieten und die eingereichten Artikel durch erfahrene Wikipedianer auf enzyklopädische Standards hin prüfen. Erfahrungsgemäß erreichen uns nämlich immer auch ein paar Beiträge, die zwar hoch qualifiziert sind, bei denen die Jury aber das Fehlen formaler Genauigkeit bemängelt.

Weitersagen!

Wir haben ein paar hübsche Banner erstellt und laden ausdrücklich dazu ein, sie weiterzuverwenden und auf euren Blogs, Websites oder Wikis einzubinden. Sag’s weiter, trommle in Microblogs und Social Networks, wir freuen wir uns über die Verbreitung der Idee Freien Wissens und der Zedler-Medaille!

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Literaturstipendium reloaded!

Vor knapp drei Wochen erst konnte das Literaturstipendium von Wikimedia Deutschland seinen tausendsten Artikel feiern. In diesem Zusammenhang bereits angekündigt war auch ein Relaunch des Projektes, das –fast unverändert seit seinem Start 2007– trotz seines Erfolgs inzwischen schon ein paar graue Haare bekommen hat. Nun ist es soweit: das runderneuerte Literaturstipendium startet.

Geblieben ist natürlich das Ziel, die Autoren der Wikipedia durch Bereitstellung von Fachliteratur beim Schreiben hochwertiger Artikel zu unterstützen. Eine neue Oberfläche sorgt dabei für deutlich mehr Übersichtlichkeit und Orientierung. Aber nicht nur die Optik ist erneuert worden: die Vergabe wird in Zukunft flexibler und schneller, anders als bisher gibt es keine 14-Tages-Frist mehr, die Entscheidungen zu Anträgen folgen somit zeitnäher. Die Vergabekriterien wurden klarer formuliert und sind so transparenter geworden. Eine zentrale, aber übersichtliche Seite dokumentiert sämtliche bisherigen Vergaben und eine neue Seite wurde unter dem Namen “eLitstip” angelegt:  Sie soll sich dem Thema ”Elektronische Literaturdatenbanken” widmen – ein aktuell noch zu wenig entwickelter Bereich, dem wir uns in Zukunft stärker widmen wollen.

Sofort von Nutzen hingegen ist vor allem die Ausweitung des Literaturstipendiums. Kamen bisher nur Mitarbeiter der Fachbereiche Biologie, Geschichte, Mathematik und Chemie in den Genuß des Programms, können in Zukunft weitere Redaktionen, Portale und Projekte auf diese Möglichkeit zugreifen. Neu hinzugekommen sind Medizin, Physik, Wirtschaft, Film und Fernsehen, Bildende Kunst, Bahn, Fußball und Computerspiel – und einige mehr, die erst in einer Woche hinzukommen werden. Denn die bisherige Auswahl ist nur ein Anfang, wir haben unsere Augen nicht überall und werden nach den Vorschlägen der Community (und unseren Kriterien) in einer Woche weitere Bereiche hinzunehmen. Auch in Zukunft werden wir regelmäßig prüfen, ob weitere Redaktionen den Kriterien entsprechen und sie in das Programm aufnehmen. Wer Fachbereiche vermisst, die wir eventuell übersehen haben – einfach einen entsprechenden Hinweis an litstip@wikimedia.de schicken.

Wikimedia Deutschland trifft diese Auswahl in der Absicht, gezielt qualitätssteigernde Bestrebungen der Community zu unterstützen. Dabei stehen im Rahmen von „Kompass 2020“ vor allem fachspezifische Strukturen der Wikipedia wie Redaktionen, Projekte und Portale im Zentrum der Aufmerksamkeit. Wir verstehen diese als Kristallisationspunkte zur Steigerung der Qualität in der Wikipedia und möchten so auf längere Sicht dazu beitragen, die Bemühungen der Redaktionen, Projekte und Portale um Qualität zu stärken.

Weitere Informationen zum Programm finden sich hier.

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Meldungen aus dem Wikimedia-Universum Juli 2010

Wie immer im Wikimedia Universum, es bewegt sich eine Menge. Nicht nur für Wikimedia Deutschland, das sich auf das Sommercamp des Schulprojekts vorbereitet, sondern auch auf internationaler Ebene. Da es ein Infrastruktur-Ressort Wikimedia International gibt, das mit Alice Wiegand, Sebastian Moleski und mir besetzt ist, haben wir uns überlegt, so oft und regelmäßig wie möglich darüber zu berichten, was auf internationaler Ebene bei Wikimedia passiert.

