Archiv für November, 2009



Bericht aus der Geschäftsstelle November 2009

Liebe Freunde des Freien Wissens,

die Highlights des Monats November aus der Geschäftsstelle des Vereins:

Maßnahmen für den Kompass 2020

Den Prozess findet man hier nochmal erklärt, daher nur kurz: Der Vorstand hatte konkrete strategische Ziele definiert, die in den kommenden fünf Jahren umgesetzt werden sollen. Unsere Aufgabe als Geschäftsstelle war es nun, für jedes Ressort Planungsteams zu bilden und, in Abstimmung mit den Vereinsmitgliedern und der Community, konkret zu planen, was wir im nächsten Jahr umsetzen können und wie wir dies machen wollen. Der Prozess war ziemlich aufwändig, aber am Ende sind eine Vielzahl an ganz konkreten Maßnahmen in den Bereichen Usabilty & Technik, Qualität, Öffentlichkeitsarbeit, Freiwilligenförderung und Lobbying herausgekommen. Diese Ideen und Vorschläge haben wir auf der Vorstandsklausur vom 13. bis 15.11. in Berlin dem Vorstand vorgestellt. Herausgekommen ist eine konkrete Planung für das kommende Jahr, jeweils auf die mittelfristigen Ziele bezogen. Da es hier aber um die Planung für ein ganzes Jahr geht, wird dies in einem eigenen Beitrag in den kommenden Tagen detailliert dargestellt.

Haushaltsplan

Ebenfalls auf der Klausur habe ich den Haushaltsplan für 2010 vorgestellt. Auch dieses Thema ist zu komplex für einen Monatsbericht, deshalb auch hier ein Verweis auf den Bericht in der kommenden Woche.

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Open-Access-Petition: Kostenfreier Zugang zu öffentlich geförderten wissenschaftlichen Publikationen

Bereits seit dem 20. Oktober befindet sich beim Deutschen Bundestag eine Petition in der Mitzeichnungsphase, die den Titel Wissenschaft und Forschung – Kostenloser Erwerb wissenschaftlicher Publikationen trägt. Konkret fordert sie:

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass wissenschaftliche Publikationen, die aus öffentlich geförderter Forschung hervorgehen, allen Bürgern kostenfrei zugänglich sein müssen. Institutionen, die staatliche Forschungsgelder autonom verwalten, soll der Bundestag auffordern, entsprechende Vorschriften zu erlassen und die technischen Voraussetzungen zu schaffen.

Dieses Ziel stimmt mit den Ansichten von Wikimedia Deutschland überein, so dass der Verein diese Petition ausdrücklich unterstützt.

Konkret ist es nicht nachvollziehbar, warum durch öffentliche Förderung zustande gekommene Forschungsergebnisse oft ausschließlich in (sehr teuren) kostenpflichtigen Fachzeitschriften publiziert werden und der Steuerzahler für den Zugang zu von ihm bereits finanzierten Ergebnissen erneut bezahlen muss.

Die Zeichnungsfrist der Petition endet am 22. Dezember. Zum Zeitpunkt dieses Postings haben sich bereits 13.380 Unterstützer für die Petition ausgesprochen. Sollte sie bis zum 29. November von 50.000 Befürwortern unterzeichnet worden sein, so muss die Petition vom zuständigen Ausschuss des Bundestages angehört werden. Aus diesem Grund fordert der Wikimedia Deutschland e.V. nachdrücklich zur Unterzeichnung und Unterstützung der Petition auf.

Da die Zeit drängt, bietet es sich an, weitere Interessierte auf das Thema aufmerksam zu machen. Das Aktionsbündnis “Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft” hat dazu einen Flyer gestaltet, der ausdrücklich zum Nachdruck gedacht ist.

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Position des Vorstands zur laufenden Diskussion über Relevanzkriterien

Die derzeitige Diskussion, ausgelöst durch die Löschung  des Artikels “Missbrauchsopfer gegen Internetsperren” (MOGIS) in der Wikipedia, wurde von Beginn an an vielen Stellen ausgetragen. In unterschiedlichen Blogs, weniger in der Wikipedia, auf dem Blog und in der Mailingliste von Wikimedia-Deutschland. Nach dem Start der diesjährigen Fundraising-Kampagne der Wikimedia-Foundation wurden neben Themen, die sich mit Strukturen und Prozessen innerhalb der Wikipedia auseinandersetzen, zunehmend die Rolle des Vereins und seine Möglichkeiten zur Unterstützung in Frage gestellt. Diese Diskussionen sind nicht am Vorstand vorbeigegangen und werden und wurden von uns verfolgt. Einzelne Vorstandsmitglieder haben sich in die Diskussionen eingebracht. Nun möchten wir als Vorstand und auch als Wikipedianer unsere Position darlegen.

