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	<title>Kommentare zu: Kein Mensch ist irrelevant?!</title>
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	<description>Neues aus dem Wikimedia-Universum</description>
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		<title>Von: netsphere</title>
		<link>http://blog.wikimedia.de/2009/10/20/kein-mensch-ist-irrelevant/comment-page-3/#comment-1334</link>
		<dc:creator>netsphere</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 07:47:08 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;strong&gt;de-letepedia...&lt;/strong&gt;

“Wenn das Gehirn so einfach wäre, daß wir es verstehen könnten, wären wir zu dumm, um es zu begreifen.” (Jostein Gaarder) So ähnlich verhält es sich anscheinend auch mit der de-Wikipedia. An der Relevanz kränkelt die de-WP ebenso lange wie therapieresi...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>de-letepedia&#8230;</strong></p>
<p>“Wenn das Gehirn so einfach wäre, daß wir es verstehen könnten, wären wir zu dumm, um es zu begreifen.” (Jostein Gaarder) So ähnlich verhält es sich anscheinend auch mit der de-Wikipedia. An der Relevanz kränkelt die de-WP ebenso lange wie therapieresi&#8230;</p>
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		<title>Von: poelzi.org: Entschuldigung daß sie eingeladen wurden ?!?</title>
		<link>http://blog.wikimedia.de/2009/10/20/kein-mensch-ist-irrelevant/comment-page-3/#comment-1326</link>
		<dc:creator>poelzi.org: Entschuldigung daß sie eingeladen wurden ?!?</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Nov 2009 17:19:59 +0000</pubDate>
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		<description>[...] hatte aufgrund des Aufrufs meine schon über längeren Zeitraum entwickelten Gedanken einmal niedergeschrieben und diese auch [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] hatte aufgrund des Aufrufs meine schon über längeren Zeitraum entwickelten Gedanken einmal niedergeschrieben und diese auch [...]</p>
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	<item>
		<title>Von: Wikileaks</title>
		<link>http://blog.wikimedia.de/2009/10/20/kein-mensch-ist-irrelevant/comment-page-3/#comment-1319</link>
		<dc:creator>Wikileaks</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Nov 2009 00:09:40 +0000</pubDate>
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		<description>@ Stephan

Zu 1.) Generell gebe ich zu bedenken, dass man die Relevanz nicht deshalb verteidigen sollte, weil sozusagen mit der aktuellen Organisationsform der Wikipedia gar nichts anderes zu realisieren sei. Die Organisationsform ist ja nicht in Stein gemeißelt, muss also selbst auch Gegenstand der Diskussion sein. Man muss sich überlegen, wie eine Organisationsform aussehen kann, die weitgehend auf Relevanzkriterien verzichten kann.

Zu 2.) Es ist relativ schwierig, das &quot;Wissen einer Zeit&quot; festzulegen. Der Maßstab, dass es das sei, was noch in 10 Jahren interessant ist, ist eine ziemlich ungenaue Aussage(etwa für wen interessant?) und das ist sicher auch nicht der Leitsatz einer Redaktion, die eine Enzyklopädie zusammenstellt. Klar im Vordergrund steht auch bei der Enzyklopädie in meinem Bücherregal noch der Bildungsgedanke, daher hat man sich Grundlagen und Bemerkenswertes aus fast allen Fachdisziplinen eingesammelt und dargestellt (Mathematik, Physik, Chemie, Politik, Wirtschaft, Geschichte, Geographie, Philosophie, Kunst usw. usf).

Wenn die Wikipedia sich vornehmlich als traditionelle Enzyklopädie sehen möchte, dann gibt es da meiner Meinung nach zwei Probleme. Erstens benötigt man dafür Wikipedianer, die sich in ihrem Bereich gut auskennen, entweder durch einen akademischen Bildungshintergrund oder großes Interesse - und da sieht es im Moment schon ziemlich desolat aus. Zweitens begründet sich die Popularität der Wikipedia auf eine Mischung aus traditioneller Enzyklopädie und stark erweitertem Konversationslexikon. Das liegt auch daran, dass die WP eben keinen Beschränkungen bzgl. des Umfangs unterliegt und dies möglich ist. Man sollte also keinen unüberlegten Rückschritt zur traditionellen Form machen, sondern sich überlegen, welche Teile man mit welcher Organisationsform umsetzen möchte. Das würde auch der Erscheinung im Internet Rechnung tragen.