Banner Wikimania Danzig - Airwolf, CC-BY-SA 3.0

Gerade laufen die Vorbereitungen zur Wikimania, der internationalen Wikimedia Konferenz, die dieses Jahr in Danzig stattfindet. Dort werden Mitarbeiter und Mitglieder des Vorstands anwesend sein, und hoffentlich auch deutsche Community-Mitglieder. Wir werden nach der Konferenz einen kleinen Bericht schreiben, in dem wir euch die Highlights mitteilen.

Aber Wikimania ist nicht das einzige, was die internationale Community beschäftigt. Auf Foundation-Ebene sollte sich man mindestens zwei Sachen merken, die in die letzte Wochen passiert sind.

Erstens, nach langen Debatten um das Löschen und Behalten von „Sexual Implicit Images“ [Darstellungen sexuellen Inhalts] auf Commons und der Mailingliste foundation-l, hat das Board der Wikimedia Foundation eine Resolution zum Thema veröffentlicht. Das Board beauftragt die Geschäftsführerin Sue Gardner, Empfehlungen zu entwickeln, wie mit kontroverse Inhalte auf der Wikimedia Projekte definiert werden können und wie mit ihnen umgegangen werden kann. Diese Empfehlungen soll sie mit der Hilfe der Wikimedia Community, aber auch der Hilfe externe Experten entwickeln, mit dem Ziel, potentielle editorielle oder technische Änderungen beizubringen. Neben der Resolution des Boards gibt es eine FAQ, die das Ganze erklärt.

Zweitens hat die Wikimedia Foundation ihre Jahresplanung (pdf) öffentlich gemacht. Der bezieht sich auf den strategischen Plan, der mit der gesamten Community auf dem Strategy Wiki entwickelt wurde. Der Jahresplan sieht über 40 zusätzlichen Stellen vor (siehe Seite 23 vom pdf), und das Gesamt-Budget verdoppelt sich, die Einnahmen werden mit über 20 Millionen Dollar geplant. (siehe u.a. Seiten 12, 18 und 38 vom pdf). Zur Jahresplanung gibt es auch eine FAQ.

Auch wurde, während wir diese kleinen Neuigkeiten aus dem internationalen Raum bereitstellen, sodass ihr eine Idee bekommt, was anderswo passiert, der Bericht aus der Geschäftsstelle ins Englische übersetzt und auf die „chapters reports“-Mailingliste geschickt. Wikimedia Deutschland wird das zukünftig für jeden Bericht machen, damit auch andere Chapters und alle Beteiligten im Wikimedia-Universum verfolgen können, was der Verein tut.

(vielen Dank an Alice für die grammatikalische Korrektur!)

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Bericht aus der Geschäftsstelle Juni 2010

Liebe Freunde des Freien Wissens,

Schulprojekt

Ende Juni endete die Bewerbungsphase für angehende Referentinnen und Referenten für das Wikipedia-Schulprojekt. Neben vielen interessanten und engagierten Bewerbungen erreichten uns auch Unterstützungsangebote von Lehrern, Wissenschaftlern und Medienkulturzentren. Zur Vorbereitung auf ihre Aufgaben haben wir ausgewählte Bewerber am 23. bis 25. Juli nach Essen ins Linuxhotel eingeladen. Bei diesem Sommercamp werden wir gemeinsam standardisierte Schulungen und dafür notwendige Materialien für die Aktionstage und Lehrerschulungen erarbeiten.

Um nach den Sommerferien direkt die ersten Aktionstage und Lehrerschulungen mit den neuen Referenten durchführen zu können, haben wir Kontakte zu Medienzentren und Medienberatern hergestellt und intensiviert.

Wir bereiten außerdem einen Aktionstag am Berliner Lessing-Gymnasium vor. Dort werden wir am 5. Juli 30 Schülerinnen und Schülern den richtigen und kritischen Umgang mit Texten am Beispiel der Wikipedia vermitteln. Der Aktionstag wird von einem Kamerateam des RBB begleitet.

