Archiv für April, 2010



Barrierefreiheit international

Barrierefreiheit ist wie Usability eine internationale Angelegenheit. Daher nutzte ich die Chance, letzte Woche an der Entwicklerkonferenz teilzunehmen und das Thema ordentlich zu bewerben.

Erklärung von WAI-ARIA auf dem Flipchart; Foto: Raimond Spekking/cc-by-sa-3.0

Am Donnerstag Vormittag stellten Neil und Guillaume, Mitarbeiter der Usability-Initiative, den Prototypen für das Hochladen von Bildern vor. Frank warb um technische Mitarbeit. Während beide Vorträge nur je 15 Minuten dauerten, hatte ich mir eine halbe Stunde ergaunert. Die nutze ich, um WAI-ARIA vorzustellen, eine semantische Erweiterung für HTML. (Die Folien zu dem Vortrag findet ihr auf Meta.) WAI-ARIA allein macht unsere Projekte nicht barrierefrei, ganz klar, aber es ist ein wichtiger Schritt. Die Entwickler und Oberflächengestalter brauchen ein Verständnis von Barrierefreiheit, um sie vorab berücksichtigen zu können. Nichts ist dafür besser geeignet, als mit behinderten Nutzern zusammen zu arbeiten – oder wenigstens ihre Hilfsmittel in Aktion zu erleben. Daher bot ich spontan eine Demonstration für den Nachmittag an.

Screenreader und Braillezeile im Einsatz; Foto: Raimond Spekking/cc-by-sa-3.0

Prophylaktisch hatte ich eine Braillezeile mitgenommen, die reichlich fasziniert, wenn man sie das erste Mal berührt. Ich erklärte die Arbeitsweise von Blinden und die Funktionsweise der sogenannten Screenreader. Diese sammeln und bereiten Informationen auf und geben sie dann über die Sprachausgabe oder die Braillezeile aus. Erik Möller, stellvertretender Direktor der Wikimedia Foundation (WMF), war sehr interessiert und wir diskutierten eine Weile intensiv. Ich hoffe, ihn überzeugt zu haben, dass die Usability-Initiative unbedingt behinderte Nutzern einbeziehen muss. Ich konnte außerdem mit den Mitarbeitern der Usability-Initiative reden, zu denen vorher nur Kontakt per E-Mail bestand. Sie alle empfanden das Thema als wichtig und waren gewillt, Ratschlägen zu folgen.

Soweit der offizielle Teil. Die Konferenz bot mir Gelegenheit ungeplant zwei Leute zu treffen: Danny B. und Samuel Klein. Danny ist freiberuflicher Berater für Barrierefreiheit und für das Thema in der tschechischen Wikipedia aktiv. Leider schlafen auch dort lokale Initiativen nach einer Weile ein, weil es schlicht an Mitstreitern fehlt. (In unserem BIENE-Projekt ist es ebenfalls sehr ruhig.) Samuel, in Wikimedia-Projekten unter dem Kürzel SJ bekannt, gehört dem Stiftungsrat der WMF an und hat großes Interesse an Barrierefreiheit. Als Dreigespann verfassten wir einen Schlachtplan: Barrierefreiheit mit einem internationalen Team in der WMF verankern. Wir werden dazu das Usability-Wiki nutzen und diverse Seiten mit Vorschlägen erstellen. Dort soll außerdem die Arbeit von Interessierten gebündelt werden, um eine höhere Schlagkraft und Nachhaltigkeit zu erzielen.

Usability wurde erst mit dem Zuschuss der Stanton Foundation ein eigenes, wichtiges Thema. Ich hoffe nicht, dass dies für Barrierefreiheit ebenso gilt. Ich lade jeden Interessierten ein, sich zu engagieren: entweder lokal in unserem Planungsteam für Usability & Technik, innerhalb der einzelnen Projekte oder international im Usability-Wiki (dortige Anlaufstelle).

Nachtrag: Neil hat einen eineinhalb-minütigen Videoschnippsel online gestellt, auf dem die Braillezeile in Aktion zu sehen ist.