Zu 3.) Viele möchten deshalb in die Wikipedia, weil sie eben keine traditionelle Enzyklopädie ist. Jeder, der für seine Sache oder sein Anliegen eine gewisse Eigenartigkeit bzw. ein Alleinstellungsmerkmal sieht und darüber hinaus der Meinung ist, dass darüber weitergehend informiert werden kann und sollte, möchte es in der Wikipedia in Form eines Eintrages sehen. Das ist nachvollziehbar, weil gerade solche Dinge im WP-Verzeichnis ja sofort gefunden werden können.

Und die Gründe für die Fehden sind sicher nicht Ehre und Ansehen, sondern die Mangelhaftigkeit von Relevanzkriterien und Teilen der Organisationsstruktur.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Stephan</p>
<p>Zu 1.) Generell gebe ich zu bedenken, dass man die Relevanz nicht deshalb verteidigen sollte, weil sozusagen mit der aktuellen Organisationsform der Wikipedia gar nichts anderes zu realisieren sei. Die Organisationsform ist ja nicht in Stein gemeißelt, muss also selbst auch Gegenstand der Diskussion sein. Man muss sich überlegen, wie eine Organisationsform aussehen kann, die weitgehend auf Relevanzkriterien verzichten kann.</p>
<p>Zu 2.) Es ist relativ schwierig, das &#8220;Wissen einer Zeit&#8221; festzulegen. Der Maßstab, dass es das sei, was noch in 10 Jahren interessant ist, ist eine ziemlich ungenaue Aussage(etwa für wen interessant?) und das ist sicher auch nicht der Leitsatz einer Redaktion, die eine Enzyklopädie zusammenstellt. Klar im Vordergrund steht auch bei der Enzyklopädie in meinem Bücherregal noch der Bildungsgedanke, daher hat man sich Grundlagen und Bemerkenswertes aus fast allen Fachdisziplinen eingesammelt und dargestellt (Mathematik, Physik, Chemie, Politik, Wirtschaft, Geschichte, Geographie, Philosophie, Kunst usw. usf).</p>
<p>Wenn die Wikipedia sich vornehmlich als traditionelle Enzyklopädie sehen möchte, dann gibt es da meiner Meinung nach zwei Probleme. Erstens benötigt man dafür Wikipedianer, die sich in ihrem Bereich gut auskennen, entweder durch einen akademischen Bildungshintergrund oder großes Interesse &#8211; und da sieht es im Moment schon ziemlich desolat aus. Zweitens begründet sich die Popularität der Wikipedia auf eine Mischung aus traditioneller Enzyklopädie und stark erweitertem Konversationslexikon. Das liegt auch daran, dass die WP eben keinen Beschränkungen bzgl. des Umfangs unterliegt und dies möglich ist. Man sollte also keinen unüberlegten Rückschritt zur traditionellen Form machen, sondern sich überlegen, welche Teile man mit welcher Organisationsform umsetzen möchte. Das würde auch der Erscheinung im Internet Rechnung tragen.</p>
<p>Zu 3.) Viele möchten deshalb in die Wikipedia, weil sie eben keine traditionelle Enzyklopädie ist. Jeder, der für seine Sache oder sein Anliegen eine gewisse Eigenartigkeit bzw. ein Alleinstellungsmerkmal sieht und darüber hinaus der Meinung ist, dass darüber weitergehend informiert werden kann und sollte, möchte es in der Wikipedia in Form eines Eintrages sehen. Das ist nachvollziehbar, weil gerade solche Dinge im WP-Verzeichnis ja sofort gefunden werden können.</p>
<p>Und die Gründe für die Fehden sind sicher nicht Ehre und Ansehen, sondern die Mangelhaftigkeit von Relevanzkriterien und Teilen der Organisationsstruktur.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Stephan</title>
		<link>http://blog.wikimedia.de/2009/10/20/kein-mensch-ist-irrelevant/comment-page-3/#comment-1305</link>
		<dc:creator>Stephan</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Oct 2009 00:52:01 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.wikimedia.de/?p=840#comment-1305</guid>
		<description>Die Beschränkung von Wikipedia auf relevante Artikel scheint mir aus mehreren Gründen zwingend:
1. Das Funktionsprinzip der Wikipedia setzt voraus, daß eine hinreichend große Gruppe sich mit dem Inhalt jedes einzelnen Artikels aktiv auseinandersetzt. Wenn nur wenige Autoren an einem Artikel interessiert sind, ist in der Regel der Anteil derjenigen, die an dem _Gegenstand_ des Artikels ein bestimmtes Interesse haben, erkennbar höher. Dadurch bleiben Artikel oft den Fans/Hassern überlassen, ohne dass ein Korrektiv durch eine Zahl von neutralen, an der _Qualität_ des Artikels interessierten Autoren wirkt.
2. Die Wikipedia dient nach ihrem Selbstverständnis dem Aufbau einer Enzyklopädie. Eine Enzyklopädie enthält nicht alle denkbaren _Informationen_ (dafür gibt es, zumal in der Zeit der elektronischen Medien, genügend andere Orte), sondern das _Wissen_ einer Zeit. Für mein Verständnis ist Wissen das, was auch in zehn Jahren noch interessant ist.
3. Warum wird denn die Aufnahme eines Artikels in die Wikipedia überhaupt für so wichtig gehalten, daß es sich lohnt, seiten- und tagelang darüber zu streiten? Weil es eben doch etwas Besonderes ist, in einer Enzyklopädie erwähnt zu werden!  Die meisten erbitterten Fehden über die Relevanz von bestimmten Artikeln werden von Leuten geführt, die sich die gewachsene Popularität und das Ansehen der Wikipedia zunutze machen wollen, um die Wichigkeit ihres persönlichen Anliegens durch den Hinweis darauf zu befördern, daß es &quot;sogar&quot; einen &quot;eigenen&quot; Artikel zum Gegenstand ihres Interesses gebe. Das darf aber nicht die vorherrschende Motivation für das Erstellen von Artikeln sein, sonst entwertet sich die Wikipedia selbst.