Zedler-Medaille 2010

Im Juni fanden erste Treffen und Gespräche mit Partnern und potentiellen Unterstützern statt. Gemeinsam mit dem Verlag Spektrum der Wissenschaft und der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz wird Wikimedia Deutschland das Engagement für die Zedler-Medaille in diesem Jahr weiter ausbauen. Konzept, Ziele und Zielgruppe wurden teilweise modifiziert und der Wettbewerb wird um einige Aspekte erweitert: Anlässlich des Wissenschaftsjahres 2010 verleiht Wikimedia neben Preisen für natur- und geisteswissenschaftliche Artikel einen Sonderpreis zum Thema „Zukunft der Energie“. Zusätzlich zu den Lexikonbeiträgen schreiben wir außerdem einen Bilderwettbewerb für herausragende Fotos und Grafiken aus, die einen bisher nicht oder nur unzureichenden Artikel in der deutschsprachigen Wikipedia illustrieren.

Die Ausschreibung beginnt am 15. Juli und endet am 30. September. Die festliche Preisverleihung findet im November in Frankfurt im Rahmen der Wikipedia Academy statt.

Wir möchten Vereinsmitglieder und Community in diesem Jahr noch stärker in Planung und Organisation einbinden und haben in einigen Punkten um ganz konkrete Unterstützung gebeten.  Besonders freuen wir uns, mit David Ludwig einen langjährigen Wikipedianer und Preisträger der Medaille 2009 als Jurymitglied gewonnen zu haben.

Momentan suchen wir nach Kooperationspartnern, die uns bei der Veranstaltung bspw. durch Übernahme der Preisgelder, Stiftung von Sachpreisen oder bei den Veranstaltungskosten unterstützen.

Wikipedia Academy 2010

Auch die Vorbereitungen für die Wikipedia Academy, die im November 2010 stattfinden wird, nehmen mehr und mehr Gestalt an. Der inhaltliche Schwerpunkt der diesjährigen Veranstaltung orientiert sich am Wissenschaftsjahr 2010 „Zukunft der Energie“. Im Mittelpunkt dieser Tagung wird der Gedankenaustausch über neue Konzepte der Wissensnutzung und -vermittlung sowie die Diskussion über die Frage nach einer Balance zwischen Breitenwirkung und Wissenschaftlichkeit in Online-Projekten wie der Wikipedia stehen. Ziel der Academy ist unter anderem die Steigerung der öffentlichen Aufmerksamkeit für den gesellschaftlich relevanten Themenkomplex „Zukunft der Energie“ sowie die Gewinnung weiterer qualifizierter Wikipedia-Autoren, Lektoren und Korrektoren für den Bereich Energie.

Um den Dialog zwischen Wissenschaft und Wikipedia weiter zu fördern, werden z.B. Erfahrungen aus dem Projekt „Nachwachsende Rohstoffe in der Wikipedia“ einfließen und Kontakte zu externen Experten intensiviert. Im Rahmen der Academy wird außerdem der Startschuss für das Netzwerk von „Vertrauensdozenten für Freies Wissen“ an deutschen Hochschulen fallen.

Als Veranstaltungsort haben wir Frankfurt ausgewählt, die Suche nach geeigneten Konferenzräumen und lokalen Kooperationspartnern wird im Juli fortgesetzt.

Skillshare

Am ersten Juni-Wochenende fand in Lüneburg die auch von Wikimedia Deutschland unterstützte Community-Veranstaltung Skillshare statt, bei der mehrere Mitarbeiter des Vereins Workshops anboten. Die Stimmung auf der Veranstaltung war ebenso gut wie die Organisation, die Workshops waren bestens vorbereitet und das Feedback aus der Community ist sehr gut gewesen.

Vorstands-Klausur

Mitte Juni fand die Vorstands-Klausur in Lage statt, über die an anderer Stelle bereits ausführlich berichtet wurde. Die Geschäftsstelle bereitet diese Treffen stets vor, d.h. wir organisieren die Räumlichkeiten und die Verpflegung, stellen sicher, dass das Equipment bereit steht, und vieles, vieles mehr. Und auch diesmal nahm der Geschäftsführer auf Einladung des Vorstands an der Klausur teil.