Wikipedia
Wikipedia ist eins der Projekte, die uns besonders am Herzen liegen und wir freuen uns, dass diese Verbundenheit offensichtlich auch bei vielen anderen Menschen vorhanden ist. Sie alle machen sich, ebenso wie wir, die Vereinsmitglieder und die Wikipedianer, Gedanken, wie Wikipedia besser werden kann. Das möchten wir ausdrücklich jetzt und weiterhin unterstützen.

Ort der Diskussion
Es scheint, als ob diese Diskussion überwiegend außerhalb der Wikipedia geführt wird. Möglicherweise fehlt es in der Wikipedia oder überhaupt an einer geeigneten Plattform, die die interne Sicht der Wikipedianer ebenso berücksichtigen kann, wie die externe Sicht, Kritikern und Befürwortern Raum lässt und sowohl kleine Diskussionrunden als auch große öffentliche Podien vorsieht. Dies ist bedauerlich, führt es doch dazu, dass die Diskussionen zerfasern und die Stimmen einzelner Betroffener nicht ausreichend berücksichtigt werden können.

Art der Diskussion
Leider ist der Tonfall etlicher Diskussionbeiträge weit aggressiver, als bei jeder Auseinandersetzung über das Thema in einem persönlichen Gespräch. Verbreitung falscher Tatsachen, Beschimpfungen und Bedrohungen sind keine konstruktive Art, seine Meinung zu vertreten. Mit Argumenten allerdings, die sachlich vorgebracht werden und den Diskussionpartnern die Möglichkeit zur weiterführenden Erwiderung geben, setzen wir uns sowohl innerhalb als auch außerhalb der Wikipedia gerne auseinander.

Engagement
Das Engagement für Wikipedia und Verein ist freiwillig und unentgeltlich. Lediglich die Mitarbeiter der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland beziehen ein regelmäßiges Gehalt. Vielen Dank an alle Wikipedianer und alle Vereinsmitglieder, die viel Freizeit opfern und geopfert haben, um an diesem großartigen Projekt zu arbeiten. Wir wünschen Euch die Souveränität, aus der Kritik die konstruktiven Ansätze zu erkennen und umzusetzen, aber gleichzeitig unangemessener Meinungsmache standzuhalten. Dabei möchten wir das Engagement von Juliana da Costa José und Ralf Roletschek besonders wertschätzen, die in einer schwierigen Situation die Wogen durch ihre Versuche der Aufklärung glätten konnten, und damit für eine Versachlichung der Diskussion gesorgt haben.

Unser Angebot
Wir möchten die Rahmenbedingungen für weitere Diskussionen aller offenen Punkte schaffen und dabei möglichst viele Ansätze und Meinungen berücksichtigen.

  • Eine FAQ wird kurzfristig viele der aufgeworfenen Fragen zum Verein und der Verwendung der Spendeneinnahmen aufgreifen und beantworten.
  • Wir werden die organisatorischen Zusammenhänge zwischen Wikimedia-Foundation, Wikimedia Deutschland und den anderen Chaptern wie Wikimedia Österreich und Wikimedia CH und den Wikimedia-Projekten darstellen und erläutern.
  • Wir denken, dass eine persönliche Diskussion ein vielversprechender Weg für den Austausch ist und werden eine weitere Podiumsdiskussion vorbereiten. Sie könnte als Diskussionsbasis Kristian Köhntopps Blogeiträge  Communitygift und Communityfix heranziehen, in deren Ansatz, Strukturen in der Community zu ändern, wir viel Potential für die Weiterentwicklung der Wikipedia sehen. Und ja, wir haben die Kritik nach der letzten Podiumsdiskussion gehört und sie wird uns helfen, weitere Veranstaltungen dieser Art besser zu machen.
  • Weitere Möglichkeiten und Plattformen, mit denen wir als Verein persönliche Gespräche und Diskussionen online wie offline unterstützen können, prüfen wir gerade.
  • In den verstreuten Beiträgen zum Thema finden sich viele kreative und ansprechende Ideen und Konzepte. Wir werden versuchen, diese  zu sammeln und an einer Stelle für die weitere Diskussion zur Verfügung zu stellen.

Wikimedia Deutschland unterstützt die Projekte der Wikimedia-Foundation und damit auch die Wikipedia. Darüber hinaus möchten wir auch den vielen Freiwilligen Arbeitsbedingungen schaffen, in denen sie weiterhin motiviert an der Weiterentwicklung der Strukturen und Inhalte der Projekte arbeiten können. Dies möchten wir gemeinsam angehen mit jedem, der sich wie wir konstruktiv einbringen möchte.