Und darüber - nach genau den in Wikis üblichen Verfahrensweisen - zu streiten, _was_ nun wirklich die Kriterien für Relevanz sein sollen, scheint mir sehr richtig.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Beschränkung von Wikipedia auf relevante Artikel scheint mir aus mehreren Gründen zwingend:<br />
1. Das Funktionsprinzip der Wikipedia setzt voraus, daß eine hinreichend große Gruppe sich mit dem Inhalt jedes einzelnen Artikels aktiv auseinandersetzt. Wenn nur wenige Autoren an einem Artikel interessiert sind, ist in der Regel der Anteil derjenigen, die an dem _Gegenstand_ des Artikels ein bestimmtes Interesse haben, erkennbar höher. Dadurch bleiben Artikel oft den Fans/Hassern überlassen, ohne dass ein Korrektiv durch eine Zahl von neutralen, an der _Qualität_ des Artikels interessierten Autoren wirkt.<br />
2. Die Wikipedia dient nach ihrem Selbstverständnis dem Aufbau einer Enzyklopädie. Eine Enzyklopädie enthält nicht alle denkbaren _Informationen_ (dafür gibt es, zumal in der Zeit der elektronischen Medien, genügend andere Orte), sondern das _Wissen_ einer Zeit. Für mein Verständnis ist Wissen das, was auch in zehn Jahren noch interessant ist.<br />
3. Warum wird denn die Aufnahme eines Artikels in die Wikipedia überhaupt für so wichtig gehalten, daß es sich lohnt, seiten- und tagelang darüber zu streiten? Weil es eben doch etwas Besonderes ist, in einer Enzyklopädie erwähnt zu werden!  Die meisten erbitterten Fehden über die Relevanz von bestimmten Artikeln werden von Leuten geführt, die sich die gewachsene Popularität und das Ansehen der Wikipedia zunutze machen wollen, um die Wichigkeit ihres persönlichen Anliegens durch den Hinweis darauf zu befördern, daß es &#8220;sogar&#8221; einen &#8220;eigenen&#8221; Artikel zum Gegenstand ihres Interesses gebe. Das darf aber nicht die vorherrschende Motivation für das Erstellen von Artikeln sein, sonst entwertet sich die Wikipedia selbst.</p>
<p>Und darüber &#8211; nach genau den in Wikis üblichen Verfahrensweisen &#8211; zu streiten, _was_ nun wirklich die Kriterien für Relevanz sein sollen, scheint mir sehr richtig.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Wikileaks</title>
		<link>http://blog.wikimedia.de/2009/10/20/kein-mensch-ist-irrelevant/comment-page-3/#comment-1302</link>
		<dc:creator>Wikileaks</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Oct 2009 22:27:39 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.wikimedia.de/?p=840#comment-1302</guid>
		<description>Das ChaosRadio führte diese Woche eine Diskussion zum Thema Wikipedia, bei der auch der Admin &quot;Sargoth&quot; anwesend war. Manche Äußerungen von Sargoth lassen mich vermuten, dass sowohl Wikimedia als auch Wikipedia einem grundlegenden Missverständnis aufsitzen, was &quot;Relevanz&quot; und &quot;Qualität&quot; betrifft:
______________________________________