Lobbying

Man merkt es immer mehr: Die eingesetzte Enquete-Kommission “Internet und digitale Gesellschaft” hat zu einer deutlichen Steigerung des Interesses “der” Politik an netzpolitischen Themen geführt. Auch Wikimedia Deutschland wird hier als Ansprechpartner gesucht, und so hatte ich im Juni Gespräche mit Bundestagsabgeordneten (Lars Klingbeil (SPD), Sylvia Canel (FDP) und war bei den Grünen zum “Netzpolitischen Dialog” eingeladen. Bei solchen Terminen spreche ich unser Schulprojekt ebenso an wie Fragen nach dem Urheberrecht. Um in Zukunft unsere Positionen noch besser darzustellen, arbeitet Mathias im Rahmen des Kompass 2020 aktuell an einer Reihe von Positionspapieren zu für uns wichtigen politischen Fragen, die wir dann an die entsprechenden Entscheidungsträger kommunizieren werden.

Dritter Korb

Ende Juni hat das Bundesjustizministerium mit den Anhörungen zum Dritten Korb im Urheberrecht begonnen, es geht unter anderem um ein Leistungsschutzrecht für Presseverleger. In den kommenden Anhörungen wird es um Open Access und Orphan Works gehen. Wikimedia Deutschland ist zu diesen Anhörungen eingeladen und wird an ihnen teilnehmen. Dies ist der Anfang eines sehr langen Prozesses.

Open Government Data

Am 17.6 fand im Niedersächsischen Wirtschaftministerium eine Arbeitsgruppensitzung zu “Open Government Data” statt, an der Mathias teilgenommen hat. Das Ministerium steht hier am Anfang eines Prozesses, ob, wie und welche Daten in der Hand der Ministerien freigegeben werden können und welche Vorteile dies für das Land brächte.

Freie Katalogdaten

Die Hochschulbibliothek der RWTH Aachen gehört nun auch zu dem wachsenden Kreis der Bibliotheken, die ihre Katalogdaten frei zugänglich machen (Lizenz CC0).

Wikisource

Im letzten Monatsbericht schon erwähnt, freuen wir uns sehr, dass das Digitalisat des Buches “Lustige Naturgeschichte oder zoologia Comica: das ist eine genaue Beschreibung aller in diesem Buche vorkommenden lebendigen Tiere der Welt mit 86 naturgetreuen Abbildungen” von Franz Bonn aus dem Jahr 1877 inzwischen angekommen ist: Naturwissenschaft auf humorige Art; mit hübschen, aber nicht ganz erstgemeinten Illustrationen.

Damit stehen auf Wikisource fünf Bücher dieses Autors in vollständig durchkorrigierten Versionen bereit: Die “Lustige Naturgeschichte” von 1877 für die exemplarisch auf die Bild-/Textseite zum “Vampyr” hingewiesen sei und den dazugehörigen zweiten Band, die “Lustige Botanik und Mineralogie” in der 2. Auflage von 1880. Hinzu kommen die Schriften “Zur modernen Pädagogik” von 1836, “Populär-wissenschaftlicher Vortrag des Dr. Sulphurius über Schule und Erziehung” von 1880 und “Populär-wissenschaftlicher Vortrag über Chemie von Dr. Sulphurius” von 1882.

Lange hat es gedauert mit der Digitalisat-Lieferung des zweibändigen Buches “Fantasiestücke in Callot’s Manier”, die E. T. A. Hoffmann von 1814–15 schrieb: Im Januar beauftragt, kam die CD Anfang Juni endlich an. Inzwischen stehen die PDFs dieser 2. Auflage des Werkes von 1819 zur Verfügung und die Korrekturarbeiten haben begonnen. Wer Lust und Zeit hat, ist herzlich eingeladen beim Korrekturlesen zu helfen.
Das Beste zum Schluß! Bis vor ein paar Tagen klaffte eine Lücke in den auf Wikisource bereitgestellten Ausgaben der “Kinder- und Hausmärchen” der Brüder Grimm; jeweils der erste und zweite Band der 1. (1812/15), 2. (1819) und der 4. bis 6. Auflage (1840, -43, -50 und -57) und der erste Band der 3. Auflage von 1837 waren zwar auf Wikisource vorhanden (Überblicksseite zu allen Bänden, aber der 2. Band der 3. Auflage fehlte noch. Zufällig fand Paulis diesen Band im Katalog der Staatsbibliothek zu Berlin und die Wikisource-Mitarbeiter zögerten auch nicht lang mit der Digitalisat-Beauftragung: Die PDFs werden jetzt nach und nach eingestellt und warten ebenfalls auf fleißige Helfer, die bei der Korrektur mitmachen.

