Archiv für März, 2010



Mitgliederversammlung 2010: Informationen für Vorstandskandidaten

Liebe Vereinsmitglieder und Leser des Blogs,

am Samstag, 8. Mai 2010 findet in Berlin die Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland statt. Die offizielle Einladung wird zwischen dem 23. und 25. März 2010 verschickt. Wie im letzten Jahr existiert auch eine Seite  auf Meta, die nach und nach um weitere Informationen ergänzt wird.

Ein Tagesordnungspunkt der Mitgliederversammlung wird die Wahl des Vorstands sein. Und das ist Grund für diese Informationen für Vorstandskandidaten und alle, die es werden möchten.

Mitarbeit im Vorstand ist eine Möglichkeit, die Entwicklung des Vereins aktiv und direkt mitzugestalten und ich möchte hiermit jeden aufrufen, über diese Art des persönlichen Engagements für Wikimedia Deutschland nachzudenken.

Der Vorstand

Wikimedia Deutschland hat einen ehrenamtlich arbeitenden Vorstand. In direktem Zusammenhang mit dem Vorstandsamt anfallende Kosten (zum Beispiel Reise- und Unterkunftskosten) werden gemäß unserer Reisekostenordnung erstattet. Der Vorstand besteht aus bis zu 10 Mitgliedern, von denen vier (Erste/r Vorsitzende/r, Zweite/r Vorsitzende/r, Schatzmeister/in und Schriftführer/in) dem Vorstand nach §26 BGB angehören. Sie werden namentlich im Vereinsregister eingetragen. Der BGB-Vorstand wird ergänzt von bis zu sechs Beisitzern.

Aufgaben

Mit dem Ausbau der Geschäftsstelle und der Entwicklung des Kompass 2020 [2] unterliegen die Aufgaben des Vorstands einer noch immer andauernden Änderung. In den ersten Jahren des Vereins war es vor allem der Vorstand, der einzelne Initiativen und Maßnahmen entwickelte und auch selbst umsetzte. Mit der Professionalisierung, beginnend mit der Beschäftigung des ersten hauptamtlichem Geschäftsführers 2006, und der Übertragung von Zuständigkeiten auf die Geschäftsstelle wandelte sich das Aufgabenspektrum  des Vorstands von einer eher operativen zu einer strategischen Ausrichtung. Im nächsten Jahr wird die Entwicklung mittelfristiger strategischer Pläne  einen wesentlichen Teil der Tätigkeiten ausmachen. Die eher abstrakt  gehaltenen Ziele des Kompass 2020 haben mit dem Haushaltsplan für 2010 in konkreten Plänen für das laufende Jahr ihren Niederschlag gefunden.

Um nun auch für die kommenden Jahre entsprechende Pläne aufstellen zu können, ist es unabdingbar, mit einer mittelfristigen Planung eine  Verbindung zwischen den konkreten Maßnahmen und den strategischen Zielen zu entwickeln, die sowohl Realisierung als auch Ressourceneinsatz und damit die Verwendung der Spendengelder mehrjährig planbar macht.

Zu den Aufgaben des Vorstands zählen außerdem

  • die Festlegung des jährlichen Haushaltsplans
  • die Bestellung und Kontrolle des Geschäftsführers
  • die Aufsicht über die laufenden Aktivitäten des Vereins

Darüber hinaus sollten durch die Mitglieder des Vorstands die im Kompass 2020 festgelegten Ressorts besetzt werden. Sinn der Ressorts ist die eigenständige Arbeit innerhalb von Themenbereichen, die zu den besonderen Qualifikationen und Erfahrungen der Vorstandsmitglieder passen. Jedes Vorstandsmitglied kann mehrere Ressorts besetzen, ausschlaggebend sollten hierbei Erfahrungen und Kenntnisse im jeweiligen Bereich sein. Jedes Ressort wird im Idealfall durch einen oder mehrere Mitglieder des Vorstands vertreten. Es gibt Kern- und Infrastrukturressorts, die sich darin unterscheiden, ob ihr Themenbereich direkt zum Satzungszweck des Vereins gehört oder diese unterstützt.