&quot;Qualität&quot; in der Wissenschaft wird dadurch erreicht, dass man alle möglichen Theorien zulässt, und die falschen &quot;widerlegt&quot;. &quot;Relevanz&quot; hat in der Wissenschaft jede solche Theorie, die wahr ist (also einen Ausschnitt der Wirklichkeit hinreichend nahe beschreibt) und die nicht trivial aus allen anderen, bereits akzeptierten Theorien ableitbar ist. Es ist dabei egal, ob diese Theorie irgendjemanden &quot;konkret&quot; interessiert. Kurz: eine Theorie ist auch dann wissenschaftlich relevant, wenn sie über 100 Jahre nicht nur niemand anwendet, sondern sich auch niemand dafür interessiert, wenn aber die Punkte &quot;wahr&quot; und &quot;nichttrivial&quot; erfüllt sind. Demgegenüber gilt &quot;Relevanz&quot; allerdings auch noch für alle widerlegten Theorien, weil sie methodische Fehler dokumentieren und charakterisieren. Für Theorien, die schwer oder gar nicht entscheidbar sind, gilt das Gebot des Meinungspluralismus bzw. der Meinungsvielfalt.

Insbesondere aus den letzten beiden Punkten hat sich das Prinzip einer &quot;grundsätzlichen Dokumentationsverpflichtung&quot; abgeleitet, das heute die Basis jeder Qualitätssicherung darstellt, beispielsweise auch in der Industrie. Industrielle Normen empfehlen außerdem, dass Informationen, deren Relevanz man nicht entscheiden kann, unbedingt aufzuheben sind: das heißt &quot;in dubeo pro scripto&quot;.

Relevanzkriterien sind generell nicht qualitätsstiftend sondern qualitätsmindernd, weil sie ein Zugeständnis an Beschränkungen sind. Man muss sich immer dann mit Relevanz beschäftigen, wenn man Beschränkungen berücksichtigen muss. Die ersten Enzyklopädien sollten Werke sein, die dem Besitzer andere Bücher ersetzen und ihm eine Bildungsgrundlage anbieten. Man musste also darauf achten, dass sie nicht zu umfangreich wurden.
______________________________________

Die Wikipedia dagegen unterliegt keinen solchen Beschränkungen mehr. Sie kann im Prinzip &quot;unbeschränkt&quot; wachsen. Damit sind jegliche Relevanzkriterien aber hinfällig. Man könnte allenfalls überlegen, ob man die einzelnen Lemmata(WP-Artikel) gewichtet und kennzeichnet, um dem Leser eine schnelle Beurteilung des Inhaltes zu ermöglichen (z.B. einen Artikel zur Trigonometrie mit dem Kennzeichen &quot;Mathematische Formelsammlung&quot; etc.).

Viele Akademiker haben sich also nicht deshalb von der Wikipedia verabschiedet, weil es dort zu viele irrelevante Artikel gab, sondern weil die Qualität insgesamt zu schlecht ist. Und die Maßnahme, die von den Wikipedianern in Form von (teilweise völlig unsäglichen und von Inkompetenz geprägten) Relevanzkriterien ergriffen wurde, hat die Qualität zwangsläufig weiter verschlechtert, und zwar deutlich.