Themen in den Medien

Die Pressemitteilung zur neuen Benutzeroberfläche hat wenig Presseanfragen hervorgerufen und fast ausschließlich bei den Online-Medien Reaktion und Berichterstattung bewirkt.

Weiterhin Anlass für einige Presseanfragen war die Löschung von pornografischen Bildern auf Commons und die Ankündigung der Wikimedia Foundation bzw. des Board of Trustees einen externen Berater zu beauftragen, um eine Empfehlung für den Umgang mit potenziell anstößigen Inhalten zu entwickeln. Bei den Rückfragen der deutschsprachigen Presse ging es in erster Linie um Hintergrundinformationen.

Pressekontakte

Catrin hat im Juni Kontakt zur polnischen Botschaft in Berlin aufgenommen, um im Rahmen der Wikimania 2010 in Gdansk die deutschsprachige Presse vor Ort sowie polnische Journalisten zu erreichen. Die Botschaft ist bereit Einladungen und Pressemitteilungen über ihren Presseverteiler zu versenden und Kontakte zu Medien zur Verfügung zu stellen. Abstimmungen mit der Organisation der Wikimania laufen leider schleppend.

Kontakte zu Medien unter anderem zu Brandeins und dem Neon-Magazin haben im Juni zu intensiven Vorbereitungen und Rechercheaufgaben für umfangreiche Wikipedia-Portraits geführt. Catrin stellt sich derzeit einen Verteiler von Wikipedia-Autoren zusammen, um zukünftig schneller Zugriff auf potentielle Interviewpartner zu haben. Voraussetzung ist vor allem, die Bereitschaft mit Journalisten zu sprechen, die Veröffentlichung von Fotoaufnahmen des Autors und Nennung des Klarnamens.

Im Rahmen des Schulprojekts hat Catrin Kontakt zum rbb (öffentlich-rechtlicher Fernsehsender)  aufgenommen und bereitet derzeit eine Berichterstattung für die Abendschau vor. Im Juli wird Denis Bartel einen Workshop an einem Berliner Gymnasium abhalten, der von einem Kamerateam des rbb begleitet wird. Weitere Infos und Sendetermin folgen.

Wikimedium

Im Juni begannen die Vorbereitungen für die 3. Ausgabe, die im August erscheinen wird. Derzeit sammelt Catrin Ideen für redaktionelle  Themen. Aufgrund einer Kooperation mit dem Veranstalter von Wissenschaft Berlin 2010 werden die Inhalte ausgeweitet und für die nächste Ausgabe erstmals Fremdbeiträge geplant. Zudem ist Catrin in Verhandlung mit der Druckerei, um den Umfang der Wikimedium um 2-4 Seiten zu erweitern und die Auflagenhöhe von 5.000 auf 10.000 zu verdoppeln. Da die Druckerei die Zeitung kostenfrei zur Verfügung stellt hoffen wir, dass sie dieses Engagement weiter ausbaut.

Wissen im Clipformat

Die Realisierung der Kooperation mit der Berliner Fenster GmbH (Fahrgastfernsehen) hat sich etwas verschoben, da lizenz- und steuerrechtliche Abstimmungen bezüglich der Nutzung der Wikipedia-Inhalte, der Einhaltung der Lizenzbedingungen und der Einbindung von Spendenaufrufen mehr Zeit in Anspruch genommen haben. Ab Anfang Juli sollen nun die Wissens-Clips in den Berliner U-Bahnen ausgestrahlt werden. Die nächste Station ab Oktober soll das Münchener Fahrgastfernsehen werden. Durch die gründliche Vorbereitung und die Erarbeitung von schriftlichen Vereinbarungen  mit potentiellen (Medien-)Partnern wird Catrin zukünftige Kooperationen (hoffentlich) mit einem geringeren Zeitaufwand realisieren können.

Weitere Gespräche mit Medienpartnern werden ganzjährig verfolgt und u.a. auch projektbezogen gesucht. Beispielsweise sucht Catrin derzeit für die diesjährige Zedler-Veranstaltung – neben dem Spektrum Verlag der Wissenschaft – einen weiteren Medienpartner. Im Juli werden dazu Gespräche mit dem Hessischen Rundfunk und der Frankfurter Rundschau stattfinden.