Kernressorts:

  • Freiwilligenförderung
  • Lobbying
  • Public Relations
  • Qualität
  • Usability/Technik

Infrastrukturressorts:

  • Betriebsmittel
  • Finanzen
  • Fundraising
  • Organisationsentwicklung
  • Personal
  • Vereinskommunikation
  • Wikimedia International

Den Mitgliedern des BGB-Vorstands kommen weitere spezifische Aufgaben zu:

Erste/r Vorsitzende/r

  • Vorbereitung der Sitzungen
  • Fortführung des strategischen Planungsprozessen
  • Dienstaufsicht über den Geschäftsführer
  • Vertretung des Vereins in der Öffentlichkeit

Zweite/r Vorsitzende/r

  • Unterstützung des/der Ersten Vorsitzenden
  • Vertretung des/der Ersten Vorsitzenden bei Verhinderung
  • Vertretung des Vereins gegenüber Chapters und Wikimedia Foundation

Schatzmeister/in

  • Kontrolle der Einhaltung des Haushaltsplans
  • Beratung der Geschäftsführung bei Finanzfragen
  • Teilnahme an der Kassenprüfung

Schriftführer/in

  • Protokollierung von Sitzungen und Telefonkonferenzen
  • Pflege des internen Wiki

Zeitaufwand

Natürlich ist die aktive Mitarbeit im Vorstand nur möglich, wenn auch Zeit dafür aufgebracht werden kann. Beeinflusst wird der Aufwand durch die regelmäßigen Telefonkonferenzen, Vorstandssitzungen und Diskussionen im Wiki und auf Mailinglisten. Im einzelnen sind dies:

  • Telefonkonferenzen zweiwöchentlich, zwischen einer und zwei Stunden
  • Vorstandsklausuren zwei- bis dreimal, Freitags abends bis Sonntags
  • nachmittags, Tagungsort in Abstimmung unter den Vorstandsmitgliedern wechselnd
  • möglicherweise weitere Treffen bei besonderen Ereignissen/Themen
  • interne geschlossene Mailingliste
  • internes geschlossenes Wiki
  • internationale Mailinglisten der Wikimedia Chapter

Wieviel Zeit tatsächlich für die Mitarbeit aufgebracht werden muss, hängt natürlich vom persönlichen Engagement und auch von den besetzten Ressorts ab. Im Durchschnitt liegt der Zeitaufwand beim jetzigen Vorstand bei etwa 4-6 Stunden pro Woche, bei den beiden Vorsitzenden kann das deutlich mehr sein. Jedes Engagement in einzelnen Themen führt ebenfalls zu einem Anstieg des Zeitaufwands.

Prozedere und Zeitplan

Wer für ein Vorstandsamt kandidieren möchte, füllt bitte das PDF-Formular aus und schickt es per Fax oder Post an die Geschäftsstelle (Adressen stehen im Formular selbst). Darüberhinaus kann eine kurze Vorstellung – gerne mit Foto – an mv2010@wikimedia.de geschickt werden. Die Vorstellung lässt Platz für eine Erläuterung der persönlichen Motivation und auch für Aussagen zu den Ressorts, die der Kandidat oder die Kandidatin gerne mitverantwortlich übernehmen möchte. Gerade die Besetzung der Kernressorts ist wichtig für die zukünftige strategische Ausrichtung des Vereins.

Die Selbstvorstellung kann folgende Fragen aufgreifen:

  • Welche Ideen hast Du, die Du gern im Vorstand umsetzen würdest?
  • Was befähigt Dich für den Vorstand? Welche besonderen Kenntnisse, Kompetenzen und Erfahrungen kannst Du einbringen?
  • Was möchtest Du besser machen als der bisherige Vorstand?
  • Warum bist gerade Du genau die oder der Richtige für dieses Amt?

Einsendeschluss hierfür ist der 8. April 2010. Die Vorstellungen werden gemeinsam online zur Verfügung gestellt und ab dem 20. April allen Briefwählern als Teil der Briefwahlunterlagen zugeschickt

Fragen

Falls noch offene Punkte unbeantwortet blieben, scheut euch bitte nicht, einfach nachzufragen. Ich bin gerne bereit, weitere Auskünfte zu geben, soweit mir das möglich ist.