Das Problem ist, dass die Wikipedianer grundsätzlich so gut wie nichts über Qualitätssicherung wissen und an völlig falschen Konzepten festhalten - und das gilt für alle Ebenen: von der Artikelbeurteilung bis hin zur Selbstorganisation.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das ChaosRadio führte diese Woche eine Diskussion zum Thema Wikipedia, bei der auch der Admin &#8220;Sargoth&#8221; anwesend war. Manche Äußerungen von Sargoth lassen mich vermuten, dass sowohl Wikimedia als auch Wikipedia einem grundlegenden Missverständnis aufsitzen, was &#8220;Relevanz&#8221; und &#8220;Qualität&#8221; betrifft:<br />
______________________________________</p>
<p>&#8220;Qualität&#8221; in der Wissenschaft wird dadurch erreicht, dass man alle möglichen Theorien zulässt, und die falschen &#8220;widerlegt&#8221;. &#8220;Relevanz&#8221; hat in der Wissenschaft jede solche Theorie, die wahr ist (also einen Ausschnitt der Wirklichkeit hinreichend nahe beschreibt) und die nicht trivial aus allen anderen, bereits akzeptierten Theorien ableitbar ist. Es ist dabei egal, ob diese Theorie irgendjemanden &#8220;konkret&#8221; interessiert. Kurz: eine Theorie ist auch dann wissenschaftlich relevant, wenn sie über 100 Jahre nicht nur niemand anwendet, sondern sich auch niemand dafür interessiert, wenn aber die Punkte &#8220;wahr&#8221; und &#8220;nichttrivial&#8221; erfüllt sind. Demgegenüber gilt &#8220;Relevanz&#8221; allerdings auch noch für alle widerlegten Theorien, weil sie methodische Fehler dokumentieren und charakterisieren. Für Theorien, die schwer oder gar nicht entscheidbar sind, gilt das Gebot des Meinungspluralismus bzw. der Meinungsvielfalt.</p>
<p>Insbesondere aus den letzten beiden Punkten hat sich das Prinzip einer &#8220;grundsätzlichen Dokumentationsverpflichtung&#8221; abgeleitet, das heute die Basis jeder Qualitätssicherung darstellt, beispielsweise auch in der Industrie. Industrielle Normen empfehlen außerdem, dass Informationen, deren Relevanz man nicht entscheiden kann, unbedingt aufzuheben sind: das heißt &#8220;in dubeo pro scripto&#8221;.</p>
<p>Relevanzkriterien sind generell nicht qualitätsstiftend sondern qualitätsmindernd, weil sie ein Zugeständnis an Beschränkungen sind. Man muss sich immer dann mit Relevanz beschäftigen, wenn man Beschränkungen berücksichtigen muss. Die ersten Enzyklopädien sollten Werke sein, die dem Besitzer andere Bücher ersetzen und ihm eine Bildungsgrundlage anbieten. Man musste also darauf achten, dass sie nicht zu umfangreich wurden.<br />
______________________________________</p>
<p>Die Wikipedia dagegen unterliegt keinen solchen Beschränkungen mehr. Sie kann im Prinzip &#8220;unbeschränkt&#8221; wachsen. Damit sind jegliche Relevanzkriterien aber hinfällig. Man könnte allenfalls überlegen, ob man die einzelnen Lemmata(WP-Artikel) gewichtet und kennzeichnet, um dem Leser eine schnelle Beurteilung des Inhaltes zu ermöglichen (z.B. einen Artikel zur Trigonometrie mit dem Kennzeichen &#8220;Mathematische Formelsammlung&#8221; etc.).</p>
<p>Viele Akademiker haben sich also nicht deshalb von der Wikipedia verabschiedet, weil es dort zu viele irrelevante Artikel gab, sondern weil die Qualität insgesamt zu schlecht ist. Und die Maßnahme, die von den Wikipedianern in Form von (teilweise völlig unsäglichen und von Inkompetenz geprägten) Relevanzkriterien ergriffen wurde, hat die Qualität zwangsläufig weiter verschlechtert, und zwar deutlich.</p>
<p>Das Problem ist, dass die Wikipedianer grundsätzlich so gut wie nichts über Qualitätssicherung wissen und an völlig falschen Konzepten festhalten &#8211; und das gilt für alle Ebenen: von der Artikelbeurteilung bis hin zur Selbstorganisation.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Deutschland: Wikimedia lädt zur &#8222;Relevanz&#8220;-Diskussion nach Berlin ein &#171; Wir sind das Internet</title>
		<link>http://blog.wikimedia.de/2009/10/20/kein-mensch-ist-irrelevant/comment-page-3/#comment-1290</link>
		<dc:creator>Deutschland: Wikimedia lädt zur &#8222;Relevanz&#8220;-Diskussion nach Berlin ein &#171; Wir sind das Internet</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Oct 2009 14:00:13 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.wikimedia.de/?p=840#comment-1290</guid>
		<description>[...] bereits kurz angekündigt laden wir interessierte Wikipedianer, Blogger, Journalisten und generell alle Freunde [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] bereits kurz angekündigt laden wir interessierte Wikipedianer, Blogger, Journalisten und generell alle Freunde [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Zensurgegner</title>
		<link>http://blog.wikimedia.de/2009/10/20/kein-mensch-ist-irrelevant/comment-page-3/#comment-1262</link>
		<dc:creator>Zensurgegner</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 19:50:35 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.wikimedia.de/?p=840#comment-1262</guid>
		<description>Schönes Beispiel : der Artikel zum Exklusionismus wurde nach 21 Minuten gelöscht und sinnfrei nach Exklusion weitergeleitet.