Festschrift

Auf Anregung von Marcus Cyron (Wikipedia-Autor und Vereinsmitglied) wurde eine Festschrift erstellt. Idee, Konzept und Texte wurden von Marcus Cyron geliefert und Catrin hat in Kooperation mit PediaPress 25 Exemplare drucken lassen. Im Juli berichten wir dann wer sie bekommen hat – um dem noch nichts zu verraten ;)

Im Rahmen von Kompass 2020 stehen für den Bereich PR noch folgende Maßnahmen aus:

Die Informationsbroschüren für Wikimedia Commons, Wikisource und Wikiversity sind in der Fertigstellung: Texte wurden nahezu fertiggestellt und in die Layouts eingearbeitet, bzw. angepasst, gekürzt mit Grafiken und Bildern versehen.  Einzelne Community-Mitglieder unterstützen Catrin bei der Entwicklung der Texte und Layouts. Im dritten Quartal soll die Erstellung der Informationsbroschüren für alle 10 Wikimedia-Projekte abgeschlossen werden.

Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Wikipedia im nächsten Jahr will der Verein ein Wikipedia-Buch herausgeben. Im Rahmen des Buchprojektes laufen Projektvorbereitungen, Recherche und Gespräche mit Wikipedianern. Die ersten Inhalte wurden zusammengestellt, Kontakt zu möglichen Verlagen aufgenommen und weitere Arbeitsschritte definiert. Details dazu folgen im nächsten Bericht.

Mitglieder

Im Laufe des Juni haben wir 20 neue Mitglieder aufgenommen; davon haben drei die aktive und 17 die Fördermitgliedschaft beantragt. Leider haben wir auch eine Kündigung erhalten.

Am 2. Juni wurden alle Mitglieder per Mail angeschrieben die ihren Beitrag per Rechnung bzw. Überweisung zahlen: Wenn ihr keine Mail von uns erhalten habt, dann schaut evtl. in euren Spamordner oder teilt uns eure neue Mailadresse mit (office@wikimedia.de).

Ebenfalls angeschrieben (am 25. Juni) wurden die Mitglieder die per Lastschrifteinzug zahlen: Wir ziehen am 05. Juli bei euch allen den Mitgliedsbeitrag für das Jahr 2010 ein. Auch an euch die Bitte: Wenn sich eure Bankverbindung seit dem letzten Jahr geändert hat, dann teilt uns das per Mail mit (ebenfalls an office@wikimedia.de).

Community Budget

Martin Zeise haben wir eine Reise nach Belgrad ermöglicht: Er nahm dort an der 4. regionalen Wikimedia-Konferenz Westlicher Balkan teil, die von Wikimedia Srbije am 5. und 6. Juni ausgerichtet wurde. Er war einer von 25 teilnehmenden Wikipedianern, von denen die meisten aus Serbien anreisten. Zu den Inhalten und Themen der Konferenz seien aus Martins Bericht ein paar Sätze zitiert (natürlich mit seiner Erlaubnis):

Es gab eine kurzfristig in deutsch-polnisch-ungarischen Kooperation erarbeite[n] Präsentation zu den gesichtete Versionen, die bisher in der serbischen Wikipedia noch nicht eingeführt sind. Die Vortragenden konnten die Einheimischen allerdings nicht vom Sinn dieser Aktion überzeugen, vielmehr wurde dies als “Arbeitsbeschaffungsmaßnahme” angesehen.
Weitere Schwerpunkte der Vorträge und Diskussionen waren der kritische Umgang mit Quellen anhand der “Prophezeiungen von Kremna”, die Bedeutung der Arbeit der Stewards für kleinere Wikipedias, Zensur innerhalb von Wikipedia (auf Basis der Bilderlöschaktion von Jimbo Wales) sowie die Zukunft von Wikipedia allgemein. Hier wurde die deutsche Wikipedia als Beispiel einer “gesättigten Wikipedia” mit einer konstanten Zahl aktiver bzw. sehr aktiver Nutzer bzw. neuer Artikel, aber mit einer zurückgehenden Zahl neuer Benutzer, angesehen.

Die Vorstellung und Diskussion einer Richtlinie zur Vergabe von Geldern aus dem Community-Budget war Thema eines Workshops, den Henriette am 4. Juni bei der Konferenz “Skillshare” anbot: 18 größtenteils aus dem Kreis der Wikipedianer stammende Teilnehmer interessierten sich nicht nur für das Thema, sie diskutierten lebhaft, brachten gute Vorschläge und Ideen ein und kritisierten, wo es ihnen nötig schien. Für den wertvollen Input, der in die nächste Version der Richtlinie einfliessen wird, sei allen Teilnehmern an dieser Stelle noch einmal herzlich gedankt!