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Gutes Beispiel

Wikipedia ist zukünftig auch in Berliner U-Bahnen präsent. An diesem Wochenende startete das Pilotprojekt für Fahrgastfernsehen.  In Kooperation mit der Berliner Fenster GmbH, die für das Fahrgastfernsehen verantwortlich ist,  wurden  Clips entworfen, die ‘Schon gewußt’ – Inhalte der Wikipedia Startseite nutzen und Wissens-Happen mit ca. 200 Zeichen auf  Monitoren in der U-Bahn präsentieren. Zusätzlich können wir das Medium für weitere Zwecke nutzen, wie zum Beispiel Informationen über andere Wikimedia Projekte und Spendenaufrufe.  Layouts und Gestaltung weiterer Inhalte sind derzeit in Arbeit. Offizieller Start ist Anfang Mai, dann werden auf  3768 Doppel-Screens in 1106 U-Bahn Zügen täglich etwa achtzig Mal Wikipedia-Spots laufen. Das bedeutet rund 1.5 Millionen Fahrgäste täglich, die das Programm verfolgen. Die Initiative zu diesem  Projekt ging von Juliana da Costa José aus und ich bin froh, dass wir die Idee endlich umsetzen konnten. Wenn es auch manchmal etwas länger dauert zeigt es, wie erfolgreich die Zusammenarbeit zwischen Verein und  Community- und Vereinsmitglieder sein kann.

Das Fahrgastfernsehen in München ist bereits in Planung und wir hoffen, das wir das Projekt ausweiten können und in den nächsten Monaten in weiteren Städten  (auch an Bahnhöfen, Flughäfen etc. ) präsent sein werden. Wir halten Euch mit den weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden und freuen uns über weitere Anregungen.

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Der Vorstand chattet mal wieder – 3. Vorstandschat am 21. April 2010, 20 Uhr

In den letzten Tagen ist auf der Mailingliste des Vereins intensiv diskutiert worden und einer der längsten Threads in der Geschichte dieser Mailingliste entstanden. Leider ist dabei der ursprüngliche Anlass dieser Diskussion, die Ergebnisse der AG Verantwortungsstruktur, ein bisschen aus dem Blickfeld geraten.

Da aber die künftige Struktur des Vereins eine der wichtigsten Entscheidungen für die nächste Zeit sein dürfte, möchten wir dies nochmal aufgreifen und zum Thema des nächsten Vorstandschat am kommenden Mittwoch, den 21. April 2010 um 20:00 Uhr machen. Euren Fragen und der Diskussion rund um dieses Thema stellen sich diesmal Alice Wiegand und Michail Jungierek. Treffpunkt ist wie immer der Chat-Channel #wikimedia-de.

P.S. Da es deshalb ein paar Nachfragen gab: Der Vorstandschat dauert ca. eine Stunde und da auch Vorstandsmitglieder ein klein bisschen Privatleben gut gebrauchen können, ist es nicht weiter verwunderlich, wenn wir uns danach verabschieden.

P.P.S. Und wie immer auch der Hinweis für alle, die noch nie etwas mit Chat und IRC zu tun hatten. Ihr findet auf der Wikipedia-Chat-Seite entsprechende Anleitungen und Hinweise.

P.P.S. Die aktuell diskutierten Themen werden wir auch in Bälde zum Thema eines Vorstandschats machen.

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In Berlin gestrandete Wikipedianer brauchen Unterstützung!

Lieber Berliner Wikipedianer,

heute Nachmittag endet die Wikimedia-Conference und wir haben ca. 20  internationale Gäste, die vorerst in Berlin gestrandet sind.

Die Unterbringung der Teilnehmer haben wir schon geregelt, gezahlt wird  diese von den Fluggesellschaften. Was wir Mitarbeiter von Wikimedia  Deutschland in den nächsten Tagen leider nicht leisten können, sind zwei Dinge:

  • Begleitung der Teilnehmer zur Ausländerbehörde, da deren Visa morgen (Montag, 19. April) auslaufen und verlängert werden müssen
  • Angebote zu Sightseeing und Abendgestaltung

Wir möchten euch daher um Unterstützung bitten: Es wäre großartig, wenn sich ein paar Leute finden würden, die die beiden  oben genannten Aktivitäten übernehmen könnten.

Zentraler Treffpunkt, um die Gäste abzuholen, ist das Motel One Berlin-Urania (An der Urania 12/14, Tiergarten, 10787 Berlin; ), das in 10 Minuten Laufweite von unserem Büro in der Eisenacher Str. 2 entfernt liegt. Momentan haben wir noch keine konkreten Zeitpläne ausgearbeitet, sicher ist aber, dass es ab morgen Vormittag losgeht – vor allem die Verlängerung der Visa ist natürlich dringlich!

Wenn ihr Zeit und Lust habt den Teilnehmern zu helfen und sie ein wenig zu betreuen, dann schreibt uns bitte eine E-Mail an die Adresse conference(at)wikimedia.de. Bitte gebt auch an, wann (Tag und Uhrzeit) ihr Zeit hättet; idealerweise gebt ihr uns auch eine Mobilrufnummer, damit wir die Aktivitäten schnell und reibungslos koordinieren können.