Quelle : http://anonymus.posterous.com/inklusionismus-und-exklusionismus</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Schönes Beispiel : der Artikel zum Exklusionismus wurde nach 21 Minuten gelöscht und sinnfrei nach Exklusion weitergeleitet.</p>
<p>Quelle : <a href="http://anonymus.posterous.com/inklusionismus-und-exklusionismus" rel="nofollow">http://anonymus.posterous.com/inklusionismus-und-exklusionismus</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Wikimedia Blog : Relevanz in der Diskussion &#8211; Was kommt eigentlich in die Wikipedia und was nicht?</title>
		<link>http://blog.wikimedia.de/2009/10/20/kein-mensch-ist-irrelevant/comment-page-3/#comment-1248</link>
		<dc:creator>Wikimedia Blog : Relevanz in der Diskussion &#8211; Was kommt eigentlich in die Wikipedia und was nicht?</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 15:16:14 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.wikimedia.de/?p=840#comment-1248</guid>
		<description>[...] bereits kurz angekündigt laden wir interessierte Wikipedianer, Blogger, Journalisten und generell alle Freunde [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] bereits kurz angekündigt laden wir interessierte Wikipedianer, Blogger, Journalisten und generell alle Freunde [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: AK's weblog</title>
		<link>http://blog.wikimedia.de/2009/10/20/kein-mensch-ist-irrelevant/comment-page-3/#comment-1247</link>
		<dc:creator>AK's weblog</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 10:01:22 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;strong&gt;Eine Zusammenfassung der gestrigen Chaosradio-Wikipedia-Diskussion...&lt;/strong&gt;

Gestern war ja Chaosradio zum Thema Wikipedia bzw. der derzeitigen Kontroverse von Exkludismus und Inkludismus. Ich habe mir erlaubt, den meisten Teil der Sendung per Twitter zu verfolgen (ausgenommen der Zeit, wo ich telefoniert hab), und möchte einig...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine Zusammenfassung der gestrigen Chaosradio-Wikipedia-Diskussion&#8230;</strong></p>
<p>Gestern war ja Chaosradio zum Thema Wikipedia bzw. der derzeitigen Kontroverse von Exkludismus und Inkludismus. Ich habe mir erlaubt, den meisten Teil der Sendung per Twitter zu verfolgen (ausgenommen der Zeit, wo ich telefoniert hab), und möchte einig&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: SevenOfMine</title>
		<link>http://blog.wikimedia.de/2009/10/20/kein-mensch-ist-irrelevant/comment-page-3/#comment-1246</link>
		<dc:creator>SevenOfMine</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 05:46:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.wikimedia.de/?p=840#comment-1246</guid>
		<description>&quot;Wenn das Gehirn so einfach wäre, daß wir es verstehen könnten, wären wir zu dumm, um es zu begreifen.&quot; (Jostein Gaarder)

So ähnlich verhält es sich anscheinend auch mit der de-Wikipedia. 
Und wenn schon WP-Admins irgendwie irgendwann von irgendwem irgendwo gewählt wurden, sind sie dennoch keine Kanzler oder Präsidenten, die eine Macht auszuüben haben, sondern eher administrative Sozialpädagogen - im wahrsten Sinne des Wortes:  sozial, da sie Mitglied einer Gemeinschaft sind, über die sie nicht zu bestimmen haben, sondern deren Teil sie sind; Pädagogen, weil es um Wissen und dessen Vermittlung und Form geht, die sie lediglich verwalten und nicht diktieren sollen. 