Für den Vorstand,
Alice Wiegand

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Treffen der Archäologen

Ein kurzer Bericht, wenngleich etwas verspätet.

Am letzten Wochenende im Oktober trafen sich erstmals auf der Saalburg Mitarbeiter des Portals Archäologie, insbesondere des Projektes “Römischer Limes“. Da aus organisatorischen Gründen das Treffen immer weiter in den Herbst des Jahres gerückt war, konnten leider nicht mehr alle Interessenten teil nehmen, ebenso weil sich der Termin mit dem Mentorentreffen in Nürnberg zur gleichen Zeit überschnitten hatte. Dennoch fanden sich an einem sehr angenehmen Tag sieben Personen ein, darunter fünf “Wikipedia-Archäologen”, ein Heimatforscher und ein “ständiger Gast” auf aller Arten von Wikipedia-Treffen (was dieses Treffen doch auch nicht unwesentlich bereichert hat).

Zu besprechen gab es reichlich, doch zunächst nutze man die Zeit und schaute sich die Saalburg an, was für einen Teil der Teilnehmer auch eine Premiere war. Nach dem ausgedehnten Rundgang und mehreren Stück Kuchen, einer lukanischen Bratwurst und mehreren erworbenen Römerbroten in der örtlichen Gastronomie wurde dann auch noch das Lager umschritten und die “Grenze” zwischen Römerreich und Barbaricum bestaunt. Asterix lässt grüßen.


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Kurz zum Spendenticker

Aktuell erreichen uns eine Menge Kleinspenden, zumeist über 1,00 € und verbunden mit Kommentaren zur aktuellen Relevanzdebatte, die dann in unserem Spendenticker veröffentlicht werden. Einige dieser Spenden wurden jedoch von uns aus dem Spendenticker entfernt und auch nicht abgebucht – Warum tun wir das, obwohl unsere Einnahmen zum Großteil aus Klein- und Kleinstspenden bestehen?

Zunächst freuen uns Spenden jeder Größenordnung, unterstützen sie doch unsere Arbeit. Und natürlich sind wir auch dankbar für kritische Kommentare, die uns bei der Weiterentwicklung der Projekte helfen.

Wir haben die Online-Spenden und den Spendenticker nun schon seit mehreren Jahren im Einsatz und daher entsprechende Erfahrungen. Leider hat sich gezeigt, dass immer wieder mit Fake-Einträgen (z.B. durch falsche Bankdaten) “gespendet” wird. Zweitens kommt es auch immer wieder vor, dass solche Lastschriften zurückgegeben werden; dies ist nicht nur ärgerlich, sondern kostet auch viel (Spenden-)Geld.

Daher nehmen wir all die Spenden raus, bei denen wir den Eindruck haben, dass sie uns solche Kosten verursachen könnten. Manchmal ist das sehr eindeutig (Kontonummer “12345″), manchmal ist es nicht ganz so eindeutig. Aber wir haben nicht die Ressourcen, jedes Mal vorab die Bankverbindungen zu überprüfen. Eine Relevanzprüfung für Kommentare entspricht jedoch keineswegs unserem Verständnis von Freiem Wissen.

Abschließend noch ein Punkt, der in der aktuellen Diskussion zu kurz kommt: Wikimedia Deutschland ist nicht Betreiber der Wikipedia, wir haben keinen inhaltlichen, technischen oder redaktionellen Einfluß auf das Projekt. Wir beziehen deshalb auch keine Position in der aktuellen Relevanzdebatte, sondern sehen unsere Aufgabe darin, eine Plattform für die Diskussion zu bieten. Unser Spendenticker ist jedoch die falsche Plattform.

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Fazit der Podiumsdiskussion

Ein ereignisreicher und spannender Abend mit Raum für Verbesserungen – so würde ich unsere gestrige Veranstaltung “Relevanz in der Diskussion – was kommt eigentlich in die Wikipedia und was nicht” in einem Halbsatz zusammenfassen.

Wir haben zwei Ziele mit dieser Diskussionsveranstaltung verbunden: Zum einen wollten wir einen Einblick in die Prozesse der Wikipedia liefern, wie sie ablaufen, wer sie umsetzt, wie sie überhaupt zustande kommen. Und zweitens wollten wir den Ideen, Anregungen und Vorschlägen der Leser und Nutzer der Wikipedia eine Plattform geben.