Mit vielen Grüßen und der Hoffnung auf viele Interessenten

Alice

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Tätigkeitsbericht 2009 erschienen

Liebe Freunde des Freien Wissens,

2009 war ein ereignisreiches Jahr für Wikimedia Deutschland. Es gilt zu berichten über:

  • Das Projekt Generation 50+ und das Schulprojekt
  • Die neue Hardware für den Toolserver
  • Die Wahlprüfsteine für die Bundestagswahl
  • Das Literaturstipendium für Wikipedia-Autoren
  • Die erfolgreiche Spendenkampagne
  • und noch vieles, vieles mehr im gerade erschienenen Tätigkeitsbericht 2009 (PDF).
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Entwickler-Workshop am 14.-16. April in Berlin

Wikimedia Deutschland lädt zum Entwickler-Workshop am 14.-16. April 2010 nach Berlin. Dort treffen sich MediaWiki-Entwickler, Toolserver-Nutzer, Gadget-Hacker und andere, die an der technischen Seite der Wikimedia-Projekte interessiert sind. Der Workshop wird in den Räumen der Zanox AG stattfinden – im Herzen Berlins und mit Blick auf die Spree zwischen Kreuzberg und Friedrichshain.

Bis zum 21. März können sich Interessierte für den Workshop anmelden. Da die Anzahl der Plätze begrenzt ist, ist eine verbindliche Anmeldung erforderlich.

Auf Wunsch organisieren wir gerne bezahlbare Übernachtungsmöglichkeiten, für ein entspanntes Rahmenprogramm wird ebenfalls gesorgt.

Wir freuen uns auf Euch!

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Der Vorstand braucht Dich – 2. Vorstandschat am 9. März 2010, 20 Uhr

Nachdem wir im Februar die Tradition des Vorstandschats wieder aufleben ließen, möchten wir euch diesen Dienstag, den 9. März 2010, zum nächsten Termin einladen. Um 20 Uhr stellen sich Alice Wiegand, Michail Jungierek, Harald Krichel sowie ich mich im IRC-Channel #wikimedia-de euren Fragen.

Der thematische Aufhänger diess Abends ist die bevorstehende Mitgliederversammlung am 8. Mai 2010, auf der auch wieder ein neuer Vorstand gewählt wird. Wenn ihr Interesse am Engagement im Vorstand habt oder einfach mal wissen wollt, wie die Arbeit im Vorstand so funktioniert, könnt ihr uns am Dienstag direkt im Chat dazu befragen. Wie beim letzten Mal werden wir natürlich auch Fragen zu anderen Themen beantworten.

Ich freue mich auf eure zahlreiche Teilnahme.
Euer Sebastian Moleski

P.S. Wer noch nie etwas mit IRC zu tun hatte, findet auf der Wikipedia-Chat-Seite Anleitungen und Hinweise.

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Bericht aus der Geschäftsstelle Februar 2010

Liebe Freunde des Freien Wissens,
auch im relativ kurzen Monat Februar ist eine Menge geschehen:

Schulprojekt

Die Mitte Dezember bzw. mit der ersten Veranstaltung Ende Januar (siehe letzten Monatsbericht) begonnene neue Phase im Rahmen der Partnerschaft mit der Initiative D21 fand diesen Monat ihre Fortsetzung. Auf zwei mehrtägigen Veranstaltungen in Berlin/Brandenburg bzw. in Darmstadt wurden Lehrer, Schulleiter sowie z.B. Vertreter von Medienzentren aus vier Bundesländern konzentriert in die Wikipedia und ihre Mechanismen zur Qualitätssicherung eingeführt. Anschließend wurden Wege zur Integration der Wikipedia und weiterer Wikimedia-Projekte (Commons/ Wikisource/ MediaWiki) in den Unterricht diskutiert.