Besonders brauchen wir für *morgen früh* zwei Freiwillige, die Englisch sprechen und zwei Gruppen zur Ausländerbehörde und zu einer Botschaft begleiten. Die Teilnehmer müssen *morgen früh um 8:30 Uhr* in der Nähe der Oberbaumbrücke abgeholt werden. Insbesondere der Gang zur Ausländerbehörde dürfte etwas länger dauern, daher bitte Zeit einplanen. Wer das machen kann: Bitte eine kurze Mail an conference(at)wikimedia.de mit einer Rückrufnummer.

Jede weitere gute Idee darüber hinaus ist natürlich hochwillkommen! :)

Herzliche Grüße & Vielen Dank!

Pavel Richter
Geschäftsführer
Wikimedia Deutschland

Kurzes Update vom 19.04. (Nicole):

  • Die Verlängerung der Visa-Gültigkeiten war bei allen Betroffenen ohne Probleme und stundenlanges Warten möglich. Alle Visa wurden für mindestens sechs Tage verlängert.
  • Gegen Mittag haben wir alle Gäste ins Motel One an der Urania umgezogen, in Anbetracht der Umstände ist die Stimmung insgesamt recht entspannt.
  • Für Sightseeing-Angebote gibt es eine Seite auf Meta: Berlin activities for the stranded. Freiwillige können dort gerne Vorschläge einstellen und sich mit den Leuten aus dem Motel koordinieren.
  • Wann die ersten Teilnehmer Berlin per Flugzeug verlassen können ist weiterhin unklar. Aktuell gilt das Flugverbot bis Dienstag früh um 8 Uhr, kann aber auch danach weiter aufrecht erhalten bleiben. Wir sind in ständigem Kontakt mit allen Gestrandeten und halten sie über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden.
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Landgericht Hamburg entscheidet für Wikimedia Deutschland

Was im juristischen Sinne ein Störer bzw. eine Störerhaftung ist, liest man am besten in der Wikipedia nach. Kurz gesagt: Die Störerhaftung ist ein beliebtes Instrument, Personen und Unternehmen für Inhalte von anderen Leuten haftbar zu machen. Dies betrifft auch Wikimedia Deutschland. So wurden wir im vergangenen Jahr vor dem Landgericht Hamburg wegen eines Artikels der Online-Enzyklopädie verklagt. Erfolglos!

Das Landgericht Hamburg hat am 26. März 2010 die Klage gegen den Wikimedia Deutschland e.V. abgewiesen und dabei ausdrücklich eine Störerhaftung des Vereins für den betreffenden Inhalt der Wikipedia verneint. Die ausführliche Begründung und klare Entscheidung des für seine Strenge bekannten Landgerichts freut uns ganz besonders, da so zukünftige Versuche gegen Wikimedia vorzugehen, erschwert bestenfalls abgewendet werden können.

Wir danken den Anwälten der Kanzlei JBB, Julian Höppner und Thorsten Feldmann, die uns in diesem Rechtsstreit vertreten haben. Einen ausführlichen Beitrag dazu gibt es im Blog von Thorsten Feldmann.

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Wahlprüfsteine zur Landtagswahl in NRW

Liebe Freunde des Freien Wissens,

bereits zur Bundestagswahl 2009 hatte Wikimedia Deutschland Wahlprüfsteine an die im Bundestag vertretenen Parteien verschickt. Wir setzen diese auch anlässlich der Landtagswahl 2010 in Nordrhein-Westfalen vor: Heute haben alle vom Landeswahlleiter zur Wahl zugelassenen Parteien einen Fragenkatalog zugeschickt bekommen. Natürlich sind wir dieses Mal auf landesspezifische Problemfelder eingegangen. Den Wortlaut findet ihr hier (PDF).

Wir haben um Beantwortung bis zum 26. April gebeten und werden die eingegangenen Antworten ebenfalls hier im Blog veröffentlichen.

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10 x 2 Freikarten für Bernhard Hoëcker am Dienstag in Berlin

Bernhard Hoëcker tourt derzeit durchs Land mit seinem Soloprogramm WikiHoëcker. Am 13. April 2010 ist er im Quatsch Comedy Club in Berlin und wir haben 10 x 2 Freikarten: Einfach eine Mail an office (at) wikimedia.de mit dem Betreff “Hoëcker” schicken. Wenn die Karten weg sind, sind sie weg und der Rechtsweg ist ausgeschloßen.

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Aus dem Postfach (1)

Täglich erreichen uns Mails mit Anfragen, Wünschen, Vorschlägen, Kritik. Viel Post landet natürlich auch beim Wikipedia Support-Team (umgangssprachlich auch gerne OTRS-Team genannt), das ausschließlich aus Ehrenamtlichen gebildet wird. Dort werden alle Themen rund um die Artikel in der Wikipedia bearbeiten und die Mitarbeiter beantworten geduldig Fragen zum Projekt, nach der Weiternutzung von Inhalten und zu vielem, vielem mehr.