An der Relevanz kränkelt die de-WP ebenso lange wie therapieresistent, so daß die de-WP längst selbst beträchtlich an Relevanz verloren hat. Seit Jahren wird versucht, mit typisch deutsch- kleinbürgerlicher Beamten-Mentalität enzyklopädisches Wissen zu verwalten. Das ist vollends in die Sackgasse bis an die Wand gefahren und nun auch weithin sichtbar geworden.  Der Schaden _ist_ bereits immens, zu viele solide Artikel wurden maßlos gelöscht, zu viele Autoren wurden sinnlos vergrault, zu viele Suchanfragen bleiben heute ohne Not ergebnislos. Wenn Relevanzkriterien derart destruktiv angewandt werden, daß nur das relevant ist, was ohnehin bereits jeder weiß, dann hat sich der Sinn und Zweck einer Enzyklopädie in sich selbst erschöpft. 

Ich machte mir einmal die Mühe,  einen de-WP-Artikel zu erstellen, indem ich einen der en-WP übersetze und ausbaute, nachdem ich in der de-WP einfach nichts fand. Anklage, Ermittlungsergebnis und Urteil in einem Streich: irrelevant.
&quot;Mit Arroganz gegen die Irrelevanz&quot; wurde jahrelang stur und unbeirrbar ein Kreuzzug im Namen einer höher relevanzbeseelten Wissenselite geführt, und nun plötzlich ist die Entrüstung groß, daß sich eine Flutwelle massiven, breit wie lang und hoch angestauten Frustes entlädt? Das beweist doch nur die Borniertheit eines Löschregimes, welches sich da unjüngst etabliert und sich jahrelang gegen jegliche berechtigte Kritik gesperrt und anderen Argumenten völlig verweigert hat. Und sich nun immer noch ebenso arrogant wie ignorant entgegenstellt, weil es nun nicht gefälligst gelobpudelt, sondern blasphemisch kritisiert wird, da ja alle Kritiker keine Ahnung vom &quot;System Wikipedia&quot; haben?! 
Ich muß auch keine Ahnung vom &quot;System Auto&quot; haben und erst jahrelang studieren und Ingenieur werden, um es fahren zu können und bei Bedarf Sprit, Wasser und Öl nachzufüllen. Vor allem muß ich mir nicht arrogant von einem &quot;System Auto&quot; sagen lassen, daß jede zweite meiner Fahrten einfach nicht relevant genug ist, um überhaupt erst anzuspringen, und wenn ich das dennoch meine, daß ich dann eben nur in englischsprachigen Gegenden fahren soll. 

Dieser Sturm, der da an MOGIS entfacht ist, kommt jedenfalls nicht von ungefähr, sondern aus gleich mehreren Richtungen: von frustrierten Autoren, deren Engagement als irrelevant abgetan wird, von frustierten Benutzern, deren Suchanfragen zunehmend nur noch in der en-WP zu einem Ergebnis führen, und von einer Schar selbstherrlicher Admins, die selber gern jegliches Augenmaß und Umgangsformen vermissen lassen, sie dann bei den anderen aber umso beharrlicher einfordern.