Mit diesen beiden Veranstaltungen endete die Staffel der Veranstaltungen von Wikimedia Deutschland im Rahmen der Initiative D21. Im Rahmen der dort geknüpften Kontakte mit Vertretern aus den Bundesländern wird es aber zu Folgeveranstaltungen kommen. Bereits fest vereinbart für April/Mai ist eine Reihe von sechs Veranstaltungen in Brandenburg in Zusammenarbeit mit dem dortigen Ministerium für Bildung, Jugend und Sport. Für September fest verabredet wurde eine Veranstaltung in Berlin, bei der Schüler einer Oberstufe darauf vorbereitet werden sollen, Schüler der Mittel- bzw. Unterstufe zu schulen.

Generation 50+

Nachdem wir eine grundsätzliche Förderzusage im Rahmen des EU-Programms “IKT 2020 – Forschung für Innovationen” bekommen haben, war Elvira Schmidt als verantwortliche Projektmanagerin im Januar mit der damit verbundenen Bürokratie beschäftigt: Beim für uns zuständigen Projektträger müssen detaillierte Nachweise erbracht werden, Projektbeschreibungen eingereicht, Kalkulationen erstellt werden und vieles, vieles mehr. Dies wird in der ersten Märzhälfte abgeschlossen sein, so dass wir dann mit der konkreten inhaltlichen Arbeitsplanung für die nächsten Monate beginnen können.

Wikimedia Conference

Vom 14. bis 18. April werden sich Mediawiki-Entwickler, Vertreter der Wikimedia Chapter und das Board of Trustees der Wikimedia Foundation in Berlin treffen. Hierfür läuft aktuell die Vorbereitung auf Hochtouren – mit Lodewijk Gelauff  haben wir einen für die Chapter-Koordination und die Programmplanung Verantwortlichen gewinnen können, wir gucken uns Räume an, planen das Rahmenprogramm und vieles mehr.

Zugang zu Freien Inhalten

Anfang Februar war Mathias in Luxemburg auf dem Treffen von COMMUNIA, einem Netzwerk zu Fragen der Public Domain. COMMUNIA ist auch Herausgeber des Public Domain Manifesto. Eine Nachlese dazu gibt es von Ulrike Elteste

Vom 25. bis zum 27. Februar war Mathias Teilnehmer der Konferenz “Vom Nachschlagewerk zum Informationssystem“, veranstaltet durch Bayerische Staatsbibliothek und Historische Kommission an der Bayerischen Akademie der Wissenschaft. Das Timing der Konferenz passte zu dem Start der Volltextanzeige von Allgemeiner Deutscher Biographie (ADB) und Neuer Deutscher Biographie (NDB bis Band 22). Die gemeinfreien Anteile aus der ADB gibt es übrigens auch bei Wikisource. Schwerpunkt des Vortrages von Mathias war der Einsatz von Normdaten in Wikipedia, aber auch die Erstellung von PND-Regelkonformen Daten aus Wikipedia heraus (Projekt “PeEnDe“)

Unter anderem als Resultat auf das Feedback von der Konferenz (Alle Nachschlagewerke haben ihre Personen PND-verschlagwortet und alle fragen sich, wie man jetzt einfach gegeneinander automatisiert verlinken kann zu gleichen Personen) wurde eine schon länger zirkulierende Idee umgesetzt und veröffentlicht – dazu riesiger Dank an Apper für die Arbeit. Die Idee hört auf den Namen BEACON und ist hier beschrieben, zusammen mit Beispiellinks. Die grundsätzliche Idee ist, deutlich einfacher auf andere Ressourcen im Netz verlinken zu können, die Inhalte zu einer bestimmten Person die über PND eindeutig identifiziert ist, anzubieten; Und zwar genau nur dann, wenn es auch wirklich zu dieser Person etwas gibt.

Themen in den Medien

Die meisten Presseanfragen im Februar konzentrierten sich auf folgende drei Themen:

  1. Der Start des neuen Projektes Docupedia – ein Medienexperiment für zeithistorische Forschung, das einen Platz zwischen gedruckten Fachzeitschriften und der Wikipedia einnehmen will.
  2. Die 2-Millionen-Dollar Spende von Google an die Wikimedia Foundation – hierzu kamen zahlreiche Anfragen, da die Botschaft zunächst über Twitter und nicht durch eine Pressemitteilung der Foundation bekannt wurde.
  3. Wikipedia – nach wie vor kommen Fragen zur Qualität und Verlässlichkeit, aber auch die Strukturen und Arbeitsweisen innerhalb des Projektes haben einen hohen Erklärungsbedarf.