Die folgende, natürlich mit Erlaubnis des Absenders veröffentlichte, Mail ging zwar an die Geschäftsstelle, richtet sich offensichtlich direkt an die vielen, vielen freiwilligen Autoren der Wikipedia, die in jahrelanger Arbeit nun schon mehr als 1.000.000 Artikel geschrieben haben.  Und ich möchte sie gerne mit Euch teilen:

Guten Tag Wikipedia-Team,

Die Stufe 13 des Gymnasiums Lindlar dankt ihnen von ganzem Herzen für ihre Arbeit, die unser Schulleben sehr viel einfacher und erträglicher gemacht hat. So manchen Schüler haben sie aus brenzlichen Situationen gerettet und dafür sind wir ihnen wenigstens ein Dankeschön schuldig. Wenn wir etwas recherchiert haben, waren sie stehts unsere erste Wahl. Wir sehen optimistisch in die Zukunft und denken das wir auch in der nächsten Zeit ihre Website beanspruchen werden, ob im Studium oder in unserem späteren Berufen.

Mit Freundlichen Grüßen

Mathias Schmitz

(im Auftrag der 13 Stufe des Gymnasium Lindlar)

Ich wünsche ein schönes Wochenende!

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Libresoft untersucht gesichtete Versionen

Seit Mai 2008 gibt es in der deutschsprachigen Wikipedia mit den gesichteten Versionen die Möglichkeit, Änderungen von neuen Benutzern erst nach einer Prüfung der Öffentlichkeit zu präsentieren. Auf diese Weise soll der Anreiz für Vandalismus verringert werden. Allerdings gab es immer wieder die Befürchtung, dass neue Benutzer dadurch auch von legitimen Verbesserungen abgehalten würden und man so potentielle Mitarbeiter abschrecken würde.

Nachdem die gesichteten Versionen nun fast zwei Jahre verwendet werden, soll nun erstmals systematisch untersucht werden, welche Auswirkungen sie tatsächlich auf das Nutzerverhalten haben. Wikimedia Deutschland hat zu diesem Zweck mit der Forschungsgruppe GSyC/Libresoft von der Universität Rey Juan Carlos in Madrid einen Vertrag über die Untersuchung der gesichteten Versionen abgeschlossen. Kopf des Forscher-Teams, der die gesichteten Versionen untersuchen wird, ist Felipe Ortega, der zu den aktivsten Wiki-Forschern zählt und bereits seine Doktorarbeit über die Analyse von Nutzerverhalten in der Wikipedia verfasst hat.

Zweck der Untersuchung ist es, herauszufinden, ob die gesichteten Versionen den gewünschten Zweck, nämlich Vandalismus zu verringern, erfüllen, und zu untersuchen, ob sie unerwünschte Nebeneffekte haben. Speziell geht es darum, zu sehen, wie sich die Zahl der „guten“ (behaltenen) und „schlechten“ (zurückgesetzten) anonymen Bearbeitungen seit Einführung der gesichteten Versionen entwickelt hat.

Die Ergebnisse dieser Studie sollen auch anderen Wikimedia-Projekten helfen, zu entscheiden, ob und wie sie gesichtete Versionen einsetzen wollen. Dafür ist eine systematische und wissenschaftlich fundierte Untersuchung notwendig. GSyC/Libresoft hat einschlägige Erfahrungen im Bereich der quantitativen Analyse von kollaborativen Projekten, insbesondere auch der Wikipedia. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und sind schon sehr gespannt auf die Ergebnisse.

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TIFF-Bilder bald direkt im Wiki

Vor fast einem Jahr hatte Wikimedia Deutschland die Entwicklung einer MediaWiki-Extension zum Einbinden von TIFF-Bildern in Wiki-Artikel ausgeschrieben. Nun ist es endlich soweit: die Hallo Welt Medienwerkstatt, die den Auftrag erhalten hatte, hat den PagedTiffHandler fertiggestellt.

Damit lassen sich TIFF-Dateien, wie sie in der Bildreproduktion aber auch im wissenschaftlichen Betrieb üblich sind, direkt im Wiki anzeigen, so wie es bereits mit JPG oder PNG-Dateien möglich ist. TIFF-Dateien können aber nicht nur ein, sondern mehrere Bilder enthalten. Auch hierfür bietet die neue Erweiterung die notwendigen Werkzeuge an.

Um TIFF-Dateien in Wikipedia und auf Wikimedia Commons verwenden zu können, muss die Extension noch von den Systemadministratoren begutachtet und aktiviert werden. Eine entsprechende Anfrage wird in den nächsten Tagen vorbereitet. Wir hoffen, dass die neue Funktion schon in wenigen Wochen zur Verfügung stehen wird.

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