&quot;Eine neue wissenschaftliche Wahrheit pflegt sich nicht in der Weise durchzusetzen, daß ihre Gegner überzeugt werden und sich als belehrt fühlen, sondern vielmehr dadurch, daß die Gegner allmählich aussterben und daß die heranwachsende Generation von vornherein mit der Wahrheit vertraut gemacht ist.&quot;
(Max Planck)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Wenn das Gehirn so einfach wäre, daß wir es verstehen könnten, wären wir zu dumm, um es zu begreifen.&#8221; (Jostein Gaarder)</p>
<p>So ähnlich verhält es sich anscheinend auch mit der de-Wikipedia.<br />
Und wenn schon WP-Admins irgendwie irgendwann von irgendwem irgendwo gewählt wurden, sind sie dennoch keine Kanzler oder Präsidenten, die eine Macht auszuüben haben, sondern eher administrative Sozialpädagogen &#8211; im wahrsten Sinne des Wortes:  sozial, da sie Mitglied einer Gemeinschaft sind, über die sie nicht zu bestimmen haben, sondern deren Teil sie sind; Pädagogen, weil es um Wissen und dessen Vermittlung und Form geht, die sie lediglich verwalten und nicht diktieren sollen. </p>
<p>An der Relevanz kränkelt die de-WP ebenso lange wie therapieresistent, so daß die de-WP längst selbst beträchtlich an Relevanz verloren hat. Seit Jahren wird versucht, mit typisch deutsch- kleinbürgerlicher Beamten-Mentalität enzyklopädisches Wissen zu verwalten. Das ist vollends in die Sackgasse bis an die Wand gefahren und nun auch weithin sichtbar geworden.  Der Schaden _ist_ bereits immens, zu viele solide Artikel wurden maßlos gelöscht, zu viele Autoren wurden sinnlos vergrault, zu viele Suchanfragen bleiben heute ohne Not ergebnislos. Wenn Relevanzkriterien derart destruktiv angewandt werden, daß nur das relevant ist, was ohnehin bereits jeder weiß, dann hat sich der Sinn und Zweck einer Enzyklopädie in sich selbst erschöpft. </p>
<p>Ich machte mir einmal die Mühe,  einen de-WP-Artikel zu erstellen, indem ich einen der en-WP übersetze und ausbaute, nachdem ich in der de-WP einfach nichts fand. Anklage, Ermittlungsergebnis und Urteil in einem Streich: irrelevant.<br />
&#8220;Mit Arroganz gegen die Irrelevanz&#8221; wurde jahrelang stur und unbeirrbar ein Kreuzzug im Namen einer höher relevanzbeseelten Wissenselite geführt, und nun plötzlich ist die Entrüstung groß, daß sich eine Flutwelle massiven, breit wie lang und hoch angestauten Frustes entlädt? Das beweist doch nur die Borniertheit eines Löschregimes, welches sich da unjüngst etabliert und sich jahrelang gegen jegliche berechtigte Kritik gesperrt und anderen Argumenten völlig verweigert hat. Und sich nun immer noch ebenso arrogant wie ignorant entgegenstellt, weil es nun nicht gefälligst gelobpudelt, sondern blasphemisch kritisiert wird, da ja alle Kritiker keine Ahnung vom &#8220;System Wikipedia&#8221; haben?!<br />
Ich muß auch keine Ahnung vom &#8220;System Auto&#8221; haben und erst jahrelang studieren und Ingenieur werden, um es fahren zu können und bei Bedarf Sprit, Wasser und Öl nachzufüllen. Vor allem muß ich mir nicht arrogant von einem &#8220;System Auto&#8221; sagen lassen, daß jede zweite meiner Fahrten einfach nicht relevant genug ist, um überhaupt erst anzuspringen, und wenn ich das dennoch meine, daß ich dann eben nur in englischsprachigen Gegenden fahren soll. </p>
<p>Dieser Sturm, der da an MOGIS entfacht ist, kommt jedenfalls nicht von ungefähr, sondern aus gleich mehreren Richtungen: von frustrierten Autoren, deren Engagement als irrelevant abgetan wird, von frustierten Benutzern, deren Suchanfragen zunehmend nur noch in der en-WP zu einem Ergebnis führen, und von einer Schar selbstherrlicher Admins, die selber gern jegliches Augenmaß und Umgangsformen vermissen lassen, sie dann bei den anderen aber umso beharrlicher einfordern.</p>
<p>&#8220;Eine neue wissenschaftliche Wahrheit pflegt sich nicht in der Weise durchzusetzen, daß ihre Gegner überzeugt werden und sich als belehrt fühlen, sondern vielmehr dadurch, daß die Gegner allmählich aussterben und daß die heranwachsende Generation von vornherein mit der Wahrheit vertraut gemacht ist.&#8221;<br />
(Max Planck)</p>
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