Die Beteiligung vor Ort war ausgesprochen rege – einige langjährige Wikipedianer waren anwesend und vertraten ihre Sicht auf die aktuelle Debatte, beantworteten Fragen und gaben informative Einblicke in das Projekts. Sehr gefreut hat mich, dass eine ganze Reihe von Leuten da war, die sich im Vorfeld der Diskussion mit Kritik und Lösungsvorschlägen zu Wort gemeldet hatten. Und besonders möchte ich mich nochmals bei unserem Podium bedanken, bei Johnny Haeusler, Pavel Mayer, Leon Weber und Martin Zeise!

Dies war die erste Veranstaltung dieser Art für uns, und der zeitliche Vorlauf war ziemlich knapp.  Licht- und Technikprobleme lassen sich nicht schön reden. Der Stream hat zeitweise gar nicht funktioniert, was uns sehr leid tut. Dadurch war nicht nur das Publikum auf die Leute vor Ort beschränkt, auch eine sinnvolle Einbindung von Fragen und Anmerkungen via Twitter und Chat hat nicht funktioniert. Hier werden wir beim nächsten Mal deutlich nachbessern, versprochen.

Tja, und was hat es nun gebracht? Was passiert nun? Wie geht es weiter? Ich bin davon überzeugt, dass die Diskussion nicht zu Ende ist, ja, dass sie nie zu Ende sein wird. Die Frage, wie sich die Wikipedia weiterentwickelt, was in sie aufgenommen wird, wie sich ihre internen Prozesse verändern, wie man neue Autorengruppen anspricht und bestehende Autorengruppen langfristig bindet und motiviert, wird uns weiter beschäftigen. “Uns” meint nicht nur den Verein, nicht nur die Wikipedia, sondern auch die Leser und Nutzer der Enzyklopädie. Die Debatte der letzten Wochen wird, direkt und indirekt, in die Wikipedia einfließen und dort Spuren hinterlassen. Aber die Wikipedia ist kein homogener Organismus und sie ist insbesondere kein zentral geführtes Unternehmen, in dem Richtungsentscheidungen vorgegeben und dann umgesetzt werden. Sondern, sie ist ein sich selbst organisierendes Projekt von Freiwilligen zum Aufbau einer Enzyklopädie. Kritik und Anregungen “von außen” werden in der Wikipedia wahr- und ernstgenommen. Veränderungen sind in einem solchen Projekt Ergebnis von Diskussionen, von Argumentationen, die auch mal langsam und zäh verlaufen können. Wir als Verein werden auch in Zukunft solchen Diskussionen eine Plattform bieten.

Artikel: spreeblick. com, gulli.com, netzpolitik.org, textberater.com, t3n, schneeschmelze, der freitag

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Stream und Chat für die Podiumsdiskussion heute abend

Wie bereits angekündigt, wird die Podiumsdiskussion “Relevanz in der Diskussion – Was kommt eigentlich in die Wikipedia und was nicht?” heute abend mittels eine Live-Video-Streams übertragen. Zum Stream geht es hier lang.

Zugleich freuen wir uns, wenn sich auch die Zuschauer ausserhalb der Geschäftsräume an der Diskussion beteiligen. Hierzu gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Via Chat. Wir nutzen hierzu das freenode-IRC-Netzwerk. Bitte wählt als Server irc.freenode.net und geht dann in den Kanal #wikimedia-de-podium irc://irc.freenode.net/#wikimedia-de-podium

2. Via Twitter: Bitte verwendet hierzu den Hashtag #WMDE

Update (13:34 Uhr): Beginn der Veranstaltung ist heute, 18:00 Uhr.

Wir haben so eine Offline-/Online-Diskussion auch noch nicht gemacht und sind sehr gespannt, wie der Abend verläuft.

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Bericht aus der Geschäftsstelle (Oktober 2009)

Liebe Freunde des Freien Wissens,

es folgt der Bericht der Geschäftsstelle für den Oktober 2009:

Kompass 2020

Nachdem der Vorstand seine Arbeit fertig hatte und 41 strategische Ziele für die kommenden fünf Jahre festgelegt hat, begann die Arbeit für uns in der Geschäftsstelle. Wir müssen bis zur kommenden Vorstandsklausur (14./15. November bei Berlin) zu möglichst vielen dieser Ziele konkrete Maßnahmen und Aktivitäten entwickeln, jeweils mit einem Zeithorizont von 10 bis 25 Monaten, je nach Ziel. Um hier eine gewisse Vergleichbarkeit zu ermöglichen, habe ich eine einfache Ergebnismatrix entwickelt, in der die Maßnahmen, die wichtigsten Aktivitäten, Verantwortlichkeiten, Aufwände, Kennzahlen und Ergebnisse festgehalten werden. Dann haben wir, analog zu den Vorstandsressorts, Arbeitsgruppen gebildet, die jeweils von einem Mitarbeiter der Geschäftsstelle geleitet werden:

  • PR & Öffentlichkeitsarbeit: Catrin Schoneville
  • Usability & Technik: Daniel Kinzler
  • Gesellschaftliche Mitbestimmung: Mathias Schindler
  • Qualität: Denis Barthel
  • Freiwilligenförderung: Henriette Fiebig

Wie die einzelnen Vorstandsressorts in ihren Aufrufen schon geschrieben haben, stehen und fallen diese Arbeitsgruppen mit der Beteiligung durch Vereinsmitglieder, Community und alle Freunde des Freien Wissens. Hier war das Feedback sehr verschieden, an einigen AGs nehmen eine Menge Leute regen Anteil und beteiligen sich mit Ideen, Kritik, Vorschlägen und Feedback. In anderen Bereichen könnte diese Rückmeldung noch intensiver sein.

Daher hier nochmals die Bitte und der Aufruf: Beteiligt Euch an den Arbeitsgruppen! Es sind die Ergebnisse dieser Arbeitsgruppen, die die Arbeit der Geschäftsstelle zu einem wesentlichen Anteil im nächsten Jahr bestimmen werden. Und auch über die GS hinaus wird vieles, was im Verein passiert, sich aus diesen Maßnahmen und Aktivitäten ergeben.
Solltet Ihr aktuell keine Zeit haben oder Euch erst die ersten Ergebnisse angucken wollen, dann habt Ihr auch die Möglichkeit, Euch später zu beteiligen. Diese Arbeitsgruppen gehen nicht nach der Vorstandsklausur auseinander, sondern werden als Beratungsgremien auch weiterhin bestehen bleiben. Die Arbeit an der Strategie des Vereins und an den Schwerpunkten unserer Aktivitäten geht kontinuierlich voran – und die AGs sind eine gute Möglichkeit für alle Mitglieder und Interessierte, sich aktiv einzumischen. Also, schickt bitte einfach eine kurze Mail an die oben angeführten AG-Leiter und meldet Euer Interesse an.

Neben der Planung für die kommenden Jahre steht auch noch etwas ganz konkretes auf der Agenda des Kompass 2020: Der Haushaltsplan 2010. Diesen werde ich, basierend auf den Vorschläge aus den AGs, ebenfalls für die Vorstandklausur Mitte November vorbereiten.

Selbstverständlich wird es nach der Vorstandsklausur auch einen detaillierten Bericht über die Arbeit der AGs geben.

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Hearing in Brüssel: Wir bauen uns ein Waisenhaus

Am 26. Oktober hatte die Europäische Kommission (EC) zu einem öffentlichen Hearing über “Orphan Works” eingeladen. Dies steht in einer Reihe mit dem “Grünbuch“, an dem sich auch Wikimedia Deutschland und einige andere Schwesterchapter beteiligt hatten.
Für Wikimedia Deutschland war dieses Hearing eine gute Gelegenheit, vor Ort Eindrücke über solche Hearings zu sammeln, Kontakte zu knüpfen und zu sehen, wie wir unsere Interessen an geeigneter Stelle vorbringen können.

Orphan Works sind – und da verlasse ich bereits den Konsens über die Definition – Werke, die zwar noch urheberrechtlich geschützt sind, deren Rechteinhaber jedoch nicht ausfindig zu machen sind – zumindest nicht mit vertretbarem Aufwand. Praktische Relevanz haben diese Waisenkinder vor allem seit der Massendigitalisierung durch Bibliotheken.

Während bei gemeinfreien Werken die Lage halbwegs eindeutig ist und bei den noch verlegten Titeln ein Rechteinhaber einfach greifbar ist, gibt es im Zeitraum zwischen 1870 und 1970 eine große Anzahl an Werken, bei denen wir einfach davon ausgehen müssen, dass die Urheber noch nicht 70 Jahre tot sind und irgendjemand Nutzungsrechte hat – ob er oder sie davon weiß oder nicht. Faktisch ist deshalb das 20. Jahrhundert der effizienten Massendigitalisierung entzogen.

Die Europäische Kommission hat mit Europeana selbst ein Projekt am Start, dass durch diese Situation stark betroffen ist. Sie überlegt jetzt, ob und wie eine europaweite gesetzliche Regelung aussehen könnte, die Waisenkinder wieder für die Allgemeinheit zugänglich macht.

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