Es wird deutlich, dass bei Medienvertretern das Interesse an Wikimedia Deutschland wächst und die Aufgaben, Positionen und Aktivitäten des Vereins sowie die Beziehung zwischen Verein und Community  zunehmend hinterfragt werden.

Am Sonntag, den 28.2. lief bei zdf/3sat ab 16.30 ein Beitrag über Wikimedia und Wikipedia, Weitere Sendetermine: Montag, 1.3.: 07:00 Uhr (3sat) und Donnerstag, 4.3.: 13:30 Uhr (ZDF Infokanal).

Der aktuelle Beitrag auf 3sat/neues war mit knapp 15 Minuten für einen Fernsehbeitrag schon ein langer Beitrag. Hierfür wurden mehr als drei Stunden in der Geschäftsstelle gedreht und ausführliche Gespräche mit Pavel Richter, Henriette Fiebig und mir geführt. Neben den Dreharbeiten bei Wikimedia Deutschland wurde auch Benutzerin: Wisewomen  ausführlich interviewt – rund 2 Stunden nahm das in Anspruch. Zusätzlich konnten wir Sebastian Moleski als Studiogast in das Programm einbinden – er reiste am Vorabend nach Mainz und war einen gesamten Vormittag mit den Dreharbeiten beschäftigt. Viel Recherche-, Organisations- und Koordinationsarbeit mit einem (hoffentlich) zufriedenstellenden Ergebnis.

Für die Redaktion standen zunächst die Themen Krise und Relevanz im Mittelpunkt. Durch intensive Vorgespräche haben wir versucht, die Komplexität des Projekts darzustellen und das Negative etwas zu entschärfen. Obwohl diese Tätigkeit in einem Beitrag kaum zu sehen ist, nimmt es viel Zeit in Anspruch als Interviewpartner zur Verfügung zu stehen, Hintergrundinformationen zu liefern und Redakteuren die Idee und Funktionsweise der Wikipedia zu erläutern. Dass wir keinen Einfluss haben auf die Wortwahl eines Moderators bzw. Redakteurs versteht sich von selbst und so schleichen sich auch immer mal Begriffe und Formulierungen ein, die nicht von uns kommen und uns auch nicht gefallen. Mich interessiert an einem Beitrag vor allem, dass er allgemeinverständlich das Projekt erklärt, über die Arbeit der Freiwilligen aufklärt und Menschen erreicht, die Wikipedia nutzen, aber die Hintergründe noch nicht kennen.

An diesem Beispiel wollte ich einen kleinen Einblick geben, wie ein Teil der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit abläuft und wie wir nicht nur Anfragen beantworten sondern gemeinsam mit Redakteuren Themen aufbereiten. Um die Arbeit im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit weiter zu erläutern, werde ich zukünftig an weiteren Medienbeispielen meine Arbeit veranschaulichen.

Den Beitrag und die begleitende Internetseite findet sich hier bzw. hier.

Medienkooperationen

Die Medienplattform comeunited.com hat im Februar ein Interview mit mir geführt und wir konnte im Rahmen der redaktionellen Arbeit auch eine Spendenanzeige und Spendenbanner platzieren.

Wikimedium No.1

Die Fertigstellung, die Distribution und die Bearbeitungen der Reaktionen auf die neue Ausgabe der Vereinszeitung fiel in die erste Februarwoche. Wieder gab es viel Lob aber auch Verbesserungsvorschläge für Inhalte und Gestaltung. Wir werden sehen, was wir davon umsetzen können. (Alle bislang publizierten Ausgaben finden sich hier) . Erstmals haben wir die Vereinszeitung auch auf wikipedia.de in einer Infobox angekündigt und weitere Projektvorstellungen und Themen für die Präsentation auf dieser Seite sind in Arbeit.

Quartalsplanung

In Anlehnung an den Kompass 2020 sind, wie bereits berichtet, neben dem Tagesgeschäft für den  Bereich Öffentlichkeitsarbeit der Ausbau von Medienkooperationen vorgesehen: Kontakt zu verschiedenen Medien wurde aufgenommen und Catrin hat mit verschiedenen potentiellen Medienpartnern gesprochen, Ideen für die Nutzung von Wikipedia-Inhalten vorgestellt und Termine mit entsprechenden Redaktionen werden im März stattfinden.