Literaturstipendium

Nachdem wir im letzten Monat mit dem tausendsten Artikel ein schönes Jubiläum begehen konnten, laufen neben dem „Tagesgeschäft“ der Bearbeitung neuer Anträge parallel auch die Arbeiten am angekündigten Relaunch. Um selbigem aber nicht vorzugreifen, gibt es an dieser Stelle erst einmal keine Details dazu, nähere Informationen dann zum Anlaß im Lauf des kommenden Monats.

Aus dem Maschinenraum

Seit Anfang Juni kümmert sich ein externer IT-Dienstleister um die IT-Infrastruktur im Büro. Dabei geht es zunächst um einfache Dinge wie eine einheitliche Backup-Lösung, eine bessere Telefonanlage, etc.

Im Bereich Entwicklung gab es einige Fortschritte: die Extension zur Anzeige von TIFF-Bildern befindet sich jetzt im Review durch die Mitarbeiter der Foundation, es scheint, als könnte die Extension bald den Wikimedia-Wikis aktiviert werden. Des Weiteren hat Daniel Kinzler einen ersten Prototypen der  Extension zum
Einbinden von bibliographischen Daten (“DataTransclusion”) implementiert. Für die Wartung der  Daten werden noch verschiedene Lösungen diskutiert.

Das Einbinden externer Daten kann auf unserem neuen Prototyp-Wiki getestet werden: hier ein kurzer Test, diese Seite bietet einen Eindruck davon, wie das einmal verwendet werden soll. Die TIFF-Extension ist auf dem Wiki auch aktiv, zur Demonstration dient dieses Beispiel.

Ende des Monats waren wir dann Gastgeber des dritten Wiki4Enterprise-Treffens. Bei dem MediaWiki-Nutzertreffen geht es um den Austausch von Erfahrungen und Know-How zwischen Firmen und Institutionen, die Wikis einsetzen.

Fundraising

Der Monat Juni war geprägt durch eine Vielzahl kleinerer aber wichtiger Aktivitäten und Treffen.

Am 11.6 gab es ein Treffen zwischen Vertretern von Wikimedia Deutschland und dem Deutschen Zentralinstitut für Blinde in Leipzig. An dieser Zusammenkunft wurde über eine mögliche Kooperation für eine Verbesserung des Zugangs für Blinde und Sehbehinderte zu der Wikipedia gesprochen. Themen waren unter anderem die Generierung des Artikels des Tages als Podcast sowie die damit verbundenen derzeitigen technischen Hindernisse. Zudem wurde über die angedachte Kampagne „Wikipedia auch mal hören“ gesprochen, die als Spendenkampagne den Auftakt für eine langfristige Zusammenarbeit geben soll. Diese Kampagne ist jedoch erst für das nächste Jahr angedacht.

Desweiteren erfolgten im Juni mehrere Treffen mit Fundraising-Agenturen und Dienstleister für Spendensoftware. Die Entscheidungen über die Kooperationen sowie der Auswahl der Spendensoftware erfolgen im Juli.

Schließlich lassen sich drei Fundraising- Aktionen erwähnen. Erstens wird demnächst eine Informationskampagne für die deutschen Spender der Wikimedia Foundation gestartet. Ziel dieser Aktion ist die Aufklärung über die Aktivitäten von Wikimedia Deutschland und in einem zweiten Schritt die Gewinnung und Bindung dieser Spender. Hierzu steht Till Mletzko im Kontakt mit Rand Montoya, dem zuständigen Fundraiser bei der Wikimedia Foundation. Als zweites wurden für die Wikimedium ausgewählte Spender kontaktiert. Mit dieser Aktion „Gesichter hinter der Wikipedia“ wird den Spendern ein Raum gegeben, ihre eigene Geschichte zu erzählen. Diese Möglichkeit soll in Zukunft ausgebaut werden. Abschließend ist drittens die erfolgreich verlaufene Fördermitgliedschaftskampagne zu nennen. Durch diese Aktion konnten bis Ende Juni 16 neue Fördermitglieder gewonnen werden.

Der nächste Bericht erscheint am 2. August 2010.

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