Weiterhin ist es Aufgabe der Öffentlichkeitsarbeit Informationsbroschüren für zunächst 3 Wikimedia-Projekte (Commons, Wikisource, Wikiversity) zu erstellen. Im Februar wurden dazu Factsheets erarbeitet, Projektbeschreibungen skizziert und erste Layouts entwickelt.

Mitarbeitersuche abgeschlossen

Im Februar wurden die letzten Interviews geführt und ich bin sehr froh, dass wir mit Nicole Ebber und Till Mletzko zwei neue Mitarbeiter haben. Die Stelle zur Betreuung der internen IT ist jedoch leider noch nicht besetzt.

Spendenquittungen

Die überaus erfolgreiche Herbstkampagne 2009 bringt stets die Aufgabe mit sich, die entsprechenden Spendenquittungen rauszuschicken (dieses Jahr mehr als 1400). Wir haben in diesem Jahr erstmals einen Mitgliedsantrag für den Verein beigelegt und auf die Möglichkeit einer Fördermitgliedschaft hingewiesen. Wir werden sehen, welche Rückläufer wir diesbezüglich haben.

Soweit der Bericht aus der Geschäftsstelle für Februar 2010. Der nächste Bericht erscheint am Montag, den 5. April 2010.

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Zwei neue Kollegen

Nicole Ebber (Foto: Simon Bierwald)

Ich freue mich sehr, dass Wikimedia Deutschland zum 1. März Verstärkung in der Geschäftsstelle in Berlin erhält: Nicole Ebber wird als Projektmanagerin für den Verein arbeiten und Till Mletzko wird sich um das Fundraising kümmern.

Auch wenn sie (noch?) keine Wikipedianerin ist, ein Neuling in der Bewegung des Freien Wissens ist sie wahrlich nicht: 2007 hat Nicole ihr Studium der Informationswirtschaft mit einer Diplomarbeit zum Thema “Creative Commons Lizenzen: Chancen und Risiken für das Management von Non-Governmental Organisations” abgeschlossen. Danach arbeitete sie für die mixxt GmbH in Bonn, wo sie den Bereich Community Management und Marketing betreute. Parallel engagierte sich Nicole für die Organisation mehrere BarCamps, des atom&bits Camp und des openeverything. Mit ihrer Leidenschaft für die Idee des Freien Wissens und ihrer mehrjährigen Erfahrung in der programatischen und organisatorischen Umsetzung von Projekten ist sie genau die richtige für den Verein. Aktuell steht die Organisation der Wikimedia Conference im April an, es folgen Zedler, Schulprojekt und eine Reihe weiterer wichtiger Projekte, die Nicole verantwortlich betreuen wird.

Till Mletzko (Foto: privat)

Till hat an der FU Berlin Politikwissenschaft studiert und dann mehrere Jahre als Autor und Analyst für das Zentrum für internationale Friedenseinsätze gearbeitet. Im Rahmen dieser Arbeit wurde die Bedeutung des Fundraisings immer wichtiger, so dass Till sich entschloss, eine sechsmonatige Vollzeit-Ausbildung zum Projektmanager Fundraising zu absolvieren. Im Anschluss arbeitete er bei der German Toilet Organization e.V., die sich für die sanitäre Grundversorgung in Entwicklungsländern engagiert. Hier konnte er erste praktische Fundraising-Erfahrungen sammeln. Till wird zunächst in Teilzeit für den Verein arbeiten und die Schwerpunkte auf die Betreuung unserer bestehenden Spender, die Gewinnung neuer Spenden sowie die Verbesserung unserer technischen Infrastruktur in diesem Bereich legen.

Ich freue mich, Nicole und Till bei Wikimedia Deutschland begrüßen zu können. Bitte unterstützt sie bei der Einarbeitung, helft Ihnen bei ihrer Arbeit und sprecht sie an, wenn Ihr Ideen, Fragen oder Anregungen habt.

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